Hövelhof, Salvatorkolleg Klausheide

      Das es diese Anstalt noch git.

      Leona schrieb:

      Salvator Kolleg

      Salvatorstr. 45
      33161 Hövelhof

      Tel: 05257 - 503 0
      Fax: 05257 - 503 270

      Email: info@salvator-kolleg.de


      Sie machen ja recht tolle Reklame für ein solches Haus. Zu meiner Zeit war das ein Rattenloch, eine trostlose Päderastenschutzstätte. Sehr gerne würde ich mir dieses Kolleg nochmal anschauen. Doch leider kommen mir - allein nur wenn ich daran denke - die Tänen und Schüttelkrämpfe bearbeiten meinen Körper. Zu meiner Zeit - das war von 1965 - 1970 - gabs noch Gitter an den Fenstern, prügelnde Nonnen und sich vergehende Pater. Ein Körperzüchtigungsanstalt wie sie vorher noch keiner gesehen hat. Ein solches Hein gehört abgerissen und nicht noch gewürdigt. Noch weniger gehört Reklame gemacht.

      Meine Tante - selbst Jugendamtpflegerin und damalige Befürworterin dieser Stätte, kam 1988 nicht umher zuzugeben, dass sie Kinder und Jugendlichen unwissendlich und nichtsahnend schlimmstes Leid antat wenn sie jene nach dorthin verbrachte. Allein ich kenne 18 ehemalige aus diesem Kolleg. Ich werde versuchen diese zu organsieren und bitten sich hier zu melden.
      Hallo Ente und guten Abend..ich war mal vor etwa 10 Jahren dort..wieder die Allee runter genau wie damals, links das Schwesternhaus, rechts die Küche...ich mutig zum Haupteingang, dann der hohe, hallenartige Gang mit den holzvertäfelten Türen...ich war genau fünf Minuten dort, habe mit irgendjemanden über Akteneinsicht gesprochen und bin ziemlich schnell raus, ich habs nicht ausgehalten und war nie wieder dort obwohl ich mit dem Auto in 45 Minuten dort wäre. Ich würde nur mit anderen Heimis zusammen nochmal hinfahren.

      Anderes Thema: Am Samstag, 21.03. war im Westfalenblatt ein fast ganzseitiger Artikel über das Salvator-Kolleg und einen von uns: Eckhard O.
      Ich habe dem Redakteur und dem Salvatorkolleg eine Antwort geschrieben, stelle ich später rein.
      Schick die Jungs her, wir brauchen Ehemalige...einzeln hat uns keiner für voll genommen
      Bis später Ente!
      God forbid that I should go to any Heaven in which there are no horses

      Missbrauch: Manche Wunde heilt nie

      Herrn Chefreporter Christian Althoff
      Westfalen-Blatt
      Sudbrackstraße 14-18
      33611 Bielefeld


      Sehr geehrter Herr Christian Althoff,

      Herzlichen Dank für Ihren aufwühlenden Bericht vom letzten Samstag im Westfalen-Blatt: "Missbrauch: Manche Wunde heilt nie". Alles, was Eckhard O. beschreibt kann ich bestätigen, er übertreibt nicht, im Gegenteil.

      Von Februar 1956 bis Ostern 1959 habe ich im Salvatorkolleg, Klausheide nacheinander die drei Schülergruppen mit den prügelnden Nonnen, Schw. Hermenegildis, Schw. Erethrea und Schw. Iphigenia durchlaufen...Mittelalter...finsterstes Mittelalter...ein anderes Wort fällt mir nicht ein, sollte ich die, pädagogisch jeder Beschreibung spottenden Erziehungsversuche einer abgeschotteten Klosterwelt entstammenden Brüder, Schwestern und Patres beschreiben.
      Wir Kinder, zwischen 10 bis 14 Jahren, waren vogelfrei. Wir hatten keine Rechte, kein einziges, alles war Willkür, Ausbeutung und sexueller Mißbrauch. Ein besonders übler Kinderverführer dem auch ich zu Willen sein musste, war der fette Nachtwächter, Bruder Laurentius. Er leitete nachmittags die kleine Drechslerei, wo sich einige der Jungs - nach Kartoffelschälen und Hausaufgaben - Schachfiguren drechselten. Hier suchte er sich hübsche Jungens aus und versprach ihnen gutes Essen, wenn er sie nachts besuchen dürfe. Irgendwann wurde man wach, weil das Licht einer dünnen Taschenlampe in die Augen stach. Dann ging er und ich hungriges Kind folgte ihm...
      Es waren drei Jahre ohne Freude, ohne Liebe, ohne ein einziges Mal in den Arm genommen worden zu sein...ich wäre gerne weggelaufen, wenn ich gewusst hätte, wohin. Ich war mit fünf Jahren Vollwaise geworden und bei Pflegeeltern gelandet. Es war 1949 und die Waisenrente lockte. Ich hatte aber keine Lust die Klamotten des zwei Jahre älteren Sohnes aufzutragen, so lief ich mehrere Male davon und landete in Klausheide.
      Von 1960 bis Januar 1965 war ich im nächsten klerikalen Heim, dem Martinistift in Appelhülsen bei Münster. Hier herrschte ein anderer Orden, die Canisianer, die sich, wie ich auf deren Website las, mit "einem Fall von sexuellem Mißbrauch" durch einen Bruder Wolfgang Anfang der sechziger Jahre in Ostbevern auseinandersetzen. Die Erziehungsmethoden waren die gleichen wie im Salvatorkolleg. Wir sind Anfang Februar 2010 mit 7 ehemaligen Heimkindern aus den sechziger Jahren dort hingefahren und haben Akteneinsicht erhalten. Die Akten waren alle erhalten, bleiben dort, aber alles Gewünschte wurde in Kopie ausgehändigt, persönliche Briefe und Dokumente sogar im Original. Das Martinistift ist heute nicht mehr konfessionell geführt, im Gegensatz zum Salvatorkolleg Klausheide in Hövelhof.
      Wir sind seit zwei Jahren in einem Forum mit anderen ehemaligen Heimkindern aktiv: heimkinder-forum.de
      Ich bin dort unter dem Nick: Brötchen weil ich seinerzeit in Appelhülsen in der Heimbäckerei gearbeitet habe.

