Hövelhof, Salvatorkolleg Klausheide

      Hövelhof, Salvatorkolleg Klausheide

      Ich suche Heimkinder, aus der Zeit 1950-1970 die im Salvator Kollege Klausheide/ Hövelhof, bei Paderborn wahren
      Bitte meldet Euch.

      Gruß Aiken
      Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines. Das eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses eine Blatt allein, war Teil von unserem Leben. Darum wird dieses Blatt allein uns immer wieder fehlen.
      Eric
      Salvator Kolleg

      Salvatorstr. 45
      33161 Hövelhof

      Tel: 05257 - 503 0
      Fax: 05257 - 503 270

      Email: info@salvator-kolleg.de




      Betreuungsformen:


      18 Heimplätze gibt es in drei Gruppen mit intensiv - therapeutischen Betreuungsaufwand und dem Personalschlüssel: 1 : 1

      18 Heimplätze halten wir vor in drei intensiv - pädagogisch betreuten Gruppen mit dem Personalschlüssel: 1 : 1,5

      30 Heimplätze können belegt werden in vier Regelgeführten Gruppen mit dem Personalschlüssel: 1 : 1,92

      Zwei von diesen Gruppen leben in Häusern in der Paderborn.

      22 Heimplätze gibt es in drei Gruppen mit dem Betreuungsaufwand I und dem Personalschlüssel: 1 : 4,5

      8 Heimplätze können belegt werden in einer Gruppe mit dem Betreuungsaufwand II und dem Personalschlüssel: 1: 8

      Darüber hinaus bieten wir vielfältige Formen des betreuten Wohnens an.







      Schulangebote:

      Auf dem Gelände des Heimes gibt es eine staatlich genehmigte Ganztagsschule als Ersatzsonderschule für Erziehungshilfe in der Sekundarstufe I mit den Klassen 5 bis 10. Der Unterricht wird nach dem Lehrplan der Hauptschule erteilt.

      Im gleichen Gebäude, das 1987 neu errichtet worden ist, gibt es eine staatlich genehmigte Ersatzsonderschule für Erziehungshilfe in der Sekundarstufe II mit den Klassen: Vorklasse zum Berufsgrundschuljahr, Berufsgrundschul- jahr, mehrere Fachklassen für die Werker-Auszubildenen gem. §§ 64-66 BBIG und gem. § 42b HWO



      Berufsausbildungsangebot:


      Die Berufsausbildung ist besonders geeignet, jungen Menschen konkrete Lebenshilfe zu geben. Neben Fachkenntnissen und Fachfertigkeiten werden persönliche und soziale Kompetenzen vermittelt.

      Die aktive Teilnahme am Arbeitsmarkt trägt zur gesellschaftlichen Integration bei. Durch einen erfolgreichen Berufsabschluß wird der Wert der Person bestätigt, das Selbstwertgefühl gesteigert und die Sozialisation weitergeführt. Im Salvator Kolleg gibt es Berufsausbildungsangebote in 12 unterschiedlichen Betrieben sowohl für 13 Vollausbildungen als auch für 13 Werkerausbildungen.

      Diese sind:

      Vollausbildung gem. § 4 BBiG und § 25 HWO
      Bäcker, Elektroinstallateur, Gärtner-Landschaftsbau, Gärtner-Zierpflanzenbau, Hauswirtschafter, Koch, Maler und Lackierer, Maurer, Metallbauer, Konstruktions-Mechaniker-Schweißtechnik, Holzmechaniker, Konstruktions-Mechaniker-Ausrüstungstechnik, Schweißer-Kurssystem.

      Werkerausbildung gem. § 64 - 66 BBiG und § 42b HWO
      Bäckerwerker, Nachrichtengerätemechaniker, Gartenbaufachwerker-Landschaftsbau, Gartenbaufachwerker-Zierpflanzenbau, Hauswirtschaftshelfer, Teilkoch, Beikoch, Bau- und Metallmaler, Hochbaufachwerker, Metallbearbeiter, Schweißwerker, Holzbearbeiter, Recyclingwerker.

      In unseren Ausbildungsstätten werden auch Kundenwünsche erfüllt, damit der Auszubildende realitätsbezogen angeleitet werden kann. Die Zufriedenheit des Kunden hat starken Einfluss auf die positive Motivation des Auszubildenden.



      Therapeutische Angebote:


      Die möglichen und im Salvator Kolleg angewandten Therapieformen sind im Einzelnen:



      Tiefenpsychologisch fundierte Therapie

      Gehört zu den Klientenzentrierten Therapieformen und lässt den im Mittelpunkt stehenden Klienten in dem Tempo psychisch gesunden, das für ihn aushaltbar ist. Klientenzentrierte Therapieformen sind angezeigt unter anderem bei folgenden psychischen Störungen:

      * Depressionen
      * Störungen des Sozialverhaltens (mit Bindungstörungen/ Aggressionen)
      * Dissoziale Persönlichkeitsstörungen
      * Traumafolgen (Akute und posttraumatische Belastungsreaktionen als Folge von physischen und psychischen Verletzungen)

      Körperorientierte Psychotherapie/ Bioenergetische Analyse

      In ihrer Methodik beruht die Bioenergetische Analyse auf der Psychoanalyse, findet aber ihre Verwendung in Bereich der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie. Durch die Arbeit mit dem Körper gelingt es, unbewusste Inhalte auf zunächst nonverbalem Weg ins Bewusstsein zu holen, um sie einer verbalen Auseinandersetzung zuzuführen.

      In Abgrenzung zur tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie wird erst in der Reflexion kognitiv sprachlich gearbeitet. Die Methode findet ihre Anwendung im Bereich eines breiten Störungsspektrums. Sie hat aber deutliche Vorteile immer dann, wenn das Erleben von Gefühlen reduziert ist, bei Defiziten im sprachlichen Bereich oder wenn mittels guter sprachlicher Kompetenz das Einlassen auf den therapeutischen Prozess unbewusst verhindert wird.


      Verhaltenstherapeutische Therapieverfahren

      Diese finden immer dann ihre Anwendung , wenn ein klar umschriebendes Störungsbild vorhanden ist. (Einkoten/Einnässen/soziale Ängste/Phobien)


      Kognitiv behaviorale Verfahren

      Kognitiv behaviorale Verfahren werden im Bereich sexuell abweichenden Verhaltens angewandt. Diese Methode impliziert - neben klassischen psychotherapeutischen Techniken - eine Vernetzung mit der pädagogischen Ebene. Ziel ist, das abweichende Sexualverhalten fächerübergreifend zu minimieren. Die Leitlinie dieser Arbeit ist der Opferschutz. In zweiter Linie ermöglicht diese Methode dem Jugendlichen, der ein sexuell deviantes bzw. delinquentes Verhalten bearbeiten will oder muss, zurückzufinden zu einer Sexualität, die geprägt ist von Gewaltlosigkeit.

      Über die verschiedenen Verfahren hinaus finden spieltherapeutische Angebote (altersspezifisch), Entspannungsverfahren und Methoden der Selbsterfahrung Eingang in die therapeutische Arbeit. Die Anwendung der hier beschriebenen Therapieformen im Einzelfall setzt eine vorherige Absprache aller im Hilfeplanprozess Beteiligten im Hilfeplangespräch voraus. Die intern durchgeführten psychotherapeutischen Maßnahmen kommen ausschließlich für die jungen Menschen zur Anwendung, die aufgrund ihrer besonderen Problematik und Schwellenangst nur mit einer "Geh-Struktur" erreicht werden können.

