Bad Harzburg,Kinderheim Lug ins Land

      Bad Harzburg / Lug ins Land

      Hallo,
      mein Name ist Uschi und ich bin ein Heimkind.

      Ich habe von 1967 bis 1976 in Bad Harzburg im "Lug ins Land" gelebt.

      In unserem Kinderheim waren ca.80 Kinder und diese in 6 Gruppen aufgeteilt.

      Große Mädchen, Große Jungen, Kleine Mädchen, Kleine Jungen, Große Kleinkinder und Kleinkinder.

      Das Heim lag ganz idyllisch am Fuße des Burgbergs und bestand aus 2 Häusern.

      Da wir ein Hamburger Kinerheim waren, hatten wir auch unsere eigene Schule. Klassen aus 6 Schülern waren dort nicht selten.

      Die meisten Kinder sind nach Abschluß ihrer Schulzeit nach Hamburg zurück gegangen,leider gibt es deshalb kaum ehemalige Kontakte, was ich sehr bedaure.

      Ich bin immer gerne in "Lug ins Land " gewesen.
      Hallo,

      mein Name ist Arthur und ich war auch in dem Kinderheim,

      zusammen mit meiner Schwester von 1963-1970.



      Würde mich freuen vielleicht hier wieder welche wieder zu finden , die auch in dem Heim waren.

      Vor ein paar Jahren habe ich
      Herrn Delfs aufgesucht, die suche ergab das er im Krankenhaus lag, da bin ich dann hin mit
      meiner Tochter und Mann. ZU einem nächsten treffen kam es nicht mehr, dann war er verstorben


      Liebe Grüße



      Arthur :thumbup::

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Nazareth“ ()

      hallo Arthur,
      Herzlich willkommen bei uns im Forum. Wir freuen uns, dich als neuen User begrüßen zu dürfen. hoffentlich findest du bald ehemalige freunde und Bekannte wieder.
      Stell dich doch noch im vorstellungsthread vor, damit wir dich gleich besser kennen lernen. So besteht die chance, dass du bald viele neue Freunde hast.

      An was erinnerst du dich denn aus deiner Heimzeit???
      Hallo Alexander,
      schön, dass du nun auch bei uns angekommen bist.

      wie hast du denn deine Heimzeit noch in Erinnerung??
      fällt dir da spontan was zu ein???

      Ein Tipp gleich zu Beginn: Wenn du dich im Vorstellungsthread nochmal vorstellst, dann werden gleich die anderen User auf dich aufmerksam werden und du wirst hier sicher schnell Kontakt finden.
      probiers doch mal aus, wenn du magst.

      in diesem Heim war ich ...hmmm

      Hallo ich bin der thomas und habe auch in diesem heim gelebt, die zeit kann ich nicht mehr genau bestimmen , bin aber der meinung bis zum 10 lebensjahr, bis ich dann nach Kaltenkirchen in Schleswig Holstein mußt (Kattendorfer Hof).

      Würde gerne Errinerungen an die Zeit leben , weiss zu teil noch habe einen Namen eines Erziehers Herr Dellfs - war wohl weas bleibendes in ja wenn ich so drüber nach denke negativ - acu einen VW Bus hatte er auch noch..

      Witzig ist weiss heute noch das tisch gebet - Es grünet die Tanne es wachse das erz >Gott schenk uns allen ein Fröhliches herz..Gutten apettit...hmmm

      Naja nun bin ich 42 jahre (gut 43 ) und denke viel an Früher.

      also dieses ist mein beitrag in form meiner sucher der vergangenheit, würde mich auch über antworten oder mehr freuen.

