Die vergessenen Kinderheime in der DDR

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      Das Thema mit den "vergessenen Heimen" hat etwas wenig Spektakuläres und das ist gut so, denn auch diese Seite muss gezeigt werden, dass nicht alles so schlecht (für Sailor evil) war. Im Prinzip hatten die kirchl. Heime auch eine tragende Rolle, denn nicht auszudenken, wo all jene Kinder geblieben wären, die dennoch nach dem Krieg insb. den 50-iger Jahren und später schließlich irgendwo bleiben mußten, denn 1. gab es gar nicht genügend Einrichtungen und 2. nicht die geeigneten Menschen, die sich der vielen Kinder, oftmals Waisen annehmen konnten oder wollten.

      Dennoch geriet auch die Kirche in der DDR in den Verdacht, mit dem Westen zu kooperieren und ganz bestimmt gab es diese Schattenwege, Wege, die wiederum auch jenen zu Gute kamen, die in den Heimen lebten.

      Ein interessanter Interviewpartner taucht in der Doku übrigens auf. Er, Prof. K. Laudien, Mitinitiator der Seite www.jahrhundertkind.de dürfte kein Unbekannter sein, ein Kenner der Szenerie, darüber Auskunft geben zu können, was es mit Heimunterbringungen in der früheren DDR auf sich hatte. Ich stand einmal kurz mit ihm in Mailverkehr.

      Wenn man dieser filmischen Aufarbeitung Glauben schenken darf, ich tue es, dann hat es den Anschein, als wenn es für die Bewohner in den entsprechenden Einrichtungen um Einiges weniger schlimm war, als das in den ehemaligen konfessionellen Fürsorgeanstalten der alten Bundesrepublik der Fall war und dennoch, in der Doku erfährt man von einem ehemaligen Heimkind, das zu Protokoll gab: Ich habe nie Wärme oder so etwas wie Zuneigung kennengelernt. Jesus hatte wohl doch nicht jedes Kind lieb. Was es brauchte, bekam es nicht und das war nicht gut so, denn solche Erfahrungen prägen ein Leben lang. Allerdings sagten auch nicht wenige Ehemalige im Film aus, dass sie es dort gut hatten, sie diese Zeit nicht missen möchten.

      lg Axel

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