Zwangsadoptionen DDR

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      Zwangsadoptionen DDR

      Hallo Ihr Lieben,

      einige werden schon von mir gelesen haben.
      Falls nicht, dann stelle ich mich kurz vor.

      Mein Name ist Katrin Behr und ich komme aus der ehemaligen DDR, wo ich meiner leiblichen Mutter staatlich entzogen und zur Adoption (ohne Einwilligung der leibl. Mutter) freigegeben wurde. Sie benahm sich damals nicht im Sinne des DDR-Staates.

      Auf Grund meiner Geschichte und meiner Akte im Jugendamt beschäftige ich mich mit dem Thema seit vorigem Jahr und gründete die Internetseite zwangsadoptierte-kinder.de

      Im Februar 2008 rief ich unseren Verein "Hilfe für die Opfer von DDR-Zwangsadoptionen e.V." ins Leben, der sich nicht nur um die Themen von Adoptionen beschäftigt, sondern auch mit Kind/er-wegnahmen durch Heimaufenthalte beschäftigt. Nicht alle staatlich weggenommenen Kinder wurden zur Adoption freigegeben.


      Ich wünsche allen einen schönen Tag :)

      LG Katrine

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Katrine“ ()

      Übrigens ist das Thema "Zwangsadoption" kein einzigstes DDR-Thema.
      Zwangsadoption gibts in der ganzen WELT von brutaler Wirkungsweise .
      Wer immernur sagt "Zwangsadoption" sei ein reines DDR-Thema,hat von dem BRD-Regime (fast wie DDR) keine Ahnung.
      Ich habe es auch nie geglaubt das es das in BRD geben kann ,bis zu dem Tage wo ich meine Akten eingesehn habe und es in Stasimanier geschrieben wurde und es auch tatsächlich so durchgeführt wurde wie in der DDR.
      Das meine L-Mutter nicht erschossen wurde , wegen Fahnenflucht ist das ein zigste was anders war.Sonst ist alles genau wie in den DDR-Akten der Stasi beschrieben.
      Ich kann diese ewigen Diskusionen über die Gute BRD und BÖSE DDR nicht mehr lesen.Beides war schrecklich...
      Zwangsadoption heisst ja nichts weiter als das der Staat zwangsweise die Kinder wegnahm und sie in andere Familien steckte zum Widerwillen jeglicher eltern.
      DAS gibts WELTWEIT und nicht nur in der DDR.

      Bye For now!

      =)
      Erläuterung für die User von imheim.eu

      Die Userin hat über die Zeit große Teile ihre Adoptionsgeschichte veröffentlicht. Es bleibt ihr überlassen diese im Zusammenhang dieser Community vorzustellen oder nicht.

      Der unterzeichnende User hat über die Zeit die vielen Fragmente
      der von dieser Userin in einem öffentlich zugänglichen Forum zusammengetragen und sich ein eigenes Urteil über die Glaubhaftigkeit der Erzählungen dieser Userin gemacht.

      Über alles andere mag man sich bitte selbst ein Bild machen.

      Ich persönlich halte es für unverantwortlich, das Thema Zwangsadoption in der DDR durch m.e. wenig glaubhafte und auf besondere "Art und Weise" vorgetragenen "Pseudo-Adoptionsgeschichten" zu verwässern. Hier heischen m.e. Personen um Aufmerksamkeit die sie in diesem Kontext nicht verdient haben.

      Deren Problem liegt m.e. auf einer ganz anderen Ebene und sie sollen doch bitte nicht dauernd versuchen, sich unberechtigerweise ein Stück "öffentl. Aufmerksamkeit" von einem Kuchen abzuschneiden, zu dem sie gar kein Bezug haben.

      wolke

      Zwangsadoptionen DDR

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      Zwangsadoptionen DDR

      QUELLE: ZEIT ONLINE @ http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-04/adoptionen-ddr-kinder-bundestag-petition-aufarbeitung

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      Adoptionen

      DDR-Zwangsadoptionen beschäftigen den Bundestag

      Das DDR-Regime hatte zahlreichen Familien ihre Kinder entrissen. Ein Verein fordert den Bundestag nun auf, die Zwangsadoptionen aufzuarbeiten.

