Heimkinder in der DDR

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      Marf schrieb:

      Ich glaube, daß Heime nur funktioniren, weil die Bewohner sich unneins sind und einander nicht vertragen und trauen können.
      Dafür wird gesorgt, wie auch immer, wenn die Heimkinder zusammen halten würden, wären sie nicht mehr steuerbar und damit eine Gefahr.
      Ich habe persönlich erlebt wie Freudschaften zerstört wurden.

      Außerdem solte jeder mal darüber nachdenken ob er nur scheiße behandelt wurde oder wie er selber mit Kleinen, Schwächeren, Neuzugängen, Bettnäßern usw. umgegangen ist.
      Die Meißten werden wohl ein schlechtes Gewissen haben, ich habe jedenfalls eins!
      Und es tut mir heute noch leid was ich getan habe, aber ich war jung und Alle waren so.

      Wenn Jemand aber in seiner Zeit im Heim ein Engel war hat er meinen vollsten Respeckt verdient !


      Für Diese Zuschrift hast Du meinen höchsten Respekt; ich danke Dir sehr für Deine Ausführungen. Wie Du selber schreibst, ist so viel ehrlich gehaltene Einsicht leider selten, aber wenn jemand dann doch solche Worte findet, so wie Du, das darfst Du mir glauben, verfehlen sie auch nicht ihre beabsichtigte Wirkung. Ich wünsch Dir was! Mach's gut!

      Heimzögling schrieb:

      Scheiß-Typen von damals, die jetzt also ebenfalls Fond-Geld abgestaubt haben, werden dadurch nicht glücklicher;

      Du bist demnach ein guter Typ von damals, der jetzt ebenfalls Fond-Geld abgestaubt hat und wirst damit nicht glücklich. Habe ich das jetzt richtig verstanden?
      Dass Du unter anderen Heimkindern leiden musstest, kann Dir niemand mehr ungeschehen machen, was zu akzeptieren mehr als bitter ist.
      Die gezahlten Gelder sind eine Anerkennung des Leids gewesen und wurden unabhängig des erlittenen Unrechts gezahlt. Diesen Anspruch ein besonderes Opfer gewesen zu sein, kann man und muss man sich leider Einklagen, was Zeit und Nerven aufwendig ist.

      Ich persönlich begrüßte übrigens die Entscheidung jedem ehemaligen Heimkind diese 10 000 Euro zu bezahlen. Hätte mir darüber hinaus gewünscht, wenn es eine nachweisliche Schädigung gegeben hat, dass diesen eine lebenslange Opferrente zustünde. Leider haben wir Heimkinder uns in Uneinigkeit treiben lassen und unser reflexartiges Misstrauen tat dass seinige. Das Ergebnis sind diese Fond´s, die nicht der Gerechtigkeit dienen sollten und wollten.

      Marf schrieb:

      Die Meißten werden wohl ein schlechtes Gewissen haben, ich habe jedenfalls eins!

      Ein Gewissen zu haben macht Dich zum Menschen.
      Die ganze Heimkindergeschichte wurde von Menschen ohne Gewissen verursacht
      und ebensolche haben eine Entschädigung bis heute verhindert.
      An: johann.berger1954:


      (Heimzögling:) Scheiß-Typen von damals, die jetzt also ebenfalls Fond-Geld abgestaubt haben, werden dadurch nicht glücklicher; ...

      Du bist demnach ein guter Typ von damals,...

      Schielst Du? Hast Du Augenkrebs? Lern‘ gefälligst mal lesen, Type. Zu keinem Zeitpunkt habe ich mich jemals als etwas „Gutes“ oder gar Besseres bezeichnet, ganz im Gegenteil: Lies das bei Bedarf gefälligst nach! Trotz alledem und dessen unbeschadet: Die damaligen Scheiß-Typen waren halt welche. Gegenfrage: Warst Du etwa auch so einer? Und wenn schon. Mir egal, interessiert mich einen Dreck. Hast Du Knete abgestaubt? Sei auch Dir gegönnt. Es ging mir um Gerechtigkeit, den Sinn dafür, sowie ums Gewissen - letzteres natürlich nur, falls vorhanden, zu keinem Zeitpunkt jedoch um Neidhammelei. Ich bezweifle freilich, daß du das alles raffst.

