Bensberg/ Moitzfeld, Gut an der Linde

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      Jahrestreffen zum 129 Jahrestag der Diakonie Aprath

      Nun.. der Sommer wird heiss :beer:

      Wir, Die Ehemaligen Jungs vom "Gut an der Linde" der Bergischen Diakonie Aprath haben am 19.6.2011 beim 129 Jahrestag der Bergischen Diakonie Aprath eine "kleinere" Flyer Aktion durchgeführt.Wir haben dort um die 800 Flyer an den Mann/Frau gebracht :biggrin:

      Sie war wohl sehr erfolgreich ! =)

      Leider kam es zu einem aussergewöhnlichen Zwischenfall. X(

      Herr Pfarrer Iwand begann den Gottesdienst gegen 11 Uhr (früh) .
      Ansich auch nichts besonderers. Bis auf die Unterbrechung wärend des Gottesdienstes ,wo er seine "Schäfchen darauf hinwies, das der Inhalt unseres Flyers
      (link zu unserem Flyer -> amd.co.at/anti/moitzfeld/Kein_…Freude_und_zum_Feiern.pdf )
      nur Lügen beinhalte,
      Er meinte anschliessend ,das die Ehemaligen Heimkinder keine Entschädigung bekommen und die Bergische Diakonie Aprath ja sowieso kein Geld hat. (bei 77mio Eu Umsatz Jährlich)

      Anbei Bilder unserer Aktion -> [url]http://amd.co.at/anti/moitzfeld/galerie.html[/url] ( Erster Folder mit Kirche im Bild) :D

      Sowie Artikel im Kölner Stadtanzeiger über unsere Flyer Aktion -> rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1308834565686.shtml
      Zu guter letzt noch ein Beitrag von Herr Professor Wolf ( Uni Siegen) in der Zeitschrift "neue Praxis" über Die Diakonie Aprath und uns Ehemaligen Heimkinder der Diakonie Aprath

      -> amd.co.at/anti/moitzfeld/pdf/wolfnp.pdf

      Gruss

      Die Ehemaligen aus dem "Gut an der Linde"

      P.s

      Hier noch ein Link mit einem Gespräch des Ex Vorstandes der Diakonie Aprath "Pfarrer" Schneider und einem Ehemaligen
      (Das Video wurde wohl von einem Mitarbeiter der Diakonie aufgenommen und mir zugespielt.Interessant ab Min 4:30 )
      -> youtube.com/watch?v=SdvvbQuT9bg&feature=player_embedded

      p.s
      Viktor K.

      Du bist nicht zufällig der Victor Kolvenb.. (Früher aus Aachen) ? Wenn dem so ist,melde dich bei mir, ich habe eine Menge alter Akten und Unterlagen über dich gefunden. mail an antistar (at) gmx.de oder amd.co.at/anti/moitzfeld ..dort unter "Kontakt"

      Victor Kolv. - Lutz

      Ja, nun weiss ich wer du bist ....

      Mit Baptist meinst du den Herrn Men*
      Er lebt noch und ich habe regen Kontakt zu ihm.
      Er gab alle seine Verfehlungen zu.
      Ich habe hier Unterlagen von dir, die besagen ,das dich ein Herr Achim Krieg* seinerseits brutal geschlagen hatte, und du auch durch diese Attake verletzt wurdest usw... Sowie einzelne Berichte über dich.Herkunft, Eltern uvm (MELDE DICH , Ich schicke dir gerne alle deine Unterlagen zu)

      Wir beide waren oft zusammen in Bensberg. am Spielplatz abchillen... Ich habe auch noch viele Fotos von uns.. ( Ehemalige)

      Kontakt habe ich zum Eh. Erzieher Herr "Dirk Altenrath" (Erkennst du ihn wieder ? amd.co.at/anti/moitzfeld/presse/noz_altenrath.jpg )

      Zum Herrn Pfeiffer amd.co.at/anti/moitzfeld/bildern/hansi_pfeiffer2010.jpg

      Heimleiter Trappe amd.co.at/anti/moitzfeld/bildern/axel_trappe.jpg

      und viele mehr..
      Das „Gut an der Linde“ wird erstmals 1413 urkundlich erwähnt. Der letzte Halfmann
      war 1661 Johann Schmalzgrüber. Die Eigentümer des Gutes sind ab 1624 bekannt
      und im Anhang aufgeführt. Das heutige zweigeschossige Fachwerkgebäude wird ca.
      1790 errichtet. Johann Schmitz, Ackerer zu Untermoitzfeld, ist bis zu seinem Tode
      1870 Eigentümer. Seine Ehefrau Christine bearbeitet das Gut mit dem Personal
      weiter. Es geht 1892 auf den Schwiegersohn Johann Frielingsdorf über. Nach 1892
      erfolgt dann die Aufteilung des Gutes in zahlreiche Baustellen. Spätere Eigentümer
      sind: Matthias Arenz 1903, Butterhändler Gerhard Thiell 1910, Kaufmann Dechant
      aus Köln-Kalk und Dr. med. Karl Ortmann bis 15.06.1925.
      An eben diesem Tage geht das „Gut an der Linde“ in den Besitz der Bergischen
      Diakonie Aprath über, die dort ab dem 1. Oktober 1925 ein „Heim für schwer
      erziehbare Töchter besserer Stände“ führt. Es dient der Erziehung in Haushalt und
      Landwirtschaft. Dieses Heim im „Gut an der Linde“ mit anfangs 10 Plätzen wird
      geleitet von einer Schwester und einer Erziehungsgehilfin. Die ärztliche Aufsicht führt
      Dr. Richard Bock, der Schwiegersohn des Dr. med. Ortmann.
      Im „Gut an der Linde“ zieht 1945 das Wirtschaftsamt Bensberg ein. Es werden zwei
      Amtsstuben und eine Wohnung für Bürgermeister Schumacher eingerichtet. 1950
      beginnt man mit dem Ausbau des Gutes, verkauft die Ländereien an die Stadt
      Bensberg, gibt den Gutsbetrieb auf und verpachtet das Land an Dr. Bock. Am
      27.01.1951 erfolgt der Umzug des Knabenheims Bornen nach Moitzfeld.
      Erweiterungsbauten erfolgen 1963/64. Das „Gut an der Linde“ wird 1973 endgültig
      aufgelöst.
      Quellen:
      Paul Reinehr; Moitzfeld: Chronik der Kapellengemeinde von 1920-52; S.94 ff, 1986;
      Max Morsches in Heimat zwischen Sülz u. Dhünn Nr. 10; S. 10 f;
      Berg. Gladbacher Volkszeitung vom 25.08.1926;
      bgv-rhein-berg.de/myhomepage/d…utanderLindeMoitzfeld.pdf[/quote]

      Das stimmt so Nicht...

      Siehe amd.co.at/anti/moitzfeld/Bilde…Tg4NmMxYzBhYjRiMDAwMmE3Yw

      Und hier die Schliessung amd.co.at/anti/moitzfeld/Bilde…jQ5MDJlNTFlOGRhZTcyMzlhYQ

      mehr dazu auf amd.co.at/anti/moitzfeld/galerie.html im ersten Ordner "1Internebriefe"

      Orginal Kaufvertrag von dem Heim ist hier zu sehen amd.co.at/anti/moitzfeld/Bilde…2NhNDIzZDQ5MjBmNmZmYmQ4NA


      mfg

      Update 6 juli 2011 - Bergische Diakonie Kinderheim "Gut an der Linde"

      Update der Ehemaligen aus dem Jungenheim "Gut an der Linde" , der Bergischen Diakonie Aprath