      Wir wünschen uns, eine wirklich echte Entschuldigung der katholischen Kirche für jahrelang erlittenes Unrecht und des Versagens der elementaren Menschenrechte.
      Am Donnerstag den 15. April 2010 werden Heimkinder in Berlin demonstrieren. Details finden Sie im Forum.
      Vielen Dank fürs Lesen, dankbar wäre ich Ihnen auch, wenn Sie diesen Brief an die zuständigen Stellen weiterleiten würden.
      Herzliche Grüsse an Sie
      R. (es folgt die vollständige Adresse)
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      Ich war unter Pater Minas dort

      Und ich kann eigentlich nichts negatives sagen. Minas war hart, gefürchtet aber gerecht. Ich habe dort meine Ausbildung gemacht und später erst schulisch weitergemacht um dann Anfang 90 meinen Meisterbrief zu machen. Kann mir solche Vorwürfe unter Pater Minas nicht vorstellen. Gab noch Bruder Günther im Nachbarhaus das vorher ein ehemaliger Schweinstall war und bei dessen Umbau ich von Anfang an dabei war.
      Wir hatten einen Schuldirektor der etwas seltsam war aber den konnte niemand ernst nehmen. Es gab neben dem Ingenieurbüro 2 Arrestzellen in die ab und zu mal jemand einsaß. Allerdings meist nur wenn man wieder mal jemand besoffen aus Hövelhof zurückbrachte zum ausnüchtern. Natürlich war vieles nicht ganz einfach. Die Ausgangszeiten waren etwas begrenzt aber ans Jugenschutzgesetz angelehnt. Es gab sehr viele Sportmöglichkeiten und ich muss im Nachhinein sagen das es mir eigentlich gut ging. Ich glaube wenn sich an uns jemand vergangen hätte, hätte er sich eine blutige Nase geholt :) Da habe ich von der Zeit her wohl Glück gehabt. Bei meinem Lehrmeister dort muss ich mich heute noch bedanken. Was ich dort gelernt habe hat mir soviel gebracht das ich das ich den fachlichen Teil der Meisterprüfung im Schlaf absolvieren konnte. Das wäre in einem normalen Betrieb nie möglich gewesen.

      es gab immer Solche Nudenl wie Sie

      webby schrieb:

      Und ich kann eigentlich nichts negatives sagen. Minas war hart, gefürchtet aber gerecht. Ich habe dort meine Ausbildung gemacht und später erst schulisch weitergemacht um dann Anfang 90 meinen Meisterbrief zu machen. Kann mir solche Vorwürfe unter Pater Minas nicht vorstellen. Gab noch Bruder Günther im Nachbarhaus das vorher ein ehemaliger Schweinstall war und bei dessen Umbau ich von Anfang an dabei war.
      Wir hatten einen Schuldirektor der etwas seltsam war aber den konnte niemand ernst nehmen. Es gab neben dem Ingenieurbüro 2 Arrestzellen in die ab und zu mal jemand einsaß. Allerdings meist nur wenn man wieder mal jemand besoffen aus Hövelhof zurückbrachte zum ausnüchtern. Natürlich war vieles nicht ganz einfach. Die Ausgangszeiten waren etwas begrenzt aber ans Jugenschutzgesetz angelehnt. Es gab sehr viele Sportmöglichkeiten und ich muss im Nachhinein sagen das es mir eigentlich gut ging. Ich glaube wenn sich an uns jemand vergangen hätte, hätte er sich eine blutige Nase geholt :) Da habe ich von der Zeit her wohl Glück gehabt. Bei meinem Lehrmeister dort muss ich mich heute noch bedanken. Was ich dort gelernt habe hat mir soviel gebracht das ich das ich den fachlichen Teil der Meisterprüfung im Schlaf absolvieren konnte. Das wäre in einem normalen Betrieb nie möglich gewesen.




