Angepinnt Pressetips zum Thema Heimkinder

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      In zehn Monaten: Fast 110 000 Besuche auf Kinderheim-Seiten


      In zehn Monaten fast 110 000 Besucherinnen, täglich um die zwei
      Dutzend mails mit Hinweisen auf Zeitungsartikel und mit Hilferufen,
      Briefe und Faxe: Mit seinen Kinderheim-Seiten hat Heinz-Peter Tjaden
      offenbar einen Nerv der Zeit getroffen. Was mit Berichten über
      Kinderheime begann, ist längst zu einem Fundus für alle geworden, die
      mit Jugendämtern, Familiengerichten, Gutachtern und Kinderheimen zu tun
      haben oder zu tun bekommen.

      -Manches ist haarsträubend-, sagt der 59-Jährige und nennt als
      Beispiel die Ausführungen eines Gutachters, der so begeistert von einer
      Maisonettewohnung und einem Familienhund ist, dass er vorübergehend
      vergisst, wozu er den Hausbesuch eigentlich gemacht hat. Auch das sei
      bereits vorgekommen: Experten verwechseln Jungen mit Mädchen, erfinden
      Untermieter, die als störend für das Kindeswohl eingestuft werden. Dem
      stehe noch Erschreckenderes gegenüber: Jede Woche sterben in
      Deutschland zwei Kinder an häuslicher Gewalt.

      Nicht mehr hören kann der Wilhelmshavener den Politikersatz: -Kinder
      sind unsere Zukunft.- Denn: -Weist man Politikerinnen und Politiker auf
      Missstände in den Behörden hin, gibt es meistens nur eine Reaktion,
      wenn man in irgendeinem Rathaus wieder einmal meint, der Datenschutz
      werde verletzt.- Außerdem werde oft viel zu schnell der Kindesentzug
      angeordnet. Dabei koste ein Platz in einem Heim die Steuerzahlerinnen
      und Steuerzahler jährlich um die 60 000 Euro.

      Da andererseits immer mehr Kommunen erkennen, dass alle an einem
      Strang ziehen müssen, wenn es um eine glückliche Zukunft für Kinder
      geht, hat der 59-Jährige seine Kinderheimseiten jetzt um einen Link zu
      Modellprojekten erweitert. Auf die Frage, in welche Stadt Familien mit
      Kindern auf keinen Fall ziehen sollten, antwortet Heinz-Peter Tjaden
      ohne eine Sekunde des Zögerns: -Mönchengladbach.- Bislang sei ihm keine
      Stadt untergekommen, in der Gericht, Jugendamt und Gutachter derart
      inkompetent erscheinen. -Aber das kann sich ja noch ändern-, fürchtet
      der Wilhelmshavener.

      Und worauf hofft der 59-Jährige- Seine Antwort: -Auf besser
      Ausgebildete in Behörden und Gerichten.- Und: -Auf einen Millionär, der
      mir einen Scheck schickt. Denn diese Arbeit ist sehr kostspielig.- Die
      meisten, denen er helfe, seien mittellos.

      kinderinheimen.blogspot.com
      05.05.2009





      Es läuft nicht rund mit dem Runden Tisch

      Von Uwe Westdörp

      Hannover.


      Viele wurden erniedrigt, geschlagen, mussten Zwangsarbeit leisten: Die
      Betroffenheit über solche Heimkinder-Schicksale in den 1950er- und
      1960er-Jahren ist groß. Dennoch kommen die Bemühungen um eine
      Aufarbeitung des Geschehens nur zäh voran, wie gestern eine Anhörung
      der SPD-Landtagsfraktion in Hannover zeigte.






