Real investigativer Journalismus: CORRECTIV.ORG (in Deutsch!) - Journalisten mit Herz und Verstand und Arsch in der Hose!

      noch mehr geht schon nicht mehr in MV
      aber juti die sind ja bekannt dafür als erstes zu schreien und am ende zu jammern.............lassen wa uns mal überraschen näääääääääääääääää :P
      Liebe lebt durch Vertrauen
      sie wächst mit der Ehrlichkeit
      besteht durch Treue
      vergeht wegen Respektlosigkeit
      und stirbt durch Verrat

      07.07.2016
      Mehr geht immer...

      Aber man kann ja Arbeitsplätze schaffen, indem man Trump beim Geldholen aus Mexiko hilft, altbewährtes Prinzip...

      Ist halt die Frage, ob das die Arbeitsplätze sind, die die Bevölkerung wollte. Wäre das so, dann könnten sie sich ja auch jetzt schon bei Frau Von der Leyen bewerben...

      Auch Frauen sind inzwischen willkommen, das Land zu verteidigen ;)
      Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.

      Rumi

      Real investigativer Journalismus: CORRECTIV.ORG (in Deutsch!) - Journalisten mit Herz und Verstand und Arsch in der Hose!

      .
      Ich schrieb zuletzt zu diesem Thema, in diesem Thread, am Montag, 6. Februar 2017, um 07:51 Uhr :

      Martini schrieb:

      .
      »Kuddel«, im CHEFDUZEN-FORUM.DE, hat am Di. 24.01.2017, um 11:55 Uhr gesagt:

      .
      , „ [ ] damit es zu einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema kommt.
      .

      Worauf es hierbei ankommt und was unbedingt einer eingehenden Ermittlung und Untersuchung bedarf und unterzogen werden muss, ist nicht „die Heimkinder-Sache“ oder „die damalige Heimerziehung“ generell – das genügt bei weitem nicht! – sondern die gewinnbringende ZWANGSARBEIT, die die minderjährigen Insassen all dieser damaligen Institutionen (alle im ungefähren Alter von 8 bis 20 Jahren), in Westdeutschland, haben verrichten müssen, und von der der Staat, die Kirchen, und viele, viele Privatfirmen und individuelle private Geschäftsleute und Bauern profitiert haben - DIESE ZWANGSARBEIT, DANACH hat neben den DAVON betroffenen nachkriegsdeutschen HEIMOPFERN selbst, bisher keiner gefragt. Das ist bisher immer und immer wieder allerseits ignoriert worden und einfach unter den Teppich gekehrt worden.
      Schirmherrin Antje Vollmer war Diejenige, die am »Runden Tisch Heimerziehung« (2009-2010) mit diesem „Unter-den-Teppich-Kehren“ erst einmal so richtig angefangen hat.
      Mit diesem „Unter-den-Teppich-Kehren“ muss nun endlich mal Schluss sein!


      Und DAZU brauchen wir ein hervorragendes Journalistenteammit Arsch in der Hose- wie CORRECTIV!
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      Und jetzt berichtet CORRECTIV.RUHR zur Sache :

      QUELLE: https://correctiv.org/blog/ruhr/artikel/2017/04/04/heimkinder-medikamente-gut-der-linde-diakonie-aprath/

      /
      Ann-Kathrin Seidel

      4. April 2017


      Valium, Prügel und Zwangsarbeit

      Zwei Opfer erzählen von den dunklen Kapiteln der Kinderheime in NRW

      Über Jahrzehnte misshandelten Aufsichtspersonen in nordrhein-westfälischen Kinder- und Jugendheimen systematisch die ihnen Anvertrauten. Sie prügelten, missbrauchten und zwangen die Kinder, zu Testzwecken Medikamente zu schlucken. Noch heute leiden die Betroffenen unter den Folgen.

      Im Sommer 1969 ist Reiner Gläser neun Jahre alt. Bis dahin hat er mit seinen Brüdern bei seinen Eltern in Bliesheim gelebt, vor den Toren Kölns. Jetzt soll er eine Schule für besonders intelligente Kinder besuchen. Er darf sich selbst aussuchen, in welche er möchte. Reiner sieht sich Fotos genau an. Das Gut an der Linde in Moitzfeld, einem Stadtteil von Bergisch Gladbach, fällt ihm gleich ins Auge: Das schwarz-weiße Fachwerkhaus steht inmitten von Wiesen und Feldern. Harmonisch wirkt das auf ihn. Friedlich. Da möchte er hin.