      Es gab immer solche Typen wie Sie die dem klerikalen Treiben hörig, kultige Ansagen machten. Propaganda nenne ich das. Paul A, ein Ehemaliger aus meiner Zeit, den ich gestern Abend anrief, erzählte mir, er sei in 2003 mal dort hingefahren um zu sehen was aus dem Kinderknast geworden sei. Schon von weitem seien im Kinder und Zöglinge entgegengeeilt welche ihn energisch bis cholerisch anwiesen das Gelände sofort wieder zu verlassen. Wörtlich soll gesagt worden sein: Wir sind die Aufpasser. Lasst uns und unser Heim in Ruhe. Uns geht es hier gut und niemand ist hier böse zu uns" - Offenbar Hirnokkupierte bis Hörig gemachte Kids die sich dem Klerus - auch eine Instrumentalisierung kindlicher Ängste und Abhängigkeiten - nicht entziehen können. Diese Anstalt ist ihnen Heimat und Zuhause. Möglicherweise stimmt es ja auch. Dann wäre uns und mir ja wenigstens etwas gelungen, nämlich, dass es Kindern dort endlich gut ergehe. Wie auch immer. Diese Einwohner werden irgendwann reif und erwachsen und auf Knien dankend dem klerikalen Kirchenstaat hörig und unterwürfig Gelder und Gebete spenden. Einerseits besser als wir es hatten anderseits eine noch perfidere Form der Entmündigung und Beschlagnahme kindlicher Psyche.
      Erst mal langsam und sachlich. Wir hatten einen saufenden Schuldirektor. Aber ansonsten normale Erzieher, viele in Hövelhof wohnend. Abgesehen von dem Schuldirektor hat da niemand mehr geprügelt oder ähnliches. Lag vielleicht an der etwas anderen Leitung. Die Fälle die hier beschrieben werden lagen vor meiner Zeit. Ich hasse übrigens die Kirche, aber das hat andere neuzeitliche Gründe. Und wenn jemand eine Tankstelle überfällt oder bei einem Anwalt einbricht, den Tresor kanckt um eine Waffe zu erbeuten gehört er sehr wohl in eine Arrestzelle. Solche Dinge habe ich erlebt. Ich selbst bin mit einem Auto das jemand da abgestellt hat (war kurzgeschlossen) in der Senne rumgebrettert bis das Benzin leer war.
      Die Soldaten haben das Teil abgefackelt und wir hatten eine Anzeige am Hals.Pater Minas hat sich eingesetzt das es eingestellt wurde. Ihr redet von einem Pater Vincent den ich nicht kenne. Nonnen gab es nur noch im Nonnenhaus und zu denen hatten wir keinen Kontakt mehr. Da hat sich schon unter Minas sehr viel verändert. Wir hatten Erzieher die verheiratet waren, selber Kinder hatten und einer war später Leiter des Jugendhauses in Hövelhof. Bei uns wurde niemand entmündigt, wir mußten nicht mal in die Kirche. Es gab strenge Regeln, die im Nachhinein aber richtig waren da viel im Umfeld passierte das zurück fiel auf das Kolleg. Und ohne Akzeptanz in der Bevölkerung geht es nun mal nicht. Also muss vorher was vorgefallen sein und es muss auch bekannt gewesen sein. Warum kommt das erst jetzt ans Licht? Warum melden sich Opfer erst heute?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „webby“ ()

      Hallo Webby, es ist möglich, daß die 90iger Jahre auch im Salvatorkolleg Veränderungen im menschlichen und im pädagogischen Bereich zum Wohle der Schutzbefohlenen bewirkt haben, ich kann es nicht beurteilen, weil mir die Vergleichsmöglichkeiten fehlen. Was ich aus eigenem Erleben weiß, sind die Endfünfziger und Anfang sechziger Jahre und das war Mittelalter...tiefstes Mittelalter.
      God forbid that I should go to any Heaven in which there are no horses
      Der Chefreporter des "Westfalen-Blatt" hat mich vorhin angeschrieben und gefragt, ob er den obigen Beitrag von mir als Leserbrief veröffentlichen darf, ich habe gern ja gesagt. Das obige Schreiben habe ich auch per Mail an das Salvatorkolleg Klausheide geschickt. Bis jetzt keine Antwort von dort. Das zum Thema: Transparenz, Veränderung und Öffnung nach aussen!
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      webby schrieb:

      Erst mal langsam und sachlich. Wir hatten einen saufenden Schuldirektor. Aber ansonsten normale Erzieher, viele in Hövelhof wohnend. Abgesehen von dem Schuldirektor hat da niemand mehr geprügelt oder ähnliches. Lag vielleicht an der etwas anderen Leitung. Die Fälle die hier beschrieben werden lagen vor meiner Zeit. Ich hasse übrigens die Kirche, aber das hat andere neuzeitliche Gründe. Und wenn jemand eine Tankstelle überfällt oder bei einem Anwalt einbricht, den Tresor kanckt um eine Waffe zu erbeuten gehört er sehr wohl in eine Arrestzelle. Solche Dinge habe ich erlebt. Ich selbst bin mit einem Auto das jemand da abgestellt hat (war kurzgeschlossen) in der Senne rumgebrettert bis das Benzin leer war.
      Die Soldaten haben das Teil abgefackelt und wir hatten eine Anzeige am Hals.Pater Minas hat sich eingesetzt das es eingestellt wurde. Ihr redet von einem Pater Vincent den ich nicht kenne. Nonnen gab es nur noch im Nonnenhaus und zu denen hatten wir keinen Kontakt mehr. Da hat sich schon unter Minas sehr viel verändert. Wir hatten Erzieher die verheiratet waren, selber Kinder hatten und einer war später Leiter des Jugendhauses in Hövelhof. Bei uns wurde niemand entmündigt, wir mußten nicht mal in die Kirche. Es gab strenge Regeln, die im Nachhinein aber richtig waren da viel im Umfeld passierte das zurück fiel auf das Kolleg. Und ohne Akzeptanz in der Bevölkerung geht es nun mal nicht. Also muss vorher was vorgefallen sein und es muss auch bekannt gewesen sein. Warum kommt das erst jetzt ans Licht? Warum melden sich Opfer erst heute?