      * Webseite der Ehemalige Heimkinder vom Gut an der Linde - Moitzfeld amd.co.at/anti/moitzfeld
      * 09.03.2010 Kein Ort für Kinder ksta.de/servlet/OriginalConten…fassung&aid=1296657556291 Kölner Stadtanzeiger]
      * 09.03.2010 Erst Missbräuche - dann Jugendarbeit rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1296657556295.shtml Kölner Stadtanzeiger]
      * 27.04.2010 Die sollen mir in die Augen schauen ksta.de/html/artikel/1270457728969.shtml Kölner Stadtanzeiger]
      * 28.04.2010 Das war eine Welt für sich rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1270457751717.shtml Kölner Stadtanzeiger]
      * 28.04.2010 Vergewaltigt in der Schlafstube ksta.de/html/artikel/1272363218447.shtml Kölner Stadtanzeiger]
      * 28.04.2010 Hölle von Moitzfeld zerstörte Leben rundschau-online.de/html/artikel/1270484305680.shtml Rundschau-Online]
      * 29.04.2010 Erschütterung und Spurensuche rundschau-online.de/html/artikel/1272460089376.shtml Rundschau-Online]
      * 29.04.2010 Schüler in Jugendheim sexuell missbraucht welt.de/die-welt/regionales/ar…-sexuell-missbraucht.html Welt Online]
      * 29.04.2010 Missbrauchsopfer brechen ihr Schweigen amd.co.at/anti/moitzfeld/Bilde…l_2010/BILD_BIG_PRINT.jpg Bild Print Ausgabe 29.04.2010]

      * 12.05.2010 Evangelische Diakonie zwang Heimkinder zur Arbeit amd.co.at/anti/moitzfeld/Bilde…l_2010/Bild_12_5_2010.jpg Bild Print Ausgabe 12.05.2010]

      * 18.05.2010 Gewalt auch im „Haus Moitzfeld”? rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1273823322829.shtml Kölner Stadtanzeiger]
      * 29.09.2010 Opfer kritisieren „Hinhaltetaktik“ rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1285337919615.shtml Kölner Stadtanzeiger]
      * 29.11.2010 Prof. Klaus Wolf (Uni Siegen) über die Diakonie Aprath - Machtstrukturen in der Heimerziehung verlag-neue-praxis.de/wp-conte…s/2011/04/6_2010_wolf.pdfwww.verlag-neue-praxis.de - Neue Praxis 6/2010]

      * 26.01.2011 Heimkinder verärgert koelnischerundschau.de/html/artikel/1295371235057.shtml Kölnische Rundschau]
      * 28.03.2011 Schämen sollt ihr euch rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1300555260865.shtml Kölner Stadtanzeiger]
      * 24.04.2011 Diakonie trifft sich mit früheren Heimkindern rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1296657562864.shtml Kölner Stadtanzeiger]
      * 25.05.2011 Wissenschaftlerin wird von Ehemaligen Heimkindern abgelehnt ksta.de/html/artikel/1288741506812.shtml Kölner Stadtanzeiger]
      * 25.05.2011 Zum Missbrauch im Moitzfelder Heim ksta.de/html/artikel/1270457751719.shtml Kölner Stadtanzeiger]
      * 20.06.2011 Bergische Diakonie: Sommerfest trotz Wind und Regen wz-newsline.de/lokales/kreis-m…z-wind-und-regen-1.690689 wz-newsline]
      * 22.06.2011 Beim 129 Jahrestag der Diakonie Aprath Flugblätter verteilt rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1308571405201.shtml Kölner Stadtanzeiger]

      mfg

      Die Ehemaligen Heimkinder des "Gut an der Linde" der Bergischen Diakonie Aprath

      Update 6 juli 2011 - Bergische Diakonie Kinderheim "Gut an der Linde"

      Update der Ehemaligen aus dem Jungenheim "Gut an der Linde" , der Bergischen diakonie Aprath

      * Webseite der Ehemalige Heimkinder vom Gut an der Linde - Moitzfeld amd.co.at/anti/moitzfeld
      * 09.03.2010 Kein Ort für Kinder ksta.de/servlet/OriginalConten…fassung&aid=1296657556291 Kölner Stadtanzeiger]
      * 09.03.2010 Erst Missbräuche - dann Jugendarbeit rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1296657556295.shtml Kölner Stadtanzeiger]
      * 27.04.2010 Die sollen mir in die Augen schauen ksta.de/html/artikel/1270457728969.shtml Kölner Stadtanzeiger]
      * 28.04.2010 Das war eine Welt für sich rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1270457751717.shtml Kölner Stadtanzeiger]
      * 28.04.2010 Vergewaltigt in der Schlafstube ksta.de/html/artikel/1272363218447.shtml Kölner Stadtanzeiger]
      * 28.04.2010 Hölle von Moitzfeld zerstörte Leben rundschau-online.de/html/artikel/1270484305680.shtml Rundschau-Online]
      * 29.04.2010 Erschütterung und Spurensuche rundschau-online.de/html/artikel/1272460089376.shtml Rundschau-Online]
      * 29.04.2010 Schüler in Jugendheim sexuell missbraucht welt.de/die-welt/regionales/ar…-sexuell-missbraucht.html Welt Online]
      * 29.04.2010 Missbrauchsopfer brechen ihr Schweigen amd.co.at/anti/moitzfeld/Bilde…l_2010/BILD_BIG_PRINT.jpg Bild Print Ausgabe 29.04.2010]

      * 12.05.2010 Evangelische Diakonie zwang Heimkinder zur Arbeit amd.co.at/anti/moitzfeld/Bilde…l_2010/Bild_12_5_2010.jpg Bild Print Ausgabe 12.05.2010]

      * 18.05.2010 Gewalt auch im „Haus Moitzfeld”? rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1273823322829.shtml Kölner Stadtanzeiger]
      * 29.09.2010 Opfer kritisieren „Hinhaltetaktik“ rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1285337919615.shtml Kölner Stadtanzeiger]
      * 29.11.2010 Prof. Klaus Wolf (Uni Siegen) über die Diakonie Aprath - Machtstrukturen in der Heimerziehung verlag-neue-praxis.de/wp-conte…s/2011/04/6_2010_wolf.pdfwww.verlag-neue-praxis.de - Neue Praxis 6/2010]

      * 26.01.2011 Heimkinder verärgert koelnischerundschau.de/html/artikel/1295371235057.shtml Kölnische Rundschau]
      09.03.2011 Kein Ort für Kinder (Teil2) Doppel Seite Printausgabe des Ksta amd.co.at/anti/moitzfeld/Doppe…ssbrauchGutanderLinde.pdf Kölner Stadtanzeiger]
      * 28.03.2011 Schämen sollt ihr euch rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1300555260865.shtml Kölner Stadtanzeiger]
      * 24.04.2011 Diakonie trifft sich mit früheren Heimkindern rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1296657562864.shtml Kölner Stadtanzeiger]
      * 25.05.2011 Wissenschaftlerin wird von Ehemaligen Heimkindern abgelehnt ksta.de/html/artikel/1288741506812.shtml Kölner Stadtanzeiger]
      * 25.05.2011 Zum Missbrauch im Moitzfelder Heim ksta.de/html/artikel/1270457751719.shtml Kölner Stadtanzeiger]
      * 20.06.2011 Bergische Diakonie: Sommerfest trotz Wind und Regen wz-newsline.de/lokales/kreis-m…z-wind-und-regen-1.690689 wz-newsline]
      * 22.06.2011 Beim 129 Jahrestag der Diakonie Aprath Flugblätter verteilt rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1308571405201.shtml Kölner Stadtanzeiger]