      Unterstützend für jegliches therapeutische Vorhaben ist der hohe Vernetzungsgrad (Wohngruppe, Schule, Ausbildungsbetrieb), der durch eine hausinterne Therapie gewährleistet ist. Die Abrechnung erfolgt über Fachleistungsstunden gemäß der Anlage 4 zum Rahmenvertrag I vom 24.12.1998. Im Falle einer medizinischen Indikation (Kostenübernahme durch Krankenkassen) gilt die Nachrangigkeit der Jugendhilfe und werden externe Therapeuten in Anspruch genommen.


      Einzelbetreuungsangebote

      Einzelbetreuungsangebote, wie die Nachbetreuung oder das sozialpädagogisch betreute Wohnen werden im Einzelfall bedarfsgerecht durchgeführt. Die Betreuungsdichte richtet sich dabei nach dem Einzelfall und ist zeitlich begrenzt. Die Finanzierung erfolgt in solchen Fällen über Sondervereinbarungen.


      Psychiatrische Ambulanz

      Die Ärztin für Kinderheilkunde, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapeutin Frau Dr. med. Vogel bietet monatlich eine psychiatrische Ambulanz im Salvator Kolleg an. Diese Ambulanz dient der Vorbereitung oder Nachbetreuung von stationären Psychiatrieaufenthalten im Westfälischen Institut für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Hamm. Die Finanzierung erfolgt im Einzelfall über Sondervereinbarungen. Dabei gilt der Grundsatz der Nachrangigkeit der Jugendhilfe gegenüber sonstigen Trägern von Sozialleistungen.



      Aufnahmekriterien:


      Die männlichen Kinder, Jugendliche und jungen Erwachsenen werden überregional aufgenommen.

      Voraussetzung für eine Aufnahme ist eine Förderung nach §§ 34, 35, 35a und 41 SGB VIII. Darüber hinaus werden Hilfen nach den §§ 13 und 27ff SGB VIII, den §§ 53/54 und 67/68 SGB XII sowie §§ 12,71 und 72 JGG angeboten.
      Zeit die wir uns nehmen, ist Zeit die uns etwas bringt!
      Salvator Kolleg

      Salvatorstr. 45
      33161 Hövelhof

      Tel: 05257 - 503 0
      Fax: 05257 - 503 270

      Email: info@salvator-kolleg.de





      Betreuungsformen:


      18 Heimplätze gibt es in drei Gruppen mit intensiv - therapeutischen Betreuungsaufwand und dem Personalschlüssel: 1 : 1

      18 Heimplätze halten wir vor in drei intensiv - pädagogisch betreuten Gruppen mit dem Personalschlüssel: 1 : 1,5

      30 Heimplätze können belegt werden in vier Regelgeführten Gruppen mit dem Personalschlüssel: 1 : 1,92

      Zwei von diesen Gruppen leben in Häusern in der Paderborn.

      22 Heimplätze gibt es in drei Gruppen mit dem Betreuungsaufwand I und dem Personalschlüssel: 1 : 4,5

      8 Heimplätze können belegt werden in einer Gruppe mit dem Betreuungsaufwand II und dem Personalschlüssel: 1: 8

      Darüber hinaus bieten wir vielfältige Formen des betreuten Wohnens an.







      Schulangebote:

      Auf dem Gelände des Heimes gibt es eine staatlich genehmigte Ganztagsschule als Ersatzsonderschule für Erziehungshilfe in der Sekundarstufe I mit den Klassen 5 bis 10. Der Unterricht wird nach dem Lehrplan der Hauptschule erteilt.

      Im gleichen Gebäude, das 1987 neu errichtet worden ist, gibt es eine staatlich genehmigte Ersatzsonderschule für Erziehungshilfe in der Sekundarstufe II mit den Klassen: Vorklasse zum Berufsgrundschuljahr, Berufsgrundschul- jahr, mehrere Fachklassen für die Werker-Auszubildenen gem. §§ 64-66 BBIG und gem. § 42b HWO



      Berufsausbildungsangebot:


      Die Berufsausbildung ist besonders geeignet, jungen Menschen konkrete Lebenshilfe zu geben. Neben Fachkenntnissen und Fachfertigkeiten werden persönliche und soziale Kompetenzen vermittelt.

      Die aktive Teilnahme am Arbeitsmarkt trägt zur gesellschaftlichen Integration bei. Durch einen erfolgreichen Berufsabschluß wird der Wert der Person bestätigt, das Selbstwertgefühl gesteigert und die Sozialisation weitergeführt. Im Salvator Kolleg gibt es Berufsausbildungsangebote in 12 unterschiedlichen Betrieben sowohl für 13 Vollausbildungen als auch für 13 Werkerausbildungen.

      Diese sind:

      Vollausbildung gem. § 4 BBiG und § 25 HWO
      Bäcker, Elektroinstallateur, Gärtner-Landschaftsbau, Gärtner-Zierpflanzenbau, Hauswirtschafter, Koch, Maler und Lackierer, Maurer, Metallbauer, Konstruktions-Mechaniker-Schweißtechnik, Holzmechaniker, Konstruktions-Mechaniker-Ausrüstungstechnik, Schweißer-Kurssystem.

      Werkerausbildung gem. § 64 - 66 BBiG und § 42b HWO
      Bäckerwerker, Nachrichtengerätemechaniker, Gartenbaufachwerker-Landschaftsbau, Gartenbaufachwerker-Zierpflanzenbau, Hauswirtschaftshelfer, Teilkoch, Beikoch, Bau- und Metallmaler, Hochbaufachwerker, Metallbearbeiter, Schweißwerker, Holzbearbeiter, Recyclingwerker.

      In unseren Ausbildungsstätten werden auch Kundenwünsche erfüllt, damit der Auszubildende realitätsbezogen angeleitet werden kann. Die Zufriedenheit des Kunden hat starken Einfluss auf die positive Motivation des Auszubildenden.



      Therapeutische Angebote:


      Die möglichen und im Salvator Kolleg angewandten Therapieformen sind im Einzelnen:



      Tiefenpsychologisch fundierte Therapie

      Gehört zu den Klientenzentrierten Therapieformen und lässt den im Mittelpunkt stehenden Klienten in dem Tempo psychisch gesunden, das für ihn aushaltbar ist. Klientenzentrierte Therapieformen sind angezeigt unter anderem bei folgenden psychischen Störungen:

      * Depressionen
      * Störungen des Sozialverhaltens (mit Bindungstörungen/ Aggressionen)
      * Dissoziale Persönlichkeitsstörungen
      * Traumafolgen (Akute und posttraumatische Belastungsreaktionen als Folge von physischen und psychischen Verletzungen)

      Körperorientierte Psychotherapie/ Bioenergetische Analyse

      In ihrer Methodik beruht die Bioenergetische Analyse auf der Psychoanalyse, findet aber ihre Verwendung in Bereich der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie. Durch die Arbeit mit dem Körper gelingt es, unbewusste Inhalte auf zunächst nonverbalem Weg ins Bewusstsein zu holen, um sie einer verbalen Auseinandersetzung zuzuführen.

      In Abgrenzung zur tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie wird erst in der Reflexion kognitiv sprachlich gearbeitet. Die Methode findet ihre Anwendung im Bereich eines breiten Störungsspektrums. Sie hat aber deutliche Vorteile immer dann, wenn das Erleben von Gefühlen reduziert ist, bei Defiziten im sprachlichen Bereich oder wenn mittels guter sprachlicher Kompetenz das Einlassen auf den therapeutischen Prozess unbewusst verhindert wird.