      Sachlich und erst mal langsam ? Überlassen Sie das gefälligst mir. Wenn Sie in der Senne rumfahren, mit nicht eigenem Fahrzeug, womöglich gestohlen und ohne Fahrerlaubnis und anschließend noch bei Ihrem Anwalt einbrechen, ist das Ihre Sache. Ihre kriminellen Taten mit meinen oder jener Mitstreiter aus vergangenen Tagen zu vergleichen ist dreckig und ziemlich zynisch. Verschonen Sie mich mit Ihren kruden Verrissen und beglücken mich nicht mit tumben Unterstellungen. Ich war weder kriminell noch sonst strafrelevant aufgefallen. Meine einzige Schandtat war zugebener Maßen die Unfähigkeit meiner Mutter und die meines Vaters. Beide waren lt. Jugendamt nicht in der Lage mich zu versorgen. Aus heutiger Sicht würde ich dem im Übrigen widersprechen. Aber ich wurde damals nicht gefragt und stattdessen wie ein Sachstück in diesen Kinderknast verschickt. An deren pforten abgeben und allein gelassen. Knapp 5 Jahre später war ich ein psychisches Wrack. Nicht fähig am weltlichen Leben teilzunehmen, nicht wirklich in der Lage zu überleben und nicht annähernd der Wirklichkeit gewachsen. Leben und selbes zu genießen bis heute unmöglich. Weder konnte ich damals mit dem Begriff Freiheit, noch mit den Anforderungen an mich in irgendeiner Weise umgehen. Das einzige mit dem ich Aufwarten konnte war meine emotionale Verdorbenheit und Beschädigung. Unfähig das Leben zu verstehen. Der Direktor der damals dort Verantwortung trug hieß so ich noch erinnere Pater Gabriel. Das war eine schlanke, widerwärtige Kreatur ohne Empathie und Empfindsamkeit. An seinen Seiten reihten sich wie an Fäden die stinkenden Muscheln seines Gleichen. Als da waren Pater Vincenz – seines Zeichen brutaler Schläger und Mißhandler - für mich eigentlich gar nicht zuständig, zwei Erzieher Namens Metten und Mentrup, Nonnen dumm wie Brot und Hühnerkacke, homophile Brüder und brutale Mitgefangene. Metten, dessen Spezialität es war, den sich in seinen Händen befindlichen Schlüsselbund fallen zu lassen um mit der anderen Hand - dem Schlüsselbund folgenden Kopf treffend und dermaßen stark zu verletzen dass die seine andere Hand wie eine Stalinorgel Schläge hart wie Kruppstahl, Gesicht und Weichteile traf, dass beide Gesichtshälften Tage später noch taub waren. Bekäme ich einen dieser Dreckskerle heute in die Hand würde ich ohne mit der Wimper zu zucken straftätig zuschlagen, hätte ich eine Waffe sie ohne zu zögern benutzen und abdrücken und auch die Pater – welche sich genüsslich an mir abgearbeitet hatten ins Jenseits befördern. Das ohne Reue und mit totaler Genugtung. Denn das was ich 1965 – 1970 in dieser Hölle, der Kinderschänderanstalt Klausheide erlebt habe – war ein Konglomerat aus Mißhandlung, Folter, Qual und Strafe, Unfreiheit, Entmündigung, Bespitzelung und Unterdrückung, Überwachung und Diskriminierung.
      Sumasumarum; schlimmer kann es nie wieder werden. Und was Ihre Freiheit betraf – Freiheit frage ich? Freiheit kannten wir nicht. Freigang, den gab es quasi gar nicht, und Hövelhof kannten wir nur aus Gruppensparziergängen wenn wir in Gruppe marschierend dort im so genannten „Tannenwäldchen“ oder der „Sandwüste“ unterwegs waren. Freiheit so Freizeit war verlorengegangen. Holzfiguren bei Bruder Ingbert schleifen war die einzige Wohltat und Freude an die ich gerne erinnere. Ansonsten: Kein Tag verging an dem mich Traurigkeit und Heimweh gefangen hielt, an dem ich nicht fragte warum? wieso ich, was war passiert? Ein Dämmerzustand mit dem ich fast 4 Jahre paktierte und in diesem sich dieses Trauma nur aushalten ließ, in dem ich dahin schimmelte, und welcher mir an Schule und Lernen, Wissen und Lust am Leben keine Zeit ließ. So sah – das sei für Sie geschrieben – meine Zeit in Klausheide aus. Die der Anderen war nicht anders.
      Sie fragen mich dann - warum sich damals niemand gemeldet hat? Sich niemand getraut hat etwas zu sagen?
      Wenn Sie diese Frage ernst gemeint haben so lassen Sie sich sagen - haben Sie a) tatsächlich vom Leben und den Menschen, b) dem Leiden jener und ihrem Leben von damals nicht das Geringste verstanden, und c) jedwede Sympathie meinerseits verspielt.
      @brötchen: Wie ich schon sagte. Unter Minas war es völlig anders. Ich hörte in der Zeit aber von anderen Heimen in denen es wie in einem Knast zuging. Wir hatten Einzelzimmer für die wir verantwortich waren und selber einrichten konnten. Selbst Erzieher mußten anklopfen zum Schutze der Privatsphäre. Wir hatten zwar nicht so oft Ausgang. Das Taschengeld wurde vom Jugendamt vorgegeben. Ich habe damals gerne gemalt, war auch gut darin und Erzieher haben mir die Bilder zu fairen Preisen abgekauft so das ich eigentlich finanziell keinen Mangel hatte. Übergriffe gab es in den Gruppen nie. Das hätte ich mitbekommen. Wir haben sehr viel Sport gemacht was auch durch verschiedene Wettkämpfe gefördert wurde. Spiele gegen Vereine Ausserhalb. Turniere usw. Pater Günther hatte einen Abenteuerspielplatz wo man Buden bauen konnte, Tiere halten usw. Unter Minas wurde der Schweinestall super modern umgebaut. Die hauseigenen Betriebe erledigten die meiste Arbeit, die Jugendlichen waren an der Planung mit beteiligt und das Haus wurde wirklich super. War aber echte Knochenarbeit :) Am Fussballfeld gab es ein Haus das die Älteren Jugendlichen völlig autonom (ohne Erzieher) bewohnten. Wir waren immer etwas neidisch :) Da muss sich ziemlich viel geändert haben denn als ich das hier aufgrund der Skandale fand konnte ich es nicht fassen. Ich war fast 5 Jahre dort.

