Kirche/Glauben/Prägungen

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      Kirche/Glauben/Prägungen

      Wie geht man mit den Vergangen Vorfällen um in Bezug auf glauben Kirche.
      Prägt es, und man hält Abstand. Oder schafft man für sich einen Schnitt. Altes Alt sein zu lassen, findet vielleicht sogar im glauben seinen Frieden mit der Zeit?
      Es mag Naiv gefragt sein. Wie sieht man die Kirche wenn man eigene Negative Erfahrungen sammeln musste, in der heutigen Zeit. Mein Vater hat für sich abgeschlossen, uns Kindern aber nie eine Meinung oder Richtung auferlegt. Leider kann ich mit ihm nicht wirklich offen darüber sprechen.
      Seine Haltung jedoch verstehen.
      Geht es den meisten so,oder gab es doch einen Wendepunkt in der Sicht.

      Ich würde mich über Sichtweisen freuen.
      Toleranz und Respekt sind nicht dasselbe!

      Gestern fragte mich
      ein Pfarrer/Theologe in einem Facebook-Thread, ob das Tolerieren von
      Gedankengut für mich denn nicht auch Respekt vor selbigem einschliesse.
      Hier meine Antwort.

      "Ja, Herr (...), ich toleriere, ich dulde und
      ertrage es, habe aber keinen Funken Respekt davor, dass sich manche
      Menschen einreden, ein unsichtbarer hebräischer Zauberer ziehe hinter
      den Kulissen dieser Welt heimlich die Fäden. Ich respektiere Menschen,
      aber keinen Unsinn. Keine Überzeugung der Welt verdient Respekt, nur weil sie jemand vertritt.

      Ich würde niemals für irgendeine meiner Ansichten Respekt einfordern,
      es sei denn, ich hätte Angst davor, sie dem freien Meinungswettbewerb
      auszusetzen, da ich sehr an ihr hänge, aber nur zu gut weiss, wie
      ungerechtfertigt sie ist. Manche Menschen sind heutzutage noch davon
      überzeugt, die Erde sei flach oder die ganze Welt von Reptiloiden
      unterwandert. Respektieren Sie das?

      Es ist nun einmal leider
      nicht so, dass zwischen Theismus und Atheismus Gleichwertigkeit und
      Gleichberechtigung besteht. Theismus ist eine haltlose Menge
      abenteuerlicher Behauptungen ohne jeden Beleg, Atheismus ist das
      folgerichtige Nicht-Akzeptieren dieser Behauptungen aufgrund nicht
      wahrgenommener Beweislast. Wenn wir keine Unterscheidungen zwischen
      berechtigten und unberechtigten Anschauungen vornehmen, kommen wir
      niemals vorwärts in unserem Denken und Handeln.

      Wenn jemand
      falschliegt oder unbegründet an einer Ansicht festhält, ist das keine
      Andersartigkeit, die in irgendeiner Form auch nur ansatzweise Würdigung
      und Respekt verdient. Der kleine Junge, der in der Schule "2x2=5" and
      die Tafel schreibt, ist nicht einfach "andersartig" - er liegt falsch.
      Seine Überlegungen sind fehlerhaft, und wenn man ihm das sagt, ist das
      in keiner Weise intolerant und auch nicht respektlos ihm als Person
      gegenüber. Falsche und ungerechtfertigte Ansichten müssen kritisiert
      werden dürfen, ganz egal, wer sich davon auf den Schlips getreten fühlt.

      Wir sind nicht alle im Recht, und wenn wir vorwärtskommen wollen,
      müssen wir aufhören, so zu tun, als sei dem nicht so und als wären
      Menschen identisch mit den Ansichten, die sie vertreten. Toleranz
      impliziert kein Kritikverbot, und wenn Sie das gern anders hätten,
      müssen Sie eben in einen Gottesstaat auswandern."




      Dem schliesse ich mich an.
      :mumie: Auf dieser Welt erreichst Du nicht das was Du willst; Du erreichst nur das was Du musst. R. B.

      Gefährlich sind Weltanschauungen von Menschen die die Welt nicht angeschaut haben.
      Hallo Ralf,

      vielen Dank für deine Zeilen.
      Sie geben Inhaltlich viel zu denken. Und haben soviel Wahrheit. Das könnte man auf Große Plakate drucken. Damit es ganz viele zum wenugstens drüber nachdenken animieren würde. Umschreibt es ja auch Generell Brisante Sichten und Tatsachen. Denen sich jeder Gegenüber steht. Mit seinen Lebensgeschichten als auch neuen Erfahrungen.
      Du meinst, es gibt bei denen, die sich am tolerantesten geben, Dogmen, die an vergangene Zeiten erinnern? Wenn dem so ist, dann übernehmen sie in ihrem Denken und Handeln die Ansichten derer, die sie doch am meisten verurteilen, ohne es selbst zu merken. :S

      Fast könnte man annehmen, dass die heutigen Denkstrukturen derer denen ihrer Vorfahren von einst bspw. im 3. Reich zu entsprechen scheinen. Nur quasi um 180 Grad gedreht.

      Ein simples Beispiel; die Erde ist rund. Geht man zu lange nach links, kommt man irgendwann auf der rechten Seite heraus. :rolleyes:

      Die Art virtuell geführter Diskussionen in Internetforen läßt seit Jahren darauf schließen, dass sich nur die Zeiten ändern, die Menschen jedoch nicht.

      Ständiges Predigen von Toleranz und Akzeptieren sollen dessen, was Regierungen und deren Höflinge von ihrem Volk einfordern, lassen tief an Zeiten erinnern, die unsere Vorfahren durchleben mußten.

      Es kommt alles zurück und "alles hat seine Zeit". 8|
      :) Stern
      Ich glaube Allgemein wird zu wenig hinterfragt. Ich schließe mich davon nicht aus, hier und da doch eher aus dem Gefühl spontan zu agieren, zu denken. Urteilen wir doch in erster Linie aus Impulsen.
      Und trotz manchem Wissen, läuft vieles sicher nicht anders als in manch alten Zeiten. Für die,die keine anderen Wege einschlagen.
      Was kann man trennen, hinter sich lassen. Was schleppt man mal mehr mal weniger mit. Wieviele ungelesene Geschichten gibt es.
      Oder warum findet die Kirche bei uns immer noch soviel Zuspruch. Weil alle nicht wahr haben wollen, oder doch Altes Alt sein gelassen wird. Oder oder. Fragen über Fragen. Und man spiegelt sich selbst immer wieder mal an neuen Ecksteinen. ? Oder wenn man ein Kind Groß zieht, was will man weiter geben, wie gibt man was auf den Weg. Gerade die stellen oft Fragen, mit denen man sich manchmal selbst noch nicht so auseinander gesetzt hat. :) Werte wie Respekt Toleranz aber auch eigenes durchsetzen. Nicht alles gefallen lassen und dazu die ganzen Kulturen und Ansichten oben drauf. Wenn mein Vater für sich mit dem "Klan" abgeschlossen hat, habe ich das Recht alles schlecht zu machen bei allem Verständnis? Habe ich das Recht, mir im heute und jetzt einen eigenen Weg zu suchen, oder weiter zu geben. Oder ist es ein: ich falle in den Rücken und nehme nicjt ernst verhalten.... Usw. Pauschal kann man das alles nicht mit einem Deckel für den Großen Topf abdecken finde ich.

      Ralf B. schrieb:

      Toleranz und Respekt sind nicht dasselbe!


      Wie auch? Ich allein bestimme wem ich Respekt zolle oder nicht. Wie soll ich vor einen Menschen Hochachtung haben, der mir z.B. einreden oder weismachen will, da oben gäbe es ein höheres Wesen?
      Okay, ertragen könnte ich sein Gerede, darin hat man ja Übung, mußte schon viel Schlimmeres tolerieren, wa.
      (...muß immer noch grinsen über das Gespenst, welches da um Europa schleichen soll. )
      ________________________________________________________________________________________________________________________________________________
      „Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein
      als ein rundes Nichts.“

      Friedrich Hebbel
      Das höhere Wesen gibt es ja in vielen Richtungen. :) aber besser dargestellt als ein "Gespenst" :)
      Mir fällt beides in manchen Lagen schwer. Ob Respekt oder Toleranz. Wenn ich erlebe, wie gegenau selbiges unser einen Gegenüber nieder gemacht oder garnicht erst aufgebracht wird. Ich kann auch nichts gut heißen, das ich nicht nachvollziehen kann. Aber warum muss man das auch. ?
      Ich dachte ja mal,viele Alte Zeiten hat man hinter sich gelassen. In der Ehemaligen kam man für eine nicht passende Aussage in den Bau wenn es die Richtigen mit bekommen haben. Heute bekommt man direkt einen ins Gesicht oder noch schlimmer. Damals war das Volk fast inheitlich zuletzt gegen die Macht und Eingrenzung. Heute richten sich bald alle gegen alle. Aber nicht gegen die Brennpunkte.
      Der hebräische Zauberer hat den Tätern doch vergeben.
      Wieso sollten sie da auf "Betroffene" zugehen ?
      Wieso sollen sie Entschädigungen leisten?

      Ihre Schuld sollte doch gesühnt sein, oder etwa nicht??

      Sarkasmus aus.
      :mumie: Auf dieser Welt erreichst Du nicht das was Du willst; Du erreichst nur das was Du musst. R. B.

      Gefährlich sind Weltanschauungen von Menschen die die Welt nicht angeschaut haben.

      zuversicht80 schrieb:

      Wie geht man mit den Vergangen Vorfällen um in Bezug auf glauben Kirche.
      Prägt es, und man hält Abstand. Oder schafft man für sich einen Schnitt. Altes Alt sein zu lassen, findet vielleicht sogar im glauben seinen Frieden mit der Zeit?
      Es mag Naiv gefragt sein. Wie sieht man die Kirche wenn man eigene Negative Erfahrungen sammeln musste, in der heutigen Zeit. Mein Vater hat für sich abgeschlossen, uns Kindern aber nie eine Meinung oder Richtung auferlegt. Leider kann ich mit ihm nicht wirklich offen darüber sprechen.
      Seine Haltung jedoch verstehen.
      Geht es den meisten so,oder gab es doch einen Wendepunkt in der Sicht.

      Ich würde mich über Sichtweisen freuen.


      Ich wurde, was Religion und Glauben angeht, auch missbraucht. Und habe viele Jahre über nichts mehr "angefasst", was ich nicht mit physischen Augen/Händen be-greifen konnte.
      Nun ist es allerdings so, dass Spiritualität eine Art Begabung ist (hat auch mit Hellfühligkeit zu tun). Bei mir brach sie sich irgendwann wieder Bahn.
      Ich habe es geschafft, Spiritualität und Glauben zu trennen. Glauben ist immer "glauben an" etw. oder jemanden. Spiritualität ist, sich das zu erschliessen, wass das tiefste Innerste ausmacht. Das ist für mich ein Unterschied, ein grosser sogar, Im Fall des Glaubens binde ich mich an Glaubensgesetze, an Regeln - und zwar an welche, die ich nicht selber "gemacht" habe. Im Fall der Spiritualität erschliesse ich mir die "Gesetzmässigkeiten", die diesbezüglich in meinem eigenen Inneren wohnen.......ja, es geht. Man kann seinen Frieden inddiesen Dingen schliessen.

      zuversicht80 schrieb:

      Sehr schön gesagt. Und tatsächlich sehr verschieden ja. Empfinde ich selber einen "glauben" auch als zu sehr auferlegten Weg, als den der eigenen Orientierung. Des eigenen Findens. Oder eben erschließen was man auch in mehreren Bereichen finden kann für sich.
      Wodurch bist Du damit in Berührung gekommen?


      Ich hatte jemanden, der mir gezeigt hat, wie man das in sich selber erschliesst und es pflegt. Aber es hat viel Arbeit an mir selber erfordert..... :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Lily de Lil“ ()

      Dessen sollte man sich immer wieder mal innig bewusst werden. Nicht nur an Weihnachten wie das so Gang und Gebe ist. :)

      Die meisten Menschen sind Mutig, wenn Sie Kritisieren können, andere verurteilen. Hauptsache alles weit weg. Von einem selbst.
      Sich aber mal nach innen zu richten. Sich zu spiegeln. Da fehlt dem Großteil die Courage. Aus Angst, was da alles so auftauchen könnte. Dabei bietet genau das die Chancen. Wahrhaftig etwas für sich zu verändern.
      Könntest du bitte einmal darlegen was genau du damit meinst. Du kritisierst doch zurecht die gesellsch. Verhältnisse u denkst, uns fehle der Mut zu reflektieren? Wie siehst du das u gib mal bitte ein Beispiel, wie du es besser machen würdest.

      Erst einmal beginnt es doch damit, die Dinge zu benennen u nicht weil jemand meinen könnte, schweigen diene vielleicht der eigenen Sicherheit, das wäre besser.

      Denke mal an Martin Luther mit seinen 95 Thesen die er angeblich an die Wittenberger Kirchentür genagelt haben soll, was nachgewiesermaßen eine Legende ist. Er hat die Amtskirche wegen dem Ablasshandel u. a. angeprangert. Hätte er das also gar nicht tun sollen, damit alle ihre Ruhe haben? Luther hat schon als Student im Augustinerkloster in Erfurt immer wieder mit sich gehadert, ob es rechtens wäre, was er dachte und tat . Er lebte lange in Selbstzweifeln. Wäre er darinnen zugrunde gegangen, auch mit dem, was er sich selbst für schlimme Dinge antat und deshalb damit auch aufhörte, hätte es vermutlich gar keine Reformation gegeben. Das war Mut. Andere waren noch mutiger, die dann durch die Hölle gingen, aber wer will Märtyrer sein?

      Nur so ein kl. Beispiel von mir. Hast du auch ein Beispiel um das mal zu erläutern, wie du das mit der Kritik meinst? Ich lese da nämlich Kritik heraus, weil die, die kritisieren, sind gar nicht so, wie sie scheinen? Danke!

      Mit dem Smartphone geschrieben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Stern“ ()

      zuversicht80 schrieb:

      Dessen sollte man sich immer wieder mal innig bewusst werden. Nicht nur an Weihnachten wie das so Gang und Gebe ist. :)

      Die meisten Menschen sind Mutig, wenn Sie Kritisieren können, andere verurteilen. Hauptsache alles weit weg. Von einem selbst.
      Sich aber mal nach innen zu richten. Sich zu spiegeln. Da fehlt dem Großteil die Courage. Aus Angst, was da alles so auftauchen könnte. Dabei bietet genau das die Chancen. Wahrhaftig etwas für sich zu verändern.


      Es geht um mehr als reines Spiegeln. Es geht darum, sich "Räume" in sich zu eröffnen, von denen man bis dahin keine Ahnung hatte. Du schreibst etwas weiter oben, das habe auch mit "Gespenstern" zu tun. Du hast vollkommen Recht: es hat mit Medialität (u.a.) im weitesten Sinn zu tun. Und es kann sich anfangs wie Fremdbestimmung anfühlen, bis man realisiert, dass man "das" auch selber ist......und niemand sonst
      Stern, ich bezog das eigentlich mal auf einen sehr engen Rahmen. Auf die Eigene Entwicklung. Persönlichkeiten. Jedes Leben hat eine Geschichte, ganz Individuell. Ich habe oft Menschen getroffen, die nicht bereit waren, Verantwortung für ihr Leben zu tragen. Kritik an Umständen, Kritik im Grunde an allem, was nicht nach Wunsch lief. Bis dato war mir nicht bewusst, wie schwer es anscheinend für viele ist, zu erkennen, das doch eine Große Anzahl auch Hausgemachte ist. Sie selbst also eine Veränderung bewirken könnten, würden Sie mal eine andere Sicht zulassen, andere mit Meinungen ausreden lassen. In sich aufnehmen. Manches schleicht sich mit der Zeit als Schutz ein, aus Angst, aus Verzweiflung und und und. Aber doch gibt es manchmal noch ganz einfache Wege, den Dingen eine Wende zu geben. Wenn ich zb. Schon mit meinem Auftreten Grimmig in die Gesellschaft gehe, werde ich schwer Kontakte knüpfen. Stattdessen zu Hause jammern, alle sind schlecht. Ich bin Einsam. Das mal als ganz simples Beispiel. Eine Reflektion beginnt immer bei uns selbst. Das eintauchen das Lily erwähnt, ist noch ein ganz anders Intensiver Bereich. Nur mal Grundsätzlich gibt es zuviele Menschen, die nicht die Mühe gehen, sich selbst auch mal zu hinterfragen.

      Man erntet was man säht, ist auch im Alltag oft garnicht so daher geholt.
      Lily, genau diese Fremdbestimmung, DS empfinden muss man überwinden. Davor haben viele Angst. Es ist leichter seine Maske zu tragen. Die steht einem aber auch manchmal im Weg. Das ist wie eine Art Flucht. In der man meint, so kann das dauerhaft gelingen. Eine Chance zum Kehrt hat jeder immer. Aber je nach Geschichte seiner selbst, ist das oft eine sehr Große Herausforderung. Und alles beginnt, mit dem sich öffnen. Darauf einlassen.
      Ich weiß nicht wie es euch geht, aber manchmal, da braucht die innere Einkehr ein wenig Zeit. Zeit für das sacken des ersten Impulses, der sich Tür zu nennt. Obwohl ich größtenteils immer offen bin uns das versuche zu bleiben. Gesteht man sich den zweiten Blick, noch drei vier Gedanken mehr, revidiert man hier und da. Und das ist gut so. Die Etappen des Lebens, in denen man glauben, ansehen, immer mal in Frage stellt oder noch tiefer Hinterfragt. Genauso wie mit anderen Menschen. Das und viel mehr macht jeden zum Individum. Die Welt kann eigentlich sehr Spannend sein. Würden sich die Menschen auf das Wesentliche Konzentrieren.