      „Da sind noch dicke Bretter zu bohren“, lautete am Ende das Fazit eines
      SPD-Sprechers, der auf mehr Unterstützung für das Ziel seiner Fraktion
      gehofft hatte, auch in Niedersachsen – ähnlich wie auf Bundesbene –
      einen Runden Tisch zum Thema Heimerziehung einzurichten. Skepsis kam
      vor allem vonseiten der Kirchen.„Unrecht
      bleibt Unrecht, selbst wenn Tatbestände strafrechtlich verjährt sind“,
      versicherte Christoph Künkel, Direktor des Diakonischen Werkes der
      Ev.-luth. Landeskirche Hannovers. Er äußerte aber auch Zweifel, „ob und
      in welcher Hinsicht ein Runder Tisch in Niedersachsen über die Berliner
      Bemühungen hinaus weitere Hilfen erarbeiten kann“
      neue-oz.de/information/noz_print/nordwest/22366426.html

      Heimkinder kaltblütig gequält

      Zwei Jahre Freiheitsstrafe auf Bewährung für die Heimchefin.
      Ihr Ehemann kam mit einem Jahr und drei Monaten davon.
      Die Liste der zur Last gelegten Taten war lang-----------------Mißhandlung Schutzbefohlener war der Hauptvorwurf.

      Wegen Mißhandlung Schutzbefohlener, vorsätzlicher Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Nötigung, sogar wegen Betrugsbeihilfe mußten sich
      die ehemaligen Betreiber und eine Erzieherin verantworten.

      neckar-chronik.de/3111427

      Welchen Stellenwert haben Kinder in Deutschland? Ich empfinde das Urteil geradzu als Schlag ins Gesicht.


      Behinderte Heimopfer vom Runden Tisch ausgesperrt

      Öffnete man in den 50-ziger und 60-ziger Jahren die Tür zu Johanna Helenen Heim, so sah man in einen Abgrund der Willkür, der Zerstörung, der Gewalt, der Angst und Einsamkeit. Man blickte in das Herz der Finsternis.
      Mit diesem Satz beendeten die Historiker Ulrike Winkler und Professor Hans Walter Schmuhl ihren Bericht über die damaligen Heimkinder in den Orthophädischen Anstalten Vollmarstein.
      Zuvor schilderten sie Gewalttaten, die auch in den damaligen Jahren justiziabel waren......................................................


      pressemitteilung.ws/node/156825
      Maria---Aktenzeichen 4.614

      Nach einem halben Jahrhundert soll ihnen geholfen werden, mißhandelten ehemaligen Heimkindern.
      Vetreter der Deutschen Bischofskonferenz und die evangelische Kirche erklären ihr Mitgefühl für die Kinder, die
      in den 50-ziger und 60-ziger Jahren in den kirchlichen Heimen geschlagen, erniedrigt und zur Arbeit
      gezwungen wurden.
      Über eine Entschädigung wird am Runden Tisch Heimkinder unter dem Vorsitz von Antje Vollmer verhandelt.

      ndrinfo.de/programm/sendungen/heimkinder118.html

      Diakonie entschuldigt sich bei den Heimkindern

      Zwang, Gewalt und Willkür----Kottnik spricht sich für Wiedergutmachung aus.
      " Ich bedaure zutiefst, was in den 50-ziger und 60-ziger Jahren in den diakonischen Einrichtungen geschehen ist."
      Kottnik stellt die erste bundesweite wissenschaftliche Untersuchung über das Schiucksal von Heimkindern in diakonischen Eintichtungen ibn den Anfangsjahren der Bundesrepublik vor.
      Das 370-seitige Buch " Endstation Freistatt " untersucht die Erziehungsmetghoden in der Diakonie Freistatt bei Bremen, die für viele Zöglinge von Zwang, Gewalt und Willkür geprägt war.

      Ich habe mir bis vor zwei Jahren nicht vorstellen können, das wir soetwas in der Geschichte unserer Diakonie
      mitschleppen, sagte Kottnik.
      :thumbsup::


      derwesten.de/nachrichten/wr/we…ews-119900605/detail.html



      Bericht über jahrzehntelangen Missbrauch veröffentlicht
      Erschütterndes aus Irlands "Häusern des Horrors"

      Albtraum ohne Ausweg: Tausende irische Kinder wurden im
      vergangenen Jahrhundert in Heimen missbraucht - seelisch, körperlich
      und auch sexuell. Jetzt hat die Regierung einen Untersuchungsbericht
      vorgelegt. Aber viele Opfer sind mit dem Ergebnis alles andere als
      zufrieden.

      Von Ralf Borchard, ARD-Hörfunkstudio London





      [Bildunterschrift: Das irische Missbrauchsopfer John Kelly liest in dem Untersuchungsbericht ... ]


      Zehn Jahre ist diese Entschuldigung bereits her: 1999 bat der
      damalige irische Regierungschef Bertie Ahern die Opfer von
      Kindesmissbrauch in meist katholischen Schulen und Heimen
      stellvertretend um Vergebung. Die Regierung leitete damals eine
      umfassende staatliche Untersuchung ein - deren Bericht jetzt vorliegt.
      Es
      ist ein erschütternder Bericht über den seelischen, körperlichen und
      sexuellen Missbrauch von Kindern in Irland, vor allem in den 1940er bis
      1980er Jahren. Erstmals ans Licht gekommen waren die Fälle
      systematischen Missbrauchs durch Isolation, Schläge und
      Vergewaltigungen vor gut zehn Jahren durch zwei Fernseh-Dokumentationen
      über die so genannten "Häuser des Horrors".
      "Das Schlimmste war der Verluste der Freiheit"
      Patrick
      Walsh war zwei Jahre alt, als er in eine katholische Erziehungsanstalt
      kam, 14 Jahre lang war er dort: "Der Missbrauch war emotional,
      psychologisch und, vor allem im fortgeschrittenen Kindesalter, sexuell.
      Wenn ich gefragt werde, was das schlimmste an allem war, denke ich
      immer wieder darüber nach und sage heute: der Verlust der Freiheit."
      Die
      inneren Verletzungen fühle er nach wie vor, sagt Walsh: "Als
      Erwachsener hat mich das in allen menschlichen Beziehungen sehr scheu
      und vorsichtig gemacht, supervorsichtig, übervorsichtig, oder wie immer
      man das nennen will."
      Anklagen vor allem gegen die Kirche





      [Bildunterschrift: ... und stellt sich den Fragen von Journalisten. ]


      Die meisten Missbrauchsopfer waren als Waisen oder Sozialfälle
      per Gerichtsbeschluss in die Heime eingewiesen worden. 2500 Opfer haben
      vor der Kommission ausgesagt. Ihre Anklage richtet sich zum einen gegen
      die katholische Kirche, die den Missbrauch lange vertuscht und die
      Täter gedeckt hat, etwa, in dem diese schlicht in andere Heime versetzt
      wurden.
      Zum anderen richtet sich der Unmut der Opfer gegen die
      irischen Staat, der seine Aufsichtspflicht verletzt und die Aufklärung
      nur zögernd vorangetrieben hat. Die erste Vorsitzende der
      Untersuchungskommission war vor Jahren wegen mangelnder Unterstützung
      zurückgetreten.
      Opfer kritisieren Bericht
      Auch über den
      Abschlussbericht sind die Opferverbände empört: "Die Ergebnisse greifen
      viel zu kurz", sagt John Kelly, Sprecher einer der Gruppen, "etwa was
      die Verantwortung irischer Gerichte angeht, die uns in die Heime
      eingewiesen und die Täter unzureichend verfolgt haben. Sie werden
      geradezu reingewaschen." Kritisiert wird etwa auch, dass im Bericht nur
      solche Täter namentlich genannt werden, die bereits gerichtlich
      verurteilt sind.
      Dieses besonders dunkle Kapitel der irischen Geschichte ist auch mit dem jetzt vorgelegten Bericht längst nicht abgeschlossen.
      Heimkinder sollen Akteneinsicht bekommen

      Ehemalige Heimkinder, die in kirchlichen Einrichtungen mißhandelt wurden, sollen leichter Einsicht in ihre Akten bekommen. Vertreter von Heimträgern und Opferverbänden treffen sich mit diesem Zuiel am am 8. Juni im niedersächsischen Sozialministerium.
      " Wir müssen auch mit den kommunalen Spitzenverbänden diskutieren, weil Akten teilweise bei den örtlichen Jugendämtern liegen" sagte ein Ministeriumssprecher am Freitag in Hannover. Die Zeit dränge, da einige Opfer schon über 80-zig Jahre alt seien. Bis in die siebziger Jahre wurden zahlreiche Heimkinder mißhandelt, von denen etwa noch 500 000 leben.

      bild.de/BILD/regional/hannover…teneinsicht-bekommen.html

      kindesmißhandlungen in Irland. Und in Deutschland?

