Stipsdorf, Heilpädagogische Kinderheime /Stipsdorf

      Hallo ich war wenn ich mich recht erinnere von 1992-1994 in Stipsdorf.
      Ich habe in Haus 5 gewohnt.Ich weiß leider nur noch 3 Namen meiner damaligen Erzieher,
      es waren Fr. Beermann,Frau Schwertfeger und Herr Lagodka.(Hoffentlich richtig geschrieben)
      Es war ne schöne Zeit ich suche jetzt auf diesen Weg nach alten Kinderfreunden.
      Ich kenne nicht mehr alle Namen also schreibe ich nur die auf die ich noch weiß.
      Robert Giese
      Matthias Wille
      Manuela Grewe
      Steffen Schmidt
      Witzig!
      Ich habe dieses Forum gar nicht gesucht, sondern nur nach Stipsdorf.
      Ich war von 1991 - 1993 dort, auch in Haus 5 und ich kann mich noch gut an Frau Beermann erinnern, sie wohnte im Haus, hatte einen Hund (Dackel?) und war die Gruppenleiterin, wenn ich mich recht erinnere. Außerdem waren dort noch "Silke" und ich glaube "Claudia" als Erzieherinnen, an mehr Personal erinnere ich mich nicht.
      An einen Robert, Orhan und an einen Olaf erinnere ich mich namentlich.
      Das war meine erste von drei Einrichtungen und ich habe sogar noch Fotos von damals, vom Maibaumklettern und wie ich "rumflippe" :D
      Schwere Zeit, aber heute ein ganz entspanntes Thema und ich weiß um die Notwendigkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Axel“ ()

      in stipsdorf gab es nicht nur eitlen sonnenschein, ja einige hatten dort eine unbeschwerte kindheit.
      doch nach langen recherchen finde ich immer mehr opfer. opfer von gewalt und mißbrauch. täter immer wieder dieselben personen.
      wenn weitere dieses lesen, bitte meldet euch bei mir.
      vielen dank
      :mumie: Auf dieser Welt erreichst Du nicht das was Du willst; Du erreichst nur das was Du musst. R. B.

      Gefährlich sind Weltanschauungen von Menschen die die Welt nicht angeschaut haben.
      Es war im Jahre 1982, als ich als kleiner Junge im Alter von 4 Jahren über eine Holzbrücke an der Hand der von Frau Northe, der Frau vom Jugendamt, meinen ersten Schritt in das Heilpädagogische Kinderheim in Stipsdorf setze. Danach folgte ein für mich sehr langer Weg etliche Treppen hoch, bis ich dann im Haus 5 angekommen bin. Dort empfingen mich 2 Damen, Gertrude von Specht und Eva Hackenberg, später kam dann noch Gertrude Beermann dazu.

      Als ich im Haus 5 ankam war ich der jüngste dort, ich kann mich noch an einen Jörn, Olaf, Sonja und Eric erinnern, Eric war damals immer ein Vorbild für mich und klar kamen da noch ne Menge andere Kinder und auch Erzieher hinzu um nur ein paar zu nennen: Mirko, Ole, Thilo, Jens(zu dem hab ich auch heute noch Kontakt), an Erziehern gab es da damals Herr Andresen der war aber nur kurz da, dann Herr Müllernedebock(glaube ich das er so geschrieben wird) und Herr Lagodka.

      Und wenn ich als Kind sehr geliebt habe waren Herr Hagelstein und Herr Hamann die beiden Hausmeister, bei Herr Hamann wusste man immer wo er sich aufgehalten, weil man immer nur dem Duft seiner Pfeife hinterher gehen musste.

      Meine ersten Jahre im Kinderheim waren schwer für mich, da wie gesagt ich gerade mal 4 Jahre alt war und davor nicht viel schönes erlebt habe und es einfach nicht gewöhnt war, das man auch friedlich und nett mit einem umgeht. Denn auch wenn ich Gertrude und Eva als Erzieherinnen vom altem Schlag betrachtet habe waren Sie beide stets freundlich und den Kindern zugewandt, man hat gemerkt das Sie Freude an Ihrer Arbeit haben es kam mir manchmal eher so vor als ob es keine Arbeit für Sie war sondern eher Berufung.

