Märkisch Wilmersdorf

      hallo liebe wilmersdorfer

      ich war von 1963 bis 1965 im kinderheim in wilmersdorf. ich kann mich an herrn teichmann, herr vetter und frau vetter, frau krebs und frl meeden als erzieher erinnern. weiter erinnere ich mich an bärbel greulich, bärbel otto, christa gorzalka (später Döscher oder so ähnlich) ihre schwester regina und an die zwillinge dieter und klaus jacob es gab zu meiner zeit noch angelika zimmermann, martina paschke axel stephan einen jungen mit spitznamen "pitti" name weiß ich nicht mehr. das wärs erstmal soweit vielleich weiß einer mehr. würde mich über antworten freuen
      hallo evi1951, freut mich wieder einmal einen Wilmersdorfer hier zu finden....sei herzlich gegrüsst.
      An einige ,die du hier aufgezählt hast kann ich mich auch noch gut erinnern, obwohl du ja noch vor meiner Zeit dort warst. Frau Meeden habe ich erst vor 2Jahren getroffen, es geht ihr gut und sie ist noch recht fit.Die meisten Namen sagen mir leider nichts, war ich doch einige Jahre nach Dir dort.Vielleicht magst du ja mal ein bissel aus Deiner Zeit dort erzählen, würde mich sehr interessieren.Die Vetters kenne ich noch und inzwischen weiss ich auch, das einige nicht gut auf sie zu sprechen waren.Er war noch bis zur Wende dort Erzieher.Ob er noch lebt weis ich allerdinges nicht. Seine Frau war mir nur durch aus Erzählungen ein Begriff.Herr Teichmann war Schuldirektor und später noch Heimleiter. Beliebt war er auch nicht wirklich.
      hallo giesi
      freue mich das du geantwortet hast.meine zeit war ja nicht lang in wilmersdorf aber intensiv jedenfalls hab ich es so empfunden. frau vetter wurde des heimes verwiesen und war dann im knast sie hat es mit kleinen jungen getrieben weiß ich aus sicherer quelle denn da wo sie war war auch meine mutter ich mochte sie nicht sie war kalt und herzlos.frl. meeden mochte ich sehr gern sie hat oft mit uns romme gespielt und auch sonst war sie sehr nett. frau krebs war auch sehr streng. weist du was ich unwürdig fand das man am abend vor dem duschen seine schlüpfer vorzeigen muste ob sie noch sauber waren wenn ich daran denke würd mir heut noch schlecht. vor dem essen mußten wir anstehen und dann wurden hände und fingernägel kontrolliert. war das bei dir auch noch so? zum frühstück gab es immer milchsuppe ich ekelte mich vor haferflocken aber ich mußte sie essen sonst durfte ich nicht aufstehn. gute erinnerungen habe ich kaum ich war einmal mit im ferienlager nach rottleberode im harz das war ganz gut. mit bärbel greulich habe ich die letzte zeit im turmzimmer gewohnt das war cool da wurde man nicht so stark kontroliert.für heute soll genug sein es wühlt mich immer noch stark auf ich hab immer noch probleme mit der vergangenheit lg evi
      liebe Evi, ich habe heute erst deine Antwort entdeckt...sorry....freue mich sehr darüber.
      zu meiner Zeit wurden die Schlüpfer nicht mehr kontrolliert,gehört habe ich davon allerdings auch. Mus furchbar gewesen sein.Wir mussten auch noch zu den Mahlzeite antreten mit Schürze und gebundenen Haaren, dann wurde geschaut ob die Fingernägel sauber waren. Haferflockensuppe gebs auch noch,aber auch Griess-und Puddingsuppe.
      Am schlimmsten war das geklaue beim essen. Man musste aufpassen auch mal n Stück Fleisch abzukriegen, oder Nachspeise.
      Die Zeiten begannen aber schon sich zu ändern. Ich weiss nicht mehr ganau wann...aber plötzlich brauchten wir uns nicht mehr zum essen anstellen,durften auch unter der Woche mal baden oder duschen. Es kamen auch jüngere Erzieher, die frischen Wind mitbrachten und ab15.00 Uhr konnten wir mehr oder weniger machen, was wir wollen. Dienstags gab es ja immer noch abwechselnd Näh-und Backzirkel, was ich aber im nachhinein nicht schlecht fand.Damals hatten wir allerdings keine Lust dazu. Wir durften nach der Jugendweihe zur Disco und auch Freunde durften uns im Heim besuchen.Man durfte auch mal bei denen übernachten...kam mitunter wohl auch darauf an,wie man sich benommen hat, oder wer Dienst hatte. Jede Gruppe hatte einen Clubraum und einen Fernseher. Was haben wir heimlich Westen geguckt, bis es leider raus kam und rgendwas abgeklemmt wurde.In den Zimmern hatten wir ein Radio und ebenfalls heimlich Radio Luxemburg und RIAS Berlin gehört.Komischerweise haben sich einige Erzieher darüber nicht mal aufgeregt.Der Turm durfte zu unserer Zeit eigentlich nicht mehr betreten werden, er war auch abgeschlossen. Ich glaub mich erinnern zu können, das dort mal jemand rausgesprungen ist. Vieles ist schon in Vergessenheit geraten, vielleicht hab ich deswegen auch nicht die schlechtesten Erinnerungen an meine Zeit dort.
      Für Dich tut es mir leid, das du immer noch mit all deinem erlebten zu tun hast und du deswegen vielleicht auch dein jetziges Leben nicht richtig geniessen kannst und ich wünsche Dir alles Gute.
      Für heute schicke ich liebe grüsse und ich würde mich freuen, wieder von Dir hier lesen zu können
      gisie :rolley:

