Papenburg, Jugendheim Johannesburg GmbH Börgermoor

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      Hallo Franbiermann.
      Ja es waren rauhe Zeiten.Aber wir haben es Überlebt.Ich war ja in der Landwirtschaft.Da war es nicht besser wie im Torf.Du hattest den Bruder immer hinter dir stehen.Nicht alles war schlecht.Es gab auch schöne Tage.Es gab Eine Theateraufführung.
      Jedermann.Weihnachten und Ostern waren schöne Tage.Wenn die nicht gegeben hätte,wäre es noch Trostloser gewesen.Wir haben es Überlebt.Wir haben alle einen Knax weg,aber wir Leben noch.
      Hi Marbot, nun einen Knax davongetragen zu haben kann ich nicht unbedingt sagen. War eben die Zeit dort Dauerrebell, habe jede Möglichkeit genutzt um auf Walze zu gehen. Nun ich war ja Gott sei Dank nicht die ganze Zeitz im Torf, war nachher in der Druckerei und habe da eine Lehre als Buchdrucker begonnen. Das war dann schon angenehmer. Sicherlich ga es auch schöne Tage, nur leider zu wenig. Mann kann auch nicht pauschal sagen "Alles war Sch..." und wie ich gehlrt habe hat sich ja auch eine Menge zum Positiven dort gewandelt. Was man Börgermoor auch mal positiv ankreiden kann ist, sie waren mit die ersten die Arrestzellen abgeschafft haben. Dennoch, wenn man eine Waage nehmen würde, dann würde das Schlechte mehr Ausschlag haben. Allen einen schönen Abend, Frank.

      Papenburg, Jugendheim Johannesburg GmbH Börgermoor

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      Beitrag von Boardnutzer »frankbiermann« vom Sa. 03.01.2015, um 12:36 Uhr:

      frankbiermann schrieb:

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      Hi Marbot, ich frage mich gerade wie ein Mann aus Haselünne nach Börgermoor kommt. Ich war ja auch dort, Ende der 50er. War vorher u.a. in Klausheide, da hätte ich Dich eher vermutet. Ich bin in Börgermoor gelandet, weil kein Heim Westfalens mich mehr aufnehmen wollte. Nach langem Hin und Her hat sich Börgermoor bereit erklärt mich aufzunehmen. War anfangs in der Gruppe Friedburg bei diesem ominösen Bruder Hiltrup, später gemeinsam mit Bruder Köster. Voll im Torf gearbeitet. Später dann Gruppe Junghorst und bin dann in der hauseigenen Druckerei eine Druckerlehre angefangen. Aber auch Börgermoor konnte mich nicht halten und ich war mehr auf Walze wie dort. []
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      Beitrag von Boardnutzer »frankbiermann« vom Sa. 03.01.2015, um 17:32 Uhr:

      frankbiermann schrieb:

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      Stimmt, Hiltrup hatte immer seine Lieblinge. Die durften dann immer im Bruderzimmer Cigaretten drehen. Ich stand mit ihm auf ewigem Kriegsfuß. War eben der Rebell dort. Im Torf habe ich regelmäßig Loren entgleisen lassen und somit zusätzliche Pausen geschaffen. Ja habe da Bilder gesehen. Hat sich viel verändert. Bruder Köster war damals noch blutjunger Neuanfänger gewesen. Ich mochte ihn damals nicht, war ein eigenartiger Mensch. Damals war der Pater Direktor Güldenberg oder so.
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      Beitrag von Boardnutzer »frankbiermann« vom Do. 08.01.2015, um 18:27 Uhr:

      frankbiermann schrieb:

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      Hi Mabot, hi Egon, nun den van der Zanden kannte ich nur aus meiner Wettringer Zeit. Drecksack hoch drei. Eine Ohrfeige hatte ich mal von ihm bekommen, dann nie wieder, bin ihn damals gleich angegangen und ihm versprochen beim nächstenmal die Kehle durchzubeißen. 1 Woche D-Zug war die Folge.
      Nun Marbot, für unsere Arbeit gab es Null und es war verdammt hart im Torf. Ob Regen Schnee oder Sonne, es ging raus in den Torf. Im Sommer wenn der Torfbagger Torf gestochen hat und der Scheiß da in Reihen lag ging es los. 80 Reihen waren Soll. Dann später vor dem Sodensammler, Soden draufschmeißen aufs Band und da wurden die Mieten angelegt, von denen wir den Torf per Gitterlore reinkarrten. Immer zwei Mann an der Lore. Druck ohne Ende. Und gnadenloser Sklaventreiber war da der Bruder Hiltrop, der schwule Etwas. War dick und warm eingepackkt mit seinen Kommißstiefeln. Stand da wie ein SS Scherge und wachte über alles mit seinen Adleraugen. Oh wie habe ich das Moor gehaßt. Habe auch immer Sabotage hoch drei betrieben. An den Loren, an den Schienen. Jedes Stündchen was ich so für uns rausschinden konnte war ein Gewinn, []. War nicht schön, Nein.

