Bensberg/ Moitzfeld, Gut an der Linde

      anbei UNSER Statement zu allen vorkomnissen.
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      An die bergische Diakonie Aprath - ihr gebt vor „Christen“ zu sein.


      Wir, die Zöglinge eurer Fürsorgehölle, dem ehemaligen Jungenheim „Gut an der Linde“ in Bensberg Moitzfeld, klagen euch an.


      • Ihr habt uns als Kinder in den Nachkriegsjahren, in Zusammenarbeit mit den Behörden, wie menschlichen Abfall in eure Fürsorgehölle „Gut an der Linde“ entsorgt und uns, mit dem Argument wir kämen mit unserer Umwelt nicht zu recht, zum Wirtschaftsobjekt gemacht und Millionen mit und an uns verdient!

      • Ihr habt systematisch unsere Menschenrechte verletzt, psychische und physische Körperverletzung sowie sexuellen Missbrauch an uns begangen!

      • Ihr habt uns als Heimzöglinge auf die unterste Stufe der sozialen Leiter geworfen und uns die gesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung versagt!

      • Ihr habt uns im Heim gefangen gehalten, obwohl wir euch nichts getan haben!

      • Ihr habt zerstörerisch in unser Leben eingegriffen und uns seelisch, psychisch und physisch geschadet und krank gemacht!

      • Ihr habt uns unsere Jugend gestohlen!


      Jetzt verlangen wir Antworten von euch:

      • Ihr wusstet doch, dass Heimkinder in der damaligen Zeit stigmatisiert wurden und in den Augen der Gesellschaft, gleich Asozialen oder Sträflingen gesehen werden, vor denen man warnen musste und von denen man die eigenen Kinder fern hielt. Warum habt ihr uns in der Gesellschaft stigmatisiert und uns eingeredet, dass wir schlechte Kinder seien?

      • Ihr wusstet doch, dass wir die Stigmatisierung als Heimkinder zwangsläufig verinnerlichen und uns minderwertig fühlen. Warum habt ihr uns das Stigma „Heimkind“ aufgedrückt und so unser Selbstwertgefühl für immer negativ beeinflusst?

      • Ihr wusstet doch, dass für eine förderliche Kindererziehung auch die Kontinuität der Erziehungspersonen erforderlich ist und dass man ein Kind nicht schadlos alle ein zwei Jahre in andere Erzieherhände, in eine andere Heimgruppe und in andere Räume geben kann. Ihr wusstet, dass wir auf diesem Wege normale, zwischenmenschliche Beziehungen nicht lernen können. Warum habt ihr uns in dem Heim regelmäßig den Familienersatz, den wir gerade in den Gruppen gefunden hatten, genommen, indem ihr uns immer wieder in eine andere Gruppe, zu anderen Erziehern und Kindern, verlegt habt?

      • Ihr wusstet doch, dass ein Kind, wenn es sich emotional und zwischenmenschlich normal entwickeln soll, auch gelegentlich Körperkontakt zu den Bezugspersonen = Erziehern oder Erzieherinnen, dem Elternersatzpersonen, in Form von tröstenden, freudigen oder belobigenden Umarmungen, Streicheleinheiten, Drücken oder Bussis haben muss, weil sonst die Emotionen und Interaktion mit anderen Menschen nachteilig geprägt werden. Warum habt ihr den Erziehern den Körperkontakt mit uns untersagt? Warum habt ihr die demonstrative Gefühlskälte zum Erziehungssystem gemacht?

      • Ihr wusstet doch, dass die Familie nicht durch ein Heim zu ersetzen ist. Warum habt ihr unsere Eltern und Familien nicht bei der Erziehung unterstützt oder neue gesucht, anstelle uns in der prägenden Kindheit in eure Fürsorgehölle zu entsorgen?

      • Ihr wusstet doch, dass es für unsere gesunde Kindheit und Jugend nicht sinnvoll ist uns auf einem Planet für sich, wie in diesem Heim, nur unter Jungen aufwachsen zu lassen. Warum waren da, wie es der Natur entspricht, keine Mädchen?

