Hangenmeilingen, Landschulheim Vogt

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      Hangenmeilingen, Landschulheim Vogt

      Hallo zusammen,

      wir hatten kürzlich ein ehemaligen Treffen vom Kandschulheim Vogt in Hangenmeilingen .Dabei kam heraus ,dass uns in der Sammlung noch einige fehlen.Sind hier vielleicht noch ehemalige Mitbewohner des hauses Vogt?

      Herzlichst Oliver
      Hallo Christel (und Alle)

      Erinnern ?

      Das würde mehrere Seiten füllen.

      Zur Zeit versuche ich gerade, Akteneinsicht in die Unterlagen von damals - falls sie noch vorhanden sind - zu bekommen. Es sieht ganz gut aus.

      Bitte habt Verständnis dafür, daß ich sensible Dinge die mich betreffen, nicht gleich hier wo ich noch niemanden kenne - ausbreiten mag.

      Ich habe jedenfalls Jahre der Therapie gebraucht, um die seelischen Verwundungen, die ich dort bekommen habe wieder aufzuarbeiten.

      Ich weiss ja nicht, wie lange das Landschulheim Vogt noch in DIESER Form existierte, ich habe jedenfalls noch den ehemaligen Major und Altnazi hautnah als Heimleiter erleben dürfen, der wohl dachte, er könne die ehemalige Wehrmacht dort ungehindert für sich im Kleinen fortsetzen. 2-wöchige Märsche mit bis zu 25 km Tagesleistung, als 9-jähriger (!), mit vollem Wehrmachtsgepäck (also "Affe", Zeltbahn, Feldflasche und Brotbeutel, dazu die schweren Töpfe für die ganze Gruppe, Banner und so weiter, wo immer er das wohl her hatte - bloss das Gewehr fehlte) !!!

      Prügelstrafe bis hin zu bleibenden Körperschäden, Misshandlungen, Schikanen und und und...

      Und immer in dem Bewusstsein, daß man nicht die geringste Chance hatte irgendwo "draussen" jemals gehört zu werden und jeder Versuch mit heftigsten Prügeln bestraft wurde...

      Hangenmeilingen, Landschulheim Vogt

      Hallo,

      ich habe auch 2 Jahre in Hangenmeilingen verbracht , mit meinem 10. Lebensjahr und die Heimleitung Teo Vogt der hatte ja wirklich was am Kopf.Von April 1981 an bin ich dort gewesen.

      Bin letzte Woche vor Ort gewesen, das was ich geshen habe konnte ich nicht glauben.

      Es ist alles verlassen, die Scheiben eingeschlagen und verwildert.

      Ich habe auch mal ins Schwimmbad geschaut , als wenn es gestern gewesen ist nur nicht so verlassen.

      Was ist denn passiert ,was ist mit der Familie Vogt sogar die Schreinerei ist verlassen.



      Gruß Andreas :kenny:
      Hallo Andreas,

      das erstaunt mich aber dieses hier zu lesen.

      Ich war vor einigen Jahren dort, um das irgendwie aufzuarbeiten. Da war das Heim noch in Betrieb, allerdings unter einem völlig anderen Träger, weitgehend baulich verändert und mit Jungen und Mädchen. (Ich meine mich zu erinnern, daß das Schwimmbad da auch nicht mehr existierte). Allerdings hing immer noch dieser zynische "Scherenschnitt" mit den fröhlich gärtnernden Kindern und der Schrift "Landschulheim Vogt" an der Wand, und ich bin bei dessen Anblick wirklich fast ohnmächtig geworden - meine Frau musste mich auffangen. (Erinnerte mich in seinem Zynismus so stark an "Arbeit macht frei" über dem KZ-Eingang).

      Theo und Rotraud Vogt sind längst tot, wie ich gehört habe (er müsste ja jetzt auch schon über hundert sein), was aus ihrem Sohn geworden ist ("Thorsten-Norbert" hiess der, glaube ich mich zu erinnern), weiss ich nicht.

      Die Schreinerei gehörte ja eigentlich nicht zum Heim und war bei meinem letzten Besuch auch schon nicht mehr da.

      Irgendwie passt die Vorstellung von "verlassen, Scheiben eingeschlagen, verwildert" in mein Empfinden dazu - ja, sie tut mir gut...

