Urft, Hermann-Josef-Haus Kall-Urft,

      Noch ein Versuch.

      Suche alte Bekannte die im Zeitraum 1970 - August 1972 im Hermann-Josef Haus waren und mich vielleicht noch kennen.

      Ich war bei Schwester Maria Helene Wittich in der Christopherus Gruppe

      Lieben gruß Klaus

      war auch im HJH in urft

      hallo klaus..
      wir ahben schon mal geredet,weist du noch??????????
      das war auf der alten heim seite---- !!!
      naja mal sehen was noch so kommt und wen wir noch kennen lernen der auch --da im scheiss HEIM war !!!
      grüsse von dem DuD
      Original von erwin1111
      Tja, ich war auch zur gleichen Zeit (1970-1974) in Urft. Aber in der Hermann Josef Gruppe. Hoffer mal dass sich das neue Forum hier schnell füllt.
      einen schönen Tag wünscht euch Erwin



      Hallo erwin1111.
      Ich weiß nicht, ob mein Dankeschön für die Urftbilder bei dir noch angekommen ist.
      Falls nicht, möchte ich es hiermit nachholen, sind echt klasse Bilder dabei.
      Mich hat es jedenfalls gefreut, endlich mal ältere Bilder zu bekommen.

      Nochmal danke und liebe grüße Klaus

      Und da ist ja der dud =) klar weiß ich noch das wir miteinander gesprochen haben. War zwar leider etwas zeitungünstig, aber manchmal kann man es sich nicht aussuchen.
      Freut mich jedenfalls, das du auch hier bist ;)

      Liebe grüße auch zu dir, Klaus

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Klaus Pitzner“ ()

      Na wie es aussieht, ist Urft nicht sehr stark vertreten. Wo seid ihr denn alle?
      Ich habe jedenfalls mehr Leute in Erinnerung, die im Alten Forum unter Urft Hermann-Josef Haus Vertreten waren.
      Wär schön wenn sich hier mehr einfinden würden.

      Beste gruße Klaus

      Urft, Hermann-Josef-Haus Kall-Urft,

      Das Hermann-Josef-Haus Kall-Urft, eine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung mit Förderschule für soziale und emotionale Entwicklung, umfasst auf einem ca. 11 ha großen Gelände im Gillesbachtal eine Kapelle. Schul- und Wohneinrichtungen für ca. 100 junge Menschen, einen Sportplatz und eine therapeutische Reitanlage.

      Träger ist der Katholische Erziehungsverein Köln. Spitzenverband: Caritas

      Tel. 02441/8850
      Fax 02441/88595
      53925 Kall

      Quelle: www.marzusch.de/Kinderheime/0.KuPMiRa1.html

      ARCHITEKTUR FÜR KINDER

      Die Arbeit des Hermann-Josef-Hauses an diesen Kindern kann durch eine geeignete Architektur unterstützt werden. Diese Überzeugung der Heimleitung wurde durch deutliche Änderungen des Befindens der Kinder belegt, nachdem sie in das erste von uns durch Umbau völlig umstrukturierte Gebäude gezogen waren. Die bauliche Weiterentwicklung einer im Verlaufe des 20. Jahrhunderts gewachsenen Einrichtung für Kinder und Jugendliche stellt für uns eine wichtige und interessante Aufgabe dar.

      Das Hermann-Josef-Haus in Kall/Urft in der Eifel ist eine von vier Einrichtungen des Katholischen Erziehungsvereins für die Rheinprovinz e.V.. Vor Jahrzehnten einmal als typisches Waisenhaus konzipiert, steht heute die heilende pädagogische Betreuung im Vordergrund. Immer mehr Kinder geraten gegenwärtig in für sie selbst und andere gefährliche seelische Instabilitäten in ihren Familien. Es sind Familien, die eine fürsorgliche Begleitung ihrer Kinder beim Erwachsenwerden - Bedingung für die Entwicklung einer heilen Persönlichkeit - nicht oder nur sehr unzureichend leisten können.
      Dateien
      • Urft.jpg

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      • steinfel.jpg

        (50,32 kB, 291 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      Hier zur Info noch ein Erfahrungsbericht von der Internetseite