      • Ihr wusstet doch, dass sich in einer reinen Jungengesellschaft homosexuelle Neigungen entwickeln und solche Einrichtungen für zu Jungen neigende Homos und größere Jungen ein Magnet und Paradies sind. Warum habt ihr uns den „Kontaktversuchen“ dieser sexuell Entgleisten ausgesetzt?

      • Ihr wusstet doch, dass wenn ihr uns nur unter Jungen aufwachsen lässt, die systembedingt fast nur Kontakt zu den anderen Heimzöglingen haben, ihr unsere Beziehungsfähigkeit und Gefühlswelt in Bezug auf dass weibliche Geschlecht nachhaltig stört. Warum habt ihr normale Kontakte zu Mädchen mit der falschen „Haltung“ verhindert?

      • Ihr wusstet doch, dass es in einem reinen Jungenheim, in dem zudem viele Jungen in der Pubertät sind, zwangsläufig zu knastschwulen Verhaltensweisen kommt. Warum habt ihr das in Kauf genommen, obgleich es systembedingt täglich sexuelle Kontakte unter den Jungen gab und die Größeren sich regelmäßig an den Kleineren vergriffen?

      • Ihr wusstet doch, dass es in dem Heim Erzieher und Erzieherinnen gab, die Jungen sexuell missbrauchten, bzw. das Abhängigkeitsverhältnis für sexuelle „Dienstleistungen“ nutzten?

      • Ihr wusstet doch, dass in dem Heim kein Junge eine abschließbare Privatsphäre, oder abschließbaren Schlafraum hatte und nachts größere Jungen in den Schlafräumen herumschlichen und die Kleineren zu sexuellen Handlungen drängten. Warum habt ihr nicht für abschließbare Räume gesorgt?

      • Ihr wusstet doch, dass in dieses Heim auch Jungen mit einer kriminellen Vorgeschichte eingeliefert wurden, die dann systembedingt ihre kriminellen Kenntnisse weiter gaben und so in vielen Fällen für den Start einer kriminellen Kariere gesorgt haben. Warum habt ihr uns der Kriminalisierungsgefahr ausgesetzt?

      • Ihr wusstet doch, dass wir unentlohnte Zwangsarbeit leisten mussten, in dem wir im Heim, also unserem eigenen Gefängnis, Reinigungs- Garten- und Instandhaltungsarbeiten selber erbringen mussten und an die Bauern der Umgebung als Erntehelfer verliehen wurden. Warum habt ihr uns die Zwangsarbeit machen lassen?

      • Ihr wusstet doch, dass für ein Kind zur Teilhabe an der Gesellschaft auch etwas Geld notwendig ist. Warum habt ihr uns so wenig Taschengeld gegeben, dass wir alleine aus diesem Grund am Gesellschaftsleben außerhalb des Heimes kaum teilnehmen konnten. Warum habt ihr dafür gesorgt dass wir in den damaligen Wirtschaftswunderjahren das notwendige Geld zur gesellschaftlichen Teilhabe nicht hatten?

      • Ihr wusstet doch, dass unter den Zöglingen des Heimes systembedingt eine Hackordnung entstehen musste, in der die Stärkeren die Schwächeren dominierten und einzelne Jungen regelmäßig geprügelt und gequält wurden. Warum habt ihr die Schwachen nicht vor den Starken beschützt?

      • Ihr wusstet doch, dass in dem Heim auch unfähige und brutale Erzieher wirkten, die sich kaum um uns Zöglinge kümmerten. Warum habt ihr die Heimaufsicht nicht pflichtgemäß gehandhabt, sondern die Arbeitsunlustigen Erzieher in der Gammelei belassen?

      • Ihr wusstet doch, dass wir nicht dumm sind. Warum habt ihr uns keinen adäquaten Zugang zur Schul- und Berufsausbildung verschafft, sonder eure Erziehung im Wesentlichen auf Volksschule und einfache Handwerksausbildung etc. abgestellt?

      • Ihr wusstet doch, dass ihr keine mitfühlende ordentliche Kindererziehung gewährleisten konntet. Warum habt ihr unsere Eltern, die Heimaufsicht und die Jugendämter getäuscht, indem ihr denen vorgaukeltet, dass im Heim alles in Ordnung sei und ihr uns besser erziehen könntet als die eigenen Eltern?