      … der jetzt ebenfalls Fond-Geld abgestaubt hat und wirst damit nicht glücklich.

      Nochmals: Lern‘ gefälligst lesen. Mein eigenes Glück – oder auch Unglück - geht dich einen Dreck an. Mit ging's vor allem darum, daß sich bei dem/der einen oder anderen in späteren Lebensjahren womöglich bis hoffentlich das Gewissen - so verhanden - melden und er/sie sich daran erinnern möge, was er/sie anderen Kindern Böses angetan hat und dem/der Betreffenden klar sein möge, daß ihm/ihr die Knete nicht zusteht. Kapierst du offenbar nicht. Reprise: Ein Scheißkerl wird kaum glücklicher dadurch, daß er Knete abstaubt. Und: Wenn du dich partout um Krempel kümmern willst, dann meinethalben um deinen eigenen; um meinen kümmere ich mich exklusiv; kapiert?

      Habe ich das jetzt richtig verstanden?

      Nein. Reprise der Reprise: Lern‘ lesen und kapieren.

      Dass Du unter anderen Heimkindern leiden musstest, kann Dir niemand mehr ungeschehen machen, was zu akzeptieren mehr als bitter ist.

      Einen Scheiß muß ich „akzeptieren“, kapiert?

      Die gezahlten Gelder sind eine Anerkennung des Leids gewesen und wurden unabhängig des erlittenen Unrechts gezahlt. Diesen Anspruch ein besonderes Opfer gewesen zu sein, kann man und muss man sich leider Einklagen, was Zeit und Nerven aufwendig ist.

      Hirnkrebs, hä??? Hab‘ genau das vorher doch selber noch ausgeführt gehabt!

      Ich persönlich begrüßte übrigens die Entscheidung jedem ehemaligen Heimkind diese 10 000 Euro zu bezahlen.


      Was oder wen du „persönlich begrüßt“ oder verabschiedet hast, interessiert mich nicht. Ich wiederhole mich permanent…

      Hätte mir darüber hinaus gewünscht, wenn es eine nachweisliche Schädigung gegeben hat, dass diesen eine lebenslange Opferrente zustünde.

      Jau… So, so... "hättest du" also, ja... Wünsch‘ dir dies, und wünsch‘ was… tralala…

      Leider haben wir Heimkinder uns in Uneinigkeit treiben lassen…

      1.: Ein „Wir“ unter Heimkindern gibt es nicht und hat es als solches noch niemals gegeben; kapiert? Liegt garantiert auch an Typen wir dir. 2.: In besagte „Uneinigkeit“, die niemals existiert hatte, hatten wir uns folglich auch noch niemals hineintreiben lassen können. Auf 1 + 2 lege ich gerade dir gegenüber höchsten Wert, kapiert?!

      … und unser reflexartiges Misstrauen tat dass seinige.

      Blödsinn: Das war und ist kein Reflex. Du bist mein Beleg dafür, denn dir Type traue ich in keiner Weise über den Weg.

      Das Ergebnis sind diese Fond´s, die nicht der Gerechtigkeit dienen sollten und wollten.

      1.: Möglich. 2.: Mir wurscht. So what.
      @Marf
      Dann war ich der „Engel“…der den Du hier glaubst vergeblich zu suchen. Denn ich war gerade 6 Jahre alt und sollte in ein Waisenhaus kommen. Aber doch, na es gab keinen freien Platz und so hat man mich nach Bräunsdorf verbracht. Nach 45 Jahren/ beim Treffen 2013, erzählte eine Frau….Sie war ehemalige Lehrerin, dass Sie sich an mich erinnert ohne das ich Ihr ein Wort sagte, Sie hat mich einfach so erkannt. Genau diese ehemalige Lehrerin hat mir die Geschichte meiner Falscheinweisung erzählt, im Beisein ehemaliger Bräunsdorfer. Und es gab diese Kinder…ich habe nicht geschlagen, ich habe bis heute nicht geklaut oder andere Dinge vollbracht welche eine Einweisung gerechtfertigt hätten. Und doch war ich politisch aktiv, da mir dies meine Omi vorgelebt hat. Ich habe mir Gedanken zu meinem Leben gemacht…. Und doch, ich kann nur für meine Einweisung nach Bautzen etwas, da ich hier alt genug war…wenn ich doch bereit gewesen wäre meine politische Einstellung nicht zu Leben. Und 17 Jahre Institution halten mich nicht davon ab, meinen Freundeskreis so zu sortieren, dass ich den guten und schlechten Menschen für mich vorsortiert habe. Denn ich bin keiner von denen, die jährlich auf irgendwelchen Treffen bis hin nach Torgau reisen, Tätowiert bis an die Stirn um sich dann auch noch zu rühmen wer der stärkste war. Ich war und bin….keiner von DENEN! Bin nicht besser, nicht schlechter, aber war nicht einer…
      @johann.berger1954
      Genau aus diesem Grund den Du hier so schön benennst…eine lebenslange Opferrente für alle Ehemaligen, egal ob Ost oder West, jene Menschen deren bis ins heute eine Schädigung davongetragen haben. Und wie Du…so schätze ich Dich ein weisst, das Land Thüringen ist hier Vorreiter und gibt keine Ruhe bei Verhandlungen mit dem Bund. Sicher wird man hier an Hand der Aktenlage/Einbringung wieder entscheiden müssen, wer, wem, was zusteht…aber es wird etwas kommen. Es bedarf einfach nur Zeit und die nötige Kraft sich all der Mühe zu stellen.

      Und wen es interessiert, Thorsten W. ist nun auch seit August ordentlich rehabilitiert und erhält seine Opferrente. Die Ablehnung kam sofort vom LA Meiningen, vom LG Erfurt und die Zustimmung und das endgültige Urteil kam im August vom OLG Jena. Alles im Allem waren es 3 Jahre, 17 Schreiben und sehr viel Hoffnung mit einem positiven Ausgang. Kein Kampf ist verloren.

      Und im Augenblick…
      Das Wort „Opferrente“ klingt doch eigentlich sehr gut! Aber….dies ist eine einzige Farce. Es ist demnach keine Opferrente wie man irrtümlicher Weise annehmen könnte. Denn es ist nur eine Bezuschussung zum Lebensunterhalt, wenn Du am sozialen Abgrund lebst. Zwar bin ich rehabilitiert, jedoch gibt es keine Opferrente da ich/WIR zu viel haben. Also bedarf es auch hier eine Nachbesserung. Wobei es ja in der Familie auch schon gut zu wissen ist, dass man nicht der Verbrecher war sondern das Opfer….im redlichen Sinne.

      @Heimzögling…
      Mit Sicherheit gebe ich Dir zu manchen Gedanken zu 100% Recht, aber das Niveau legst allein Du hier fest. Du fällst in die Tür mit einigen guten Gedanken und fängst an nach allen Regeln der Kunst hier auf Worte einzuschlagen. Macht es Dich besser? Mit Sicherheit nicht. Ich verstehe den einen oder anderen Deiner Gedanken, warum sollte ein Dieb und Schläger besser gestellt sein…ABER- stell Dir doch nicht diese Endlos/Fragen, Kämpfe für Dich und suche Dir Mitstreiter mit denen Du gemeinsam etwas bewirken kannst. Leider sind wir alle Uneins…sonst hätten wir schon mehr bewirkt in diesem kurzen Abschnitt unseres Lebens. So wie sich die Vergangenheit in der Zukunft verändert hat, so sollten auch wir dies tun…Schade, wie es kommen musste.

      Widerstand schrieb:

      zeiMacer schrieb:

      Wobei es ja in der Familie auch schon gut zu wissen ist, dass man nicht der Verbrecher war sondern das Opfer….im redlichen Sinne.

      !!!


      Ich finde das sehr wichtig.
      Was würde denn früher in den Familien getan?
      Ein Kind im Heim oder Jugendwerkhof war doch schon fast eine Schande und die wahren Gründe, warum eine Einweisung erfolgte wurden unter den guten sauberen Teppich gekehrt.
      Die Familie erfuhr doch nur, daß Kind war böse, aufsaessig, hat gestohlen usw.
      Eltern selbst hatten ja nie die Schuld an der Entwicklung des Kindes.
      Erst im Erwachsenenalter konnte man es selbst aufklären.
      Als meine Frau meine Familie/Schwestern fragte...WARUM musste Uwe eigentlich all dies 17 Jahre lang ertragen und dies schon im Alter von einem Jahr/Waisenheim Weimar, ich frage Sie gerade nochmals- und jetzt sagt mir Sylvia, Deine Schwester sagte mir, Uwe war schwer Erziehbar, er hat immer mit dem Kopf auf den Fussboden geschlagen, wenn er etwas nicht bekam. Und meine älteste Schwester, Sie sagte das ich Ihrem Ansehen geschadet habe als ich wegen Wehrdienstverweigerung 24 Monate Bautzen Haus 2 zugesprochen bekam. Sie hat sich damals von mir losgesagt, offiziell bei Mitarbeitern der Staatssicherheit. Allerdings habe ich auch Ihr im Hier und jetzt verziehen. All die Groll macht einem ansonsten zu einem Unmenschen, nicht mehr lebensfähig...oder wie auch immer.
      @ansteb Du kennst mich Andy...(wirklich?), na ich denke man lernt einen Menschen niemals richtig kennen, aber Recht hast Du, ich stehe über so sehr vielen was meine Familie mir suggerieren wollte, in all den Jahren als ich nicht mehr wusste was in meiner Vergangenheit passiert ist/ich hatte es ja beinahe geschafft meine gesamte Vergangenheit zu vergessen. In den letzten Jahren erzählte mir meine Schwester immer, aber geh...Du bist mein lieblings/Bruder. Und ich Idiot sagte immer ja, wohlwissend das ich keinen weiteren Bruder habe. Als ich 2014 meine Firma verkauft habe durch meinen HWI und auf das Drängen von Sylvia…fragte mich meine Familie wie ich mir all dies weiter vorstelle.... hier begann der Uwe Mensch zu werden. Ich sagte am Telefon, ich stelle mir ein Leben ohne Euch vor. Und heute, ich bekam Post vom Anwalt und soll ein Video über meine Vergangenheit löschen, doch es gibt keine Klarnamen...also bekamen diese Lieblingsgeschwister Post von meinem Anwalt, dass mein Video auf YouTube bleibt. Ende gut, alles gut.
      WIR kennen dich anders Uwe, alias zeiler, oder zeiMacer.
      Und bei uns Bräunis gibt es ein WIR, entgegen allen Unkenrufens.
      Du gehörst dazu, für mich wie für alle ehemaligen Bräunis.
      Und WIR würden uns freuen wenn du und deine Frau es vielleicht doch schaffen im Mai 2019 dabei zu sein.
      An dieser Stelle liebe Grüsse an euch.



      Bräunsdorf -Treffen 2019
      24. - 26. Mai 2019









      Ach Andi...Krumi, ich erlebe Bräunsdorf immer und immer wieder, ich kenne es wie meine Vergangenheit... da hier aller Anfang vom Unsinn den ich vergessen möchte. Ich streife ab und an, sehe die Ruinen im Verfall seiner selbst und freue mich innerlich wie ein Kind vor der Kerze am Heilig Abend. Für mich ist es wichtig den Absprung zu finden, ich möchte Mauern nicht als Heiligtum Wissen. Aber sicher kommen wir zum nächsten Treffen...werden bis auf die Menschen nichts sehen was von Wert. Ich habe mir ein Ziel gesetzt, ich arbeite mit Menschen denen ich sehr dankbar bin an meinem letzten Projekt und dann, na ich möchte loslassen. Und doch, wir setzen dem Ganzen noch einen aufs Haupt...Post, Briefe und dann das "Guten Morgen". Also beginnen wir diesen und denken an das Morgen in all seiner Freude, denn sicher bekommt man wieder ein Lächeln.

      Widerstand schrieb:

      zeiMacer schrieb:

      Wobei es ja in der Familie auch schon gut zu wissen ist, dass man nicht der Verbrecher war sondern das Opfer….im redlichen Sinne.

      !!!

      zeiMacer schrieb:

      @Widerstand... und was sollte ich Dir nun auf Deinen dreimaligen Ausruf für eine Antwort geben?

      Naja, Ausrufezeichen sind schon immer ein Hinweis auf etwas Wichtiges gewesen - und das von dir Beschriebene ist halt das Wichtige.

      Da war eigentlich keine Antwort darauf nötig.
      Bin kein Fake, wie diese drei Neubrandenburger Komparsen.
      (;*)
      Hallo Andy, WIR werden sehen was bis zum nächsten Treffen so alles passiert, ich möchte mich nicht festlegen aber auch nicht absagen. Im Augenblick…na wir Glauben zu kommen.
      @Widerstand, na ich schreibe lieber meinen Gedanken, denn Zeichen bzw. Ausrufezeichen sind mir dann doch zu virtuell. So manches Mal sagen ja auch Bilder mehr als Worte…aber durch all die Gedanken kann man doch all das wirre besser ordnen. Aber egal…es bedarf ja auch keiner Worte. Aber dies macht UNS alle ja auch einzigartig, so wie wir sind und bleiben sollen.
      es bedarf nicht unbedingt einem neuen Thema...aber, durch copy and paste...Sorry:
      DDR-Unrecht: Mehr Opfer sollen Geld bekommen
      Um die soziale Lage einst politisch Verfolgter zu verbessern, haben sich die Ost-Länder auf einen neuen Vorstoß geeinigt.Vor 29 Jahren gingen Zehntausende DDR-Bürger auf die Straße. Jahre später folgte die Auseinandersetzung um Wiedergutmachung. Wer in der DDR Opfer politischer Verfolgung war, sollte im neuen Deutschland Ausgleichsmaßnahmen erhalten. Weil davon nicht alle Opfer im gleichen Maße profitierten, haben sich die Ost-Länder nun auf einen neuen Vorstoß geeinigt, der am 19. Oktober im Bundesrat zur Abstimmung steht. Erreicht werden soll damit, einstigen "Opfern von Zersetzungsmaßnahmen" einen Anspruch auf soziale Leistungen zuzugestehen. Zudem sollen auch zu DDR-Zeiten verfolgte Schüler Ausgleichszahlungen nach dem Beruflichen Rehabilitierungsgesetz erhalten. Der Antrag sieht zudem einen Inflationsausgleich der Leistungen vor, die künftig auch jenen Opfern zu gewähren seien, die weniger als 180 Tage in Haft waren. Begründet wird die Initiative, die ursprünglich von den drei Ost-Ländern Berlin, Brandenburg und Thüringen eingereicht worden war, in denen mit der Linken die Nachfolgepartei von SED/PDS mitregiert, mit der "sozial prekären Lage einer beträchtlichen Anzahl der in der DDR politisch Verfolgten". Sachsens Grüne hatten die CDU/SPD-Landesregierung beizeiten zur Unterstützung der Ost-Initiative aufgefordert. Ihre demokratiepolitische Sprecherin im Landtag, Katja Meier, verwies unter anderem auf die vorgeschlagenen Erleichterungen bei der Beweisführung und Anerkennung von Traumafolgenstörungen: "Für Menschen mit komplexen Gesundheitsschäden infolge politischer Zersetzungsmaßnahmen ist der Nachweis dieses Zusammenhangs oft schwer zu führen." Mit der Einigung aller Ost-Länder auf den gemeinsamen Antrag sei eine "erste wichtige Hürde genommen", stellte die Grüne fest - sieht nun aber Sachsens Regierung in der Pflicht, für eine Mehrheit im Bundesrat zu werben. Die Entscheidung obliegt letztlich dem Bundestag, der auch noch die vom Bundesrat bereits beschlossene Aufhebung der ursprünglich bis Ende 2019 festgeschriebenen Befristung für Opfer-Anträge auf dem Tisch hat. In einer Stellungnahme an den Landtag bezeichnete Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) es vor einem Monat als "selbstverständlich", dass Sachsen als "Kernland der Friedlichen Revolution 1989" die Interessen der "SED-Opfer" nachhaltig und gerecht vertrete. Nach Angaben ihres Hauses wurden in Sachsen bisher etwa 26.000 Anträge auf berufliche oder verwaltungsrechtliche Rehabilitierung positiv beschieden. Wegen Beeinträchtigung ihrer beruflichen Entwicklung wurden auch etwa 800 verfolgte Schüler zwischen 2001 und 2004 entschädigt. Dabei handelte es sich freilich nur um eine einmalige Summe von durchschnittlich 1024 Euro.

      Quelle: https://www.freiepresse.de/nachrichten/deutschland/ddr-unrecht-mehr-opfer-sollen-geld-bekommen-artikel10332904?fbclid=IwAR3U5_3PfL7h9MWvoZm6tZqmy41MMgV_rjG8UVjvN2bBkircYH9hS8Kswg0