Wann sollte ein adoptiertes Kind über seine Adoption aufgeklärt werden?

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      Wann sollte ein adoptiertes Kind über seine Adoption aufgeklärt werden?

      Vielen Adoptionskindern geht es wie mir, ihnen wurde etwas vorenthalten, was man für seine Selbstfindung gut brauchen hätte können. Wieso haben sich meine Adoptionseltern so entschieden.
      Warum haben sie meine Antworten mit ins Grab genommen und mir all das was ich in eurem Nachlass fand nicht erspart. Aus der Wattewolke, in der ihr mich mit Aufmerksamkeit und Liebe während meiner Kindheit transportiert habt, bin ich nachträglich geschubst worden. War alles nur Lüge. Gab es in eurem Leben jemals was anderes. Es macht mir Angst Menschen geliebt zu haben, die nie die waren für die ich sie hielt. Eure Verzweiflung, bei all eurer Liebe kein gemeinsames Kind zu haben, rechtfertigt niemals euere Taten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „johann.berger1954“ ()

      Ich denke schon, du tust ihnen Unrecht. Auch wenn sie nicht deine leiblichen Eltern waren, sie waren für dich da; du hast sie geliebt und sie dich.

      Vielen Adoptivkindern geht es wie dir, schreibst du und aus diesem Satz spricht viel Bitterkeit. Warum eigentlich? Du schreibst von einer Wattewolke aus Aufmerksamkeit und Liebe - beides Gefühle, die zwischen Eltern und ihren Kindern selbstverständlich sind. Was entsetzt dich denn so? Ist es das, dass sie dir nichts gesagt haben?

      Menschen machen Fehler - auch die, die dich aufmerksam und liebevoll bedacht haben. Verzeih ihnen, dass sie dir als Kind nicht gesagt haben, dass du adoptiert wurdest. Vergiss dabei nicht, dass es auch Adoptiveltern gibt, die ihre Kinder informiert haben und später damit leben mussten, dass all ihre Liebe und Fürsorge nicht mehr gewollt wurde. Hier spielt Angst eine Rolle - und die ist nun mal stärker.

      Du bist heute erwachsen und es steht dir frei, nach deinen Eltern zu suchen. Vergleiche dabei das, was du hattest mit dem, was du finden wirst - dann urteile meinetwegen neu.
      Tapferkeit ist das Vermögen und der überlegte Vorsatz,
      einen starken aber ungerechten Gegner Widerstand zu leisten.
      (Immanuel Kant)

      Der Ziellose erleidet sein Schicksal, der Zielbewusste gestaltet es.
      (Immanuel Kant)

      Hallo Kliv,
      ich gebe dir in allen Punkten recht,so , wie du mit sehr viel Einfühlung dies beschrieben hast.
      Sicherlich gibt es Eltern, wo man es niemals verstehen kann, warum sie ihr Kind weggegeben haben
      und dann sind es auch Verzweiflungstaten von Müttern,
      die es bereuen.

      Wer die Kinder dann adoptiert hat, leben doch fast immer in sehr fürsorglichen Händen,
      werden geliebt und alles wird für sie getan.

      Sicherlich erwartet man dann Dankbarkeit,
      denn das Kind hat ja in dieser Zeit ihre Adoptiveltern sicherlich auch geliebt.

      Trotzdem sind diese Kinder enttäuscht und fragen sich warum.
      Erwartungshaltung ist sicherlich von ihren leiblichen Eltern eine Antwort zu bekommen,
      die sie positiv stimmt und verzeihen läßt.
      Dies wäre ,sie waren zu jung.....oder , man hat ihnen das Kind weggenommen(was ja auch passiert ist)
      dieses Bild ist leider oftmals nicht real zu verwenden.
      Was wäre aus den Kindern geworden, wenn es keine Adoptiveltern geben würde.

      Egal, was dabei raus kommt,
      Adoptiveltern sind oftmals die bessere Wahl und man sollte dies immer als ein Teil des Lebens sehen,
      was doch meißtens sicherlich sehr positiv war.

      Ich wäre froh, wenn ich damals vom Säuglingsheim eine Chance bekommen hätte.

      LG Christa
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      Sokrates

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