Angepinnt Entschädigung für DDR - Heimkinder

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      Keinesfalls bezweifle ich die Erlebnisse, die ja nicht nur Drea hatte.
      Mir ist schon klar, daß sich da viel Leid aufgestaut hat.

      Aber was ist denn diese Rehabilitierung ? Kriegst du da eine Urkunde in der steht : du bist frei von jeder Schuld ?
      Von welcher ?
      Kinder können im juristischen Sinne sowieso nicht schuld sein.
      Ich wünsche es jedem der solch eine Rehabilitation anstrebt das er sie bekommt.
      Wahrscheinlich ist es doch so, daß es vor allem etwas für die eigene Persönlichkeit ist, etwas um sich selbst zu beweisen, ich war nicht der für den sie mich alle hielten und mich behandelten.

      Gruß Klaus
      Der Reha Nachweis ist ein rechtskräftiges Urteill von einem Gericht. Das es neben diesem auch um eine Kapitalentschädigung geht, versteht sich natürlich von selbst. Man sollte aber jetzt nicht schon wieder ein Thema zerreden, wichtig ist für die Betroffenen die Stärkung ihres Selbstwertgefühles mit dieser Reha,lange genug hat es ja gedauert. Ich wünsche allen die diesen Weg jetzt gehen, viel Glück, Ausdauer und Geduld für diese Vorhaben.


      mfg Hannes
      Frühere DDR-Heimkinder können jetzt eine Entschädigung beantragen. Nach Auskunft der Behörden können Betroffene, die zu DDR-Zeiten in einem der sogenannten Spezialkinderheime waren, einen Antrag stellen. Dazu müssten sie sich in einem ersten Schritt an die Landgerichte wenden. Bei den Gerichten sollte zunächst ein strafrechtlicher Bescheid zu Rehabilitierung beantragt werden. Anfang Juni hatte das Bundesverfassungsgericht zugunsten dieser Kinder entschieden. Die Karlsruher Richter hatten klargestellt, dass das Gesetz zum Ausgleich von DDR-Unrecht auch für Heimkinder gilt, denen rechtsstaatswidrig die Freiheit entzogen wurde.



      mdr.de/sachsen-anhalt/nf-4-12.html#2370024
      Die Mitteldeutsche Zeitung wird morgen dazu schreiben:

      Berlin/dpa. Frühere DDR-Heimkinder können jetzt eine Entschädigung beantragen. Betroffene, die zu DDR-Zeiten in einem der sogenannten Spezialkinderheime eingewiesen wurden, müssten sich in einem ersten Schritt an die Landgerichte wenden, teilte das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa mit. Bei den Gerichten müsse zunächst ein strafrechtlicher Bescheid zu Rehabilitierung beantragt werden.

      Anfang Juni hatte das Bundesverfassungsgericht zugunsten dieser Kinder entschieden. Die Karlsruher Richter hatten klargestellt, dass das Gesetz zum Ausgleich von DDR-Unrecht nicht nur für diejenigen gilt, die aus politischen Gründen strafrechtlich verfolgt wurden und Haftstrafen absaßen. Auch Heimkindern sei mit behördlicher Entscheidung außerhalb von Strafverfahren rechtsstaatswidrig die Freiheit entzogen worden. Deshalb könnten auch sie nach dem Rehabilitierungsgesetz einen Ausgleich bekommen. Es müsse aber jeder Einzelfall geprüft werden.

      In den Spezialkinderheimen wurden von den DDR-Behörden sogenannte schwer erziehbare oder verwahrloste Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 18 Jahren untergebracht. Die Disziplinierung der «Problemkinder» war zentralistisch organisiert. Zum Ende der DDR gab es 38 solcher Heime mit etwa 3760 Plätzen. Daneben gab es noch mehr als 50 Jugendwerkhöfe. Berüchtigt war der geschlossene Jugendwerkhof in Torgau für Jugendliche, die die Anpassung an das DDR-System verweigerten. Die Einweisung in Torgau wurde bereits als rechtsstaatswidrig eingestuft.