      FOTO: Alter Prospekt des Kinderheims Gut an der Linde [ Foto zur Verfügung gestellt von Reiner Gläser. ]

      Er zieht ein. Und merkt schon bald, wie falsch sein Eindruck aus der Ferne war. Alles scheint renovierungsbedürftig. Die Farbe blättert von den Wänden, Rohre liegen frei.

      Nur wenige Tage später: Als er sich weigert, die Tabletten zu nehmen, die es jeden Abend gibt, ohrfeigt ihn der Erzieher. Zwingt ihn dazu, die „Bonbons“ zu schlucken. Später, im Schlafsaal, verprügeln ihn einige ältere Kinder: schubsen ihn, treten ihn, schlagen ihn. Als er anfängt zu weinen, sich die Hände schützend vors Gesicht hält, werden die Tritte und Schläge fester. Doch dann wird alles dumpf. Da beginnt die Tablette offenbar zu wirken.

      Reiner Gläser weiß damals nicht, was er da schluckt. Erst viele Jahre später bekommt er heraus, dass es Valium war, ein sehr starkes Beruhigungsmittel, das schnell süchtig machen kann.

      Auch dieses ist ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte: Bis in die 1970er Jahre gab es in westdeutschen Kinderheimen Misshandlungen und Medikamentenversuche. Und auch in ostdeutschen Heimen gab es Missstände. Bis zu 800.000 Kinder in 3000 Heimen sollen gedemütigt, geschlagen, sexuell missbraucht worden sein – oder wurden als Versuchskaninchen eingesetzt für Medikamententests.

      Mehr als 50 Medikamentenstudien

      2006 begann die Debatte – der „Spiegel“-Journalist Peter Wensierski trat sie los, mit seinem Buch „Schläge im Namen des Herrn“. 2009 richtete die Bundesregierung einen „Runden Tisch Heimerziehung“ ein, um die Vorgänge aufzuarbeiten und Entschädigungen an die Opfer zu zahlen. Neu entfacht wurde die Diskussion Ende 2016, als die Krefelder Pharmazeutin Sylvia Wagner in ihrer Doktorarbeit belegte, wie selbstverständlich und ohne jedes Unrechtsbewusstsein mehr als 50 Medikamentenstudien in Kinderheimen durchgeführt wurden – auch in NRW.

      Einige der betroffenen Heime wurden beaufsichtigt vom Landschaftsverband Rheinland. Dort hat man nun eine wissenschaftliche Studie in Auftrag gegeben, die die Versuche und die Vergabepraxis untersuchen soll. Auch das Gut an der Linde stand unter Aufsicht des Landschaftsverbands Rheinland. Betrieben wurde es von der Bergischen Diakonie Aprath. Medikamentenversuche gab es dort nicht. Aber täglich Schläge, Geschrei, Misshandlungen. Bis es zur Revolte kommt – und die gedemütigten Kinder das Heim kurz und klein schlagen.

      Die Tage, die Wochen, die Monate, die insgesamt vier Jahre, die Reiner Gläser im Gut an der Linde verbringen muss, gleichen sich. Keinesfalls ist es eine Schule für intelligente Kinder, wie man ihm vorgegaukelt hat. Sondern ein Kinderheim, in dem er verprügelt wird und andauernd diese Bonbons, diese Tabletten schlucken muss. Nach denen er sich fühlt, als wäre alles abgedämpft. Als betrete er einen Tunnel. Ganze Phasen seiner Heimzeit verschwimmen später in seiner Erinnerung.

      Prügel für den ehrlichen Finder

      Doch an manche Geschichten erinnert sich Gläser auch noch Jahre später genau. Etwa an diese:

      FOTO EINES ZEITUNGSAUSSCHNITTS: Für den Fotografen lächelte Gläser, doch Jahrzehnte später berichtet er von den Misshandlungen. [ Foto zur Verfügung gestellt von Reiner Gläser. ]

      Er ist zehn Jahre alt, vielleicht elf, als er auf der Straße 20 Mark findet. Dort, mitten auf dem grau-gefliesten Bürgersteig in Moitzfeld, in der Nähe des Heimes, liegt es. Er steckt das Geld nicht selbst ein, sondern bringt den Schein zum Fundbüro – und kommt deswegen eine Stunde zu spät zurück ins Heim. Der Erzieher wartet schon. Die Begründung will er sich gar nicht erst anhören. Wichtig ist nur: Reiner Gläser ist zu spät.

