STUDIE: DIE KATHOLISCHE KIRCHE IN DEUTSCHLAND UND DAS AUSMAß IHRER VERBRECHEN.

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      STUDIE: DIE KATHOLISCHE KIRCHE IN DEUTSCHLAND UND DAS AUSMAß IHRER VERBRECHEN.

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      KINDESMISSBRAUCH IN DER KATHOLISCHEN KIRCHE IN DEUTSCHLAND ZWISCHEN 1946 UND 2014 (NUR DAS WAS VON DEN OBEREN ZUGEGEBEN WIRD)

      [ QUELLE: https://www.zeit.de/2018/38/sexueller-missbrauch-bischoefe-kirche-studie ]

      TEILAUSZUG AUS EINEM SEHR, SEHR LANGEN AUFSCHLUSSREICHEN ARTIKEL - EINER VERLÄSSLICHEN QUELLE:

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      Sexueller Missbrauch

      Das Ausmaß des Verbrechens

      Über vier Jahre lang haben die deutschen Bischöfe sexuelle Gewalt in der Kirche systematisch erforschen lassen. Wir veröffentlichen erste Ergebnisse der Studie.

      Von
      Evelyn Finger und Veronika Völlinger

      [ „Evelyn Finger - Verantwortl. Redakteurin im Ressort Glauben und Zweifeln, DIE ZEIT“ - Siehe @ https://www.zeit.de/autoren/F/Evelyn_Finger/index.xml ]
      [ „Veronika Völlinger - Freie Journalistin“ - Siehe @
      https://www.zeit.de/autoren/V/Veronika-_Voellinger/index ]

      12. September 2018 / DIE ZEIT Nr. 38/2018, 13. September 2018 /
      419 Kommentare [ ständig zunehmend ]


      Zum ersten Mal gesteht die katholische Kirche in Deutschland ein, was sie erst jahrelang vertuscht und dann weiter beschönigt hat. Zum ersten Mal ließ sie den Kindesmissbrauch in ihren eigenen Reihen flächendeckend untersuchen. Die Ergebnisse der Untersuchung liegen der ZEIT exklusiv vor. Sie zeigen: 1670 Kleriker wurden zwischen 1946 und 2014 als Missbrauchsbeschuldigte innerhalb ihrer Kirche aktenkundig. 3677 Kinder und Jugendliche wurden nach Lage der Akten mutmaßlich zu Opfern. 4,4 Prozent aller Kleriker sollen im genannten Zeitraum Minderjährige sexuell missbraucht haben. "Diese Zahl stellt eine untere Schätzgröße dar", heißt es in einer offiziellen Zusammenfassung der Studie.

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      DAS AUSMAß DER VERBRECHEN:


      3677 Opfer von sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen.

      1670 Täter haben mutmaßlich missbraucht. Beschuldigte sind Priester, Ordensmänner und Diakone.

      4,4 Prozent aller Kleriker der deutschen Bistümer waren mutmaßlich Missbrauchstäter.


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      Mit anderen Worten: Hinter den wichtigsten Zahlen, die hier erhoben wurden, steht ein unsichtbares "mindestens". Viereinhalb Jahre lang haben sieben deutsche Forscher, fünf wissenschaftliche Mitarbeiter und ungezählte Hilfskräfte Akten analysiert und Interviews geführt. Im Auftrag der
      Deutschen Bischofskonferenz (DBK) sollten sie vor allem zwei Fragen beantworten: Wie groß war das Ausmaß des sexuellen Missbrauchs? Welche Besonderheiten der katholischen Kirche haben die Taten und ihre Vertuschung begünstigt?

      Ergebnis: Was man bislang nur ahnte, was an dramatischen Einzelfällen bekannt und in Einzelstudien belegt war, wird nun weit übertroffen, allein durch die Zahlen der Opfer und der Täter. Sie sind alarmierend, auch weil die Forscher immer wieder betonen,
      das "Dunkelfeld" des Kindesmissbrauchs sei groß und die wahren Zahlen lägen erfahrungsgemäß "höher". Die Wahrheit ist also noch schlimmer.

      Auf mehr als 350 Seiten wird nun der sexuelle Missbrauch im Verantwortungsbereich der DBK dokumentiert. Die Forscher tun das nüchtern, präzise, detailgenau. 27 Bistümer hatten sich vertraglich verpflichtet, am Projekt teilzunehmen. Doch
      ein Grundproblem bleibt: die Abhängigkeit der Ergebnisse von den Bischöfen. Daran war die Studie im ersten Anlauf gescheitert, weil der niedersächsische Kriminologe Christian Pfeiffer, der zunächst eine Studie für die DBK machen wollte, die Forschungsbedingungen unzumutbar fand. Zu Recht. Er wehrte sich dagegen, dass die Kirche den gültigen Vertrag nachträglich mit dem Ziel ändern wollte, die Forschungstexte zu kontrollieren und ihre Veröffentlichung "aus wichtigem Grund" sogar völlig verbieten zu dürfen. Außerdem kritisierte er die Vernichtung von Akten und den Widerstand der Kirche gegen eine unabhängige Aktenanalyse durch ehemalige Richter und Staatsanwälte.

      Die letzten beiden Kritikpunkte werden nun bestätigt – und zwar durch die Studie selbst. Darin heißt es: "
      In einigen Fällen fanden sich eindeutige Hinweise auf Aktenmanipulation." Außerdem habe es "explizit die Information" aus zwei Bistümern gegeben, "dass Akten- oder Aktenbestandteile mit Bezug auf sexuellen Missbrauch Minderjähriger in früherer Zeit vernichtet wurden". Neben der Aktenvernichtung wird auch das Blockieren einer unabhängigen Einsicht in die vorhandenen Bistumsakten belegt. In der Zusammenfassung der Studie steht auf Seite eins: "Das Forschungsprojekt hatte keinen Zugriff auf Originalakten der katholischen Kirche. Archive und Dateien der Diözesen wurden von Personal aus den Diözesen oder von diesen beauftragten Rechtsanwaltskanzleien durchgesehen."

      Die Forscher haben Fragebögen entwickelt, anhand derer die Mitarbeiter in den Bistümern die Akten auswerten. Sie tragen Daten über die Betroffenen und die Beschuldigten ein, sie kreuzen Kategorien an, mit denen sich der genaue Ablauf der Tat beschreiben lässt. Und sie notierten, wie die Kirche auf Vorwürfe reagiert hat. Die ZEIT konnte mehrere solcher Erhebungsbögen einsehen, teilweise sind sie bis zu 50 Seiten lang.

      So wertete man insgesamt 38.156 Personal- und Handakten aus. Aber:
      Keiner der Wissenschaftler hat in den kirchlichen Archiven je Akten in der Hand gehabt. Deshalb ist die Studie nicht wirklich unabhängig. Die aufzuklärende Institution hat die Aufklärung kontrolliert. Das unterscheidet sie fundamental von der Missbrauchsstudie der Grand Jury in Pennsylvania, die im August Aufsehen erregte. [ Siehe @ https://www.zeit.de/2018/35/sexueller-missbrauch-pennsylvania-katholische-kirche ] Das unterscheidet sie auch von der Missbrauchsstudie der Royal Commission in Australien, die Ende 2017 erschien. Allerdings: In Deutschland darf die Staatsanwaltschaft nur ermitteln, wenn ein Fall nicht verjährt ist.

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      FORTSETZUNG AUF ZWEI WEITEREN SEITEN:

      NÄCHSTE SEITE [Seite 2]: Spezifika des sexuellen Missbrauchs innerhalb der katholischen Kirche [ Siehe @
      https://www.zeit.de/2018/38/sexueller-missbrauch-bischoefe-kirche-studie/seite-2 ]


      NÄCHSTE SEITE [Seite 3]: 969 der Missbrauchten waren Ministranten [ Siehe @ https://www.zeit.de/2018/38/sexueller-missbrauch-bischoefe-kirche-studie/seite-3 ]

      Siehe diesbezüglich auch Humanistischer Pressedienst (hpd) (12.09.2018) »Tausende sexuelle Übergriffe« - »STUDIE: Missbrauch in der Kirche dauert offenbar noch an« @ https://hpd.de/artikel/studie-missbrauch-kirche-dauert-offenbar-noch-an-15944 (und siehe auch die dortigen dazugehörenden Kommentare)

      Beschlagwortet mit TAGS/LABELS: Katholische Kirche, Verbrechen, Diözese, Kindesmissbrauch, Deutsche Bischofskonferenz, Christian Pfeiffer, Sexueller Missbrauch, Missbrauch, sexuelle Gewalt, von den Oberen zugegeben, vertuscht, beschönigt, Kleriker, Missbrauchsbeschuldigte, Minderjährige, Kinder, Jugendliche, sexuell missbraucht, Ausmaß der Verbrechen, Verbrechen, Opfer, Täter, missbraucht, Priester, Ordensmänner, Diakone, Missbrauchstäter, Taten, Vertuschung, Vertuschung begünstigt, Kriminologe Christian Pfeiffer, Vernichtung von Akten, Widerstand der Kirche, unabhängige Aktenanalyse, Richter und Staatsanwälte, Aktenmanipulation, Akten, vernichtet, Aktenvernichtung, unabhängigen Einsicht, verhindert, vorhandenen Bistumsakten, Einsicht, Zugriff, Originalakten, blockiert, blockieren, nicht wirklich unabhängig,
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Hallo Martini.
      Wenn die Kirche von einen großen Wurf in der Aufarbeitung des Missbrauchs durch Angehörige der Kath.Kirchen spricht, muss ich sagen,das Thema Sexueller Übergriff in der Kath.Kirche,ist nur leicht Angekratzt.Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit wird es in Deutschland nicht geben.Man kann der Kath.Kirche mit Fug und Recht,das Recht zu haben,sich als Hüter der Ethik und Moral sich hin zu stellen.Sie haben die Legitimation verloren und können es auch nict mehr
      h[/b]in Anspruch nehmen.


      heimkind+josef+johannesburg borgermoor.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Marbot“ ()

      STUDIE: DIE KATHOLISCHE KIRCHE IN DEUTSCHLAND UND DAS AUSMAß IHRER VERBRECHEN.

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      Missbrauchsstudie der Kirche: Zu kurz gegriffen

      QUELLE: SZ.de - Süddeutsche Zeitung @ https://www.sueddeutsche.de/panorama/missbrauchsskandal-die-kirche-weigert-sich-die-kontrolle-abzugeben-1.4129180 :

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      13. September 2018, 16:55 Uhr

      Missbrauchsskandal

      Die Kirche weigert sich, die Kontrolle abzugeben

      [ PHOTO: „Zahlreiche Akten und Archive hat die Kirche für ihre Missbrauchsstudie nicht geöffnet. (Foto: picture alliance / dpa)]

      Taten wurden oft vertuscht, die Täter selten bestraft, den Opfern noch seltener geholfen. Die groß angekündigte Missbrauchsstudie der katholischen Kirche greift viel zu kurz. Besser wäre die Untersuchung einer unabhängigen Stelle gewesen.

      Kommentar von Matthias Drobinski
      [Studium Geschichte, katholische Theologie und Germanistik in Gießen und Mainz; Hamburger Journalistenschule, Redakteur bei Publik-Forum, Zeitung kritischer Christen, seit 1997 bei der Süddeutschen Zeitung“. ]

      Für Journalisten ist es schön, wenn sie interne Dokumente in die Hand gedrückt bekommen - für die katholische Bischofskonferenz aber ist es desaströs, dass die Ergebnisse ihrer groß angekündigten Missbrauchsstudie nun vorab in der Öffentlichkeit sind. Ihr ist die Deutungshoheit über die Ergebnisse aus der Hand genommen, wohl auch aus der Angst, diese Deutung könnte allzu freundlich und zu wenig selbstkritisch ausfallen.

      Denn die Ergebnisse der Studie sind deprimierend: Sexuelle Gewalt durch Priester gab es in großem Ausmaß in Deutschland, die Taten wurden oft vertuscht, die Täter selten bestraft, den Opfern noch seltener geholfen. Und was sich da in den Akten gefunden hat, zeigt längst nicht das Ausmaß des Skandals. Es sind Akten über Täter verschwunden und auch vernichtet worden. Und längst nicht alle Fälle sind aktenkundig geworden - weil es den Tätern gelang, die Opfer, ihre Eltern, alle, die etwas wussten oder ahnten, stumm und schweigend zu halten.

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      Akten, die erschüttern

      Eine groß angelegte Studie zeigt: Das Ausmaß sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche durch Priester und Ordensleute war immens - und noch immer tut sich die katholische Kirche schwer, die Fälle aufzuarbeiten.
      Von Matthias Drobinski mehr ... [ Siehe @ https://www.sueddeutsche.de/panorama/missbrauch-akten-die-erschuettern-1.4127434 ]


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      Die Studie hat noch andere Grenzen. Nur ein Drittel der Bistümer stellte alle Akten bis zurück ins Jahr 1946 zur Verfügung, und
      es entschieden nicht die Forscher, sondern Kirchenangestellte, welche Dokumente in die Forschung einfließen durften. Es wurden die Frauen- und Männerorden ausgeklammert, an deren Schulen und Internaten zahlreiche Übergriffe geschahen, es kommen die Heimkinder nicht vor, die oft noch brutaler misshandelt werden als die Kinder aus besserem Haus. Die Forscher haben getan, was sie konnten, sie haben viele Betroffene befragt und deren manchmal lebenslanges Leid dokumentiert. Sie sind aber dort gescheitert, wo die Kirche sich weigerte, die Kontrolle abzugeben.

