Bensberg/ Moitzfeld, Gut an der Linde

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      Bensberg/ Moitzfeld, Gut an der Linde

      Bergisch Gladbach-Moitzfeld;
      Diakonissenweg 19



      Das „Gut an der Linde“ wird erstmals 1413 urkundlich erwähnt. Der letzte Halfmann
      war 1661 Johann Schmalzgrüber. Die Eigentümer des Gutes sind ab 1624 bekannt
      und im Anhang aufgeführt. Das heutige zweigeschossige Fachwerkgebäude wird ca.
      1790 errichtet. Johann Schmitz, Ackerer zu Untermoitzfeld, ist bis zu seinem Tode
      1870 Eigentümer. Seine Ehefrau Christine bearbeitet das Gut mit dem Personal
      weiter. Es geht 1892 auf den Schwiegersohn Johann Frielingsdorf über. Nach 1892
      erfolgt dann die Aufteilung des Gutes in zahlreiche Baustellen. Spätere Eigentümer
      sind: Matthias Arenz 1903, Butterhändler Gerhard Thiell 1910, Kaufmann Dechant
      aus Köln-Kalk und Dr. med. Karl Ortmann bis 15.06.1925.
      An eben diesem Tage geht das „Gut an der Linde“ in den Besitz der Bergischen
      Diakonie Aprath über, die dort ab dem 1. Oktober 1925 ein „Heim für schwer
      erziehbare Töchter besserer Stände“ führt. Es dient der Erziehung in Haushalt und
      Landwirtschaft. Dieses Heim im „Gut an der Linde“ mit anfangs 10 Plätzen wird
      geleitet von einer Schwester und einer Erziehungsgehilfin. Die ärztliche Aufsicht führt
      Dr. Richard Bock, der Schwiegersohn des Dr. med. Ortmann.
      Im „Gut an der Linde“ zieht 1945 das Wirtschaftsamt Bensberg ein. Es werden zwei
      Amtsstuben und eine Wohnung für Bürgermeister Schumacher eingerichtet. 1950
      beginnt man mit dem Ausbau des Gutes, verkauft die Ländereien an die Stadt
      Bensberg, gibt den Gutsbetrieb auf und verpachtet das Land an Dr. Bock. Am
      27.01.1951 erfolgt der Umzug des Knabenheims Bornen nach Moitzfeld.
      Erweiterungsbauten erfolgen 1963/64. Das „Gut an der Linde“ wird 1973 endgültig
      aufgelöst.
      Quellen:
      Paul Reinehr; Moitzfeld: Chronik der Kapellengemeinde von 1920-52; S.94 ff, 1986;
      Max Morsches in Heimat zwischen Sülz u. Dhünn Nr. 10; S. 10 f;
      Berg. Gladbacher Volkszeitung vom 25.08.1926;
      bgv-rhein-berg.de/myhomepage/d…utanderLindeMoitzfeld.pdf
      Ein 69-jähriger Leverkusener berichtet über seine erschütternden Erfahrungen als Heimkind in der Nachkriegszeit. 17 Jahre verbrachte er in verschiedenen Heimen und Einrichtungen.



      Der 69 Jahre alte Leverkusener kann und will nicht vergessen, was ihm in Kindheit und Jugend in verschiedenen Heimen widerfahren ist. Immer wieder blättert er in alten Unterlagen. (Bild: Britta Berg)
      heimkind
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      Der 69 Jahre alte Leverkusener kann und will nicht vergessen, was ihm in Kindheit und Jugend in verschiedenen Heimen widerfahren ist. Immer wieder blättert er in alten Unterlagen. (Bild: Britta Berg)
      Leverkusen - „Wissen Sie, es geht doch gar nicht um Geld. Damit kann man die Verbrechen, die an uns begangen wurden, ohnehin nicht mehr gutmachen.“ Hermann Wagner (Name von der Redaktion geändert) gehörte zu den rund 500 000 Kindern und Jugendlichen, die zwischen 1945 und 1975 in - meist von Nonnen geleiteten - Heimen untergebracht waren. Und wie viele andere Heimkinder hat auch der heute 69-Jährige damals Demütigungen, Misshandlungen und Missbrauch erfahren müssen.