      @ente: Falsch verstanden. Ich habe nicht bei einem Anwalt eingebrochen sondern jemand aus unserer Gruppe. Ich habe auch kein Auto gestohlen sondern bin nur mit einem kurzgeschlossenen offenen Wagen rumgefahren. Aus heutiger Sicht sicher kriminell, damals eher Jugendblödsinn. Die Fälle die sie beschrieben waren unter Minas völlig unbekannt. Ich war viel alleine unterwegs, hatte auswärts Freunde und Freundin und habe bis auf mein Zimmer gelebt wie jeder andere Jugendliche.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „webby“ ()

      Hallo Webby, was Ente so treffend schildert, kann ich Wort für Wort unterstreichen. Wenn ich mir vorstelle, ein Bruder Laurentius oder eine Schwester Hermenegildis würden mir heute über den Weg laufen, dann würde ich mal schauen wie man Verbindung zur Kosovomafia aufnehmen kann...sie sind es nicht wert, mir selbst die Finger schmutzig zu machen. Wenn ich wüsste wo sie liegen, würde ich auf ihr Grab pinkeln!
      God forbid that I should go to any Heaven in which there are no horses

      Typen wie "Webby" haben von unserem Leid profitiert und machen sich noch lustig -

      brötchen schrieb:

      Hallo Webby, was Ente so treffend schildert, kann ich Wort für Wort unterstreichen. Wenn ich mir vorstelle, ein Bruder Laurentius oder eine Schwester Hermenegildis würden mir heute über den Weg laufen, dann würde ich mal schauen wie man Verbindung zur Kosovomafia aufnehmen kann...sie sind es nicht wert, mir selbst die Finger schmutzig zu machen. Wenn ich wüsste wo sie liegen, würde ich auf ihr Grab pinkeln!


      Ich frage mich was ihm die Klerikalen ins Hirn gedrückt haben damit er so prahlen und protzen kann. Gabs für ihn öfter eine Extra Portion Gummibärchen im Verkauf am kleinen Klosterkiosk? Oder Freikarten für die Aula in der einmal im Jahr ein Kinoabend stattfand? (meist Heiligen Filme) Himmel; Dem haben sie aber heftig ans Knie getreten. Mamamia! Frei nach dem Motto hier war immer alles in bester Ordnung. Glaub nie was du über dieses Haus je liest. Dass sie aus dem Bunker in meiner Zeit mindestens 2 Leichen rausgeholt haben hat er nicht gewusst, wurde ihm auch nicht gesagt. Verzweifelte Jugendliche haben dort eingesessen und ihr klaustrophobien Zustände nicht ausgehalten, sich dann das Leben genommen. In Gummisäcken haben sie die aus den Bunkern geholt. Habe ich gesehen, denn der Leichenwagen stand direkt unten an der Pforte und unsere Schulklasse hatte Fenster – die übrigens vergittert waren – hin zu dieser Pforte. War ja auch nicht zu übersehen und ging rum wie ein Lauffeuer.
      Als ich dort ankam - am 20. April 1966 - es muß ein MIttwoch gewesen sein ( So gut erinnere ich das) - stank es nach Tod, Bohnerwachs, Atta, Holz und Mottenkugeln. Apropos Tod. Es gab da eine Leichenhalle im Ostflügel nahe der Wäscherei. An dieser vorbei mußten die Bettnässer um im nahen Bach der dort vorbeiplätscherte und gleichzeitig Staustufe für das klostereigene provisorische Schwimmbad war - ihre Bettwäsche in diesem Faulgewässer zu waschen. Danach wurde es in die Wäscherei gebracht und von den Nonnen dort gewaschen. Ein einsam dämlicher Akt. Später gar mußten wir diese Wäsche sogar nach dem Waschen aufhängen und durften die abends nicht vergessen. Tyrannei wo immer man hinsah. Bettnässer durften im übrigen noch weniger als jene die nicht einnässten. Denen war - leider zählte ich auch dazu - nichts, aber auch gar nichts erlaubt. Nicht schwimmen, Nicht duschen, nichts nach 16 trinken. Zum Nachmittag gabs immer trocken Brot und Marmelade. Muckefuck aus Blechtassen. Und die Leichehalle stand oftmals offen wenn man dort vorbei ging. Erst starb dieser olle Bruder Odillo, danach sein herzkranker Kumpel. (Name vergessen) Zu allem Übel hatten die beiden Ihre Zimmer auf der gleichen Station/Etage wie der unseren (ob unten, mitte, oder oben unterm Dach weiss ich nicht mehr) irgendwo jedenfalls in den vorderen Zimmern. Dort lebten die beiden Opas und wurden von Bruder Clemens – ugs. Lupo genannt - gepflegt. Bei denen drinnen - wir mussten dort oft putzen - stank es nach Altertum, Mottenkugeln, Kotze, Windeln, Pisse und Tod. Wenn ich nur dran denke – kriecht mir der Gestank wieder in die Nase. Eines Tages kam ich an der Leichenhalle vorbei da lag dieser olle Odilo aufgebart ohne Deckel in dem kleinen Raum an der Schleuse bzw. Wasserbrunnen nahe dem Bach in seinem Holzsarg. Ich habe mir bald in die Hose geschissen. War ganz allein und hatte echt heftige Angst. Das war wohl Absicht von der Nonne die mich dort vorbei vorbei geschickt hatte um die Wäsche zu holen. Danach lag ich wochenlang wach nachts im Bett und konnte - von den Bilder gejagt - nicht einschlafen. Kopfkino ohne Ende. Bettnässen war danach nicht mehr. Und als der beerdigt wurde - wir Messdiener mußten Wache schieben und den Weihrauch schwengeln - ging der Trauermarsch am alten Sandfussballplatz vorbei, voran der tote Opa im Sarg – an der Landwirtschaft, der Matrazenhalle und am Kuhstall vorbei hin auf den klostereigenen Friedhof hinter der Landwirtschaft. Die ganze Anstalt auf den Beinen. Himmel war das für uns Knaben eine Tortur. Niemand kannte den Toten und trotzdem hatten wir alle der Beerdigung zu folgen. Dort auf dem Friedhof liegen möglicherweise auch die Nonne Hermegildis und die anderen Wachtel. Mal sehen ob es den Friedhof noch gibt. Google Earth gerade. Da könnte ich glatt zum Leichenschänder werden. Demnächst mehr!
      Bei uns gab es keinen Kiosk mehr. Das Schwimmbad gab es auch nicht mehr und keine Leichenhalle. Gitter gab es nur noch im Parterre aber ab 1 Stock nicht mehr.
      Ich verstehe euch nachdem was ihr erlebt habt. Wie ich schon sagte, wir hatten normale Erzieher und Handwerksgesellen/meister. Da muss sich durch Minas schlagartig einiges geändert haben. Ich kenne ander Schandtaten der Kirche bis in die heutige Zeit, aber bei uns war da nichts. Das hat nichts mit Gehirnwäsche zu tun.
      Hallo Webby,
      ich möchte Dir gern die Beiträge Nr. 8 und Nr. 9 empfehlen und besonders den oberen Link um nachvollziehen zu können, was zu unserer Zeit das Nonplusultra katholischer Heimpädagogik war, ich bin dort (und in Appelhülsen) ziemlich vermurkst worden. Von den 10 Jahren fast ununterbrochener Heimerziehung in katholischen Einrichtungen habe ich mich nie wirklich erholt. Ich bin unfähig zu Menschen eine einigermaßen vertrauensvolle Beziehung aufzubauen weil ich zu mißtrauisch bin und ihnen ihre Gefühle für mich nicht glaube. Ich vermute immer, daß sie ein eigenes Spiel mit mir spielen wollen, wobei ich nur Mittel zum Zweck bin. Welche Partnerin hält so etwas auf Dauer aus?