      ciao.de/Klausheide_Salvator_Kolleg__Test_2866635

      ciao.de/Erfahrungsberichte/Kla…_Salvator_Kolleg__1083615


      Klausheide....dieser an sich schöne Name für einen Ort steht im Zusammenhang mit Senne (so heißt die dortige Sandlanschaft mit Heide am Rande des Teutoburger Waldes), Katholische Kirche, Religion usw. für die organisierte Unterdrückung von heranwachsenden Jungen.
      Der Tag, als meine Eltern mich im Salvator Kolleg Klausheide ablieferten, sollte für mich in einem Meer von Tränen versinken. Irgendwie wollte ich nicht so recht wahrhaben, dass ich tatsächlich abgeliefert werden sollte wie ein Haustier, das man nicht mehr braucht, im Tierheim.
      Schon die Einfahrt über eine schier unendlich erscheinende Alle, an deren Ende das Eingangsportal zu sehen war, erzeugte eine Bedrückung in mir, die mich gleichsam zu zerquetschen drohte. Der Eintritt, der Empfang, die Besprechung bei der Aufnahme - alles lief wie in einem Film ab, der irgendwie unwirklich schien - in dem ich dennoch der unfreiwillige Hauptdarsteller war. Die Nonnen und Pater, die vorbeikamen, bewegten sich alle gemessenen Schrittes, den frommen Blick nach unten gerichtet. Dann der Moment, den ich so sehr gefürchtet hatte. Auch Hunde, die von ihren Herren gequält wurden wie ich von meinen Eltern*, verhielten sich genauso. Trotz eines erbärmlichen Daseins fürchteten sie die Trennung gleichsam wie den Gang des Delinquenten zum Schaffott. Wer mich zum Abschied auf den Mund küßte - ich weiß es nicht; Tränen nahmen mir die Sicht. Ich sah auch nicht, wie sie wieder abfuhren - ohne mich!
      Irgend jemand führte mich durch die Tür, die zum Wohnbereich führte. Ich war ein Heimkind, das ich für die nächsten sieben Jahre sein sollte. Die Aufnahme glich eher einer Fleischbeschau. Durch die Gänge hallte immer wieder ein "Der Neue ist da!" Ich fühlte mich wie nackt auf einem Präsentierteller. Tischtennisbälle verstummten, weil die Spieler sich neugierig die Hälse nach dem Neuankömmling reckten. Nach schier unendlich langer Zeit wurde mir dann der Schlafsaal gezeigt, den ich mit sieben anderen Jungen zu teilen hatte. Meine Sachen waren am Eingang abgegeben worden. Auf dem mit karger weisser Leinenwäsche bezogenen Bett lag ein Schlafanzug für mich. Bis zum Abend ließen sie mich in Ruhe. Das war wohl der übliche Umgang mit den Neuen. Dann konnten sie sich erst Mal ausheulen. Schwester Herminigildis, so hieß die zu unserer Erziehung befugte, rief zum Duschen. Alle mußten in einen Gemeinschaftsduschraum. Sie stand davor und gab Waschkommandos. Da ich ein wenig spät dran war, konnte ich nur sie sehen; die anderen Jungs waren schon drin. Schnell zog ich mich aus und huschte behende an ihr vorbei. Hätte ich ihr Gesicht gesehen, wäre mir aufgegangen, dass irgendwas nicht stimmen konnte. Die katholische Prüderie hatte ihm einen knallroten Anstrich verliehen. Die Jungs brachen in Gelächter aus und zeigten auf mein Geschlechtsteil. Sie selbst hatten eine Badehose an. Ich stand da - so nackt, wie man sich nackter nicht fühlen kann. Die Nonne sagte "zieh dir mal was an", und ich stahl mich wieder aus der Dusche. Mit Badehose huschte ich wieder hinein und folgte ihren Waschkommandos.
      Ich war froh, als das Nachtgebet gesprochen wurde. Danach hatten wir mucksmäuschenstill zu sein - bis zum Morgengebet. Im Bett zog der Tag, an dem ich morgens noch in Isernhagen in dem alten Bauernhaus aufgewacht war, an mir vorbei wie ein schlechter Film.
      DieSchule war räumlich in das Gebäude des Heimes integriert. Das Heim selbst war ein katholischer Orden, der ein Gutteil seines Geldes damit verdiente, verstoßene, ungewollte oder unliebsam gewordene Kinder, meist aus zerrütteten Ehen, ein neues "Zuhause" zu geben. Das ließ sich der Orden dann mit einem monatlichen Salär vergüten. Der unterschied sich durch den Status, den das eingelieferte Kind bekam. Die mir bekannten Untergliederungen waren FEH und FE. Die FEH`s (Freiwillige Erziehungshilfe) kosteten die Eltern den Batzen von über 400 Mark im Monate (Stand Ende der sechziger Jahre), weil sie das erzieherische Mitspracherecht behalten und ihren Sprößling jederzeit wieder in ihr eigenes Gewahrsam nehmen konnten. Ich wurde, weil meine Eltern, genauer genommen meine Stiefmutter und mein Erzeuger, mich sowieso abschieben wollten, als FE (Fürsorgeerziehung) klassifiziert. Das heißt, der Orden hatte die volle Erziehungsgewalt über mich. Das äußerte sich auch im wöchentlichen Taschengeld, das für mich nur 3 Mark, für die FEH`s jedoch 6 Mark betrug. Taschengeld ist vielleicht zuviel gesagt. Man durfte sich für den Gegenwert in einem provisorischen Kiosk Süßigkeiten aussuchen.
      Das Auswahlverfahren, ob FE oder FEH, konnten sich die Eltern allein aussuchen. Sie mussten dem Heim gegenüber keine Rechtfertigung darüber abgeben, warum denn der Junge schwer erziehbar ist. Ich war als schwer erziehbar abgestempelt für die nächsten sieben Jahre. In alten Umgebungskarten von Hövelhof ist der Gemeindeteil Klausheide mit dem "Salvator Kolleg" als ERZIEHUNGSANSTALT ausgewiesen.
      Vorher war ich evangelisch. Für die Abschiebeaktion ins Ostwestfälische hatte meine mich "über alles liebende" Stiefmutter eine Umtaufe organisiert, die sie mir als spannendes Ereignis verkaufte. Das war es ohne Zweifel, denn so eine Kirchenorgel, Weihrauch und das lateinische Geplapper des verkleideten Priesters können einen ganz schön frommtrunken machen. Ich kam als katholisch aus der Kirche und wenig später ins Heim.