      Inhalt des von uns verteiltem Flyer beim 129 Jahrestag der Diakonie Aprath

      Bergische Diakonie Aprath – das Böse hat sich eingenistet
      Der „Verein“ systematischer sexueller und wirtschaftlicher Ausbeutung Schutzbefohlener feiert sich im 129. Jahresfest selber. Das ist kein Grund zur Freude. Angesichts seiner vielen vergessenen Opfer wären Trauer- und Gedenkfeiern angebrachter. Die Gesinnung war und ist weitgehend menschenverachtend. Sie ist von der Umsatzgier der Geschäftsleitung, derzeit „Pfarrer“ Peter Iwand, zu Lasten der Schutzbefohlenen, insbesondere Kinder, geprägt. Mit christlicher Nächstenliebe hatte und hat das „Geschäft“ der BDA nichts zu tun.
      Wir, die ehemaligen Heimkinder aus dem kasernenartigen BDA Erziehungsheim „Gut an der Linde“ in Bensberg – Moitzfeld (1956 bis 1979), waren Jahre und Jahrzehnte den unfähigen, sexuell gestörten und brutalen Mitarbeitern der BDA ausgeliefert. Wir waren die Gefangenen der BDA und kennen diese von innen. Die BDA Festtagsreden oder Gottesdienste täuschen.
      Die Vorgänger des heutigen Vorstandsvorsitzenden Pfarrer Iwand, die so genannten „Pfarrer“ Adolf Nell und Wilfried Schneider haben ein Erziehungssystem organisiert, in dem sexueller Missbrauch, Prügel, Zwangsarbeit und die unmenschlichsten Erziehungsmethoden zum Tagesablauf gehörten. Einem System durch das wir als Kinder nachteilig geprägt wurden und noch heute traumatisiert sind. Die BDA hat uns die Jugend gestohlen und viele Millionen auf Kosten unserer psychischen und physischen Gesundheit gemacht.
      Heute will sie von ihren ehemaligen Heimkindern nichts mehr wissen. Pfarrer Iwand verweigert uns die vollständige Akteneinsicht, die Suche nach Heimakten, die Suche nach unseren Heimkameraden zu denen ein teils familiäres Verhältnis bestand, die Herausgabe von Ehemaligenkontaktdaten und die Entschädigung. Pfarrer Iwand lässt uns seit zwei Jahren in unserem Bedürfnis nach Aufarbeitung und Aufklärung unserer Heimjugend vor die Wand laufen. Anders als andere Heimträger hat die BDA auch nie zu Ehemaligentreffen eingeladen. Offensichtlich will man nicht, dass wir ehemalige Heimkinder uns vernetzen. Nach der letzten Zahlung für uns an die BDA, in der wir teils unsere gesamte Jugend verbringen mussten, waren wir abgeschrieben. Drei Treffen ehemaliger Heimkinder - die Presse berichtete - mit Pfarrer Iwand und weiteren Vertretern der BDA verliefen ergebnislos. Anstatt sich in angemessener Weise um uns zu kümmern, beabsichtigt Pfarrer Iwand eine pseudowissenschaftliche Untersuchung, deren Vertuschungscharakter schon in der Auftragsbeschreibung ersichtlich ist. Ansonsten versteckt sich Pfarrer Iwand hinter dem Datenschutz, nicht benannten Mitarbeitern - die vorgeblich Heimakten vernichtet haben, dem runden Tisch Heimerziehung Berlin und angeblicher Insolvenz bei Entschädigungszahlungen an ehemalige Heimkinder; trotz siebzig Millionen Euro Jahresumsatz.
      Pfarrer Iwand liegen viele Schreiben von Abgeordneten, Bürgermeistern, Jugendämtern, Kirchenvertretern und Bürgern vor, mit der Aufforderung uns ehemaligen Heimkindern zu helfen. Im Freundesbrief der BDA schreibt er in Bezug auf die Heimerziehung der BDA, „das Böse hat sich eingenistet, ist zumindest teilweise Hausherr geworden“. Gerade stehen soll die BDA dafür aber nicht. „Das Böse“ ist also noch immer Hausherr.
      Im Sinne der ehemaligen Heimkinder und der heutigen Schutzbefohlenen der BDA, die jetzt und im späteren Leben Ähnliches von dort zu erwarten haben wie wir, unterstützen Sie uns bitte. Das Jahresfest täuscht. Wer in die Fänge der BDA gerät, ist bestraft fürs Leben.
      Webseite: amd.co.at/anti/moitzfeld/ eMail: antistar(at)gmx.de

      mfg

      Pressemitteilung ehemaliger Heimkinder der Bergische Diakonie Aprath (BDA) aus dem Erziehungsheim „Gut an der Linde“

      Pressemitteilung ehemaliger Heimkinder der Bergische Diakonie Aprath (BDA) aus dem Erziehungsheim „Gut an der Linde“
      Anlässlich des 129. Jahresfest der BDA haben wir, einige ehemalige Heimkinder der BDA,auf dem Gelände der BDA hunderte von Flyern verteilt, um die Besucher auf die unmenschliche Vorgehensweise aufmerksam zu machen, mit der der Vorstandsvorsitzende, Pfarrer Peter Iwand, uns seit fast zwei Jahren überzieht. Um unsere an die BDA gerichteten Anliegen nach Akteneinsicht, Herausgabe der Kontaktdaten unserer ehemaligen Heimkameraden und Wiedergutmachung abzuwürgen, liefert uns Herr Iwand einen nach dem Heimaufenthalt erneut traumatisierenden Psychokrieg, der im einzelnen sogar Suizid gefährdend ist.
      Die Festmesse um elf Uhr nutzte Pfarrer Iwand um in der Predigt Front gegen uns zu machen. Vorwürfe über sexuellen Missbrauch, Zwangsarbeit und Prügel und dass die BDA nicht zu ihrer Verantwortung steht, stellte er als unwahr dar. Die Macht der Predigt zu nutzen um gegen ehemalige Heimkinder, die in der BDA misshandelt wurden, Front zu machen, dürfte in der Kirchengeschichte ein Novum sein.
      Auf dem Festgelände hatte Pfarrer Iwand extra einen uns ehemalige Heimkinder betreffenden PR Stand aufbauen lassen, der dem Zweck diente, den Besuchern wahrheitswidrig vorzugaukeln, dass Pfarrer Iwand um Aufarbeitung der Heimgeschichte bemüht ist und sich um uns ehemalige Heimkinder kümmert. Tatsächlich hat er die Kommunikation fast unmöglich gemacht. An dem PR Stand wurden die Besucher unter anderem darüber informiert, dass Frau Professor Carola Kuhlmann, von der evangelischen Fachhochschule Bochum, der Auftrag zu einer wissenschaftlichen Untersuchung der Verhältnisse in dem Heim erteilt wurde. Grundlage des Auftrages ist aber eine einseitige Auftragsbeschreibung von Pfarrer Iwand, die keine ehrliche Aufarbeitung ermöglicht, sondern nur das Reinwaschen der BDA und seiner Amtsvorgänger. Die Zusage, uns an der wissenschaftlichen Aufarbeitung von Anfang an zu beteiligen, hat Pfarrer Iwand gebrochen.
      Pfarrer Iwands Argument, dass sich die Heimerziehung der BDA in den letzten Jahrzehnten zu Gunsten der Kinder geändert hätte, erscheint sehr fragwürdig. Bei dem Jahresfest sprachen uns derzeitige Heimkinder an und äußerten sinngemäß „wir wollen auch nicht hier sein, aber was sollen wir machen?“. Das ist ein Indiz dafür, dass unter Pfarrer Iwand auch heute noch Kinder gegen ihren Willen in der BDA festgehalten werden, die sich dort nicht wohl fühlen.
      Auch Gespräche mit Eltern, deren Kinder in der BDA mit der umstrittenen Psychodroge „Ritalin“ behandelt werden, waren denkwürdig. Die Gespräche legen die Vermutung nahe, dass unter Pfarrer Iwand Kinder mit Ritalin behandelt werden, deren Eltern nicht richtig aufgeklärt werden.
      Der Psychokrieg den Pfarrer Iwand uns ehemaligen Heimkindern liefert, anstatt einen vernünftigen gemeinsamen Weg zu gehen, erreichte bei dem Jahresfest seinen bisherigen Höhepunkt. Die Gespräche mit den heute dort Betroffenen waren zusätzlich erschreckend.
      Wir wiederholen auf diesem Wege deshalb nochmals unsere Rücktrittsforderungen an Pfarrer Iwand.