      lg. thomas :thumbup:: aus Hamburg (wo ich auch geboren bin)
      Hallo.
      Mein Name ist Steffen und ich war 1969-1975 im Lug ins Land.
      Hat mich sehr geprägt.
      Ob positiv oder negativ. ?(:
      War ein hartes Leben dort.
      Als Kleinster bei den großen Jungs.
      Über den "Erzieher"Delfs ist nichts Positives zu berichten. :cursing::
      Soviel Prügel wie der verteilt hat.
      Eine Anzeige wegen Körperverletzung wurde von Polizei in Bad Harzburg ignoriert.
      Aber habe alles überstanden und stehe heute mitten im Leben.
      Gruß
      Hallo, ich bin Helmuth und war ebenfalls im -Lug ins Land- und zwar von 1956- 1960.
      Mein Alter damals war 9 Jahre und zurück nach Hamburg kam ich 1960, gleich ins nächste Heim nach Hamburg-Bergedorf und von dort in ein
      sogenanntes Lehrlingsheim. Alles gesteuert von der damaligen Jugendbehörde Hamburg.
      Nun gut, ich habe die meiste Zeit meiner Kindheit und der Jugendzeit in Heimen verbracht.
      Ich war im Jahre 2002 in Bad Harzburg weil ich die Zeit dort nicht verarbeitet hatte. Viel zu oft habe ich Nachts von diesen Heim geträumt,
      zum Beispiel das ich es meinen Sohn gezeigt habe und alle alten Erzieherinnen dort wieder traf, oder das Haus war alt und verrottet.
      Es war immer komisch weil ich mich immer an diese Träume erinnern konnte.
      Als ich dort war gab es dieses alte Herrenhaus nicht mehr, heute steht dort ein höheres Haus mit Eigentumswohnungen.
      Es ist aber genau auf den Untergrund gebaut mit der selben Terrasse die ich noch von früher kenne.
      Seit diesen Besuch gab es fast keine derartigen Träume mehr, die waren wie verflogen.
      Ich habe gerade mein altes Fotobuch vor mir liegen und auch ein Bild von Herrn Delfs, diesen alten Nazi, der mich oft geprügelt hat.
      In einem Thema habe ich von jemanden gelesen das er auch diesen Erzieher gehabt hat, und zwar viel später.
      Ich glaube das hier ein Irrtum vorliegt denn der Delfs ist noch während meiner Heimzeit dort verstorben, ich glaube sogar
      das es 1959 gewesen ist.
      Ein paar Namen von Erzieherinnen habe ich auch noch, vielleicht sagt das dem einen oder anderen etwas.
      Leiterin hiess Anneliese Becker, genannt Tante Anneliese, dann noch Onkel Kaulfuß, Tante Käte die Küchenfrau mit ihrem Hund Moorle,
      den Erzieher Delfs, Frau Garell als neue Leiterin nach dem Tod von Frau Becker,den Lehrer Herr Düntsch, den ich fast das Schienbein zertrümmert
      habe als der mir eine Ohrfeige gab.Dann gab es noch eine Tante Helga.
      Ich schreibe mal bewusst wie wir die alle angesprochen haben, vielleicht kann sich dann jemand besser erinnern.
      Auf einem Bild sind Bedienstete zu sehen. Dort wurde immer zum Geburtstag der Leiterin Frau Becker, die übrigens ein schlimmes Bein hatte
      und einen Stock brauchte, von dem gesamten Personal ein Theaterstück aufgeführt.
      Übringens habe ich den Gehstock auch mal auf den Rücken gespürt.
      Ich kann noch vieles berichten wie es mir damals dort erging, das meiste davon war negativ und hat mein Leben mitgeprägt.
      Für uns Kinder gab es aber immer schöne Ostern, Erntedankfeste und Weihnachtsfeste, sowie Fasching.
      Dort war in einem riesigen Saal ein Tannenbaum aufgestellt der bis zur Decke reichte und alle Kinder waren dort versammelt,
      wir sangen Weihnachtslieder und ein paar Kinder spielten Theater mit den 3 Königen. Auch ich musste mal den Moor spielen.
      Niemand durfte sich dabei erwischen lassen wenn es darum ging ein Schokoladenkringel vom Tannenbaum zu stibiezen,
      dann gab es aber dicke Hände.
      So, damit will ich heute mal abschliessen.