      Da bezieht er die Prügel seines Lebens. Es sind Schläge. Mit der Faust ins Gesicht. Es sind Ohrfeigen. Mit der flachen Hand. Als Strafe für etwas, wofür er eigentlich gelobt gehört.

      Eine Woche später kommt eine Lokaljournalistin mit einem Fotografen ins Heim. Sie haben von der 20-Mark-Geschichte gehört und wollen Reiner Gläser fotografieren. Der fühlt sich noch immer wie ein lebender Toter. Noch immer ist sein Gesicht geschwollen, blaue Flecken zieren seinen ganzen Körper. Die Lippe ist aufgeplatzt.

      Die Sekretärin nimmt ihn beiseite, überschminkt das blaue Auge und alle Zeichen der Gewalt. Und dann spielt er den Journalisten etwas vor.

      Die bitterste Pointe an dieser Geschichte aber ist diese: Der Pfarrer des Heimes, ein junger Mann, meldet sich selbst beim Fundbüro und behauptet, die 20 Mark verloren zu haben. Und kassiert das Geld.

      „Du kannst nichts, du bist nichts“

      An manchen Abenden, nach Einnahme der Bonbons, kommt ein Erzieher nachts in den Schlafraum. Legt sich zu den betäubten Jungen. Fasst sie an, bringt sie dazu, ihn anzufassen. Vergewaltigt sie. Reiner Gläser hat Glück, er wird nie vergewaltigt. Zumindest kann er sich nicht daran erinnern.

      Doch er erinnert sich an die Prügel beim kleinsten Regelverstoß. An Beleidigungen, an das ständige „Du kannst eh nichts“ und „Du bist nichts“. Sätze, die sich eingebrannt haben. Bis heute.

      FOTO SEINER SELBST in heutigen Tagen [ Foto zur Verfügung gestellt von Reiner Gläser ]

      Es ist ein kalter, trockener Tag. Reiner Gläsers Wohnung liegt im zweiten Stock. Durch einen kleinen Flur geht er ins Wohnzimmer. Eine schwarze Couch und ein schwarzer Sessel stehen im Neunzig-Grad-Winkel zueinander. Gläser beginnt, seine Geschichte zu erzählen. Bitterkeit schwingt in jedem Wort mit. Bis heute, sagt er, plagen ihn Gewaltphantasien. Mordphantasien. Bis heute macht ihn seine Vergangenheit wütend. Maßlos wütend. Unbändige Wut auf jene, die ihn hätten beschützen müssen und ihn schutzlos den Attacken der Erzieher auslieferten. Die Heimleitung, das Jugendamt, die Diakonie.

      Akribisch hat Gläser in den vergangenen Jahren alle Akten zusammengetragen, die er über seinen Fall in die Finger bekommen konnte, ganze Festplatten sind voll mit Dokumenten, Berichten, Fotos. So weiß er auch, was er jeden Abend schlucken musste: neben Valium auch Encephabol, ein Medikament gegen Demenz, und Adumbran, ein Mittel, das bei Angststörungen angewendet wird – für Erwachsene.

      Spuren, auch nach so vielen Jahren

      Medikamente wie diese können leicht süchtig machen, Schlaf- und Gedächtnisstörungen oder psychische Störungen wie Angstgefühle, Depression, Aggressionsprobleme und Reizbarkeit hervorrufen. Laut eines medizinischen Gutachtens, das ehemalige Heimkinder zum Thema hat, lasse sich eine Tendenz zu psychischen Störungen, physischen Beschwerden wie Rückenschmerzen und ein grundlegend erhöhter Spiegel des Stresshormons Cortisol nachweisen.

      „Mit neuerlichen Verfahren konnte man bei mir sogar noch Reste der Medikamente, die ich damals bekommen habe, in meiner DNS nachweisen“, sagt Reiner Gläser.

      FOTO SEINER SELBST in heutigen Tagen [ Foto zur Verfügung gestellt von Axel Weiner. ]

      Düstere Erinnerungen, wie sie auch Axel Weiner kennt. Als er ins Gut an der Linde kommt, ist der Zweite Weltkrieg gerade ein paar Jahre vorbei. Seine Mutter ist alleinerziehend, er das älteste von vier Kindern, alle leben von Sozialhilfe. Immer wieder gibt es Spannungen in der Familie, die Mutter ist überfordert. 1959, Axel ist neun Jahre alt, klingeln Mitarbeiter des Jugendamtes an der Tür, er soll in ein Heim, und auch er darf sich, anhand von Fotos und Broschüren, selbst eines aussuchen. Auch seine Entscheidung fällt auf das Gut an der Linde.