      Ich wollte nie mehr etwas mit diesem Thema zu tun haben. Verdrängen ist besser - dachte ich. Doch die Situationen, die diesen Teil meiner Vergangenheit immer wieder hochkochen lassen, sind einfach zu intensiv, zu unberechenbar, gefährlich. Gefährlich deshalb, weil niemand, ich am allerwenigsten, die Auswirkung kennt, wenn man alles Unangenehme ständig unter den Teppich kehrt. Es braucht situationsbedingt nur eine kleinste Assoziation, um eine Kettenreaktion auszulösen, deren Auswirkung niemand vorhersehen kann.
      Es handelt sich hier um keinen Bericht über die Schule des hier als Kathegorie angebotenen "Salvator Kollegs" Klausheide allein. Wer das erwartet, möge bitte das Lesen unterlassen oder was auch immer. Erschüttert und berührt hat mich vor allem der Bericht des Mitglieds Peter R...., weil mir alle Namen, die darin vorkommen, geläufig sind (siehe Assoziation). Das Leben, das er lebte, lebte ich zwangsweise sieben Jahre am gleichen Ort - von meinem achten bis zum fünfzehnten Lebensjahr. Ausserdem habe ich im Mai diesen Jahres den ersten Bundeskongreß ehemaliger und mißhandelter Heimkinder besucht. Die dort erörterten und von Betroffenen geschilderten Schicksale waren so etwas von haarsträubend, dass sich meine Geschichte dagegen noch eher harmlos ausnimmt.
      Erst dort wurde mir klar, dass jemand, der aus dieser seelischen Grausamkeitsmühle so entkommen ist wie ich, gleichsam als Sprachrohr für die anderen mit sein Schicksal veröffentlichen muss.
      Die Schule im Salvator Kolleg Klausheide beherbergte, wenn mich nicht alles täuscht, die Klassen Fünf bis Neun. Ob sie als Sonder- oder Volksschule oder wahlweise fungierte, weiss ich auch nicht. Was allerdings klar ist: der vermittelte Stoff hatte wahrscheinlich ziemlich wenig mit dem an normalen Schulen zu tun. Erweitern von Brüchen oder Prozentrechnung war das schwierigste, was ich im Bereich Mathematik zu erlernen hatte. Anspruchsvoller und umfangreicher war da schon der Religionsunterricht, der naturbedingt breitesten Raum einnahm.
      AG's, Referate,Praktika wie man es von anderen Schulen kennt, waren nie ein Thema. Unterricht war eher ein Fremdkörper, der notgedrungen mit abgehalten wurde. So waren die Lehrer - Namen nenne ich lieber nicht - aussortierte oder draussen nicht mehr brauchbare Pädagogen, die wenigsten uns noch Unterricht erteilen durften. Einem einzigen oder zweien von ihnen würde ich im Nahhinein noch Befähigung für eine normale Schule zutrauen, auf der sie sich wahrscheinlich unbeliebt gemacht hatten und zu uns sozusagen in eine Art Straflager mußten. Der Direktor war ein Alkoholiker, der das zwar meist recht gut verbergen konnte, aber seine Schnapsausdünstungen verrieten ihn dennoch. Alle zwei Wochen kam er stockbesoffen in den Unterricht. Dann war er lammfromm und hätschelte und tätschelte den einen oder anderen Niedlicheren von uns. Aber das Misstrauen war nicht wegzukriegen, weil er ansonsten superstreng war und auch vor massiven Handgreiflichkeiten nicht zurückschreckte.

      RE: Urft, Hermann-Josef-Haus Kall-Urft,

      Original von schneider [EDIT]


      Wenn ich mich mal kurz dazu äußern darf:

      Auch wenn ihr beide sehr verfeindet seid, finde ich Deine Äußerung sehr derb und angreifend. Ich denke, dass man auch bei seiner Kritik, etwas auf die Wortwahl achten sollte und nicht volles Geschütz auffährt!
      Zeit die wir uns nehmen, ist Zeit die uns etwas bringt!

      auch hier MEINE Erlebnisse

      Meine Erlebnisse ( standen ) stehen im alten Forum
      Warum gibt es hier mehrere Möglichkeiten zum HJH zu lesen / schreiben?
      Besser wäre es man gibt einen Hinweis das nur bei einem das schreiben möglich ist.
      Danke