      Ja stimmt, deswegen habe ich ein Pferd und arbeite mit Pferden. Pferde lügen nicht, sind nie scheißfreundlich zu dir und Du weisst immer woran Du bei Ihnen bist. Sie sind fast wie Heimkinder, ängstlich- zumindest reserviert und man kann ihnen nichts einreden. Sie vertrauen dir, wenn du bewiesen hast durch Tun, dass du der bist, für den du dich ausgibst, damit komme ich gut klar.

      Bin ich nun ein verbitterter, alter Mann, der mit der Welt so wie sie ist nicht mehr klar kommt? Nicht wirklich. Ich schließe heute einfach keine Kompromisse mehr, ich bin verdammt nochmal nicht auf der Welt um so zu sein wie ändere mich gerne hätten, ich zieh mein Ding durch, so wie ich denke, dass es gut für mich ist, ohne Rücksichtnahme auf die Befindlichkeiten anderer! Ich bin lange zur See gefahren und mir dann später als Holz-Designer einen Namen gemacht, ich habe ein Buch geschrieben dass sich gut verkauft und bin gerade von meiner Partnerfirma beauftragt worden, Hannover geschäftlich neu aufzubauen.

      Nein, ich steh mitten im Leben und es geht mir gut. Was ich aber will, ist eine förmliche Entschuldigung dieser katholischen, pädophilen Heimpädagogen die mir 10 Jahre meiner Kindheit geraubt haben. Ich werde darauf nicht verzichten. Ich habe gerade an den Bundestagspräsidenten geschreiben, auf seiner Webseite ist das nachzulesen, und ihn gebeten, bei der Deutschen Bischofskonferenz eine förmliche Entschuldigung für uns Heimkinder einzufordern.
      God forbid that I should go to any Heaven in which there are no horses
      Mißtrauen ist in der heutigen Zeit nicht verkehrt. Die liebe kath. Kirche hat uns im nachhinein vielfältig betrogen und tut es heute noch. Insgesamt ist es in meinen Augen eine kriminelle Vereinigung die als Ziel die Ausbeutung und Unterdrückung von Menschen hat. Sie gehört verboten. Ich denke eine Vielzahl der Mißbräuche ensteht nicht unbedingt seltsamer Neigungen sondern aus dem Gefühl heraus Macht über andere zu haben. Ich meine, wer freiwillig z.B. ins Kloster oder einen Orden geht obwohl er genau wissen müssen das er nur ausgebeutet wird, kann nicht ganz dicht sein.Der Prozentsatz der das Menschlichkeit tut dürfte sicher unter 10% liegen.
      Warum willst Du eine Entschuldigung von den Heuchlern? Die sollen sich lieber selber richten, für das was sie euch angetan haben.

      Pädophil sein heisst Kinderlieb zu sein

      brötchen schrieb:

      Hallo Webby,
      ich möchte Dir gern die Beiträge Nr. 8 und Nr. 9 empfehlen und besonders den oberen Link um nachvollziehen zu können, was zu unserer Zeit das Nonplusultra katholischer Heimpädagogik war, ich bin dort (und in Appelhülsen) ziemlich vermurkst worden. Von den 10 Jahren fast ununterbrochener Heimerziehung in katholischen Einrichtungen habe ich mich nie wirklich erholt. Ich bin unfähig zu Menschen eine einigermaßen vertrauensvolle Beziehung aufzubauen weil ich zu mißtrauisch bin und ihnen ihre Gefühle für mich nicht glaube. Ich vermute immer, daß sie ein eigenes Spiel mit mir spielen wollen, wobei ich nur Mittel zum Zweck bin. Welche Partnerin hält so etwas auf Dauer aus?

      Ja stimmt, deswegen habe ich ein Pferd und arbeite mit Pferden. Pferde lügen nicht, sind nie scheißfreundlich zu dir und Du weisst immer woran Du bei Ihnen bist. Sie sind fast wie Heimkinder, ängstlich- zumindest reserviert und man kann ihnen nichts einreden. Sie vertrauen dir, wenn du bewiesen hast durch Tun, dass du der bist, für den du dich ausgibst, damit komme ich gut klar.

      Bin ich nun ein verbitterter, alter Mann, der mit der Welt so wie sie ist nicht mehr klar kommt? Nicht wirklich. Ich schließe heute einfach keine Kompromisse mehr, ich bin verdammt nochmal nicht auf der Welt um so zu sein wie ändere mich gerne hätten, ich zieh mein Ding durch, so wie ich denke, dass es gut für mich ist, ohne Rücksichtnahme auf die Befindlichkeiten anderer! Ich bin lange zur See gefahren und mir dann später als Holz-Designer einen Namen gemacht, ich habe ein Buch geschrieben dass sich gut verkauft und bin gerade von meiner Partnerfirma beauftragt worden, Hannover geschäftlich neu aufzubauen.

      Nein, ich steh mitten im Leben und es geht mir gut. Was ich aber will, ist eine förmliche Entschuldigung dieser katholischen, pädophilen Heimpädagogen die mir 10 Jahre meiner Kindheit geraubt haben. Ich werde darauf nicht verzichten. Ich habe gerade an den Bundestagspräsidenten geschreiben, auf seiner Webseite ist das nachzulesen, und ihn gebeten, bei der Deutschen Bischofskonferenz eine förmliche Entschuldigung für uns Heimkinder einzufordern.


      Hi Brütchen, Pädokriminelle Pfaffen und Kleriker sollten genau so - wie sie uns behandelt und mit uns umgegangen sind - behandelt werden. Kriege ich diesen Pater Vincens und Wilhelm in die Hände werde ich ihnen genau das antun was mir angetan wurde. Erst gestern hörte ich von einem Vertrauten des Peter Wensierski, welcher mir sagte, dieser Vincens habe sogar das Bundesverdienstkreuz am Bande für seine Taten erhalten. Kann das wirklich sein? Wenn ja - schreibe ich der Justizministerin Frau Leutheuser Schnarrenberger und bitte, dafür zu sorgen dem gemeingefährlichen Vincens das Ding wieder abzunehmen. Pater Gabriel, Antonius, Wilhelm, Bruder Bertold und seine "Ingnatius-Bande" sollten allesamt zur Verantwortung gezogen werden dürfen und zwar von jenen, denen sie diese Dinge angetan haben. Du schreibst schon ziemlich deutlich über das was du empfindest und auch klug darüber, nicht wirklich Vertrauen geben und bekommen zu können - denn ich kanns nämlich nachvollziehen weil ich ja gleiches erlebe und bin zur Empathie nur begrenzt in der Lage. Die jovialen Brüder und Patres haben da ganze Arbeit geleistet. Deren Krankheit hat auf uns abgefärbt. Wir ertrugen ihre Kreuze welche sie zu tagen nicht in der Lage waren. Komplette Übertragung und Projektion .. Und wenn man von den Dingen, der Psychologie, insbesondere der analytischen Psychologie, etwas versteht - was dem beschädigten EGO und der inne wohnenden Persönlichkeit nicht wirklich hilft - ist das Ertragen und Verarbeiten dieser Erlebnisse um ein vielfaches schwieriger. Kopf hoch - auch im Alter Brötchen. Du kommst da irgendwie durch.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Ente“ ()

      Nabend zusammen,

      Deine Frage, Ente, ist schnell beantwortet: NEIN! Hier muss niemand etwas bezahlen! Das unterscheidet uns vielleicht von anderen Foren, aber hier fallen natürlich auch Kosten an, von der Software bis zum Anbieter, von der gelegentlichen Unterstützung von in Not geratenen Heimis bis zu Porto- und Paketkosten, von Trauergebinden für verstorbene User und Päckchen für kranke Heimis...es läppert sich. Und wer bezahlt das nun?
      In schöner Regelmäßigkeit bittet unsere Christel, meist am Monatsanfang unsere Forumsmitglieder darum nach eigenen Möglichkeiten, etwas zum finanziellen Fortbestand unseres Forums beizusteuern. Wer kann, gibt.
      Was passiert mit dem Geld? Es gibt zwei Forumskonten auf die eingezahlt werden kann. Die werden von je einem Mitglied geführt. Nach Geldeingang von einem Spender wird das von Christel den anderen Beteiligten gemeldet und der Spender erhält ein Dankeschön das ihm beweist, das seine Spende verbucht ist. Ein Mißbrauch ist bei so vielen in der Sache involvierten: Christel, Kupfer, Uta, Chaser, Ulli, Susa und Brötchen absolut ausgeschlossen. Dringende Ausgaben werden gemeinsam beschlossen und zeitnah durchgeführt damit unser Forum weiterleben kann, denn nur gemeinsam sind wir stark...Alleingänge finanzieller Art sind nicht möglich.
      God forbid that I should go to any Heaven in which there are no horses

      Thanx Brötchen

      Zunächst Danke für Deine Antwort:
      Ich habe folgeden Brief an den BTP geschrieben. Kannst du - so hoffe ich - morgen auf dessen Plattform lesen.

