Wintererinnerungen

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      Wintererinnerungen

      Halavero schrieb:

      ...übrigens ...(zu später Stund fallen mir immer die besten Gedanken ein) könnten wir ja mal nee Umfrage starten Richtung "Heimerlebnisse im Winter" ....


      Ich hab im Erzgebirge das erste Mal Eiszapfenabschlagen kennen gelernt .... ansonsten .. es war immer kalt, weil wir in ner ollen Baracke wohnten und eklige Nachtspreicheröfen hatten.

      Obwohl wir im Arzgebirg waren, kann ich mich an nicht eine Rodelpartie erinnern.
      ...jo ...wir hatten im Winter eigentlich, damals, 1972 - 77 ..meine Heimzeit ..im Winter immer viel Schnee ....aber an eine Rodelpartie kann ich mich auch net erinnern ... vielleicht aus Mangel an "Rodelunterlagen" ..

      ..im Heim in Moritzburg hatten wir nach dem Mittagessen immer so nee Art Gruppenwanderung, eine Stunde Spaziergang irgent wohin, bevor die Hausaufgaben anfingen ...jo, und so kann ich mich noch erinnern, dass wir mit unseren Erzieher auch über nen zugefrorenen See Richtung Badestelle liefen (jo, dort, wo im Sommer die Russen ihre LKWs wuschen" ..also, mir war es da als Stadtkind doch recht mulmig (ich war ja so nen fantasievolles Kind, hatte mir immer über allles Gedanken gemacht ... man hätt da ja zum Beispiel auch einbrechen können ..obwohl das Eis mächtig dick war) .. jo ...so kalt waren damals die Winter ...man hatte es schon fast vergessen, dass es im Winter ein paar Minusgrade geben kann ..

      ..später, im Normalkinderheim im Kurort Gohrisch "durften" wir eine öffentliche Schule besuchen ...der Nachteil war nur, die Schule befand sich im Nachbarort Papstdorf, 4 km die Berge hinauf ... als Schulbus furh so nen alter Ikarus-Bus ...die man "Zigarre" nannte ..ab und zu kam der Bus im Winter die enge, steile Straße net hinauf ..dann mussten wir auch zur Schule laufen ...am Nachmittag mussten wir sowieso immer von der Schule wieder Nach Hause laufen, 4 km, berab ..erst am Gohrisch entlang, unter einem lag das Dorf Papstdorf ...herrlich ...dann ging es die Straße hinunter ...im Winter meist auf dem Ranzen hinunterrodelnd ...(ach ja ..da haben wir doch unsere Rodelpartie...) ... ach ja ...da gab es schon schöne Winter ...natürlich war der Sommer noch schöner ...bei dem Weitblick über das herrliche Elbtal Richtung Sebnitz, Schmilka ...
      Wer so offen ist wie ich ..der kann doch nicht ganz dicht sein ..egal wie dicht du bist.. Goethe war Dichter ....

      Gibt dir det Leben einen Puff, da weene keene Träne. Lach dir nen Ast und setz dir druff Un baumle mit de Beene.
      fuer uns fing ,in netzkater,(suedharz) der winter mitte oktober an und endete in der regel mitte bis ende maerz.skifahren,eislaufen und natuerlich auch schlittenfahren waren die schoensten freizeitbeschaeftigungen in dieser zeit.als heftigste erlebnisse einnere ich,die abfahrten,nach den nachtwanderungen, an sylvester, 6 km bergauf von netzkater nach sophienhof,.von sophienhof per schlitten die abfahrt auf der befestigten strasse nach 'eisfelder talmuehle'.da waren die 6km bergauf,auf 2,5km bergab zusammengeschrumpft,da ging immer die post ab..die wiesen in heimnaehe waren austragungsorte von ,nicht nur, schul-kreismeisterschaften,bei denen wir uns sehr oft gut in scene gesetzt hatten! HEIM VORTEIL :D
      ich bin und bleibe ich !!!
      Ich erinnere mich ebenso an teils sehr viel Schnee, draußen sein, also auch außerhalb des Heimes, was allerdings eher einer Seltenheit gleichkam.

      Schnee, in den man weit bis über die Knöchel, wenn nicht sogar bis zu den Knien versank und Winter damals dauerten vor allem, begannen oft schon im November und konnten bis Ostern noch Schnee bringen.