      Anlässlich der Veröffentlichung des Berichts der Regierungskommision über die Zustände in irischen Kinderheimen
      fragt sich der evangelische Pfarrer Dierk Schäfer, ob sich diese Berichte auf Deutschland übetragen lassen und welche Konsequenzen das hätte.
      Fünf Bände, 2600 Seiten, mit dokumentierten Mißhandlungen in irischen Kinderheimen. 1 700 Zeugen trugen innerhalb von zehn Jahren zu dem Bericht der Untersuchungskommission ihre Leidensgeschichten zusammen.:
      Mißhandlungen, Mißbrauch, Zwangsarbeit und durchgängige Demütigungen.

      Was bedeutet der irische Bericht für die deutschen Verhältnisse?
      Das Untersuchungsergebnis ist ein irisches, kein deutsches. Andrerseits sind Paralelen deutlich. Hier wie dort wird und wurde geleugnet, wurde von bedauerlichen Einzelfällen gesprochen, wurde auf zeittypische Erziehungsmethoden verwiesen. Der irische Bericht macht klar, das das Unvorstellbare Realität gewinnen kann.
      Nein, nicht für die ehemaligen Heimkinder. Sie haben nie daran zweifeln können, sie leiden heute noch unter erlebter Realität.................................
      :(

      hpd.de/node/7088
      Mal kurz fest halten müssen:
      Dierk Schaefer
      Wozu wir selber fähig wären, wenn wir unkontrollierte Macht über Wehrlose hätten, wissen wir nicht. Hoffentlich funktionieren dann unsere Spiegelneuronen und bewirken unser Mitleiden, wenn andere leiden.

      POLITISCHE BILDUNG DIREKT ZUM THEMA – Kindererziehung / Heimerziehung

      .
      POLITISCHE BILDUNG DIREKT ZUM THEMA – Kindererziehung / Heimerziehung

      [
      Ziemlich langer Artikel ] @ http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Bildung-Kinder;art122,2805506

      [
      hier nur ein kurzer Auszug ]

      »»» DER TAGESSPIEGEL -
      Deutschland

      POLITIK | DEUTSCHLAND

      KINDHEIT

      Bullerbü lag nie in Deutschland

      60 Jahre Bundesrepublik, 60 Jahre Demokratie, doch noch immer ist dieses Land latent kinderfeindlich. Es ist an der Zeit, Gerechtigkeit für Kinder zu fordern

      Von Parvin Sadigh

      24.5.2009 11:20 Uhr

      BERLIN – Deutschland ist ein ungerechtes Land. [ .......... ]

      [ .......... ]

      Nein, Bullerbü lag nicht in Deutschland. Man braucht nur einen Blick auf die Berichte ehemaliger Heimkinder der damals frischen Demokratie zu werfen, um das zu begreifen. Ihr Schicksal wird erst jetzt an einem Runden Tisch aufgearbeitet. Körperliche Arbeit, Prügel und Liebesentzug - darin sah man wirkungsvolle Erziehungsmethoden. Manche Kinder, Waisen oder Kinder von Alleinerziehenden oder Prostituierten, wurden in den Heimen aufs Grausamste misshandelt und ausgebeutet. Andere sind "nur" schrecklich einsam gewesen.

      Die Erzieher lernten unwissentlich noch die NS-Methoden ihrer Chefs. Der Erziehungswissenschaftler Wolfram Schäfer sagt: "Bis in die sechziger Jahre waren wissenschaftliche Positionen und Meinungen vertreten und einflussreich, die Heimkinder als "sozialbiologisch unterwertiges Menschenmaterial" bezeichneten."