      • Ihr wusstet doch, dass eure herzlose Heimerziehung zu unserer Traumatisierung führt. Warum habt ihr unsere seelische Gesundheit nachhaltig zerstört?

      • Ihr wusstet doch, dass Traumatisierte oft Jahrzehnte später, im frühen Alter, das Bedürfnis haben ihr Trauma zu bewältigen und die auslösenden Umstände, in diesem Fall der Heimaufenthalt, durch Akteneinsicht zu bewältigen versuchen. Warum habt ihr trotz dieses Wissens unsere Heimakten vernichtet, oder unauffindbar gemacht?

      Wir fordern jetzt von euch:

      • Dass ihr uns als Gewaltopfer eurer Heimerziehung auf „Gut an der Linde“ anerkennt.

      • Dass ihr keine Heimakten mehr vernichtet, und alles daran setzt uns unsere Heimakten und alle den Heimaufenthalt betreffenden Schriftstücke wunschgemäß zur Kenntnis zu bringen.

      • Dass ihr uns bei der Bewältigung, beispielsweise der Trauma bewältigung, unseres Heimaufenthaltes in jeglicher Hinsicht, auch wenn es bei Recherchen etc. euer Geld kostet, unterstützt.

      • Dass ihr einen Mitarbeiter als Ansprechpartner benennt, der auch bevollmächtigt ist uns Aufwendungen in der Sache zu erstatten.

      • Dass ihr uns für die unschuldig im Heim abgesessene gestohlene Jugend symbolisch finanziell entschädigt. Eine richtige Wiedergutmachung ist zwar nicht mehr möglich, aber eine symbolische finanzielle Wiedergutmachung ist zumindest mehr als das allseitig zu hörender Bedauern die Entschuldigungen und Bußbekundungen, wegen vergleichbarer Vorgänge in anderen Fürsorgehöllen.

      Die Entschädigung sollte sich daran orientieren, was Unschuldige an Haftentschädigung erhalten (25 EUR pro Tag), denn auch wir saßen unschuldig in„Gut an der Linde“. Liebe, Mitgefühl und Förderung der individuellen Fähigkeiten gab es da nicht, sonder nur Befehle, Gehorsam, Strafen und eine Einheitsbehandlung, wie im Strafvollzug.

      Was die Entschädigung betrifft ist festzustellen:

      Kinder, die unschuldig in den Spezialheimen (Erziehungsheimen) der DDR untergebracht waren, wurden finanziell entschädigt und es gilt moralisch das Gleichheitsgebot.

      Die bergische Diakonie Aprath hat viele Millionen an unserem Leid in der Fürsorgehölle verdient und damit die Firma mit großen Gebäuden und schönen Räumen ausgebaut. Ihre Angestellten haben sich in den Wirtschaftswunderjahren der Nachkriegszeit zu Lasten unserer Jugend und Gesundheit schöne Wohnungen, Urlaube und Autos leisten können, während wir Heimkinder künstlich arm gehalten wurden.

      Es ist nur gerecht, dass die Diakonie Aprath einen Teil des auf unsere Kosten erwirtschafteten Vermögens als Wiedergutmachung an uns heraus gibt. Damit ist sie vermutlich der erste deutsche Heimträger der in Bezug auf seine Fürsorgeheime zur Verantwortung steht. Die anderen Heimträger kommen bisher nur mit langen Untersuchungen und Entschuldigungen daher – aber dafür kann sich kein Heimgeschädigter was kaufen….zumal die Ernsthaftigkeit der „Entschuldigungen“ zu bezweifeln ist.

      Wir fordern euch auf:

      Seid der erste deutsche Heimträger der zu seinen Unrechtshandlungen bei der Heimerziehung in der Nachkriegszeit steht und es nicht nur bei entschuldigenden Lippenbekenntnissen belässt, sondern die Aufklärung aktiv voran treibt und ehrliche Wiedergutmachung leistet.

      Für die Heimkinder von „Gut an der Linde“
      Ort/Datum:



      Ehemalige Zöglinge:

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      mfg ( ich spreche in namen aller die uns bekannt sind zw 1962 und 1975 -> amd.co.at/anti/moitzfeld/recherche.html )

      bergiche diakonie...