      Zwei Jahre lang hatte sich der Deutsche Bundestag mit diesen bedrückenden Schicksalen beschäftigt und im vergangenen Dezember einstimmig beschlossen, einen Runden Tisch zur Aufarbeitung der Geschehnisse einzurichten und womöglich auch einen Entschädigungsfonds aufzulegen. Davon will Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) allerdings nichts wissen: Ein Fonds werde von der Bundesregierung nicht angestrebt, ließ sie kürzlich mitteilen, und der Runde Tisch soll nach ihrem Willen ausgerechnet von einem Dachverband geleitet werden, dem mit Caritas und Diakonie die Organisationen angehören, die seinerzeit die überwiegende Mehrzahl der Heime betrieben haben.

      Nicht nur Hermann Wagner befürchtet, dass damit „eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte“ auch weiterhin im Dunkeln bleiben wird. Deshalb hat der gebürtige Wiesdorfer sich entschlossen, dem „Leverkusener Anzeiger“ seine eigene Heimgeschichte, die 1943 mit dem Tod seines Vaters begann, zu erzählen. Die Mutter sei danach mit der Versorgung und Erziehung ihrer insgesamt zehn Kinder überfordert gewesen, und so sei er zunächst in ein katholisches Kinderheim in Overath (Rheinisch Bergischer Kreis) gekommen, erinnert sich der examinierte Krankenpfleger.

      Bis er 1960 fluchtartig zu seiner nunmehr in Opladen lebenden Mutter zurückkehrte, verbrachte Hermann Wagner 17 Jahre in verschiedenen Heimen und Einrichtungen, denen eines gemeinsam gewesen sei: die systematische Entwürdigung der ihnen anvertrauten Schützlinge. Wagner erinnert sich noch heute allzu gut an Schläge, Ausbeutung, Hunger und sexuelle Übergriffe von Nonnen und Priestern, die das Ausleben ihrer Obsessionen noch als Akt der Nächstenliebe bemäntelt hätten. Meist verbunden mit dem Hinweis, dass das keine Sünde sei - und demzufolge auch nicht gebeichtet werden müsse.

      Eine Schwester, erzählt der 69-Jährige, habe an kaum einem Kind vorbeigehen können, ohne ihm mit den Knöcheln der rechten Hand eine schmerzhafte Kopfnuss zuzufügen. „Jegliches Fehlverhalten wurde mit Stockschlägen bestraft.“ Bettnässer, von denen es viele gegeben habe, seien im tiefen Winter in kurzen Hosen dazu gezwungen worden, die gewaschenen Laken zum Trocknen im Freien hochzuhalten. Bilder von Kindern, die ihr Erbrochenes wieder aufessen mussten, gehen Hermann Wagner ebenso wenig aus dem Kopf wie die Erinnerung an sechs Jungen, die am 5. September 1945 ums Leben kamen.

      Damals habe er in einem Kloster in Hennef an der Sieg gelebt. Er sei in der Gruppe der Jüngeren gewesen - „ein Glück, sonst wäre ich jetzt auch tot“ - und die Älteren hätten mit einer der Nonnen einen Spaziergang gemacht. Eine Tellermine, den die Nonne übersehen hatte, tötete Willi Könitzer, Hugo Hardt, Karl Schmitz, Johann Kneip, Hubert Flake und Karl Thiele - ihre Namen bewahrt Wagner schriftlich auf, weil er nicht will, „dass sie in Vergessenheit geraten“. Ein einziger Junge überlebte. Er wohnt heute in Köln und Wagner trifft sich noch immer regelmäßig mit ihm.

      Ob in Hennef, im Kinderheim St. Joseph in Bensberg-Moitzfeld, im Schlebuscher Haus Nazareth oder im Lager Eigenheim in Manfort - die unwürdigen Verhältnisse seien überall mehr oder weniger die gleichen gewesen, erinnert sich der Rentner. Zuletzt sei er auf dem Bauernhof eines Antroposophen in Rothenburg an der Fulda gelandet, wo er Felddienste verrichten und später für einen Bäcker arbeiten musste. Auch dieser „Menschenkenner“ habe versucht, ihn zu missbrauchen, was nur daran gescheitert sei, dass zufällig der Revierförster aufgetaucht und dazwischengegangen sei.

      Hermann Wagner entzog sich dieser düsteren Welt schließlich durch die Flucht nach Opladen. Die Erinnerungen daran konnte er aber nie hinter sich lassen.

      Quelle: Kölner Stadtanzeiger

      Wenn du in diesem Heim warst, dann schreibe deine Erinnerungen bitte hier rein.

      1951-1958/59

      Danke Christel,
      genau das ist das Haus für Jungen . Ich denke jedenfalls das dort nur Jungen waren .
      Dort war mein Bruder ,,Johannes E. geb.1940 " lange Jah
      Ich bin ja erst 1947 geb. und kann mich an die Kinder Zeit mit ihm überhaupt nicht erinnern .
      Meine Eltern erzählten später er sei einfach von der Schule aus weggeholt worden .
      Was wird er alles erlebt haben ?
      Darüber hat er nie gesprochen . Er ist mit seinem Leben nicht klar gekommen . Wo und wie er lebt,ich
      weis es nicht und da ich nach wie vor vor ihm Angst habe würde ich auch nicht suchen . Vergangenes Jahr habe
      ich es ein mal getan .Vom Nachbarn dann erfahren das seine Frau auf tragische weise verstorben ist .
      Er hat das Haus verkauft und ist nach Koblenz verzogen .Unter der Tel.Nr. die der Nachbar mir gab
      konnte ich ihn nicht erreichen .
      Er hatte eine liebe,hübsche und intelligente Frau die vermögend war .

      Ja er ist ein armer Mensch....

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „serion49“ ()

      Bensberg Moitzfeld ,Gut an der Linde

      Hallo zusammen,
      ich suche Ehemalige vom Heim Gut an der Linde in Bensberg Moitzfeld,
      Ich durfte dieses Heim von 1959 bis zu meiem Raußschmiss im Jahre 1968 besuchen.
      Ich hieß damals Hardy Kottmann.
      Ich wohne Heute in Herkenrath 2 Kilometer von Moitzfeld entfent.
      Von dem alten Heim steht nur noch das alte Fachwerkhaus, der Rest ist nicht mehr da.
      Heute heiße ich Brian Neuburg Handy 015117811599 wer will kann anrufen.
      Brian

      Bilder von dem Gut an der Linde und Insassen

      Nachdem sich Artur und Ich uns getroffen hatten, und ein reger Gedankenaustausch stattfand hier nun mal eine Liste mit ehemaligen Heiminsassen (Zöglinge ) die sich zwischen 1969 und Sommer 1973 im Knabenheim Bensberg Moitzfeld, Diakonissenweg 17 -19 aufhielten..


      hier Bilder vom Heim Damals , sowie aus den 70 gern und 2010 sowie insassen aus den 1970 jahren



      amd.co.at/anti/index2.php?moitzfeld/

      Heimleiter : Trapp*

      Werk Lehrer : Herr Schweighar*

      Erzieher aus der Gruppe Navajos

      Herr Krie*
      Frau Tillmann*
      Herr Altenrat*

      Erzieher aus der Gruppe Wikinger

      Herr Wischnewsk* (Gruppenleiter)
      Frau Petra Winterber*
      Karl Heinz Schul*



      Küche:

      Frau Süs*

      (Namen der Erzieher und Angestellte sind NICHT voll ausgeschrieben, damit das Forum keine Böse Überraschung in Form einer Unterlassungserklärung bekommt. Klar Namen kann ich aber per Mail weitergeben auf Anfrage)

      Zöglinge :

      Mischael Kind
      Günther Neuhaus ( Fuzzi)
      Gerd Düster
      Frank Höltge
      Enrico Lüd(g)ers ?
      Siegfried Heinen
      Artur Heintz
      Kurt Trost
      Heinz Berleburg
      Peter Raake
      Reiner Gläser
      Hansi Mandelbaum
      Jürgen Pliester
      Olaf Voigt
      Norbert Schiemann
      Alexander ..... ?
      Minos ......?
      Christian Geberzahn
      Detlef Orgas
      Dieter Stamm
      Mischael Bock
      Udo Leffin

      Wenn sich noch jemand erinnert an andere Namen ,oder sich selber hier wieder erkennt bitte Mail an

      antistar (add) gmx (punkt) de

      P.S
      Im Sommer 1972 bekamen wir im Heim Besuch von einer Prominenten Berliner Terroristin (RAF) ,die sich mit 4 Erziehern zusammen getan hatte um dann den Heimleiter und das Heim ansich gewaltsam "aufzulösen/abzufackeln (wobei unter anderem auch der blaue Simca des Heimleiters den Feuertod erlitt ) , Ich erinnere mich noch sehr gut daran, Auch habe ich den persöhnlich unterschriebenen Bericht des damaligen Heimleiters Herr Trapp* zu all diesen Vorgängen.Liest sich wie ein Riesen Lügengebilde...

      mfg

      Reiner G. :D :D :D

      recherche #2

      Noch ein ppar nachzügler



      Erzieher:

      Irmgard Peter*

      Gisela Foertsc*

      Wolfgang Wefer

      Hansi Pfeifer (mit 2CV ente)

      Julchen ?!?!

      Achim Krie*

      Anette Tillmann*



      Zöglinge:

      Hans Joachim Günther

      Thomas Feldman*/Bootmann

      Peter Klee

      Victor Kolvenbach

      Jochen Bürling

      Peter Minut/Minot ?!



      dann gabs noch die Gloria Oczko (tochter der Köchin)

      mfg

      Reiner G.

      letzte recherche 28 3 2010

      Nachdem sich ein paar Ehemalige bei mir gemeldet haben , hab ich die Liste der Insassen mal erweitert ;) :beer: :beer:

      Hier nun mal eine aktuelle Liste mit ehemaligen Heim Insassen (Zöglinge ) sowie Erziehern
      die sich zwischen 1969 und Sommer 1974 im Knabenheim Bensberg Moitzfeld, Diakonissenweg 17 -19 aufhielten..
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      Die MIT (x) gekennzeichneten Namen sind über Telefon und Email erreichbar ( Kurze Mail an mich reicht )
      Wenn sich noch jemand an Vorgänge , oder an andere Namen ,
      oder sich selber hier wieder erkennt bitte Mail an -> antistar@gmx.de
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      Heimleiter : Trappe
      und ab 1973-1974 Günter Okonnek

      Werk Lehrer : Bruno Schweigert

      Erzieher aus den Gruppen

      Achim Krieg
      Anette Tillmanns
      Herr Altenrath
      Irmgard Peters
      Gisela Froetsch
      Wolfgang Wefer
      Hansi Pfeiffer ( der mit der Ente/2cv)
      Julchen .... ?
      Herr Wischnewski (Gruppenleiter)
      Frau Petra Winterberg
      Karl Heinz Schulz
      Klaus Zimmer
      Herr Ansorge
      Herr + Frau Wilschewski
      Herr Bohmhammel (verstorben)
      Tochter Ute Bohmhammel


      Küche:

      Frau Süss /Frau Oczko + Tochter Gloria Ozcko (x)


      Zöglinge :

      Mischael Kind
      Günther Neuhaus ( Fuzzi)
      Gerd Düster
      Frank Höltge
      Enrico Lüdgers
      Siegfried Heinen (x)
      Artur Heintz (x)
      Kurt Trost
      Heinz Berleburg
      Peter Raacke
      Reiner Gläser (x)
      Hansi Mandelbaum
      Jürgen Pliester
      Olaf Voigt
      Norbert Schiemann
      Alexander ..... ?
      Christian Geberzahn
      Detlef Orgas
      Dieter Stamm
      Hans Gert Hoffman (Krätze)
      Hans Jörg Branf
      Hans Joachim Günther
      Thomas Feldmann/Bootmann
      Peter Klee
      Victor Kolvenbach
      Jochen Bürling
      Peter Minut
      Gerd Fröhlich
      Klaus Thiela
      Uwe Müller
      Axel Weiner (x)
      Brain Neuburg /Hardy Kottmann (x)
      Jürgen Lorenz
      Karl Heinz Dohmen
      Udo Leffin
      Thomas Lenne
      Manfred Schmitter
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      Wenn sich noch jemand an Vorgänge , oder an andere Namen ,
      oder sich selber hier wieder erkennt bitte Mail an -> antistar@gmx.de
      ja, gibt es auch reichlich, nur hatte ich bisher keine einzige anfrage dazu.
      die,die ich noch kenne waren alle ab 1962 -1975 dort..

      werde es aber die tage aktualisieren ... :)

      hab leider nicht taeglich zeit dazu ( mache das rein privat) und recherchen kosten zeit und geld ;)
      aber ich machs ja aus freien stuecken ..

      mfg

      antivirus schrieb:

      ja, gibt es auch reichlich, nur hatte ich bisher keine einzige anfrage dazu.
      die,die ich noch kenne waren alle ab 1962 -1975 dort..

      werde es aber die tage aktualisieren ... :)

      hab leider nicht taeglich zeit dazu ( mache das rein privat) und recherchen kosten zeit und geld ;)
      aber ich machs ja aus freien stuecken ..

      mfg

      Danke Dir für Deine Mühe.
      Möchte aber nicht das Du dadurch finanziellen Nachteil hast.
      :gruebel:
      glg