      Doch auch die Ratgeber, die sich an die intakten Familien wandten, verbreiteten noch bis in die achtziger Jahre hinein Kriegsszenarien als maßgeblich für die Beziehung zwischen Mutter und Kind. Johanna Haarer hieß eine NS-Autorin, die werdende Mütter eindrücklich vor dem Schlachtfeld Geburt und vor den kleinen Tyrannen warnte, die zwangsläufig heranwüchsen, würde man auf ihre Bedürfnisse liebevoll reagieren. Haarers Werk wurde in der neu entstandenen demokratischen Bundesrepublik immer wieder aufgelegt, wenn man auch den "Führer" herausredigierte.

      [ .......... ] «««


      POLITISCHE BILDUNG DIREKT ZUM THEMA – Kindererziehung / Heimerziehung


      fortgesetzt ....... Nur für Erwachsene ! ....... For Adults Only ! .......
      XXXX-rated !

      [
      Sehr, sehr langer Artikel ] @ http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30378/1.html

      »»» Wozu das Zölibat taugt?

      Tom Appleton 23.05.2009

      Die Antwort ist einfach. Zum Kinder.......

      Zehntausende Kinder in Irland sind sexuell, körperlich und emotional missbraucht worden - von Nonnen, Pfarrern (d.h: von katholischen "Priestern") und anderem Personal der (katholischen) Kirche. Und das über Jahrzehnte hinweg. Jeweils in Internaten, Schulen und Wohnheimen, die in erster Linie für die Kinder der Armen, für die Verwundbaren und Unerwünschten hätten Sorge tragen sollen. Das erfährt man aus einem 2.600-Seiten-Report, der soeben in Dublin erschienen ist.

      [ .......... ] «««

      MEHR @ http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30378/1.html
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      bei uns im Heim war man davon überzeugt, dass man durch Schläge versuchen muss , das Gute in die Kinder reinzuprügeln, weil sie ja als Sünder auf die Welt kommen.(Bei diesen Eltern!!)

      Ja es gab in den 50iger und 60iger Jahren viele schlimme Erziehungsvorstellungen mit denen alles entschuldigt und begründet wurde.
      zitat: DAs Untersuchungsergebnis
      ist ein irisches, kein deutsches. Andrerseits sind Paralelen deutlich.
      Hier wie dort wird und wurde geleugnet, wurde von bedauerlichen
      Einzelfällen gesprochen, wurde auf zeittypische Erziehungsmethoden
      verwiesen. Der irische Bericht macht klar, das das Unvorstellbare
      Realität gewinnen kann.

      Nein, nicht für die ehemaligen Heimkinder. Sie haben nie daran zweifeln
      können, sie leiden heute noch unter erlebter
      Realität.................................
      :(



      vielleicht will ich es so real in aller grausamkeit gar nicht "wissen". :O ;(

      Mandolinchen schrieb:

      Der Primus der irländischen katholischen Kirche, Kardinal Sean Brady hat sich für die Folter und Mißhandlung in irischen und kirchlichen Einrichtungen entschuldigt. Tausende Kinder wurden psychisch und physisch gefoltert. Die Verbrechen fanden fast siebzig Jahre lang statt.


      ...hat sich entschuldigt, aber ebenso hätte sich genau diese kirche auch dafür entschuldigen müssen, dass über diese langen jahrzehnte die öffentlichkeit getäuscht wurde, durch verdrängung und dem ausbreiten des schon einmal zitierten "mantels des schweigens".