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Biber“ ()

      50 Jahre später

      Hallo zusammen,
      ich war 1957 1958 in diesem Landschulheim, leider habe ich alle Namen von den anderen Jungs vergessen außer
      Einem der hieß Walter Stuber und schlief mit mir in einem Zimmer,er durfte jeden Abend einen Lehrling aus der Schreinerwerkstatt der auch unser Stubenältester war bedienen.
      Ich bin 2008 nochmal dahingefahren.
      Die Straße war genauso wie früher, es roch auch noch genauso wie damals, das Schwimmbad war noch etwas zu sehen.
      Und die kleinen Holzfenstern im Speiseraum waren auch noch da.
      Sonst gibt es noch viele Erinnerungen. Da taucht noch ein Lehrer auf der hieß Manfred Poloscheck und eine kleine Schule.
      Ich kann nicht mehr beurteilen wie gut oder wie schlechtes da war, ich weiß nur das ich immer sehr viel Heimweh hatte,
      Und ich war auch nur 2 Jahre dort und erst 7 bzw 8 jahre alt.


      Weiss denn jemand, ob vielleicht ein weiteres Treffen ehemaliger Hangenmeilinger Heimkinder geplant ist ?

      Ich selbst war ungefähr im Zeitraum Dezember 1958 bis 1962 dort.

      Und ich erinnere mich noch an die Sommermärsche/-lager im Bergischen Land (Melsungen) und in der Rhön (Wüstensachsen)

      Wer ebenfalls dort war oder Fragen hat kann hier auch direkt mit mir Kontakt aufnehmen:

      manfred_barfuss (at) yahoo.de

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Biber“ ()

      Hallo,
      ich war von 1975-77 über das Jugendamt Ludwigshafen dort. War auch vor Jahren mal vor Ort, da war der Laden anscheinend noch in Betrieb. Bei mir waren unter anderem noch eine Frau Jung zur Betreung aktiv und wohnte nur einige Meter vom Heim entfernt. Die Heimleitung bestand damals aus Theo und Rotraut Vogt und ihren Kindern Thorsten, Thomas, Christine, und Bärbel??. In der Küche arbeitete eine Frau Breitecker. Von einem Schwimmbad weiß ich, ausser dem Betonpool unter dem Wintergarten nichts. Damals lebten auch noch die Eltern Rittaler im sogenannten Neubau. Wir gingen in die Mittelpunktschule St. Blasius in Frickhofen wo auch noch Theo Vogt unterrichtete. An Sommermärsche in ein Zeltlager kann ich mich auch noch erinnern. Ich schlief lange Zeit im Haupthaus im sogenannten Beckmannszimmer, daneben gab es noch ein Wasserzimmer, alte und neue Juchee, der Rest fällt mir leider im Moment nicht ein.Würde mich freuen wen sich einige Mitbewohner von damals melden würden.

      Biber schrieb:

      Hallo Andreas,

      das erstaunt mich aber dieses hier zu lesen.

      Ich war vor einigen Jahren dort, um das irgendwie aufzuarbeiten. Da war das Heim noch in Betrieb, allerdings unter einem völlig anderen Träger, weitgehend baulich verändert und mit Jungen und Mädchen. (Ich meine mich zu erinnern, daß das Schwimmbad da auch nicht mehr existierte). Allerdings hing immer noch dieser zynische "Scherenschnitt" mit den fröhlich gärtnernden Kindern und der Schrift "Landschulheim Vogt" an der Wand, und ich bin bei dessen Anblick wirklich fast ohnmächtig geworden - meine Frau musste mich auffangen. (Erinnerte mich in seinem Zynismus so stark an "Arbeit macht frei" über dem KZ-Eingang).

      Theo und Rotraud Vogt sind längst tot, wie ich gehört habe (er müsste ja jetzt auch schon über hundert sein), was aus ihrem Sohn geworden ist ("Thorsten-Norbert" hiess der, glaube ich mich zu erinnern), weiss ich nicht.

      Die Schreinerei gehörte ja eigentlich nicht zum Heim und war bei meinem letzten Besuch auch schon nicht mehr da.

      Irgendwie passt die Vorstellung von "verlassen, Scheiben eingeschlagen, verwildert" in mein Empfinden dazu - ja, sie tut mir gut...



      Hallo Ihr ,

      wer mehr als Zehn Jahre in diesem Haus verbracht hat ,möge sich bitte melden !!!!!!!!!!

      Ich war in der Zeit von 79-89 dort untergebracht und verstehe nicht warum so schlecht über Vogts geschrieben wird.Mit 9 Jahren bin ich in das Heim gebracht worden . Anfangs verbrachte ich meine Wochenenden und Ferien noch zuhause bei meiner Fam. Nach 2 Jahren fuhr ich so gut wie gar nicht mehr dort hin wil es im Heim einfach schöner war. Hatte dort viele Freunde und einen ganz besonderen: Charls Andrew Fischer "Charlie". Wir hatten alle Freiheiten die jedes Kind zu Hause auch hat. In der Schreinerei habe ich mein Praktikum und meine Ausbildung gemacht unter Herr Meister, der leider an Krebs erkrankt war .