      Meine Erlebnisse im HJH im Jahr 1964 /1965

      Ich war in der Zeit von Sommer 1964 bis zur Schulendlassung 1965 im HJH in Urft.
      Namen kenne ich keinen einzigen mehr außer die beiden Lehrer Namen
      Schulleiter Gehrke und Klassenlehrer Göttgen die auf dem Volkschulendlassungszeugnis vom 20.03.1965 stehen.
      Ich war im Altbau von Urft kommend in der 2. Gruppe rechts. Sicherlich weiß jemand den Namen der Gruppe. ( Ich glaube Christopherus, bin aber sehr unsicher )
      Zuerst muss ich sagen es erschreckt mich, was alles in den Heim passiert ist.
      Habe ich nur Glück gehabt, keine der negativen Erlebnisse gehabt zu haben?
      Die Zeit im HJH hat bei mir keine negativen Folgen hinterlassen, außer vielleicht noch mehr Antipati zu der Katholischen Kirche. Dazu war auch die Zeit von etwa ein halbes Jahr zu kurz.
      Etwas sehr gutes hat mein Aufendhalt im HJH gehabt.
      Ich war das gesamte 2. Halbschuljahr im HJH
      In der ersten Hälfte des Schuljahres war ich zu Hause,
      und in der Schule grottenschlecht ( 4 und 5 ) .
      Im Endlassungszeugnis keine 5 überwiegend nur 2 und 3.
      Besonders aufgeholt hatte ich im Sport von 5 auf 2.
      Das hat mir später bei der Lehrstellensuche sehr geholfen, zu Hause wäre ich schulisch untergegangen.

      Das war aber auch schon alles was sehr gut war.
      Allerdings weiß ich auch noch das einer der Lehrer manchmal über Stühle und Tische gesprungen ist, um einen Jungen zu verprügeln.
      Dazu muss ich allerdings sagen das der betreffende Junge den Lehrer auch bis aufs Blut gereizt hatte.
      Trotzdem dürfte heutzutage ein Lehrer „SO“ niemals reagieren.
      Auch kann ich mich erinnern das es in der ersten Pause immer 1 frisches Brötchen gab, übriggebliebene wurden nach dem Schema verlost, rate welche Zahl ich denke.
      Zu der Zeit war ein Pater da dessen Namen ich nicht mehr weiß, aber nur soviel Er kam aus Holland.
      .
      Alles andere war durchwachsen.
      Es gab gute Zeiten und schlechte Zeiten
      Der Zusammenhalt mit den anderen war nicht sehr gut, viel verrat und petzen.
      Wirkliches Vertrauen konnte man zu niemanden haben.
      Das wir Kinder für alle möglichen arbeiten herangezogen wurden, nun ja zu der Zeit war das sicherlich normal.
      Kennen gelernt habe ich alles: Tisch decken, spülen, putzen aller Räume einschließlich der Toiletten.
      Dazu muss ich sagen im Schweinestall war es sicherlich sauberer.
      Morgens waren die Toiletten häufig absichtlich extrem schmutzig, absichtlich war der Fussboden vollgepinkelt und vollgeschissen.
      In einem Beitrag hier wurde auch das einmal in der Woche stattfindende Kartoffelschälen erwähnt, dies kann ich nur bestätigen.
      Da ich ja nun auch im Herbst 1964 da war habe ich auch die Kartoffelernte kennen gelernt. Man hat abends trotz des jungen Alters den Rücken gespürt.

      Ein kleines Erlebnis habe ich in Erinnerung.
      Wenn hier jemand aus der Zeit mitließt, wird er sich daran sicher erinnern.
      Bei Spaziergängen in den Wäldern der Umgebung mit der Gruppe haben wir zweimal ein verlassenen Lagerplatz der englischen/amerikanischen Armee gefunden.
      Gefunden wurden an den beiden Plätzen folgendes, alles noch original verpackt Trockenobst, Kekse, Fleischkonserven und Funkerbatterien. Alles mit englischer Beschriftung.
      Da einige Nonnen auch englisch konnten wussten wir was wir jeweils gefunden hatten.
      Die gefundenen Sachen durfte die Gruppe behalten und wurde unter allen verteilt.

      Auch wurden im Herbst Wanderungen unternommen um Pilze zu suchen.
      Eine Nonne war anscheinend eine gute Pilzkennerin.
      Zubereitet wurden die Pilze in der Gruppe und wer wollte konnte mitessen, sie schmeckten immer sehr gut.
      Vom Heim und von der Schule konnte man auf der anderen Seite des (Tales )
      sehen, wie in den Berg hinein eine große Bunkeranlage gebaut wurde. Viel später erfahren das es der Regierungsbunker in der Zeit des kalten Krieges war.