      Es wäre deshalb besser gewesen, eine komplett von den Kirchen unabhängige Kommission hätte den Fall übernommen. Der Schmerz wäre noch größer geworden, als er es jetzt schon ist - der Glaubwürdigkeitsgewinn aber auch.

      Aufklärung von innen heraus funktioniert selten; sie muss jetzt nach außen verlagert werden - in Deutschland, aber auch weltweit. Nur dann wird die Kirche an die Ursachen für die sexualisierte Gewalt herankommen, die im System selber liegen: die Tabuisierung, Verdrängung, gar Verteufelung der Sexualität, besonders der Homosexualität; die falsche Heiligung der Instituion und ihrer Priester, das männerbündische Denken, die seelenfressende Einsamkeit nicht weniger Zölibatärer, das Ineinander von Religion und Macht. Und nur dann wird sie wirklich die Schuld sühnen können, die sie da auf sich geladen hat.

      [ PHOTO ]

      Franziskus ist Lösung und Problem in einem

      Das Ringen um die Zukunft der katholischen Kirche ist in vollem Gange. Der Papst muss Skandale aufklären. Sich selbst schonen darf er dabei nicht.
      Kommentar von Matthias Drobinski mehr ... [ Siehe @ https://www.sueddeutsche.de/panorama/krise-im-vatikan-franziskus-ist-loesung-und-problem-in-einem-1.4117748 ]

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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Ich sehe du bist eine Kämpfer Natur. Ich hab viele deiner Einträge gelesen. Mir geht es darum fest zu stellen warum die Kinder dort in diesen Kirchlichen Heimen rein gekommen sind. Meines Erachtens ist doch das Umfeld daran schuld das es so weit gekommen ist. Da spielt das Jugendamt doch auch eine große rolle. Wir hatten auch so ein fall in Bayern das liegt Jahre zu rück diesen fall werde ich dir noch raussuchen. Ich kann mich nur noch erinnern das es ein Säuglingsheim war. Dieses Heim wurde von der der Diözese in München geleitet. Ich weiß nur wenn die Kinder nicht Adoptiert worden sind wurden diese Kinder ab den 5 Lebensjahr weiter an andere Heime weiter gegeben. Und in diesem Heim wo die Kinder waren wurden Züchtigungen mit Tabletten mit Kaltwasser Bäder vor genommen.
      Ich schaue mal nach ob ich das noch finde.
      Was mich nicht umbringt,macht mich stärker.
      Zitat Friedrich Nietsche

      STUDIE: DIE KATHOLISCHE KIRCHE IN DEUTSCHLAND UND DAS AUSMAß IHRER VERBRECHEN.

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      »Leaked German abuse report shows manipulation from both bishops and scientists« (Friday, 14 September 2018) @ https://www.lifesitenews.com/blogs/leaked-german-abuse-report-shows-manipulation-from-both-bishops-and-sc (gleichlautender Bericht in englischer Sprache). Berichterstattung aus den Vereinigten Staaten von Dr. Maike Hickson (geboren und aufgewachsen in Hannover, Bundesrepublik Deutschland). DIES IST DAS ORIGINAL DER BERICHTERSTATTUNG IN ENGLISCH BEZÜGLICH DER STUDIE.

      »Wie aussagekräftig ist der – geleakte – Mißbrauchsbericht, den die deutsche Bischofskonferenz in Auftrag gegeben hat?« (Samstag, 15. September 2018) @ https://beiboot-petri.blogspot.com/2018/09/wie-aussagekraftig-ist-der-geleakte.html (gleichlautender Bericht in deutscher Sprache). Berichterstattung aus den Vereinigten Staaten von Dr. Maike Hickson (geboren und aufgewachsen in Hannover, Bundesrepublik Deutschland). DIES IST DIE OFFIZIELLE ÜBERSETZUNG DER BERICHTERSTATTUNG INS DEUTSCHE BEZÜGLICH DER STUDIE:

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      Samstag, 15. September 2018

      Wie aussagekräftig ist der – geleakte – Mißbrauchsbericht, den die deutsche Bischofskonferenz in Auftrag gegeben hat?

      Dr. Maike Hickson kommentiert für LifeSiteNews den Mißbrauchsbericht, der im Auftrag der deutschen Bischöfe erstellt wurde und der etliche Fragen aufwirft.
      Hier geht´s zum Original: klicken

      "DER GELEAKTE DEUTSCHE MISSBRAUCHSBERICHT ZEIGT MANIPULATIONEN SOWOHL DURCH DIE BISCHÖFE ALS AUCH DURCH DIE WISSENSCHAFTLER"

      "LifeSiteNews liegt eine 8-seitige Zusammenfassung der deutschen "MHG-Studie" zum klerikalen sexuellen Mißbrauch Minderjähriger vor, der am 12. September geleakt wurde. Die Zusammenfassung macht klar, daß die deutschen Bischöfe bei der Handhabung der Mißbrauchsfälle sehr nachlässig waren. Zur selben Zeit scheint der Bericht selbst auch seine eigenen Fehler zu haben, weil er das Problem vom Aspekt der priesterlichen Homosexualität wegzulenken versucht.

      Kein anderer als Professor Christian Pfeiffer- der Kriminologe, der dieses gesamte Forschungsprojekt zuerst leitete, dann aber wegen seiner Weigerung, seine Ergebnisse vor der Veröffentlichung durch die deutschen Bischöfe bewerten zu lassen, ausgeschlossen wurde, hat sich am 12. September mit einigen kritischen Bemerkungen über den geleakten Bericht zu Wort gemeldet. Im Gespräch mit der
      New York Times [ Siehe @ https://www.nytimes.com/2018/09/12/world/europe/german-church-sex-abuse-children.html ] besteht Pfeiffer darauf, daß das Ausmaß des Mißbrauchsproblems immer noch unterschätzt wird.

      "Der Bericht zeigt nicht das volle Bild und ist nicht völlig unabhängig" sagte er. Pfeiffer weist darauf hin, daß die Untersucher keinen direkten Zugang zu den Kirchenakten hatten und sich auf das Kirchenpersonal verlassen mußten, das die Fragebögen für sie ausfüllte. Der Bericht fand auch Beweise dafür, daß Akten, die den Mißbrauch Minderjähriger betreffen oft manipuliert oder zerstört wurden- wie Pfeiffer zeigt. Nach der New York Times beschloss Pfeiffer am Ende, sich zu weigern, an diesem Projekt teilzunehmen "weil die Kirche sich das Recht vorbehalten wollte, die Resultate der Untersuchung zu kontrollieren- und unter bestimmten Umständen sogar ihre Veröffentlichung zu verhindern."

      Diese Statement von Professor Pfeiffer macht klar, daß die deutschen Bischöfe - unter der Leitung sowohl des Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx als auch von Bischof Stephan Ackermann, dem für die Handhabung von Fällen sexuellen Mißbrauchs zuständigen Bischof - fälschlicherweie versuchten, das Ergebnis des Forschungsprojektes zu kontrollieren, für das sie bis zu 1,1 Million € bezahlten,

      Die strikt vertrauliche Zusammenfassung des Mißbrauchsberichtes, die LifeSiteNews sich beschaffen konnte, zeigt, daß es von Seiten der deutschen Bischöfe schwere Versäumnisse gab, Z.B. sagt die Untersuchung, daß wenn es nicht eigene kirchliche rechtliche Prozeduren gegeben hätte, Mißbrauchsopfern Schmerzensgeld anzubieten (wie erst 2011 bestätigt) und eigene Akten, 50% der Fälle nicht aufgedeckt und den Forschern bekannt geworden wären, weil die Beschwerden über den Mißbrauch nie in den Personalakten der mißbrauchenden Priester auftauchten.

      Wenn man "nur die Personalakten der mißbrauchenden Priester untersucht hätte", erklären die Untersucher, "wäre die Hälfte der Fälle nicht entdeckt worden." Für die Untersucher kann diese Tatsache allein Einsicht in "die Zahl unbekannter Fälle geben."

      Zusätzlich zu diesen schwerwiegenden Versäumnissen, weisen die Untersucher auch darauf hin, daß die Bischöfe mißbrauchende Priester von 1946 bis 2014 oft in andere Gemeinden versetzten oder andere Diözesen, anstatt sie streng zu bestrafen. Solche Versetzungen geschahen signifikant häufiger ohne der Zielgemeinde ausreichende Informationen über die Vorwürfe und die möglichen Risiken im Hinblick auf eine Wiederholung der Verbrechen zu geben."

      Die Forscher fanden auch "Hinweise, daß Personalakten und andere Dokumente, die zu dieser Untersuchung führten, zu einem früheren Zeitpunkt zerstört oder manipuliert wurden." Wichtig ist auch die Tatsache, daß "alle Informationen über nachgewiesene Fälle sexuellen Mißbrauchs zuerst anonym weitergegeben wurden und erst dann vom Kirchenpersonal.

      So - erklären die Untersucher- daß am Anfang ihrer Zusammenfassung die Information "durch die Perspektive dieser Personen, die mit den Daten umgingen, beinflußt wurden."

      Außerdem "blieben alle Fälle und betroffenen Personen (Beschuldigte und Opfer) für das Untersuchungsteam anonym. "So kann dieses Fehlen eines direkten Zugangs zu den Mißbrauchsakten selber, die Ursache für die Ungenauigkeit dieser Untersuchung sein.

      Die Untersucher erkennen an, daß die Mehrheit der Mißbrauchsopfer männlich war, argumentieren aber für die Ordinierung von Homosexuellen.

      [ ... Dies ist der nächste Teil dieser Berichterstattung ... ]

      Marx und Ackermann haben eine Geschichte in der unzureichenden Handhabung von Mißbrauchsfällen.

      [ ... Dies ist der nächste und letzte Teil dieser Berichterstattung ... ]

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      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
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      STUDIE: DIE KATHOLISCHE KIRCHE IN DEUTSCHLAND UND DAS AUSMAß IHRER VERBRECHEN.

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      Was der Vatikan jetzt selbst bezüglich der deutschen »Studie bezüglich den Verbrechen der Katholischen Kirche in Deutschland« berichtet (und, wer weiß, möglicherweise jetzt sogar eingesteht):

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      Der Newsletter von Vatican News
      [ das mehrsprachige Nachrichtenportal des Vatikans ]
      [ Siehe
      WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Vatican_News (Stand: 24. Juni 2018) ]



      Newsletter 25/09/2018


      Marx: Missbrauch auch bei Jugendsynode ein Thema


      Das erklärte Kardinal Reinhard Marx bei der Vorstellung der Missbrauchs-Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ an diesem Dienstag in Fulda.
      [ Siehe den diesbezüglichen Artikel @
      https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2018-09/missbrauch-deutschland-vatikan-jugend-bischofskonferenz-studie.html ]



      SCHWERPUNKT MISSBRAUCHSSTUDIE


      [ FOTO: „Haben die Studie am Dienstag vorgestellt: Der Forscher Harald Dreßing (l), Kardinal Reinhard Marx (m) und Bischof Stephan Ackermann (r)“ ]

      Forscher: Kirchliche Strukturen können Missbrauch begünstigen

      Ein vernichtendes Zeugnis zum Umgang mit Missbrauch haben die Verfasser der MHG-Missbrauchsstudie der deutschen katholischen Kirche der Vergangenheit ausgestellt.
      [ Siehe den diesbezüglichen Artikel @
      https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2018-09/deutschland-missbrauch-studie-mhg-dressing-strukturen.html ]



      [ FOTO: „Bischof Stephan Ackermann, in der DBK zuständig für Kinderschutz und die Aufklärung von Missbrauch“ ]

      MHG-Missbrauchsstudie: Eine Hilfe zum Fragenstellen

      „Sexueller Missbrauch ist vor allem auch Missbrauch von Macht“: Die Studie, die die deutschen Bischöfe zum Thema Missbrauch bei einem Forscherkonsortium in Auftrag gebeben hatten, legt erste ausführliche Ergebnisse vor.


      [ FOTO: „Reinhard Kardinal Marx im Fuldaer Dom“ ]

      D: Beginn der Herbstvollversammlung der Bischöfe

      Beim Eröffnungsgottesdienst im Fuldaer Dom hat der Vorsitzende der Konferenz, Reinhard Kardinal Marx, die „schweren Sünden der Kirche“ in Hinblick auf den Missbrauchsskandal eingeräumt.
      [ Siehe den diesbezüglichen Artikel @
      https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2018-09/deutschland-fulda-2018-herbstvollversammlung-bischoefe-beginn.html ]



      [ FOTO: „Bundestag in Berlin“ ]

      Bundesregierung: Staat und Kirche müssen bei Missbrauchs-Aufarbeitung zusammenarbeiten

      Der Gedanke, dass noch heute Menschen in der Kirche Verantwortung tragen, die Kinder sexuell missbraucht haben, sei für sie unerträglich, sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey am Dienstag in Berlin.
      [ Siehe den diesbezüglichen Artikel @
      https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2018-09/regierung-staat-kirche-zusammenarbeit-aufklaerung-missbrauch.html ]



      [ FOTO: „Am Dienstag wird die Missbrauchsstudie in Fulda vorgestellt“ ]

      D: Laien fordern Aufbruch „klerikaler Führungs- und Leitungsstrukturen“

      Mit Blick auf die Missbrauchsstudie fordert das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) strukturelle Reformen in der Kirche.
      [ Siehe den diesbezüglichen Artikel @
      https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2018-09/deutschland-laien-forderung-umdenken-kirche-missbrauch.html ]

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      QUELLE : Der Newsletter von Vatican News, den ich regelmäßig per Email bekomme.