      Offiziell gehören Arbeitslager und Hitler-Jugend der Vergangenheit an. Doch hier, im Heim, scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Die Jungen werden in Uniformen gesteckt, geohrfeigt, blaue Flecken von Faustschlägen zieren den Körper des Neunjährigen. Benehmen sich die Jungen daneben, werden sie in Isolierzimmer gesperrt.

      Schon damals werden die Jungen ruhig gestellt mit Medikamenten wie Valium oder Ritalin. Verschrieben von Ärzten, die nicht selten eine Nazi-Vergangenheit haben.

      Genauso üblich: Nach der Schule aufs Feld beim Bauern um die Ecke geschickt zu werden, wo die Kinder schwerst körperlich arbeiten müssen. Sie werden dafür bezahlt – doch das Geld landet in der Kasse des Heims. Es hat etwas von Zwangsarbeit. Eigentlich verboten, eigentlich sind Arbeitslager abgeschafft. Doch an den wehrlosen Heimkindern kann man ungestraft auslassen, was man an Juden oder Andersdenkenden nicht mehr auslassen kann.

      Es gleicht mehr einem Militärlager denn einem Kinderheim. Die Uniformen sind offiziell zwar Pfadfinder-Uniformen – für Weiner jedoch nur, weil die Hitler-Jugend ja verboten ist.

      Demütigung als pädagogisches Mittel

      Kurz nach seiner Aufnahme kommt Axel Weiner in einen Schlafsaal mit acht gleichaltrigen Jungen. Er bezieht sein Bett in der Ecke, während beißender Urin-Gestank den ganzen Raum zu füllen scheint. Schon nach wenigen Tagen wird ihm klar, woher dieser penetrante Geruch kommt: Einige seiner Zimmergenossen sind Bettnässer. Doch wer dabei erwischt wird, wird mit den nassen Bettlaken von den Erziehern erst geschlagen und muss zur Strafe dann tagelang in den uringetränkten Betten schlafen.

      Einige Wochen später gibt es Graupensuppe. Axel Weiner hasst Graupensuppe. Eine Alternative gibt es nicht, doch das Essen zu verweigern, ist auch keine Option. Die Erzieher zwingen die Kinder zum Essen, notfalls mit Gewalt. Wer sich angeekelt erbricht, wird gezwungen, stattdessen das Erbrochene zu essen. Während alle anderen dabei zuschauen müssen. Egal, wie viel man weint und fleht, die Regeln werden nicht gebeugt.

      Auch Axel Weiner ist bis heute gezeichnet von seiner Zeit im Heim. Auch er ist wütend und enttäuscht. Vor allem über die Schwierigkeiten bei der heutigen Auseinandersetzung mit der dunklen Vergangenheit. Für ihn sind es unsägliche Verbrechen, die an ihm und an den anderen Kindern begangen wurden. Doch er hat das Gefühl: Dazu stehen will niemand.

      Axel Weiner und Reiner Gläser kennen sich, sie gehören zu einer Gruppe ehemaliger Heimkinder, die sich gelegentlich trifft mit Vertretern der Diakonie Aprath und des Landschaftverbands Rheinland – dem ehemaligen Träger des Heims und der behördlichen Kontrollinstanz.

      Heimkinder offensiv in den öffentlichen Diskurs mit ihrer Geschichte. Mehrmals hat Gläser schon Anzeige erstattet gegen ehemalige Erzieher, die er ausfindig gemacht hat. Die Taten waren jedoch in allen Fällen bereits verjährt.

      Seit einigen Jahren spricht er mit Journalisten, zuerst anonym, mittlerweile selbstbewusst mit Klarnamen. Doch viele seiner damaligen Leidensgenossen schweigen noch immer – aus Angst, aus Scham und manchmal auch aus Unwissenheit. Was die ungeprüfte Medikamentenvergabe durch die Versuche an Kindern in deren Gehirn anrichten kann, ist noch nicht abschließend geklärt, da es einige Stoffe möglicherweise gar nicht weiter als in die Versuchsphase schafften. Fest steht aber, dass einige der Medikamente, die nachweislich täglich ausgegeben wurden, heutzutage ausdrücklich nur für Erwachsene sind und unter besonderen Bedingungen und in Absprache mit dem Arzt genommen werden dürfen.