      Nur so viel ist sicher, wären Vogts nicht gewesen wäre ich heute nicht der ,der ich jetzt bin.

      ein Paar Namen die mir noch einfallen:

      Cornelia dullschtein, Susanne Grösche,Markus Groß,Sonja Riesinger,Sandra u. Maria Meier,Katja Kasparek, Oliver Penners Tischtenniscrack,Frau Ohlemacher Köchin,Robert Daub Erzieher,Esther,Roger,Tina,Gaby Ketzke, Torsten Thomas Christine Bärbel Vogt,Manfred der Metzger,Silvia Veigel,Anja Götzke,Markus R.,Cora,Sinai Weldu,Guiseppe Mehl,Freddi Erzieher,Rieke/Monika Erzieherin !

      Sollte noch jemand ein Paar Namen wissen oder vervollständigen können, den bitte ich darum es zu tun !

      Danke, Gruß Kalle

      Landschulheim Vogt

      Hallo zusammen, ich war schon da,als das alte Gebäude umgebaut wurde und mit dem Neubau,in dem auch die Schreinerei untergebracht war. Hier habe ich von 1976-79 meine Lehre gemacht. Mein Lehrmeister (war Horst Meister)wir haben viel Tischtennis gespielt. Freitags bin ich öfters mit Theo Vogt im alten blauen Hannomag nach Limburg zum einkaufen gefahren. Eine Frau Böttcher war neben der Frau Breithecker in der Küche.Frau Haider hat die Wäsche gemacht.An die kleine Frau Jung,,Anja u.Markus,hießen ihre Kinder und an einen Herrn Danull kann ich mich erinnern.Kann mich nur an die Zeltlager erinnern, wo wir mehrmals beim Segelfliegen waren.Im Neubau habe ich unten links gleich neben dem Haupteingang mein Zimmer gehabt, gegenüber war der Tischtennisraum. Vielleicht kennt mich ja jemand aus dieser Zeit. Gruß Langer (Michael)
      hallo Biber (Manfred)
      Ich hoffe ich erreiche dich auf diesem weg,ich habe deinen bericht im forum gelesen und kann dir nur in allem zustimmen.Ich würde mich gerne mit dir in verbindung setzen,weil ich glaube das wir uns kennen müssten Ich war in der zeit von feb.1957 bis ostern 1961 in hangenmeilingen,bitte melde dich mal bei mir.


      Gruß Hans-Jürgen :thumbsup::

      landschulheim hangenmeilingen

      Hallo,
      ich war von Februar 1957 bis Ostern 1961 im Landschulheim Vogt in Hangenmeilingen.
      Ich erinnere mich an Nächtliche Gewaltmärsche zum müde werden wenn man abends im Zimmer mal zu laut war,an permantes gründe suchen um strafarbeiten in der Landwirtschaft und unkrautjäten auferlegt zu bekommen.An Prügel die willkürlich aus irgentwelchen nichtigen gründen verabreicht wurde nur weil man angeblich bessere noten hinterher schreiben würde.An Gewaltmärsche in voller montur wie bereits von anderen jungen geschrieben in die Rhön und die erste wanderung ging nach Bad Herrenalb in den Schwarzwald.An tägliches putzen des gesamten Hauses an schrubben der Fußböden und wenn dieses nicht zur vollsten zufriedenheit ausgeführt wurde mit prügel oder fernsehverbot geahndet wurde(man bedenke wir waren jungen zwischen 7 und 14 Jahren).An Loreley essen (ich weiss nicht was soll es bedeuten).Als Schulbrote gab es nur Rübenkraut nie irgend etwas anderes,abends gab es Blut-oder Leberwurst zum Frühstück gab es Haferschleim oder Grießsuppe,zum Mittagessen gab es Froschaugensuppe Aufläufe Gemüse und Kartoffel und Sonntags mal eine Frikadelle oder eine scheibe Schweinebraten ,Wenn man bedenkt das diese Landwirtschaft zum Heim gehörte in der ich einen ganzen Sommer schlafen musste und Arbeiten musste (ich war 11 Jahre alt)und das in diesem Jahr 14 Schweine,1Kalb namens Max ,und ein Schaf geschlachtet wurden wovon nie ausser einer frikadelle oder einer scheibe Schweinefleisch Leber-und Blutwurst auf den Teller der Jungens gelandet ist.Nur bei jeder Schlachtung fuhrendie Herren Vormunde vom Jugendamt mit Gogo Borgward und VW vor um die dicken schinken kottelets und Dosenwurst und Salamis abzuholen(Carepakete) :D Dafür war aber auch immer zu Theo Vogts Zeiten das Heim voll ausgelastet.Weswegen ich dann als einziges Kind das privat dort untergebracht war in die Landwirtschaft verfrachtet wurde.Für meine Arbeit in der Landwirtschaft bekam ich dann ein Gesangsbuch das die anderen Kinder auch hatten geschenkt das besondere war laut aussage des Herrn Vogt die Widmung seiner Mutter.Ich war heute auf dem weg von Wiesbaden nach Köln dort vorbei gefahren und habe festgestellt das dort alles verwahrlost ist.Auf mein nachfragen bei Ortsanwohner in der Nachbarschaft wollte mir niemand Auskunft geben,dann bin ich auf den Friedhof dort gegangen und habe das Familiengrab der Fam.Vogt gefunden die zwischen er 1998 und sie 2002 verstorben sind. :wayne: Aber ich mus ja die Hauptschuld bei meiner Familie suchen,andere Kinder waren vom Jugendamt aus dort und hatten gar keine Chance(aber für Fleisch und Wurst tat man zu damaligen Zeiten ja viel)in der heutigen zeit gibt es dafür einen gut gefüllten Briefumschlag und das regelmäßig.Ich würde mich freuen wenn sich Leidensgefährten aus dieser Zeit bei mir melden würden.