      Ja, es gibt einen spezifischen Thread, DIESEN THREAD, zu diesem Thema –– eigens eingerichted von mir –– schon seit Donnerstag, 13. September 2018. – Wenn man regelmäßig das HEIMKINDER-FORUM.DE-Forum-Index auf der Portalseite durchforstet sieht und bemerkt man das auch.
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      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
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      STUDIE: DIE KATHOLISCHE KIRCHE IN DEUTSCHLAND UND DAS AUSMAß IHRER VERBRECHEN.

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      (An anderer Stelle in diesem unserem Forum) Boarduser »brötchen« [ am Samstag, 29. September 2018, um 04:23 Uhr ] erklärt seinen Hinweis auf FACEBOOK und einer diesbezüglichen Diskussion DORT wie folgt:

      brötchen schrieb:

      .
      Es ging darum, dass auf FACEBOOK die Frage gestellt wurde, ob die Entschuldigung von Kardinal Marx im Bezug auf die Verbrechen an Heimkindern ausreicht. Ich schrieb dazu:

      .
      »Nein es reicht nicht! Wir haben 2010 auf unserer Heimkinder-Demo in Berlin exakt die gleichen Sprüche gehört und zwei Jahre später in Paderborn und Bochum auch. Damals schon wollte die Zölibats-Sekte den Dialog mit den Betroffenen suchen. Wie ernst es Ihnen in Paderborn damit war zeigt ein Beispiel: Im Dom waren die Kleriker versammelt, wir Heimkinder hatten keinen Zutritt!! Bei dieser gesalbten Ansammlung katholischer Hirten hatte es sich aber in Windeseile herum gesprochen, dass eine Demo von Heimkindern vor den verschlossenen Toren stattfand. Statt mutig den Dialog mit den Betroffenen zu suchen, flüchtete das erleuchtete Pack durch eine Nebenpforte begleitet von unseren lautstarken Rufen: "Feiglinge, Feiglinge!"«
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      Frankfurter Allgemeine - Inland

      [ QUELLE: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/roerig-kirche-soll-missbrauchsopfer-entschaedigen-15805587.html ]

      REGIERUNGSBEAUFTRAGTER RÖRIG

      [ der Bundesregierung Deutschland ]


      Kirche soll Missbrauchsopfer entschädigen

      Aktualisiert am 25.09.2018 - 10:04

      [ FOTO zeigt Johannes-Wilhelm Rörig in seinem Dienstanzug ]


      Die Aufarbeitung der Fälle sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche soll an staatliche Behörden übergeben werden, fordert der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung. Das sei eine offene Wunde, sagt er.

      Johannes-Wilhelm Rörig, Beauftragter der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, hat die katholische Kirche in Deutschland zu Entschädigungszahlungen aufgefordert. „Das ist noch eine offene Wunde“, sagte Rörig am Dienstag im ZDF-„Morgenmagazin“. Mit der Frage, was hier angemessen sei, müsse sich die Deutsche Bischofskonferenz in Fulda beschäftigen.

      Dort wird heute die STUDIE zum Ausmaß des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche vorgestellt. Sie ersetzt keine strafrechtlichen Ermittlungen; die meisten Missbrauchsfälle aus der Vergangenheit sind sowieso schon lange verjährt.


      Rörig forderte die Kirche trotzdem auf, die weitere Aufarbeitung der Missbrauchsfälle staatlichen Behörden zu übergeben. Dies sollten Kirche, Bund und Länder vertraglich regeln, bekräftigte er. Ermittler müssten dadurch Zugang zu kirchlichen Archiven bekommen. Täter müssten benannt werden. Die katholische Kirche habe Glaubwürdigkeit und Vertrauen verloren, weil einzelne Personen nicht zur Verantwortung gezogen worden seien.

      Die wichtigsten Ergebnisse der Studie waren bereits vorab bekannt geworden. Demnach sollen zwischen 1946 und 2014 insgesamt 1670 katholische Kleriker 3677 meist männliche Minderjährige sexuell missbraucht haben.

      [ FOTO zeigt Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising in seiner vollen Regalia --- „Missbrauchs-Opfer haben Anspruch auf Gerechtigkeit“ soll er gesagt haben ]

      Quelle: dpa

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      STUDIE ÜBER KINDESMISSBRAUCH

      Über die Täter
      [ Siehe @ http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/studie-ueber-kindesmissbrauch-wie-gehen-dioezesen-mit-faellen-um-15801617.html ]
      LIDIA ROSENFELDER


      UMGANG MIT MISSBRAUCHSFÄLLEN

      Die Unfähigkeit zu praktischen Konsequenzen
      [ Siehe @ http://www.faz.net/aktuell/politik/die-gegenwart/missbrauchsfaelle-und-moralische-lethargie-in-der-kirche-1967380.html ]
      PROFESSOR DR. FRANZ-XAVER KAUFMANN


      VOR DER BISCHOFSKONFERENZ

      Wider den Größenwahn
      [ Siehe @ http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/vor-der-bischofskonferenz-wider-den-groessenwahn-15803119.htm ]
      CHRISTIAN GEYER


      STUDIE SEXUELLER MISSBRAUCH

      Bis an die Wurzel der Kirche
      [ Siehe @ http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/katholische-kirche-studie-liefert-zahlen-zu-missbrauchsvorwuerfen-15793222.html ]


      NACH MISSBRAUCHSSTUDIE

      Eltz will freiwilliges Zölobat für Priester
      [ Siehe @ http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/missbrauchsstudie-eltz-will-freiwilliges-zoelibat-fuer-priester-15792976.html ]
      TOBIA RÖSMANN, PETER EISENHUT


      KATHOLISCHE KIRCHE

      Voderholzer: Missbrauchsstudie sofort allen Bischöfen zusenden
      [ Siehe @ http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/voderholzer-missbrauchsstudie-allen-bischoefen-zusenden-15792454.html ]

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      Nochmals: „Johannes-Wilhelm Rörig ist“ „der unabhängige Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung“, der sich zu diesen Angelegenheiten bezüglich dem Ausmaß des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche äußert und Maßnahmen dagegen vorschlägt und einfordert.
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      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      STUDIE: DIE KATHOLISCHE KIRCHE IN DEUTSCHLAND UND DAS AUSMAß IHRER VERBRECHEN.

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      Insgesamt bisher nur neun Kommentare. Der jetzt hier wiedergegebene Kommentar ist ein Kommentar abgegeben von einer Frau »annen anne Nerede« am 26. September 2018 um 13:20 Uhr ( Permanenter Link: https://hpd.de/comment/38298#comment-38298 ) zu dem darauffolgenden Artikel im hpd - Humanistischer Pressedienst :

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      Wie kann man diesen Artikel deutschlandweit massenhaft verbreiten und insbesondere all den verdummbibelten Journalisten und Bundestags-und Landtagsabgeordneten nahe bringen? Die wissen das alles ja nicht......
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      Dieser Artikel selbst ist hier zu finden: https://hpd.de/artikel/sieg-des-katholizismus-und-dem-verlust-an-menschlichkeit-15987

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      hpd - Humanistischer Pressedienst :

      Vom Sieg des Katholizismus und dem Verlust an Menschlichkeit

      Von: Rolf Bergmeier

      26. SEP 2018

      Schlagworte:
      Katholizismus, Geschichte


      Im Jahre 385 rollen die Köpfe. Priscillian, Bischof von Faro (Portugal), ein Christ, wenngleich nicht katholischer Art, und weitere sechs Männer seiner Umgebung werden in Trier öffentlich hingerichtet. Ihr Verbrechen: Sie fordern unter Verweis auf die Briefe des Paulus Ehelosigkeit und Verzicht auf Fleisch und Wein, ein Ende der Sklaverei und die Gleichstellung von Frauen. Das ist zu viel. Gerade ist der Katholizismus zur Staatsreligion erhoben worden, gerade wurde die unsterbliche Wahrheit per Dekret verkündet, und immer noch erheben die Schlangen der Häresie ihre Köpfe.

      Todesurteil, Enthauptung mit dem Schwert, ist die einsame Entscheidung eines römischen Kaisers, der sich auf ein Gesetz beruft, kaum ein Dutzend Zeilen lang, das das Weltgeschehen neu ordnen wird. Cunctos populos heißt das Gesetz, das den Katholizismus zur alles beherrschenden Religion macht: "Alle Völker, über die wir ein mildes und maßvolles Regiment führen, sollen sich zu der Religion bekehren, die der göttliche Apostel Petrus den Römern überliefert hat. Nur diejenigen, die diesem Gesetz folgen, sollen katholische Christen heißen dürfen; die anderen, die wir für wahrhaft toll und wahnsinnig erklären, haben die Schande ketzerischer Lehre zu tragen." Der Erlass wird das Schicksal Europas entscheiden und die größte Landschaftsveränderung seit Beginn des römischen Imperiums einleiten. Er wird tiefgreifende Spaltungen und Zerwürfnisse provozieren, Religionskriege entfesseln, Kreuzzüge heiligen, Kulturen vernichten und Mitteleuropa klerikalisieren, enturbanisieren und feudalisieren. Er ist ein Sieg des Katholizismus und der Verlust an Menschlichkeit.

      Staatskirche

      So wird der Katholizismus zur Staatsreligion: Kein Petrus, auf dessen Felsen die Kirche erbaut wurde, lässt sie zur Weltmacht aufwachsen, kein Papst, der im entfernten Rom residiert, keine Mehrheit aufgebrachter Katholiken, sondern ein selbst ermächtigter Kaiser, Theodosius I., gibt anno 380 dem Katholizismus Namen und Macht. Ohne Not unterwerfen sich die Kaiser fortan den katholischen Dogmen und leiten ihr Handeln nicht mehr vom römischen Geist der Verantwortung gegenüber den Vorfahren und der Gemeinschaft ab, sondern von kirchlichen Befindlichkeiten. Nicht mehr jene kleine griechische Polis dient als Vorbild politischen Handelns, die sich im Jahre 490 v. u. Z. gegen ein asiatisches Weltreich aufopfert, um der Gemeinschaft das Überleben zu sichern (und "nebenbei" die Idee der politischen Freiheit weiterreicht), sondern eine selbstbewusst auftretende Kirche, die verlangt, man müsse Gott mehr gehorchen als den Menschen, die von "Gemeinschaft" spricht, aber diese als eine Gemeinschaft unter Führung der Bischöfe versteht, als eine Herde von Schafen, die von Hirten geführt werden muss. Schließlich fordert Papst Gregor VII. im Dictatus Papae in unüberbietbarer Weise die völlige Unterwerfung: "Dass er [der Papst] allein die kaiserlichen Herrschaftszeichen verwenden kann, dass alle Fürsten nur des Papstes Füße küssen, dass es ihm erlaubt ist, Kaiser abzusetzen". Von diesem schwersten aller Schläge gegen jeden Gesellschaftsvertrag, gegen den demokratischen Gedanken, gegen die griechische Polis, gegen die römische res publica, gegen die Mündigkeit der Bürger wird sich die westliche Welt bis 1789 nicht mehr erholen.

      Feudalismus

      Der Wandel geht voll zulasten der Bevölkerung. Ein Jahrtausend lang versinkt das katholische Mitteleuropa in eine geistes- und naturwissenschaftliche Finsternis. Katholische Bischöfe und von Gott eingesetzte Fürsten, die die überragende Bedeutung von Städten als Motor der Innovationen nicht erkennen, werden Mitteleuropa bis zur Renaissance wirtschaftlich lahmlegen.

      Aus der Synthese von Thron und Altar, aus Bildungsfinsternis und Herrschaftsanspruch, aus Kriegsgewinnen und Akkumulation eroberter Immobilien in den Händen der obersten Schicht wächst eine der abträglichsten Wirtschaftsformen der Menschheitsgeschichte auf: der Feudalismus mit Grundherrschaft, Leibeigenschaft und Schollenpflicht. Friedrich Engels charakterisiert ihn wie folgt: "Der Feudalherr bezog von seinen Leibeignen alles, was er brauchte; entweder in der Form von Arbeit oder in der von fertigem Produkt; die Weiber spannen und woben den Flachs und die Wolle und machten die Kleider; die Männer bestellten das Feld; die Kinder hüteten das Vieh des Herrn, sammelten ihm Waldfrüchte, Vogelnester, Streu; die ganze Familie hatte außerdem noch Korn, Obst, Eier, Butter, Käse, Geflügel, Jungvieh und was nicht alles noch einzuliefern. Jede Feudalherrschaft genügte sich selbst; Europa war auf eine niedrige Stufe herabgedrückt."