      Was ich schlimm fand. Man durfte das Heim nicht alleine verlassen sondern nur immer in der Gruppe.
      Geschlafen wurde in großen Schlafsälen mit ca 15 – 20 Betten .
      Schlafen durften wir nur auf den Rücken mit den Händen und Armen auf der Bettdecke. Ich hatte das Glück an der Wand ein Bett zu haben und nicht mitten drin.
      Das ewige beten und in die Kapelle rennen hat in mir eine Antipati zu allen religiösen ausgelöst. Mit 19 bin ich aus der Kirche ausgetreten.
      Von einer Nonne wurde ich gefragt ob ich Messdiener werden wollte , was ich sofort mit nein beantwortet hatte. Ich war selber etwas erschrocken über mein spontanes absolutes nein.
      Die Ablehnung hatte zum Glück keine negativen Folgen für mich.
      Ich verabscheue alles christliche, besonders den verlogenen katholischen Glauben.
      Den etwas demütigenden Wäschetausch , schmutzige Unterwäsche gegen saubere, ob auch keine Reallistreifen drin sind.
      Post wurde zensiert.
      Man durfte kein Geld besitzen!!!!!
      Trotzdem hatte ich damals die Nonnen ausgetrickst.
      Das so.
      Päckchen durften wir ja bekommen.
      Üblich war das der Inhalt meistens an der Gruppe verteilt wurde.
      Meine Vertrauensperson war meine Oma. Ihr konnte ich Mehrmals Briefe schreiben
      ( Aufschrift Porto zahlt Empfänger ) Sie Schickte mir mehrmals ein Päckchen mit 2 Beutel Bonbons und eine Tafel Schokolade.
      Die Bonbons gab ich sofort zur Verfügung der Gruppe die Tafel Schokolade steckte ich schnell ein und verschwand zur Toilette.
      Der Grund in der Tafel Schokolade war auch Geld versteckt.
      Irgendwie konnte ich das Geld auch immer ausgeben.
      Sei es, dass ich Gelegenheit hatte mich nach Urft zu schleichen oder das ich offiziell nach Urft oder sogar nach Kall geschickt wurde, mit irgendeinen Auftrag.
      Im Winter sind wir ganz in der Nähe des Heimes Schlitten gefahren, immer zwei Jungen ein Schlitten. Der Junge mit dem ich den Schlitten teilen musste war sehr froh das Er alleine den Schlitten benutzen durfte, Ich schlich mich nach Urft!!!

      Auch hatte mir das Geld geholfen, als wir in einer kleinen Gruppe zu den Exerzitien geschickt wurden in irgendeinen Kloster dessen Namen ich nicht mehr weiß.

      Ich glaube am Monatsende war eine Gruppensitzung an der alle teilnahmen und wo bestimmt wurde wieviel Taschengeld man verdient hatte.
      Eine oder Zwei DM die man aber natürlich nicht ausbezahlt bekam.
      Gleichzeitig wurden die Arbeiten neu verteilt.
      Das waren meine Erlebnisse an die ich mich erinnern kann.

      Trotz meines jungen Alters wusste ich instinktiv nach vorne lachen und lieb sein , nach hinten eben versuchen sein leben zu Leben.

      Nach meinem Aufendhalt bekam ich sofort eine Lehrstelle und von der Firma einen Lehrlingswohnheimplatz gestellt. Ich hatte dort alle Freiheiten die man sich denken kann. Nur man musste in der Regel abends um 22.00 Uhr im Zimmer sein. Ausnahmen gab es nur nach vorheriger Genehmigung.
      Da zu der Zeit man erst mit 21 volljährig wurde habe ich meine erste eigene Wohnung erst mit 21 und 3 Monaten gehabt.
      Der ganze Zeitraum von Sommer 1965 bis 1971 hat mich zur absoluten Selbstständigkeit erzogen.
      Weiter, noch verheiratet, 2 Kinder, 1 Enkelkind und in vorzeitigen Ruhestand.

      Gruss rudi22

      Übrigens ist der echte Name ein ganz anderer, rudi ist lediglich abgeleitet von der
      e-mail adresse
      so jetzt geb ich auch mal meinen senf dazu ab...ich war vier jahre in urft...und muss sagen da ging es mir 1000mal besser wie zu hause...gut ich war von 84 bis 88 da..und kann nichts über die zeit vor mir berichten und auch nichts über die zeit danach...aber wenn du KLAUS ein problem mit dem heimleiter hast der jetzt da ist und dich verfolgt fühlst..wo ist denn da das problem das telefonisch und persöhnlich zu regeln ???...ich schreibe das weil ich auch jemanden aus deiner zeit kenne und der kommt super klar mit dem heimleiter der jetzt da ist...was ich damit sagen will ist ...scheiss auf das was dir dritte erzählen und mach dir dein eigenes bild...so viel zum thema füsse stillhalten...
      klär das persöhnlich wenn du meinst das es dich persöhnlich betrifft und treffe dann deine ansage...was hälst du davon????

      Klaus Pitzner schrieb:

      Zitat von »Bollo« so jetzt geb ich auch mal meinen senf dazu ab...ich war vier jahre in urft...und muss sagen da ging es mir 1000mal besser wie zu hause...gut ich war von 84 bis 88 da..und kann nichts über die zeit vor mir berichten und auch nichts über die zeit danach...aber wenn du KLAUS ein problem mit dem heimleiter hast der jetzt da ist und dich verfolgt fühlst..wo ist denn da das problem das telefonisch und persöhnlich zu regeln ???...ich schreibe das weil ich auch jemanden aus deiner zeit kenne und der kommt super klar mit dem heimleiter der jetzt da ist...was ich damit sagen will ist ...scheiss auf das was dir dritte erzählen und mach dir dein eigenes bild...so viel zum thema füsse stillhalten...
      klär das persöhnlich wenn du meinst das es dich persöhnlich betrifft und treffe dann deine ansage...was hälst du davon????