      Irgendwie war auch Schneefegen angesagt. Jemand war immer damit dran, wenn nicht sogar gleich mehrere Jungen in der Gruppe.

      Ach waren das noch Zeiten, sehnsüchtige Blicke aus dem Heimhaus auf die schöne verschneite Winterlandschaft. Heute muss man dafür nach Bayern oder Österreich oder sogar gleich bis ins Skigebiet von Canmore in die Rocky Mountains reisen, von denen ich damals auch geträumt habe. 8o
      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel
      Wobei man sich im Winter auch einfach nur einmal ausschlafen müßte und wieso es bestimmten Tieren, den Menschen aber nicht gegeben ist, dauerhaft Winterschlaf zu halten, hat sich mir im Leben noch immer nicht erschlossen, dabei gäbe es so viel Gründe, einfach nur durchzuschlafen. Der Winter böte sich an, wenn nicht immer nur wieder der Wecker klingeln würde, ganz so, als wenn er es müßte, dabei könnte doch auch einfach nur einmal die Zeit still stehen. Neuerdings rennt sie mit Meilenstiefeln durch die Gegend, ganz so, als wenn sie keine Zeit hätte. Wie war das früher, sommer wie winters? Sie stand teilweise und alles hatte seine Zeit. Heute scheint so Vieles keine mehr zu haben. Was ist das nur? ;(
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      Ach ja, da ist sicher so manches in der "Menschwerdung" falsch gelaufen. Wir waren bestimmt auch mal "Bären" ...die im Winter in der Höhle vor sich hin gedöst haben. Meine, wer geht freiwillig bei diesem kalten, nassen Wetter nur mit nen Fell bekleidet vor" die Tür" ... um sich nen Stück Fleisch zu erjagen. Frauen konnten bei Schneelage sowieso nixs sammeln .So erklärt sich sicher unsere Müdigkeit im Winter .... wir waren früher sicher entspannter. Die Wissenschaftler erklären sich ja viele Sachen am Menschen noch von des Menschens Urwesen her.

      Ich geh jetzt auch mal in mir, und werd ruhiger ...Nachtruhe .... nur noch mein schlaues Kaffeetäschen entleeren ... warum "schlaues Kaffeetäschen" ? - ... na ..zeigt mir die Vergangenheit an ...Rom 3.Jh v.Chr. - 5 Jh n.Chr. ....Romanik ...10 Jh, - 13. Jahrhundert ....etc ... bei mir gibt es nur gebildeten Kaffee (ich hab auch eine Dynamo-Dresden - Tasse ...aber das ist nee andere Geschichte ...)


      :wayne:
      Wer so offen ist wie ich ..der kann doch nicht ganz dicht sein ..egal wie dicht du bist.. Goethe war Dichter ....

      Gibt dir det Leben einen Puff, da weene keene Träne. Lach dir nen Ast und setz dir druff Un baumle mit de Beene.
      Bestimmte Getränke nennt man nicht umsonst auch geistige Getränke und sicherlich hast du deine Bildung auch nicht nur daher, wobei ich den Kaffee zu den geistigen Getränken dazu zählen würde. Auf der Tasse, aus der ich täglich meinen Kaffee trinke, steht in dicken Lettern leider nur mein Vorname und dazu der Name des Unternehmens für das ich tätig sein darf. Was für eine Verbundenheit.

      Eine Dynamo Tasse habe ich selbstverständlich nicht, aber ich habe gelegentlich dort beruflich zu tun, wenn auch nicht selbst vor Ort. Aber jetzt, wo du es sagst, an Dresden erinnere ich mich zu meiner Heimzeit auch, denn ich hatte in Begleitung eines Kameraden das einmalige Vergnügen oder kam dazu wie die Jungfrau zum Kinde, an der Beerdigung eines Kameraden aus meiner Heimgruppe teilzunehmen.

      Wir haben gerade Februar und es muss just dieser Monat gewesen sein, denn es war eiskalt und dick verschneit war es auch. Der Friedhof, auf dem der Junge beerdigt wurde, war schlohweiß und die etwa 100 km Fahrt mit einem PKW aus dem Heim dorthin und zurück über Land wird mir immer in Erinnerung bleiben, weil das, was damals geschah, auch mit Emotionen zu tun hatte.
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