      Verhaltenstherapeutische Therapieverfahren

      Diese finden immer dann ihre Anwendung , wenn ein klar umschriebendes Störungsbild vorhanden ist. (Einkoten/Einnässen/soziale Ängste/Phobien)


      Kognitiv behaviorale Verfahren

      Kognitiv behaviorale Verfahren werden im Bereich sexuell abweichenden Verhaltens angewandt. Diese Methode impliziert - neben klassischen psychotherapeutischen Techniken - eine Vernetzung mit der pädagogischen Ebene. Ziel ist, das abweichende Sexualverhalten fächerübergreifend zu minimieren. Die Leitlinie dieser Arbeit ist der Opferschutz. In zweiter Linie ermöglicht diese Methode dem Jugendlichen, der ein sexuell deviantes bzw. delinquentes Verhalten bearbeiten will oder muss, zurückzufinden zu einer Sexualität, die geprägt ist von Gewaltlosigkeit.

      Über die verschiedenen Verfahren hinaus finden spieltherapeutische Angebote (altersspezifisch), Entspannungsverfahren und Methoden der Selbsterfahrung Eingang in die therapeutische Arbeit. Die Anwendung der hier beschriebenen Therapieformen im Einzelfall setzt eine vorherige Absprache aller im Hilfeplanprozess Beteiligten im Hilfeplangespräch voraus. Die intern durchgeführten psychotherapeutischen Maßnahmen kommen ausschließlich für die jungen Menschen zur Anwendung, die aufgrund ihrer besonderen Problematik und Schwellenangst nur mit einer "Geh-Struktur" erreicht werden können.

      Unterstützend für jegliches therapeutische Vorhaben ist der hohe Vernetzungsgrad (Wohngruppe, Schule, Ausbildungsbetrieb), der durch eine hausinterne Therapie gewährleistet ist. Die Abrechnung erfolgt über Fachleistungsstunden gemäß der Anlage 4 zum Rahmenvertrag I vom 24.12.1998. Im Falle einer medizinischen Indikation (Kostenübernahme durch Krankenkassen) gilt die Nachrangigkeit der Jugendhilfe und werden externe Therapeuten in Anspruch genommen.


      Einzelbetreuungsangebote

      Einzelbetreuungsangebote, wie die Nachbetreuung oder das sozialpädagogisch betreute Wohnen werden im Einzelfall bedarfsgerecht durchgeführt. Die Betreuungsdichte richtet sich dabei nach dem Einzelfall und ist zeitlich begrenzt. Die Finanzierung erfolgt in solchen Fällen über Sondervereinbarungen.


      Psychiatrische Ambulanz

      Die Ärztin für Kinderheilkunde, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapeutin Frau Dr. med. Vogel bietet monatlich eine psychiatrische Ambulanz im Salvator Kolleg an. Diese Ambulanz dient der Vorbereitung oder Nachbetreuung von stationären Psychiatrieaufenthalten im Westfälischen Institut für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Hamm. Die Finanzierung erfolgt im Einzelfall über Sondervereinbarungen. Dabei gilt der Grundsatz der Nachrangigkeit der Jugendhilfe gegenüber sonstigen Trägern von Sozialleistungen.



      Aufnahmekriterien:


      Die männlichen Kinder, Jugendliche und jungen Erwachsenen werden überregional aufgenommen.

      Voraussetzung für eine Aufnahme ist eine Förderung nach §§ 34, 35, 35a und 41 SGB VIII. Darüber hinaus werden Hilfen nach den §§ 13 und 27ff SGB VIII, den §§ 53/54 und 67/68 SGB XII sowie §§ 12,71 und 72 JGG angeboten.
      Zeit die wir uns nehmen, ist Zeit die uns etwas bringt!
      Sie haben schnell gelernt, die katholischen Salvatorianerbrüder in Klausheide-Hövelhof und ihr Vokabular der Jetztzeit angepasst, jedoch das Gewand der Lehre der römischen Kirche ist das der blutbefleckten Inquisition. Ich übertreibe? Nein, gewiss nicht.

      Diese Kirche die selbst Sekte war, ehe sie sich durch brutalste Machtpolitik den Weg zur Staatsreligion erkämpfte, sie und ihre modernen Inquisitoren - die sogenannten Sektenbeauftragten beider Kirchen - beherrschen immer noch virtuos das gesamte Repertoire der Verächtlichmachungen, Warnungen, Verfälschungen und Halbwahrheiten der Vergangenheit, wenn es gilt, unliebsame Menschen oder Vereinigungen zu diskreditieren. Denn für die modernen Inquisitoren der römischen wie auch der evangelischen Kirche ist noch immer ein Satz des größenwahnsinnigen Benedetto Caetani, alias Papst Bonifatius VIII. aus dem Jahre 1302 das granitene Fundament ihres fanatischen Eifers. In seiner Bulle 'Unam Sanctam' verkündete er der Christenheit: "Wir erklären, sprechen es aus und definieren es, daß es jeglichem menschlichen Wesen vollständig heilsnotwendig ist, dem römischen Pontifex zu unterstehen."
      Die heutige Weltanschauung der Kirchen sei genauso intolerant wie die der mittelalterlichen Kirchen, schreibt ein bekannter Staatsrechtler aus Köln (Prof M. Kriele). An Stelle von Folter und Feuer werde heute Rufmord praktiziert.

      Ich war 3 Jahre in Klausheide. Egal was die tiefschwarzen Pseudotherapeuten dort heute in wohlgesetzten Worten dem einfältigen Publikum vorsetzen mögen...ich glaube Ihnen nicht...ich kenne sie zu gut.
      God forbid that I should go to any Heaven in which there are no horses

      Römisch Katholische Kirche - nach wie vor die gleichen Methoden ...

      Original von brötchen
      Sie haben schnell gelernt, die katholischen Salvatorianerbrüder in Klausheide-Hövelhof und ihr Vokabular der Jetztzeit angepasst, jedoch das Gewand der Lehre der römischen Kirche ist das der blutbefleckten Inquisition. Ich übertreibe? Nein, gewiss nicht.

      Diese Kirche die selbst Sekte war, ehe sie sich durch brutalste Machtpolitik den Weg zur Staatsreligion erkämpfte, sie und ihre modernen Inquisitoren - die sogenannten Sektenbeauftragten beider Kirchen - beherrschen immer noch virtuos das gesamte Repertoire der Verächtlichmachungen, Warnungen, Verfälschungen und Halbwahrheiten der Vergangenheit, wenn es gilt, unliebsame Menschen oder Vereinigungen zu diskreditieren. Denn für die modernen Inquisitoren der römischen wie auch der evangelischen Kirche ist noch immer ein Satz des größenwahnsinnigen Benedetto Caetani, alias Papst Bonifatius VIII. aus dem Jahre 1302 das granitene Fundament ihres fanatischen Eifers. In seiner Bulle 'Unam Sanctam' verkündete er der Christenheit: "Wir erklären, sprechen es aus und definieren es, daß es jeglichem menschlichen Wesen vollständig heilsnotwendig ist, dem römischen Pontifex zu unterstehen."
      Die heutige Weltanschauung der Kirchen sei genauso intolerant wie die der mittelalterlichen Kirchen, schreibt ein bekannter Staatsrechtler aus Köln (Prof M. Kriele). An Stelle von Folter und Feuer werde heute Rufmord praktiziert.