      Sie haben viel Wert auf Etikette und Eigenverantwortung gelegt so war es üblich das ich immer eine Taschentuch und einen Kamm in der Tasche hatte um mir vor dem Essen im Speisesaal mit allen anderen Kindern die Haare zu kämmen :). Und wehe dem der mal die Ellenbogen auf dem Tisch hatte, wer es gemacht hat weiß wovon ich Rede :whistling:. Es wurde jeden Abend Schuhe geputzt vor dem grossen Schornstein auf dem Hof und am Samstag war immer der Hofputz dran und 2 mal im Jahr ist Frau v. Specht mit dem Wasserschlauch über den Hof gegangen und wir haben geschrubbt. Ja wir mussten viel Helfen aber es wurde von den beiden stets honoriert wenn wir was gemacht haben, mit Lob, mit einem alten Tischkicker den Gertrude in einem großen Koffer hatte(ich habe Ihne geliebt :thumbsup: ), Yps hefte waren damals auch grossartig.

      Wir sind damals immer mit Frau v. Specht und Frau Beermann in den Sommerferien nach Dänemark gefahren, Frau Hackenberg hat dann immer auf die Tiere aufgepasst die es ja auch noch gab, Hühner, Gänse, Esel, Ziegen und nicht zu vergessen Vesla der grosse Bernhardiner von den beiden, ein herzensguter Hund, sowie auf Smutje den kleinen Rauhhaardackel von Frau Beermann der immer unter dem Tisch gepupst hat beim Essen und wir Kinder immer BÄÄÄHHH das stinkt hier aber Frau Beermann hat es gekonnt ignoriert :D

      Sommerferien in Dänemark waren immer schön wir haben viel gemacht, Sommerländer besucht, Strand usw usw. In den Herbstferien sind wir immer auf die Insel Mors in Dänemark gefahren Zu Vesla und Jens Sørensen, die beiden hatten eine Gärtnerei und wir haben geholfen es waren gute Freunde von Gertrude und Eva.

      Mir wurde im Kinderheim alles ermöglicht was ich machen wollte, an Sportarten oder sonstigen Aktivitäten.

      Klar habe ich als Kind die Erzieher so manches mal verflucht, aber das hätte ich meine Eltern zu Hause auch und ich habe in den 16 Jahre in Stipsdorf gelebt und das überwiegend gerne. Natürlich ist nicht immer alles Tuti gewesen, aber wenn wir mal ehrlich sind das ist es bei den Eltern zu Hause auch nicht und daher kann ich das nicht als Manko ansehen. Das ist halt normal wenn Menschen zusammenleben.

      Nach meiner Stipsdorfzeit bin ich dann in eine Wohngruppe mit 5 Jugendlichen gekommen, das wurde neue aufgemacht und gehört auch zum Heilpädagogischem Kinderheim, auch dort kann ich nur sagen das es mir gut gefallen hat und ich auch heute noch gerne dahin gehe um einfach nur nen Kaffee zu trinken, mittlerweile sind aus den beiden Erziehern Birte und Frank, ich würde sagen Freunde geworden. Was mir sehr schwer gefallen ist als ich in die Wohngruppe gezogen bin, das duzen :D wenn man 16 Jahre gewohnt ist die Erzieher mit dem Nachnamen anzureden, dann fällt es schwer auf einmal Frank und Birte zu sagen, das endete dann meist mit Frank können Sie oder Frau König kannst Du :whistling:

      So also das war meine Heimzeit von 82-94 in Stipsdorf und 94-98 in der WG und ich kann mich wahrlich nicht beschweren, bei keinem der mich versucht hat zu Erziehen und irgendwie haben Sie es ja geschafft.

      Gruss chavir
      Klar gab es in Stipsdorf Kinder die gut durchgekommen sind. Aber es gab und gibt viele Kinder in Stipsdorf die sehr viel ertragen mussten.
      Meine Auffassung und Erfahrung mit Frau von Specht ist allerdings eine komplett andere als die deine chavier.
      Sie war sehr herrschsüchtig, hart und oft ungerecht. Sie hatte ihre "Lieblinge", andere bekamen oft ihre Wut ab.
      Ich durfte sie von 71-77 "geniessen".

      Hat sie euch zb auch jeden morgen kalt geduscht und ausgiebig betrachtet? Oder andere Kinder geschickt, um das abendliche waschen, einseifen zu kontrolieren?
      War mittags und nachts zu deiner Zeit noch immer "Einschluss"?