      Mit der Diakonie Aprath und dem Landschaftsverband gibt es immer mal wieder Annäherungen. Geplant war ein runder Tisch, um die Ereignisse aufzuarbeiten, um über mögliche Entschädigungen zu reden. Ein Vorbild dazu ist auf Bundesebene in Berlin im Jahre 2008 entstanden. Nach fast zwei Jahren Arbeit mit Betroffenen, Heimträgern, Wissenschaftlern, Verbänden sowie Vertretern von Bund, Ländern und Kirchen wurde im Dezember 2010 der Abschlussbericht verabschiedet. Fonds, die sich aus Geldern von Bund, Ländern, Kirchen, Caritas und Diakonie finanzieren, sollten die ehemaligen Heimkinder finanziell für ihre Zeit im Heim entschädigen.

      Die Missbrauchsvorwürfe sind sowohl der Bergischen Diakonie Aprath wie auch dem Landesverband Rheinland bekannt. Die Diakonie erklärte auf Nachfrage: „Die Erfahrungen einzelner Heimkinder sind uns bekannt.

      Insgesamt haben 15 Betroffene einen Antrag auf Anerkennung des Leids aus dem Fond ‚Heimerziehung in der Bundesrepublik in den Jahren 1949 bis 1975‘ bzw. des Fonds der Evangelischen Kirche im Rheinland gestellt. […] Es gibt Hinweise auf wiederholte Interventionen durch zusätzlich bereitgestelltes Personal, die aber nicht nachhaltig erfolgreich waren.“

      Die Diakonie Aprath verneint jedoch, dass ihnen Vorwürfe wie der, dass Medikamente wie Valium, Encephabol oder Adumbran an Kinder ausgegeben wurden, bekannt sind. „Nach unserem heutigen Kenntnisstand haben wir keine Informationen, ob Medikamente wie Valium, Encephabol oder Adumbran in der Einrichtung Gut an der Linde an Kinder und Jugendliche verabreicht wurden.“

      Trotzdem sei man stark betroffen von dem persönlichen Leid, das Kinder durch Fehlverhalten der pädagogischen Mitarbeiter und Leistungen in ihrer Einrichtung erfahren mussten. „Die Bergische Diakonie stand in den letzten Jahren und steht natürlich auch zukünftig den Betroffenen zur Seite. Wir nehmen unsere Verantwortung ernst und bieten jederzeit Gespräche mit ehemaligen Heimkindern an. […] Eine gemeinsame Kommunikationskultur konnte bis heute nicht entwickelt werden. Dies bedauern wir sehr. An einer gemeinsamen, wertschätzenden Kommunikation haben wir hohes Interesse.“

      Eine neue wissenschaftliche Aufarbeitung der Medikamentenvergabe, initiiert vom Landschaftsverband Rheinland, soll nun beiden Seiten Klarheit bringen und helfen, zu einem Abschluss zu kommen. „Der LVR eruiert aktuell, welche Erkenntnisse zum Einsatz und zur Erprobung von Medikamenten an Kindern und Jugendlichen aus den vorhandenen Studien vorliegen und welche Lücken es in der Aufarbeitung der Verbandsgeschichte gibt. Hieraus wird sich ergeben, welche Schritte für eine weitere Aufklärung notwendig sind.“

      „Kenntnis der Heimleitung ist zu unterstellen“

      Im Gegensatz zur Bergischen Diakonie erklärt man hier auf Anfrage offen, Kenntnis von den Vorwürfen der Medikamentenvergabe und Medikamentenversuche im Zuge von Arzneimittelstudien zu haben: „Für den Zeitraum zwischen 1949 und 1975 haben sich über 2.500 Menschen in der Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder gemeldet. Diese Menschen gaben an, dass ihnen in der fraglichen Zeit in Heimen der Jugendhilfe Leid zugefügt wurde. Dazu gehören alle Formen der physischen, psychischen und sexuellen Gewalt. […] Hierbei geht es vor allem um körperliche Übergriffe, sexuellen Missbrauch und Demütigungen. In den Berichten geht es in einigen Fällen aber auch um den Einsatz von Medikamenten. In welcher Form und wie umfänglich die jeweiligen Heimleitungen hierüber informiert waren, ist nicht bekannt. Eine Kenntnis der Heimleitung ist aber zu unterstellen und davon auszugehen, dass Medikamentierung in Erziehungsplanungsgesprächen o.Ä. thematisiert wurden.“