      5. April 2018, 20:28 Uhr / Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, sk / 114 Kommentare [über 4 bis 5 Tage seit der Veröffentlichung des Artikels]

      [ Foto einer Demonstrationsteilnehmerin vor dem Brandenburger Tor ]
      Eine Teilnehmerin einer Demonstration zum Thema "Vergessene Opfergruppen des DDR-Regimes fordern Aufarbeitung" steht vor dem Brandenburger Tor in Berlin. (Archivbild) © Jörg Carstensen/dpa

      Die Interessengemeinschaft gestohlene Kinder der DDR hat im Bundestag eine Petition mit der Forderung nach einer sogenannten Clearingstelle zum Thema Zwangsadoptionen überreicht. Das Unrecht müsse aufgearbeitet werden, sagte der Vorsitzende des Leipziger Vereins, Andreas Laake. Der Petitionsausschuss des Bundestags werde sich nun mit den Forderungen befassen. Dazu gehört auch ein Rechtsanspruch auf staatliche Unterstützung.

      Ein Autokonvoi mit rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war am Mittwoch in Dresden gestartet. Unter dem Motto "Fahrt für Gerechtigkeit" fuhren sie nach Berlin und übergaben dort die Petition. Der Verein, der nach eigenen Angaben rund 1.500 Mitglieder hat, geht von 300 bis 400 Fällen aus, in denen Kinder ihren leiblichen Eltern auf Druck des DDR-Regimes entzogen wurden.


      Kaum Möglichkeiten, Kinder zu finden

      Frank Schumann, ein Vertreter des Vereins, sagte tagesschau24, es habe sich häufig um Eltern gehandelt, die nach Lesart des SED-Regimes "politisch unliebsam" waren. Die Kinder seien gleich nach der Geburt für tot erklärt und ohne Wissen der leiblichen Eltern zur Adoption an regimetreue Paare weiter vermittelt worden.

      Für die Betroffenen sei es bis heute noch kaum möglich, mehr über den Verbleib ihrer Kinder zu erfahren: "Wenn Sie heute bei einer Adoptionsstelle anfragen, ob Unterlagen vorliegen und Sie diese einsehen möchten, sagt die Adoptionsstelle zum Schutz des Kindes, wir können Ihnen keine Unterlagen geben."

      Deshalb fordert der Verein in seiner Petition auch eine gesetzliche Auskunftspflicht für alle Adoptivstellen sowie die Verlängerung von Aufbewahrungsfristen für Akten in Geburtskliniken


      Valide Zahlen liegen noch nicht vor

      Die Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur hatten vor Kurzem gefordert, jede Zwangsadoption müsse aufgeklärt werden. Bislang gebe es aber keine seriösen Belege für systematische und flächendeckende Adoptionen gegen den Willen von Kindern und Eltern aus politischen Gründen. "Ungeachtet dessen bleibt jeder einzelne Fall eine Tragödie." Bis heute seien nur wenige Einzelfälle belegt.

      Kürzlich war eine Vorstudie zur Dimension politisch motivierter DDR-Adoptionsverfahren zwischen 1966 und 1990 veröffentlicht worden. Aus Sicht der Landesbeauftragten ist die dortige Zahlenschätzung "völlig verfrüht". Notwendig sei eine wissenschaftliche Erforschung.

      Der Vorsitzende des Petitionsausschusses, Marian Wendt (CDU), kündigte in der Leipziger Volkszeitung an, er wolle mit der Petition eine politische Debatte über das lange verdrängte Thema anstoßen. Neben dem Interesse der Opfer, ihr Schicksal aufzuklären, müsse "diese dunkle Seite der DDR-Vergangenheit endlich aufgearbeitet werden". Es sei "vielleicht eines der letzten großen Kapitel des DDR-Unrechtsstaates", sagte der CDU-Politiker.