      Da muss ich doch nach längerer zeit nun Antworten.
      Ich bekomme nichts von dritten erzählt, nein, die Person von der ich das habe, das Schomaker mich sucht, kommt aus Mönchengladbach ist 62 Jahre alt und hat mir sogar einen Brief von Schomaker gezeigt, in dem stand: Der herr Pitzner hat sich immer noch nicht bei mir gemeldet. Also, was will der Typ von mir? Ich war 1970 bis 1972 in Urft und Schomaker ist erst seit 1999 dort Heimleiter und weiß Nothing, was in meiner zeit abgelaufen ist. Auch ist Aktenkundig, dass, wer bisher für die Leutchens dort ungemütlich geworden ist, diese Mundtod gemacht wurden und einer hat sich kürzlich deswegen in Duisburg verabschiedet, Selbstmord, weil ihm nicht geglaubt wurde.
      Für mich ist Schomaker einer, der sich gerne im Rampenlicht stehen sieht als Barmherziger Samariter (der aber nur sein Ziel verfolgt, das Heim im guten licht stehen zu sehen). Es ist schon eine Meldung meinerseits unterwegs, das mich dieser Herr in Ruhe zu lassen hat, Notfalls per Gerichtsbeschluss. Was ich zu klären habe, geht über den LVR und nicht über einen Möchtegern Helfer, so etwas brauche ich nicht, ich habe Kompetentere Leute dafür.


      ja wenn das so ist ..??..dann ist doch alles in ordnung...(für dich )..und darum geht es dir ja..denk ich mal ??...ich seh die sache halt ein wenig anders...weil ich vor drei oder vier jahren mal wieder meine alte HEIMat besucht habe,und da auch den schomaker kennengelehrnt habe...und der setzt sich durchaus mit der vergangenheit auseinander die urft einmal hatte...und macht im mom das beste aus dem heim was er kann...vllt hat er deine beiträge gelesen und weiss wovon du redest..und will dir zeigen das es jetzt ganz anders läuft...um dir vllt ein stück zu helfen damit du weisst das es jetzt keinem kind mehr so ergeht wie dir..???..wer weiss..aber solange du es nicht herrausfinden willst was er wirklich will...würde ich den ball flachhalten..weil das alles spekulativ ist...und glaub mir mal so wichtig bist du auch nicht ...wenn jemand meint dich finden zu müssen der in einer öffentlichen einrichtung arbeitet dann wird er das auch..weil ich denk mal das der name klaus pitzner kein erfundener nick ist ..oder liege ich da falsch ???...
      aber das musst du mit dir selbst klarmachen......deine signatur gefällt mir aber...ich liege am boden und keiner soll auf mir rumtrampeln..(oder so ähnlich)..frag dich mal lieber warum du da liegst...und vor allem warum du gerne da liegst..scheint ein einfacher weg zu sein...alle haben schuld an meiner situation...streichelt mir die birne und betätschelt mich..so seh ich das...aber das musst du selber wissen..scheinst ein ehrlicher typ zu sein...aber hast angst vor dem kampf dich selbst wieder auf die beine zu bringen,und gehst den einfachen weg...wie gesagt deine sache...aber urteile nicht über leute die du nicht kennst...
      Pressemitteilung vom 26.10.2010 18:13:14 [ID 557931 / Vermischtes]
      "Pater S." und das Zölibat
      "Missbrauch in der Kinderheimen an der Tagesordnung"

      (News4Press.com)



      Unter Heimerziehung wird die Hilfe zur Erziehung in einer Einrichtung verstanden, in der Kinder und Jugendliche über Tag und Nacht pädagogisch betreut werden, um sie durch eine Verbindung von Alltagserleben mit pädagogischen und therapeutischen Angeboten in ihrer Entwicklung zu fördern. Der Ursprung der heutigen Heimerziehung liegt in dem klassischen Kinderheim, sie hat sich aber wesentlich weiter entwickelt. Der reine Fürsorgegedanke wurde durch das Partizipationsprinzip abgelöst. Für einen Großteil der Bevölkerung stellt das Kinderheim noch immer die klassische Jugendhilfemaßnahme dar. Erst in letzter Zeit hat sich die Assoziationskette Jugendamt- bzw. Jugendfürsorge-Heim gelockert.

      Im November 2008 empfahl der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages, einen Runden Tisch einzurichten, der die Geschehnisse in der Heimerziehung im westlichen Nachkriegsdeutschland unter den damaligen rechtlichen, pädagogischen und sozialen Bedingungen aufarbeiten sollte. Der Petitionsausschuss drückte aus, dass er das erlittene Unrecht und Leid, das Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Kinder- und Erziehungsheimen in der alten Bundesrepublik in der Zeit zwischen 1945 und 1975 widerfahren sei, sehe und erkenne und dass er es zutiefst bedauere.

