Aprath Bergische Diakonie

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      Hallo Sabina,habe mich verdrückt,natürlich geht der Daumen hoch,gefällt mir.
      Ich werde mir irgendwann noch einmal die Gegend ansehen,wird sich mit Sicherheit alles verändert haben,selber war ich 1954 dort.
      Liebe Grüße
      Egon
      Hallo Egon,

      danke!

      Ich wohne ja nicht weit von dieser Einrichtung entfernt.
      Ich war 1982 dort.
      Seitdem habe ich diesen "Ort" nie mehr aufgesucht!
      Ich glaube, dass sobald ich das Gelände betreten würde, ein unheimlicher Zorn in mir aufsteigen würde! - Aber wohl auch Traurigkeit.

      Ja, es wird sich bestimmt sehr vieles verändert haben.

      Vielleicht fahre ich eines mal hin.

      Liebe Grüsse
      Sabine
      Hallo Sabine,ich erinnere mich noch genau an die kleine Dorfschule. Man musste vom Hauptgebäude die Straße rechts herunter gehen, um die Schule zu erreichen. Sonntags war Kirche angesagt, die befand sich auch in direkter Nähe und zwar auf der linken Straßenseite. Es war eine Evangelische Kirche, da ich aber Katholisch war, ist es mir freigestellt worden dort hinzugehen,( Bin zur Kirche gegangen) was ich auch tat, war mal eine Abwechslung vom Alltagsleben. In der Schule gab es einen Lehrer, der hatte einen Kameraden so verdroschen, dass dieser ins Krankenhaus musste. Ich glaube, dass ich es schon einmal hier geschrieben habe, vor lauter Wut auf diesen Lehrer, nahm ich einen Stuhl und habe dem Lehrer seinen Rücken damit bearbeitet. Unten lief eine Bahn entlang und die Züge mussten meistens am Signal halten, so sind wir einmal mit drei Jungens abgehauen und hatten uns im Bremserhäuschen versteckt. Beim nächsten halt des Zuges konnten wir den Zug verlassen und sind dann getrennt nach Hause gelaufen. Wir hatten auch viel Sport, die Turnhalle befand sich unterm Dach, aber welches Gebäude das war, ja das weiß ich nicht mehr so genau. Ich nehme an, das es auch das Hautgebäude war.

      Mit lieben Grüßen
      Egon

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Egon“ ()

      Hallo Egon,

      ja, über das schlimme Erlebnis, dass Du mit diesem Lehrer hattest, hast Du bereits berichtet.- Unglaublich!!!
      Ich bin auf die, dem Heim zugehörigen, Schule gegangen.
      Ich war jeden Morgen froh, dort hin zu können. Und das, obwohl ich aufgrund permanenten Schulschwänzens in diese Einrichtung musste.

      Ich war nur für eine "kurze" Zeit hier. Ca. 2-3 Monate. Aber jeder, der das mitgemacht hat, weis wie
      u n e n d l i c h lang ein solcher Zeitraum ist.

      Man ist so einsam!

      -Totaler Kontaktverbot zu seiner Familie
      -einmal pro Woche ein Telefonat unter Aufsicht
      -später dann, alle 14 Tage von Sa-So nach Hause

      Einsamkeit, Einsamkeit, Einsamkeit,...

      Hallo Egon,

      inspiriert durch den "Wortwechsel" mit Dir, habe ich es Heute wahr gemacht!

      Ich habe die schlimmste Stätte meiner Jugend, zusammen mit meiner Freundin, aufgesucht.

      Um 15.00 Uhr ging die Fahrt los.

      Damals, 1982, stand mein Elternhaus in Ratingen-Homberg.
      Ich kannte den Weg nach Aprath also halbwegs noch. (Ich habe mich nur einmal verfahren, da die Ausschilderung "bescheiden" ist).
      Dort angekommen bin ich vorsichtig auf die Hauptzufahrtsstrasse gebogen.
      Ich bin dann die Strasse entlang gefahren, bis die Häuser des "Ghettos", in dem ich untergebracht war, auftauchten.
      Nachdem ich geparkt habe gingen wir zu Fuss durch die Anlage.

      Kinder waren nirgendwo zu sehen.(wahrscheinlich auf Ferienreise oder zum Wochenende zu Hause).

      Beim "Haus Känguruh", in dem ich damals untergebracht war, angekommen, stand die Eingangstüre auf.
      Als ich im Flur eine junge Dame (wahrscheinlich eine Erzieherin) erblickte, ging ich auf die Türe zu
      und rief vorsichtig: "Hallo ".
      Die junge Frau kam sofort, und ich fragte sie, ob ich mal schauen dürfe. Ich erzählte Ihr, dass ich 1982 selbst in dieser Einrichtung war.
      Sie entgegnete mir: "Hier im Haus?", was ich mit :"Ja!" beantwortete.
      Ich sagte ihr noch, dass die Zeit hier für mich sehr schlimm war und verabschiedete mich.
      Auf dem Weg zum Auto besprach ich mit meiner Freundin ( wie schon oft in den letzten Jahren),
      warum es zu einer Einweisung kam, wie lange ich hier war, wie es nach dem Aufenthalt hier weiterging,...u.s.w.

      Zorn kam nicht auf. Traurigkeit ja!

      Ich denke, dass ich mit diesem Kapitel nun, ein Stück weit, abschliessen kann.

      Liebe Grüsse
      Sabine

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Sabneu68“ ()

      Aufsuchen meiner ehemaligen Unterbringung

      Hallo Sabine,

      Dein Aufsuchen deiner ehemaligen Unterbringung, kommt mir so bekannt vor, hatte ähnlichen Ablauf.

      Ich war 1958-1959 im Johannes Falk Haus in Heidelberg untergebracht.

      Schleiche mich vor ca. 20 Jahren mit meinem Freund per Auto die Straße entlang, stelle das Fahrzeug recht weit ab, Angst kommt, Herz rast, stehe auf der Straßenseite gegenüber, auf einer erhöhten Terrasse befinden sich 2 oder 3 Jugendliche, und eine Frau ( Pflegekraft ? )
      War ja irgendwie meine Absicht den heutigen Stand der Dinge zu sehen.
      Ging nicht, stand wie gerädert, hypnotisiert, Atemnot, die einzige fähige Möglichkeit , schnell weg hier.

      Gruß an Dich von Karlheinz
      Hallo Karlheinz,

      ich kann das so gut nachvollziehen!

      Weglaufen vor den Erinnerungen, der Angst von damals!!!

      Stimmt, auch ich schlich mehr zu besagtem Haus.-Komisch!?

      Liebe Grüsse
      Sabine

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Sabneu68“ ()

      Ein "Hallo" an alle ehemaligen Kinder der bergischen Diakonie Aprath,

      bitte meldet Euch!

      Es würde mich sehr freuen, wenn sich jemand meldet, der 1982 im
      Haus "Känguruh" war!
      Ich war von ca. April 1982 - ca. Juli 1982 dort.

      Claudia, mit Dir war ich auf einem Zimmer, Bianca, Oliver, Markus, Michael, Burkhard, Dirk,
      Thommy und Andree!
      Wie ist es Euch denn nach dem Aufenthalt hier ergangen?

      Liebe Grüsse
      Sabine

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Sabneu68“ ()

      Markus72 schrieb:

      Hallo zusammen,

      ich bin Markus und war auch im Haus Känguru...ganz grob Zeitraum '81/ '83... Ich glaube sogar, dass ich mit Olli (s.o.) mal auf der Stube war...Zimmer über'm TV-Raum; Blick Richtung Spielplatz/Wald...
      In Erinnerung sind u.a. Schwester Christa...ganz klar... ein Bruno (schwarze Locken), Zivi damals, glaub' ich... eine Betreuerin Jutta(?)... und natürlich der supergeile Abenteuerwald mit den Buden und der kultigen Holzbrücke von einer Buche zur nächsten in zehn/fuffzehn Meter Höhe :-)...großartig...!

      Ich war von 81-82 da.
      Celil ist mein Name.
      Ich glaube ich kenne dich.



      Hallo zusammen. Ich war damals im Haus Stern, kann das mit den Prügeln oder Essensentzug nicht bestätigen. Ich war von 83-85 da, etwa anderthalb Jahre lang. Einige Kinder, die auch da waren: Mike J, Markus F. Sascha P und Ulrike S. Kannte auch eine Yvonne aus dem Haus Känguru. Für mich war das damals eine echte Hilfe und eine schöne Zeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Oliver P.“ ()

      Hallo Oliver P.,

      ich freue mich, dass Du Dich hier gemeldet hast.

      Ist das Haus Stern auch in den Gebäuden gewesen in denen das "Haus Känguruh",auch heute noch, ist?

      Oder war das eines der Gebäude, die an der Zufahrtsstrasse lagen?

      Ich war im Frühjahr/Sommer 1982 im Haus Känguruh!

      Eine "Yvonne war zu meiner Zeit nicht da!

      Die Kinder/Jugendliche die zu meiner Zeit dort waren hiessen:

      Oliver, Markus, Bianca, Michael, Burkhard, Claudia, Dirk, Andree und Thommy(Thomas)

      Bitte melde Dich wieder!

      Liebe Grüsse
      Sabine