      totgesagte leben länger XD

      huhu gisie,

      freu mich, daß hier noch Aktivität ist. (In letzter Zeit ist viel wiedergekehrt in meiner Erinnerung ... mit Folgen ... na einige von euch kennen das sicher ;( )

      Kommunikation

      scheint aber recht einseitig zu sein ... drum sach ma ... wo könnt ich denn noch schaun ?

      Kinderheim Märkisch-Wilmersdorf

      Hallo Evi1951



      Hallo Märkisch Wilmersdorfer,
      ich hoffe hier weitere Heimkinder zu finden. Ich bin Waisenkind und war von 1956 - 1958 in diesem Heim. Bis 1957 befand sich das Heim in Sperenberg und nach dem Umbau zum Heim erfolgte der Umzug in den Sommerferien 1957 nach Märkisch Wilmersdorf. Das Heim hatte keinen guten Ruf und ist deshalb auch von der Kommission dementsprechend bewertet worden. Heimleiter war Herr Joseph Hermann (Manieren wie ein Gefängnisaufseher). Erzieher waren Herr Völz (wohnte mit seiner ganzen Familie unter dem Dach), Frl. Mler (später Vetter), Frl. Miersch, Frl. Pekrul und Herr Rath. Weitere Heimkinder waren: Gerhard Hintze, Klaus Klemm, Martin Steinke, Rainer Waese, Manfred Harnow, Dieter Zernick, Doris Pfaff (wohnte in Ludwigsfelde). Die Mädchennamen habe ich alle vergessen. Ich bin katholisch und wollte zur Heiligen Kommunion. Darauf hih sagte man mir, dass ich mich hierfür selbst einkleiden. Als ich sagte das ich das nicht kann wurde mir empfohlen doch zur Jugendweihe zu gehen. Also keine Alternative. Für die Jugendweihe wurde ich auch eingekleidet. Zur Entlassung aus dem Heim satnd ein Betrag von 600,- Mark zur Verfügung. Da ich im selben Jahr der Entlassung auch die Jugendweihe hatte wurde das auf die Summe angerechnet. Die jenigen, die im Jahr zuvor Jugendweihe hatten, hatten die geamten 600,- Mark zur Verfügung. Aber ich habe es überstanden. Um eine Lehrstelle musste man sich selbst kümmern. Als ich einen Lehrvertrag hatte musste ich nach Zossen um mir ein Arbeitsbuch und einen Sozialversicherungsausweis holen. Ich fragte nach Fahrgeld für den Bus nach Zossen und da sagte man mir, dass man dorthin laufen könnte (20 km Hin- ind Zurück). Am 31.08.1958 konnte ich das Heim verlassen und nahm mit 14 Jahren eine Lehre in einem Bauberuf auf. Ich wurde Dipl. - Ing. und habe bis zur Rente in einem Ingenieurbüro gearbeitet. Ich habe zwei Kinder und drei Enkelkinder und bin fast 50 Jahre verheiratet.

      Ich hoffe hier weitere Heimkinder aus meiner Zeit zu treffen, freue mich aber auch über Zuschriften von denen, die später dort im Heim waren. Beim nächsten mal gibt es mehr interessante Details.

      Als Anlage ein Foto vom Heim und von der Jugendweihe.

      Wolf44



      In der zweiten Reihe der dritte von links bin ich.



      Vielleicht liest Du das und antwortets auch.

      Märkisch-Wilmersdorf liegt 40 km entfernt von uns.