      Ein stetig wachsender Anteil des Grundbesitzes wandert in die Hände der katholischen Kirche, fränkischer Könige und in die Taschen großer Gutsbesitzer. Der unterste Stand, im wesentlichen "Zins"-Bauern, Unfreie bzw. Leibeigene ("Hörige"), besorgt die täglichen Arbeiten auf dem Hof und den Feldern. Unfreie repräsentieren etwa neunzig Prozent der Bevölkerung, leisten die Kärrnerarbeit und erbringen fast sämtliche Dienstleistungen. Von ihnen wird neben Naturalien- und Fiskalienabgaben regelmäßig eine dreitägige Fronarbeit pro Woche für den Gutsherrn verlangt, zusätzlich einige Wochen Fronarbeit bei der Herbst- und Frühjahrsbestellung. Sie müssen angesichts der dauerhaften Verpflichtung zum Kriegsdienst froh sein, ausreichend Getreide für den eigenen Gebrauch und als Futtermittel für wenige Tiere zu erwirtschaften. Die Belastungen sind so groß, dass viele Bauern kaum noch den Unterhalt der eigenen Familie bestreiten können und in Armut und in die Arme der Wohlhabenden getrieben werden. Dort tauschen die verarmten Bauern ihren Besitz gegen Knechtschaft, später gegen den Status von Hörigen ein und werden im Regelfall wie Immobilien gehandelt und bei Verkauf eines verliehenen Gutes gemeinsam mit dem Gut verkauft. Dieser Feudalismus drückt das Land in eine tiefe Depression.

      Diese nahezu bedingungslose Unterordnung Halbfreier und Leibeigener unter einem Grundherrn und deren Ausbeutung wird von der Kirche "als von Gott in seiner vergeltenden Gerechtigkeit" begründet und in den eigenen Liegenschaften angewendet. Nach Gregor von Nazianz, Bischof von Konstantinopel, ist die Ständeordnung vorbestimmt. Gott selbst habe gewollt, dass, "die einen, für die es so nützlich ist, geweidet und regiert und durch Wort und Tat zur Pflicht angehalten werden, die anderen aber, welche sich vor dem Volke durch Tugend und durch innige Beziehung zu Gott auszeichnen, Hirten und Lehrer seien". Bischof Burchard von Worms bestätigt die für Kirche und weltliche Herrscher angenehme Interpretation: "Um der Sünde willen, vom Menschen ausgegangen, hat der gerechte Gott das Leben der Menschen unterschiedlich gestaltet, indem er die einen zu Knechten, die anderen zu Herren bestimmt hat, auf dass durch die Gewalt der Herrschenden den Knechten die Freiheit, übel zu tun, beschränkt wird". Verweigerern wird eingeschärft: "Ihr sollt den Priestern gehorsam sein, bereitwillig auf sie hören und den Zehnten Gott getreulich erstatten. Denn wer den Zehnten zurückhält, begeht Raub am Eigentum Gottes". Wer sich dennoch gegen die Zinszahlungen aufbäumt, wird exkommuniziert und sonntags unter Glockengeläut und in aller Öffentlichkeit durch namentliche Benennung diskriminiert oder geht nach dreimaliger Ermahnung in das Eigentum des Klosters über.

      So bedienen sich beide, weltliche und kirchliche Machtträger, ohne Hemmungen der Arbeitskraft der Bevölkerung. Zwar zwingen die durch ständige Kriegszüge verursachten Hungersnöte (793), Zinswucher, Getreidespekulationen und überhöhte Preise Karl I. zum Handeln, aber letztlich ist die Macht der kirchlichen und weltlichen Gutsherren zu groß und der von den Kanzeln gepredigte Aufruf, das Schicksal der Armen sei von Gott vorherbestimmt, für einen organisierten Aufstand zu mächtig. Die Menschen fühlen sich nicht mehr als "Volk", eher als "Zubehör der Herrschenden" (Matthias Springer). Zudem hilft eine starke Armee, die von den Bischöfen und Äbten durch Gestellung kircheneigener Regimenter unterstützt und mit einem Schwur an die Feudalherrscher gebunden wird, die soziale Struktur militärisch abzusichern.

      Reichtum der Kirche

      Gewinner ist vor allem die katholische Kirche. Die schiere Masse an Kirchen und Klöstern – zwischen 1050 und 1350 werden alleine in Frankreich 80 Kathedralen, 500 Kirchen und Zehntausende von Gemeindekirchen gebaut – ist ein Hinweis, warum sich das Mittelalter auf dem Weg in die wirtschaftliche Not befindet: Geld kann man nur einmal ausgeben. Was oben "verprasst" und in Kirchenanlagen verbaut wird, fehlt unten. Ein arabischer Gesandter berichtet über das im Jahre 774 gegründete Kloster Fulda: "Nie sah ich in allen Ländern der Christen eine größere [Kirche] als sie, noch eine reichere an Gold und Silber. Die meisten ihrer Gefäße sind von Gold und Silber. Ferner ist dort ein Götzenbild aus Gold, dessen Gewicht 300 [Pfund] beträgt, mit Hyazinthen und Smaragden besetzt."

      Einen Vermögenssprung erwartet die Kirche unter den Karolingern. Pippin, seit 751 König der Franken und Vater Karls des Großen, schenkt dem Papst halb Italien und unter Karl I. wächst das Kirchenvermögen durch Überschreibung von Grundstücken mitsamt Dörfern und Einwohnern zum größten Grundbesitz im Frankenreich auf. Die Abtei Prüm hat im 9. Jahrhundert Grundbesitz vom Rhein bis zur Bretagne und ein ganzer geografischer Landstrich entlang des linken Rheinufers, von Basel bis Köln, geht in den Besitz der katholischen Bistümer über und erwirbt sich den Namen "Pfaffengasse". Und wer den Starnberger See besucht, stellt nach kurzer Recherche fest, dass der See fast vollständig einem halben Dutzend Klöstern gehört hat, mit Ländereien, Fisch- und Marktrechten. Bistümer und Klöster vermehren ihren Güterbestand enorm, wohl auch durch Ausmalung der Höllenqualen und himmlischen Strafen.

      Zur Bewirtschaftung der Klöster wird auf die Schaffenskraft externer und abhängiger Menschen zurückgegriffen. Ohne eine Heerschar von Abhängigen und Hörigen sind die Kloster-Latifundien gar nicht zu bewirtschaften. Einer der Spitzenreiter dürfte dabei das Kloster von Saint-Germain-des-Prés sein, dessen Polyptychon, ein mehrteiliges Bestands- und Leistungsverzeichnis, um 825 mehr als 10.000 Hörige verzeichnet. Den klösterlichen Großgrundbesitzern stehen die Verlierer der mittelalterlichen Gesellschaft gegenüber, die Masse der "kleinen Leute", die meist froh sind, über den Winter zu kommen. Sie sind es, die die großartigen Anlagen mit ihrer Arbeitskraft bezahlen.

      Der Verfall der Städte

      Innerhalb eines Jahrhunderts verwahrlosen fast alle Erbstücke, die die Römer hinterlassen haben. Öffentliche Bibliotheken und Theater werden geschlossen, "die Wunderbauten der Wasserleitungen" verfallen, Tempel werden zu Steinbrüchen und Bibliotheken dienen als Lieferanten für preiswertes Pergament. Öffentliche Schulen, die im römischen Reich zur Sicherung der durchorganisierten Bürokratie und des bis in viele Einzelheiten geordneten Rechtswesen unverzichtbar gewesen sind, laufen aus, und an ihre Stelle treten nicht-öffentliche Schulen mit einem auf den Klerus ausgerichteten Ausbildungssystem. Das bisher bestens gewartete Verkehrswegesystem, unverzichtbar für Kommunikation und den Fernverkehr von Militär, Post und Handel, bricht mit dem Ende des 6. Jahrhunderts zusammen. Es bleiben wenige Teilstücke und Regionalstraßen, die sich ihre eigenen Wege suchen, wenn die bisherigen Straßen durch allzu viele Schlaglöcher unpassierbar geworden sind.

      Ohne Kultureinrichtungen, ohne Garnisonen und Beamtenschaft bricht in Mitteleuropa die gesamte nicht-klerikale Stadtkultur zusammen. Während die Römer einen ganzen Kontinent mit einer berauschenden Stadtkultur überziehen, die Araber, wo immer sie sich ansiedeln, scheinbar aus dem Nichts blühende Städte zaubern, schaffen es Kirche und fränkische Herrscher, das urbane Erbe in eine städtelose Agrarlandschaft mit eingesprengelten Bischofssitzen zu verwandeln. Karl "der Große" residiert nicht mehr in einer Hauptstadt, sondern aus dem Sattel. Begleitet von seiner Hofequipage auf Ochsenkarren, zieht er mit Sack und Pack von einer Pfalz in die nächste und verbringt seinen Lebensabend in einem Eifel-Kaff, rund tausend Kilometer vom Mittelmeer entfernt, auf den Resten einer von den Römern verlassenen Therme, unter dem Namen "Aachen" bekannt. Sein Königshof wäre im römischen Reich bestenfalls den Ansprüchen eines Provinzgouverneurs gerecht geworden.

      Die Wasserleitungen verfallen, so dass die Bürger sich wie in archaischen Zeiten aus Brunnen versorgen und die Notdurft auf die Straße entleeren. Statt in Steinhäusern, in Rom teilweise mit fünf bis sechs Stockwerken, leben die Menschen in armseligen Holzbaracken, vergessen das Schreiben, verstehen die Amtssprache nicht mehr und brauchen Übersetzer, wenn sie kommunale Verordnungen lesen wollen. Sie sind Fremde im eigenen Land, das von zwei mächtigen Kräften beherrscht wird, die sich gegenseitig die Bälle zuwerfen. Von "Demokratie" oder res publica spricht ohnehin niemand mehr. Keiner, der stolz erklärt "ich bin ein römischer Bürger". Dieser Verlust an Gemeinsinn dürfte, neben dem Untergang der Städte, ganz wesentlich zum Verfall des Staates beigetragen haben.

      Wunderheiler und Bader ziehen über das Land und bieten ihre Dienste feil. Ärzte mit fundierter Ausbildung gibt es nicht mehr, Krankenhäuser wie in Persien oder in den römischen Legionärsstädten ohnehin nicht. Die stattdessen in Mitteleuropa angebotene Klostermedizin beschränkt sich bis in das 13. Jahrhundert auf die Verabreichung von Kräutern, auf Quacksalberei mit Steinen und Empfehlungen, Heilige anzurufen und Buße zu tun. Leichenöffnungen stoßen auf großen Widerstand und werden unter der Allmacht der Kirche fast tausend Jahre lang nur heimlich praktiziert.

      Der Verfall der Schriftsprache als konstituierendes Element der Nationalbildung und als Voraussetzung zur Erschließung eines breiten Reservoirs an Intelligenz und Begabung ist durch nichts zu kompensieren. Nur noch Angehörige des Klerus können im Westen lesen und schreiben. Selbst Kaiser und Könige brauchen Handreichungen, um wenigstens Kürzel als gekritzelte Unterschriften zu Papier zu bringen. Karlmann unterschreibt mit einem Kreuz, Pippin der Jüngere mit einem Vollziehungsstrich, und Karl I. kann bestenfalls nur rudimentär lesen und schreiben. Latein wandelt sich zu einer Verkündungs-, Propaganda- und Herrschaftssprache, an deren Gebrauch das Volk nicht mehr teilnimmt. Ohne Zugang zu Texten und Dokumenten, ohne gemeinsame Sprache und ohne öffentliche Schulen wird das Volk zur Spielmasse der feudaler Herrschaften. Die Kirche aber gewinnt als Herrin der lateinischen Amtssprache eine ungeheure Macht.

      Über allem liegt bleiern ein düsteres Gemenge aus Diesseitsdiskriminierung, Aufruf zur Askese, Buße und Ablass. Pfarrer mahnen zur Einkehr und lösen einen Tsunami der Gefühle aus, wenn sie über Brandungen und Gezeiten sprechen, die nicht von dieser Welt sind. Ein Jüngstes Gericht, so drohen sie, werde das Weltengebäude zersplittern und ewige Strafen verhängen. Sex am Freitag könne Gott nicht leiden und Naturkatastrophen seien als Vorboten der erwarteten Apokalypse umzudeuten. Ein graues memento mori ersetzt das bunte carpe diem. Asketen sind hoch angesehen, ein Leben hinter Mauern führt zur Heiligkeit. Die Suche nach der Wahrheit, das Fragen nach dem Glück des Menschen und der Gedanke von der Freiheit als dem höchsten Ziel allen politischen Handelns sind keine Vokabeln des Mittelalters. Ohne von äußeren Kräften getrieben zu werden, versinkt eine vielfältige, beneidete Hochkultur in einem von Jenseitserzählungen geprägten monothematischen Kulturkreis, der der Religion völlig erlegen ist. Eine Riege frommer Männer wirft den nicht für Bibelexegesen und Predigten nutzbaren Großteil der antiken Kultur auf die Müllkippe. Dort rotten die Reste dahin, bis sich die Renaissance, die Wiedergeburt der Antike, an sie erinnert.