      Hier jetzt zu lesen:

      Sehr geehrter Herr Bundestagspräsident,

      Ich würde Ihnen gern eine Frage stellen und eine Bitte formulieren.

      Ich las auf Ihrer Seite einen wenig beachteten Beitrag eines durch Kleriker in Heimen geschädigten Mannes. Der Mut des Herrn ist bewundernswert. Die Frage die er stellt wird abhängig von den Voten durch Sie entschieden. Eigentlich unfassbar. Kann eine solche Frage die essenziel tief unter die Haut geht ohne Vote behandelt werden? Ansonsten: Ich hoffe da wird sehr viel positiv gevotet. Denn ich möchte dessen Frage und Anliegen tatkräftig unterstützen.

      Meine Frage die sich dieser Erkenntnis anschließt: Was glauben Sie, ist dem deutschen Staat an Schaden, Steuerverlust und an Kosten den Sozialversicherungen entstanden, weil Kleriker - möglicherweise in „guter Absicht“ (*) – den ihnen anvertrauten Kindern, Jugendlichen, die Seele, deren Kinderjahre und deren Lachen gestohlen haben? Kleriker, die das Kind-sein versauten, der Kinder Leben ruiniert und zerstört haben und deren Restseele ein Leben lang durch das eigene Sosein irritiert, ohne eine wirkliche Chance, dahinschimmelte.

      Menschen, die ihr Leben lang nie wirklich in der Lage waren Leistung zu bringen, die nicht wirklich Leben sondern nur Überleben konnten, nie Vertrauen zu lieben Menschen bindend aufbauen konnten weil sie „vertrauen“ nicht erlebt haben. Wie sollten jene so etwas lernen? Missbrauch ist ein gemeines Scheusal welches die Kinderseele frisst die niemals mehr wachsen kann. Niemals mehr echtes Lachen und Fröhlichkeit – nie wieder unbefangen leben können. Das ist und war kein Leben. Auch ich kann ein Lied darüber singen. Diese Menschen – und ich weiß wovon ich spreche – kannten damals nur Schmerz, offene Trauer, tägliche Traurigkeit und die ständige Frage nach dem Warum, versteinerte Seelen, quälendes Heimweh, stete Qualen, züchtige Folter, gemeine Bespitzelung, Kontrolle und Freiheitsraub, Briefzensur und sexuellen Missbrauch. Wagten sie das zu beichten, zu berichten, wurden sie der Lüge bezichtigt und von Tätern noch verhöhnt. Ein Leben lang wird ein Mensch darüber nicht mehr glücklich. In einem solchen „Kinderknast“ war auch ich, dem Salvator Kolleg Klausheide, nahe dem Erzbistum Paderborn, dessen Bistumsleiter der Oberkleriker, der berühmte Kardinal Degenhard war. Das war in den Jahren 1966 – 1970. Meine einzige Straftat war jene, Eltern zu haben, so der offizielle Jugendamtsbericht, welche eine Ehe lebten die akonfessionell geschlossen wurde - und die angebl. nicht in der Lage waren für mich zu sorgen. Wie sich später herausstellt eine Diffamierung. Deswegen saß ich dort im Kolleg ein. Ein Kindsknasti welches nicht verstand, nicht wusste, warum es so eine Leid erdulden mußte. Jener Degenhardt also - der – so ich erinnere - dem Eugen Drewermann seinen Beruf verbot und dessen Gesinnung „bestrafte“. Der also hatte Verantwortung. Der wusste was abging. Er tat nichts!

      In Briefen schilderte ich den Eltern und Verwandten mein Leid. Wem sonst? Aber die Briefe, in denen ich absolut vertrautes schilderte - sie wurden zensiert, zerrissen und verbrannt. Die Briefe kamen nie an. Ich deshalb der Lüge bezichtigt und für mein Schreiben bestraft. Wen also hätte ich bitten können mir zu helfen und wen bitte hätte ich die schlimmen Dinge sagen können? Extra für sie schreibe ich; Ich wurde von Frauen, sprich Nonnen, durch die Kindheit geprügelt. Ich darf Ihnen auch schreiben, dass ich seit meiner Kindheit unter Dauerdepressionen und anderen psychischen Krankheiten leide und mit 50 Jahren Rentner wurde.

      Deshalb frage ich Sie bittend: Würde es Ihnen etwas ausmachen diese scheußlichen Taten offen zu rügen, sich für Ersatz und Entschädigung stark machen und mithelfen, dass solche Dinge für immer unmöglich werden. Das wäre meine - schamlos an Sie herangetragene - Bitte. Eine kleine Bitte. Bitte Sie - tun Sie etwas. Wer - wenn nicht Sie?

      Ich freue mich über Ihre Antwort und verbleibe mit

      freundlichen Grüßen
      Peter R.


      (*) zyn