      Nachdem sich der Deutsche Bundestag der Empfehlung angeschlossen hatte, richtete die Bundesregierung den Runden Tisch Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren unter dem Vorsitz der Bundestagsvizepräsidentin a.D. Dr. Antje Vollmer ein. Der Runde Tisch soll die Hinweise auf das Unrecht, das Heimkindern zugefügt worden ist, prüfen. Er soll die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und gesundheitlichen (organischen oder psychischen) Folgen der Heimerziehungspraxis aufarbeiten und die Kommunikation zwischen den Betroffenen und den „Nachfolge“-Organisationen der damaligen Heimträger fördern sowie Kontakte zur individuellen Bearbeitung von Heimbiographien herstellen. Darüber hinaus soll der Runde Tisch der Information ehemaliger Heimkinder dienen und psychologische, soziale oder seelsorgerische Beratungsangebote der beteiligen Institutionen und Organisationen an ehemalige Heimkinder bei Bedarf vermitteln. Schließlich sollen Kriterien zur Bewertung der Forderungen ehemaliger Heimkinder entwickelt werden und mögliche Lösungen aufgezeigt werden.

      Dem Runden Tisch gehören Vertreter der ehemaligen Heimkinder an, ferner Vertreter des Bundestages, der Bundes und der Länder, der Jugendämter, der staatlichen, kirchlichen und nicht konfessionellen Träger der Erziehungsheime, beteiligt sind daneben Jugendinstitute und Wissenschaftler. Rechtsträger des Runden Tisches ist der Verein Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe e.V.

      "In den 50er, 60er und 70er Jahren war der körperliche und sexuelle Missbrauch in allen Kinderheimen an der Tagesordnung". Als ich diesen Satz aus dem Mund einer Mitarbeiterin eines Kinderheimes in NRW hörte, wusste ich nicht ob ich vor lauter Wut weinen oder schreien sollte. Liest man die Berichte über Priester und Nonnen, die als Täter und Täterinnen überführt wurden, dann kommt noch die Uneinsichtigkeit dazu: "Ich wollte doch nur lieb und zärtlich sein. Kein Kind habe ich zu etwas gezwungen." Ein Priester jedoch brachte es auf einen wesentlichen Punkt: "Solange es das Zölibat gibt, solange werden Kinder missbraucht."

      Nicht nur die Täter - auch diejenigen die wissend Missbräuche vertuschten - gehören auf die Anklagebänke. Wer Täter schützt, der vergewaltigt die Kinder ein zweites Mal. Das viele Täter verstorben sind macht die Schuld nicht kleiner. Die Bundesregierung ist gefordert die unsäglichen Verjährungsfristen bei sexuellem Missbrauch zu verändern. Wenn Mord nicht verjährt, dann kann auch der langsame Tod der missbrauchten Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen nicht verjähren. Wer um die Silberlinge einer finanziellen Entschädigung mit den Opfer schachert, der sollte sich zutiefst schämen.

      Heinz L. ist ein Fall von vielen tausenden anderer Fälle, die jahrzehntelang verschwiegen und vertuscht wurden. Niemand konnte sich vorstellen, dass ausgerechnet "Männer und Frauen Gottes" reihenweise Kinder körperlich und sexuell missbrauchen: Was nicht sei durfte, das war auch nicht so. Lesen Sie eine weitere Schicksalsgeschichte eines Menschen.

      Mein Name ist Heinz L. und ich bin im Januar 1948 geboren. Ich kam mit acht Monaten vom 29.09.1948 bis 16.07.1957 in ein Kinderheim in Mönchengladbach, Engelbleckerstrasse 55. Dieses Heim wurde von der Diakonie geleitet. In diesem mussten wir stundenlang in Reihen auf dem Töpfchen sitzen. Schläge gab es für jede Kleinigkeit, ins Gesicht oder auf den Po. Erbrochenes Essen musste wieder gegessen werden. Nachdem ich mit neun Jahren für das Heim nicht mehr tragbar war ging es für fast ein Jahr in das Don Bosco Kinderheim in Viersen Helenabrunn bis zum 22.05.1958. Dieses Kinderheim wurde von Nonnen der Augustinerinnen / Emmaculata geleitet. Mit 10 Jahren kam ich für ein Jahr wieder nach Hause. Das war vom 23.05.1958 bis 18.03.1959. Das Heim wollte mich nicht länger haben.

      Meine Mutter konnte mit dem total zerstörten Jungen auch nicht mehr umgehen und so kam ich mit elf Jahren am 19.03.1959 nach Urft in die Eifel ins Hermann Josef Haus. Hier der Bericht vom Hermann Josef Haus über mich bei der Einlieferung:
      „Heinz war von seiner Geburt an fast immer in Kinderheimen, die Mutter hatte sich nie allzuviel um ihn gekümmert. Als er zu schwierig wurde hat man ihn zur Mutter entlassen, diese arbeitete aber den ganzen Tag und Heinz war sich selbst überlassen.“

      Dort blieb ich bis zum 29.06.1962. Also 3 Jahre und 3 Monate. In Urft war ich in der Christopherusgruppe unter Schwester Adelheid im Altbau. Oben auf dem Dachspeicher war eine Zelle eingerichtet worden. In der nur eine Matratze mit einer kratzigen Decke war. In dieser Zelle war es im Sommer zu heiß und im Winter viel zu kalt, wenn wir da eingesperrt wurden. Ein halb gefüllter Eimer mit Wasser diente der Notdurft, ansonsten war die Zelle leer. Da war ich mal gerade 12 Jahre alt. Bettnässer haben immer Prügel bezogen, wenn sie ins Bett gemacht haben. Das passierte mir auch manchmal. Prügel gab es auch für Widerworte und ganz viel Prügel gab es für Gotteslästerung. Wir sind nach der Schule mit Arbeit übersät worden, Kuhstall reinigen, Schweine füttern und Kartoffel schälen waren unsere Aufgaben.