      Der Abfall des Katholizismus vom Christentum

      Jeder Laie kann es erkennen: Der mittelalterliche feudale, hoch angriffslustige Katholizismus hat mit dem idealistisch-utopischen Neuen Testament in Gestalt der Lukas- und Matthäus-Evangelien nichts mehr gemein. Heinrich Heine erzählt in seiner Geschichte der Religion und Philosophie, "wie das Christentum zum römischen Katholizismus geworden" sei und wiederholt damit Luthers Thesen, dass der institutionelle Katholizismus nicht das eigentliche Christentum widerspiegele. Eine Religion, schreibt Max Weber, die den Ungläubigen und Ketzern nur die Wahl zwischen Konversion und ausgerottet werden lässt und die grausamste Instrumente zur Folterung und Tötung nicht genehmer Glaubensrichtungen erfindet, kann unmöglich mit der Religion der Nächstenliebe identisch sein. Friedrich Nietzsche spricht vom Sterbebett des Christentums, das Christentum Jesu sei "unter die Mörder gefallen" und selbst theologisch argumentierende Kirchenkritiker (Erich Seeberg, Peter Meinhold, Ernst Benz) meinen einen Verfallsprozess des Christentums zu sehen. Erich Kästner schreibt, der liebe Gott sei aus der Kirche ausgetreten, und auch Goethe, wahrlich kein Atheist, drückt seine Abneigung gegenüber der Kirche und dem "Marterholz" unverblümt aus.

      Deutlich und unmissverständlich wird der russische Schriftsteller Fjodor M. Dostojewski (1821–1881), der den Abstand der katholischen Kirche zum Ursprünglichen in seiner Novelle Die Brüder Karamasow beschreibt: Der Großinquisitor, oberster Glaubenshüter der Kirche, macht Jesus, der auf die Erde zurückgekehrt ist, klar, dass man ihn nicht mehr brauche: "Wir haben deine Tat verbessert, und sie auf das Wunder, auf das Geheimnis und auf die Autorität gegründet. Und die Menschen freuten sich, dass sie wieder wie eine Herde geleitet wurden. Warum bist du denn jetzt gekommen, uns zu stören? Wir sind schon seit langer Zeit nicht mehr mit dir im Bunde."

      Eine Entscheidung, die die Welt bewegt

      So ist der Katholizismus eine Religion sui generis, die sich unter Auslassung einer ganzen Epoche schlimmster Menschenfeindlichkeiten mit fremden Federn schmückt. Er wächst nicht aus der Gesellschaft heraus, ist kein Konstrukt seiner Zeit, sondern wird verordnet. In einer einsamen Entscheidung, an der weder der Senat noch das Volk beteiligt sind. Durch einen Erlass vom 28. Februar 380, der Europa fast 1500 Jahre lang beherrscht und dessen Wirkung bis in die Spitzen Südamerikas reicht. Ohne dieses Gesetz wäre die Geschichte anders verlaufen, nicht zwangsläufig friedlicher, aber wohl weniger erbarmungslos, ohne Kreuzzüge, die bis heute die Beziehungen zwischen Orient und Okzident auf traumatische Weise prägen, ohne Zwangstaufen und Indices verbotener Bücher, ohne Inquisition, Hexenverbrennung, Judenverfolgung, ohne Religionskriege und ohne religiös begründete Einschränkung des Wissenschaftsbetriebes.

      Die Mesalliance von Staat und Kirche hat den Feudalismus befördert, in dem die weltlichen und kirchlichen Herrscher ihre Untertanen eine kleine Ewigkeit lang im Status von Halbsklaven dirigieren. Der Arme ist unterster Teil der Gesellschaftsordnung, und dort gehöre er durch Gottes Willen auch hin. Niemals in der Menschheitsgeschichte wurde eine derart niederschmetternde Inszenierung von der Verworfenheit des Menschen auf die Bühne gebracht. Niemals wurden Kleinstkindern eine nicht tilgbare Schuld für Vergehen ihrer Ur-Ahnen angelastet. Niemals in der Geschichte der Religionen wurde ein Gott gezeichnet, der eifersüchtig darauf achtet, dass man ihn tagtäglich lobt, und der in grotesker Maßlosigkeit selbst kleinste Vergehen mit ewigen Strafen vergilt. Niemals wurde eine Ethikbilanz durch Pogrome, Zwangsbekehrungen, Bücherverbote, Ketzervertreibungen, Diskriminierungen, Religionskriege, Inquisitionen und die paranoide Überzeugung, Frauen seien unter satanischer Führung darauf versessen, weitere Opfer zu umzingeln und müssten daher verbrannt werden, derart verhagelt wie im Falle der katholischen Lehre. Niemals geschah so viel Unrecht. Tausend Jahre lang. Kann man sich das überhaupt vorstellen?

      Der Text erschien ursprünglich in
      MIZ: Materialien und Informationen zur Zeit, Ausgabe 2/18. Übernahme mit freundlicher Genehmigung des Alibri Verlags.

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      ÜBER DEN AUTOR

      Rolf Bergmeier Der Autor ist Althistoriker und Philosoph, hat zuletzt die Bücher "Christlich-abendländische Kultur. Eine Legende" (2014) und "Schatten über Europa. Der Untergang der antiken Kultur" (2012) veröffentlicht. Anfang April 2016 hat er eine 320 Seiten starke
      Kritik über Karl den "Großen" publiziert.

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      Mehr vom Autor auf
      hpd :

      1. Vom Sieg des Katholizismus und dem Verlust an Menschlichkeit
      [ Siehe @ https://hpd.de/artikel/sieg-des-katholizismus-und-dem-verlust-an-menschlichkeit-15987 ]
      2. Berlin schaut zu. Über die Inhumanität beim Sterben
      [ Siehe @ https://hpd.de/artikel/berlin-schaut-ueber-inhumanitaet-beim-sterben-15885 ]
      3. Der Abfall des Katholizismus vom Christentum
      [ Siehe @ https://hpd.de/artikel/abfall-des-katholizismus-christentum-15432 ]
      4. Mit dem Karlspreis zurück ins Mittelalter
      [ Siehe @ https://hpd.de/artikel/dem-karlspreis-zurueck-ins-mittelalter-13047 ]
      5. Reconquista in Deutschland
      [ Siehe @ https://hpd.de/artikel/12583 ]

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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      STUDIE: DIE KATHOLISCHE KIRCHE IN DEUTSCHLAND UND DAS AUSMAß IHRER VERBRECHEN.

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      Was der Vatikan jetzt selbst bezüglich dem deutschen Missbrauchsskandal in der Katholischen Kirche in Deutschland, der kürzlich freigegebenen diesbezüglichen STUDIE und der Reaktion der bundesdeutschen Missbrauchskommission zu den Aussagen der Bischöfe dazu berichtet :

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      Der Newsletter von Vatican News
      [ das mehrsprachige Nachrichtenportal des Vatikans ]
      [ Siehe
      WIKIPEDIA @ de.wikipedia.org/wiki/Vatican_News
      (Stand: 24. Juni 2018 ) ]



      Newsletter 04/10/2018


      Themen: KIRCHE, DEUTSCHLAND, MISSBRAUCH, KATHOLISCHE KIRCHE

      Missbrauch: Unabhängige Kommission kritisiert Bischöfe

      [ Bundesrepublik Deutschland ]

      [ Siehe den diesbezüglichen Artikel @ https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2018-10/missbrauch-unabhaengige-kommission-bischoefe-studie.html ]

      Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs zeigt sich über die Erklärung der deutschen Bischöfe vom 27. September 2018 zu den Ergebnissen der STUDIE „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ (MHG-STUDIE) enttäuscht.

      [ Johannes-Wilhelm Rörig ist Beauftragter der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs - Siehe WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes-Wilhelm_R%C3%B6rig (Stand: 22. September 2018 ) ]

      Die angekündigten Maßnahmen der deutschen Bischöfe als Reaktion auf die MHG-STUDIE zeuge nicht von der gebührenden Übernahme von Verantwortung von Seiten der Kirche. Vor allem den von sexueller Gewalt betroffenen Menschen werde erneut viel Geduld abverlangt. „Die vage Erklärung wird dem in der STUDIE aufgedeckten Ausmaß sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen und den Dimensionen des Vertuschens innerhalb der katholischen Kirche nicht gerecht,“ fasst die Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs zusammen. Die Erklärung wirke halbherzig. Der von Kardinal Marx angekündigte Wendepunkt im Umgang der katholischen Kirche mit Fällen sexuellen Kindesmissbrauchs werde daraus nicht ersichtlich.

      Klärungsbedarf bei „Selbstherrlichkeit von Amtsträgern der Kirche“

      Von der Überwindung der „Selbstherrlichkeit von Amtsträgern der Kirche“, wie die Erklärung der Bischöfe am Ende verspricht, sind die angekündigten Schritte noch weit entfernt. Hier sieht die Kommission raschen Klärungsbedarf.

      Kirche hat die von der Gesellschaft übertragene Verantwortung zu stemmen

      Die Kommission wendet sich an die Deutsche Bischofskonferenz mit der Feststellung, dass die Kirche in Deutschland wichtige Aufgaben der Erziehung, Bildung und Betreuung von Heranwachsenden übernehme. Die Verantwortung für diese werde der Kirche von der Gesellschaft übertragen. Deshalb habe die Gesellschaft auch das Recht auf konkrete Informationen über den Umgang der Kirche mit Betroffenen, über die unabhängige Aufarbeitung der Kirche von Missbrauch an Minderjährigen, über die Auseinandersetzung mit täterschützenden Machtstrukturen innerhalb der Kirche und über die Haltung der Kirche zu Sexualität und Klerikalismus.

      Fragen der Kommission an die Bischöfe

      Ein umfangreicher Fragenkatalog wurde aus Antwort auf die Erklärung der Bischöfe erstellt. Die Kommission konfrontiert die Bischöfe unter anderem mit folgenden Fragen: Wie wird ein respektvoller, achtsamer, transparenter und partizipativer Umgang mit Betroffenen jetzt gestaltet? - Welche Vorstellungen gibt es über Höhe und Modalitäten von finanziellen Leistungen an Betroffene und wie soll das Verfahren zur konkreten Anerkennung des Unrechts aussehen? Welche Qualitätsstandards werden an Anlaufstellen für betroffene Menschen angelegt und mit welchen finanziellen und personellen Ressourcen werden sie ausgestattet?

      Unabhängige Aufarbeitung

      Weiters wirft die Kommission die Frage auf, mit welchen Verfahren jetzt sichergestellt werde, dass sämtliche Bistümer eine unabhängige Aufarbeitung auf den Weg bringen und nach welchen verbindlichen Standards die Aufarbeitung erfolge. Wie wollen die Bischöfe Aufarbeitungsgegner in den eigenen Reihen überzeugen? - Werden Betroffene in die anstehenden Aufarbeitungsprozesse einbezogen? - Ist in der katholischen Kirche in Deutschland die Aufarbeitung in den Orden vorgesehen? - Wie werden weitere Defizite der STUDIE (z.B. kein uneingeschränkter Zugang zu den Archiven, Frauen als Täterinnen) bei der Aufarbeitung berücksichtigt?

      Überwindung täterschützender und kinderfeindlicher Machtstrukturen

      Wie solle die Klärung über jene Kleriker erfolgen, die „über die Täter hinaus institutionell Verantwortung für das Missbrauchsgeschehen in unserer Kirche getragen“ haben, zum Beispiel, indem sie die Straftaten vertuscht haben? - Wann werde konkret damit begonnen, strukturelle Veränderungen, die als täterschützend identifiziert wurden, umzusetzen und wer wird daran beteiligt werden?

      Haltung zu Sexualität und Klerikalismus

      Es sei nachvollziehbar, so die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs, dass einige in der STUDIE aufgeworfene Fragen bezüglich der zölibatären Lebensform und des Umgangs mit Sexualität sowie nach dem Beichtgeheimnis Zeit benötigten. Aber welche mittelfristigen Ziele wollen sich die Bischöfe setzen? Welchen Kreis von Externen wollen sie einbeziehen? - Wie zeigt sich die Bereitschaft bei den Verantwortlichen der Kirche, Macht abzugeben, um „ein neues Miteinander in der Kirche“ realisieren zu können?

      Mehr Dialog ist gefordert

      Die Kommission ist bereit, mit der katholischen Kirche zu den gestellten Fragen und einer umfassenden Aufarbeitung in den Dialog zu treten. Die Kommission hat mit vielen Betroffenen gesprochen. Diese erwarteten Gerechtigkeit, und dazu müsse die katholische Kirche nach wie vor einen wesentlichen Beitrag leisten. Die Kommission pflegt auch Kontakt zu vielen Menschen, die innerhalb der Kirche im Sinne der Betroffenen für unabhängige Aufarbeitung und Kinderschutz etwas bewegen wollen. Diese Stimmen sollten nun endlich gehört werden, und das Engagement der Betroffenen sollte gestärkt werden, so die Forderung der Kommission.