      Wenn ich so etwas lesen, wird mir brechend schlecht.. heuchelei PUR..


      bergische-diakonie.de/html/akt…_cache=1&cHash=9795be5a2e

      wir ( 4 ehemalige ) Zöglinge hatten am Samstag ein Gespräch mit einem Teil des Vorstandes der berg. Diakonie..
      Sie haben sich alles angehört was wir ihnen vortrugen , sowie einen "sehr kleinen ) Teil des damaligen Schriftverkehr erhalten..

      Ergebnis: Wir müssen beraten und sie Informieren...

      Das zum Thema Aufarbeitung von Sadismus, Verbrechen, Vergewaltigungen ,Kinderarbeit in der Berg Diakonie.-.-


      mfg

      p.s
      Update folgt

      öffendlichkeit

      Wir haben uns entschlossen auch die Presse mit einzubeziehen.
      Es ist erst der Anfang...

      ksta.de/html/artikel/1270457728737.shtml

      für schnell leser--

      KSTA.DE » Region

      Missbrauch
      Vergewaltigt in der Schlafstube

      Von Stefan Kunze und Matthias Niewels, 27.04.10, 17:51h, aktualisiert 27.04.10, 17:53h


      In den 60er und frühen 70er Jahren sollen Erzieher mehrere Kinder im Heim „Gut an der Linde“ in Bergisch Gladbach-Moitzfeld sexuell missbraucht und misshandelt haben. Der damalige Heimleiter räumt Fehler ein.
      Bergisch Gladbach
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      Das einzig verbliebene Haus des Heims "An der Linde" in Bergisch Gladbach. (Bild: Kunze)
      Bergisch Gladbach
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      Das einzig verbliebene Haus des Heims "An der Linde" in Bergisch Gladbach. (Bild: Kunze)
      Bergisch Gladbach - BERGISCH GLADBACH - Ehemalige Bewohner des Bergisch Gladbacher Heims „An der Linde“ berichten von schweren körperlichen Misshandlungen und Vergewaltigungen in den 60er und 70er Jahren. Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ hat Kontakt zu fünf ehemaligen Heimbewohnern aufgenommen. Ihre Berichte klingen unfassbar. Unfassbar auch, wie lange geschwiegen oder weggeschaut wurde - über 40 Jahre lang.

      Am 1. Februar 2010 schreibt ein Blogger namens „Antivirus“ im Forum für ehemalige Heimkinder. „Ich bewohnte von 1967 bis 1973 bis zur gewaltsamen Schließung dieses ach so tolle Knabenheim der evangelischen Kirche. Und ich habe es in GANZ schlechter Erinnerung!!!!“

      Antivirus bekommt schnell Post. Aus E-Mails werden Telefonate, bei Telefonaten werden erste Treffen organisiert. Für die ehemaligen Kinder beginnt die schmerzhafte Spurensuche.

      Gemeinsam tasteten sich die inzwischen 50-Jährigen langsam, vorsichtig vor. Rainer N. (alle Namen sind von der Redaktion geändert) kann ein Schreiben eines Kölner Facharztes für „Nerven- und Gemütsleiden“ vorlegen. Der Therapievorschlag für ihn, ein damals neunjähriges, angeblich „zappeliges“ Kind. „Morgens und mittags je 1 Drag. Encephabol. Abends 1 / 2 Valium 2, Straffere Erziehung „milde Strenge“ und Konsequenz. Mit besten Empfehlungen.“ Es ist die Aufforderung, ein kleines Kind ruhig zu stellen. Ärzte, die diese Empfehlung heute vom „Kölner Stadt-Anzeiger“ vorlegt bekommen, schütteln mit dem Kopf.

      Solche Berichte stehen am Anfang. Mit ihnen wird das Eis gebrochen, und die ehemaligen Heimkinder erinnern sich an alles, erzählen sich alles. Malte H., lebte von 1960 bis 1968 in Bergisch Gladbacher Heim. Er berichtet wie es nachts zuging. In jedem Raum schliefen acht bis zehn Jungen. Den ersten sexuellen Übergriff schildert er so: „Mitten in der Nacht wurde ich wach, weil jemand an meiner Hose herumspielte.“ Erschrocken habe er das Licht angemacht. Da hockte ein ein älterer Junge vor ihm. „Alle im Raum haben es sicher mitbekommen. Wir Kleinen wurden zum Oral- und Analverkehr gezwungen.“