      Mit Freundlichen Grüßen

      Gemeinschaft ehemaliger Heimkinder der BDA

      Bensberg / Moitzfeld, Gut an der Linde

      .
      Ich schrieb zuletzt zu diesem Thema, in einem anderen Thread, am Montag, 6. Februar 2017, um 07:51 Uhr :

      Martini schrieb:

      .
      »Kuddel«, im CHEFDUZEN-FORUM.DE, hat am Di. 24.01.2017, um 11:55 Uhr gesagt:

      .
      , „ [ ] damit es zu einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema kommt.
      .

      Worauf es hierbei ankommt und was unbedingt einer eingehenden Ermittlung und Untersuchung bedarf und unterzogen werden muss, ist nicht „die Heimkinder-Sache“ oder „die damalige Heimerziehung“ generell – das genügt bei weitem nicht! – sondern die gewinnbringende ZWANGSARBEIT, die die minderjährigen Insassen all dieser damaligen Institutionen (alle im ungefähren Alter von 8 bis 20 Jahren), in Westdeutschland, haben verrichten müssen, und von der der Staat, die Kirchen, und viele, viele Privatfirmen und individuelle private Geschäftsleute und Bauern profitiert haben - DIESE ZWANGSARBEIT, DANACH hat neben den DAVON betroffenen nachkriegsdeutschen HEIMOPFERN selbst, bisher keiner gefragt. Das ist bisher immer und immer wieder allerseits ignoriert worden und einfach unter den Teppich gekehrt worden.
      Schirmherrin Antje Vollmer war Diejenige, die am »Runden Tisch Heimerziehung« (2009-2010) mit diesem „Unter-den-Teppich-Kehren“ erst einmal so richtig angefangen hat.
      Mit diesem „Unter-den-Teppich-Kehren“ muss nun endlich mal Schluss sein!


      Und DAZU brauchen wir ein hervorragendes Journalistenteammit Arsch in der Hose- wie CORRECTIV!
      .

      Und jetzt berichtet CORRECTIV.RUHR zur Sache :

      QUELLE: https://correctiv.org/blog/ruhr/artikel/2017/04/04/heimkinder-medikamente-gut-der-linde-diakonie-aprath/

      /
      Ann-Kathrin Seidel

      4. April 2017


      Valium, Prügel und Zwangsarbeit

      Zwei Opfer erzählen von den dunklen Kapiteln der Kinderheime in NRW

      Über Jahrzehnte misshandelten Aufsichtspersonen in nordrhein-westfälischen Kinder- und Jugendheimen systematisch die ihnen Anvertrauten. Sie prügelten, missbrauchten und zwangen die Kinder, zu Testzwecken Medikamente zu schlucken. Noch heute leiden die Betroffenen unter den Folgen.

      Im Sommer 1969 ist Reiner Gläser neun Jahre alt. Bis dahin hat er mit seinen Brüdern bei seinen Eltern in Bliesheim gelebt, vor den Toren Kölns. Jetzt soll er eine Schule für besonders intelligente Kinder besuchen. Er darf sich selbst aussuchen, in welche er möchte. Reiner sieht sich Fotos genau an. Das Gut an der Linde in Moitzfeld, einem Stadtteil von Bergisch Gladbach, fällt ihm gleich ins Auge: Das schwarz-weiße Fachwerkhaus steht inmitten von Wiesen und Feldern. Harmonisch wirkt das auf ihn. Friedlich. Da möchte er hin.

      FOTO: Alter Prospekt des Kinderheims Gut an der Linde [ Foto zur Verfügung gestellt von Reiner Gläser. ]

      Er zieht ein. Und merkt schon bald, wie falsch sein Eindruck aus der Ferne war. Alles scheint renovierungsbedürftig. Die Farbe blättert von den Wänden, Rohre liegen frei.

      Nur wenige Tage später: Als er sich weigert, die Tabletten zu nehmen, die es jeden Abend gibt, ohrfeigt ihn der Erzieher. Zwingt ihn dazu, die „Bonbons“ zu schlucken. Später, im Schlafsaal, verprügeln ihn einige ältere Kinder: schubsen ihn, treten ihn, schlagen ihn. Als er anfängt zu weinen, sich die Hände schützend vors Gesicht hält, werden die Tritte und Schläge fester. Doch dann wird alles dumpf. Da beginnt die Tablette offenbar zu wirken.

      Reiner Gläser weiß damals nicht, was er da schluckt. Erst viele Jahre später bekommt er heraus, dass es Valium war, ein sehr starkes Beruhigungsmittel, das schnell süchtig machen kann.

      Auch dieses ist ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte: Bis in die 1970er Jahre gab es in westdeutschen Kinderheimen Misshandlungen und Medikamentenversuche. Und auch in ostdeutschen Heimen gab es Missstände. Bis zu 800.000 Kinder in 3000 Heimen sollen gedemütigt, geschlagen, sexuell missbraucht worden sein – oder wurden als Versuchskaninchen eingesetzt für Medikamententests.

      Mehr als 50 Medikamentenstudien

      2006 begann die Debatte – der „Spiegel“-Journalist Peter Wensierski trat sie los, mit seinem Buch „Schläge im Namen des Herrn“. 2009 richtete die Bundesregierung einen „Runden Tisch Heimerziehung“ ein, um die Vorgänge aufzuarbeiten und Entschädigungen an die Opfer zu zahlen. Neu entfacht wurde die Diskussion Ende 2016, als die Krefelder Pharmazeutin Sylvia Wagner in ihrer Doktorarbeit belegte, wie selbstverständlich und ohne jedes Unrechtsbewusstsein mehr als 50 Medikamentenstudien in Kinderheimen durchgeführt wurden – auch in NRW.

      Einige der betroffenen Heime wurden beaufsichtigt vom Landschaftsverband Rheinland. Dort hat man nun eine wissenschaftliche Studie in Auftrag gegeben, die die Versuche und die Vergabepraxis untersuchen soll. Auch das Gut an der Linde stand unter Aufsicht des Landschaftsverbands Rheinland. Betrieben wurde es von der Bergischen Diakonie Aprath. Medikamentenversuche gab es dort nicht. Aber täglich Schläge, Geschrei, Misshandlungen. Bis es zur Revolte kommt – und die gedemütigten Kinder das Heim kurz und klein schlagen.

      Die Tage, die Wochen, die Monate, die insgesamt vier Jahre, die Reiner Gläser im Gut an der Linde verbringen muss, gleichen sich. Keinesfalls ist es eine Schule für intelligente Kinder, wie man ihm vorgegaukelt hat. Sondern ein Kinderheim, in dem er verprügelt wird und andauernd diese Bonbons, diese Tabletten schlucken muss. Nach denen er sich fühlt, als wäre alles abgedämpft. Als betrete er einen Tunnel. Ganze Phasen seiner Heimzeit verschwimmen später in seiner Erinnerung.

      Prügel für den ehrlichen Finder

      Doch an manche Geschichten erinnert sich Gläser auch noch Jahre später genau. Etwa an diese:

      FOTO EINES ZEITUNGSAUSSCHNITTS:
      Für den Fotografen lächelte Gläser, doch Jahrzehnte später berichtet er von den Misshandlungen. [ Foto zur Verfügung gestellt von Reiner Gläser. ]

      Er ist zehn Jahre alt, vielleicht elf, als er auf der Straße 20 Mark findet. Dort, mitten auf dem grau-gefliesten Bürgersteig in Moitzfeld, in der Nähe des Heimes, liegt es. Er steckt das Geld nicht selbst ein, sondern bringt den Schein zum Fundbüro – und kommt deswegen eine Stunde zu spät zurück ins Heim. Der Erzieher wartet schon. Die Begründung will er sich gar nicht erst anhören. Wichtig ist nur: Reiner Gläser ist zu spät.

      Da bezieht er die Prügel seines Lebens. Es sind Schläge. Mit der Faust ins Gesicht. Es sind Ohrfeigen. Mit der flachen Hand. Als Strafe für etwas, wofür er eigentlich gelobt gehört.