      (pm – hoe)

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      QUELLE: Der Newsletter von Vatican News, den ich regelmäßig per Email bekomme.
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      STUDIE: DIE KATHOLISCHE KIRCHE IN DEUTSCHLAND UND DAS AUSMAß IHRER VERBRECHEN.

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      Habt Ihr bemerkt? : Die jetzige Bundesministerin für Justiz, Katarina Barley (SPD) spricht sich gegen die Kirche und für uneingeschränkte und unverwässerte Rechtsstaatlichkeit aus, was, die Verbrechen der Kirche betrifft ( jegliche Verbrechen der Kirche betrifft ! ) !!

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      hpd - Humanistischer Pressedienst :

      Katarina Barley zum Missbrauchsskandal

      "Das Kirchenrecht steht nicht über dem Strafrecht"

      Von: Florian Chefai

      5. OKTOBER 2018

      Schlagworte:
      Missbrauch, Katholische Kirche, Justiz


      [
      QUELLE: https://hpd.de/artikel/kirchenrecht-steht-nicht-ueber-dem-strafrecht-16029 ]

      [ FOTO: „Dr. Katarina Barley - Foto: © Thomas Kohler / phototek“ ]


      Bundesjustizministerin Katarina Barley kritisiert die katholische Kirche für den fehlenden Aufklärungswillen im Missbrauchsskandal. Gegenüber der ZEIT forderte sie die Öffnung der Kirchenarchive und Akten.

      Katarina Barley kritisierte die katholische Kirche bereits Ende September für "jahrzehntelanges Verschweigen, Vertuschen und Verleugnen" im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal. So etwas wie ein Schweigekartell dürfe es nicht geben, erklärte die Justizministerin.

      Im
      Gespräch mit der ZEIT [ Siehe »Was tut der Staat, wenn die Kirche Täter schützt?« (3. Oktober 2018, 16:55 Uhr / Editiert am 7. Oktober 2018, 11:49 Uhr / DIE ZEIT Nr. 41/2018, 4. Oktober 2018 / 104 Kommentare) @ https://www.zeit.de/2018/41/katarina-barley-bundesjustizministerin-spd-interview/komplettansicht ] wiederholte sie nun die Forderung, bekannt gewordene Taten anzuzeigen, damit Staatsanwaltschaften diese verfolgen können: "Alles, was strafrechtlich relevant ist, muss und wird von Polizei, Staatsanwaltschaften und Strafgerichten verfolgt werden. Der Eindruck, das werde der Kirche überlassen, ist falsch. Das Kirchenrecht steht nicht über dem Strafrecht – es ist umgekehrt."

      Barley wies ferner darauf hin, dass der Rechtsstaat keine Geheimarchive akzeptiere: "Alle Unterlagen in den kirchlichen Archiven können von den Strafverfolgungsbehörden beschlagnahmt und ausgewertet werden, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen." Zugleich kritisierte sie die Vertuschung von Missbrauchsfällen durch die Diözesen: "Akten zu manipulieren, um jemanden vor der Strafverfolgung zu schützen, kann eine strafbare Handlung sein!"

      Es sei dringend notwendig, "dass die katholische Kirche ihre Haltung zu Zölibat, Homosexualität und Sexualmoral vor allem von Priestern hinterfragt", erklärte Barley. Vertrauen, dass es in der Kirche von selbst besser wird, habe sie keines.


      MEHR ZUM THEMA:

      Missbrauchsstudie: "Staatsanwaltschaften sollten jetzt die Kirchenarchive beschlagnahmen!" – Kommentar von ifw-Beiratsmitglied Rechtsanwalt Eberhard Reinecke [ Siehe @ https://hpd.de/artikel/staatsanwaltschaften-sollten-jetzt-kirchenarchive-beschlagnahmen-16001 (28.09.2018) ]

      Keine Ausnahmen von der Strafverfolgung für die Kirche und ihre Priester – Kommentar von Prof. Dr. Dieter Rössner [ Siehe @ https://hpd.de/artikel/keine-ausnahmen-strafverfolgung-fuer-kirche-und-ihre-priester-16026 (05.10.2018) ]

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      ÜBER DEN AUTOR

      Florian Chefai Der Autor ist stellvertretender Chefredakteur des
      hpd . Er studiert Philosophie und Soziologie in Trier und ist aktiv bei der Giordano-Bruno-Stiftung.
      Seine Interessenschwerpunkte liegen bei der Philosophie der Aufklärung, Ideengeschichte, Ethik sowie Religions- und Ideologiekritik.

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      Mehr vom Autor auf
      hpd :

      1. "Das Kirchenrecht steht nicht über dem Strafrecht"
      [ Siehe @ https://hpd.de/artikel/kirchenrecht-steht-nicht-ueber-dem-strafrecht-16029 ]

      2. "Erzieherinnen haben einen Bildungsauftrag – keinen Verkündigungsauftrag!"
      [ Siehe @ https://hpd.de/artikel/erzieherinnen-haben-einen-bildungsauftrag-keinen-verkuendigungsauftrag-16008 ]

      3. Schüler protestieren gegen Diskriminierung an katholischem Gymnasium
      [ Siehe @ https://hpd.de/artikel/katholisches-gymnasium-mariengarden-bricht-antidiskriminierungsbestimmungen-15999 ]

      4. "Dialog darf kein Selbstzweck sein"
      [ Siehe @ https://hpd.de/artikel/dialog-darf-kein-selbstzweck-sein-15993 ]

      5. Katarina Barley: Die Kirche muss Verantwortung übernehmen
      [ Siehe @ https://hpd.de/artikel/katarina-barley-kirche-muss-verantwortung-uebernehmen-15983 ]

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      Bisher 14 Leserkommentare zu dem in diesem Artikel angesprochenen Thema im hpd.
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
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      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Abwarten, der Bundesbeauftragte, der sich um die Belange zu sexuellem Kindesmissbrauch kümmern soll, fordert auch immer wieder, geht aber auf konkrete Fragen nicht ein.

      Vielleicht ist die Justizministerin da besser, vielleicht aber auch nicht. Wir werden sehen.
      Tapferkeit ist das Vermögen und der überlegte Vorsatz,
      einen starken aber ungerechten Gegner Widerstand zu leisten.
      (Immanuel Kant)

      Der Ziellose erleidet sein Schicksal, der Zielbewusste gestaltet es.
      (Immanuel Kant)

      kliv schrieb:

      Abwarten, der Bundesbeauftragte, der sich um die Belange zu sexuellem Kindesmissbrauch kümmern soll, fordert auch immer wieder, geht aber auf konkrete Fragen nicht ein.

      Vielleicht ist die Justizministerin da besser, vielleicht aber auch nicht. Wir werden sehen.


      Ich hoffe ja das es diesmal ohne vorbehalte bearbeitet wird. Wenn wir mal überlegen wie lange wir um die Anerkennung für die Entschädigung der Heim Kinder gekämpft haben. Und betrogen wurden wir alle.
      Was mich nicht umbringt,macht mich stärker.
      Zitat Friedrich Nietsche

      STUDIE: DIE KATHOLISCHE KIRCHE IN DEUTSCHLAND UND DAS AUSMAß IHRER VERBRECHEN.

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      Schon alles gelesen und so richtig verdaut ?? :

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      DIE ZEIT im Interview mit Katarina Barley

      [ FOTO: Katarina Barley, 49, ist Bundesjustizministerin. Zuvor leitete die SPD-Politikerin bereits das Familienministerium. Die gebürtige Kölnerin war wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bundesverfassungsgericht und Richterin. © Hans Christian Plambeck/laif ]

      [ Siehe auch unbedingt WIKIPEDIA @ https://en.wikipedia.org/wiki/Katarina_Barley ]

      INTERVIEW

      Katarina Barley:

      Was tut der Staat, wenn die Kirche Täter schützt?

      Ein Gespräch mit Bundesjustizministerin Katarina Barley über Geheimarchive, bischöfliches Schweigen und ungeahndete Verbrechen.

      Interview:
      Heinrich Wefing [ Profil: https://www.zeit.de/autoren/W/Heinrich_Wefing/index.xml ]
      und

      Marc Widmann [ Profil: https://www.zeit.de/autoren/W/Marc_Widmann/index.xml ]


      3. Oktober 2018, 16:55 Uhr Editiert am 7. Oktober 2018, 11:49 Uhr, DIE ZEIT Nr. 41/2018, 4. Oktober 2018, 105 Kommentare

      Erste Seite: »Was tut der Staat, wenn die Kirche Täter schützt?« @ https://www.zeit.de/2018/41/katarina-barley-bundesjustizministerin-spd-interview

      Zweite Seite: »"Wir wollen die Position von Whistleblowern stärken"« @ https://www.zeit.de/2018/41/katarina-barley-bundesjustizministerin-spd-interview/seite-2

      Dritte Seite: »"Die Kirche muss transparenter werden"« @ https://www.zeit.de/2018/41/katarina-barley-bundesjustizministerin-spd-interview/seite-3
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      Die Studie die Pfeiffer aus Hanover durchführen sollte.
      Er hat es sehr früh gesehen was die Kirche vor hat. Hat das auch öffentlich gemacht.
      Und trotzdem finden sich in diesem Land immer Idioten die für Geld alles machen. Insbesondere in Aufarbeitungsprozessen der Kirchen!


      Hier klüngeln Staat und Kirchen wohl zusammen.
      Fast jeder überführte Täter bekommt in diesem Lande Berufsverbot oder das Verbot sich Kindern zu nähern oder das Umgangsrecht wird entzogen.
      Die Kirchen haben nachweislich über Jahrzehnte schwere Straftaten begangen, fortwährend, fortlaufend.

      Und was tut unsere "Regierung"? Richtig ... mal rein garnichts. Sie schieben den Kirchen weiter Kinder zu.
      Zumal der Mißbrauch in den Kirchen nicht beseitigt ist, sollte doch wohl der Staat eingreifen.

      Vermutlich mit dem Argument wer denn dann die vielzahl der Kinder betreut , erzieht usw.
      :mumie: Auf dieser Welt erreichst Du nicht das was Du willst; Du erreichst nur das was Du musst. R. B.

      Gefährlich sind Weltanschauungen von Menschen die die Welt nicht angeschaut haben.

      STUDIE: DIE KATHOLISCHE KIRCHE IN DEUTSCHLAND UND DAS AUSMAß IHRER VERBRECHEN.

      Neu

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      Ende September 2018, meldete sich auch Matthias Katsch, Mitbegründer der deutschen Betroffeneninitiative »Eckiger Tisch« und des Netzwerks »Ending Clergy Abuse« bezüglich dieser von der Katholischen Kirche in Deutschland in Auftrag gegebenen STUDIE und was er erwartet, dass jetzt daraufhin folgt:

      Er fordert:


      QUELLE: http://www.eckiger-tisch.de/2018/09/28/eckiger-tisch-fordert-unterstuetzung-durch-die-politik-fuer-eine-unabhaengige-aufarbeitung-sowie-angemessene-entschaedigung/ :

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      ECKIGER TISCH fordert Unterstützung durch die Politik für eine unabhängige Aufarbeitung sowie angemessene Entschädigung

       28. September 2018  kobayashi  Allgemein

      Da die katholische Kirche nach ihren kurzen Scham- und Entschuldigungsbekundungen auch acht Jahre nach Beginn der öffentlichen Debatte keinerlei konkrete Schritte vorlegt − wie die die Offenlegung ihrer Archive und eine angemessene Entschädigung − fordern wir angesichts der vielen Tausend Betroffenen sexuellen Missbrauchs durch katholische Priester:

      1. Politik und Strafverfolgungsbehörden müssen den Schutz der Betroffenen gewährleisten und tätig werden.

      Wir fordern die Politik auf, den Schutz der Betroffenen zu gewährleisten und sie nicht der Willkür der Kirche zu überlassen. Der Staat kann nicht länger zulassen, dass die Verbrechen durch katholische Priester von der Kirche intern geregelt und vertuscht werden. Angesichts des institutionellen Versagens der Kirche bedeutet ein Gewährenlassen gleichzeitig auch ein Staatsversagen.

      Wir fordern daher die Strafverfolgungsbehörden in Deutschland auf, tätig zu werden. Während Staatsanwaltschaften − beispielsweise beim Anfangsverdacht der Vertuschung von Abgasmanipulationen von Kraftfahrzeugen − konsequent ermitteln und etwaiges Beweismaterial sicherstellen, ist dies bei Missbrauchsfällen durch Priester im Bereich der katholischen Kirche bislang konsequent unterblieben. Bei Straftaten wie dem sexuellen Missbrauch von Kindern muss die Staatsanwaltschaft tätig werden. Da die katholische Kirche weiterhin keine konkrete Bereitschaft zeigt, Täter zu benennen, fordern wir die Strafverfolgungsbehörden auf, den bekannten Anfangsverdachtsfällen jetzt entschlossen nachzugehen und endlich zu ermitteln.

      Im MHG-Untersuchungsbericht wird die Zahl von 1.670 Tätern genannt. Das sind 1.670 konkrete Anfangsverdachtsfälle, denen nachgegangen werden muss: Welche Täter leben noch, welche sind weiterhin aktiv, wie heißen diese Täter, wo fand (oder findet) der Missbrauch statt, welche Fälle sind noch nicht verjährt? Das alles wissen wir nicht, weil die Kirche es nicht wissen will. Die Staatsanwaltschaften, die in den vergangenen acht Jahren in Deutschland untätig geblieben sind, müssen daher jetzt endlich handeln, damit Kinder heute nicht länger einem Risiko durch die noch lebenden und aktiven Täter ausgesetzt sind.

      Fälle, die nach dem Dafürhalten der Staatsanwaltschaften offensichtlich verjährt sind, müssen künftig durch eine von der Regierung einzurichtende unabhängige Untersuchungskommission aufgeklärt werden.

      Betroffenen muss ein Einsichtsrecht in die ihren Fall betreffenden Unterlagen bei den Bistümern und Ordensgemeinschaften gewährt werden. Die Opfer haben ein Recht darauf, etwas über die Tatumstände und das Handeln der verantwortlichen Vorgesetzten zu erfahren. Auch die Gesellschaft sollte wissen, was aus den Tätern wurde.

      2. Wir fordern zu Entschädigungszahlungen auf, die der Schwere des Schadens gerecht werden.

      Die Menschen, die in ihrer Kindheit von katholischen Priestern missbraucht worden sind, sind häufig massiv geschädigt worden. Sie müssen lebenslang mit den zerstörerischen Auswirkungen des Missbrauchs weiterleben. Viele Lebensbereiche können von weitreichenden Beeinträchtigungen betroffen sein:

      ● Viele Betroffene haben in ihrem weiteren Leben erhebliche Probleme bei zwischenmenschlichen Beziehungen, Bindungen und Partnerschaften.
      ● Oft wurde die Beziehung zum eigenen Körper beschädigt, Intimität und Sexualität sind daher für viele Betroffene problembelastet.
      ● Viele Betroffene konnten und können sich nicht beruflich und erwerbsmäßig entfalten.
      ● Viele Betroffene leiden über die gesamte Lebensspanne verschiedenen psychischen Problemen wie Depressionen, andere psychische Erkrankungen oder Suchterkrankungen.
      ● Manche Betroffene, die nicht die Kraft hatten, mit dem Erlittenen weiterzuleben, haben ihr Leben beendet.

      Eine Wiedergutmachung dieser Schäden ist nicht möglich. Die Taten und die Schäden können nicht rückgängig gemacht werden. Eine Entschädigung kann aber dazu beitragen, dass betroffene Menschen besser mit diesem Leben klarkommen und mit den Beeinträchtigungen weiterleben können.

      Wenn die Kirche die bisher angebotenen ‚Anerkennungsleistung‘ von bis zu 5.000 Euro mit dem Faktor 100 multipliziert, dann wäre dies ein Betrag, der sich für Betroffene tatsächlich wie der Versuch einer Entschädigung anfühlen und damit dem Ausmaß des persönlichen Schadens ansatzweise gerecht werden würde.

      Matthias Katsch / Sprecher ECKIGER TISCH

      .


      Und Matthias Katsch erschien auch kürzlich in einer australischen Radio-Sendung – er sprach aus Rom und er sprach in Englisch – bezüglich dieser von der Katholischen Kirche in Deutschland in Auftrag gegebenen STUDIE and seinen jetzigen Erwartungen :

      Matthias Katsch speaking on Australian radio from Rome :

      Psychiatrist Dr. Harald Dressing is also participating in this Interview; he led and coordinated this STUDY :

      Totally independent Australian national Broadcaster: ABC RADIO NATIONAL :


      .
      Religion and Ethics Report

      »German clergy sex abuse report: "Tip of the iceberg"«
      ( 03.10.2018 / 05.10.2018 )

      @ http://www.abc.net.au/radionational/programs/religionandethicsreport/an-apology-from-the-german-bishops/10329688

      [ Hier kann man sich das vollständige Interview, jederzeit, anhören : ]

      @ http://radio.abc.net.au/programitem/pgQ7e4aElV?play=true [ Natürlich braucht es gute Englisch-Sprachkenntnisse dazu. ]

      [ einleitender Text (in Englisch) zu diesem Interview in englischer Sprache : ]


      Wednesday 3 October 2018 5:30PM

      Presented by Andrew West
      [ Profile of Andrew West: http://www.abc.net.au/radionational/andrew-west/3142266 ]

      German investigators have been left shaken by the scale of child abuse uncovered in a major internal report released recently. Church and state are not separated as in Australia, and the churches there receive millions of euros in taxation directly from the state.

      And now an internal church report has estimated that 1,670 clerics, mostly priests, were found to have committed sexual abuse between 1946 and 2014 on at least 3,677 victims, mostly boys.

      That reported German survivor figure is less than the number reported by our Australian Royal Commission. And our Commission had powers of investigation. It’s worth remembering that the Australian Catholic church is just one fifth the size of the 25 million member German Church.

      Psychiatrist Harald Dressing led the epidemiological research commissioned by the German bishops’ conference.

      Matthias Katsch is a survivor of sexual abuse by a priest, and a member of the Independent Commission of Inquiry on Child abuse in Germany.

      Credits:

      Presenter: Noel Debien; Producer: Muditha Dias; Sound Engineer: Bryce Halliday; Editor: Joe Gelonesi.

      Links:


      Eckiger Tisch [ Selbstorganisation von Betroffenen von sexualisierter Gewalt an Jesuiten-Einrichtungen in Deutschland ] http://www.eckiger-tisch.de/ and http://www.eckiger-tisch.de/2018/09/28/eckiger-tisch-fordert-unterstuetzung-durch-die-politik-fuer-eine-unabhaengige-aufarbeitung-sowie-angemessene-entschaedigung/

      Kommissionsmitglieder [ UNABHÄNGIGE KOMMISSION ZUR AUFARBEITUNG SEXUELLEN KINDESMISSBRAUCHS ] https://www.aufarbeitungskommission.de/kommission/kommissionsmitglieder/
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      STUDIE: DIE KATHOLISCHE KIRCHE IN DEUTSCHLAND UND DAS AUSMAß IHRER VERBRECHEN.

      Neu

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      Stellungnahme von Politikwissenschaftler und grünen Politiker Jürgen Roth, Bundesarbeitsgemeinschaft Säkulare Grüne :

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      hpd - Humanistischer Pressedienst :

      [ QUELLE: https://hpd.de/artikel/sexueller-missbrauch-kirchlichen-einrichtungen-staatliche-aufgabe-16052 ]

      Kommentar

      Sexueller Missbrauch in kirchlichen Einrichtungen als staatliche Aufgabe?

      Von: Jürgen Roth [ Profil: https://hpd.de/autor/juergen-roth ]

      12. OKT 2018

      Schlagworte:
      Säkulare Grüne, Missbrauch, Katholische Kirche


      [ FOTO: „Symbolfoto – Foto: Pexels.com Public Domain verändert]

      Die unter dem Druck der Öffentlichkeit von der Katholischen Bischofskonferenz in Auftrag gegebene Studie über sexualisierte Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen ist ein erschütterndes Dokument über Missbrauch und Gewalt. Sie zeigt, was passiert, wenn in einer abgeschotteten Parallelwelt ungezügelte Willkür herrscht.

      Die Untersuchung selbst liefert leider nur einen ersten Einblick in eine über Generationen dauernde Ausnutzung von Abhängigkeit. Sie ist unvollständig, weil die Kirchenoberen bei der Untersuchung das Heft nie aus der Hand gegeben haben. So wurde den ForscherInnen kein unmittelbarer Zugriff auf die Akten der Diözesen eingeräumt. Die von Mitarbeitern der Kirche durchgesehenen Unterlagen wurden zudem sämtlich anonymisiert. Angesichts dieser massiven Behinderungen konnte nur ein Bruchteil der Fälle offengelegt werden.

      Trotz all dieser gezielten Blockaden enthüllt die Studie, dass in kirchlichen Archiven Akten zu mindestens 1670 Tatverdächtigen und 3677 Betroffenen lagern. Die Katholische Kirche hat bisher lediglich bei 122 von 1670 aktenkundigen Tatverdächtigen eine Strafanzeige erstattet; das sind nur sieben Prozent. In den Kirchenakten finden sich 96 Opfer, die mehr als hundertmal von Klerikern missbraucht wurden. Wir haben es offensichtlich mit einem harten Kern von Intensivtätern zu tun.

      Angesichts dieser Bilanz des Schreckens muss es auch wohlmeinende Kirchenmitglieder fassungslos machen, dass bislang gegen keinen deutschen Bischof oder einen anderen Amtsträger wegen Strafvereitelung oder Beihilfe durch Unterlassen ermittelt wurde oder gar eine Anklage erfolgt ist. Hier zeigt sich neben allen rechtlichen Problemen auch ein Abgrund von Unwillen, sich mit Kirchen "anzulegen".

      Studie zum sexuellen Missbrauch gezielt geschönt

      Die Katholische Kirche hat maßgeblich Einfluss genommen auf Fragestellung, Dokumente und Methoden der Untersuchung. Die Forscher haben das mit sich machen lassen. Anders als der ursprünglich vorgesehene Gutachter, der angesehene Kriminologe Prof. Pfeiffer, haben sie es hingenommen, dass ihnen die Einsicht in die Originalunterlagen verweigert wurde. Sie begnügten sich mit "bearbeitetem" Aktenmaterial. Zudem waren nicht einmal alle Bistümer bereit, sich an der Untersuchung zu beteiligen. Von einer unabhängigen Untersuchung kann also nicht die Rede sein.

      Angesichts dieser misslichen Rahmenbedingungen sind die gelieferten Ergebnisse alles andere als ein Zeugnis der Aufrichtigkeit und Transparenz seitens der Bischöfe. Sie belegen vielmehr einen eklatanten Mangel an Ehrlichkeit beim Umgang mit eigenem Fehlverhalten.

      Kirchen sind kein Staat im Staate

      Dieser – sattsam bekannten – kirchlichen Geheimniskrämerei begegnen Politik und Öffentlichkeit leider noch immer mit Nachsicht. Sogar vielfach dokumentierter sexueller Missbrauch gilt als kircheninterne Angelegenheit, die allenfalls den Vatikan etwas angeht.

      Die hartnäckige Mär von der rechtlichen Unangreifbarkeit der Kirchen treibt noch immer merkwürdige Blüten. Sie entstammt nicht zuletzt der frommen Legende, wonach es eine "Selbstbestimmungsgarantie" gebe, die sich aus Grundgesetz und Weimarer Verfassung ableite. Richtig ist vielmehr, dass Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften in Art. 140 GG i. V. m. Art. 137 Abs. 3 WRV eine "Selbstverwaltung" zugestanden wird. Das ist etwas substantiell anderes als eine "Selbstbestimmung". Nicht einmal der Bundesjustizministerin ist offensichtlich dieser Unterschied geläufig. [ Siehe @
      https://www.zeit.de/2018/41/katarina-barley-bundesjustizministerin-spd-interview/komplettansicht ]

      Keine der großen Kirchen und keine der vielen kleineren Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft stehen über dem staatlichen Recht. Dieser Grundsatz gewinnt umso mehr an Bedeutung, je ausdifferenzierter sich Religion in Deutschland darstellt. Die Zahl der Mitglieder der Großkirchen ist von rund 95 Prozent in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg deutlich zurückgegangen. In wenigen Jahren rutscht die Zahl von 54 Prozent im Jahre 2017 unter die 50-Prozent-Marke. In den größeren Städten und den neuen Bundesländern ist dieser Erosionsprozess bereits wesentlich weiter fortgeschritten als in den ländlichen Regionen. Die am stärksten wachsende Bevölkerungsgruppen sind Muslime in allen Schattierungen sowie die Konfessionsfreien mit rund 40 Prozent.

      Konfessionsfreie müssen in der Missbrauchsdebatte den Eindruck gewinnen, sexueller Missbrauch in katholischen Einrichtungen sei eine Art Privatangelegenheit der Bischöfe, die allenfalls dem Papst, nicht aber weltlichen deutschen Gerichten Rechenschaft schuldeten. Eine solche Einstellung ist mit dem Rechtsstaat des Grundgesetzes unvereinbar. Sexueller Missbrauch ist ein gesamtstaatlicher Skandal, der von den staatlichen Ermittlungsbehörden zu bekämpfen ist. Kirchliche Stellen haben hier lediglich eine Pflicht zur Unterstützung. Der Staat hat ein Gewaltmonopol auch gegenüber den Kirchen, die kein Recht auf rechtsfreie Räume haben.

      Es gilt der Grundsatz der staatlichen Neutralität

      Eine wirksame Strafverfolgung krimineller Kleriker darf nicht von der staatlichen Neutralität in Religionsfragen ausgebremst werden. Staatliches Recht bricht Kirchenrecht! Umgekehrt darf aber auch die Forderung nach mehr Transparenz der Kirchen nicht zu dem Fehlschluss verführen, der Staat möge die Kirchen an die "Kandare" nehmen. Wie sich eine Glaubensgemeinschaft organisiert, ist – im Rahmen bestimmter grundgesetzlicher Vorgaben wie dem Schutz der Menschenrechte – deren eigene Angelegenheit. Das Verbot der Staatskirche und der Grundsatz der staatlichen Neutralität in Fragen des Glaubens und der Weltanschauung setzt staatlicher Einflussnahme auf die interne Organisation dieser Einrichtungen Grenzen. Das ergibt auch heute noch Sinn, ist aber eben keine Bremse für das staatliche Gewaltmonopol bei der Durchsetzung des geltenden Rechts.

      Auf einem anderen Blatt steht indes die gesellschaftliche Diskussion darüber, ob ein hierarchischer Organisationsaufbau ohne wirksame Transparenz- und Kontrollinstanzen nicht mit dazu geführt haben, ein Klima zu schaffen, in dem sexualisierte Gewalt in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen gedeiht und über viele Jahre vertuscht werden kann. So ist auffällig, dass die Studie der Deutschen Bischofskonferenz selbst zu der Erkenntnis kommt, dass zölibatär lebende Priester wesentlich häufiger in Missbrauchsfälle verwickelt sind als verheiratete Diakone.

      Um längst erkannte Missstände zu überwinden, sind insbesondere die Reformkräfte innerhalb der Katholischen Kirche gefordert, überfällige strukturelle Veränderungen nicht nur beständig einzufordern sondern auch einmal durchzusetzen. Diese Aufgabe kann und darf ihnen der Staat nicht abnehmen.

      Katholische Kirche als oberste moralische Instanz?

      Nicht erst heute stellt sich die Frage, ob eine Institution wie die Katholische Kirche ihren Anspruch als staatlich privilegierte "moralische Instanz" aufrechterhalten kann. Eine derartige Sonderstellung wird ihr allzu oft klaglos zugestanden. So beteiligen staatliche bzw. öffentlich-rechtliche Stellen wie z. B. die öffentlich-rechtlichen Medien die Kirchen an Entscheidungen mit ethischen Fragestellungen, so auch beim Jugendschutz. Wobei im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch die Frage der besonderen Sachkunde von Klerikern in einem ganz neuem Licht erscheint.

      Fragen an die eigene moralische Glaubhaftigkeit muss sich auch der Stellvertreter des Herrn auf Erden gefallen lassen, wenn er lauthals Schwangerschaftsabbruch mit Auftragsmord gleichsetzt. Eine solche Aussage drückt womöglich die Besorgnis aus, dass jeder Schwangerschaftsabbruch das Angebot für Kleriker verringert.

      Die nunmehr fast hundertjährige Sonderstellung der Kirchen als Staat im Staate führt zu zahlreichen unhaltbaren Wertungswidersprüchen. Diese treten nicht zuletzt bei der Behandlung der 1,4 Millionen Beschäftigten kirchlicher Organisationen immer offener zutage. Glücklicherweise hat hier der Europäische Gerichtshof den Anstoß gegeben, verfilzte alte Zöpfe mit der Heckenschere zu Leibe zu rücken. An die Stelle der bestehenden kirchlichen Paralleljustiz haben die staatlichen Arbeitsgerichte zu treten. Gewerkschaften müssen uneingeschränkten Zugang zu den Einrichtungen bekommen und die Einflussnahme kirchlicher Arbeitgeber auf das Privatleben der Beschäftigten ist abzustellen.

      Grundlegend zu hinterfragen ist das kirchliche Gerichtswesen in seiner Gesamtheit. Die Anwendung des kanonischen Rechts darf kein Vorwand sein, auch bei Fällen des sexuellen Missbrauchs das Primat staatlicher Gerichtsbarkeit zu unterlaufen. Es ist vielmehr zu untersuchen, ob solche kircheneigenen Institutionen dazu beigetragen haben, sexuellen Missbrauch zu vertuschen und eine Bestrafung der Täter nach staatlichen Normen zu verhindern. Es reicht keineswegs aus, wenn katholische Gerichte selbst keinen Vorrang vor staatlichen Gerichten beanspruchen. Die Existenz jedweder Form von Paralleljustiz schadet der Rechtsstaatlichkeit, die vom Vertrauen in staatliche Institutionen und die Unabhängigkeit der Justiz lebt.

      Es ist an der Zeit, die Debatte über Paralleljustiz nicht länger ausschließlich auf die Umtriebe islamischer "Friedensrichter" zu verengen.

      –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––

      Die
      Bundesarbeitsgemeinschaft Säkulare Grüne berät in ihrer Sitzung am 19./20. Oktober [2018] eingehend über die Konsequenzen, die der säkulare Staat aus dem massenhaften sexuellen Missbrauch in der Katholischen Kirche zu ziehen hat. Hier stehen u. a. folgende Forderungen zur Diskussion:

      1. Es ist eine unabhängige Aufarbeitungskommission einzurichten. Dieser sind sämtliche Akten und Archive zugänglich zu machen, die sich in ihrem Besitz befinden und zur Aufarbeitung der Vorwürfe von Bedeutung sind. Die Regierungen des Bundes und der Länder müssen Druck auf die Bischöfe ausüben, mit der Kommission umfassend zu kooperieren.

      2. Es ist ein Verzeichnis der Akten anzufertigen, die vernichtet oder manipuliert wurden.

      3. Die unabhängige Kommission, ggf auch die Ermittlungsbehörden müssen dem Vorwurf nachgehen, dass Akten manipuliert wurden, um auf diese Weise Personen im Dienst der Katholischen Kirche vor der Strafverfolgung zu schützen. Hier steht der Verdacht Strafvereitelung mit einem Strafrahmen von bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe im Raum.

      4. Wo der Verdacht auf mögliche Straftaten besteht, sind die erforderlichen Akten von den Ermittlungsbehörden zu beschlagnahm. Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass Bistumsarchive über Aktenbestände verfügen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar Straftaten dokumentieren, die noch nicht verjährt sind.

      5. Staatsanwaltschaften sollen sich nicht länger darauf berufen müssen, sie bräuchten einen Leak, um einen Anfangsverdacht zu haben und so ermitteln zu können. Aufklärung kann aber nicht so lange warten, bis jemand aus dem Archiv Fälle kopiert und an Behörden oder Medien weitergibt.

      6. Die Position von Whistleblowern ist zu stärken: Wer sich offenbart und über Missstände berichtet, soll deswegen keine beruflichen Nachteile erleiden dürfen.

      7. Es soll ein unabhängig arbeitender Entschädigungsfonds eingerichtet werden, der aus kirchlichen Mitteln finanziert wird. Der Fond hat sicher zu stellen, dass die Opfer sexuellen Missbrauchs ohne bürokratische und demütigende Überprüfung ihrer Ansprüche eine Entschädigung erhalten. Zu tragen sind die Heil- und Krankenbehandlungen (auch Psychotherapie bei psychischen Schäden), Rentenleistungen, Fürsorgeleistungen und bei Bedarf besondere Hilfen im Einzelfall. Das betrifft Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben, zur Pflege, zur Weiterführung des Haushalts sowie ergänzend zum Lebensunterhalt. Auch Rehabilitationsmaßnahmen wie beispielsweise Kuraufenthalte bzw. Reha-Maßnahmen sollen vom Fonds übernommen werden.

      8. Auf
      der Sitzung der Bundesarbeitsgemeinschaft ist eine vertiefte Debatte über einer weitere Verlängerung der Verjährungsfristen zu erwarten. Hier gilt es darum, die berechtigen Ansprüche der Opfer mit grundsätzlichen rechtsstaatlichen Wertentscheidungen in Einklang zu bringen. Bereits seit dem Jahre 2016 beginnt im Strafrecht die Verjährungsfrist erst mit Vollendung des 30. Lebensjahres des Opfers. Die Frist läuft dann noch einmal 20 Jahre. Eine erneute Verlängerung der Verjährungsfristen könnte letztendlich sogar den Druck auf eine zügige Strafverfolgung vermindern und so die Aufklärung der Straftaten noch weiter auf die lange Bank schieben. Das liefe aber den Interessen der Betroffenen an einer zügigen Aufklärungsarbeit und einer beschleunigten Strafverfolgung zuwider.


      ÜBER DEN AUTOR:

      Jürgen Roth
      Jürgen Roth ist grüner Politiker. Er ist Mitglied im Beirat der Humanistischen Union (HU); von 1984 bis 1996 war er Mitglied des Vorstandes der HU. Er ist zudem Mitglied in der Bundesarbeitsgemeinschaft Säkulare Grüne.

      .


      WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Roth :
      Jürgen Roth (Politikwissenschaftler) (* 1956),
      deutscher Politikwissenschaftler und Politiker (Bündnis 90/Die Grünen)“

      »Das Selbstbestimmungsrecht der Kirchen in Deutschland« :
      Wissenschaftliche Dienste @ https://www.bundestag.de/blob/412488/6c8695864984ca961c80e56680c5d75a/wd-6-186-11-pdf-data.pdf (insgesamt 20 Seiten) (Stand: 24.01.2012)

      »Kirchliches Selbstbestimmungsrecht« in
      WIKIPEDIA https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchliches_Selbstbestimmungsrecht (Stand: 24.03.2018)

      »Deutsches und europäisches Staatskirchenrecht« :
      Wissenschaftliche Dienste @ https://www.bundestag.de/blob/415154/1d79e78517cba693aa287b580281738d/wd-3-491-06-pdf-data.pdf (insgesamt 16 Seiten) (Stand: 22.01.2007)

      Und siehe, z.B., auch von Jürgen Roth : »Schluss mit der Anonymität« (22.08.2018) @
      https://hpd.de/artikel/schluss-anonymitaet-15877

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      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Neu

      Die Zahlen die dort vorgestellt wurden sind sicherlich eher auf 5 Jahre zu sehen, als über den angegebenen Zeitraum.

      Und ich sage euch: Es wird wie immer laufen.

      Eine kleine Weile Kritik, Radau und die Kirchen haben wieder Ruhe. Alles eingeplant und durchgerechnet. Ihnen wird niemand richtig an den Karren pissen können und politisch auch nicht gewollt.
      Nachschubsorgen sind nicht vorhanden.

      Gab doch mal die Phase der Hexenverbrennung, ob es auch eine Phase der Klerikerverbrennung geben wird?

      Das Pack sollte mit Schimpf und Schande aus unserem Land vertrieben werden, ebenso ihre Unterstützer in der Politik.
      :mumie: Auf dieser Welt erreichst Du nicht das was Du willst; Du erreichst nur das was Du musst. R. B.

      Gefährlich sind Weltanschauungen von Menschen die die Welt nicht angeschaut haben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Ralf B.“ ()

      Neu

      Auszug aus Martinis Conquista in Deutschland.

      BERLIN. (hpd) Deutschland erstickt im kirchlichen Mief. Theologen und Pfarrer als Ministerpräsidenten oder Bildungsminister, das ist inzwischen Routine. Ein ostdeutscher Pfarrer als Bundespräsident kann die Deutschen nicht mehr erschüttern. Eine Pfarrerstochter aus der mecklenburgischen Provinz, die ausgerechnet den ehemaligen Vorsitzenden der judenfeindlichen Inquisitionsbehörde in höchsten Tönen lobt, als Bundeskanzlerin?
      Erstmals in der Geschichte Deutschlands wird 2011 der Papst eingeladen, im Parlament zu sprechen und ein Strom audienzseliger Politiker ergießt sich in die Berliner Botschaft des Vatikans, einschließlich der Führer der einst so stolzen Arbeiterpartei. Betreiber dieser Einladung waren das Bundestagspräsidium mit Norbert Lammert, der sich sein Studium von der katholischen Cusanus-Stiftung hat finanzieren lassen, Wolfgang Thierse, der im Oktober 2011 den “Lieben Schwestern und Brüdern” in der Gedächniskirche Berlin predigte, und Katrin Göring-Eckardt, Theologie-Studentin ohne Abschluß, die im Dunstkreis der Grünen ohne jegliche Berufserfahrung hochgekommen ist. Dazu passend die Besetzung des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung mit einer katholische Theologin. Thüringens ehemalige Ministerpräsidentin Theologin, der Wissenschaftsminister Theologe. In Rheinland-Pfalz eine ehemalige Grundschullehrerin für Religion als Ministerpräsident-Anwärterin der CDU.
      Nicht weit davon entfernt, aus einem Eifeler Kaff, eine Bundesministerin für Arbeit und Soziales, die nie eine Werkbank gesehen hat und in der SPD “Jesus sucht”. Deutschlands Spitzenpolitiker müssen zwei Kernkompetenzen vorweisen: Partei- und Kirchentreue. Die beschworenen Verpflichtung auf das Gemeinwohl tritt an die zweite Stelle.

      Neu

      Geschrieben von Ralf.

      Gab doch mal die Phase der Hexenverbrennung, ob es auch eine Phase der Klerikerverbrennung geben wird?Das Pack sollte mit Schimpf und Schande aus unserem Land vertrieben werden, ebenso ihre Unterstützer in der Politik.
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      Hallo Ralf B.
      Bei der nächsten Wahl,werde ich den Vertreter der AfD fragen,ob sie Willens sind,die öffentliche Verbrennung der Sittenstrolche der Kath. Kirche fordern werden.Alle dieser Hurenmonster die uns das angetan haben und die Kinderverderber der Jetzzeit öffentlich mit allen Tam Tam auf den Markt zu Verbrennen.Die AfD solle doch so ein Gesetz das wir Opfer der Kath.Kirche einbringen.Mal sehen,was da los ist.