Osnabrück, Haus neuer Kamp

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      Haus Neuer Kamp in Osnabrück, Sutthauserstr.288

      Hallo ihr da draußen,

      Von 1966 - 1974 bin ich in diesem Heim gewesen (siehe Überschrift).

      Namen hab ich auch noch, die mit mir dort waren. Zuerst die Mädels (natürlich nur Gebutsname)

      Ingrid Steinke; Sigrid Kuckelkorn; Romy Müller; Sofia Sienko, Eva Becker, Gudrun Hanke; Frauke ???; Renate Meier; Kiki Waak;

      :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :)

      Nun die Jungs

      Bernd Finke; Detlef Schwan; Enrico????; Dieter Furchert; Uwe Jabs

      =) =) =) =) =) =) =) =) =) =) =) =) =) =)

      Ich hoffe, das es irgend jemand gibt, der diese Mädels oder Jungs (heute natürlich Frau u. Mann) kennt. Oder viel besser der/die melden sich bei mir.

      Es grüßt dat Flöckchen/Dagmar (zur Heimzeit Dagmar Bockholt)
      Hallo Mandolinchen, ja ich hatte schon mal einen Eintrag dazu (nur unter einem anderen Nicname). War dann lange nicht mehr dabei, (wegen Krankheit).

      Wann warst du denn dort??? Zu meiner Zeit war es auch schrecklich dort. war bei dir die Frau Berling schon Heimleiterin??

      L.G. Flöckchen/Dagmar

      Ps: Christel war aber nicht mein Name. Das Bild vom Heim ist neueres Datum. Das alte Haus besteht nicht mehr. War schon dort und dort ist nur noch Industrie und Autohäuser.

      HAUS NEUER KAMP - Zeit: April 1964 bis Juli 1970 (I)

      Heimleiterin war Getrud Berling, geb. Timmermann - verheiratet mit dem Architekten Max Berling. Sie wohnten damals nicht weit von der Einrichtung Sutthausener Straße 288 entfernt im Bergerskamp 43 - nicht weit von der ev. Kirchengemeinde im Bergerskamp 36, deren Pfarrer damals Herr Eckhard Pfannkuche war.

      Stellvertreterin war eine Frau Knabke. Sie und Frau Berling hatten kein gutes Verhältnis miteinander.

      Es gab eine Psychlogin. Frau Skubich und einen Therapeuten: Herr Gesslein.

      Eine Tochter der Heimleiterin leitete eine Gruppe: Angela Berling. es war die oberste Gruppe im Jungenhaus. Im Keller des Jungenhauses war die Küche. Samstags gab es den Wochenrückblick - Eintopf meist mit Steckrüben. Dort war auch der Eingang für die Kinder und der Hof zum Spielen. Vom Erdgeschoss gab es einen Gang zur Halle der Einrichtung mit Nebenzimmer von Frau Skubisch, Herrn Gesslein und Frau Knabke, indem auch monatlich das abendliche Wiegen stattfand und auch das Auszahlen des Taschengeldes. In der Halle musste man samstags zur gemeinsamen Andacht. Dort hing auch in der Adventszeit der Adventskranz. Die Heimleiterin schnitt vom Kranz ein Schoko-Teil ab, welches das Kind fangen musste. Neben der hinaufführende Treppe hatte die Heimleiterin ihr Büro - dort musste man die Klassenarbeiten unterschreiben lassen. Von außen hatte sie eine Rotlichlampe angebracht - wenn sie leuchtete, durfte niemand sie stören.

      Von der Halle gab es den Gang zum Mädchenhaus. Sowohl Jungen- alsauch Mädchenhaus bestanden aus 3 Stockwerken mit 1-2 Gruppen à 12 Kindern. Von der Halle aus, die Treppe hinauf kam man in das Besprechungszimmer, in dem am Samstag wir Fernsehen schauen durften (Ohnesorg-Theater etc.) - wir mussten einen Stuhl mitbringen, um fernsehen zu dürfen.

      Abends um 20:00 Uhr hatten die Erzieherinnen frei, da gab es einen Pendeldienst für das ganze Haus. Je nachdem, wo dieser sich aufhielt, waren die Kinder mit Vergnügen entsprechend auf Achse im Haus.

      Wir hatten samstags Sauber-Mache-Dienst. Da wurde der Flur gefegt, gewischt, mit Bohnerwachs versehen und dann gewienert!

      Meine Gruppe bestand 1964 aus: Stephan Th. (ist tippeln gegangen .. kam nicht wieder ==> tot, Gerda, Reimar O., Hans P. Ronald B. aus Berlin, Peter Z., Volker B., Andreas G. KIrsten, Marlene, Gudrun, kleiner Peter. Anfangs hatte ich ein 4-er-Zimmer, später ein 3-er-Zimmer.

      Ingrid Steinke; Sigrid Kuckelkorn; Eva Becker, Gudrun Hanke; könnten mir etwas sagen.

      Bernd Finke evtl. auch - bin mir aber beim Nachnamen nicht sicher.