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      Martini schrieb:

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      Die Arbeit in den Mooren war schon immer eine schlecht bezahlte Knochenarbeit. Nur wer wirklich keine andere Möglichkeit sah, sein Leben zu fristen, ging freiwillig ins Moor.

      Kriegsgefangene wurden bereits im 1. Weltkrieg in die zahlreichen Moore Norddeutschlands geschickt. Streng bewacht und oftmals misshandelt, kultivierten sie große Flächen für die deutsche Landwirtschaft und bauten gleichzeitig den Torf ab, der in erster Linie als Brenn- und Energiemittel zum Einsatz kam.

      In Nazi-Deutschland wurden hauptsächlich Kriegsgefangene und KZ-Insassen und natürlich Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen zu Moorarbeiten herangezogen. Streng bewacht, unterernährt, misshandelt, ließen viele ihr Leben im Moor.

      Berühmt-berüchtigt wurde das Börgermoor bei Papenburg durch das Lied „Die Moorsoldaten“:


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      „Hier in dieser öden Heide
      ist das Lager aufgebaut,
      wo wir fern von jeder Freude
      hinter Stacheldraht verstaut.
      Wir sind die Moorsoldaten
      und ziehen mit dem Spaten
      ins Moor.

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      ( Dies ist die 2. Strophe des Liedes, die hier von mir zitiert wird; der ganze Text ist hier zu finden @ http://www.diz-emslandlager.de/moorlied.htm )

      In der Nachkriegszeit wurden sofort Kinder und Jugendliche aus den umliegenden Heimen (besonders „Johannesburg“ und „Freistatt“) in den Mooren zur Arbeit herangezogen. Auch für diese galt: härteste Arbeit, unzureichende Ernährung, kein Lohn für die Knochenarbeit, strengste Bewachung, schlechte Unterbringung, schlechte Kleidung, Misshandlungen durch die “Aufseher”.

      Wie dies in den Nachkriegsjahrzehnten für westdeutsche Heimzöglinge in westdeutschen Heimen aussah, spiegelt sich jetzt sehr realitätsnah im aktuell in deutschen Kinos laufenden KINOSPIELFILM "FREISTATT" wider.

      Wer sich hier weigert, von Zwangsarbeit zu reden, ist entweder geschichtsblind oder schlicht bösartig!

      Torfgewinnung und Torfverarbeitung in deutschen Mooren und Torfwerken - ORTE DER ZWANGASARBEIT
      (mit nahegelegenen staatlichen und kirchlichen Heimen/Erziehungseinrichtungen/Anstalten/Lagern zu diesen Torfabbau- und Torfproduktionsstellen)

      ( Diese Liste ist nicht unbedingt vollständig! )