      Gruß Hans-Jürgen Bauer
      Hallo auch ich war in der Zeit von 1973-1977 im Landschulheim Vogt.

      An das was du schreibst kann ich mich auch noch gut erinnern.

      Ich heiße Peter Rossel und wohne jetzt in Wiesbaden.

      Ich habe in der rechten Mansarde geschlafen, später in der mittleren.

      Gut kann ich mich noch an Freddy Fischer, Charlie Fischer, und andere erinnern.

      Ich bin seit langer Zeit am 05.08.10 in Hangenmeilingen gewesen und musste feststellen, dass das Objekt in keinem guten Zustand mehr ist. Würde mich interessieren was zum Untergang des Heims geführt hat. Auch für mich war der Aufenthalt einer meiner schwersten Zeiten in meinem Leben, die ein Außenstehender gar nicht nachempfinden kann.

      Vielleicht findet sich der eine oder andere Lebens-bzw. Leidensgefährte noch ein.

      Bis dann Peter

      Landschulheim Vogt

      Hallo,
      ich war von September 1958 bis April 1960 dort, hingeschickt hat man mich ,weil ich sonst sitzen geblieben wäre. Gewaltmärsche, Schikanen und Feldarbeit habe ich noch in Erinnerung . Leider vergisst man nach so langer Zeit die Namen. Erinnern kann ich mich noch ausser dem miesen Essen an Lehrer Blank, Fam Vogt , Wolfgang Schidemeier, Peter Herzog, und Peter Lardong. Und währen ich dieses hier schreibe fällt mir noch ein prügelnder " Erzieher " ein der wurde Siggi genannt hatte ein Moped und einen Lederbezogenen Totschläger.
      Ein Treffen mit Ehemaligen wäre schön.
      Gruß an Alle
      Detlev Schwarz
      Hallo Zusammen,

      ich war jetzt lange hier wieder abgemeldet, weil leider auf mehrfache Anfragen an die Admin keinerlei Reaktion kam, was ich als sehr frustrierend empfand.

      Nachdem mich nun jemand der Mitglieder hier direkt kontaktiert hat war das für mich Anlass, es doch mal wieder zu versuchen.

      @ Hans-Jürgen Bauer: Ja, ich erinnere mich an dich ! Deine Mutter lebte in der Nähe der Taunusstrasse und wir hatten den gleichen Vormund, Herrn Hofmann (der lebt noch !)

      Oder irre ich mich da ?

      @ Und Detlev: An Siggi (den Schläger) kann ich mich auch noch "bestems" erinnern. Der hat mich gleich in den ersten Tagen aus nichtigstem Grund "vorgenommen", und einem anderen Jungen hat er wohl das Trommelfell geschädigt, was aber natürlich keine Folgen hatte. War in meinen Augen eine verkrachte Existenz, kein Erzieher.

      Es scheint so, dass sich später wohl einiges geändert hat - zu meiner Zeit gab es keine Mädchen im Heim, und es war für mich der blanke Horror.

      Namen aus meiner Zeit, an die ich mich erinnere:


      Namen, an die ich mich noch erinnere: Lothar Nass, Günter Beck, Louis Lamann, Hannes ?, (der immer die Heizung betreuen musste), Peter Herzog, Peter Urbas (der meines Wissen schon sehr früh tödlich verunglückt ist)

      Mit keinem habe ich aber danach je wieder Kontakt gehabt.


      Wer mit mir direkt Kontakt aufnehmen will kann dies unter manfred_barfuss (at)yahoo.de

      Manfred