      Für heute ist es genug!

      Vielleicht schreibt mir jemand, der auch in dieser Zeit im HAUS NEUER KAMP leben durfte bzw. musste.

      floras5

      (Mitglied seit heute: 6.März 2012)

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „floras5“ ()

      Hallo FloraS, mensch wat du noch so weißt. Beim Aufzählen hab ich mir das Heim wieder vorstellen können.

      Wie lange warst du denn in dieser Einrichtung?

      Hast du noch Fotos aus dieser Zeit???

      Wie hast du das Heim mit den Erzieherinen in Erinnerung?

      Hach so viele Fragen,

      Es grüßt dich Flöckchen

      HAUS NEUER KAMP - Zeit: April 1964 bis Juli 1970 (II)

      Hallo Flöckchen,

      in der Überschrift steht es, wie lange ich da sein durfte/musste: HAUS NEUER KAMP - Zeit: April 1964 bis Juli 1970 - Erzähl mal was aus deiner Zeit.

      Du wartst auch im HAUS NEUER KAMP- und in welcher welcher Zeit? Vielleicht kennen wir uns ja - ich bin ins Erst-Moritz-Arndt-Gymnasium (Lotter Straße) gegangen. Es gab seinerzeit Kurzschuljahre, weil die Versetzungen seinerzeit vom Ostern auf Sommer umgestellt werden mussten. Ich musste immer von Sutthausen zum Heger Tor fahren und am Neumarkt umsteigen.

      Einen Hausmeister gab es auch noch: Herr Scheffzyk (Schreibweise weiß ich nicht mehr). Mit der Heimleiterin haben wir auch Emaille-Schmuck gebrannt - im Raum unter den Gruppen hinten , also im Kellerbereich unter dem Mädchentrakt.

      Vom Keller im Jungentrakt wurde auch Essen nachgeholt. Sonst kam das Essen im Aufzug zu uns direkt in die Gruppenküche.

      Ich erinnere mich noch an eine Situation. Es gab Brot mit Sülzwurstaufschnitt und es wurde im Keller nachgeholt. Da gab es tollen Schinken. Ein Junge wollte auch das neue Schinkenbrot, musste aber erst sein Sülzbrot essen, was ihm gar nicht schmeckte. Einem anderen Jungen- es war wohl Ronald B. aus Berlin ging es ähnlich, aber er versuchte den anderen aufzumuntern und sagte ihm: "Mensch stell dich nicht so an, andere Menschen wären froh, wenn sie nur die Hälte hätten!" Allerdings fügte er dann hinzu: "Ich auch!" und alle lachten.

      Übrigens beim Abendbrot hatten wir Aufschnittplatten mitdem was halt so drauf war und die Erzieherinnen hatten einen Extra-Teller mit Deckel, auf dem aus unserer Sicht besserer Aufschnitt lag.

      floras5

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „floras5“ ()

      guten Morgen FloraS,

      von 1966 - 1974 war ich dort. Vieleicht kennen wir uns ja!!!! Schreib mich doch bitte unter PN an. Dann können wir uns besser unterhalten. Irede halt sehr gern :) anstatt zu schreiben :)

      Grüß dich, bis bald?
      Hallo Flora,
      toll, jetzt sind wir schon drei!
      Als ich Deinen Beitrag las, war ich in Gedanken sofort wieder im Heim. Ich konnte auch den Bohnerwachs-Geruch sofort wieder riechen. Ja, die Dienste haben sich lange gehalten.
      Wenn ich aus meinem Zimmerfenster geschaut hatte, habe ich immer sehen können, ob Frau Berling schon im Haus war. Es war ein taxifarbener Daimler mit Kennzeichen OS-Ly 2, weiss ich noch wie damals.
      Ich war von 1975 bis 1978 dort.
      Frau Berling hatte eine riesige Holztruhe rechts neben ihrer Bürotür, und wenn man als Kind etwas erlaubt haben wollte, mussten wir das schriftlich formulieren und auf die Holztruhe legen. Wenn nach einigen Stunden die Unterschrift von ihr darunter war, hatte man die Erlaubnis, wenn nicht, naja, dann haste halt Pech, oder Frau Berling einen schlechten Tag gehabt.
      Meine Lieblingserzieherin war die damals schon sehr alte Frau Mitzka. (klar, wenn Du ein Teenie bist, kommt dir alles über 30 Jahre als uuuralt vor)*lach* . Sie war ein ehr´ maskulin wirkender Typ, mit gaaanz viel Herz für uns Kinder.
      Sie hatte meistens am Wochenende Dienst. Wenn wir samstags unser Mittagessen aus dem Keller geholt haben, war das Essen für den Abend auch schon mit drauf.
      Frau Mitzka fragte oft, wer "spendiert" sein rohes Ei, und wir wussten sofort, dass sie uns dann einen superleckeren Butterkuchen/Zuckerkuchen in der Mittagsruhe backen würde.
      Komischerweise haben wir bei ihr nie so viel Blödsinn angestellt, woran das wohl lag?

      An Frau Berling, Frau Knabke, Frau Skubich und Frau Eikmeyer kann ich mich auch noch erinnern.
      Frau Skubich war (entschuldige den Ausdruck), so ´ne richtig alte klapperdürre Jungfer, wie sie im Buche steht. Hat ihren Tee immer mit abgespreitzem kleinen Finger getrunken und ihr Bananenbrot mit Senf bestrichen.
      Und bei Frau Eikmeyer hatten wir "Bewegungstherapie". Haben Bodenturnen gemacht usw.

      Von meinen Heimmitbewohnern weiss ich nur, dass Petra Mangg (lag mit mir in einem Zimmer) sich dort im Heim vom Dach gestürzt hat. Uwe Fuchs ist unter die Räder gekommen und hat sich totgefixt, und Frank (Nachnamen weiss ich nicht mehr) hat ein neues Rennrad bekommen und ist bei der Probefahrt wohl so unglücklich gefallen, dass er sich dabei das Genick brach. Das habe ich aber schon vor ca. 20 Jahren erfahren und war sehr geschockt.

      Eva Becker, Frauke Janssen, Sigrid Kuckelkorn und Enrico kenne ich auch noch.
      Weiterhin waren dort noch:
      Michael Thesing, Susanne Lange,
      Maik Sabionski, Bernd Küchenmeister, Christian Rabe, Hans Stockmann, Ly Wiedemann (deshalb konnte ich mir auch das Autokennzeichen von Frau Berling so gut merken), Grit ?, Annette ?,
      So, dass war´s erstmal von mir.

      LG
      Marion


      Wahre Freunde sehen deine Fehler und machen DICH darauf aufmerksam.
      Falsche Freunde sehen deine Fehler und machen ANDERE darauf aufmerksam.
      Ich kann mich an seelische Prügel erinnern. Frau Berling saß immer auf ihrem Balkon und konnte (mit Fernglas) beobachten wer die Jucke machte. Die Kinder wurden dann von ihrem Alarm eingefangen. Geschlagen und mit 3monatiger Hausarrest bestraft, durften diese Kinder dann jeden Abend im Rundkreis sitzen und Lieder aus der Mund-Orgel vorsingen. Alles heile Welt???? ich war auch davon betroffen. Bin eh eine die immer aus dem Heim wollte (nach Hause - Pflegemutter, nicht meiner Mutter).

      genauso gab es für Mädchen die Strafe: Küchendienst, Wäschereidienst. keiner durfte mit einem reden. Oh man wat war ich oft dabei. Hab immer rebelliert. Ungerecht wars auch beim Essen für uns na ja,,,,, Erzieherinen dufte.

      oh man, jetzt ist aber alles da...... Ich lass mich mal eben von meinen Tieren trösten und heute noch von meinem Held.

      Basta, und tschüß, dat Flöckchen

      Demnächst bestimmt mehr

      Mandolinchen schrieb:

      Warum " merkwürdig"?

      Wenn Du sie gekannt hättest, hättest Du die Erklärung dafür.
      Aber man soll ja nicht schlecht über Tote reden.
      Der Spruch passt so gar nicht zu ihrer "Erziehungsweise".

      LG
      Marion
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      HNK Juni 1975 bis Juni 1979....

      Ich kann mich nur an wenige Namen erinnern aber viel and die Zeit, die Gefuehle und die Einsamkeit. Ich bin sozusagen dort ausgesetzt worden mit dem labidaren 6 Wochen zur Beobachtung... bin danach nicht mehr nach Hause zurueckkehrt. 1979 bin ich in ein anderes Heim in einer anderen Stadt gekommen da ich "nicht tragbar" war. Ich erinnere mich gut an Frau Berling und deren Sohn... und an Susanne Wolf aus Frankfurth am Main, Andreas Bettels aus Hameln, Rainer Schwarz, Grit aus Grosburgwedel, Cristine Matthes. Ich bin am Neumarkt zur Grundschule und dann auf der Orientierungsstufe gewesen... Eine schlimme und schmerzliche Zeit in meinem Leben aber ich habe meinen Frieden... was uns dort angetan wurder oder vor den Augen der Erziehern geschah... Frau Buschmann or Buschkamp war unsere Gruppenleiterin... zumindest fuer einige Zeit... an die Kirche erinnere ich mich auch, architecktonisch ungewoehnlich.
      Hallo

      chicasuave,

      stimmt, jetzt wo Du es sagst, Susanne Wolf hieß sie, nicht Lange. Und Rainer, hieß der nicht vielleicht Lange?
      Kennst Du die anderen auch? Vielleicht kennen wir uns ja auch? Magst Du mir Deinen Vornamen nennen? Gerne auch per PN?
      LG Marion
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      Hallo Chicasuave,

      Herzlich willkommen. Noch jemand aus HNK.

      Wie ich aus deinen Zeilen lesen kann, war deine Zeit im Heim nicht schön.

      Magst du mir auch schreiben ? (Marion hat es dir ja auch angeboten),

      Es grüßt dich, Flöckchen :)