      Ich war 3 Jahre in Klausheide. Egal was die tiefschwarzen Pseudotherapeuten dort heute in wohlgesetzten Worten dem einfältigen Publikum vorsetzen mögen...ich glaube Ihnen nicht...ich kenne sie zu gut.

      In DIESER, DEINER AUSSAGE muß ich Dir hundertprozentig beipflichten !!!

      Und weil Du das in DIESEM DEINEN BEITRAG so gut beschrieben hast, möchte ich Dir - und allen anderen HIER im imheim.eu-Forum, die es interessiert - ebenso folgenden BLOG zum lesen empfehlen, wo ein "Ehemaliges Heimkind" Sancta Nongarta schon beinahe drei lange Jahre lang beinahe täglich an Papst Benedikt VXI schreibt WIDER DIE FOLTER, ohne bisher je eine Antwort von ihm bekommen zu haben.
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.
      Der Beitrag von brötchen ist sehr gut verfasst, es sind nur anerkannte Sekten.. Ich habe ein Film aus dem Salvator Kolleg gesehen. Ich hatte diesen 2003 von Arte angefordert. Es ist Archivmaterial, das als Beweismittel dienen sollte, um Pater Vincent zu Überführen. Seine Lügen den Opfern gegenüber, und was zu seiner Zeit im Salvator Kolleg wirklich geschah, konnte mit dieser Dokumentation bewiesen werden. Er selber zeigte in dem Film die Zelle, in denen Heimkinder über Wochen eingesperrt wurden. Auch zeigte er und sagte,,, wir mussten in diesem Raum eine Lampe in die Decke intrigieren, weil sich an der Lampe Heimkinder versucht haben zu erhängen",und das voller Stolz.!! Ein jugendsamt Mitarbeiter bestätigte das Verhalten von Pater Vincent.

      Pater Minas sagte dem SWF später, das dort in Klausheide die Jugendlichen versklavt worden sind.
      Das Salvator Kolleg trug damals den Namen einer Ausbildungsstätte, und nicht als Fürsorgeheim. Pater Vincent hat ein Fürsorgeheim daraus gemacht.Eltern aus ganz Deutschland wahren im Glauben, etwas Gutes für Ihre Kinder zu tun,"-Kollegium" hört sich ja auch erst einmal gut an.Damalige Jugendliche die dort im Salvator Kollege zu dieser Zeit wahren, wurden in dem Film interviewt . Einige konnten nur noch auf der Erde schlafen, und nicht im Bett. Es wahren Zwangshandlungen. Andere konnten nur noch im freien Leben, das heißt, sie konnte in keinem Haus oder Wohnung mehr leben.Sie lebten auf deutschen Straßen.Wieviele Sich das Leben genommen hatten, weiß ich nicht aber die Jugendlichen die in den 60 und 70 Jahren im Salvator
      Kolleg untergebracht wahren sind durch die Hölle gegangen.
      swr.de/report/-/id=233454/nid=…2590106/h1stsw/index.html
      frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/31/0,1872,7227519,00.html

      frontal21.zdf.de/ZDFforum/ZDFde/inhalt/12/0,1872,7227596,00/
      Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines. Das eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses eine Blatt allein, war Teil von unserem Leben. Darum wird dieses Blatt allein uns immer wieder fehlen.
      Eric

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Aiken“ ()

      RE: Hövelhof Salvator Kolleg Klausheide - SYSTEM: Versklavung, Misshandlung und sexueller Missbrauch

      Original von Aiken
      Der [ obige ] Beitrag von brötchen ist sehr gut verfasst, [ die beiden Grosskirchen / Amtskirchen ] es sind nur anerkannte Sekten.

      Ich habe ein Film aus dem Salvator Kolleg gesehen. Ich hatte diesen 2003 von Arte angefordert. Es ist Archivmaterial, das als Beweismittel dienen sollte, um Pater Vincent zu überführen. Seine Lügen den Opfern gegenüber, und was zu seiner Zeit im Salvator Kolleg wirklich geschah, konnte mit dieser Dokumentation bewiesen werden. Er selber zeigte in dem Film die Zelle, in der Heimkinder über Wochen eingesperrt wurden. Auch zeigte er und sagte, „wir mussten in diesem Raum eine Lampe in die Decke intrigieren, weil sich an der Lampe Heimkinder versucht haben zu erhängen“, und das voller Stolz!! Ein Jugendsamt-Mitarbeiter bestätigte das Verhalten von Pater Vincent.

      Pater Minas [ der 1971 Direktor von Hövelhof Hövelhof Salvator Kolleg Klausheide wurde ] sagte dem SWF später, dass dort in Klausheide die Jugendlichen versklavt worden sind.

      Das Salvator Kolleg trug damals den Namen einer Ausbildungsstätte, und nicht als Fürsorgeheim. Pater Vincent hat ein Fürsorgeheim daraus gemacht. Eltern aus ganz Deutschland waren im Glauben, etwas Gutes für Ihre Kinder zu tun, „Kollegium“ hört sich ja auch erst einmal gut an. Damalige Jugendliche die dort im Salvator Kollege zu dieser Zeit waren, wurden in dem Film interviewt. Einige konnten nur noch auf der Erde schlafen, und nicht im Bett. Es waren Zwangshandlungen. Andere konnten nur noch im freien Leben, das heißt, sie konnte in keinem Haus oder Wohnung mehr leben. Sie lebten auf deutschen Straßen. Wie viele sich das Leben genommen hatten, weiß ich nicht aber die Jugendlichen die in den 60 und 70 Jahren im Salvator Kolleg untergebracht waren sind durch die Hölle gegangen.

      swr.de/report/-/id=233454/nid=…2590106/h1stsw/index.html

      frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/31/0,1872,7227519,00.html

      frontal21.zdf.de/ZDFforum/ZDFde/inhalt/12/0,1872,7227596,00/

      Danke Aiken !!!

      Und danke auch, daß Du noch einmal besonders auf diese drei wichtigsten Links hingewiesen hast !!!

      Noch hinzufügen, für die die diesen Fernsehbeitrag „Der Mann ohne Gedächtnis - Amnesie“ nicht gesehen haben, möchte ich diesen Link zu einem detailierten Text dieser Leidensgeschichte dieses Ehemaligen Heimkindes aus „Klausheide“ ( und sicherheitshalber gleich zwei Links dazu, falls dieser Text in Zukunft an der einen oder anderen Stelle wieder aus dem Internet verschwinden sollte ! )

      mallorca.eins.de/article/2008/…mann-ohne-ged%C3%A4chtnis

      dessau.eins.de/article/2008/06…mann-ohne-ged%C3%A4chtnis

      Und weil ALL DIESE LINKS, meines Erachtens, auch zum Thema „Versklavung“ / „Zwangsarbeit“ so überaus wichtig sind, möchte ich jetzt HIER IN DIESEM THREAD ebenfalls ein Kreuzverweis zu dem Diskussionsfaden / Thread »Warum wurden damalige „Heimkinder-Zwangsarbeiter“ nicht für ihre Arbeit bezahlt?« mit Untertiteln »Archivmaterial eindeutig belegt Zwangsarbeit, Misshandlung, Missbrauch in nachkriegsdeutschen Heimen« und »Re: Entschuldigung und Entschädigung für unentlohnte "Heimkinder-Zwangsarbeit"/"Kindesmisshandlung"« @ imheim.eu/forum/thread.php?thr…t=&hilightuser=112&page=6 in diesem Diskussionsforum, dem imheim.eu-Forum setzen, um dazu beizutragen zu helfen, daß diese ganze Angelegenheit - „SYSTEM: Versklavung, Misshandlung und sexueller Missbrauch“, von Kindern und Jugendlichen, in „Klausheide“ oder in welchem Heim oder in welcher Anstalt auch immer ! - somit nie wieder in Vergessenheit gerät.
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Wer würde die Wiedereinführung "Geschlossener Unterbringung" befürworten wollen?