      Es sei somit auch aufgrund der Forschung von Sylvia Wagner wahrscheinlich, dass die entsprechenden Vorwürfe zutreffen. „Wir sind zutiefst erschüttert von den Berichten Betroffener, die in Heimen, Kliniken und Einrichtungen der Behindertenhilfe unfassbares Leid durch den unverhältnismäßigen Einsatz von Medikamenten erfahren haben. Politik und Verwaltung im Landschaftsverband entschuldigen sich bei allen Menschen, die durch den Einsatz von Medikamenten oder durch Arzneimittelstudien in den 1950er bis 70er Jahren gelitten haben.“

      Offizielle Entschuldigungen, der Versuch wissenschaftlicher Aufarbeitung und Gespräche mit Betroffenen sollen endlich mit der Vergangenheit aufräumen. Doch bisher überwiegt der Streit. Beinahe jedes Gespräch führt zu hitzigen Diskussionen. Der Hass ist noch immer so präsent wie vor 40 Jahren.

      .

      Die Möglichkeit – @ https://correctiv.org/blog/ruhr/artikel/2017/04/04/heimkinder-medikamente-gut-der-linde-diakonie-aprath/ – diesen Artikel zu kommentieren, besteht DORT ebenso.
      .
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

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      .
      Weiterführend zum unmittelbar vorhergehenden Beitrag hier in diesem Thread ^^^.

      Martini schrieb:

      .

      [ ……… ]

      Die Diakonie Aprath verneint jedoch, dass ihnen Vorwürfe wie der, dass Medikamente wie Valium, Encephabol oder Adumbran an Kinder ausgegeben wurden, bekannt sind. „Nach unserem heutigen Kenntnisstand haben wir keine Informationen, ob Medikamente wie Valium, Encephabol oder Adumbran in der Einrichtung Gut an der Linde an Kinder und Jugendliche verabreicht wurden.“

      [ ……… ]

      .

      Ein Leserkommentar zu diesem

      CORRECTIV-Artikel vom 4. April 2017 von Ann-Kathrin Seidel

      Valium, Prügel und Zwangsarbeit

      von dem Betroffenen Reiner Gläser:

      QUELLE: https://correctiv.org/blog/ruhr/artikel/2017/04/04/heimkinder-medikamente-gut-der-linde-diakonie-aprath/#comment-4177

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      Reiner Gläser

      am 05.04.2017, um 10:08 Uhr

      Wenn die Diakonie Aprath der Meinung ist, dass sie nichts von Medikamenten ( Valium etc ) Vergaben gewusst haben, dann darf ich sie eines besseren belehren.
      Die Aussage, es sei der Diakonie Aprath nach eigener Aussage nicht bekannt, ist an Boshaftigkeit und Gemeinheit nicht zu überbieten.
      Man schaue einfach auf das Gutachten von 1969, welches mir als Kind im Heim erstellt wurde.


      http://amd.co.at/anti/moitzfeld/Bildergalerie/Documente/Interne Documente/a1.jpg

      Auch wurde Ich und viele andere dort regelmässig von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen schwer sexuell missbraucht. Ein Gutachten auch dazu liegt vor.

      Wir Kinder sind als völlig normale und gesunde Kinder in die Einrichtung gekommen, und dann als Schwerstbehinderte entlassen worden.

      Informationen können hier eingesehen werden:


      http://amd.co.at/anti/index2.php?moitzfeld/Bildergalerie/INT_Berichte/

      Wir, bisher zehn bekannte Ehemalige Kinder des Heimes, haben ein Gutachten was uns einen Gesamt Grad der Schädigung (GDS) von über 70 bescheinigen.

      Die Dunkelziffer anderer geschädigten Kinder aus dieser Einrichtung liegt weitaus höher.

      Schätzungen gehen von weit mehr als 250 Kindern aus.

      Unsere Schwerbehinderten Ausweise können gerne eingesehen werden.


      Hier will sich die Diakonie Aprath ( Pfarrer Jörg Hohlweger ) ganz klar mit vielen Falschaussagen ihrer Christlichen Verantwortung entziehen !!!!!

      Unsere Webseite informiert im Detail.


      http://amd.co.at/anti//moitzfeld/historie.html

      Gruß ... eins von vielen Opfern.