      Es ist jetzt ein schickes Schloß.
      Dateien
      hallo Wolf, hier habe ich ja nun Deinen Beitrag gefunden.Die Namen kenne ich leider fast alle nicht mehr, die Frau Vetter kenne ich noch vom erzählen, sie kam später ins Gefängnis...auch ihr Mann war Erzieher bei uns.
      Meine Jugendweihe war 1974 und wir bekamen 300 Mark für Bekleidung.
      Auf Deine weiteren Erfahrungen bin ich sehr gespannt, man kann dabei sicher gut vergleichen in wie fern sich die Zeiten geändert haben.
      Ich war vor nun fast drei Jahren das letzte mal dort, leider darf man das Gelände nicht mehr betreten. Ein Galerist aus Köln hat es gekauft und sanieren lassen. Sie richtig toll aus.
      lieben Gruss, gisie

      Kinderheim Märkisch-Wilmersdorf

      Hallo Gisie,
      wann warst Du in Märkisch-Wilmersdorf? Die Frau Vetter hatt ich schon als Gruppenerzieherin in Sperenberg. Da hieß sie aber Frl. Eva Müller und war eine ganz fiese. Nach meiner Zeit kam ein Herr Vetter und den muß sie dann geheiratet haben und sich auch scheiden lassen. Unsere Zeit war besch..., es gab viel Arbeit und wenig Essen. Wer beim Essen zu langsam war hatte das Nachsehen. Das Essen zum Mittag ging folgendermaßen ab:
      Es wurden alle Tische eingedeckt, die Speisen kamen auf den Tisch und jeder konnte sich selbst auftun. Der Rest des Essen wurde auf den Kaminsims gestellt und reichte nicht für alle. Da entwickeletn wir folgendes Vorgehen. Jeder am Tisch war einmal dran sich estwas weniger auf den Teller zu legen. Der mußte dann aber auch ganz schnell essen und dan zum Kaminsims laufen, um Nachschlag zu holen. Für alle reichte das Essen für einen Nachschlag nicht aus. Ich war damals 14 Jahre und ging in die 8.Klasse. Vor dem Essen wurden die Hände und Fingernägel kontrolliert. Wer nicht ganz sauber war konnte abtreten und auf die Mahlzeit verzichten. Da haben dann die anderen Freunde etwas Essen bei Seite geschafft und es über der Rolle des Küchenaufzuges deponiert. So hatte man wenigsten etwas. Strafen waren drakonisch (kein Taschengeld, im November mit einem Nachthemd auf der Freitreppe Strafe stehen, Ausgangsverbot u.s.w.). Am 31.08.1958 konnte ich diese Anstalt für immer verlassen und begann mit der Berufasbildung. Einige Namen von damals: Peter Stamann, Lothar Klenner, Klaus Kelmm, Gerhard Hintze, Manfred Harnow, Rainer Waese, Dieter Zernik, "Moppel" Schröter, Bern Emich (aus ihm wurde ein bekannter Musiker bei den Sputniks, die Walter Ulbricht dann 1965 verboten hat.

      Wann und warum hat denn die Frau Vetter im Gefängnis gessen?

      Für heute genug.