      Eine Woche später kommt eine Lokaljournalistin mit einem Fotografen ins Heim. Sie haben von der 20-Mark-Geschichte gehört und wollen Reiner Gläser fotografieren. Der fühlt sich noch immer wie ein lebender Toter. Noch immer ist sein Gesicht geschwollen, blaue Flecken zieren seinen ganzen Körper. Die Lippe ist aufgeplatzt.

      Die Sekretärin nimmt ihn beiseite, überschminkt das blaue Auge und alle Zeichen der Gewalt. Und dann spielt er den Journalisten etwas vor.

      Die bitterste Pointe an dieser Geschichte aber ist diese: Der Pfarrer des Heimes, ein junger Mann, meldet sich selbst beim Fundbüro und behauptet, die 20 Mark verloren zu haben. Und kassiert das Geld.

      „Du kannst nichts, du bist nichts“

      An manchen Abenden, nach Einnahme der Bonbons, kommt ein Erzieher nachts in den Schlafraum. Legt sich zu den betäubten Jungen. Fasst sie an, bringt sie dazu, ihn anzufassen. Vergewaltigt sie. Reiner Gläser hat Glück, er wird nie vergewaltigt. Zumindest kann er sich nicht daran erinnern.

      Doch er erinnert sich an die Prügel beim kleinsten Regelverstoß. An Beleidigungen, an das ständige „Du kannst eh nichts“ und „Du bist nichts“. Sätze, die sich eingebrannt haben. Bis heute.

      FOTO SEINER SELBST in heutigen Tagen [ Foto zur Verfügung gestellt von Reiner Gläser ]

      Es ist ein kalter, trockener Tag. Reiner Gläsers Wohnung liegt im zweiten Stock. Durch einen kleinen Flur geht er ins Wohnzimmer. Eine schwarze Couch und ein schwarzer Sessel stehen im Neunzig-Grad-Winkel zueinander. Gläser beginnt, seine Geschichte zu erzählen. Bitterkeit schwingt in jedem Wort mit. Bis heute, sagt er, plagen ihn Gewaltphantasien. Mordphantasien. Bis heute macht ihn seine Vergangenheit wütend. Maßlos wütend. Unbändige Wut auf jene, die ihn hätten beschützen müssen und ihn schutzlos den Attacken der Erzieher auslieferten. Die Heimleitung, das Jugendamt, die Diakonie.

      Akribisch hat Gläser in den vergangenen Jahren alle Akten zusammengetragen, die er über seinen Fall in die Finger bekommen konnte, ganze Festplatten sind voll mit Dokumenten, Berichten, Fotos. So weiß er auch, was er jeden Abend schlucken musste: neben Valium auch Encephabol, ein Medikament gegen Demenz, und Adumbran, ein Mittel, das bei Angststörungen angewendet wird – für Erwachsene.

      Spuren, auch nach so vielen Jahren

      Medikamente wie diese können leicht süchtig machen, Schlaf- und Gedächtnisstörungen oder psychische Störungen wie Angstgefühle, Depression, Aggressionsprobleme und Reizbarkeit hervorrufen. Laut eines medizinischen Gutachtens, das ehemalige Heimkinder zum Thema hat, lasse sich eine Tendenz zu psychischen Störungen, physischen Beschwerden wie Rückenschmerzen und ein grundlegend erhöhter Spiegel des Stresshormons Cortisol nachweisen.

      „Mit neuerlichen Verfahren konnte man bei mir sogar noch Reste der Medikamente, die ich damals bekommen habe, in meiner DNS nachweisen“, sagt Reiner Gläser.

      FOTO SEINER SELBST in heutigen Tagen [ Foto zur Verfügung gestellt von Axel Weiner. ]

      Düstere Erinnerungen, wie sie auch Axel Weiner kennt. Als er ins Gut an der Linde kommt, ist der Zweite Weltkrieg gerade ein paar Jahre vorbei. Seine Mutter ist alleinerziehend, er das älteste von vier Kindern, alle leben von Sozialhilfe. Immer wieder gibt es Spannungen in der Familie, die Mutter ist überfordert. 1959, Axel ist neun Jahre alt, klingeln Mitarbeiter des Jugendamtes an der Tür, er soll in ein Heim, und auch er darf sich, anhand von Fotos und Broschüren, selbst eines aussuchen. Auch seine Entscheidung fällt auf das Gut an der Linde.

      Offiziell gehören Arbeitslager und Hitler-Jugend der Vergangenheit an. Doch hier, im Heim, scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Die Jungen werden in Uniformen gesteckt, geohrfeigt, blaue Flecken von Faustschlägen zieren den Körper des Neunjährigen. Benehmen sich die Jungen daneben, werden sie in Isolierzimmer gesperrt.

      Schon damals werden die Jungen ruhig gestellt mit Medikamenten wie Valium oder Ritalin. Verschrieben von Ärzten, die nicht selten eine Nazi-Vergangenheit haben.

      Genauso üblich: Nach der Schule aufs Feld beim Bauern um die Ecke geschickt zu werden, wo die Kinder schwerst körperlich arbeiten müssen. Sie werden dafür bezahlt – doch das Geld landet in der Kasse des Heims. Es hat etwas von Zwangsarbeit. Eigentlich verboten, eigentlich sind Arbeitslager abgeschafft. Doch an den wehrlosen Heimkindern kann man ungestraft auslassen, was man an Juden oder Andersdenkenden nicht mehr auslassen kann.

      Es gleicht mehr einem Militärlager denn einem Kinderheim. Die Uniformen sind offiziell zwar Pfadfinder-Uniformen – für Weiner jedoch nur, weil die Hitler-Jugend ja verboten ist.

      Demütigung als pädagogisches Mittel

      Kurz nach seiner Aufnahme kommt Axel Weiner in einen Schlafsaal mit acht gleichaltrigen Jungen. Er bezieht sein Bett in der Ecke, während beißender Urin-Gestank den ganzen Raum zu füllen scheint. Schon nach wenigen Tagen wird ihm klar, woher dieser penetrante Geruch kommt: Einige seiner Zimmergenossen sind Bettnässer. Doch wer dabei erwischt wird, wird mit den nassen Bettlaken von den Erziehern erst geschlagen und muss zur Strafe dann tagelang in den uringetränkten Betten schlafen.

      Einige Wochen später gibt es Graupensuppe. Axel Weiner hasst Graupensuppe. Eine Alternative gibt es nicht, doch das Essen zu verweigern, ist auch keine Option. Die Erzieher zwingen die Kinder zum Essen, notfalls mit Gewalt. Wer sich angeekelt erbricht, wird gezwungen, stattdessen das Erbrochene zu essen. Während alle anderen dabei zuschauen müssen. Egal, wie viel man weint und fleht, die Regeln werden nicht gebeugt.

      Auch Axel Weiner ist bis heute gezeichnet von seiner Zeit im Heim. Auch er ist wütend und enttäuscht. Vor allem über die Schwierigkeiten bei der heutigen Auseinandersetzung mit der dunklen Vergangenheit. Für ihn sind es unsägliche Verbrechen, die an ihm und an den anderen Kindern begangen wurden. Doch er hat das Gefühl: Dazu stehen will niemand.

      Axel Weiner und Reiner Gläser kennen sich, sie gehören zu einer Gruppe ehemaliger Heimkinder, die sich gelegentlich trifft mit Vertretern der Diakonie Aprath und des Landschaftverbands Rheinland – dem ehemaligen Träger des Heims und der behördlichen Kontrollinstanz.

      Heimkinder offensiv in den öffentlichen Diskurs mit ihrer Geschichte. Mehrmals hat Gläser schon Anzeige erstattet gegen ehemalige Erzieher, die er ausfindig gemacht hat. Die Taten waren jedoch in allen Fällen bereits verjährt.

      Seit einigen Jahren spricht er mit Journalisten, zuerst anonym, mittlerweile selbstbewusst mit Klarnamen. Doch viele seiner damaligen Leidensgenossen schweigen noch immer – aus Angst, aus Scham und manchmal auch aus Unwissenheit. Was die ungeprüfte Medikamentenvergabe durch die Versuche an Kindern in deren Gehirn anrichten kann, ist noch nicht abschließend geklärt, da es einige Stoffe möglicherweise gar nicht weiter als in die Versuchsphase schafften. Fest steht aber, dass einige der Medikamente, die nachweislich täglich ausgegeben wurden, heutzutage ausdrücklich nur für Erwachsene sind und unter besonderen Bedingungen und in Absprache mit dem Arzt genommen werden dürfen.