      QUELLE / TEXTAUSZUG aus einem 18 Seiten umfassenden Vortrag von Prof. Dr. Manfred Kappeler, aufrufbar @ 1968.uni-wuppertal.de/bilanz/kappeler/kappeler_vortrag.pdf

      Prof. Dr. Manfred Kappeler

      Vortrag an der Bergischen Universität Wuppertal am 7.7.2008
      „Achtundsechzig“ – und die Folgen für Pädagogik und Soziale Arbeit


      [ Seite 1 ]

      Meine Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen. Ich freue mich über die Möglichkeit, heute Abend als Zeitzeuge zu der angekündigten „Bilanz“ vielleicht etwas beitragen zu können und bedanke mich für die Einladung.

      »[ Seite 15 ] [ .......... ]

      [ ………. ] Fürsorgeerziehung und sogenannte Freiwillige Erziehungshilfe und der unsägliche, Generationen von Kindern und Jugendlichen in der Jugendhilfe stigmatisierende Verwahrlosungsbegriff sind aus dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) verschwunden.

      [ Seite 16 ] Eine reine Erfolgsgeschichte also? Weit davon entfernt. Vielleicht war der oben zitierte Widerspruch zwischen Theorie und Praxis der Sozialarbeit noch nie so groß wie gegenwärtig. Das hat im Wesentlichen zwei Gründe: 1.) 1968 gab es eine theoretische Grundlagen der Sozialen Arbeit, beziehungsweise ihrer diversen Teilgebiete, die diesen Namen verdient hätten, erst in einigen Ansätzen. Das hat sich in den vergangenen Jahren auf imponierende Weise geändert. Theorie und theore-tische Selbstreflexion der Sozialen Arbeit haben eine historisch nie dagewesene Höhe erreicht, mit all ihren Widersprüchen, Diskursen, Kontroversen natürlich und gottlob. 2.) Gleichzeitig hat sich die in den siebziger/achtziger Jahren aus der Kritik von „Achtundsechzig“ entwickelte Praxis gegen die neo-liberale Sozialpolitik, die seit der Wende in Deutschland dominant geworden ist, nicht weiter entwickeln können. Seit circa zehn Jahren unterliegt die Soziale Arbeit und mit ihr die Kinder- und Jugendhilfe dem Druck einer Ökonomisierung. Gesamtgesellschaftlich gibt es eher das Gegenteil zu der „Aufbruchstimmung“ von Achtundsechzig, die linken Gruppen in der Sozialen Arbeit den Rücken stärkte. Auf der Ebene der alltäglichen Praxis befindet sich die Jugendhilfe seit Jahren in der Defensive, ihre Legitimations-probleme gegenüber dem gesellschaftlichen Mainstream sind enorm. Unter diesem Druck werden auch Positionen erodiert und schließlich aufgegeben, die zum Fokus der Kritik und der Veränderungen gehörten. Auf dem 13. Jugendhilfetag in Essen, der unter der Selbstverpflichtung „Gerechtes Aufwachsen ermöglichen!“ viele Tausend Menschen aus allen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe versammelte, gab es eine Veranstaltung zu FM., das heißt: „Freiheitsentziehende Maßnahmen für Kinder und Jugendliche in den stationären Erziehungshilfen“, wie die Heimerziehung heute heißt. Circa hundert BefürworterInnen der Wiedereinführung Geschlossener Unterbringung als Regelangebot der Kinder- und Jugendhilfe, unter ihnen SozialpädagogInnen, die in solchen Einrichtungen arbeiten (z.Z. gibt es dreihundert Geschlossene Heimplätze in Deutschland) diskutierten die rechtlichen Rahmen-bedingungen von FM, forderten ein Ende der Kritik an der „Verbindlichen Unterbringung“ beziehungsweise „Pädagogisch-Therapeutischen Intensivstation“, wie sie heute sagen, und berichteten von Wartelisten und einer großen Nachfrage der kommunalen Jugendämter nach Geschlossener Unterbringung, die gegenwärtig nicht annähernd befriedigt werden könne. Es war schwer, dieser überzeugungsmächtigen Vorstellung in der Diskussion kritisch entgegen zu treten. Sie erinnern sich an den populistischen Bestrafungs- und Ausgrenzungswünsche stimulierenden Wahlkampf der CDU in Hessen: Erziehungscamps, Geschlossene Heime, Herabsetzung des Strafmündigkeitsalters wurden da gefordert. Obwohl Minister-präsident Koch mit diesem Programm eine Abfuhr erhielt, hat die Hessische Sozialministerin vor wenigen Wochen dem katholischen Don Bosco-Heim von den Salesianern den Auftrag erteilt, eine Geschlossene Jugendhilfeeinrichtung zu machen. Die Salesianer beziehungsweise ihre Heimerziehung gehörten zu den finstersten Kapiteln der Jugendhilfegeschichte in Deutschland.

      Das alles vollzieht sich, während heute, vierzig Jahre nach der Heimkampagne, dreißig Jahre nach dem Jugendhilfetag 1978, Frauen und Männer im Alter zwischen [ Seite 17 ] fünfzig und achtzig Jahren, die als Kinder und Jugendliche in den vierziger bis siebziger Jahren in der Heim- und Fürsorgeerziehung leben mussten, anfangen, in der Öffentlichkeit über die Zerstörung ihres Lebens zu reden, über Demütigungen, Erniedrigungen, Misshandlungen und Ausbeutung in Kinderheimen und Fürsorge-erziehungsanstalten. Sie haben sich im Verein Ehemaliger Heimkinder e. V. organisiert und erreicht, dass der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags sich in drei Anhörungen mit der Heimerziehung bis Ende der siebziger Jahre auseinander gesetzt hat und in diesen Tagen den Bundestag empfehlen wird, wie mit dieser Vergangenheitsschuld der Jugendhilfe gegenüber den Überlebenden heute umgegangen werden soll. Während die großen Träger: die Arbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter mit Unterstützung der Konferenz der Jugendminister, der Caritas-Verband mit Unterstützung der Katholischen Kirche, das Diakonische Werk mit Unterstützung der Evangelischen Kirche in Deutschland, immer noch mit Sprachregelungen wie „Bedauerliche Einzelfälle“ und „Auch die Heimerziehung war lediglich ein Kind ihrer Zeit und hat die gesellschaftlich übliche Erziehung praktiziert“ jede Schuld zurückweisen, sich nicht öffentlich bei den Opfern entschuldigen wollen und Entschädigungsleistungen ablehnen, hat die AGJ [ Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe ] ihren Medienpreis der Kinder- und Jugendhilfe dem Journalisten Peter Wensierski für sein Buch „Schläge im Namen des Herrn – Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik“ auf dem Jugendhilfetag in Essen verliehen und immer mehr Einzelne und Gruppen und Einrichtungen unterstützen inzwischen die Initiative der Ehemaligen. Auch viele andere Veranstaltungen auf dem Jugendhilfetag [ der vom 18.-20. Juni 2008 in Essen abgehalten wurde und 40000 Besucher zählte ] und neue Initiativen für eine Kritische Soziale Arbeit zeigen, dass eine Polarisierung begonnen hat, deren Ausgang gegenwärtig offen ist. „Es ist doch noch nicht aller Tage Abend…“ hat Hans-Uwe Otto in der Festschrift zu meinem fünfundsechzigstem Geburtstag 2005, die den Titel „Einmischungen“ trägt, mir zugerufen – auch er achtundsechzig Jahre alt und einer von den „Sechzigern“, die ich oben skizziert habe. Er schrieb damals:

      „Soziale Fragen werden immer gesellschaftlich entschieden. Notwendig ist daher auch eine Repolitisierung der Sozialen Arbeit, um nicht einen verkürzten Aktivismus beziehungsweise einer governmental eingefassten Aktivierung als neuer Steuerungsgröße ausgeliefert zu sein. Über die Jahre hinweg ist das Sozialstaatsmodell zunehmend erodiert (und das Gelbe vom Ei war es noch nie, möchte ich hinzufügen, M.K.) und droht heute fast vollständig durch die kapitalistische Strukturlogik marktwirtschaftlichen Handelns substituiert zu werden.“ (vgl. Musfeld/Schmidt 2005).

      Heinz Sünker forderte im Jahre 2000 in Anknüpfung an „Achtundsechzig“ „Eine Soziale Arbeit“, die sich in Theorie, Praxis und analytischer Kompetenz ihre gesellschaftstheoretischen und gesellschaftspolitischen Kontexte, wie ihrer professionellen Perspektiven bewusst ist und substantielle Veränderungsprozesse erneut zu ihrem Thema zu machen“, und vor zwei Wochen auf einem Podium des Jugendhilfetags sagte er, es werde nur gelingen, wenn wir von der Analyse zur Konfrontation übergehen, angesichts eines Klassenkampfs von oben. Da schließt sich der Bogen zu 1968 und zu konfrontativen Aktionen wie der Heimkampagne. Zum Abschluss möchte ich noch einen weiteren Wuppertaler zitieren, der heute hier [ Seite 18 ] ist, den Dekan der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät, Andreas Scharschuch. Er schrieb ebenfalls im Jahre 2000 in der gleichen Publikation wie Heinz Sünker, der Festschrift zum sechzigsten Geburtstag von Hans-Uwe Otto:

      „Der Ansatzpunkt für eine politische Strategie zur Realisierung und Sicherung des Bürger-Status liegt nicht hinter einem entfernten gesellschaftlichen Horizont, sondern wird greifbar in der Realisierung demokratischer Formen der politischen Ausein-andersetzung aller Beteiligten in den konkreten Institutionen und Einrichtungen der Sozialen Arbeit.“

      Aber anders als 1968 muss sich die Soziale Arbeit und mit ihr die Kinder- und Jugendhilfe heute selbst ermächtigen, denn der gesellschaftliche Wind bläst ihr ins Gesicht statt ihr den Rücken zu stärken.

      Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und ihre große Geduld.«
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Salvator Kollege Hövelhof

      :kenny: Hallo erstmal!!!! War auch drei Jahre im SK und habe meine Zeit in Gruppe 8 verbracht!
      Habe geholfen die reste der Zellen zu entfernen es gab keine richtigen Fenster nur Glasbausteine Tische und Stühle waren im Boden verankert der Eingang nebenbei gesagt direkt neben dem der Kapelle. Aus den Örtlichkeiten wurde eine neue Gruppe oder ähnliches die fertigstellung habe ich nicht mehr erlebt bin mit 18 wieder nach Hause gegangen kein Bock mehr auf den Saftladen!
      Habe das Jubiläum ich glaube 25 Jahre Pater Minas mitgemacht wir musten alle in seinen Gottesdienst anschließend gab es Essen in der Sporthalle die Teilnahme am Gottesdienst war Pflicht sonst gab es nix zu Essen die Gruppenküchen blieben zu! Ich bin nichtmal Katholisch und die Kirche geht mir am Arsch vorbei daher kann ich nicht verstehen wie man Menschen in die Kirche zwingen kann!
      Die Schule war Gut ich hätte sonst nie nen Abschluss gemacht war nicht mein Ding die Ausbildungsmöglichkeiten waren auch sehr gut da kann man nix sagen Lehrer und Meister waren gut drauf!
      Zu meiner Zeit gab es nur nen Robinsonplatz der von Michael W. geleitet wurde (guter Man!!!) nebenbei hat er sich um das Praktikum gekümmert was man einmal pro Woche hatte je nach Klasse an verschiedenen Tagen bis Mittags das war echt ne Coole sache besser als in normalen Schulen alle 6Monate konnte man den Bereich wechseln dadurch bekam man einen guten einblick in verschiedene bereiche und konnte besser entscheiden was man für einen Beruf Lernen will ich mache meinen Job immer noch gerne was ich von meinen Bekannten die zwei mal 2Wochen Praktikum hatten nicht sagen kann!!
      Alles hat wohl Gute und Schlechte Seiten!!!!!!
      ...mal wieder hochholt...es müssen Tausende sein, die in den 50er und 60iger Jahren im Salvator Kolleg die gleichen Erziehungsmethoden des katholischen Salvatorianer-Ordens ertragen mussten wie ich. Vielleicht melden sich ja jetzt ein paar Ehemalige.

      Dieser katholische Orden hat heute nicht mehr das sagen dort, damals abgesegnet durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe und das Erzbistum Paderborn. Diese unheilige Allianz war damals für den Mißbrauch von Kindern dort verantwortlich!
      God forbid that I should go to any Heaven in which there are no horses

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      ehemalige aus Klausheide

      War von 1967-1968 auch da! Suche aus dieser Zeit ehemalige Mitgefangene. Habe sie alle kennengelernt; Vincenz,Martin, Clemens und aus der Landwirtschaft den brutalen Antonius! Suche dringend Kontakt. Habe gestern den Bericht von "Jonathan" Overfeld bei RTL gesehen! War mit ihm auf einer Gruppe. Sein Leidensweg hat mit sehr aufgewühlt, ich konnte nicht mehr schlafen. Muß unbedingt mit jemanden reden!

      Gruß

      Il biondo
      Hallo Ilbiondo, ich habe ja nun Deine Telefonnummer und melde mich in den nächsten Tagen bei Dir...super, das Du gleich umme Ecke wohnst.

      Ich freu mich diebisch dass endlich in Ost und West die ehemaligen Heimis lautstark auf sich aufmerksam machen. Heute nachmittag kam die Info vom Treffen in Berlin am 15.04. sogar in den NDR Nachrichten.

      Ich hätte es nicht geglaubt, daß uns ehemaligen Heimkindern wohl doch noch eine Entschuldigung für die sexuellen Mißbräuche und die brachialen Pädagogikmaßnahmen, sprich Prügel in absehbarer Zeit aus höchstklerikalem Munde zuteil werden wird... Wird auch Zeit !!!
      God forbid that I should go to any Heaven in which there are no horses

      Abfindung / Schmerzensgeld

      brötchen schrieb:

      Hallo Ilbiondo, ich habe ja nun Deine Telefonnummer und melde mich in den nächsten Tagen bei Dir...super, das Du gleich umme Ecke wohnst.