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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Zwangsadoptionen DDR

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      ARD - Das ErstePlanetwissen

      QUELLE: https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/familie/adoptivkinder/pwieentrissenzwangsadoptioneninderddr100.html

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      Adoptivkinder

      Entrissen - Zwangsadoptionen in der DDR


      [ Stand: 02.08.2016, 10:00 Uhr ]

      Am frühen Morgen des 7. Februar 1972 in Gera, Thüringen: Ein Hämmern an der Tür reißt die vierjährige Katrin Behr, ihren Bruder und ihre Mutter aus dem Schlaf. Männer in dunklen Mänteln drängen die Familie aus der Wohnung zum nahen Marktplatz. Dort warten zwei Dienstwagen, um die Mutter mitzunehmen. Die kleine Katrin hängt sich verzweifelt an das Bein ihrer Mutter, will sie nicht gehen lassen. Die Mutter verspricht noch: "Wir sehen uns heute Abend wieder." Dann fährt das Auto los.

      "Asoziales Verhalten"

      Wie viele Fälle von Zwangsadoptionen es in der DDR gegeben hat, ist bis heute nicht völlig geklärt. Nach dem Strafgesetzbuch (StGB) der DDR können Eltern, die die "öffentliche Ordnung durch asoziales Verhalten" gefährden, bis zu zwei Jahren ins Gefängnis gesperrt werden. Der Staat kann ihnen die Kinder entziehen und sie sogar zur Adoption freizugeben.

      Genau so ergeht es Katrin Behrs Mutter. Sie ist alleinerziehend, hat keinen richtigen Beruf erlernt, ihre zwei Kinder sind von verschiedenen Vätern. Ihre Schwestern flohen noch 1961 in den Westen, bevor die Mauer fertig gebaut war. Bei einem Wutausbruch spricht sie ebenfalls von "Abhauen".

      In den Augen des Staates lebt Katrins Mutter ein Leben, das der sozialistischen Norm und dem Ideal der DDR widerspricht. Daher steht sie unter besonderer Beobachtung der Behörden. Um Rücksicht auf ihre Kinder zu nehmen, weigert sie sich, Arbeiten im Schichtbetrieb anzunehmen. Zwischen 1960 und 1989 wurden etwa 130.000 von insgesamt 280.000 politisch Verurteilten nach Paragraf 249 StGB – dem Asozialenparagraphen – schuldig gesprochen. Die Kinder der Inhaftierten wurden entweder zu Verwandten gegeben, in Heimen untergebracht oder zur Adoption freigegeben.


      Alleine im Heim

      Katrin und ihr Bruder kommen ins Heim. Der Oma wird jeglicher Kontakt mit Katrin verboten, um ihre Erziehung "zur sozialistischen Einstellung zum Leben und zur Arbeit" nicht zu gefährden. Dies ist das oberste Ziel der Kindererziehung in der DDR, festgehalten in Paragraf 42 des Familiengesetzbuches. Nach kurzer Zeit meldet ein Hausmeisterehepaar Interesse an, Katrin bei sich aufzunehmen. Der Versuch endet nach einer Nacht. Katrin möchte zurück zu ihrem Bruder. Als sie wieder ins Heim kommt, ist er allerdings verschwunden – versetzt in ein anderes Heim. Damit sind auch die letzten Verbindungen zu Katrins Vergangenheit gekappt.

      Alle Adoptionen in der DDR waren sogenannte Inkognito-Adoptionen. Kontakte zwischen Adoptiveltern und leiblichen Eltern waren weder vorgesehen noch erwünscht. Die Kinder sollten "neu anfangen" – und neu erzogen werden.


      Staatskonforme Erziehung

      Nach einem weiteren misslungenen Adoptionsversuch einer Ärztin bekommt die sechsjährige Katrin noch eine letzte Chance, in einer Familie und nicht im Heim aufzuwachsen. Katrins neue Mutter ist Lehrerin und Parteisekretärin der SED. Und damit prädestiniert, die "wilde" Katrin zu zähmen und sie im Sinne des Ministeriums für Volksbildung staatskonform zu erziehen. Dieses Ministerium war auch für Adoptionen zuständig und wurde von Margot Honecker geleitet.

      1975 machte der Spiegel das erste Mal einen Fall von Zwangsadoption in der DDR bekannt. Es handelte sich um die Familie Grübel, die versucht hatte, im August 1973 mit ihren beiden damals drei und vier Jahre alten Kindern in die Bundesrepublik zu flüchten. Sie wurden gefasst und zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Während die Eltern 1975 von der Bundesrepublik freigekauft wurden, blieben die Kinder in der DDR. Sie wurden von einem DDR-Ehepaar aufgenommen und Ende 1975 adoptiert. Die Grübels sahen ihre Kinder erst 17 Jahre später wieder.


      Margot Honecker: "Eltern lassen Kinder im Stich"

      Der Artikel des Spiegel führte zu einem Eklat zwischen den beiden deutschen Staaten. Der damalige bayerische Ministerpräsident Alfons Goppel (CSU) sagte den Antrittsbesuch des neuen Bonner DDR-Vertreters Michael Kohl gleich wieder ab. Die Staatsführung der DDR wies den Bericht weit von sich. Um das gerade im Aufbau befindliche deutsch-deutsche Verhältnis nicht zu belasten, versuchten beide Seiten, die unangenehme Geschichte unter den Teppich zu kehren. Erfolgreich – bis 1991.

      Im Frühjahr 1991 fand Markus Zimmermann, CDU-Bezirksstadtrat für Jugend und Familie in Berlin-Mitte, in Zeitungspapier eingewickelte Akten mit brisantem Inhalt. Aus diesen Akten ging hervor, dass die DDR Mitte der 1970er Jahre Kinder, deren Eltern als "politisch unzuverlässig" eingestuft worden waren, zur Zwangsadoption freigegeben hatte. Eltern, die bei der Republikflucht verhaftet worden waren oder die Ausreiseanträge gestellt hatten, wurden die Kinder entzogen. Nach der Wiedervereinigung gab es einige Strafanträge gegen Margot Honecker. Direkte Anweisungen von ihr an die Jugendhilfen ließen sich jedoch nicht nachweisen.

      Margot Honecker sagte dazu in einem Fernsehinterview im Herbst 2011: "Es gab keine Zwangsadoption. Mich haben diese Fälle eher immer gerührt, wenn Leute auf diese verantwortungslose Weise ihre Kinder im Stich gelassen haben. Dass die Kinder dann ins Heim aufgenommen werden mussten und ohne Eltern waren und nicht wussten, warum. Den Kindern ist es meistens gut gegangen nachher."


      Zweifel machen sich breit

      Katrin Behr geht es in ihrer Adoptivfamilie tatsächlich gut – zumindest äußerlich. Halt sucht und findet sie bei ihrem Adoptivvater und der neuen Oma. Ihre Adoptivmutter bleibt zurückhaltend und gibt ihr nie das Gefühl, wirklich ihre Tochter zu sein. Als Katrin zehn ist, bekommen ihre Adoptiveltern noch einen eigenen Sohn. Sie arrangiert sich mit ihrer neuen Rolle als große Schwester. Doch der Wettbewerb um die Gunst der Stiefmutter bleibt.

      Mit zwölf Jahren stellt sie zum ersten – und einzigen – Mal die Frage, die ihr jeden Tag durch den Kopf geht: Was ist mit meiner richtigen Mama? Sie erhält als kurze, ruppige Antwort, dass ihre Mutter zu viel gefeiert und verschiedene Männer gekannt habe. Daher seien die beiden Kinder ins Heim gekommen. Ihre Adoptivmutter gibt ihr zu verstehen, dass dies ein Tabuthema sei. Katrin fällt in eine tiefe Identitätskrise. Sie fühlt sich gefangen in ihrer Adoptivfamilie, denkt sogar an Selbstmord.

      Auch wenn Katrin versucht, an dem positiven Bild ihrer leiblichen Mutter festzuhalten – die Zweifel sind gesät. Vielleicht war ihre Mutter ja wirklich unzuverlässig und hat sie im Stich gelassen? Warum hat sie ihr Versprechen, am Abend wiederzukommen, nicht gehalten? Vielleicht war sie selbst ja schuld daran, dass ihre Mutter nicht mehr zurückwollte?


      Wiedergefunden

      Da sich Katrin Behr nie wirklich zugehörig fühlt, verlässt sie ihr Adoptivelternhaus so schnell wie möglich. Sie heiratet mit 19 und hat mit 24 Jahren zwei Kinder. Nach der Wiedervereinigung findet sie die Adresse ihrer leiblichen Mutter heraus und trifft sie wieder – nach fast 20 Jahren Trennung. Schnell empfindet Katrin eine innere Verbundenheit, die sie bei ihrer Adoptivmutter immer vergeblich gesucht hat. Und trotzdem lassen sich die vergangenen 20 Jahre nicht ungeschehen machen. Zweifel an ihrer Mutter und ob sie wirklich alles dafür getan hat, zu ihren Kindern zurückzukommen, nagen an ihr. Dass sie die Adoptionsakte hätte einsehen können, um mehr über die Geschichte ihrer Mutter zu erfahren, weiß sie mit 24 noch nicht.

      Ehemalige DDR-Mitarbeiter entscheiden immer noch

      Rechtlich sind Zwangsadoptionen mit "normalen" Adoptionen gleichgestellt, da im Einigungsvertrag versäumt wurde, Zwangsadoptionen als schwere Menschenrechtsverletzungen zu kennzeichnen. Die Täter haben offiziell keine Gesetze gebrochen. Daher unterliegen alle Adoptionsakten bundesdeutschem Archivrecht und sind damit für 60 Jahre geschlossen. Adoptierte Kinder und ihre Adoptiveltern haben die Möglichkeit, Kontakt mit den leiblichen Eltern aufzunehmen. Umgekehrt gilt dies nicht.

      Das Akteneinsichtsrecht wird jedoch eingeschränkt, wenn persönliche Belange der beteiligten Personen entgegenstehen. Das kann der Fall sein, wenn Informationen über die leiblichen oder Adoptiveltern in der Akte stehen, die nichts mit der Adoption zu tun haben, aber für die Aufarbeitung der Lebensgeschichte wichtig wären – wie bei Katrin Behr die Geschichte ihres Bruders. Dies einzuschätzen liegt im Ermessen des zuständigen Sachbearbeiters.

      Da jedoch auch heute noch ehemalige Mitarbeiter der DDR-Jugendhilfe in den verantwortlichen Positionen der Adoptionsvermittlung sitzen, die teilweise mit Informationen geizen, ist es für Betroffene manchmal schwierig, die gesamte Lebensgeschichte zu rekonstruieren und damit zu verstehen.

      Betroffene wie Katrin Behr kritisieren, dass viele Adoptierte mit dem Verweis auf Datenschutz und Persönlichkeitsrechte von Dritten keinerlei Kopien aus ihrer Adoptionsvermittlungsakte erhalten, obwohl diese leicht, wie zum Beispiel bei Stasi-Akten, durch Schwärzungen geschützt werden könnten.


      Die Mutter nahm Einzelhaft in Kauf

      Erst mit Anfang 40 fordert Katrin Behr Einsicht in ihre Adoptionsakte. Und findet heraus, dass ihre Mutter der Adoption nie zugestimmt hat, dass sie sich weigerte, die Unterlagen zu unterschreiben und damit sogar verschärfte Einzelhaft in Kauf nahm. Nachdem sie all das gelesen hat, kann Katrin Behr ihre Mutter als Opfer anerkennen und ihr vergeben, sie alleine gelassen zu haben.

      2008 gründete Katrin Behr den Verein OvZ-DDR e.V. (Hilfe für die Opfer von DDR-Zwangsadoptionen e.V.) in Gera. Weit über 1000 Suchanfragen hat Behr bereits registriert. Auch hauptberuflich beschäftigt sie sich mit dem Thema: Behr ist Fachberaterin für DDR-Zwangsadoptionen in Deutschland bei der UOKG (Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft e.V.), gefördert vom Landesbeauftragten für Stasi-Unterlagen in Berlin.

      Bis heute kämpft sie unter anderem dafür, dass Zwangsadoptierte ein Recht auf Entschädigung erhalten, obwohl sie im Einigungsvertrag nicht als Opfer der DDR-Diktatur anerkannt wurden. Immerhin konnten Zwangsadoptierte, die im Heim waren, noch bis Ende 2014 einen Antrag auf Entschädigung beim "Hilfsfonds für ehemalige DDR-Heimkinder" stellen.

      [
      https://www.planet-wissen.de/geschichte/ddr/das_leben_in_der_ddr/pwiealltaginderddr100.html ]

      [
      https://www.planet-wissen.de/geschichte/ddr/index.html ]

      [
      http://www.ovz-ddr.de/ and http://www.ovz-ddr.de/Impressum ]

      [ Gespräche mit Politikern @
      http://www.ovz-ddr.de/Gespraeche-mit-Politkern ( unter anderen befindet sich dort auch ein Foto: Katrin Behr mit Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Kanzlerin Merkel - Katrin Behr“ (dort auch vergrößerbar!) ) ]

      Stand: 02.08.2016, 10:00 Uhr

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      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

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      Zwangsadoptionen DDR (das Stehlen und die gewaltsame Wegnahme und Weggabe von Kindern an andere Eltern - oder an Heime)

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      Bezüglich dem von Staat und Kirchen betriebenen Stehlen von Kindern und Kindesentführungen im letzten Jahrhundert:


      Hallo Boardnutzer »Widerstand«

      This may interest not only you, but also many other people in similar situations:


      [1969] Child stealing criminal trial in Spain [2018]:

      "WORLD | EUROPE

      Spain’s ‘Stolen Babies’ Trial Explores a Franco Legacy

      A gynecologist stands accused of abducting a baby almost 50 years ago, in the first trial over an allegedly extensive conspiracy to steal infants"

      THE WALL STREET JOURNAL (26.06.2018) @ https://www.wsj.com/articles/spains-stolen-babies-trial-explores-a-franco-legacy-1530023611

      "Inés Madrigal [the stolen child] arrives at the Provincial Court in Madrid on Tuesday [24.06.2018], on the first day of the trial against Dr. Eduardo Vela, who stands accused of snatching a baby in 1969."

      [ ein langer diesbezüglicher relevanter Bericht in englischer Sprache ! ]

      Vielleicht gibt es ja demnächst auch mal Berichte bezüglich solchen Angelegenheit in deutscher Sprache in den deutschen Medien; und auch Berichte bezüglich solchen Geschehen in Deutschland, sei es in der damaligen DDR oder auch in den damaligen alten Bundesländern (BRD).



      Hier schon mal ein diesbezüglicher Bericht in deutscher Sprache aus der Schweiz über den Fall der gerade jetzt in einem spanischen Kriminalgericht verhandelt wird:

      QUELLE: 20 Minuten / Tamedia AG @ http://www.20min.ch/panorama/news/story/Prozess-um-gestohlene-Babys-in-Franco-Diktatur-13717108

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      Arzt vor Gericht

      26. Juni 2018 21:07; Akt: 26.06.2018 21:07 Print


      Franco-Babys wühlen Spanien auf

      In Spanien hat der Prozess um den Kinderraub während der Franco-Diktatur begonnen. Vor Gericht steht ein Arzt, der gestohlene Babys an kinderlose Familien verkaufte

      In Spanien steht seit Dienstag erstmals ein früherer Arzt vor Gericht, der unter Diktator Francisco Franco am Diebstahl von Babys beteiligt gewesen sein soll. Dem ehemaligen Gynäkologen Eduardo Vela werden Urkundenfälschung, Freiheitsberaubung und illegale Adoption vorgeworfen.

      Der 85-Jährige traf am Vormittag vor dem Gericht in Madrid ein. Er soll 1969 in einem Madrider Spital die Geburtsurkunde der Klägerin Inés Madrigal gefälscht und ihre Adoptivmutter als ihre leibliche Mutter eingetragen haben. Madrigal erfuhr erst im Alter von 18 Jahren bei einem Gespräch mit ihrer Mutter, dass sie adoptiert worden war.


      Schwangerschaften vortäuschen

      2010 las die Frau zufällig einen Zeitungsartikel, in dem von den «gestohlenen Babys» während der Franco-Diktatur die Rede war. Im Bericht wurde die Klinik, in der sie selber geboren worden war, als Haupttatort erwähnt. «In dem Moment fühlte es sich wie eine Ohrfeige an. Ich dachte ‹Oh mein Gott, das könnte ja mich betreffen›», erzählte Madrigal dem Sender La Sexta.

      Eine Recherche zeigte dann: Ihre Geburtsurkunde, unterschrieben von Dr. Eduardo Vela, war gefälscht. Bei weiteren Gesprächen mit ihrer Mutter erfuhr sie, dass Vela systematisch Neugeborene gestohlen und an kinderlose Familien verkauft hatte. «Er hatte meiner Mutter damals sogar vorgeschlagen, eine Schwangerschaft mit Kissen vorzutäuschen.» Den leiblichen Eltern der Babys sagte der Arzt, ihr Kind sei kurz nach der Geburt gestorben.


      Bis zu 300'000 gestohlene Babys

      Historiker und Aktivisten gehen davon aus, dass während der faschistischen Herrschaft Francos (1939–1975) rund 300'000 Babys ihren leiblichen Eltern weggenommen wurden.

      Unter Franco war es ab 1940 erlaubt, Eltern aus ideologischen oder moralischen Gründen ihre Kinder wegzunehmen. Ab den 50er-Jahren sollen dann auch Neugeborene unverheirateter oder armer Eltern in Geburtskliniken den Müttern weggenommen und an regimetreue Familien weitervermittelt worden sein. Die ersten Fälle wurden erst nach dem Jahr 2000 bekannt.

      «Ich kann mir vorstellen, dass wir täglich solchen Kindern, heute erwachsene Menschen, auf der Strasse begegnen», sagt Inés Madrigal.

      (kle/afp)

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      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Zwangsadoptionen DDR (das Stehlen und die gewaltsame Wegnahme und Weggabe von Kindern an andere Eltern - oder an Heime)

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      Kindswegnahme; Kindesentführung; Kinderklau; Babys und Kleinkinder als lukrative Ware; Kinder und Jugendliche jeglichen Alters werden gestohlen und verschlept; Menschenhandel
      auch in Deutschland damals sowie auch heute :


      systembedingt / politisch motiviert / zur Umerziehung / zur religiösen Erziehung / zur Arbeitsausbeutung / zur paramilitärischen Ausbildung / als Sexsklaven

      und
      auch in vielen anderen Ländern der Welt damals sowie auch heute :


      DOKUMENTIERT auf der Webseite netzfrauen @ https://netzfrauen.org/2017/03/06/gestohlene-kinder, wo es einleitend heist :

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      6. März 2017

      Grausamer geht es wohl nicht mehr! Gestohlene Kinder – Kindesraub ist gängige Praxis weltweit! – CHILDREN STOLEN | FORCED ADOPTION
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      und insbesondere, was Deutschland betrifft,
      DOKUMENTIERT auf der Webseite des Vereins Kinder sind Menschen e.V. @
      http://www.kindersindmenschen.com/ :


      Impressum und Satzung für den Verein Kinder sind Menschen e.V. und seine Webseite @ http://kindersindmenschen.com/impressum.html :

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      Verein Kinder sind Menschen e.V.
      Postadresse: Postfach 1306
      85703 Unterschleißheim
      [ Unterschleißheim ist eine Stadt und die größte Kommune im oberbayerischen Landkreis München ]

      Vorstand: Helmut Poggemeier (1.Vorsitzende)
      Walter-Eucken-Str. 8
      85716 Unterschleißheim

      Vereinsregister München VR204470

      Verein Kinder sind Menschen e.V.
      Vorstand: Richard Moritz
      Schatzmeister: Frau Wenger

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