      Aber niemand sprach über die regelmäßigen nächtlichen Besuche, die Vergewaltigungen in der Schlafstube, am Rande des Schwimmunterrichtes oder auf dem weitläufigen, verwinkelten Gelände. Malte H.: „Einige Ältere hatten immer einen Kleinen dazwischen.“ Es gehörte eben zu den „eigenen Regeln“ des Heims, dass viele Ältere die Kleineren als Freiwild ansahen. Schläge gehörten zum Ritual, um die eigene Rangordnung zu beweisen. Malte H.: „Das war für mich damals normal. Im Heim musste man so viel Mist verdauen.“

      Und die Erzieher? Wo waren die Menschen, denen diese Kinder anvertraut waren? Rainer H. berichtet von insgesamt drei Erziehern, die ihn, den kleinen, schmächtigen Junge, regelmäßig zum Sex zwangen. Erzieher Thomas K. war nach den Berichten von mehreren Heimkindern besonders schlimm. Er vergewaltigte in der Schlafstube, während die anderen Kinder daneben lagen. Und es gab nach den Berichten der Kinder ein Erzieherpärchen, das nur an den Wochenenden aktiv wurde. „Wenn die anderen Kinder bei den Eltern waren, wurde ich auf deren Zimmer gerufen. Da musste ich bei deren Sex-Spielen mitmachen.“

      Es gab sie, die Beschwerden, die Hilferufe. In einem „Beschwerdekasten“ beschrieben die Kinder die Übergriffe. Die Reaktion der Heimleitung: Keine. Stattdessen berichten die ehemaligen Heimbewohnern davon, dass die Erzieher ihnen einen Sack über den Kopf zogen und sie verprügelten. „Erzähl' das nie wieder, damit zerstörst Du das Leben des Erziehers.“

      Der damalige Heimleiter Harald P. lebt heute in Norddeutschland und kann sich im Gespräch „kaum noch“ an Bergisch Gladbach erinnern. Aber an einen Vorfall mit sexuellen Übergriffen erinnert er sich dann aber doch: „Ein Erzieher, den ich erwischt habe, wurde sofort entlassen und es gab eine Anzeige. Von anderen Fällen weiß ich nichts.“ Dann bricht es doch aus ihm heraus: „Ich war damals überfordert. Viel zu jung, einfach überfordert.“ Keine 30 Jahre alt sei er gewesen, als er die Heimleitung übernahm. „Ich war bestimmt nicht unschuldig an gewissen Zuständen.“

      Harald P. war von 1969 bis 1974 Heimleiter in Moitzfeld. Bei einer Begehung vom 23. Mai 1973 durch das Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises wurde der katastrophale Zustand der Räumlichkeiten detailliert festgehalten. Kurz darauf beschäftigt sich die Polizei mit dem Heim. Sie reagiert auf Anzeigen aus der Nachbarschaft und der Schule. Laut Polizei-Protokoll vom 6. Juni 1973 geht es um: „Sachbeschädigung, Einbruchdiebstähle aus Pkw, Taschendiebstähle in abgelegten Bekleidungsstücken aus der Turnhalle Moitzfeld, Fahrraddiebstähle, Kfz-Diebstähle.“ Und der Bensberger Hauptkommissar spricht von Ermittlungen gegen den Heimleiter. Es ging um die „Vernachlässigung der Aufsichtspflicht“. Die Polizei erwägt eine Anzeige.

      Nun reagiert die evangelische Kirche und tauscht die Heimleitung aus. Harald P. scheidet zum 30. März 1974 aus dem Amt und wird durch Paul W. ersetzt. Paul W. erinnert sich noch gut an seinen ersten Kontakt. „Da flogen Bierflaschen durch Luft, jeder machte was er wollte - es war das totale Chaos. Heute würde so ein Heim sofort geschlossen.“ Von sexuellem Missbrauch weiß er nichts. „Aber ich kann nicht ausschließen, dass es das gegeben hat.“ Schnell sei ihm damals klar geworden, dass dieses Heim nicht mehr „in die Spur“ gesetzt werden konnte. „Mir ging es nur noch um eine sozialverträgliche Schließung.“

