Neustadt, Kinderheim Kampehl

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      hallo erst mal. ich war von 1975 bis 1978 im Kinderheim kampehl. welches Interesse verfolgen sie mit unseren Erinnerungen? ich habe vor kurzem mit einer Person aus kampehl Kontakt aufgenommen. und wir tauschen unsere Erinnerungen gegenseitig aus. da kommen dann wieder Sachen zum Vorschein, die man vergessen oder sogar verdrängt hat. ich sehe auch einige Leute von damals. wir grüßen uns aber mehr auch nicht. und wenn wir reden kommt kampehl nicht als Thema vor.
      Hallo huk007

      Zuerst einmal herzlich willkommen im Forum. Schön, dass du unsere Seite gefunden hast.

      Wenn das Thema Heimaufenthalt keine Rolle mehr in deinem Leben spielen würde, dann hättest du wahrscheinlich auch nicht im Internet danach gesucht und wärst nicht auf unsere Seite gekommen.
      Hier bieten wir euch eine Plattform, um euch auszutauschen und miteinander in Kontakt zu tr.treten.Solange du hier noch niemanden gefunden hast, der zusammen mit dir im gleichen Heim war, kannst du dich hier im Forum einmischen und schauen, welche Kathegorien dir gefallen. du wirst sicher schnell Menschen finden, die dich interessieren.
      Bei Fragen kannst du dich gerne an uns wenden.

      Wenn du deinen ehemaligen Weggefährten die Adresse dieser Seite gibst, dann sind sie sicher schneller da, wie du dir jetzt vorstellen kannst.


      kennst du noch die adresse des Kinderheimes Kampehl??dannschreibe sie doch bitte hier rein.
      Soviel ich gelesen habe war das ein ehemaliges Schloss. ist das richtig? Oder gibt es noch ein anderes Kampehl??

      Es wäre toll, wenn du das hier ergänzen würdest.

      Viel Spaß bei uns hier im Forum.
      Dieser Beitrag ist von joanna, wurde falsch gepostet...

      Sehr geehrte Damen und Herren,

      vor ein paar Jahren (2003) deponierte bei uns in Berlin sein ganzes Hab und Gut ein ehemaliger Einwohner des Kinderheimes Kampehl, Neustadt/ Dosse: David Zacharias, ca. 26 J. alt. (Er war mit meinem Sohn befreundet). David war kurzlich obdachlos und arbeitslos geworden. Nach seinen Angaben wollte er nach Holand auswandern um dort Musik (Hip-Hop) zu machen. Wir haben damals zusammen mit David ausgemacht, dass er immer zu uns zurück kommen darf, und wir ihn bei einer Wohnungssuche und Arbeitsuche ünterstzutzen werden. Wir wissen seit dem nicht, wo er sich heute aufhält. Wo könnte heute seine Mutter sein? Verwandte? Warum war er im Kinderheim? Wie können wir ihn aufsuchen? Wie wissen nicht mal sein Geburtsdatum, Geburtsort und der Namen seinen Eltern, ohne die kann uns nicht mal das Rote Kreuz weiter helfen. Können Sie uns bei unseren Fragen behilflich sein? Mit freundlichen Grüßen Maria M.

      kann mich gut ans Strafstehen oben vor den Schlafzimmern erinnern

      ich kann mich noch gut erinnern wie wir schuften mussten beim Turnhallenbau und in der Forst....ach ja, da gabs damals noch diese Einsätze auf dem Rübenacker von dem Typ mit der Glatze.... war in Neustadt oder so. Und diese ewigen Stunden Strafstehen auf dem Flur oben vor den Schlafzimmern...

      Heimaufenthalt

      ich war von september 1968 - juli 1969 in kampehl und muß sagen die zeit dort war garnicht so schlecht wie oft behauptet wurde.ich hatte nen guten erzieher den herrn wipyjewsky.er war gut zu uns und unternahm sehr viel mit uns,egal ob in sportlicher form oder mit dem damals gegründetten fanfarenzug.das war schön und ich erinnere mich gern daran.brutal war nur unser deutschlehrer
      .ich glaube der hieß lütze oder so.der zog an den kotteletten und drehte sie dann.etwas strenger waren auch herr und frau koch aber nie gewalttätig.toll waren auch immer die ausflüge die herr wipyjewsky mit uns machte.doch es war teilweise sehr schön.von strafstehen vor den zimmern weiß ich allerdings nichts.