      Ich freu mich diebisch dass endlich in Ost und West die ehemaligen Heimis lautstark auf sich aufmerksam machen. Heute nachmittag kam die Info vom Treffen in Berlin am 15.04. sogar in den NDR Nachrichten.

      Ich hätte es nicht geglaubt, daß uns ehemaligen Heimkindern wohl doch noch eine Entschuldigung für die sexuellen Mißbräuche und die brachialen Pädagogikmaßnahmen, sprich Prügel in absehbarer Zeit aus höchstklerikalem Munde zuteil werden wird... Wird auch Zeit !!!
      Hallo Reiner!
      Im großen und ganzen finde ich die Demo Top.Es gibt keine bessere Möglichkeit auf sich Aufmerksam zu machen.Wenn es bei mir finanziell hinhauen würde,ich wäre gerne dabei.
      Aber wie immer habe ich auch hier wieder etwas auszusetzen.Ich verfolge schon fast den ganzen Tag das Demo Forum und habe mir auch all die Flyer angeschaut.
      2 Sachen finde ich zum kotzen.
      Für was soll ich entschädigt werden??War das alles nur ein Unfall was wir mitgemacht haben??
      Für was soll ich Schmerzensgeld bekommen???? Sind dann meine ganzen Erinnerungen weg von Misshandlungen,Vergewaltigungen und sonstigen Schweinereien die mir widerfahren sind????
      Wenn dem so ist,dann nehme ich alles an Geld was ich bekommen kann.
      Nichts wird bei Dir in Vergessenheit geraten nur weil die Dir Geld geben.Daher Reiner ist das das letzte was ich von irgend einer Stelle haben möchte.
      Lieber guter Reiner!!!
      Nichts kannste mit Geld wegwischen garnichts ist mit Geld wieder gut zumachen.
      Was mich vielleicht ruhiger schlafen lassen würde wäre das!!!
      Eine ernst gemeinte Endschuldigung von höchster Stelle,von Politikern sowie auch von den Oberkasper in Rom
      und das einzuhaltene Versprechen das so etwas was nie wieder passieren wird.
      Und wenn schon gezahlt werden soll,dann sollte man dieses dazu verwenden, indem man geschulte Leute bezahlt die nichts anderes machen als Heime zu durchforsten und Mißstände sofort unterbinden können.
      Reiner ich weiß das dies nicht ausreichen wird,aber es wäre ein Anfang und unsere Kinder wären wieder einwenig mehr geschützt.Auch wäre ich dafür wenn man alle Einrichtungen Verstaatlichen würde.Denn in den Kirchlichen Heimen ob Kath. oder Ev. sind die schlimmsten Verbrechen an Kindern vollzogen worden und daher haben die nie wieder das Previleg verdient jemals wieder ein Heim zu führen.Wenn diese Schwachmaten unbedingt eine Führungsposition haben wollen,dann sollen sie in die Knäste gehen und da ihre Position einnehmen.Aber nur im E.Vollzug (Erwachsenen Vollzug).Da können die die Jungs gerne am Pillemann spielen.Nur wird dies nie passieren.Schade eigendlich!!!!
      So mein gutsbester Reiner das soll es mal wieder von meiner Seite aus gewesen sein.Man stört sich!!
      Jürgen / Kongoaffe
      :Versohl: :badh:

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      Missbrauch: Manche Wunde heilt nie

      heute im Westfalen-Blatt Nr. 67, Rubrik: Ostwestfalen-Lippe fast ganzseitiger Artikel von Christian Althoff:

      "Früheres Heimkind berichtet von sexuellen Übergriffen der Salvatorianer in Hövelhof"
      Hiermit ist das Salvator Kolleg-Klausheide gemeint. Der ganze Artikel steht wahrscheinlich erst Montag früh online zur Verfügung. Darin berichtet Eckhard O. der zwei Jahre nach mir, ab Dez.1961 dort war, von prügelnden Ordensfrauen, pädophilen Pristern und sogenannten Gesundheitsuntersuchungen...
      Grauenhaft was mit uns dort angestellt wurde...aber ich bin dankbar, dass immer mehr Ex-Heimis sich trauen über ihre Erlebnisse dort zu sprechen.
      Jetzt, erst jetzt wird es möglich sein, so nach und nach, die Trümmer der eigenen Biografie zu besichtigen und...auszuhalten.
      God forbid that I should go to any Heaven in which there are no horses
      Hallo Brötchen,



      es ist gar nicht so verkehrt hier zu schreiben. Ich liste gleich mal auf wen
      man alles kontaktieren könnte denn ich bin im Besitz von Fotos, Namen von
      Schülern und Mit- Heiminsassen so Priestern und Patern. Danke meiner
      akribischen Sammellust und leidenschaft habe ich sogar uralt Fotos aus der Zeit
      in Klausheide an die ich nur mit Schrecken und Würgen im Halse denken kann. Ich
      war in der Zeit von 1965/66 - 1970 dort. Als Schüler war ich dort. Die Nonnen,
      Evignia, und Hermenigildis verkörperten so ziemlich alles was die katholische
      Sex.Moral zur Sexualität verpflichtet. Deren Sexualmoral muß Triebfeder für so
      manchen sadistischen Zustand während der fast vier Jahre gewesen sein. Dass wir
      zweimal pro Woche - oder war es gar dreimal - für die gesamte
      Klosteranstalt Kartoffelschälen mussten ist nicht wichtig zu erwähnen.
      Auch nicht, dass Erzieher wie der - legendäre Hr. Metten und Hr. Mentrup das
      Sagen und Schlagen hatten und der Evigenia und Hermengildis in nichts
      nachstanden. Verführt und berührt wurde ich vom amtlich dafür bestellten Krankenpfleger,
      Bruder Clemens, seines Zeichen schwul bis zur Kapuze, und "lupo"
      genannt. Eigentlich ein lieber Kerl. Er war es der mich seltsam milde verführte
      und sich zu sich ins Zimmer holte. Es war eine Nacht im Jahr 1968/69 in der
      sich so ziemlich alles zusammenbraute was zusammen nicht passte. Aus nichtigem
      Anlass wurde ich in jener Nacht von Herrn Mentrupp in einen der Bunker gebracht
      wo ich Zustände der Panik und Erstickungsanfälle durchlitt. Es war der Bruder
      Clemens der mich danach nachts besuchte, mir Kakao und Kuchen brachte. Seine
      Behausung, Wohnung lag direkt - wenn ich recht erinnere - schräg gegenüber auf
      dem gleichen Flur wo der Zellentrakt lag also auf dem gleichen Flur. Er war es
      der mir die Angst nahm und - zu einem Zeitpunkt den ich nicht gemerkt hatte, in
      sein Zimmer holte. Ich habe es nicht gemerkt als er mich holte. Weiß aber dass
      ich bei ihm aufgewacht und sofort wieder eingeschlafen war. Was da passierte
      kann ich nicht wirklich behaupten sondern nur ahnen. Will dem Mann - falls er
      noch lebt - nicht Unrecht tun. Waren da Ohnmachtstropfen im Kakao? Ich weiss es
      ehrlich gesagt nicht.



      Aber ich kann mich auch an Pater Gabriel erinnern. Ein Sadist wie es im Buche
      steht. Ich glaube gar er war der Heimleiter damals. Züchtungen perversester
      Form gingen von ihm aus. Ein Pater Namens Vincenz war es der uns an die Wäsche
      ging. Ein brutaler Rumschreier, Schläger und Kinderschänder. Ich selber -
      obwohl für mich nicht zuständig - fiel ihm u.a. in der Sakristei des eigenen
      Kappellenamtes zum Opfer. Ich weiß nicht einmal ob es diesen Hund noch gibt.
      Sollte der tot sein so gebe Gott ihm Frieden und Trost. Ein Mitleidensgenosse
      war Paul Klbg. (Name geschützt) - er kann als Ex Mitleidender Zeugnis ablegen.
      Keine Tag in dessen Unterricht Pater Gabriel nicht ausflippte, uns schlug oder
      anschrie, wegsperrte oder mit Rohrstöckchen schlug. Der rothaarige Lehrer G.
      (vollen Namen weiß ich nicht mehr, er wohnte am Anfang des SKK Geländes) tat
      sein Übriges. Pater Wilhelm, Gabriel, Vincens, Pater Ignatius und Frater Matthias
      waren allesamt homophil veranlagt. Von einem Bruder Bertold wurde ich fast
      krankenhausreif getreten und geschlagen weil ich Johannisbeeren gegssen hatte
      und seine Erdbeeren zertreten hatte. Was da genau war weiss ich nicht mehr. Ich
      mußte beichten was ich so mit den Jungen an sexuellen dingen praktiziere und detailgetreu
      auflisten. Anschließend musste ich es an ihm - dem Pater Vinzenz demonstrieren.
      Was du mit deinen Freunden machst kannst du auch mit mir machen. Das war im
      Kartoffelkeller. Er zwang mich im auf den Mund zu küssen und betonte er habe
      gesehen wir ich das auch mit einem Jungen gemacht hätte. Würde ich schreien
      oder laut werden käme ich in den Bunker. Davor hatten die meisten Insassen
      Angst. Viele waren schon aus anderer Heimen klaustrophobisiert worden. Wohl
      deshalb machte ich es auch. Übrigens stank der Typ nach Urin oder strengen
      Salmiakgeist und hatte immer eine klatschnasse bepinkelte Unterhose ohner eine
      Hose drüber an. Ich mußte diesen Gestank inhalieren und habe mich davon bis
      heute nicht erholt. Seine Kordel hatte er um meine Handgelenke gewickelt.
      Glaube Hoffnung und Liebe, sagte er, und Liebe sei das was er jetzt mit mir
      mache. Vorher hatte er die Kartoffelkellertür mit einem Besen versperrt. Weitere
      Detail werde ich hier nicht outen. Denn mir kommen schon wieder die Tränen –
      denn er ließ nicht locker. Ein anderer Pater – welcher wohl für die Pflege der
      Messdiener/Priestergewänder zuständig war - war ebenfalls schwul. In der
      Sakristei der eignen Kapelle kam es zu noch schlimmeren Exzessen. Es war ein
      Pater dem ich immer messdienen mußte. Oft an Feiertagen recht früh. Wohl
      deshalb weil niemand anders sich bereit erklärte. Ich meine der Typ hieß Pater Wilhelm.
      Er ließ mich wissen was mich an Strafe erwartet wenn ich ihm nicht zeigen würde
      was wir Jungen untereinander so täten. Einer deiner Freunde ist doch auch Messdiener.
      Wenn du mir nicht sagst und zeigst was ihr da so treibt auf dem Sportplatz und
      des Nachts wirst du nie wieder hier in der Sakristei dein Gewand tragen sagt
      er. Weil ich Angst davor hatte – wir waren alle scharf darauf Messe zu dienen -
      tat ich wie er wollte. Was ich erinnere ist - hatte widerlichen Mundgeruch. So starken, dass
      ich noch des gleichen abends gekotzt habe. Im Beichtstuhl – eigene Kapelle –
      saß er dann und wartete auf unsere Beichten. Friedhelm Vüg., Dieter Heierm.,
      Karl Heinz Högem., Brünnighaus., Pramur., Ingo Eichh., Klaus E.Bar., Holger
      Urb., Detlef Bremk., usw.uf. können Bände erzählen. Zu einigen habe ich Kontakt.
      Nachts kam übrigens immer ein Nachtwächter vorbei - den wir „Glocke“ bzw. „BimBAM“
      nannten. Dieser Typ fasste uns nachts ans Gemächt - angebl. um zu prüfen ob wie
      eingenässt hätten. Widerlich. Eine ganz schändliche Zeit war das.





      Ach ja: Es verging kein Tag an dem ich nicht irgendeine Strafarbeit
      schreiben musste. An einen Satz erinnere ich noch heute und ich eine ganze
      Seite mit diesem Satz als Bild gerahmt, über meinem Bürofenster hängen.





      „Nach dem Nachtgebet sind sämtliche Störungen untersagt. Da ist die
      Freizeit um. Wir haben Rücksicht zu nehmen auf die Jungen und Erzieher. Das gilt
      vom Abendgebet bis zum Morgengebet.“





      Tausendmal war keine Seltenheit und wenn der Nonne es nicht passte – die Schrift
      aufzeigte dass untereinandergeschrieben wurde, musste man sich erneut hinsetzen
      und schreiben. Spülen, Abtrocknen für die gesamte Gruppe war Tages-, oder auch
      Wochen,- und Monatsstrafe. Bohnerwachs, Scheuerlappen für Wasserkräne und
      Bohnerbesen waren meine besten Freunde.



      Ich könnte BÜCHER schreiben so viel Grausames fällt mir zu Klausheide ein.


      Gruß Peter R ?(:
      Hallo Peter....lange fiel mir der Name der Prügelnonne von der Obergruppe nicht mehr ein, stimmt, sie hieß Schw. Iphegenia, Untergruppe war die Brillenschlange, Schw. Hermenegildis und in der Mittelgruppe war Schw. Erithrea oder so ähnlich, ich verbrachte auf jeder Gruppe je ein Jahr. Der schwule, fette Nachtwächter der bei uns nach hübschen Jungen Ausschau hielt, war der Bruder der die kleine Drechslerei leitete, er hieß Bruder Laurentius, ein echt perverses Schwein.
      Klassenlehrer war 1958 H. Boekstegers in den Klassen 7 und 8, er wohnte oben am Sportplatz in dem Haus daneben, eigentlich ein korrekter Typ wie auch der Präses, der Pater P. Hajduk hieß. Hajduk wurde so Anfang 1959 Direktor, weil sein Vorgänger, ein Pater Ludger Dingenotto, ich sage mal angeblich weil ich keine Beweise vorlegen kann, wg. Kindesmißbrauch ins Zuchthaus musste.

      Vielleicht kennst Du ja auch noch Schwester Ursula die im Schwesternhaus wohnte, ein hübsche, die aber auf keiner Gruppe arbeitete. Oft wurden Jungs von unserer Obergruppe eingeteilt um im Schwesternhaus die Flure zu bohnern...
      Du warst 7 bis 8 Jahre nach mir dort, ich hätte nicht geglaubt, daß es dann immer noch so schlimm war, es war ja schon die Zeit der Beatles und Stones...hätte ich nicht geglaubt.
      Wir werden hier noch viel mehr werden, aus dem anderen Erziehungsheim, Martinistift Appelhülsen sind auch schon etwa 10 Ehemalige hier, laß uns mal hier in Verbindung bleiben und anderen Heimis ein bischen die Angst nehmen...Willkommen hier Peter!
      God forbid that I should go to any Heaven in which there are no horses