      Reiner Gläser

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      Falls jemand die Berichterstattung von Journalistin Ann-Kathrin Seidel vom 4. April 2017 auf CORRECTIV.ORG betitelt »Valium, Prügel und Zwangsarbeit« als "Fake News" ansehen sollte, stelle ich diese Journalistin selbst Euch jetzt hier einfach mal vor:

      Ann-Kathrin Seidel, Journalist
      QUELLE: https://www.torial.com/en/ann-kathrin.seidel

      Ann-Kathrin Seidel, freelance journalist, photographer, musicologist always eager to see, read, taste, hear new sides of the world and ways to look at it.
      QUELLE: http://ann-kathrin-seidel.com/

      Dipl.-Psych. Ann-Kathrin Seidelcurriculum vitae
      QUELLE: https://www.klinische.psychologie.uni-kiel.de/de/das-team/dipl.-psych.-ann-kathrin-seidel

      Ann-Kathrin Seidel erhält Jerusalem-Stipendium
      JOURNALISTIN SOLL BRÜCKEN ZWISCHEN ISRAEL UND NIEDERSACHSEN SCHLAGEN

      QUELLE: http://www.mwk.niedersachsen.de/startsteite/service/presseinformationen/19096.html (Stand: 12.02.2010)

      Und der folgende Artikel vom 22.10.16, um 15:21 Uhr zu den »Opfer leiden bis heute. - Doktorandin deckt Menschenversuche an Babys und Kindern auf.« ist ebenso von Journalistin Ann-Kathrin Seidel.
      QUELLE: http://www.express.de/duesseldorf/opfer-leiden-bis-heute-doktorandin-deckt-menschenversuche-an-babys-und-kindern-auf-24955898
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      EMAIL 10.04.2017: Subject: »Bensberg/ Moitzfeld, Gut an der Linde« --- Auch hier habe ich den Artikel von Ann-Kathrin Seidel im HEIMKINDER-FORUM.DE untergebracht.

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      Hallo an alle die es interessiert,

      desweiteren möchte ich Euch alle darüber informieren, dass ich den Artikel von Ann-Kathrin Seidel auf CORRECTIV.ORG vom 4. April 2017


      »Valium, Prügel und Zwangsarbeit«

      jetzt auch hier noch einmal in dem seit Juli 2011 längst wieder vergessenen – oder auch von vielen nie entdeckten – Thread »Bensberg / Moitzfeld, Gut an der Linde«, im HEIMKINDER-FORUM.DE

      @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/351-Bensberg-Moitzfeld-Gut-an-der-Linde/?postID=547630#post547630

      untergebracht habe ----- am 9. April 2017, um 00:58 Uhr untergebracht habe.

      Und der evangelische Pfarrer i.R. Dierk Schäfer, Diplom-Psychologe und Diplom-Pädagoge, hat am 07.04.2017, um 22:18 Uhr, in seinem Blog, dem Dierk Schaefers Blog, @
      https://dierkschaefer.wordpress.com/2017/04/07/an-wehrlosen-heimkindern-kann-man-ungestraft-auslassen-was-man-an-juden-oder-andersdenkenden-nicht-mehr-auslassen-kann/#comments, unter der Überschrift »An wehrlosen Heimkindern kann man ungestraft auslassen, was man an Juden oder Andersdenkenden nicht mehr auslassen kann.«, ebenso auf den Artikel hingewiesen / verlinkt.

      Zusätzlich möchte ich Euch alle dann auch noch auf den Leserkommentar dazu von Helmut Jacob, vom 08.04.2017, um 13:44 Uhr, in Dierk Schaefers Blog @
      https://dierkschaefer.wordpress.com/2017/04/07/an-wehrlosen-heimkindern-kann-man-ungestraft-auslassen-was-man-an-juden-oder-andersdenkenden-nicht-mehr-auslassen-kann/#comment-8409 aufmerksam machen.

      Mit freundlichen Grüßen allerseits

      Martin MITCHELL

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      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
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      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Martini schrieb:

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      ...
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      »Valium, Prügel und Zwangsarbeit«
      ...
      Martin MITCHELL

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      correctiv.org/blog/ruhr/artike…er-linde-diakonie-aprath/


      Hab mir den Artikel eben gerade durchgelesen. Besonderst der letzte Satz haut rein.
      "Der Hass ist noch immer so präsent wie vor 40 Jahren."

      Immer dieser "Hass", diese "Wut", dieser "Zorn" usw. , die OPFERN von Gewalt und Willkür als Reaktion auf die Täter zum Vorwurf gemacht wird. Dabei schwingt ein kleiner Anflug von "Heute ist der Mensch (angeblich) voll Hass => Musste also früher berechtigterweise mit 'harter Hand geführt' werden." für den beeinflussbaren Leser mit.

