Bad Harzburg,Kinderheim Lug ins Land



      Falls Horst-Dieter hier wieder reinschaut:
      Welches von denen sind die Brüder von denen Du geschrieben hast. An den Namen Armin kann ich mich noch gut erinnern.
      Die Brüder kamen später zu uns nach Hamburg in das Lehrlingsheim Sporstrasse.
      Ich habe auch irgendwo noch ein Foto mit einem der Brüder, muss ich mal raussuchen.
      Ach ja, der kleine in der Mitte mit der hellen Hose bin ich, und schaut Euch mal die Schnürschuhe an.


      Alles in einem lässt sich sagen das man sich an negative Dinge eher erinnert als an positives.
      Was gab es positives im Lug ins Land?

      Da gab es zum einen das monatliche Taschengeld von 50,- Pfennig und war für uns Kinder schon viel Geld.
      Oder wer hat später in anderen Heimen Taschengeld erhalten?

      Die Weihnachtsfeiern waren für uns Kinder immer eine schöne Sache. Jeder bekam das geschenkt was gewünscht wurde, und diese
      Geschenke wurden von Leuten aus Hamburg spendiert.
      Ostern und Pfingsten wurde auch gut zurecht gemacht, auch wenn es immer mit einem Kirchgang verbunden war.

      Dann gab es noch das Erntedankfest, da wurde mit viel Aufwand die grosse Halle geschmückt.
      Und natürlich nicht zu vergessen die Faschingszeit, auch hier gab es Verkleidungen und einem Umzug.

      Wir hatten in unserer Freizeit alle Möglichkeiten und konnten das Heim verlassen wann wir wollten. Eine kurze Abmeldung hatte gereicht.
      So waren einige von uns oft am Bahnhof um die Züge zu beobachten, oder ich war des öfteren im Gestüt Bad Harzburg
      und sah zu wie die Pferde auf der Bahn trainiert wurden.

      Das sind so meine positvíven Erinnerungen. Vielleicht habt Ihr auch welche die zu erwähnen wert wären.

      Tante Hannelore

      Hallo liebe Lug ins Länder

      Im Sommer 2013 haben sich einige Interessierte in Bad Harzburg getroffen.

      Zum Essen haben wir Tante Hannelore dazu gebeten und sie ist gerne gekommen. Wir haben wundervolle Stunden mit ihr verbracht und viel Erinnerungen ausgetauscht. Ich denke heute noch gerne an sie.
      Dateien
      • P1030961.JPG

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      oh, das hätte mich auch interessiert, aber vielleicht gibt es noch eine Wiederholung.
      Dann würde ich mein uraltes Fotoalbum aus dem Jahre 1960 mitbringen, das hatte ich damals von dem Taschengeld gekauft.

      Übrigens haben damals meine Geschwister in den Hamburger Heimen kein Taschengeld bekommen.
      Hat mir gestern noch meine Schwester beim Telefonat bestätigt
      Hallo,wir waren auch in Bad Harzburg.Wir das sind die 6 Franke-Kinder.Wir waren dort von 1972-1976.
      Das Heim stand kurz vor der Auflösung.Ich sollte damals zu meinen sogenannten"Pateneltern,wollte aber unbedingt mit meinen Geschwistern zusammenbleiben.Obwohl mir klar gemacht wurde,das es bestimmt nicht möglich,oder nur sehr schwierig möglich sein könnte,habe ich mich entschieden bei meinen Geschwistern zu bleiben.Wir wurden dann kurze Zeit später von unserer Tante und unserem Onkel aufgenommen.Ich kann nur sagen,dagegen war die Zeit in Bad Harzburg ein Zuckerschlecken.Nichts desto Trotz bin ich mit meinem heutigem Leben sehr zufrieden,komme aber trotzdem nicht umhin mir ab und zu mal die Frage zu stellen:was wäre wenn....vielleicht finde ich hier ja den einen oder anderen der Zeitgleich in meiner Gruppe war.Ich war bei den kleinen Mädchen und immer ein kleiner Rebell ;) bin beim Haare und Fingernägel schneiden geflüchtet und hab dafür gerne die kalte Dusche in Kauf genommen.
      Fürs erste genügt das glaube ich :)
      Hallo an alle ehemaligen in Bad Harzburg wir waren drei Geschwister von Mitte der sechziger bis ca 1979
      Mir sind noch einige Namen der Erzieher und Heimkinder im Gedächtnis. Damals war ich in der Gruppe von A.Marquard oder Markgraf und die Kollegin Tante Luci ein begriff mit der waren wir oft bei ihr zuhause auch weihnachten hab ich als schöne Erinnerung behalten. Eine Schwester von mir war bei Hr. Delfs Familie untergebracht diese wollte sie adoptieren.
      Hallo dieter1964 Zu der Fam. Delfs fällt mir ein .Das die beiden, Herr und Frau Delfs selber eine Tochter hatten.Und das die, in Bündheim/ Schlewicke ein Haus hatten.H.Delfs seine Frau arbeitete doch in einer Versand-Quelle Agentur,Vieleicht war das sogar ihre eigene Agentur. Das Geld für das schicke Haus musste ja irgendwo herkommen. Und H.Delfs als Erzieher verdiente bestimmt nicht so dicke. Und dann noch ein Kind ( deine Schwester ) zu Adoptieren,kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.Entweder Frau Delfs hätte ein Narren, an deiner Schwester gefressen. Ihre eigene Tochter war ja Einzel-Kind ,und die wurde regelrecht verhätschelt.Oder Frau Delfs wollte schon immer ein zweites Kind(Vieleicht ging es Medezinisch nicht)Sich noch ein Miterbe fürs schicke Haus anzuschaffen ? na gut ,kann man nicht ausschliessen. Warum ich Zweifel hätte ,Ich habe die Fam.Delfs nähmlich Anfang der 90er Jahre besucht.Ich bin mit dem Motorrad hingefahren.Es war am Anfang eine Komische Situation,die dachten wohl ich wollte mich bei denen Durchfuttern.Als ich erzählte ich stehe selber auf eigene Füße und wohne in einem Reihenhaus.(Ich hatte nicht erzählt das es nicht mein eigenes Haus war,und ich in einer WG wohnte) kippte die Situation Positiv um. Und das Geschleime / nahm sein Lauf.Es war nähmlich eine verlogene Atmosphäre.Frau Delfs war die Dominierende in der Familie.Hauptsache den Anschein waren,und die Fassade immer schön polieren. Übrigens ich war zuletzt Feb.1972 bei H.Delfs in der Gruppe,der großen Jungs.