      .. und ich wußte es doch. vor einigen jahren sah ich einen film, der mich ergriff, weil er in ganzer härte das ausmaß der greueltaten, denen kinder in den sogenannten kz-unterbringsähnlichen "reformatory schools" des britischen empire ausgesetzt waren, zeigte. 8o

      der titel der irisch/dänisch/spanischen koproduktion "song for a raggy boy". dazu hier der trailer und ich warne davor, den film in ganzer länge zu sehen! er ist nichts für schwache nerven!

      drd4kOpGWfA

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Uriah“ ()

      Die Spirale von Gewalt und Willkür





      Die Geschichte von Walter Lindner








      Dies ist die Geschichte eines Skandals. Der unfassbare
      Leidensweg eines kleinen Jungen beginnt vor 50 Jahren. Von der Straße weg
      wird er in ein Auto gezerrt und in ein Kinderheim verfrachtet. Keiner nennt
      ihm den Grund. Keiner wird ihm jemals zuhören. Keiner wird ihm jemals glauben
      und sich bedingungslos für ihn einsetzen.

      Das Kind und später der Heranwachsende erlebt Folter,
      Demütigung, Ausbeutung – und unfassbaren sexuellen Missbrauch.

      Seine Geschichte erzählt Walter auf: emak.org/geschichten/Walli%20Ruebezahl.htm
      Es ist unfasslich, dass er zu den Vorfällen im
      Rübezahlheim trotz der Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Hannover vom April 08
      noch immer nicht vernommen wurde


      Die schwere Traumatisierung in Kindheit und Jugend
      hat Auswirkungen auf den Erwachsenen. Er kämpft um ein würdiges Leben und
      unterzieht sich mehreren Therapien. Seine erste Ehe scheitert, als die
      gemeinsame Tochter ein Jahr alt ist. Die Mutter erzählte dem Mädchen, der Vater
      sei gestorben. Das Jugendamt Hildesheim unterstützte diese Lüge. Walter wird das
      Besuchsrecht verwehrt mit der Begründung, die Mutter befinde sich in einer
      neuen Beziehung, das Kind habe einen neuen Vater und halte Walter für tot. Das
      Jugendamt unterstützt Walter nicht, fordert den „toten“ Vater aber später auf,
      den Aufenthalt seiner Tochter in einer Jugendwohngruppe mit zu finanzieren.

      Walter gründet eine neue Familie, bekommt drei
      Töchter. Die Beziehung zerbricht. Er bekommt die Kinder zugesprochen. Im Jahr
      2004 holt Walter die Vergangenheit ein. Mit dem Stigma der Heimvergangenheit
      gebrandmarkt werden ihm vom Jugendamt ohne ausreichende Begründung seine Kinder
      weggenommen. Sie sind zwei, drei und acht Jahre alt. Sein eigenes Schicksal
      wiederholt sich. Seine Töchter kommen in Pflegefamilien des Kinderdorfes
      Lipperland e.V. in Barntrup.

      Irgendwann gibt es einen Lichtblick. Der Schmerz der
      Familientrennung scheint ein Ende zu nehmen. Eine Gutachterin untersucht Walter
      auf seine Erziehungsfähigkeit und prüft die möglichen Lebensumstände der
      Kinder. Sie sieht eine gute Möglichkeit, dass die drei Mädchen endlich wieder
      zu ihrem Vater zurückkehren können.

      Im März 2008 bekommt Walter durch seinen Anwalt
      mitgeteilt, dass eine Rückführung bis zum Sommer 2008 in Frage käme. Hoffnung
      machte sich breit. Bereitwillig gewährt Walter einer weiteren Gutachterin
      Einblick in seine Akten. Darin befindet sich auch der Bericht über die
      freiwilligen Therapien Walters, doch sein freundliches Entgegenkommen wird ihm
      zum Verhängnis. Nie waren diese alten Unterlagen auf ihre menschenverachtenden,
      Walter Lindner schädigenden Inhalte hin geprüft worden. Doch die
      Verfahrensbevollmächtigte entscheidet gegen die geplante baldige Rückführung
      der Kinder. Sie hat sowohl die Kinder als auch den Vater innerhalb von fünf
      Jahren nur zwei Mal gesehen. Dem Vater bleiben das bekannte demütigende Gefühl
      der Ohnmacht und die Gewissheit, erneut zum Opfer menschlicher Willkür geworden
      zu sein.