      Bei meinen Recherchen bin ich auf weitere Ehemalige gestossen die dort wahrlich keine Kindheit hatten.
      Stipsdorf war und ist keine Einrichtung bei der alles "glatt" lief!
      :mumie: Auf dieser Welt erreichst Du nicht das was Du willst; Du erreichst nur das was Du musst. R. B.

      Gefährlich sind Weltanschauungen von Menschen die die Welt nicht angeschaut haben.
      Hallo, ich war von 1979-85 im Haus 1 und dann noch ein Jahr am Kastanienweg. Mein Name ist Michael F. meinen vollen Namen möchte ich nicht im Internet mit Stipsdorf in Verbindung bringen (big Google is watching You). Also bitte wer mich kennt, nicht meinen vollen Namen nennen ich werde bei allem was ich poste bei "Kindern" nur den Vornamen mit abgekürzten Nachnamen nennen, und bei "Erwachsenen" umgekehrt, auch wenn ich die meisten damals geduzt habe.

      Die Zeit in Stipsdorf war zwar nicht die Hölle wie einige in anderen Foren geschrieben haben,aber wenn es für Jemanden die beste Zeit seines Lebens war, hat Derjenige Irgendwas im Leben gründlich falsch gemacht !
      Habe jetzt keine Zeit mehr werde später noch Mehr schreiben.

      viele Grüße
      Michael

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „MARF“ ()

      So, da bin ich wieder
      Meinen ersten Kontakt mit Stipsdorf hatte ich im Herbst 1978, meine Mutter ist mit mir zu einem Gespräch nach Stipsdorf gefahren. Wir saßen mit Frau Adam an dem runden Tisch im Essraum. Ich muste dann zum Gespräch mi Herrn Dr. Hinz der war eigentlich Psychater aber wohl auch Urologe oder wieso hat er mich an den Kronjuwelen untersucht ? Irgendjemand nannte ihn jedenfalls später mal "Nußknacker" und jeder der anwesenden Jungs wusste warum. Kann mir jemand erklären was eine solche Untersuchung soll ? und was hatt der gute Mann mit Mädchen gemacht ?

      Ich habe jetzt erfahren, daß es sich um eine ganz normale Untersuchung handelte, es geht wohl darum, das die Hoden im Lauf der Entwicklung eines Jungen aus der Bauchhöhle in den Hodensack wandern, das wird auch bei den U. Untersuchungen für Kleinkinder kontroliert. Das der Herr Doktor Hinz mich nicht darüber aufgeklärt hat, liegt wohl daran, daß Ärzte denken das Patienten alles für richtig halten was sie machen.
      Ich habe nur mit einen Psychater, Herrn Doktor Hinz zu tun gehabt, aber auch bei einigen anderen Ärzten manchmal das Gefühl, ich bin für die ein Stück Holz. Annsonsten kann ich mich nicht über Herrn Doktor Hinz beschweren, er konte gut zuhören und hat sich bei vertraulichen Gesprächen an die Schweigepflicht gehalten, auch gegen die Erziher und der Heimleitung. Mit irgendwelchen Pillen hat er mich nicht behelligt, aber nahegelegt Autogenes Training zu machen, was ich für esotherischen Schwachsinn hielt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Marf“ ()

      Naja, ich habe jedenfalls lange geglaubt, daß es medizinische Gründe für die Untersuchung gab, auf den Gedanken das vielleicht etwas Anderes dahintersteckt bin ich erst sehr viel später gekommen und außerdem hat der gute Mann mich danach in Ruhe gelassen.
      Sonst war mein erster Eindruck der Kindersiedlung positiv, eine freundliche Anlage mit weißen Häusern und schwarzen Fenstern (wurden später durch braune aus Mahagoni ausgetauscht) dazwischen Treppen mit knallroten Geländern und merkwürdige Lampen mit grauen Masten und schwarzen Kappen. Außerdem gab es Ponys, Esel und Ziegen dazu noch einen Fußballplatz, diverse Spielgeräte und eine Rollschuhbahn. Alles war sauber und ordendtlich angelegt.
      Nach diesem Termin in Stipsdorf durfte ich jedenfalls nochmal für einige Monate zu meinen Eltern nach hause, ernst wurde es erst einige Monate später; Ostern 1979, dazu später mehr.