      Tatsächlich wurden keine Kinder mehr aufgenommen. Zuletzt lebte nur noch eine kleine Gruppe in einem Nebenhaus. 1977, Paul W. kann sich nicht mehr an das genaue Datum erinnern, wurde das Gebäude angezündet. Paul W.: „Ich bin sicher, dass das ehemalige Heimbewohner waren. Aber es war nicht zu beweisen.“ Dieser Brand war das Ende des Kinderheims An der Linde in Bergisch Gladbach.

      mfg

      Teil 2 am kommenden Samstag

      sexueller missbrauch in diesem heim

      Anbei Kopien über EINEN bisher bekannten Fall von Sexuellem Missbrauch von Erziehern an Kindern , in dem Moitzfelder Heim , ( Ich bin im Besitz von vielen solcher und ähnlichen Berichten)
      Falls jemand der Meinung ist, "WIR" Phantasieren.

      amd.co.at/anti/moitzfeld/Akten…-sexueller_missbrauch.pdf
      sowie
      amd.co.at/anti/moitzfeld/Akten_Berichte/

      (Namen geschwärzt, können allerdings auf Nachfrage alle genannt werden)

      mfg
      huch, es ging heute so schnell

      ksta.de/html/artikel/1270457728969.shtml

      Für schnellleser

      Kindesmissbrauch
      „Die sollen mir in die Augen schauen“

      Von Stefan Kunze, 27.04.10, 17:30h
      In den 60er und frühen 70er Jahren sollen Erzieher mehrere Kinder im Heim "Gut an der Linde" in Bergisch Gladbach-Moitzfeld sexuell missbraucht und misshandelt haben. Vier ehemalige Bewohner suchten das Gespräch mit der Diakonie.
      Runder Tisch

      Die früheren Heimbewohner sprechen mit Vertretern der Diakonie.
      Runder Tisch

      Die früheren Heimbewohner sprechen mit Vertretern der Diakonie.
      Bergisch Gladbach - Sexueller Missbrauch durch Erzieher, Vergewaltigungen der Heimbewohner untereinander, eine Revolte der Erzieher, Schläge und massive Gewalt gegen Bewohner: Die Vorwürfe, die ehemalige Bewohner des Kinderheimes „Gut an der Linde“ in Moitzfeld über die späten 60er und frühen 70er Jahre erheben, ist lang und schrecklich.

      Der Träger des ehemaligen Heimes, die „Bergische Diakonie Aprath“, lud zum Runden Tisch ins „Haus am Waldsee“ in Wuppertal. Gesprächsrunden dieser Art entstehen im Augenblick überall in der Bundesrepublik - das Thema ist überall ähnlich: Missbrauch von Kindern und Jugendlichen.

      Die vier ehemaligen Bewohner Reiner N., Jens U., Klaus S. und Sebastian K. hatten sich morgens bereits getroffen und zusammen gefrühstückt. Dann fahren sie gemeinsam zu „ihrem“ Termin. Sie kommen eine halbe Stunde zu früh an, rauchen sichtlich nervös eine Zigarette nach der anderen vor der Tür. Dann geht es los.

      Mit am Tisch sitzen Diakonievorstand Pfarrer Peter Iwand, Aufsichtsrat Heiko Boekstegers, die Bereichsleiterin Jugendhilfe Evelyn Leon und Pressesprecherin Sabine Kall. Pfarrer Iwand berichtet, was die Diakonie über ihr ehemaliges Heim weiß: Die meisten Akten seien nicht mehr vorhanden. Nur aus der Zeit der Schließung seit 1979 gebe es Unterlagen. Dann berichten die vier ehemaligen Heimkinder: von Vergewaltigungen, Gewalt und unerhörten Hilferufen. Immer wieder versagt ihnen die Stimme - die Erinnerungen sind zu stark. Doch sie halten durch, wollen berichten. Auch wenn immer wieder Tränen fließen. Mit entsetzter Miene hören Pfarrer Iwand und seine Mitarbeiter zu, schütteln immer wieder fassungslos den Kopf. Einmal geht es gar nicht mehr. Klaus S. versagt die Stimme. Erst nach einer Viertelstunde Pause und einer Zigarette vor der Tür kann er weiter erzählen.