      Wile grüße Wolf
      hallo Wolf,guten Abend ich freu mich sehr das du geantwortet hast.Es war sehr interessant zu lesen, denn einiges war sizu meiner Zeit auch nicht anders.Ich war von 1971-81 dort. Erst als Kind und dann musste ich dort in der Küche arbeiten, weil sich niemand um eine Ausbildung für mich gekümmert hat. Ich wurde vor die Wahl, entweder Mädchenwohnheim Brandenburg oder eben arbeiten in der Küche gestellt. Letzteres hielt ich für das kleinere übel.
      Von den Namen die Du aufgezählt hast, kenne ich niemanden.auch in den Heimforen konnte ich noch keinen aus Deiner Zeit entdecken..Das mit dem Essen verteilen war bei uns noch genau so,man musste oft aufpassen, überhaupt was ab zu bekommen und für einen Nachschlag hat es auch nie für alle gereicht. Auch das Anstellen vor dem Essen und kontrollieren, ob die Hände und Fingernägel sauber sind und ob unsere schürzen zu sind, gab es bei uns noch. Später wurde es abgestellt. Unser Speiseraum hatte keinen Kamin, dort stand ein Fernseher...der Kamin war im Vorraum, zur Freitreppe. Die Tür war immer verschlossen und wir gingen durch den Keller.Morgens und abends musten wir sogenannte Ämter erledigen.Einmal die Woche war Kleiderwechsel und wir hatten alle Nummern.Es gab 3 Gruppen und insgesamt waren wir 60 Kinder.Die Strafen waren auch die gleichen,zumindest die ersten Jahre noch, die ich dort war. Später wurde es wohl lockerer. Frau Vetter wurde eingesperrt, weil sie sich wohl an den Jungs zu schaffen machte. Ihr Mann war noch lange Erzieher und zwischendurch auch mal Heimleiter. Auf den sind einige auch nicht gut zu sprechen. Er hat auch mitunter wohl ziemlich ausgeteilt. Gemocht hat ihn wohl keiner so wirklich.
      Für heute wünsche ich Dir einen schönen Abend und es wäre schön, wenn Du weiter von Deinen Erlebnissen berichten würdest.
      lieben gruss, gisie
      Hallo Gisie,
      danke für Deine Nachricht. Im Heim hatten wir Nummern und ich hatte vom 1.Tag (April 1956-August 1958) die Nummer 28. Ich lebe ca. 40 km von MW entfernt und war öfter dort, als das Schloß saniert wurde. Daher stammen auch die beiden Fotos. Wie bist Du nach Greiwswald gekommen? Ich habe inzwischen alle Beiträge gelesen muß aber feststellen, dass alle Beiträge von späteren Heiminsassen stammen. Manche könnten schon meine Kinder sein. Ich lebe heute glücklich im Ruhestand und lass den lieben Gott einen guten Mann sein. Da ich zu der Zeit in MW war als die Grenze noch offen war, sind viele in den Westen gegangen. Auch in meiner Lehrzeit (1958-1961) haben viele den Weg in den Westen gesucht.

      Bis bald Wolf
      Guten Morgen Wolf :)
      nach Greifswald bin ich 1981 durch meinen ersten Mann gekommen, dies war seine Heimat,inzwischen ist es auch längst mein zu Hause geworden.Ich wollte immer nach Brandenburg, aber als dann meine Kinder geboren wurden, beschloss ich zu bleiben. es war ja zu DDR zeiten auch nicht gerade einfach eine Wohnung zu bekommen.Auch nachdem dann mein Mann starb blieb ich, längst hatte ich Freunde und war auch nicht mehr fremd .Es sind nun über 30 Jahre her.
      Der psychische Druck während der Heimzeit macht mir heute noch zu schaffen, ist wohl doch einiges hängen geblieben.
      Dir ein schönes Wochenende und geniesse Deinen wohl verdienten Ruhestand :)
      lieben Gruss, gisie

      der späte Vogel

      Hendrik schrieb:

      Des is ja scheen, das du dich meldest =)

      Hab auf deinen Hinweis vorhin im Zug gleich ma geguckt. Ich wußte nicht auf welcher Seite, so bin ich zufällig erst mal die andere durchgegangen. Da hat sich aber nix verändert. Wäre ja luschtig, wenn Mario sich hier auch mal meldet.

      Mann, ich finde es echt verwirrend, mehrere Seiten zum selben Thema zu haben. Nachdem sich nach meinen letzten Beiträgen auf beiden Seiten auch nicht so viel veränderte, habe ich in letzter Zeit nicht so oft reingeschaut. Diese Seite hier finde ich aber aufgeräumter und leichter zu bedienen. Außerdem hab ich hier noch keine nervige Werbung entdeckt, finde ich auch gut.

      Sonja, nach dem nochmaligen lesen deiner Zeilen zu den Streits fiel es mir auch wieder ein; du hast recht, es ging eigentlich um Rene und Ilona mischte sich ein worauf Herr S. etwas "unkontrolliert" wurde. Hat mich übrigens sehr gefreut, dich nach all den Jahren wieder zu sehen.

      Marcus, frag doch mal Mario nach "Monique", er könnte sich evtl. noch seeehr gut an sie erinnern :D Hihiiii.

      Na ich bin mal gespannt, wie es weitergeht hier ...

      bis demnächst Leudde

      Hendrik =)


      Mensch Hendrik, nun hoffe ich doch das wir uns mal wiedersehen... bis Tage und viele Grüße vom Mario ;)

      noch ein wilmerdorfer

      hallo alle zusammen
      die zeit holt ein doch immer mal wieder ein ich heiße klaus neumann wie man in der anderen seite heimkinder-forum steht war von 1975- ca. 1983 im heim die kleene sonja kenn ich und ihr bruder namens frank wenn ich mich recht entsinne ja intressieren würde mich ob noch wer kontakt zu irene peter oder klaus ..... aus premnitz hat
      laut hendrik muss ich ja ein schlimmes kind gewesen sein und sehr aggressiv ;( ;( ;(

      hoffe es antwortet noch einer 8|: 8|: