Akte

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      Hallo,
      kurz zu meiner Person: Ich bin 44 Jahre alt, lebe in Dresden und war von 1985 bis 1995 im Kinderheim in Löbau.
      Auf der Suche nach meinen jüngeren Geschwistern erhielt ich Kopien von Auszügen "meiner Akte".
      Wenn ich das richtig sehe, wurden die Seiten "irgendwann" durchnummeriert. Seite 10 datiert vom 17.12.1980, da war ich seit 4 Monaten in der Schule in meiner Heimatstadt Dresden. Seite 130 datiert vom 28.02.1985. In 50 Monaten 120 Seiten an Akten?!?!
      War das in der Schulzeit Standard, dass von Schülern Akten über Einschätzungen und Beurteilungen angelegt wurden? Oder war das nur in bestimmten Fällen?
      Das während der Heimzeit "Entwicklungsberichte" geführt wurden, leuchtet mir ja noch ein? Aber schon vorher?
      Was ist eure Erfahrung?

      Liebe Grüße
      Falk
      Hallo und willkommen unter uns ... ja ...schwierige Frage ... deine Frage .... ich ...Baujahr 59 war von 72 - 75 in einem Spezialkinderheim mit angeschlossener Schule ... von mir gibt es keine Akten ...wie auch immer ...mehr ... (so jedenfalls die Antwort auf meine dementsprechende Nachfrage). Ich nehm mal an, du meinst Akten vom Jugendamt ? Haben Schulen auch Akten geführt ? Unser immer allzeit gut informiert wollender Sicherheitdienst hatte auch Akten geführt. Da existieren auch nur noch ein paar Blätter bis zu meiner Heimeinweisung von mir ... (warum auch immer) ... also ..wird schwierig werden mit einer qualifizierten Antwort für dich ... Heimmitarbeiter waren fast nicht im Forum ...und sonstige wie auch immer Informierte selten zu lesen ... ich wünsch dir trotzdem eine ergiebige Antwort .... auch ein Dresdner ...

      :wayne:
      Wer so offen ist wie ich ..der kann doch nicht ganz dicht sein ..egal wie dicht du bist.. Goethe war Dichter ....

      Gibt dir det Leben einen Puff, da weene keene Träne. Lach dir nen Ast und setz dir druff Un baumle mit de Beene.
      Hallo Falk,

      wichtig und Grundlage für eine Bewertung, ist der schriftliche Inhalt der Akten. Ist also bereits an den Informationen zu erkennen, dass man dich oder deine Eltern verfolgt, oder Grundlagen für eine Verfolgung geschaffen hat. Sind die Informationen allgemeinverbindlich, oder wurden Informationen zusammen getragen, um Möglichkeiten für zielgerichtete Eingriffe zu schaffen. Hat man dich wegen dem schriftlichen Inhalt der Akten ins Heim gebracht, oder ist der Inhalt eher banal.

      Die Fragen, welche zweifelsfrei für dich wichtig sind und eine Beantwortung finden müssen, bekommst Du nach aller Wahrscheinlichkeit am ehesten in Dresden, bei dem Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen.

      Du solltest also, natürlich nur wenn Du möchtest, beim Beauftragten für die Unterlagen der Staatssicherheit in Dresden anrufen und einen mündlichen Termin ausmachen. Hier solltest Du beim Telefonat bereits nachfragen, welche Unterlagen bei dem Termin wichtig sind. Dann solltest Du auf einem Merkzettel aufschreiben, welche Fragen Du hast und welche Informationen Du selber geben kannst.

      Du solltest vor dem mündlichen Gespräch in der Behörde genau wissen, was Du mit den Informationen anfangen willst und welches Ziel Du hast.

      In diesem Sinne, Ralf Weber