      Die vier Ehemaligen im Raum sind erwachsene Männer geworden, alle um die 50. Sie haben sich im Leben durchgebissen, haben überlebt. Einige Narben sieht man auf der Haut. Vom Stacheldraht, in den sie gefallen sind, und den ein Erzieher herausriss. Vom Nagel, den ein Erzieher Reiner N. mit Absicht in den Fuß schlug. Die Narbe an der Schläfe, als er in Panik den Fuß herausriss, weglief und auf den Fliesen ausrutschte, ist heute noch zu sehen. Das sind die sichtbaren Zeichen ihrer Vergangenheit. Den Seelenschmerz, den die kleinen Jungen aufgenommen haben und der sie bis ins Erwachsenenalter peinigte, kann niemand sehen. „Mein Leben ist nicht so verlaufen, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich habe 40 Jahre mit diesen Gedanken gelebt“, bricht es aus Reiner N. heraus.

      Alle vier sind in psychiatrischer Behandlung. „Mein Arzt hat mir gesagt, er könne mir nicht mehr helfen. Ich sei zu alt und zu verbohrt. Er kann mich nur noch begleiten“, sagt Reiner N. Sebastian K. war viele Jahre Alkoholiker. Klaus S. hat drei Selbstmordversuche hinter sich. Sie wollen erzählen und dann versuchen, mit dem Heim abzuschließen. „Ich halte das nicht lange durch. Ich berichte jetzt noch von dem, was uns angetan wurde, und will dann schnell wieder versuchen zu vergessen. Ich halte das sonst nicht aus.“ Sie sind Überlebende, die sich vieles anders vorgestellt hatte. „Uns geht es im Verhältnis zu einigen anderen, für die wir hier auch sprechen, noch gut“, sagt Reiner N.

      Am Runden Tisch geht es auch um Geld. Die Ehemaligen wollen eine Entschädigung für das ihnen zugefügte Leid. Sie können nicht juristisch sauber nachweisen, dass die Erlebnisse im Heim exakt die Ursache für ihr verkorkstes Leben sind. Dafür gibt es zu viele andere Faktoren. Um eine juristische Aufarbeitung geht es aber nicht primär. Reiner N. hatte vor dem Termin erklärt: „Ich will eine Entschuldigung. Das soll aber nicht so ein vorgelesener Mist sein. Die sollen mir in die Augen schauen und ich muss spüren, dass sie es ernst meinen.“

      Andere Ehemalige wollen Geld. In einem vierseitigen Schreiben klagen sie die Diakonie an - nicht die anwesenden Personen, wie sie immer wieder betonen, sondern die Institution. Alle Vorwürfe beginnen mit „Ihr wusstet doch“. Sie wollen auch wissen, warum nach ihrer Meinung keine Aufsichtsbehörde einschritt, obwohl die katastrophalen Zustände in dem Heim offensichtlich waren. Als Entschädigung wollen die ehemaligen Heimkinder 25 Euro pro Tag im Heim An der Linde. Das sei der Satz, den Unschuldige als Haftentschädigung erhielten, gut 9000 Euro pro Jahr. Die Ehemaligen überlegen, einen Verein zu gründen, der die Interessen der „Diakonie Aprath Geschädigten“ vertritt.

      Die Vertreter der Diakonie hören den ehemaligen Heimkindern am Runden Tisch stundenlang und sichtlich erschüttert zu. „Ich persönlich war das nicht, aber ich stehe für die Institution der Bergischen Diakonie hier. Wir sind ihnen Transparenz und Aufklärung schuldig“, sagt Pfarrer Peter Iwand. Er verspricht, dass sich ein neutraler Historiker um die Vorgänge kümmern soll. Die Diakonie wolle nun intern beraten, wie man mit den Vorwürfen und den Forderungen umgehen wolle. „Wir werden all den Dingen nachgehen“, sagt Iwand.

      Kurz vor dem Ende der Runde, als sich alle bereits erheben wollen, bricht es noch einmal aus Jens U. heraus: „Warum habt ihr uns das angetan? Warum hat uns niemand geholfen?“ Iwand antwortet mit leiser Stimme: „Ich weiß es nicht.“

      mfg

      unsere bisher erschienenen Presse artikel in unserer Sache

      hier mal alle bisher erschienenen Presse artikel unserer Sache..

      ksta.de/html/artikel/1270457728737.shtml

      ksta.de/html/artikel/1270457728969.shtml

      rundschau-online.de/html/artikel/1270484305680.shtml

      amd.co.at/anti/moitzfeld/bild.jpg (morgen ganzseitig in BILD.de und Bild print )

      amd.co.at/anti/moitzfeld/radioberg.jpg

      Morgen abend RTL West Interview mit zwei unserer Ehemaligen .
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      UND dann noch etwas für ganz HARTGESOTTENE !!

      amd.co.at/anti/moitzfeld/Akten_Berichte/a_s_m.pdf


      mfg

      Antivirus

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „antivirus“ ()

      Ich hoffe bestimmte Leute bei einer Christlichen Einrichtung glauben mir/uns nun, das wir da in dem Heim Systematisch Sexuell Missbraucht wurden. Was wir auch jahrelang zur Kenntnis der Heimleitung brachten... Jahrelang wurden ich/wir mit Gewalt bedroht ,sowie mit ausgeführter Gewalt dazu gebracht niemals über solche oder ähnliche Vorkomnisse zu sprechen .
      ich denke diese eine pdf datei überzeugt nun auch die grössten Zweifler.


      amd.co.at/anti/moitzfeld/Akten_Berichte/a_s_m.pdf

      Nun weiss ich auch, warum Er sowie andere Erzieher jahre lang ihr Treiben dort fortführen konnten.

      Man beachte den Therapievorschlag des Damaligen Vertrags Arzt sowie der Psychologin des Heimes !!!! ( für einen 9 j. Jungen )


      amd.co.at/anti/moitzfeld/Akten_Berichte/a1.jpg

      Sowie du Begleitumstände wärend des Aufenthaltes im Heim

      amd.co.at/anti/moitzfeld/Akten_Berichte/c2.jpg
      amd.co.at/anti/moitzfeld/Akten_Berichte/c3.jpg
      amd.co.at/anti/moitzfeld/Akten_Berichte/c4.jpg
      amd.co.at/anti/moitzfeld/Akten_Berichte/c5.jpg
      amd.co.at/anti/moitzfeld/Akten_Berichte/c6.jpg

      Evt kennt ja jemand genau diese Vorgänge noch..
      dann bitte nachricht an mich
      ( antistar@gmx.de)

      mfg

      Antivirus
      mfg

      RTL link zum knaben heim moitzfeld

      anbei Link zum Knabenheim Moitzfeld.. ein paar Geschädigte sagen was dazu ..

      rtl-now.rtl.de/rtlwest.php?contai…ayer=1&season=0

      (zweiter beitrag / nach der fahrerflucht) ab Minute 03:40

      Es werden nicht die einzigsten Ehemaligen bleiben die etwas in einer Sendung zu sagen haben ... die Tage dann mehr. wir haben noch eine Menge schriftliche Munition...die nicht nur zum Nachdenken anregt..
      Am 18.6 sowie 9.7 haben ein paar von uns einen Termin an einer bekannten UNI , und werden dann vor Studenten sowie Presse öffendlich etwas zu den Umständen im Heim und der Bergichen Diakonie zu sagen haben ( Was wir selbstverständlich auch schriftlich belegen können) ..

      mfg

      p.s
      Ich halt euch auf dem laufendem ..

      Kinderarbeit/Zwangsarbeit in den 60-80 Jahren

      Wie ich grade aus gutunterrichteter Quelle erfahren habe sagt die bergische Diakonie doch tatsächlich, das Kinderarbeit in ihren Heimen in den 60-80 Jahren völlig legitim war.

      Die Heimleitung führte die Kinder zwischen 9 und 17 Jahren an Feldarbeit sowie Heim Reinigung heran um sie von anderen "Dingen" abzuhalten.. mann nannte das dann einen "Pädagogisch wertvollen Beitrag". Es sei alles völlig normal gewesen ,das kleine Kinder ihren Heimaufendhalt selber mitfinanzieren mussten.

      Alles was die Jugendämter sowie der LVR an die Heime zahlten war genug..weil die Diakonien das auch mit absegneten., und damit war der Aufendhalt völlig gedeckt. !!

      WAS FÜR EIN BLÖDSINN !!!!


      mfg