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      Ich bin der Michael . Ich war von Okt.1965 - Jan.1972 in Bad Harzburg. Ich war erst in der Kleinen Jungs Gruppe gekommen. Die Erzieherin hieß Tante Trude (Dunkel ). Sie war schon eine ältere Frau.Ihre Jüngere Kollegin (weiß nicht mehr den Namen) hatte oft die Angewohnheit mit einem Bügel,oder Gummihosenträger zu schlagen wenn man etwas ausgefressen hatte. Der Schlafsaal war für 12-14 Jungs. Die Nachtwache hieß Frau Lampe .Alle mussten immer in eine Richtung schlafen,wenn nicht wurde man Nachts mit der Taschenlampe geweckt und man musste sich umdrehen. Vor dem Schlafsaal war der große Raum mit dem Parkettboden,wo alle Gruppen immer Lieder gesungen haben.Hatte man etwas ausgefressen bevor die Nachtwache kam, wurde man in den Gruppenraum eingesperrt. Stichwort Bekleidung : Rot /Blauweisse gestreifte Ringelhemden für alle,Kurze Lederhose im Sommer,im Winter gabs Kniggebocker mit grüne Kniestrümpfe, und erstmal die ätzenden Schuhe, braune Schnürstiefel, jeden Abend die Schuhputzarie, erst die kleinen ,dann die großen Jungs.Wenn es mal neue schuhe gab wurden die alten Schuhe versteckt ,in der Hoffnung es gibt bessere. Aber nix da immer diese elenden Schnürdinger. Auf dem Foto von Helmuth das linke kreuz war der Gruppenraum von den kleinen Jungs.Dadrüber der klassenraum für die kleinen Klassen 1-2.Leherin hieß Frau Kuhlmann.Danach ging es zu den großen Jungs.Erzieher war der Herr Delfs und seine Kollegin Frau Andersch (mit Brille) die immer sagte aus einem wird sowieso nichts.Seine kollegin sorge auchdafür das bei vielen Jungs die Taschen der Kniggebocker Hosen zugenäht wurden.weil viele immer die Hände in den Hosentaschen hatte.Die Nähstube unterm Dach hatte immer viel zu tun.Wir Jungs waren ja zu der Zeit ja in der Pubertät.Herr Delfs fuhr ein weissen VW Käfer und wohnte in Schlewicke-Bündheim,und hatte ein weisses Haus,eine Tochter, und seine Frau arbeitete in einer Quelle-Bestell Agentur.Und er war der Heim-Friseur, alle Jungs hatten den gleichen Haarschnitt.Anfang der 90 er jahre hatte ich den nähmlich mal besucht.Der saß da schon in einem Rollstuhl u. völlig eingefallen. Heute sehe ich das ganze natürlich mit ganz anderen Augen.Da fällt mir noch ein bei den großen Jungs gab ein kleinen Schlafraum für nur 5-6 jungs.Für die ,die sich besonders betragen oder ausgezeichnet hatten. Da wurde zuletzt viel ausgeheckt, bis hin zur anfertigung eines Dietrichs,für die Küche. Aus meiner Heutigen sicht war das ganze System ,aus Drangsalierung .Zucht und Ordnung,Evangelisches Erziehungideal, Tischgebete,Gute -Nacht Gebete, ein Verlogenes System,Schöne Momente gab es nur ,wenn man sich mit Jemandem zusammen tat und sich für kurze Zeit sich dem System entzog.(was selten der fall war) ich glaub viele die das ganze so toll fanden dort.Haben das ganze nie richtig verarbeitet.Bei jedem ist auf jeden Fall etwas hängen geblieben..............soweit erstmal dazu
      Hallo Turmalin2011,
      danke für Deinen Beitrag.
      Wenn auch Du schreibst das der Erzieher Herr Delfs war dann muss dort vorher etwas vorgefallen sein warum er plötzlich zu meiner Zeit nicht mehr dort anwesend war. Und man hat uns wohl einfach vorgelogen das er verstorben sei.
      Ist schon ein bisschen seltsam das ganze. Aber das war auch der Schläger im Heim. Ich sage mal so, die Narben sind noch auf meinen Hintern zu sehen. Und wenn ich damals die Möglichkeit gehabt hätte ihn zu töten dann hätte ich das auch getan. Aber ich war ja zu klein und schmächtig wegen meiner Krankheit.
      Die Zimmer der Erzieher lagen ganz oben unter dem Dach, selbst wenn man barfuss die Treppe hochschlich konnte man die Balken ätzen hören.
      Aber wie geschrieben war der Delf eines Tages verschwunden.
      Ich überlege noch ein paar Fotos mit den Erziehern hier reinzustellen.
      Der Name Tante Trude ist mir auch bekannt, weiss aber nicht mehr genau ob ich die auch als Erzieherin hatte. Aber in der kleinen Gruppe war ich auch ganz zuerst.
      Zu meiner Zeit bis zu dem Wechsel einer neuen Leiterin mussten wir morgens beim Frühstück immer alles essen was uns vorgesetzt wurde.
      Was mein Magen nicht vertrug, oder ich selber nicht mochte, waren die morgentlichen Milchsuppen. Das waren Haferflocken-, Gries, Froschaugen- und Brotsuppe.
      Immer habe ich nach ein paar Löchel alles ausgespuckt, oder mir wurde schon vom Geruch schlecht. Dann hat man mich dazu gezwungen , unter Androhung von Strafen und Prügel, das erbrochene wieder zu essen. Das hat dann dazu geführt das ich nach kurzer Zeit
      wieder alles ausspuckte.
      Die Strafen waren dann meist der Ausschluss aus der Gruppe, stundenlanges Stehen in der Ecke, und kein Mittagessen in der Gemeinschaft. Da durfte ich dann auch im Esssaal in der Ecke stehen.
      Oder es gab eine kräftige Ohrfeige von Herrn Delfs das mir das Trommelfell schmerzte.
      Warum das erst so spät geändert wurde das man nur das essen brauchte was einen gefiel hat wohl mit der Diktatur der alten Leiterin zu tun, und zwar ohne Rücksicht darauf man meist 8 Kinder am Tisch sassen die meine Kotzerei ertragen mussten.
      Noch heute ist es so das mir bei dem Geruch der Suppen übel wird. Selbst als mein Sohn mit solchen Suppen gefüttert wurde fand ich das unerträglich und ich suchte dann möglichst das Weite.
      ja, die Aufnahmen sind im Heim gemacht worden, hier waren viele Leute zum Geburtstag der alten Leiterin versammelt zu Kuchen und Kaffee.
      Da ich bis März 1960 dort war denke ich dass das im Jahre 1959 war.
      Ich habe noch einige Fotos von den Theaterstücken die immer auf deren ( alte Leiterin) Geburtstag für uns Kinder aufgeführt wurden.
      Dann wird das wohl so sein das der Delfs nach meiner Zeit wieder dort eingesetzt wurde.

