heut´ist mein Entlassungstag

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      heut´ist mein Entlassungstag

      Mönsch, hab ich doch heute gar nicht dran gedacht. am 18.12.87 bin ich aus dem Jugendwerkhof Neukirchen entlassen wurden (eigentlich am 31., Urlaub sei dank schon eher).

      Ich denke eigentlich jedes Jahr am 18.12. dran. Ich weis auch noch ,was an dem Tag war. Meine wenigen Sachen war schon gepackt (alles andere war schon daheim). Wie immer musste ich auch diesen Tag noch in der Legebatterie Eier jonglieren. Nach Feierabend mit dem Bus zum Gelände des Stammbetriebes, wo der JWH war. Dann fix Sachen geschnappt, Jensi, meinen Freund der mich abholte, im Vorbeirauschen begrüßt. Ausweis, Sparbuch, Fahrschein und andere Papiere von Gisela K. bekommen, kurz tschüss quer durch den Flur, Jenis geschnappt und zum Bus nach Karl-Marx-Stadt gerannt.

      Ich wurde nach Hause zu Mutti entlassen, dann kurz arbeitslos in der DDR (so schlecht war das nicht :D ), dann nen mistigen Schei*job. Am Ende war und ist alles gut.

      Wisst ihr noch wie der Tag war, wo ihr den JWH bzw. das Heim verlassen habt? Wohin wurdet ihr entlassen?
      Interessantes Thema. Fällt mir auf, dass ich nur meine erste Entlassung noch im Kopf habe, da die recht spektakulär war, bei der 2. (aus Eilenburg irgendwann im Juni/Juli 19987) waren wir glaub ich mehrere und haben uns auf der Fahrt die Omme vollgehauen, wie FAST immer, wenn man nicht allein war - oh graus, war det immer lustig und im im Rückblick natürlich peinlich, aber wat soll`s - gehörte dazu.

      Aber meine erste Entlassung (Sommer 1986).....

      Ich kann mich so ab Mittagszeit erinnern............ich hatte mittlerweile meine gr. Jugendliebe Frank F. kennengelernt und wir waren so etwa 4-5 Monate zusammen und ich sollte entlassen werden und aus genau dem Grund, dass ich Frank dann nicht mehr sehen würde (er sollte nach der 8. Klasse in ein Werkhof), zersprang mein kl. verliebtes Herz und war hin- und hergerissen-soll es nun vor Freude hüpfen, dass ich entlassen werde oder doch lieber weinen, da ichmeinen Liebsten nicht mehr sehen werde und eh wieder nur zurück in meine merksürdig kalte Familie sollte? Ich wurde zur Direktion gerufen und mir wurden Papiere ausgehändigt sowie meine Halbwaisenrente, die wohl schon für den Monat dort ankam, denen aber nicht mehr zustünde (oder so), dann wurde ich verabschiedet und ich wurde in meine Gruppe gebracht, wo ich meine Tasche nahm und ging. Die Stimmung war irgendwie ganz ruhig und betreten, einige Mädchen sahen mich traurig an, andere fast schon mit sehnsüchtigem Blick, als würden sie mir sagen wollen "Hey, wat glotzte denn so finster, freu Dich, du kommst raus" und wieder andere winkten und pfiffen mir nach, wünschten mir Glück, riefen "Sauf einen fü rmich mit, wenn de druassen bist" und "Lass Dich nicht unterkiregen" - irgendwo hörte ich auch "Mach dich bloß weg" (hihi).

      Auf einmal kam mein ehemaliger Freund (ja ich hatte in einem jahr 2 8o) um die Ecke und hielt mich auch, ob ich denn nicht draußen lieber auf ihn warten wollte, statt auf diesen Affen, den Frank. Ich lies ihn stehen mit einem ziemlich selbstsicheren "Ppffff" :], wäre er netter zu mir, hätte das klappen können, aber da war nun mal mein Frank und meine blicke gingen über das ganze Gelände hin und her, suchend - "woist Frank" fragte ich meine Erzieherin..................wat mich da gepackt hat, wat will die schon von wahrer Liebe wissen :rolleyes:........"Der kommt zum tor" sagte sie............... 8o 8o........Boh hat die etwa nen Herz? Sollte ich das ein jahr lang vergeblich gesucht undnun endlich in den letzten Minuten entdeckt haben 8o 8o ?( "Wow, sie sind ja doch ganz nett" sagte ich (mutig, wegen der entlassung 8) :]).

      Da stand er..........mein FRANK!!! Mh..........viel knutschen konnten wir nicht, alles schaute aus dem Fenster und der Drachen, ooops.....der ehemaliege Drachen :], stand neben uns. Wir 8der Drachen und ich) gaben uns die Hand, Frank gab mir nen Kuss und TSCHÜSS. Das war es. Raus - Frei - Entlassung..........ich trottelte los und sah mich immer wieder um, mein cooler Frank hatte gerad noch geschafft, sich det Tränchen wegzuwischen, damit ich ihn ja weiterhin so "HART" in Erinnerung behalte :] ;) :D :D, der Süße.............

      Ich lief nun schon fast 10 Minuten ohne mich noch mal umgedreht zu haben, da hör ich hinter mir was rennen undhetzten und schniefen und rascheln.....................ich dreh mich hektisch um.......zu allem bereit meine Halbwaisenrente von 145 Ostmark mit meinem Lebenzu verteidigen................................da steht er:::::::::::::::::::::::FRANK!!!

      "Huch, wo kommst Du denn her?"
      "Schnell, zum Bahnhof, ich komm mit"
      "Aber........aber.....toll.........aber........"
      "Komm mach, reden können wir später"

      .......am Bahnhof angekommen, versteckt sich Frank und ich beschloss, meine halbwaisenrente für eine Fahrkarte für ihn zu opfern.
      So Karte gekauft, auf den Bahnsteig und mein Frank hockt immer schon neben mir..........im Busch :rolleyes: ;)!!! Zug fährt ein, Schaffner treten raus, ich rein und Frank, sich ständig nach der TraPo umschauend, hechtet er kurz vor dem Pfiff des Zugbegleiters in mein Abteil und auf die Toilette. Super - hurra wir fahren zusammen nach Berlin - super romantisch - Ich im Abteil und Er auf Klo. :rolleyes: 8)

      Zwischendurch klopf ich mal und bitte ihn, sich wenigstens kurz zu mir zu setzen, er hätte doch ne Fahrkarte und sooo schnell wird die Heimleitung das vielleicht nicht merken und die TraPo lauert doch erst wieder bei der nächsten Umsteigemöglichkeit in Erfurt. Er ließ sich überzeugen und bis dahin...........konnten wir mal so richtig schön fummeln undknutschen, wie zwei Verknallte det eben so machen........und zack......schon nicht aufgepaßt........noch in uns verzüngelt und im siebenten Himmel hörten wir ein gaaaanz leises und seeeeehr fernes "fahrkartenkontrolle"...........stört und gar nicht, WIR sind viel zu beschäftigt.........und wieder ............ "Kinders -die Fahrkarten, ichhab nicht ewig Zeit!"... 8o... wir entknoteten uns und nahmen die Zugbegleiterin nun erstmals war......."oh, Tschuldigung, waren beschäftigt" kicherte ich und merkte, wie mein Frank neben mir zitterte....ich zog die Fahrkarten und grinste die junge Frau ganz selbstvertändlich an............"ok, danke, weitermachen" grinste sie zurück und ich hörte den Stein, der meinem Frank vomHerzen fiel, als sie sich dem nächsten fahrgast zuwandte.


      ERFURT - UMSTEIGEN. Wir verabredeten vorher, dass er sich in den 45min Wartezeit auf dem bahnsteig verstecken würde und dann wieder zu mir stoßen.............
      Tür auf, ich schaue. TRAPO - überall auf dem Bahnsteig - TRAPO

      Frank ganz trocken "oh mein Gott, ich sag schon mal, det war ne toll Zugfahrt mit Dir und leb wohl" - sollte witzig sein, aber bei mir bewirkte det nur, das mir die Tränen kamen und ich hatte Angst. Ich stieg aus.

      Blieb auf dem bahnsteig gegenüber der Zugtür sitzen und hinter mir ein offenes Fenster der Mitropa-Küche. Glückstreffer!!!

      Ich signalisierte Frank, dass er JETZT!!! rausspringen und dort ins Fenster reinhechten kann, denn die TraPo lief schon durch den Wagon vor unserem. Er begriff und sprang. Zack..........WOW war der schnell....schon durch das Fenster in die Küche geklettert.....

      Dann........Kontrollen. Scheinbar haben die es auf Mädchen und Jungen abgesehen und ließen sich Papiere zeigen. Ach schei...., wenn die jetzt wissen, dass ich DIE bin, dann werden die vermuten, dass DER nicht weit ist..........ich mußte also vom Bahnsteig - unauffällig. Gut,dass ERfurt doch nicht sooo klein war, als das man sich nicht als kleene 15jährige hinter zwei Männern versteckt an der TraPo vorbeischummeln konnte.

      Buh.........geschafft..........aber nun.......was macht Frank, der wird doch hoffentlichwissen, von welchem Gleis der Zug nach Berlin fährt und es dann reinschaffen??? ANGST - PANIK - soll det hier schon zuende sein, mit unserer entspannten, romantischen Liebestour???

      Es ist soweit - ich suche meinen Platz auf und meine Augen suchen die Bahnsteige ab und sind immer wieder bei dem Fenster der Mitropa-Kantinen-Küche.........Nichts - kein Frank. Mein Herz pocht..........wieder TraPo, diesmal noch mehr, aber sie lasen sich nichts mehr zeigen und schauen mich nicht mal an. Phuuuuuuuuuuu - eine Spannung. Wo ist Frank??

      Der Zug fährt an, kein Frank..........Tränen in den Augen muss ich wohl akzeptieren, dass er/wir verloren haben........das sie ihn geschnappt haben und er dann wohl doch sofort in den Werkhof gehen muss. Ich schaue aus dem Fenster und versuche dem kleinen Jungen, der mich gegenüber anstarrt, meine Tränen nicht zu zeigen.

      Nach etwa 10 min faßt mir einer auf die Schulter ------------------ FRANK!!!!

      Bis Berlin schafften wir es und auch in Berlin blieb er noch etwa 2 Wochen unenddeckt, bis er dann auf dem Alex zu nem Polizisten aus mir unbekannten gründen "Bullenschwein" (oder so) rief..........ZACK, diese Reise war nun vorbei..........mein Frank ging in den Werkhof!

      So, sorry, etwas lang, aber wer es bis hier geschafft hat, den beglückwünscheich für sein durchhaltevermögen. hihi
      Eigentlich war es vorgestern, also am 13. Februar, als ich exakt 22 Jahre vorher aus dem Heim entlassen wurde.
      Zufälligerweise bekam ich eine Autragstour am Nachmittag nach Regensburg, mit dem 40Tonner, um dort einen Übersee-Container abzuliefern. Auf der Bundesstraße 15 fuhr ich von Landshut in Richtung Regensburg, genau auf der Straße, auf der mich mein damaliger Heimleiter 22 Jahre zuvor Richtung Wohnort brachte. Parallel dazu führt die Bahnlinie, die ich damals an den Heimfahr-Wochenenden in und-auswendig kennenlernte.
      Auf der Tour dachte ich natürlich wieder daran. Aber heute sehe ich das ganze eher belanglos, alltäglich. Im Gegenteil, heute freut es mich sogar, wenn ich nach Regensburg hin kann! Auch wenn es der Ort war, an dem ich mich vor langer Zeit unfreiwillig für drei Jahre aufhielt. Damals meinte ich, diese Stadt hassen zu müssen. Wenn ich sie mir heute ansehe, mit ihren kunstvollen Bauwerken und monumentaler Kultur, bedauere ich eigentlich, früher keinen Sinn für derartiges gehabt zu haben. Aber als Heimkind war ich eben mehr mit mir selbst und meinem damaligen Schicksal beschäftigt, als dass ich für derlei Dinge einen Nerv gehabt hätte. Schade eigentlich!
      habe grad noch mal nach geschaut,brauchte nämlich eine arbeitsbescheinigung
      vom martinistift, für meinen rentenbescheid.
      darin steht das mein entlassungstag am 17.03.1964 war.also ist der tag meiner
      entlassung nächsten monat. das keine sozialabgaben getätigt wurden
      brauch ich ja jetzt nich noch mal groß erwähnen.
      aber den einen absatz find ich "gut"
      kost und wohnung hatte herr g. hier im hause!!!
      bin nach düsseldorf ins don bosco haus entlassen worden
      da mein vater mit seiner lebensgefärtin,mich damals zu hause nicht haben
      wollten.
      ich war damals noch nicht ganz 19.jahre alt,man war damals erst mit
      21.jahre *volljährig*
      das don bosco haus wurde wie ein männerwohnheim geführt,auf unsere etage
      waren nur zöglinge aus westfalen,und dem rheinland.
      es waren so acht oder neun zimmer,mit je drei mann auf der bude.
      ausserdem waren noch sogenannte*gastarbeiter*dort.
      und in einem anderen block, polizisten von der polizeischule.
      angekommen dort mußte ich erst einmal zum arbeitsamt.
      es war ja damals vollbeschäftigung und ich kriegte einen job,
      mensch war ich froh .
      aber hätte ich mal lieber dort nicht gesagt,das ich in der schützenstrasse
      im don bosco haus wohne.
      da wurde ich von einen arbeiter gefragt,ob ich aus dem knast kommen würde.
      er würde sich auskennen, mit denen von der schützenstr. (don bosco)
      jugendknast u.s.w.
      von dem ars...loch wurde ich gemoppt, und von ein oder zwei geschnitten,
      aber es waren zum glück nicht alle so,sonst wäre ich bestimmt nicht dort geblieben.
      habe nach einen jahr dann meinen alten herrn gebeten,das er mich
      zu hause wohnen lässt,
      was wir dann auf den jugendamt auch klargemacht haben.
      da ich mit seiner lebensgefährtin nicht klar kam, fing dann mit knapp
      22 jahren meine wanderschaft an. Berlin,Köln.u.sw.
      l.g. henry g.
      *Das Gute - dieser Satz steht fest -ist stets das Böse, was man läßt!*
      Wilhelm Busch

      heut ist mein entlassungstag

      Allso ich weiss nicht mehr das datum aus der hölle,
      Ich weiss nur es war im sommer.
      Aber wann ich rein gekommen bin,das weiss ich ganz
      genau,es war auf meinem geburtstag was für ein tag.
      Und ich weiss das ich füchterlich geweint habe als
      ich mit den leuten vom jugendamt mit musste.
      Na ja es ist vergangenheit. ;( ;( ;( ;( ;( ;( ;( ;( ;( ;( ;(
      Bei mir war es der 6.7.1979.
      Werde ich nie vergessen.

      Ich musste weg und wollte erst gar nicht.
      Der Gedanke ab den heutigen Tag ganz alleine mit 2 erwachsenen Menschen.
      Ich hatte ja keine Erfahrung, da ich von Geburt an ( also ca. 11 Jahre) Heimkind war.
      2 Wochen hielt ich es im neuen zu Hause aus und bin denne erstmal wieder abgehauen. Natürlich nächsten Tag eingefangen. Ab wieder zur Adoptionsfamilie.

      Heute bin ich froh dort gelandet zu sein.
      Es war halt eine arge Umgewöhnung.


      LG Jörg
      Mein Entlassungstag aus dem JWH Moritzburg war eigentlich erst am 04.07.1988 aber ich durfte schon eher weg. Ich kann mich noch erinnern das es an ein Samstag in Juni war. An diesem besagten Tag war ein sogenannte Elternsprechtag wo meine Mam anwesend war. Früh müsste ich noch bis Mittag außerhalb buckeln und als ich mit anderen Mädels in der Einrichtung ankam entdeckte ich sie. Meine Erzieherin bat mich in ihr Zimmer und gab mir nur kurze Zeit um mein hab und gut zusammen zupacken. Das wollte ich erstmal gar nicht wahr haben bis eine 2.Erzieherin das bestätigt hatte. So packte ich alles zusammen. Meine Erzieherin übergab mir meine Ausweise zurück und ein sogenannten laufzettel dazu. Ich weis noch das ich mich den Montag danach beim zugewissene Arbeitsstelle und Dienstag beim zuständigen Jugendamt melden sollte wo alles weitere besprochen wurde. Ich war nur kurze Zeit zurück ins ,,Elternhaus ,,denn ich erhielt meine erste eigene Wohnung mit 17 Jahren, wo natürlich immer noch das Jugendamt die Hände über mich hatte und so auch sogenannte Auflagen hatte.Natürlich habe ich mich über die Freiheit gefreut auch wenn nicht immer alles glatt lief aber man wird älter und reifer.

      backy70 schrieb:

      Interessantes Thema. Fällt mir auf, dass ich nur meine erste Entlassung noch im Kopf habe, da die recht spektakulär war, bei der 2. (aus Eilenburg irgendwann im Juni/Juli 19987) ....


      Aus Eilenburg wurde ich übrigens wenig spektakulär entlassen. Es war auch Juli, nur nicht dieses Jahr. Das scheint weit vor unserer Zeit zu liegen. In meinem Handy Kalender stehen nämlich nur 4 stellige Jahreszahlen. Es war jedenfalls im letzten Jahrtausend als ich dort abging, im 14. Lebensjahr anno domini
      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Leser“ ()

      Marietta 79 schrieb:

      Mein Entlassungstag aus dem JWH Moritzburg war eigentlich erst am 04.07.1988 aber ich durfte schon eher weg


      ... man ... an diesen Thread kann man sich schon gar nicht mehr erinnern ...

      ... aber ... die Entlassungstage sind ja fast gleich ... meist mach nen Schuljahr .... wenn man nicht verlegt wurde ...so bin ich auch ...wohl irgend wann im Juli ... 1975 aus Moritzburg entlassen worden - nach nen Kinderferienlager ... war es Stralsund ? - im dortigen Heim ...also das Ferienlager im Heim in Stralsund (aber erlebnisreiche Tage ..)..

      Neulich fiel mir der Februar wieder als ein "heimereignisartiger Monat" ein ... da kam ich 1973 ins SKH Moritzburg .... nachdem man nen halbes Jahr im D-Heim in Dresden saß ... ohne eine Auskunft warum, wieso, wohin ... was wird weiter . vor allem, wann, und das als Dreizehnjähriger ... hinter verschlossenen Türen und Fenstern ... glaube, das prägte am Meisten.

      Ich hatte ja beruflich so hin und wieder mit Heimzöglingen aus jetziger Zeit zu tun. Dann kam mir diese Zeit besonders hoch ....

      :wayne:
      Wer so offen ist wie ich ..der kann doch nicht ganz dicht sein ..egal wie dicht du bist.. Goethe war Dichter ....

      Gibt dir det Leben einen Puff, da weene keene Träne. Lach dir nen Ast und setz dir druff Un baumle mit de Beene.
      ...oooha...
      Die erste Entlassung aus Alt-Stralau, kann ich mich gar nicht mehr dran erinnern.
      Die zweite war die Verlegung nach Bralitz ins "Hans Beimler" Heim. Von da durfte Muttern mich nach dem
      ersten Schulhalbjahr (Feb. 1970) abholen.
      Aus dem ASM: 29.08. Nach dem Frühstück, sagte die Erzieherin zu mir:
      Was denn- du bist noch da. Du bist doch schon seit gestern entlassen.
      Während ich meine Sachen packte,holte sie mein Absciedsgeschenk [kleine Reisetasche mit bißchen Inhalt:
      ( kleiner Wecker- Schreibpapier- 2 Handtücher und nen bissel was zum naschen.)]
      Dazu mein restliches Taschengeld.
      Wenn ich in die Hölle komme....
      .... dann packt der Teufel seine Koffer

      susa70 schrieb:

      Erinnert sich niemand sonst an seinen Entlassungstag oder die Zeit danach?


      Ja das war/ist schon sehr erstaunlich, dass seit dem du das Thema damals aufgemacht hast, sich kaum jemand dazu geäußert hat. Wahrscheinlich liegt es daran, dass die allermeisten Menschen nur Leser sind und nicht so sehr dazu neigen, zu schreiben. :D

      Wenn sie es dann aber tun, lohnt es sich ggf. Mir hat deine oben stehende Geschichte nach 10 Jahren sehr gefallen und vor allem aber die des @Markus_889. Eine sehr schöne Schilderung, auch die des @Henry_G und der @Marietta 79 und nicht zu vergessen die von Skorpi.

      Was fiel mir noch ein, als ich damals entlassen wurde? Eigentlich fast gar nichts und ich weiß noch nicht einmal, ob ich abgeholt wurde oder allein mit der "Deutschen Reichsbahn" nach Hause gefahren bin. An Fahrten mit Zügen der DR mich jedoch wieder erinnern kann... 8o
      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Leser“ ()

      ... ich hatte mal geschaut, das Thema war nur kurz "beschrieben" ...dann lag es im Keller ... und fast Niemand hatte es gefunden ... schade ... wo es so viel Substanz hat ..

      :wayne:
      Wer so offen ist wie ich ..der kann doch nicht ganz dicht sein ..egal wie dicht du bist.. Goethe war Dichter ....

      Gibt dir det Leben einen Puff, da weene keene Träne. Lach dir nen Ast und setz dir druff Un baumle mit de Beene.