      Bestätigung der Aussage von Morsultima

      Ich war auch in dieser abartigen Einrichtung von 1971 bis 1973.
      Neben den stundenlangen Strafe Stehen, kann ich mich noch genau erinnern, wer beim Quatschen nach 20,00 Uhr erwischt wurde,wurde aus dem Bett geholt und mußte sich auf dem Flur bücken, die Schlafhose runter ziehen und hat dann mit der flachen Hand einen heftigen Schlag auf den Hintern bekommen.
      Die Experten dafür waren Herr Steinert, Herr Koch und Herr Wipyjewsky.
      Die Hand von Herrn Steinert hatte ich ein paar Mal für ca eine Woche als Schwellung auf meinem Hintern.
      Da waren noch die Aufenthalte in der Arrestzelle im Keller, wo die Heizungsrohre durchgingen und nebenan der Kartoffelkeller war. Man hat kaum Atmen können.
      Ich könnte hier Bücher schreiben über die abartige Behandlung durch die sogenannten psychologisch ausgebildeten Erzieher. Ganz zu schweigen von der Schinderei am Bau der Turnhalle oder der Ernteeinsätze.
      Wer hier etwas beschönigt, war entweder ein Schleimer oder nie da gewesen.

      nochmal kampehl

      Gismolein schrieb:

      ich war von september 1968 - juli 1969 in kampehl und muß sagen die zeit dort war garnicht so schlecht wie oft behauptet wurde.ich hatte nen guten erzieher den herrn wipyjewsky.er war gut zu uns und unternahm sehr viel mit uns,egal ob in sportlicher form oder mit dem damals gegründetten fanfarenzug.das war schön und ich erinnere mich gern daran.brutal war nur unser deutschlehrer
      .ich glaube der hieß lütze oder so.der zog an den kotteletten und drehte sie dann.etwas strenger waren auch herr und frau koch aber nie gewalttätig.toll waren auch immer die ausflüge die herr wipyjewsky mit uns machte.doch es war teilweise sehr schön.von strafstehen vor den zimmern weiß ich allerdings nichts.
      ich war weder ein schleimer oder anderes.ich habe mich ganz einfach an die regeln gehalten und gut.zu brauni,ich würde mal nicht so maßlos übertreiben.klar haben wir auch mitgeholfen,nur haben wir damals auch einige schöne erlebnisse dadurch gehabt.das herr wipyjewsky geschlagen hat wie brauni das schreibt kann ich nicht glauben denn er war immer gut und hat nie ausgeholt oder gewalt an uns ausgeübt.das ist ne fresche lüge.ich weiß nicht in welchen film er das gesehen hat.sicherlich war nicht alles in ordnung aber das hat es nicht gegeben.

      Örtlicher Irrtum ?

      Gismolein schrieb:

      ich war von september 1968 - juli 1969 in kampehl und muß sagen die zeit dort war garnicht so schlecht wie oft behauptet wurde.ich hatte nen guten erzieher den herrn wipyjewsky.er war gut zu uns und unternahm sehr viel mit uns,egal ob in sportlicher form oder mit dem damals gegründetten fanfarenzug.das war schön und ich erinnere mich gern daran.brutal war nur unser deutschlehrer
      .ich glaube der hieß lütze oder so.der zog an den kotteletten und drehte sie dann.etwas strenger waren auch herr und frau koch aber nie gewalttätig.toll waren auch immer die ausflüge die herr wipyjewsky mit uns machte.doch es war teilweise sehr schön.von strafstehen vor den zimmern weiß ich allerdings nichts.

      Ich hab keine Ahnung in welchem "Heim für schwererziehbare Kinder" du warst. Eines ist sicher Kampehl war es nicht. Möglicher weise war in deinem Heim auch ein Herr Wipyjewsky. Denn den Wipyjewsky und seine Frau welche ich kenne sind die perversesten Kinderschänder welche ich je in meinem Leben begegnet bin. Ich konnte bei jedem Gewaltakt gegenüber ihren Schutzbefohlenen die unglaubliche Freude in ihren Augen sehen, welche sie dabei empfunden haben. Und das obwohl ich meine Kindheit schon an viel schlimmeren Orten verbringen durfte xD

      Ok mal im Ernst, hast du schon mal darüber nachgedacht das der Geist merkwürdige Dinge mit Menschen macht welche in ihrer Kindheit schreckliches erlebt haben ? hier nur mal ein Stichwort : VERDRÄNGUNG

      Brauni schrieb:

      Ich war auch in dieser abartigen Einrichtung von 1971 bis 1973.
      Neben den stundenlangen Strafe Stehen, kann ich mich noch genau erinnern, wer beim Quatschen nach 20,00 Uhr erwischt wurde,wurde aus dem Bett geholt und mußte sich auf dem Flur bücken, die Schlafhose runter ziehen und hat dann mit der flachen Hand einen heftigen Schlag auf den Hintern bekommen.
      Die Experten dafür waren Herr Steinert, Herr Koch und Herr Wipyjewsky.
      Die Hand von Herrn Steinert hatte ich ein paar Mal für ca eine Woche als Schwellung auf meinem Hintern.
      Da waren noch die Aufenthalte in der Arrestzelle im Keller, wo die Heizungsrohre durchgingen und nebenan der Kartoffelkeller war. Man hat kaum Atmen können.
      Ich könnte hier Bücher schreiben über die abartige Behandlung durch die sogenannten psychologisch ausgebildeten Erzieher. Ganz zu schweigen von der Schinderei am Bau der Turnhalle oder der Ernteeinsätze.
      Wer hier etwas beschönigt, war entweder ein Schleimer oder nie da gewesen.


      ja ich kann deine Angaben bestätigen. Die obigen namen sind mir auch schmerzhaft im Gedächtsnis geblieben.
      Was da abends auf den Fluren abging, war keine Pädagogik. Trotzdem, der Wypijewski hatt viel mit uns in Bezug auf Kultur gemacht, auch singen und so. Er spielte Gitarre, ich himmelte diesen Vaterersatz an, trotz mancher Schläge. Aber die Frau mit dem Dutt aus dem dorf die manchmal Nachtwache machte, war auch fies!
      Im Spezialkinderheim Kampehl wurden Mutter und Sohn durch den Heimleiter mit einem
      ausführliches Gespräch empfangen, was die Mutter zu
      nächst sehr erleichterte. Nach wenigen
      Wochen erfuhr sie allerdings von Praktiken der Selb
      stjustiz in der Gruppe ihres Sohnes, die ihr
      von einer Erzieherin bestätigt worden waren. Die Er
      zieher seien gegenüber diesen Praktiken
      machtlos. Hier waren vermutlich ähnliche Racheritua
      le bei Entweichungen üblich, wie sie
      Buchwald aus Sigrön (s.d.) berichtet. In diesem Fal
      l wurde ein Junge durch die Gruppe
      misshandelt, weil er mehrfach weggelaufen war. Die
      Mutter beobachtete besorgniserregende
      Veränderungen bei ihrem Sohn: „Unser Sohn H. war zu
      Hause ein fröhliches, ausgeglichenes
      Kind, das sich ganz besonders um seine kleine Schwe
      ster bemühte und ich mich in dieser
      Hinsicht immer auf ihn verlassen konnte. Jetzt ist
      er ein verschüchtertes und angstvolles Kind
      geworden, das kaum noch Vertrauen zu uns hat.“