      Sabine , Andreas und Bettina Müller 1969-1974 in Bad Harzburg

      Hallo meine Geschwister Sabine, und mein Zwillingsbruder Andreas und ich sind von 1969 bis 1974 im Kinderheim Lug ins Land gewesen.Ich selbst habe so ziehmlich gemsichte Gefühle an unsere Kindheit dort.Einerseits sind uns Kinder schöne Feste gestaltet worden,andererseits waren die Erziehungsmethoden alles andere als schön, es ist aber in Wirklichkeit meine einzige Zeit in der ich Kind sein durfte!! :grinsekloppe: mein Zwillingsbruder ist 1974 14Tage nachdem wir wieder nach Hamburg zurück sind, ins Heim zurück abgehauen...ich selbst hatte schiss nicht den Mumm..zu Hause war die Hölle ich bin 1994 mit meinem Sohn nach Bad Harzburg weil auch ich keinen Abschluss finden konnte, ich fühlte mich um meiner Kindheit beraubt...mit entsetzen musste ich feststellen , dass es das Heim nicht mehr gab.. ?( es war abgebrandt so die Info von meinem Bruder....ich habe mich nach einiger Zeit damit arrangiert das genau diese Zeit "meine Kindheit gewesen ist " in der ich Kind sein konnte trotz der Schläge und Strafen z.B in der Ecke stehen wenn man nach dem Besuch der Eltern traurig und bockig gewesen ist...dafür haben es meine Kinder richtig gut.. sie sind mit Liebe und sehr viel Zuneigung groß geworden..
      PS Tante Trudel und Tante Helga sind in meiner Erinnerung völlig Present.. letztere habe ich irgendwann ich glaube in den 80 er in der Hamburgerstrasse durch Zufall getroffen....
      Hey Bettina 1964 , ich nehme nicht an,dass es dein Geburts-Jahr ist ? wenn ja, wart ihr aber sehr jung um wieder ins Heim ,,Lug ins Land,, ? abzuhauen / zurück zu kehren .Du bist in Hamburg geblieben ? ............ Ja das Erziehungsmodell in Bad Harzburg hat jeder hier im Forum anders erlebt / oder wahrgenommen. Aber mit deinen Gemischten -Gefühlen liegst du wahrscheinlich gar nicht , so verkehrt .Es war nach meinem Empfinden, sehr ausgefeilt . Je nach Erzieher/in , dominierte Zuckerbrot und Peitsche (im Bildlichen- Sinne)Man zeigte Wohlwollen,oberflächlich auch Zuneigung.Unter der Prämisse,daß man gehorchte.Wenn nicht, gab es Sanktionen,wie Schläge (immer Richtung Kopf)man nahm oft unausweichlich immer eine geduckte Körperhaltung ein) Taschengeld -Entzug,bei den größeren Jungs extra Küchendienst.Z.B.Tante Trudel (Dunkel) sperrte gerne mal die Kinder , in den Gruppenraum ein,wenn im Schlafsaal Aktion war.Oder Weihnachten fiel etwas schmaler aus.Es gab oft lange Gesichter. Oder die berühmte Nachtwache. Die hatte ich schon mal an anderer Stelle im Forum erwähnt.Du hast sicherlich das Forum durchgelesen ?Das ganze System basierte,auf Zucht und Ordnung ,Sauberkeit,plus Religiös/Konfessionelle Ausrichtung,und inkl. geheuchelter Nächstenliebe.Man wurde auch im Ungewissen/Unklaren gelassen,was die Zukunft anging.Hauptsache der Alltag hatte stramme Struktur. ......Mein Pers. Empfelung wäre zu dem Thema. ( Alice Miller, Du sollst nicht merken,Evas Erwachen,Revolte des Körpers,Dein Gerettetes Leben,Am Anfang war Erziehung,und einige mehr. Oder Ingrid Müller-Münch ,Die geprügelte Generation, Kochlöffel,Rohrstock und die Folgen, Oder Bettina Alberti ,Seelische Trümmer ,Geboren in den 50er-und 60er-jahren: Die Nachkriegsgeneration im Schatten des Kriegstraumas.

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