      Mit der Diakonie Aprath und dem Landschaftsverband gibt es immer mal wieder Annäherungen. Geplant war ein runder Tisch, um die Ereignisse aufzuarbeiten, um über mögliche Entschädigungen zu reden. Ein Vorbild dazu ist auf Bundesebene in Berlin im Jahre 2008 entstanden. Nach fast zwei Jahren Arbeit mit Betroffenen, Heimträgern, Wissenschaftlern, Verbänden sowie Vertretern von Bund, Ländern und Kirchen wurde im Dezember 2010 der Abschlussbericht verabschiedet. Fonds, die sich aus Geldern von Bund, Ländern, Kirchen, Caritas und Diakonie finanzieren, sollten die ehemaligen Heimkinder finanziell für ihre Zeit im Heim entschädigen.

      Die Missbrauchsvorwürfe sind sowohl der Bergischen Diakonie Aprath wie auch dem Landesverband Rheinland bekannt. Die Diakonie erklärte auf Nachfrage: „Die Erfahrungen einzelner Heimkinder sind uns bekannt.

      Insgesamt haben 15 Betroffene einen Antrag auf Anerkennung des Leids aus dem Fond ‚Heimerziehung in der Bundesrepublik in den Jahren 1949 bis 1975‘ bzw. des Fonds der Evangelischen Kirche im Rheinland gestellt. […] Es gibt Hinweise auf wiederholte Interventionen durch zusätzlich bereitgestelltes Personal, die aber nicht nachhaltig erfolgreich waren.“

      Die Diakonie Aprath verneint jedoch, dass ihnen Vorwürfe wie der, dass Medikamente wie Valium, Encephabol oder Adumbran an Kinder ausgegeben wurden, bekannt sind. „Nach unserem heutigen Kenntnisstand haben wir keine Informationen, ob Medikamente wie Valium, Encephabol oder Adumbran in der Einrichtung Gut an der Linde an Kinder und Jugendliche verabreicht wurden.“

      Trotzdem sei man stark betroffen von dem persönlichen Leid, das Kinder durch Fehlverhalten der pädagogischen Mitarbeiter und Leistungen in ihrer Einrichtung erfahren mussten. „Die Bergische Diakonie stand in den letzten Jahren und steht natürlich auch zukünftig den Betroffenen zur Seite. Wir nehmen unsere Verantwortung ernst und bieten jederzeit Gespräche mit ehemaligen Heimkindern an. […] Eine gemeinsame Kommunikationskultur konnte bis heute nicht entwickelt werden. Dies bedauern wir sehr. An einer gemeinsamen, wertschätzenden Kommunikation haben wir hohes Interesse.“

      Eine neue wissenschaftliche Aufarbeitung der Medikamentenvergabe, initiiert vom Landschaftsverband Rheinland, soll nun beiden Seiten Klarheit bringen und helfen, zu einem Abschluss zu kommen. „Der LVR eruiert aktuell, welche Erkenntnisse zum Einsatz und zur Erprobung von Medikamenten an Kindern und Jugendlichen aus den vorhandenen Studien vorliegen und welche Lücken es in der Aufarbeitung der Verbandsgeschichte gibt. Hieraus wird sich ergeben, welche Schritte für eine weitere Aufklärung notwendig sind.“

      „Kenntnis der Heimleitung ist zu unterstellen“

      Im Gegensatz zur Bergischen Diakonie erklärt man hier auf Anfrage offen, Kenntnis von den Vorwürfen der Medikamentenvergabe und Medikamentenversuche im Zuge von Arzneimittelstudien zu haben: „Für den Zeitraum zwischen 1949 und 1975 haben sich über 2.500 Menschen in der Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder gemeldet. Diese Menschen gaben an, dass ihnen in der fraglichen Zeit in Heimen der Jugendhilfe Leid zugefügt wurde. Dazu gehören alle Formen der physischen, psychischen und sexuellen Gewalt. […] Hierbei geht es vor allem um körperliche Übergriffe, sexuellen Missbrauch und Demütigungen. In den Berichten geht es in einigen Fällen aber auch um den Einsatz von Medikamenten. In welcher Form und wie umfänglich die jeweiligen Heimleitungen hierüber informiert waren, ist nicht bekannt. Eine Kenntnis der Heimleitung ist aber zu unterstellen und davon auszugehen, dass Medikamentierung in Erziehungsplanungsgesprächen o.Ä. thematisiert wurden.“

      Es sei somit auch aufgrund der Forschung von Sylvia Wagner wahrscheinlich, dass die entsprechenden Vorwürfe zutreffen. „Wir sind zutiefst erschüttert von den Berichten Betroffener, die in Heimen, Kliniken und Einrichtungen der Behindertenhilfe unfassbares Leid durch den unverhältnismäßigen Einsatz von Medikamenten erfahren haben. Politik und Verwaltung im Landschaftsverband entschuldigen sich bei allen Menschen, die durch den Einsatz von Medikamenten oder durch Arzneimittelstudien in den 1950er bis 70er Jahren gelitten haben.“

      Offizielle Entschuldigungen, der Versuch wissenschaftlicher Aufarbeitung und Gespräche mit Betroffenen sollen endlich mit der Vergangenheit aufräumen. Doch bisher überwiegt der Streit. Beinahe jedes Gespräch führt zu hitzigen Diskussionen. Der Hass ist noch immer so präsent wie vor 40 Jahren.

      .

      Die Möglichkeit – @ https://correctiv.org/blog/ruhr/artikel/2017/04/04/heimkinder-medikamente-gut-der-linde-diakonie-aprath/ – diesen Artikel zu kommentieren, besteht DORT ebenso.
      .
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Bensberg / Moitzfeld, Gut an der Linde

      .
      Weiterführend zum unmittelbar vorhergehenden Beitrag hier in diesem Thread ^^^.

      Martini schrieb:

      .

      [ ……… ]

      Die Diakonie Aprath verneint jedoch, dass ihnen Vorwürfe wie der, dass Medikamente wie Valium, Encephabol oder Adumbran an Kinder ausgegeben wurden, bekannt sind. „Nach unserem heutigen Kenntnisstand haben wir keine Informationen, ob Medikamente wie Valium, Encephabol oder Adumbran in der Einrichtung Gut an der Linde an Kinder und Jugendliche verabreicht wurden.“

      [ ……… ]

      .

      Ein Leserkommentar zu diesem

      CORRECTIV-Artikel vom 4. April 2017 von Ann-Kathrin Seidel

      Valium, Prügel und Zwangsarbeit

      von dem Betroffenen Reiner Gläser:

      QUELLE: https://correctiv.org/blog/ruhr/artikel/2017/04/04/heimkinder-medikamente-gut-der-linde-diakonie-aprath/#comment-4177

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      Reiner Gläser

      am 05.04.2017, um 10:08 Uhr

      Wenn die Diakonie Aprath der Meinung ist, dass sie nichts von Medikamenten ( Valium etc ) Vergaben gewusst haben, dann darf ich sie eines besseren belehren.
      Die Aussage, es sei der Diakonie Aprath nach eigener Aussage nicht bekannt, ist an Boshaftigkeit und Gemeinheit nicht zu überbieten.
      Man schaue einfach auf das Gutachten von 1969, welches mir als Kind im Heim erstellt wurde.


      http://amd.co.at/anti/moitzfeld/Bildergalerie/Documente/Interne Documente/a1.jpg

      Auch wurde Ich und viele andere dort regelmässig von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen schwer sexuell missbraucht. Ein Gutachten auch dazu liegt vor.

      Wir Kinder sind als völlig normale und gesunde Kinder in die Einrichtung gekommen, und dann als Schwerstbehinderte entlassen worden.

