Falkenhain Waldidylle

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      Falkenhain Waldidylle

      Falkenhain Waldidylle


      Im Kinderheim ist´s kühl und still. Es ist Ferienzeit und die meisten der Schüler machen Urlaub, sind im Ferienlager oder besuchen Verwandte. Nur Marian und Manuel Scholz, die Zwillinge, sind noch da. Aber auch die fliegen aus im Sommer und erledigen nur letzte Handgriffe. So schrummelt Marian noch mit dem Rasenmäher über die Wiese hinterm Haus. Dann macht er ihn sauber und Feierabend. Manchmal ist es dem 16-Jährigen zu still im Ort, aber die Lage und das Heim liebt er sehr. Vor einem Jahr zog er mit seinem Bruder hier ein und beide fühlen sich pudelwohl. Mit elf Kindern teilen sie die Räume. Die kleinsten sind elf Jahre alt. „Naja, die nerven manchmal, wenn sie spielen wollen, aber sonst ist es ok hier“, versichert der Bursche.

      13 Kinder finden im Waldidyller Kinderheim derzeit Ruhe und Geborgenheit. „Sie sind hier inzwischen groß geworden,“ erzählt Heimleiterin Kristina Kaden. „Wir sind eine große Familie.“

      Das Kinderheim in Waldidylle ist beliebt beim Jugendamt. Kinder, die mal aus der Stadt heraus müssen, weil ihre Seelchen unter dem Gejage leiden oder sie einfach Tapetenwechsel nötig haben, schicken sie gerne hierher. „Wir haben die Mitarbeiter des hiesigen Jugendamtes eingeladen, und die waren begeistert vom Heim“, schildert Kristina Kaden, die selber glücklich ist, hier zu arbeiten.

      Seit die Fabrikantenvilla 1998 ausgebaut wurde, ist sie ein wahres Prachtstück. Erst recht mit dem neuen Spielplatz im Garten. Das alte Haus beherbergt schon seit Jahren Kinder. Zuerst die Knirpse in der Wochenkrippe, dann Kindergartenkinder. Seit 1992 betreut die Arbeiterwohlfahrt Heimkinder. Und die kleinen Geister sind wohl gelitten im Ort. „Das bestätigen uns die Einwohner immer wieder. Und etwas besseres kann uns nicht passieren“, meint Kristina Kaden.

      Quelle: Säschische Zeitung, Lokalausgabe Dippoldiswalde, 9. Juli 2002