An die Käse Esche KG erinnere ich mich auch noch gut. Wir haben öfter für den Chef der Firma kleinere Arbeiten erledigen dürfen und wurden dafür u.a. mit riesigen Käseportionen belohnt. Das Heim besaß damals 2 von der MS Völkerfreundschaft ausrangierte Kutter (ehem. Rettungsboote) mit denen wir Kinder die Mecklenburger Seenplatten erforschten.
Der Käse von Esche, frisch gegossen und abgekühl... Der Hammer !
Den Käse gab es in Berlin im Laden, eingeschweißt in Plastik- kein Vergleich, irgendwie haben die vor dem Einschweißen den Geschmack entfernt.
Und die Kutter- das waren Klamotten, Gewicht: 17 Tonnen pro Boot !!!
Mußten wir im Herbst umdrehen, wurden und abgedeckt, im Frühjahr neu angestrichen und fitgemacht.
Einmal hatte ein Klassenkamerad beim Umdrehen... sein Bein darunter... hatte wohl nicht richtig hingehört beim Absetzen.
Kutter auf Knie... "Knack !"... Oberschenkel gebrochen.
Und der hat nicht mal geheult ! Schmiß sich nur hin, und hielt sein Knie.
Unfall... kann passieren. Wurde auch alles wieder.
Eine Tour mit den Kuttern bis zur Müritz, Zelten auf einem Campingplatz, zurück, und dann ein mörderliches Unwetter. 2 m Wellenhöhe nahe der Halbinsel Werder ! Da hingen die Motorschrauben öfter in der Luft...
Die Wellen konnten sich wegen der geringen Tiefe so hoch aufpeitschen, im Wellental konnte man sogar noch den Grund sehen.
Für diese Boote kein Thema. Wir fühlten uns auch nicht unsicher. War richtig Abenteuer.
Tut sich ja nicht mehr viel, dabei wird doch gelegentlich hier gelesen..
Traut Euch doch mal !