      Informationen können hier eingesehen werden:


      http://amd.co.at/anti/index2.php?moitzfeld/Bildergalerie/INT_Berichte/

      Wir, bisher zehn bekannte Ehemalige Kinder des Heimes, haben ein Gutachten was uns einen Gesamt Grad der Schädigung (GDS) von über 70 bescheinigen.

      Die Dunkelziffer anderer geschädigten Kinder aus dieser Einrichtung liegt weitaus höher.

      Schätzungen gehen von weit mehr als 250 Kindern aus.

      Unsere Schwerbehinderten Ausweise können gerne eingesehen werden.


      Hier will sich die Diakonie Aprath ( Pfarrer Jörg Hohlweger ) ganz klar mit vielen Falschaussagen ihrer Christlichen Verantwortung entziehen !!!!!

      Unsere Webseite informiert im Detail.


      http://amd.co.at/anti//moitzfeld/historie.html

      Gruß ... eins von vielen Opfern.

      Reiner Gläser

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Bensberg / Moitzfeld, Gut an der Linde

      .
      EMAIL 10.04.2017: Subject: »Bensberg/ Moitzfeld, Gut an der Linde« --- Auch hier habe ich den Artikel von Ann-Kathrin Seidel im HEIMKINDER-FORUM.DE untergebracht.

      .
      Hallo an alle die es interessiert,

      desweiteren möchte ich Euch alle darüber informieren, dass ich den Artikel von Ann-Kathrin Seidel auf CORRECTIV.ORG vom 4. April 2017


      »Valium, Prügel und Zwangsarbeit«

      jetzt auch hier noch einmal in dem seit Juli 2011 längst wieder vergessenen – oder auch von vielen nie entdeckten – Thread »Bensberg / Moitzfeld, Gut an der Linde«, im HEIMKINDER-FORUM.DE

      @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/351-Bensberg-Moitzfeld-Gut-an-der-Linde/?postID=547630#post547630

      untergebracht habe ----- am 9. April 2017, um 00:58 Uhr untergebracht habe.

      Und der evangelische Pfarrer i.R. Dierk Schäfer, Diplom-Psychologe und Diplom-Pädagoge, hat am 07.04.2017, um 22:18 Uhr, in seinem Blog, dem Dierk Schaefers Blog, @
      https://dierkschaefer.wordpress.com/2017/04/07/an-wehrlosen-heimkindern-kann-man-ungestraft-auslassen-was-man-an-juden-oder-andersdenkenden-nicht-mehr-auslassen-kann/#comments, unter der Überschrift »An wehrlosen Heimkindern kann man ungestraft auslassen, was man an Juden oder Andersdenkenden nicht mehr auslassen kann.«, ebenso auf den Artikel hingewiesen / verlinkt.

      Zusätzlich möchte ich Euch alle dann auch noch auf den Leserkommentar dazu von Helmut Jacob, vom 08.04.2017, um 13:44 Uhr, in Dierk Schaefers Blog @
      https://dierkschaefer.wordpress.com/2017/04/07/an-wehrlosen-heimkindern-kann-man-ungestraft-auslassen-was-man-an-juden-oder-andersdenkenden-nicht-mehr-auslassen-kann/#comment-8409 aufmerksam machen.

      Mit freundlichen Grüßen allerseits

      Martin MITCHELL

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      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Bensberg / Moitzfeld, Gut an der Linde

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      Ein weiterer Leserkommentar, diesmal in drei Teilen, zu diesem

      CORRECTIV-Artikel vom 4. April 2017 von Ann-Kathrin Seidel

      Valium, Prügel und Zwangsarbeit

      von dem Betroffenen Axel Weiner:

      QUELLE TEIL 1: https://correctiv.org/blog/ruhr/artikel/2017/04/04/heimkinder-medikamente-gut-der-linde-diakonie-aprath/#comment-4229

      .
      Axel Weiner

      am 10.04.2017, um 00:12 Uhr

      TEIL 1:

      Als ehemaliges Heimkind, jetzt 67 Jahre alt, das mit neun Jahren in die Fürsorgehölle der Bergischen Diakonie deportiert wurde und acht Jahre dort drangsaliert wurde, stelle ich fest, dass ich aufgrund der Misshandlungen in dem Heim, einen amtlichen Grad der Schwerstbehinderung von 80 habe. Der heutige theologische Vorsitzende, Pfarrer Joerg Hohlweger, hat diese Art von Körperverletzung durch seinen nach wie vor entwürdigenden und verächtlichen Umgang mit uns Ehemaligen nahtlos fortgesetzt. Insofern sind die schädigenden Handlungen nicht verjährt, sondern aktuell.

      Die Behauptungen der Bergischen Diakonie sind größtenteils unwahr. Die Misshandlungen und der sexuelle Missbrauch waren die nahtlose Fortsetzung der Gräueltaten: Patientenmord, Euthanasie, Zwangssterilisation, verhungern lassen usw. vor und in der NS Zeit. Die Geschichte der Bergischen Diakonie ist von den schlimmsten Misshandlungen, die man Schutzbefohlenen antun kann, geprägt. Zum Glück haben die Siegermächte des zweiten Weltkrieges den Organisatoren solcher verbrecherischen Organisationen zumindest den Gashahn abgedreht und ihr Sterilisierungssystem zerschlagen.

      Unwahr ist die Behauptung aus der Bergischen Diakonie: „Geplant war ein Runder Tisch, um die Ereignisse aufzuarbeiten, um über mögliche Entschädigungen zu reden.“ Wahr ist, dass deren Verantwortliche nie einen Runden Tisch geplant haben, an dem mit ehemaligen Heimkindern über Entschädigungen gesprochen werden sollte. Entschädigungen wurden vom theologischen Vorsitzenden, Pfarrer Joerg Hohlweger, zwar in Aussicht gestellt, im Endeffekt aber abgelehnt (das schriftliche Protokoll liegt uns vor).

      Unwahr ist die Behauptung aus der Bergischen Diakonie: „Nach fast zwei Jahren Arbeit mit Betroffenen, Heimträgern, Wissenschaftlern, Verbänden sowie Vertretern von Bund, Ländern und Kirchen wurde im Dezember 2010 der Abschlussbericht verabschiedet. Fonds, die sich aus Geldern von Bund, Ländern, Kirchen, Caritas und Diakonie finanzieren, sollten die ehemaligen Heimkinder finanziell für ihre Zeit im Heim entschädigen.“

      Wahr ist, dass es keine solchen „Fonds“ gab oder gibt, sondern einzig den Fonds Heimerziehung der BRD, der ausdrücklich keine Entschädigung leistet, sondern nur Anerkennungsleistungen in Form von Rentenersatzleistungen für unterschlagene Versicherungsbeiträge aus Zwangsarbeitszeiten im Heim ab dem 14. Lebensjahr und Geld für materielle Hilfen – zum Beispiel für Fernseher, Computer, Möbel, Sportgeräte, Gesundheitsbedarf etc. Für im Heim geleistete Kinderarbeit gibt es nichts![color]

      .

      QUELLE TEIL 2: https://correctiv.org/blog/ruhr/artikel/2017/04/04/heimkinder-medikamente-gut-der-linde-diakonie-aprath/#comment-42230

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      Axel Weiner

      am 10.04.2017, um 00:13 Uhr

      TEIL 2:

      Unwahr ist die Behauptung aus der Bergischen Diakonie: „Nach unserem heutigen Kenntnisstand haben wir keine Informationen, ob Medikamente wie Valium, Encephabol oder Adumbran in der Einrichtung Gut an der Linde an Kinder und Jugendliche verabreicht wurden.“

      Wahr ist, dass ehemalige Heimkameraden dieses der Bergischen Diakonie mehrfach unter Vorlage alter Heimunterlagen bewiesen haben und dass sich auch in den Heimunterlagen, die wir ehemalige Heimkinder teilweise eingesehen haben, Beweise finden.