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      Ja das Elend mit dem Essen,es gab ja hin wieder Vanille Suppe mit Rosinen.Ich hab sie einzeln runtergeschluckt.Der Brech-Hit war ja bei vielen Buchweizengrütze mit warmer Milch.Mein Brech Hit war der Kalte Rot/weisse Nachtisch.Der schmeckte nach Buttermilch,die ich sowiso nicht mochte,echt ekelig. Nach dem Essen waren immer drei große Jungs eingeteilt für das Geschirr einer an der Durchreiche Essensaal Küche,zwei zum Geschirr abtrocknen für knapp 100 Leute.Gab immer gut Muskelkater in den Armen.Von der Tante Trude/Trudel ( mit Nachnahme hieß die Dunkel ) war bis auf das weggesperre in den Gruppenraum nicht ganz so hinterhältig wie andere.

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      Ich glaube mir ist noch im Ohr, das der Delfs es selber mal erwähnt hatte.Das er mal ne zeit weg war.....Die Aktion des Jahres mit dem war für das ganze Heim Tannengrün aus dem Wald zu holen. Alter Schwede war das eine Sch..... Da sind einem die Füße bald abgefroren.Mit den Elenden Schnürstiefel Kilometer langer Marsch Richtung Molkenhaus.Irgenwo wurden immer Tannen gefällt.Und das Heim bekam das Tannengrün geschenkt.Natürlich zum Selbstabholen mit Schlitten und Bollerwagen ging es durch den Winter.Im Harz war damals immer Schneegarantie.Endliche Male latschte man mit tauben Füßen umher.Und Delfs der A..... sagte immer stell dich nicht so an.Der hatte auch gefütterte Stiefel an der A....