      MARF schrieb:

      Die Zeit in Stipsdorf war zwar nicht die Hölle wie einige in anderen Foren geschrieben haben,aber wenn es für Jemanden die beste Zeit seines Lebens war, hat Derjenige Irgendwas im Leben gründlich falsch gemacht !
      Habe jetzt keine Zeit mehr werde später noch Mehr schreiben.


      Hallo MARF,
      Ich glaube nicht ,dass man als Kind etwas im Leben "gründlich falsch machen" kann. Man wird nicht gefragt wo man hin geboren werden will. Man muss in der Familie leben, auch wenn das Leben dort noch so hart und gewaltsam ist.
      Dann kommt man in ein Kinderheim fern von zu Haus, von Mutter und Geschwister getrennt,und man erlebt trotz der Fremde das es so etwas wie Frieden,Respekt (fast )ohne körperliche Gewalt
      Es ist richtig ,dort musste man sich an Regeln halten.
      Ich war zwar nicht in Stippsdorf, aber ich hab Fr. von Specht und Fr. Hackenberg in Schweicheln
      kennen gelernt . Von 1964-1968 waren beide Tag und Nacht bei uns, nicht so wie in den anderen
      Gruppen im Eickhof wo die Erzieherinnen im Schichtdienst arbeiteten.
      Fr. von Specht hat trotz ihrer strenge, uns ein einigermassen normales Leben ermöglicht, ohne Kinderarbeit (zu meiner Zeit war der Eickhof zusammen mit dem Buchhof ein autarker Selbstversorger) die Kinder mussten nach der Schule und und den Aufgaben in den Gruppen auf den Feldern und im Stall arbeiten.
      Wir mussten aber dafür das Grundstück des Paul-Gerhard Haus unter Anleitung von Fr.von Specht und Fr. Hackenberg in Ordnung halten. Bei den Arbeiten wurden das Alter und das Talent der Kinder berücksichtigt.
      Natürlich kenne ich auch die Fliessbandwaschungen am Morgen, die Taschentuch und Tornister Kontrollen. Den allmorgendlichen Gang zur Andacht in der Kirche, dann zur Schule, zurück zur Gruppe, das Essen von der Gemeinschaft Küche holen das Wasch und Kämmritual nicht vergessen,sonst gab es schon mal keinen Nachtisch,aufräumen, dann Mittagsruhe bis um 15:00.
      Danach Schulaufgaben, Schuhe putzen, die jüngeren mussten sich vor dem Abendbrot waschen, die grossen danach
      (einseifen, Kontrolle, weiter waschen),ich hab es nie als Übergriff gesehen.
      Spätestens um 20:00 war Bettzeit mit lesen oder Hörspielen vom Tonband meist Karl May oder Lederstrumpf oder andere, die meisten hab ich vergessen.
      Ich will das mal als Rituale bezeichnen, einige hab ich als sinnlos und überflüssig gehalten, aber sie haben eine gewisse Sicherheit gegeben, man wusste was auf einen zu kam.
      Dies ganze hab ich nach meiner Entlassung als Wegweiser für mein Leben gesehen,in der Schule konnte ich es noch nicht so gut umsetzen, an meinen Arbeitsstellen wurde es immer besser.
      So bin ich mit meinem Leben zufrieden, die Zeit im Heim war nicht die beste, aber auch nicht die grösste Katastrophe.

      bartwal schrieb:

      MARF schrieb:

      Die Zeit in Stipsdorf war zwar nicht die Hölle wie einige in anderen Foren geschrieben haben,aber wenn es für Jemanden die beste Zeit seines Lebens war, hat Derjenige Irgendwas im Leben gründlich falsch gemacht !
      Habe jetzt keine Zeit mehr werde später noch Mehr schreiben.