      Wochen erfuhr sie allerdings von Praktiken der Selb
      stjustiz in der Gruppe ihres Sohnes, die ihr
      von einer Erzieherin bestätigt worden waren. Die Er
      zieher seien gegenüber diesen Praktiken
      machtlos. Hier waren vermutlich ähnliche Racheritua
      le bei Entweichungen üblich, wie sie
      Buchwald aus Sigrön (s.d.) berichtet. In diesem Fal
      l wurde ein Junge durch die Gruppe
      misshandelt, weil er mehrfach weggelaufen war. Die
      Mutter beobachtete besorgniserregende
      Veränderungen bei ihrem Sohn: „Unser Sohn H. war zu
      Hause ein fröhliches, ausgeglichenes
      Kind, das sich ganz besonders um seine kleine Schwe
      ster bemühte und ich mich in dieser
      Hinsicht immer auf ihn verlassen konnte. Jetzt ist
      er ein verschüchtertes und angstvolles Kind
      geworden, das kaum noch Vertrauen zu uns hat.“
      Die Mutter schildert im Folgenden die Umstände, die
      zu diesen Veränderungen geführt hatten:
      H. erhielt im Heim entsprechend den Prinzipien der
      Selbsterziehung zwei ältere Insassen als
      „Paten“ zugewiesen, die ihn erziehen und in die Reg
      eln des Heimes einweisen sollten. Die
      „Paten“ terrorisierten ihr „Mündel“ mittels ungebre
      mster Gewaltakte und Unterordnungsriten
      (nächtliches Reinigen der Kellertreppe, Liegestütze
      , eiskaltes Duschen, Beschimpfungen u.ä.). Es
      scheint, als wiederholten die „Paten“ hier „Erziehu
      ngsmethoden“, die sie zu früheren Zeiten von
      Seiten der Erzieher kennen gelernt hatten. Auch der
      erzwungene Diebstahl gehörte zum
      Umgang der Insassen untereinander (vgl. dazu Buchwa
      ld in Sigrön (s.d.) ). Die Mutter schrieb
      offenbar mehrere Beschwerden, die nicht beantwortet
      wurden. Erst als sie sich an den
      Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker wandte, wurde
      die Eingabe bearbeitet. In diesem Fall
      wurde Strafantrag gegen einen der „Paten“ gestellt.
      Dass es Selbstjustiz gäbe, wird mit einer
      Formulierung bestritten, die genau auf das Problem
      hinweist: „Selbstjustiz der Kinder wird im
      Heim nicht geübt. Viel Wert wird auf die Kollektive
      rziehung und den Wettbewerb zwischen den
      Gruppen gelegt.“ Für die Erzieher wurden keine Maßn
      ahmen (Auswertung, Veränderungen im
      pädagogischen Regime) festgelegt. Unter der Hand wu
      rde – trotz der bestätigten
      Misshandlungen – die Glaubwürdigkeit der Mutter in
      Zweifel gezogen. Die Argumente dazu
      bezog man aus den zensierten und kontrollierten Bri
      efen: „In ihren Briefen an ihren Sohn sprach
      sich Frau W. gegen Erziehungsmethoden im Heim aus u
      nd versicherte ihrem Sohn, dass sie nur
      seinen Aussagen glaube.“ Der von der Mutter erzwung
      en Heimwechsel von Sigrön (s.d.) nach
      Kampehl wurde nun zu ihren Lasten ausgelegt: „Bei j
      edem Heimaufenthalt des Jungen gab es
      Beschwerden und Eingaben der Mutter, die sich auf A
      ussagen des Jungen stützten.“ Nach einer
      dreistündigen Diskussion – so hieß es abschließend
      – wurde „ein gemeinsamer Standpunkt
      darüber erreicht, dass Sohn H. im Heim bleibt, bis
      sich seine Konzentrations- und Steuerfähigkeit
      stabilisiert hat und die gesetzten Erziehungsziele
      erreicht sind.“ Die Eltern betrachteten
      (angeblich) damit den Vorgang als abgeschlossen.
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      Tatsächlich war der Vorgang auch für das
      Heim nicht abgeschlossen, wie zwei Schriftsätze vom
      März 1989 belegen. Über einen der oben
      genanten „Paten“ heißt es nun: „Nach wie vor unterd
      rückt er permanent jüngere Mitschüler,
      wobei diese Handlungen überwiegend im Hintergrund e
      rfolgen, so dass dies nicht so offen zu
      Tage tritt. Die betroffenen Schüler sind aus Angst
      vor weiteren Repressalien kaum bereit, sich
      dazu zu äußern. Erst über die Elternhäuser erhalten
      wir Rückmeldungen in Form von
      Beschwerden.“ Die fortgesetzten Repressalien ereign
      eten sich vorwiegend in den Abend- und
      Nachtstunden. Es waren auch einige Körperverletzung
      en zu verzeichnen.

      christian-sachse.de/heimerziehung/Kampehl.pdf
      Hallo Gismolein, ich war auch in Kampehl von 67 bis 69
      Theoretisch müssten wir uns also kennen.
      Ich war in der Gruppe von Frau Bartz. Herr Gruben war Heimleiter, Lehrer waren Krangemann,Lutze,Bohnet und Fenske.
      In der Nähstube Frau Ruschke, und Wirtschafterin Frau Koppa.
      Na da bin ich ja gespannt 030 6731212