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      Wir,, Lug ins Länder,, waren meist sofort von weitem zu erkennen. An Unsere Einheitskleidung.,wie schon erwähnt...Ob in die Stadt oder Schwimmbad .Der Delfs war doch in der Verkehrswacht angagiert. Für die kleinen Gruppen bekam der doch freikarten für den Verkehrs-Kasper :) im Rathaus. Eine Auszeichnung war ein Mitfahrt in seinem weißen VW käfer............später wurde ein noch ein Jüngerer Mann eigestellt,der ging erst durch die Jungsgruppen und wurde dann als Lehrer beschäftigt.Der wohnte auch in Schlewicke bei seinen Eltern.Den hatte ich auch im Untericht weiß nicht mehr welches Fach.Aber sowas von Hinterhältig das Schw.........Der übertraf noch den Herrn Düntsch.Der hatte die Angewohnheit den Jungs von Hinten Ohrfeigen zu verteilen.Man gewöhnte sich an wenn man etwas ausgefressen hatte, mit eingezogenem Kopf an ihm vorbei zu gehen.....Und Düntsch war ja der Holzlenial Klopfer. Bevorzugt auf die Handoberfläche. Aber sein Ältere Kollege ( weiß nicht mehr wie der hieß) War von der Hardcore Fraktion .Sein werkzeug war der Rohrstock........ das zu den Lehrkörpern
      mit diesen Schnürstiefel; ich schlief damals noch unten im Schlafsaal und eines Nachts flog mir so ein Stiefel ins Gesicht. Es war mein eigener den sich jemand geholt hat. Die mussten immer in eine Reihe aufgestellt werden. Ich hatte 2 Wochen lang ein dickes Veilchen das langsam alle Farben annahm. Ich vermute das sich jemand sehr über meine Kotzerei geärgert hat und sich so rächen wollte. Es ist nie rausgekommen wer das war.
      Mit diesem blauen Auge habe ich mich als Pirat zum Fasching verkleidet, davon habe ich auch noch ein Bild.
      Unten im Garten stand damals ein Schuppen in dem immer ein Schwein gehalten wurde das dann jedes Jahr geschlachtet wurde.
      Nachts haben wir und in den Keller geschlichen und immer ein bisschen aus dem Vorratslager stibiezt. Das war eigentlich kein Keller sonder ein Luftschutzbunker und ein längerer Gang. Die Wand leuchtete nachts und in dem Phosphoranstrich haben wir viele Kritzeleien hinterlassen.
      Ganz durchgegangen konnte man hinten wieder hoch und sich heimlich zu den Mädchengruppen schleichen. Das war dann etwas für die 15 jährigen Jungs.
      den Düntsch habe ich ja mal mit den Stiefeln gegen das Schienbein getreten, der war dann 14 krank und ich wurde in eine andere Klasse versetzt.
      Der Delfs nahm auch einen Stock zu Hilfe, für mich galt es keinen Mucks zu sagen und schon garnicht vor Schmerzen zu schreien. Das hat den noch wütender gemacht. immer schön die Zähne zusammen gebissen.
      Unten neben dem grossen Saal gab es 2 Krankenzimmer, dort wurde ich eine Woche lang eingesperrt, mir wurde das Essen gebracht und sonst war ich dort gefangen. Die Milchsuppe habe ich dann immer aus dem Fenster gekippt.
      Ich hatte den Delfs vor aller Augen ins Gesicht gespuckt. Damit hat der nie im Leben gerechnet das mal jemand aufmuckt.

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      Und zusätzlich der Wöchendliche Religions -Untericht in der Diakonie,nicht zu vergessen der Konfirmanten -Untericht 2 Jahre .Mit Besuch der Kirche als Haupt-Konfirmant jeden Sonntag zum Haupt Gottesdienst. Hab alles brav absolviert.Im Nachhinein habe ich das Lügen gebäude durchschaut. Übrigens die kleineren kinder durften auch mal zu Anneliese Becker zum Straf- Appell mit dem Teppichklopfer. Die Größeren brauchten nicht hin ( hätten sich wohl schlapp gelacht) dafür gabs kein Taschengeld ,gab sowieso nur 0,50-1,00 Mark. Für gute Schul Noten gabs noch Taler...............Eine eine so repressive Erziehung,die das Ziel hat,das Kind zu seinem Besten ,,in die Knie zu zwingen,tatsächlich seinen Willen bricht und es dahin bringt seine Gefühle ,seine Kreativität,seine Empfindsamkeit,seine Revolte zu unterdrücken. Diese Art von Erziehung macht empfänglich für jede neue Abhängigkeit.Auf diese Art in der Kindheit vorbereitet,läßt sich ein Individium im Erwachsenenalter manipulieren............Die letzten Sätze stammen von Alice Miller ...die leider letztes Jahr verstarb. Eine Stimme für die Kinder schweigt für immer.... aber ihr Vermächtnis wird von vielen weitergetragen.......In dem Sinne als gute für das Neue Jahr