      Unwahr ist die Behauptung aus der Bergischen Diakonie: „Die Bergische Diakonie stand in den letzten Jahren und steht natürlich auch zukünftig den Betroffenen zur Seite. Wir nehmen unsere Verantwortung ernst und bieten jederzeit Gespräche mit ehemaligen Heimkindern an.“

      Wahr ist, dass der theologische Vorsitzende der Bergischen Diakonie, Pfarrer Joerg Hohlweger, jede Kommunikation verweigert und keine Anfragen beantwortet, sondern nur noch über seine Anwälte mit uns ehemaligen Heimkinder kommuniziert.

      Seine letzte Mitteilung vom 08.04.2016 an unsere Ehemaligengemeinschaft lautete „Wir werden die in Aussicht genommene Besprechung mit Ihnen nicht führen und kehren zu unserer Entscheidung zurück, die weitere Kommunikation, so sie denn verlangt wird, nur noch über unsere Anwälte vorzunehmen.“

      Unwahr ist die Behauptung aus der Bergischen Diakonie: „Trotzdem sei man stark betroffen von dem persönlichen Leid, das Kinder durch Fehlverhalten der pädagogischen Mitarbeiter und Leistungen in der Einrichtung erfahren mussten.“

      Wahr ist: Davon, dass man „stark betroffen“ ist merken wir nichts. Im Gegenteil. Die Verantwortlichen der Bergischen Diakonie bekriegen uns ehemalige Heimkinder mit unmenschlichen Mitteln. Zu diesem Zweck wurden unter anderem:
      • Die persönlichen Heimkinderakten rechtswidrig beseitigt.
      • Der Rest der allgemeinen Heimakten durch Entnahmen und Schwärzungen verfälscht.
      • Die wissenschaftliche Aufarbeitung durch Leute aus den eigenen Reihen geplant.
      • Die Herausgabe der Kontaktdaten ehemaliger Heimkameraden verweigert.
      • Die Beantwortungen von Datenabfragen zig Monate verzögert und größtenteils falsch erteilt.
      • Die Akteneinsicht in Bezug auf Belastendes größtenteils verweigert.
      • Die unzureichende Akteneinsicht erst nach jahrelangem Psychokrieg gewährt.
      • Die Kinderschänder und Organisatoren der Fürsorgehölle gedeckt.
      • Der langjährige Organisator der Fürsorgehölle, „Pfarrer“ Wilfried Schneider, geehrt.
      • Die Glaubwürdigkeit ehemaliger Heimkinder in Frage gestellt.
      • Die Entschädigung verweigert.
      usw.

      .

      QUELLE TEIL 3: https://correctiv.org/blog/ruhr/artikel/2017/04/04/heimkinder-medikamente-gut-der-linde-diakonie-aprath/#comment-42231

      .
      Axel Weiner

      am 10.04.2017, um 00:14 Uhr

      TEIL 3:

      Entgegen allem was die Verantwortlichen der Bergischen Diakonie behaupten – das Heim war die Hölle und die Organisatoren das Böse mit der Maske der Nächstenliebe.

      Pfarrer Joerg Hohlweger lehnt im Widerspruch zu dem, was der Redakteurin mitgeteilt wurde, wie gesagt jede Kommunikation seiner Organisation mit uns ehemaligen Heimkindern ab. Er setzt aus unserer Sicht die Menschen verachtenden Methoden seiner Amtsvorgänger, die die Fürsorgehölle organisiert haben und uns Heimkinder reihenweise psychisch und physisch fertiggemacht haben, nahtlos fort. Wir nehmen ihn aber anlässlich der hier und neuerdings gegenüber dem Landschaftsverband Rheinland geäußerten Behauptungen ernst und versuchen erneut ins Gespräch zu kommen. Wir hoffen, dass er sich vom Saulus zum Paulus wandelt und endlich zu einer Kommunikation bereit ist, die mit positiven Ergebnissen endet. Was selbstverständlich auch eine materielle Wiedergutmachung beinhalten muss.

      Gruß
      Axel Weiner

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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Bensberg / Moitzfeld, Gut an der Linde

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      Ein weiterer Leserkommentar zu diesem

      CORRECTIV-Artikel vom 4. April 2017 von Ann-Kathrin Seidel

      Valium, Prügel und Zwangsarbeit

      von einem Betroffenen einer anderen damaligen Einrichtung der Diakonie, namens Helmut Jacob, schon am 08.04.2017:

      QUELLE: https://correctiv.org/blog/ruhr/artikel/2017/04/04/heimkinder-medikamente-gut-der-linde-diakonie-aprath/#comment-4208

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      Helmut Jacob

      am 08.04.2017, um 13:50 Uhr

      Beim Lesen dieses Artikels kommt mir bald das Kotzen. Viele Verbrechen ähneln denen im Johanna-Helenen-Heim in Volmarstein: Zwangsfüttern, im Urin-Bett liegen, physische, psychische und sexuelle Gewalt. In anderen Kinderheimen war es nicht viel anders.

      Die Taktik ist immer die gleiche: Leugnen, Unwissenheit vortäuschen, als „Einzelfälle“ abtun und Gespräche anbieten, die keiner braucht. Wer redet schon mit den Nachfolgern von Verbrechern. Zumindest ich nicht. Die Anstalt in Volmarstein musste lernen, einzugestehen, nachdem sie gezwungen wurde. Die „Die Freie Arbeitsgruppe JHH 2006“ hat eine Aufarbeitung durch die unabhängigen Forscher Hans Walther Schmuhl und Ulrike Winkler erzwungen. Zuvor wollte die Einrichtung die Erforschung der Verbrechen durch einen Mitarbeiter der Diakonie. Das lehnte die Arbeitsgruppe ab. So entstand ein Buch, das keine Fragen offen ließ: „Gewalt in der Körperbehindertenhilfe – Das Johanna-Helenen-Heim in Volmarstein von 1947-1967“.

      Ich wünsche den Geschändeten und Gequälten von dem „Gut an der Linde“, dass sie die Kraft finden, mehr in die Öffentlichkeit zu gehen, damit von außen mehr Druck auf die Einrichtung ausgeübt wird. Eine Möglichkeit ist die Aktualisierung von
      https://de.wikipedia.org/wiki/Gut_an_der_Linde . Dort gehört der Link der Opfergruppe hin. Eine zweite Möglichkeit ist die Zusammenfassung der bisherigen Arbeit der Opfergruppe. Unsere Arbeitsgruppe wird sie auf unseren großen Homepage „Gewalt-im-JHH.de“ veröffentlichen. Der Weblogger der Arbeitsgruppe ( http://jacobsmeinung.over-blog.com/ ) übernimmt die Zusammenfassung ebenso. So gibt es einige andere Ansprechpartner, bei denen die Opfergruppe auch gute Ansprechpartner findet: Martin Mitchell, Heidi Dettinger und Dirk Friedrich (veh-ev.eu).

      Aber es werden auch schlimme Erinnerungen an den „Runden Tisch Heimerziehung“ wach. An Antje Vollmer und den Doktor, dessen Namen ich nicht mehr weiß (auch nicht wissen muss) mit seinem Spatzen in der Hand, die ihre Entschädigungsverhinderung als Entschädigung feiern. Zuvor hat sie kräftig manipuliert, Fakten verdreht oder schlichtweg ausgelassen, damit wirklich keine Entschädigung gezahlt werden muss. Die Opfergruppe um Reiner Gläser für die erlittene Gewalt wirklich zu entschädigen, würde in den oberen sechsstelligen Bereich einer Geldleistung führen müssen.

      .

      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Christel schrieb:

      Ein 69-jähriger Leverkusener berichtet über seine erschütternden Erfahrungen als Heimkind in der Nachkriegszeit. 17 Jahre verbrachte er in verschiedenen Heimen und Einrichtungen.

      ....

      Auf diesen Beitrag meldete sich am Mittwoch, 21:07 Uhr ein Gast mit folgenden Worten:
      War auch in den Heim in Leverkusen Haus Nasarth.Würde mich freuen was von dir zu hören.

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