      2008 kommen die beiden Jüngsten in eine
      Kinderwohngruppe der Einrichtung. Anfang April 2009 wird Walters jüngste
      Tochter kurz vor ihrem 8. Geburtstag Opfer sexueller Gewalt: in ihrem
      Kinderheim, das angeblich so viel besser für den Schutz und das Wohl der Kinder
      zu sorgen in der Lage sei .Das Mädchen erlebt sexuellen Missbrauch, der ihre
      Psyche und ihr weiteres Leben beschädigt. Walter wird viel zu spät von diesem
      Vorfall unterrichtet. Durch seine Tochter erlebt er die grauenhafte
      Wiederholung seines eigenen Schicksals. Doch ohne das Sorgerecht hat er keine
      Möglichkeiten einzugreifen.

      Wieder ist er entmündigt und zu einem „Menschen zweiter
      Klasse“ gestempelt. Ein fast aussichtsloser Kampf um den physischen und
      psychischen Schutz seiner Tochter und um eine lückenlose Aufklärung des
      sexuellen Missbrauchs beginnt. Eine Rückführung des Kindes wird dringlich.
      Hilflos muss Walter erkennen, dass die Sorge nicht dem missbrauchten Mädchen
      gilt, sondern dem „guten Ruf“ der Einrichtung. Längst sind die Chancen zur
      lückenlosen Aufklärung absichtlich vertan. Längst ist das Mädchen durch
      Pädagogen des Heimes beeinflusst - die Rechnung geht auf.

      Zynisch wird er auf sein Recht auf eine Strafanzeige
      aufmerksam gemacht mit dem Hinweis, sie werde im Sande verlaufen. Am 29. April
      09 erstattet Walter bei der Polizei Hildesheim Strafanzeige. Am 6.Mail 09 tagt
      ein Runder Tisch wegen des Vorfalls. Man zieht sich auf die Behauptung zurück,
      es habe sich lediglich um ein „kleines Doktorspiel“ zwischen Kindern gehandelt;
      eine skandalöse Aussage angesichts des großen Altersunterschieds von 6 Jahren.
      Der Fall wird verharmlost, das Mädchen und ihr Vater geraten zwischen die
      Mühlsteine behördlicher Gewalt.

      Bei den kurzen Treffen, die dem Vater gewährt werden,
      zeigt seine Tochter das auffällige Verhalten nach sexuellem Missbrauch. Sie
      sendet stumme Hilfeschreie, die der Vater sehr wohl versteht. Er meldet sie an
      die Verantwortlichen und an die Polizei, aber er bekommt keine Unterstützung.

      Auch die 9jährige Tochter macht einen unglücklichen, belasteten
      Eindruck. Ist sie in Sicherheit? Bei den seltenen, nicht kontrollierten
      Telefonanrufen wagen alle drei Kinder ihrem Vater zu sagen, dass sie sich
      wünschen, zum ihm zurückzukommen.

      Kein Sorgerecht, keine Hilfsmöglichkeit. - Der
      aktuelle Anwalt von Walter Lindner zeigt Mitgefühl, hat aber nicht den nötigen
      Biss, um die Interessen seines Mandanten und dessen Kinder angemessen
      durchzusetzen.

      In diesem höchst verwickelten Fall scheinen sich
      sämtliche beteiligten Einrichtungen und Behörden gegenseitig zu decken. Die
      Rechtsverletzungen und Versäumnisse müssen nun systematisch aufgedeckt und vor
      Gericht vertreten werden. Es ist schwierig, einen mutigen Anwalt zu finden, der
      sämtliche Mauscheleien und Seilschaften aufzudecken willens und in der Lage
      ist.

      Die Macht der Ämter und Behörden, die
      Gleichgültigkeit ihrer Vertreter sind groß. Wie viel Schmerz, Demütigung und
      Ohnmacht muss ein Mensch noch ertragen? Müssen wirklich zwei Generationen durch
      dieselbe Hölle gehen, bis endlich angemessen reagiert wird?


      27.05.09
      Die
      Originaldokumente können bei Walter Lindner zur Einsicht angefordert werden.


      Walter Lindner

      Einumerstraße 61

      31135 Hildesheim

      E-Mail: wa-lindner@t-online.de