      Jeden Tag, also morgens vor dem Frühstück, gingen wir in die Kapelle des Kinderheimes Herman Josef Haus. Ein Salvatorianer Pater aus Steinfeld, hielt die Messe ab und wohnte auch im Heim. Beim Fußballspiel bekam ich mal den Ball in den Unterleib und der Salvatorianer sagte zu mir, ich müsse zu ihm kommen, damit er mich untersuchen kann. So fing der sexuelle Missbrauch an. Ich saß auf seinem Schoß und er rieb sein Teil an meinem Körper. Einmal hatte ich den erigierten Penis auch in der Hand. Sein stöhnen geht mir bis heute nicht aus dem Sinn. Auch seine Alkoholfahne war für mich unerträglich. Sein Name war Pater S. M. Er massierte auch anderen Heimkindern gerne die Hoden nach dem Fußballspiel bei einer Verletzung. Hans-Günter H. kann den sexuellen Missbrauch im Heim bestätigen, denn auch seine Hoden wurden massiert. Unser erster Erzieher hieß damals Herr Haas. Unsere Lehrerin war eine kleine, alte Nonne, die besonders gerne zuschlug. Schwester Adelheid hatte sehr starken Mundgeruch gehabt. Als ich sie darauf ansprach bezog ich feste Prügel. Frag nicht nach Sonnenschein!

      Anschließend war ich noch im Erziehungsheim Fichtenheim bei Krefeld, der vom (Landschaftsverband Rheinland) LVR Köln betrieben wurde. Eine Lehre habe ich da angefangen, aber nicht zu Ende geschafft. Herr Jansen, ein Erzieher vom LVR, schlug mir mit seinem schweren Schlüsselbund auf mein rechtes Ohr und zerstörte dabei einige Nerven. Mein leben lang litt ich an Hörverlust. Nach meiner zerstörerischen Heimzeit habe ich auf privatem Wege doch noch am 17.08.1965 meine Metzgerlehre fertig gemacht und danach mehr als 30 Jahre als Metzger gearbeitet. Heute bin ich Frührentner und kann einfach meine misshandelte Kindheit nicht vergessen. Seid einem halben Jahr bin ich in Therapie wegen PTBS. Danke Deutschland.

      Die in dem Artikel aufgeführten Einrichtungen sind gebeten worden Stellung zu nehmen. Nur Direktor Wilhelm Schomaker vom Hermann-Josef-Haus Urft in Kall-Urft hat sich geäussert. Auch das Schweigen sagt etwas über Menschen aus.

      "Gerne bestätigen wir, dass Herr Laumen in der Zeit von 1959 bis 1962 im Hermann-Josef-Haus in Urft lebte. Herr Laumen ist mir persönlich aus mehreren Begegnungen und Gesprächen bekannt. Die von Herrn Laumen vorgetragenen Vorwürfe wurden von uns sehr ernst genommen und mit ihm gemeinsam, soweit als möglich, aufgearbeitet. Hinsichtlich der Vorwürfe gegen Pater S. fand zudem ein gemeinsames Gespräch mit dem Ordenbeauftragten der Salvatorianer statt. Die Gesprächsergebnisse wurden gemeinsam protokolliert und Herrn Laumen übergeben. Die Staatsanwaltschaft wurde bei Ermittlungen unterstützt. Wir stehen seit vielen Jahren für alle Anfragen ehemaliger Heimkinder umfänglich zur Verfügung. Wir sehen die Not und das Leid vieler ehemaliger Heimkinder aus diesen Jahrgängen. Wir unterstützen die Aufarbeitung nachdrücklich. Dazu stehen wir auch in regelmäßigem Kontakt mit den Spitzenverbänden und mit Vertretern des Runden Tisches in Berlin, von dessen Arbeit wir uns eine gesamtgesellschaftliche Anerkennung und Würdigung der Anliegen ehemaliger Heimkinder erhoffen."

      So sehr die Menschen mit großem Engagement Kinder aus der 3. Welt adoptieren. So sehr haben die Kinder in unseren Kinderheimen die Chance verdient, dass sich eine liebevolle und gütige Familie um sie kümmert. Wenn Sie sich noch einmal das Foto zu meinem Bericht von "Pater S." anschauen, dann denken sicherliche viele Mitmenschen: "Der sieht doch so liebvoll und seriös aus, der soll ein Kinderschänder sein?". Wer auch nur eine Kinderseele rettet, der rettet seine eigene Seele. "Pater S." und alle anderen Täterinnen und Täter haben längst ihre Seelen verloren und niemand kann ihnen vergeben.

      freier Journalist EPF
      Johannes Schumacher
      Am Stadtrain 28a
      41849 Wassenberg
      Tel:024329335022
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