      Betroffene bräuchten von dem Landgericht einen Rehabilitierungsbescheid, das für sie zur Zeit der Heimunterbringung wegen des Ortes zuständig war, teilte das Berliner Landesamt weiter mit. Wer keine Unterlagen wie Einweisungs- und Entlasssungspapiere habe, müsse dem Gericht ausführlich seine Heimzeit schildern, sagte Irmgard Oehlert vom Berliner Landesamt. Das Gericht versuche dann auch, Unterlagen aus Archiven zu finden und prüfe den Antrag.

      Nach Angaben des Bundesjustizministeriums kann der Rehabilitierungsbescheid bis Ende 2011 auch bei jedem anderen Gericht beantragt werden. Die Papiere würden dann an die richtige Stelle weitergeleitet.

      Nach dem Rehabilitierungsgesetz sei ein finanzieller Ausgleich von 306,78 Euro für jeden Monat unter haftähnlichen Bedingungen vorgesehen. Nach Ministeriumsangaben sind in den Ländern für die Entschädigungsanträge auch Justiz- oder Sozialministerien zuständig.

      mz-web.de/servlet/ContentServe…65154&listid=994342720546
      Ich denke eher, dass es hier nicht um die Ursachen der Einweisung geht sondern vielmehr um die Folgen der Unterbringung, z.B. gesundheitliche Schäden, magelnder Schulabschluss, keine oder ne völlig bekloppte Berufsausbildung und ähnliches. Genau weis ich es natürlich auch nicht, woher auch, es gibt ja bisher wohl nur 2 bekannte anerkannte Verfahren.

      quintino schrieb:

      axel, niemand kann laut akten-amtsdeutsch nachweisen das er zu unrecht dort war.
      :(

      Ja, dann versuch mal das amtsdeutsch deiner eigenen akte zu verstehen. viel glück, auch bei dem versuch des einholens der erkundigung!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Uriah“ ()

      nachweis der unschuld

      -also die frage nach der schuld steht nicht bei dem antrag ,es wird gefragt wie es zur einweisung kam und wer daran beteiligt war,schwerer is die beantwortung der frage warum man der meinung is das der § so und so zutrifft.

      eigentlich beantwortet das die urteilsbegründung durch das verfassungsgericht, ansonsten sind die anträge an die gerichte zu stellen die sich am wohnort vor der heimeinweisung befinden,

      ansonsten jedes andere und von dort wird der antrag zum zuständigen gericht weitergeleitet.....entscheidend ist nicht der grund der einweisung sondern die art und weise bzw.verhältnismässigkeit der einweisung und der dortigen zustände. soll heissen ...eine politische erziehung als ziel der heimeinweisung (heranbildung einer politischen ansicht...erziehung zur sozialistischen persönlichkeit )ist nicht verfassungsgemäss und somit unangemessen.usw........hab meinen antrag in berlin abgegeben übrigens muss für jede einrichtung extra ein antrag gestellt werden

      RE: nachweis der unschuld

      Hi, meinst du damit, es gibt bereits ne art "vorentscheid"? bspw. welche heime speziell gemeint sein könnten? wenn ich lese, dass nach dem Urteil ende juni grundsätzlich haftbedingungsähnliche verhältnisse gegeben sein müssen, dann sagt das ja schon einiges aus. klar ist ja, dass wahrlich nicht alle heime solche umstände aufwiesen.
      nach meinem Rechtsverständniss bedeutet das die Formulierung des Ergänzungsgesetz zur Entschädigung von DDR-unrecht ....das alle zur Freiheitsentziehung dienenden Einrichtungen

      sprich(als bestrafung gedachte Unterbringungen...ergo ... psychatrische einrichtungen - spezialheime und jwh) Rehabilitierungswürdig sind.Wie gesagt so verstehe ich das,muss nicht heissen das es zutrifft :Klugscheiss: :LOL: