Moritzburg

      Geburtstagsliste der "Moritzburger" ... (Stand 05.12.2016 ich habs auch aktueller, nur noch net bearbeitet)

      03.01.1943 "irenaberg" (1959 - 60 in Moritzburg gerwesen)
      05.01.1973 "Mr.Icemann" (1984-87)
      18.01.1960 "BE1801" (1972-75)
      01.02.1951 "gitti"
      05.02.1958 "a aus W" Schuljahr 1966/67 in Moritzburg
      10.02.1970 "Silkesunshine"
      18-02.1963 "Silvias 1048"
      22.03.1975 "Masch1977" "Baghira"
      23.03.1962 "jolina3" , Kerstin (04.04.79-30.01.80)
      04.04.1952 "jette52", "jette4452", Brigitte Dade
      06.04.1958 "ellen" (1971 - 1974)
      06.04.1955 ""Tini060455"
      21.04.1950 "bemiwa) (1963-65)
      25.04.1955 ----, Elfriede Müller, 1972 - 73 in Moritzburg
      01.05.1959 "norbert"
      02.05.1947 "bonny"
      05.05.1960 "July", Moni , von 1973 -75 in Moritzburg
      22.05.1975 "ReGr", Rene Gretschel, 1987 - 91 Moritzburg
      24.05.1957 ----, Martina Sp., 1970 - 72 in Moritzburg
      22.06.1975 "Kröte" 05/89 - 06/90 in Moritzburg
      01.07.1967 "Müllerliese
      07.07.1955 ----, Birgit H. (Hofi) 1971 -73 in Moritzburg
      10.07.1971 "chantal 71" Birgit (Biggi)
      11.07.1972 "angel071972" Annett Kellert
      12.07.1974 "suleyka" Katja (Rudolph ? - war ab 1987 in Hohenleuben - Tip von Rene)
      19.07.1956 ----, Petra L. (Pröfrock) 1971 - 73 in Moritzburg
      24.07.1965 "rex92rex" (um 1980)
      03.08.1959 (nee damalige liebe Freundinn in Moritzburg ....C. S.)
      04.08.1959 "Halavero" - Roland Wolf (Febr. 73 - Aug.75 )
      07.09.1957 "Ulli" , Mai 72 - Juli 74-74
      21.09.1964 "tribun", Hartmut, 1979 - 1980
      12.11.1967 "röschen67", Birgit
      15.11.1950 "Heidi"
      05.12.1960, "hoffi2209seni", Ines Weiser
      12.12.1969 "anna69"
      13.12.1972 "Andreas Dinger"
      30.12.1967 "icke1967" (Ines)

      --.--.---- "SabineSurburg" 1970 - 1972 Haus 8
      --,--,---- "Drea", 11/76 - 7/77 in Moritzburg
      --.--.---- "Mia!, JWH - Gruppe 1969 - 70
      --.--.---- ----, Dagmar Grimm (Berger) 1971 - 73 in Moritzburg

      ..könnt euch natürlich dazusetzen, korrigieren, streichen etc ..

      :wayne:
      Wer so offen ist wie ich ..der kann doch nicht ganz dicht sein ..egal wie dicht du bist.. Goethe war Dichter ....

      Gibt dir det Leben einen Puff, da weene keene Träne. Lach dir nen Ast und setz dir druff Un baumle mit de Beene.
      Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Cornelia S.





      (war auch 1974 in Moritzburg, Conny, falls du hier mitliest, kannste du dich noch an deine Freundinn Patra - Gaby aus Karl-Marx-Stadt erinnern ...? - die sucht dich ...)


      :hipp: :blme:
      Wer so offen ist wie ich ..der kann doch nicht ganz dicht sein ..egal wie dicht du bist.. Goethe war Dichter ....

      Gibt dir det Leben einen Puff, da weene keene Träne. Lach dir nen Ast und setz dir druff Un baumle mit de Beene.
      Inse 2807 ... Herzlich willkommen unter uns ... warum es mich besonders freut, dich hier zu lesen ...?

      ...wenn du möchtest, weiter pn ...

      :sleeping:
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      Ulli, mal nachträglich, die herzlichsten Grüße zum Geburtstag ..... ich hab auch auf dein Wohl getrunken ...jeden Abend ....(Selters ...)
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      Ich danke Dir dafür. Übrigens bist Du der einzige hier, welcher das mit dem Geburtstag mitbekommen hat. Sollte mir so etwas zu denken geben?

      Aber na gut, wenn man 60 wird und somit in die Phase des Seniorenalters eintritt, ist das ja nun auch wirklich kein Grund mehr zum Feiern. Eher für Beileids- oder Mitleidsbekundungen. So wie ein Kollege mir ab nun und für die Zukunft einen altersgerechten Umgang mit mir selber wünschte.
      Naja, was das nur heißen soll? Ich bin immer noch am Rätseln.
      Die Sklaven von heute werden nicht mit Peitschen,
      sondern mit Terminkalendern angetrieben.

      Ulli schrieb:

      Ich danke Dir dafür. Übrigens bist Du der einzige hier, welcher das mit dem Geburtstag mitbekommen hat. Sollte mir so etwas zu denken geben?


      naja, Ulli ...ich kann mir schon denken ..warum ... BE1801 ist nicht mehr hier ...ansonsten, fast kein "Moritzburger" ..der "in meiner Geburtagsliste" liest ... und sonst ...in dein Profil kann man nicht lesen, und im Kalender stehst du auch net als Geburtstagskind ...und ich war am 07.09. in Frankreich ohne WLan ...um es eher "publik" zu machen ...

      ..übrigens ... ich hatte zu meinem Geburtstag extra das Geburtagsdatem aus meinem Profil herausgenommen ... so hatte ich Ruhe vor Gratulationen ...ich mag soetwas net ...wenn alles nur an den Tag anruft ..an Einen denkt ...wo das übrige Jahr so lan ist ...ich wünsch dir noch was ...

      :hld:
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      tja, um mal wieder etwas vom Heimleben zu schreiben ...es ist ja Herbst, die Tage werden kürzer, die Temperaturen gehen "in den Keller", Nebelfladen ziehen übers Land ... für mich immer unangenehme Erinnerungen ... war es doch die Zeit der Kartoffelernte ... das hieß in Moritzburg .. gruppenweise im Herbst über eine (für nen Jugendlichen) schon weite Strecke (ins nächste Dorf) zu laufen .... auf abgeerntede Kartoffelfeldern Kartoffeln "nachzulesen" ... ich habe das gehasst ... es war von der Landschaft her eine öde, trieste Stimmung, vom Wetter naßkalt, neblig ... im Dunkeln zurück im Heimleben .... liegt diese Erinnerung daran, dass ich kein Herbstwetter mag ? Aber dies wird sicher in vielen Heimen zu dieser Jahreszeit so gewesen sein ?

      :wayne:
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      Mit Beitrag Nr. 2.200 darf ich das aus (m)einem anderen Heim vollauf bestätigen. Auch wir hatten das Vergnügen, bei der Ernte bzw. bei dem sogenannten Kartoffellesen helfen zu dürfen. Ich wollte, es wäre eine Weinlese gewesen. :D

      Ja, und, was war der Lohn? Ein paar fette Butterbrote und ein Humpen Milch plus Gratisrückfahrt auf dem Hänger eines Traktors. Wie das Wetter war? So wie heute. ;(

      Wer ganz besonderes Glück hatte, wurde zum Kartoffelschälen in die große Heimküche abkommandiert. Eine wahrlich schöne und nützliche Beschäftigung. :popc:

      Wie hieß nicht gleich noch mein Heim? Kopfkratz. ich habe es schon wieder vergessen. :saint:

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      Ja, Moritzburg und das Kartoffellesen. Erinnern tue ich mich auch daran, allerdings nicht mit Freuden. Zudem dies ja – wie so alles – keine freiwillige Leistung war, sondern so wie eben alles gab es den Befehl dazu. Das da natürlich nicht gerade Freude aufkommt, ist verständlich.

      Wie lief das so ab: zunächst wurde man auf einem Traktoranhänger aufs Feld kutschiert. Das war daran noch das Beste, weil man mal etwas anderes zu sehen bekam. Auf dem Acker angekommen, bekam jeder einen Korb und dann musste man diese winzigen Drecksdinger aus der Erde scharren.

      Nun war es aber so, dass man dafür etwas Geld bekam, ein paar Pfennige pro Korb. Viel kann es nicht gewesen sein, sonst hätte sich dieser Betrag tiefer in meine Erinnerung eingebrannt. Vielleicht waren es 30 Pfennige oder so, also Reichtümer gab es auf jedenfall dafür keine.

      Aber: erst einmal waren diese Körbe riesengroß, also man hätte selber bequem darinnen Platz gefunden. Und dazu kam, dass diese mickrigen Kartoffeln so etwas von winzig waren, also normalerweise hätte man dies den Wildschweinen überlassen können. Aber in der DDR wurde ja - so wie bekannt - aus Dreck und Abfall auch noch irgendetwas Brauchbares geknetet. Hinzu kam auch noch, dass es ja nun nicht gerade viele Kartoffeln waren, die da rumlagen. Also sozusagen nur die Winzlinge, welche bei den Erntemaschinen durchs Raster gefallen waren.

      Das Ergebnis war nun, dass man, wenn man gut war, es vielleicht auf 4-5 Körbe schaffte, wenn überhaupt. Da konnte man dabei natürlich nicht reich werden. Zudem kam hinzu, dass die paar Kröten einen ja nicht ausgezahlt wurden. Ich kann mich eigentlich nicht daran erinnern, jemals irgendeinen Geldbetrag in den Händen gehalten zu haben. Wie so oft wurde das Geld eben auch für irgendwelchen Mist verbraucht.

      Unsereiner bekam als Dank lediglich nur eine Scheibe Brot mit Wurst drauf, das Geld kassierte das Heim. Das dabei natürlich keinerlei Antrieb zum umsonst arbeiten herrsche, ist wohl verständlich. Man tat nur so, als wenn man sich dabei anstrengen tut, denn wenn man das nächste Mal aus Strafe im Heim bleiben musste, bekam man nämlich irgendeine mistige Strafarbeit aufgehalst. Und dazu hatte man auch keinerlei Bock.

      Hinzu kam, dass oft hinterhältig dann solches Geld großfressig „gespendet“ wurde, ohne dass man dies selber wollte oder danach gefragt wurde. Gerade in den 70ern hat die rote Ostkommunistenbande sich mit solchen Dingen gebrüstet, da wurde dann großmäulig für Kinder in Nicaragua Geld gespendet, damit die sich dort ihre Schulutensilien kaufen konnten. Die Wahrheit war aber, dass es damals in diesem Land einen Bürgerkrieg gab zwischen der Regierung und irgendwelchen kommunistischen Freischärlern und Terroristen. Und das Geld floss wohl, wie so oft, mit in deren Taschen, damit die sich Waffen kaufen konnten (bei den Russen). Also, trau, schau, wem!

      Für mich hatte dieses vermaledeite Kartoffelsammeln noch eine negative Auswirkung, da ich durch das Gewühle in den doch recht harten Boden mir die Fingerkuppen und Nagelbetten entzündet hatte, welche dann so ziemlich schmerzhaft vereitert waren. Aber da gab es ja im Heim die Schwester Monika, eine dort residierende Krankenschwester, zu der man ging, wenn man ein Wehwehchen hatte. Und die hatte eine Salbe – man nannte sie Zugsalbe – wohl deswegen, weil die eine Entzündung herausziehen konnte. Die half gegen alles und demzufolge auch gegen entzündete Flossen. Wer weiß, mit was die damals ihre Kartoffelfelder gedüngt hatten.

      Übrigens, wenn man clever und reichlich durchtrieben war, konnte man die Kartoffelbauern auch ordentlich übers Ohr hauen. Da die ja auch da so wie damals überall Personalmangel hatten und demzufolge nur einen Bauern dort als Aufpasser stationiert hatten, welcher zudem noch alle Hände voll zu tun hatte, konnte man im günstigen Augenblick die gesammelten Kartoffeln hinten rum wieder vom Hänger klauen. Das half dann dabei, dass man trotz aller Schinderei trotzdem nun nicht gerade der Schlechteste war. Also so von 5 Körben 2 geklaute. Machten einige, ich auch.

      Und der Erzieher, welcher als Aufpasser mit dabei war, stand nur dumm rum, quatschte mit dem Bauern und raffte nichts. :D
      Die Sklaven von heute werden nicht mit Peitschen,
      sondern mit Terminkalendern angetrieben.

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      ... an Kartoffeln lesen kann ich mich nicht erinnern (1963 - 65); aber wir haben im Aufenthaltsraum Schräubchen gedreht (Halterungen für Gardinenstangen) ca. 3 - 4 Stunden in der Woche. Von dem Geld sind wir ins Theater nach Radebeul oder in die Schwimmhalle gefahren.
      Gartenarbeit gab es auch einmal in der Woche - aber keines von beiden hat jemand als "Folter" betrachtet !
      Apropos Krankenschwester Monika :
      Zu meiner Zeit trafen sich dort am frühen Morgen vor der Schule die Liebespäärchen. Teilweise ging es hinter dem Haus direkt zur Sache !!!

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      ... ja, Gartenarbeit hatten wir auch noch jede Woche, immer Montags ...glaube sogar ... in der neben dem Jungenhaus liegenden Gärtnerei ....

      ... da wo das Haus mit den Duschen und dem Krankenzimmer war ... stand später nen Neubau ...sah aus wie eine Schule ....

      ..... bei uns gab es die ersten "Techtelmechtel" im Park ...wenn man vom Essenhaus den Berg hoch zur Schule gegangen ist ...links .... ach ja ...es waren ja die ersten "angenehmen Erinnerungen" ...

      ... kann mich gar nicht mehr erinnern, zum Kartoffellesen mit dem traktor abgeholt worden zu sein ... dachte, wir sind zu Fuß dorthin (hab da irgendwie so schlechte Erinnerungen daran) ... ja, die Kartoffeln da auf dem Feld waren so klein und "gering gesät" ... weil vorher die Kartoffelkombine durchmarschiert war ....


      :wayne:
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      An die Gardinenzwickerfummelei kann ich mich auch noch erinnern. Das gab es bis zum Beginn des neuen Schuljahres im Herbst 1972. Ich bin ja im Mai 72 interniert worden und musste da auch noch mitmachen, wenn auch nicht allzu lange. Aber die Erinnerung an schwarzdreckige und vor allem blutige Finger ist schon noch wach, da das Metallzeug doch recht scharfkantig war.
      Schmerzen vergisst man ja nie. Außerdem war das die reinste Kinderarbeit!

      Wir selber hatten wenig bis nichts von alldem, da das erwirtschaftete Geld damals verwendet wurde, um in den neu renovierten Gruppenräumen neue Gardinen anzuschaffen. Für die damalige Zeit waren es recht neumodische Farben in rotorange gewesen. Und dann wurden noch ein Radio namens „Stern Adrett“ gekauft und ein Plattenspieler namens „Mister Hit“. Der kam aus Polen und soll angeblich ein Nachbau von Grundig gewesen sein, was stimmen kann, da Grundig zur selben Zeit fast denselben Plattenspieler herstellte. Alles beides ebenfalls in rot, derjenige, welcher die Dinge kaufen musste, hatte wohl eine gewisse Rotphobie in sich.

      Aber vor allem das Radio diente uns dazu, Radio Luxemburg zu hören, wenn auch klammheimlich. Wurde man erwischt (oftmals lag es nur daran, weil irgendein Trottel nach Gebrauch den Sender drin gelassen hatte), wurde das Radio beschlagnahmt und danach gab es für eine gewisse Zeit nur noch Radiohören unter Aufsicht.

      Der Neubau wurde so ab 1974 errichtet zwischen dem Haus 8 und der Schule (siehe Foto). Die Krankenstation befand sich im hinteren Teil des Heimgeländes, also hinter der Schule. In dem Haus waren auch das Sekretariat bzw. die Verwaltung einschließlich das Büro vom Heimleiter und vor allem der Duschraum untergebracht. Dieser befand sich im Keller, war weiter nichts als ein großer Raum mit mehreren Duschen an der Decke und alle Duschen wurden fernbedient durch einen gemeinsamen Hahn, welchen der Erzieher betätigte. Also vom individuellen Duschgenuss konnte keine Rede sein. Eher Duschen auf Kommando.

      Einer musste anschließend immer die Dusche etwas sauber machen. Es lohnte sich, wenn nach dem Gruppenduschen danach gleich eine Mädchengruppe mit Duschen dran war und man sich beim Saubermachen viel Zeit ließ und wenn man dann aus der Dusche herauskam und sich im Vorraum die Mädchen bereits schon halbwegs entblättert hatten. Das Gekreische war immer ein Ohrenschmaus, vom Augenschmaus mal ganz abgesehen. :D

      Und diese genannte Gartenarbeit war immer irgendwie belastend, deswegen, weil dies regelmäßig in echter Arbeit ausartete. Hauptsächlich wurden da die Wege gesäubert, und wenn wie so oft der Herr Leitert der aufsehende Erzieher dabei war, war es besonders krass. Der Herr Leitert war da mehr als pingelig und man musste wie so oft alles doppelt und dreifach machen, nur, weil da und dort noch ein Laublättchen herum lag. Also so eine richtige Gartenarbeit war das wohl dann auch wieder nicht, eher Stress und Sacktreterei. Und sich dabei verkrümeln ging auch nicht, weil der Obergärtner Leitert mit Argusaugen alles unter Kontrolle hatte.
      Haus 8, Schule und Neubau.jpg
      Haus 8, Schule und dazwischen der Neubau


      Verwaltung, Krankenstation und Duschraum.jpg
      Sekretariat, Krankenstation und Duschraum
      (Rückansicht)
      Fotos von März 2005
      Die Sklaven von heute werden nicht mit Peitschen,
      sondern mit Terminkalendern angetrieben.

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      ..Herr Leitert war ja dann "unser Papa" .... (mittlere Jungengruppe) ...zusammen mit Herrn Lohse (?) ...ich bin ja so vergesslich (hab ich nach nen Gespräch mit BE1801 vor einiger Zeit) mitbekommen ...ich würd mal schreiben ... es war auszuhalten mit den Beiden ... da gab es aber diesen "Oberaufseher" ... weiß mal gar net, was er für nee Funktion hatte, so nee Art 2Chef des Jungenhauses" .... mit Dienstzimmer zwischen den zwei Gruppenzimmern der mittleren und großen Jungengruppe ..so nen kleiner "Kampfzwerg" mit lächerlichen Anzug und immer stinkenden Qualmgeruch ... mit ihm hatte ich manches "Gespräch" ... naja ...am anderen Ende des Lebens lächelt man drüber ...

      :wayne:
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      Halavero schrieb:

      so nen kleiner "Kampfzwerg" mit lächerlichen Anzug und immer stinkenden Qualmgeruch ... mit ihm hatte ich manches "Gespräch" ... naja


      .... als ich "ging" 1965 hatte sich der Schulleiter "Herr Hirsch" zum 2.Chef gemausert. Wirklich ein kleiner Zwerg der immer einen Anzug trug, fürchterlich viel rauchte und am Abend auch mal eine Bierfahne hatte.
      Den Herrn Leitert hatte ich damals schon und Frl. Maria Schiefner.

      Neu

      Sicherlich meinst Du mit dem Giftzwerg den Herrn Kurt Hermann. Giftzwerg ist dabei noch sehr milde ausgedrückt, der Kerl war mehr als nur widerlich. Eine zwergenhafte Erscheinung in einem billigen braunen Anzug mit Parteiabzeichen am Revers (ich kenne den nur in den Klamotten, der hatte möglicherweise nur den einen). Dazu ewig seine „DS“ vor sich her qualmend und stets hustend und krächzend mit einer penetranten Stimme einen vollpflaumend. In meiner Erinnerung und meinen eigenen Erfahrungen war der für alles Schlechte und Negative verantwortlich, was man so in dem Heim erleben konnte.

      Der tauchte immer völlig unerwartet auf, so wie Kai aus der Kiste, stand dann herum und beobachte einen mit stechenden Blicken. Und irgendwann fing der an, einen mit seiner durchdringend penetranten Stimme vollzugeifern, so als wenn man ein Schwerverbrecher sei. Dabei hatte der eine Ausdrucksweise an sich, die war unter aller Würde. Eines seiner dämlichen Lieblingssprüche, welchen ich auch nie vergessen kann, war, dass von unserer Seite aus es gefälligst keine "Fisimatenten" zu geben habe. Außerdem würden wir ja so oder so allesamt noch im Gefängnis landen.

      Zudem noch hinzukam, dass der ein besonders roter Spießgeselle seiner Zeit war, schon fast ekelhaft. Der war der Hauptverantwortliche dafür, wenn es darum ging, die Leute in einen Jugendwerkhof abzuschieben. Ich sag mal so, eigentlich bei allen Werkhofeinweisungen hatte der seine schmutzigen Klauen mit im Spiel, so auch bei mir. Wenn der einen einmal auf dem Kieker hatte, oftmals eigentlich nur, weil man nach dessen Vorstellung noch nicht genug sozialistisch geworden war, dann hatte man von vornherein verloren.

      Der hatte die Position eines Erzieher- oder auch Hausleiter inne und tat sogar seine ihm untergebenen Erzieher schikanieren, wenn diese ihm nicht so recht in den Kram passten. Zudem war der auch noch Parteisekretär in dem Heim, einen guten Kontakt zur Stasi dürfte der ebenfalls gehabt zu haben. Der Kerl dürfte alleine schon wegen seiner Nikotinverseuchung schon lange das Gras von unten beim Wachsen zuzusehen, jedem so, wie es ihm zusteht. Gäbe es eine Hölle, ich habe ihm immer einen Dauerkuraufenthalt in dieser gewünscht und gegönnt.

      Also, ich sag mal so: man kann an einem beliebigen Platz sein, egal wo und man kann alles nur Erdenkliche tun, um die Zeit, egal, wie beschissen sie auch ist, irgendwie brauchbar zu überstehen. Man hatte aber dazu keine Chance, wenn sich solch eine Made wie der sich in seinem Umfeld befand. Wenn der einmal sein Auge auf einen geworfen hatte, dann gab es nichts, um sich dagegen zu erwehren und man war schon von vornherein erledigt. Wo wollte man sich über den wegen Mobbing beschweren gehen? Es gab niemanden und wenn man dachte, irgenwie muss es ja doch ein wenig Gerechtigkeit geben, hatte man sich schon getäuscht, denn es steckten ja doch allesamt unter einer Decke, weil der eine dem anderen dafür am Zeug flicken konnte. Und die Jugendhilfe tat ebenfalls nichts, ganz im Gegenteil, die machten voll mit.

      Zudem man ja weiß, dass eine Krähe bzw. ein SED-Parteifuzzi der/dem anderen kein Auge aushackt. Es war wie eine Art Kartell und der Strolch hatte Macht und nutzte diese aus, auch gegen die ihm untergebenen Erzieher, welche – und dies war wirklich spürbar – selbst vor diesem Hanswurst Respekt oder auch Angst hatten. Letztlich hatten auch die allesamt nichts zu melden, wenn die als Vorgesetzten so einen Vogel hatten.

      Um ihn nun nicht ganz zu verteufeln, eine einzige gute Seite hatte der Kerl aber doch und das will ich ihm im Nachhinein auch zugestehen, obwohl der mittlerweile schon einige Zeit nicht mehr existent sein dürfte bei seinem ewigen Gequalme. Der konnte wunderbar Mundharmonika spielen. Manchmal, da begab es sich, dass der vor versammelter Gruppe einige Kostproben von sich gab. Wäre der also anstelle Erzieher lieber Mundharmonikaspieler geworden, dann hätte sich manches im Leben anders ergeben, sicherlich zum Guten all der Betroffenen, welche durch diesen üblen Narzissten Schaden erlitten haben.

      Die um 1965 sicherlich noch als Fräulein Maria Schiefner zu bezeichnende Madam war dann im Jahre 1972, als ich sie erstmalig erblicken durfte, schon zu einer Frau herangereift und fungierte als Erziehungsleiterin im Mädchenhaus 7, in welchen die „Kleineren“ wohnten, also so bis Schulklasse 7.

      Das war so üblich, dass die in ihrer Hierarchie immer jemanden hatten, welcher wiederum jemanden unter sich hatte und sie war demzufolge schon auf der Karriereleiter ein Stückchen nach oben geklettert. Wie die so war, kann ich nicht beurteilen, da ich zu ihr keinen Kontakt hatte. Aber an eines kann ich mich noch gut erinnern, dieses ewige und spießige „alles- und jeden kontrollieren“, wenn es mal darum ging, dass man, egal jetzt wie, Kontakt zu einem Mädchen hatte.

      Die Schiefnern war darinnen wohl wirklich eine Meisterin ihres Faches (es gab noch jede Menge andere, die so drauf waren, aber die war schon mehr als extrem.) Irgendwie schien die in ihrem kruden Denken gegen alle Jungs etwas zu haben, möglicherweise hatten die allesamt immer das Schlimmste von Schlimmen gedacht, kann aber auch so gewesen sein, dass dieses Denken eher auch an deren eigenen verschrobenen Fantasievorstellungen lag. Deswegen auch waren die allesamt so strikt dagegen bei Freundschaften zwischen den Geschlechtern. Dabei war dies alles ja eher harmlos, hemmungslose und wilde Orgien fanden zu meiner Zeit also keine statt. Die Schlimmsten waren nach meiner Sicht der Dinge aber die Erzieherinnen, die waren stets hinterher, dass ihre Schützlinge auch nix „schlimmes“ anstellen taten. So waren sie eben halt, diese ganze Spießerschar.
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