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      Torf-Werke, Turba, Teufelsmoor; bremische Teufelsmoor
      Toten Moor, Neustadt am Rübenberg; Torfwerk Neustadt: im Toten Moor bei Neustadt am Rübenberge
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      Geschichte der Saline/Alpentorfwerke Rosenheim, Bayern
      Geschichte des größten südostbayrischen Hochmoores - den "Kendlmühlfilzen"
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      Deutsche Torfverwertung GmbH (German Peat Processing Co. Ltd.)
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      Torfwerk Brinkmann; Torfwerk Brinkmann GmbH & Co KG. []
      Saterland-Scharrel, zwischen Papenburg und Oldenburg, Niedersachsen
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      Schwaneburgermoor auch Friesoythe-Schwaneburgermoor genannt, Landkreis Cloppenburg
      Torfwerk Wittemoor (Nähe Kanalstraße), Oldenburg
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      Torfwerk Klasmann; Torfwerk Klasmann-Deilmann, Surwold-Börgermoor,
      100 Jahre Heseper Torfwerk der Firma Klasmann-Deilmann
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      Emsland … LÖNINGEN Lastrup 63 Torfwerk Hahnenmoor
      Torfwerk Hahnenmoor Grafelder Straße 44
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      Edewechterdamm-Vehnemoor
      Vehnemoor GmbH
      Torfwerk Klasmann in Mappen
      Torfwerk Klasmann-Deilmann, Werk Twist-Schöningsdorf
      Torfwerk Bernhard Hülskamp
      50 Jahre Torfindustrie in Velen
      Torfgewinnung Velen-Ramsdorf
      Torfwerk Klostermoor
      Torfwerk Tiste
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      Torfwerk Klostermoor
      Torfwerk Möllenberg, Edewecht
      Torfwerk Union, Scharrel
      Torfwerk Wirsing, Edewecht
      Torf-Werke, Sauensiek
      Lager der Torfwerke in Uchte, Landkreis Nienburg/Weser
      Zwangsarbeit in Uthlede … Torfwerk
      Gefangenenlager am Torfwerk im Himmelmoor
      dem Torfwerk des Landesvereins für Innere Mission (in Schleswig-Holstein)
      Geschäftsführer des Torfwerkes Moorkultur Ramsloh, ... der Zwangsarbeit auf dem Moorgut Ramsloh
      Hoeveler & Dieckhans, Aschendorfer Moor
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      Die Schweger Moorzentrale im Dammer Moor galt als das größte Torfwerk
      In der Region Ravensburg waren dies beispielsweise das Torfwerk in …
      Michael Nickl sein Torfwerk in der Kollerfilze
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      Torfwerkes im Quickborner
      in Oberteisendorf und am Forstamt Teisendorf bzw. im Torfwerk Ainring
      Arbeiter im Torfwerk Oldendorf
      Torfwerk Aschhorn
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      Haidgauer Torfwerk
      im Torfwerk im Landkreis. Vechta
      a 14-year-old Polish girl worked in Torfwerk in Sedelsburg (Sedelsbwerk)
      das neuerbaute Torfwerk in Neu Valm
      in Feilnbach ein Torfwerk
      Torfwerk Haspelmoor bei München
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      (1975) [kam ich] mit 15 anderen Gastarbeitern [aus der Türkei] in einem Torfwerk, in der Nähe des kleinen Dorfes Esterwegen im nördlichen Emsland unter: „Man hat uns diese Arbeit gegeben, weil die Deutschen sie nicht wollten.“
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      Bei der Zusammenstellung dieser Liste habe ich mich jetzt einfach mal auf die kurzen GOOGLE-Index-Zitate – bzw. Zitat-Brocken – beschränkt.

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      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

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      Papenburg, Jugendheim Johannesburg GmbH Börgermoor

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      Surwold-Börgermoor, Kloster Johannesburg (Erziehungsanstalt)

      »Surwold ist eine Gemeinde im äußersten Norden des Landkreises Emsland im westlichen Niedersachsen (Deutschland). Sie ist Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Nordhümmling, deren Verwaltungssitz Esterwegen ist.« ( QUELLE: https://de.wikipedia.org/wiki/Surwold )

      "Börgermoor, Kloster Johannesburg" | "Kloster Johannesburg, Börgermoor"
      Kette von sehr nahegelegenen Konzentrationslagern in den dortigen Mooren im Dritten Reich in der ganzen Umgebung.
      Nachkriegsdeutsche katholische Erziehungsanstalt im Börgermoor, Papenburg.
      Nackriegsdeutscher Zeitzeuge Josef Dorsten bezüglich demKloster Jonnesburg“ @
      http://www.heimkinder-ueberlebende.org/Dem-Zoegling-Dankbarkeit-mit-dem-Zuchtstock-eingeblaeut_-_Josef-Dorsten-erzaehlt-aus-seiner-Zeit-in-der-kath-Erziehungsanstalt-Johannesburg-im-Boergermoor-bei-Papenburg.php

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      Hallo Martini.
      Ja,ich war zwei Jahre und drei Tage auf der Johannesburg.Waren harte Zeiten.Wenn Du meinen Blog gelesen hast,kannst Du dir ja Vorstellen wie das gewesen ist.Als ich Dehnen,bei der Einladung von den Sexuellen Übergriffe Erzählte konnten sie es nicht "Glauben".Also das konnte nicht sein.Die Nichte von Bruder Ellerkamp sagte mir,Das war doch so ein netter Mann.Man hatte zum Einhundertsten Bestehen der Johannesburg "Vergessen" mich Einzuladen.Habe mich selbst Eingeladen und zwei ehemalige getroffen die zu meiner Zeit da gewesen sind.Trotz allen,es war ein schöner Nachmittag.