      Hallo MARF,
      Ich glaube nicht ,dass man als Kind etwas im Leben "gründlich falsch machen" kann. Man wird nicht gefragt wo man hin geboren werden will. Man muss in der Familie leben, auch wenn das Leben dort noch so hart und gewaltsam ist.
      Dann kommt man in ein Kinderheim fern von zu Haus, von Mutter und Geschwister getrennt,und man erlebt trotz der Fremde das es so etwas wie Frieden,Respekt (fast )ohne körperliche Gewalt
      Es ist richtig ,dort musste man sich an Regeln halten.
      Ich war zwar nicht in Stippsdorf, aber ich hab Fr. von Specht und Fr. Hackenberg in Schweicheln
      kennen gelernt . Von 1964-1968 waren beide Tag und Nacht bei uns, nicht so wie in den anderen
      Gruppen im Eickhof wo die Erzieherinnen im Schichtdienst arbeiteten.
      Fr. von Specht hat trotz ihrer strenge, uns ein einigermassen normales Leben ermöglicht, ohne Kinderarbeit (zu meiner Zeit war der Eickhof zusammen mit dem Buchhof ein autarker Selbstversorger) die Kinder mussten nach der Schule und und den Aufgaben in den Gruppen auf den Feldern und im Stall arbeiten.
      Wir mussten aber dafür das Grundstück des Paul-Gerhard Haus unter Anleitung von Fr.von Specht und Fr. Hackenberg in Ordnung halten. Bei den Arbeiten wurden das Alter und das Talent der Kinder berücksichtigt.
      Natürlich kenne ich auch die Fliessbandwaschungen am Morgen, die Taschentuch und Tornister Kontrollen. Den allmorgendlichen Gang zur Andacht in der Kirche, dann zur Schule, zurück zur Gruppe, das Essen von der Gemeinschaft Küche holen das Wasch und Kämmritual nicht vergessen,sonst gab es schon mal keinen Nachtisch,aufräumen, dann Mittagsruhe bis um 15:00.
      Danach Schulaufgaben, Schuhe putzen, die jüngeren mussten sich vor dem Abendbrot waschen, die grossen danach
      (einseifen, Kontrolle, weiter waschen),ich hab es nie als Übergriff gesehen.
      Spätestens um 20:00 war Bettzeit mit lesen oder Hörspielen vom Tonband meist Karl May oder Lederstrumpf oder andere, die meisten hab ich vergessen.
      Ich will das mal als Rituale bezeichnen, einige hab ich als sinnlos und überflüssig gehalten, aber sie haben eine gewisse Sicherheit gegeben, man wusste was auf einen zu kam.
      Dies ganze hab ich nach meiner Entlassung als Wegweiser für mein Leben gesehen,in der Schule konnte ich es noch nicht so gut umsetzen, an meinen Arbeitsstellen wurde es immer besser.
      So bin ich mit meinem Leben zufrieden, die Zeit im Heim war nicht die beste, aber auch nicht die grösste Katastrophe.
      Hallo Bartwal
      Meine Zeit im Heim war 15 Jahre später als Deine, wer zum Anfang der 80ger mit gekämmten Seitenscheitel, kariertem Stofftaschentuch und Oberhemd dazu noch in Lederhosen durch die Gegend lief, wirkte wie aus der Zeit gefallen, und war eine lächerliche Figur.
      Die Bewohner von Haus 5 habe ich so in Erinnerung, trotzdem waren einige meine Kumpels.
      Das Leben in Haus 1 war nicht ganz so hart, man durfte alleine duschen, und sogar die Tür abschließen ! Etwas Privatsphäre wurde einen also zugestanden.
      Wenn man allerdings mal wieder mit einem Anschiss dran war, warum auch immer, haben einen die Erzieher gerne mal auf dem Weg von der Dusche zum Zimmer abgepasst.
      Da stand man dann nur mit einem Handtuch um die Hüften und wurde zur Schnecke gemacht ! Respekt ist was Anderes !

      MARF schrieb:

      Meine Zeit im Heim war 15 Jahre später


      ,,,,,,15 Jahre ? Das ist in der Tat für Umbrüche in solchen Einrichtungen
      in denen Kinder untergebracht werden ( sollen / müssen ), eine überaus
      lange Zeit .
      Hallo Marf , hallo Bartwal. Richtig; es war, und es ist auch noch heute bei
      näherer Betrachtung so, dass Heime - und in der Konsequenz dann natürlich
      die "Bewohner" bei zum Beispiel : Wechsel der TRÄGERSCHAFTEN o. Ä. völlig
      anderen "Voraussetzungen" unterworfen werden können; haben viele von uns
      zu ihrem Leidwesen durchmachen müssen.
      Übrigens nachzulesen, wie Unterschiedlich die Lebensumstände sich innerhalb
      eines Zeitraumes nicht mal eines ganzen Jahres sich "ENTWICKELN" konnten; es
      wurde hier im Forum im Thread von 'BERLIN' Wannsee, Bergstrasse ausführlich
      beschrieben. Wobei es mir - DORT-IN-WANNSEE - persönlich wirklich so ( "GUT " ! )
      ergangen war, wie von 'Bartwal' lebendig beschrieben,,,,,,,aber vielleicht hatte
      ich ja wirklich nur etwas mehr Glück dabei als viele von uns _____________? ? ?

      Grüße .


      WO FANG' ICH AN,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,WO HÖR' ICH AUF ? ? ?

      AUCH DER LÄNGSTE WEG FÄNGT AN MIT EINEM KLEINEN SCHRITT !!!
      :horseapple:

      MARF schrieb:

      Hallo, ich war von 1979-85 im Haus 1 und dann noch ein Jahr am Kastanienweg. Mein Name ist Michael F. meinen vollen Namen möchte ich nicht im Internet mit Stipsdorf in Verbindung bringen (big Google is watching You). Also bitte wer mich kennt, nicht meinen vollen Namen nennen ich werde bei allem was ich poste bei "Kindern" nur den Vornamen mit abgekürzten Nachnamen nennen, und bei "Erwachsenen" umgekehrt, auch wenn ich die meisten damals geduzt habe.

      Die Zeit in Stipsdorf war zwar nicht die Hölle wie einige in anderen Foren geschrieben haben,aber wenn es für Jemanden die beste Zeit seines Lebens war, hat Derjenige Irgendwas im Leben gründlich falsch gemacht !
      Habe jetzt keine Zeit mehr werde später noch Mehr schreiben.

      viele Grüße
      Michael

      Hi Michi, ich hatte das vergnügen einige Zeit dich kennen zu lernen... denn ich war von 81-bis ca ende der 80 er da und ja auch im Haus 1. Ich habe sogar noch Kontakt zu deinem damaligen Erzfeind ( Flugzeug) .
      Aber schön von dir zu lesen das es dir so gut geht. Ja ich weiß das du es damals da nicht so toll fandest, ich dagegen fand es nicht so schlecht. Aber so wie ich hier gelesen habe scheint es ganz große Unterschiede gegeben zu haben an diesem Ort. Du erwähntest Dr. Hinz, den kenne ich auch- habe aber keine so schlechten Erfahrungen gemacht( auser seine dummen biege-puppen). Denn ich muss sagen das Haus 1 ist so mit das Freundlichste Haus gewesen von den Erziehern her, genauso das Haus 4 - kommt an zweiter stelle und dann so weiter Haus 2, dann Haus drei und zu guter letzt das Haus 5, was am schlimmsten war. so ein kleiner Beitrag von mir, wer mehr wissen möchte sagt bescheid hier.

      LG Tatty
      :ahu:
      @ bartwal

      Es kommt auch darauf an was du im "Vorleben" schon durchgemacht hast. Insofern können diese "Banalitäten" wie du sie beschreibst und erlebt hast, äußerst schädigend sein.
      :mumie: Auf dieser Welt erreichst Du nicht das was Du willst; Du erreichst nur das was Du musst. R. B.

      Gefährlich sind Weltanschauungen von Menschen die die Welt nicht angeschaut haben.
      Hallo Tatty
      Kann es sein, daß dein Nachname mit H. beginnt?
      Ja, mir geht es wirklich gut, ich habe mir ein bürgerliches Leben aufgebaut mit Minivan, Doppelhaushälfte und Gartenzwerg.
      Es war übrigens nicht alles schlecht, in Stipsdorf zum Beispiel die Sommerferien in der Schweiz oder im Zeltlager Hohenfelde an der Ostsee.
      Was deine Auflistung der einzelnen Häuser betrifft, kann ich dir nur Recht geben, im Haus 1 war es nicht nur am freundlichsten sondern auch deutlich freier wie in den anderen Häusern.
      Die Bewohner von Haus 3 und 5 taten mir leid !
      Aber am Kastanienweg war es dann noch eine Tick besser.


      Hallo Ralf B
      Ich habe beobachtet wie einige Mitbewohner täglich Pillen schlucken mussten, bin aber selbst davon verschont geblieben.
      Bei der Suche im Netz zum Thema Stipsdorf bin ich mal auf Berichte über Medikamentenversuche gestoßen, konnte nicht glauben daß da was drann ist weil ich sowas Niemanden von der damaligen Heimleitung zugetraut hätte !

      Gruß
      MARF