      "Der Hass" von vor 40 (oder 28) Jahren war der Hass einiger Heimmitarbeiter und Jugendhilfe-/Jugendamts-Mitarbeiter auf die Kinder, auf ihre Persönlichkeit, auf ihre Bedürfnisse, auf die Eltern, auf deren politische Einstellungen, ... und auf die in den Verfassungen verbriefte Würde der (kleinen) Menschen.

      Wie auch immer die Reaktion der Opfer heute ist, sie ist angemessen für die Taten in der Vergangenheit und auch angemessen für den Umgang der Verantwortlichen mit der Vergangenheit (Verschleppen, ...) - solange sie das Recht achtet.

      LG
      Widerstand

      Real investigativer Journalismus: CORRECTIV.ORG (in Deutsch!) - Journalisten mit Herz und Verstand und Arsch in der Hose!

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      Widerstand schrieb:

      Martini schrieb:

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      »Valium, Prügel und Zwangsarbeit«
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      Martin MITCHELL

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      https://correctiv.org/blog/ruhr/artikel/2017/04/04/heimkinder-medikamente-gut-der-linde-diakonie-aprath/


      Hab mir den Artikel eben gerade durchgelesen. Besonderst der letzte Satz haut rein.
      "Der Hass ist noch immer so präsent wie vor 40 Jahren."

      Immer dieser "Hass", diese "Wut", dieser "Zorn" usw. , die OPFERN von Gewalt und Willkür als Reaktion auf die Täter zum Vorwurf gemacht wird. Dabei schwingt ein kleiner Anflug von "Heute ist der Mensch (angeblich) voll Hass => Musste also früher berechtigterweise mit 'harter Hand geführt' werden." für den beeinflussbaren Leser mit.

      "Der Hass" von vor 40 (oder 28) Jahren war der Hass einiger Heimmitarbeiter und Jugendhilfe-/Jugendamts-Mitarbeiter auf die Kinder, auf ihre Persönlichkeit, auf ihre Bedürfnisse, auf die Eltern, auf deren politische Einstellungen, ... und auf die in den Verfassungen verbriefte Würde der (kleinen) Menschen.

      Wie auch immer die Reaktion der Opfer heute ist, sie ist angemessen für die Taten in der Vergangenheit und auch angemessen für den Umgang der Verantwortlichen mit der Vergangenheit (Verschleppen, ...) - solange sie das Recht achtet.

      LG
      Widerstand
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      Ich persönlich glaube nicht, dass die Journalistin dieses CORRECTIV.ORG-Artikels, Ann-Kathrin Seidel, den beiden Betroffenen, in diesem Fall Reiner Gläser und Axel Weiner – oder irgendwelchen anderen Betroffenen hier oder anderswo – solch ein Vorwurf macht.

      Täter und deren Rechtsnachfolger hingegen machen Betroffenen solche Vorwürfe des öftenen! – sind weitestgehend bekannt dafür Betroffenen solche Vorwürfe zu machen!

      Ich perönlich aber sehe das genauso wie »Widerstand« :

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      „Wie auch immer die Reaktion der Opfer heute ist, sie ist angemessen für die Taten in der Vergangenheit und auch angemessen für den Umgang der Verantwortlichen mit der Vergangenheit (Verschleppen, ...) - solange sie das Recht achtet.“
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      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Real investigativer Journalismus: CORRECTIV.ORG (in Deutsch!) - Journalisten mit Herz und Verstand und Arsch in der Hose!

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      Martini schrieb:

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      Ein weiterer Leserkommentar zu diesem

      CORRECTIV-Artikel vom 4. April 2017 von Ann-Kathrin Seidel

      Valium, Prügel und Zwangsarbeit

      von einem Betroffenen einer anderen damaligen Einrichtung der Diakonie, namens Helmut Jacob, schon am 08.04.2017:

      QUELLE: https://correctiv.org/blog/ruhr/artikel/2017/04/04/heimkinder-medikamente-gut-der-linde-diakonie-aprath/#comment-4208

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      Helmut Jacob

      am 08.04.2017, um 13:50 Uhr

      Beim Lesen dieses Artikels kommt mir bald das Kotzen. Viele Verbrechen ähneln denen im Johanna-Helenen-Heim in Volmarstein: Zwangsfüttern, im Urin-Bett liegen, physische, psychische und sexuelle Gewalt. In anderen Kinderheimen war es nicht viel anders.

      Die Taktik ist immer die gleiche: Leugnen, Unwissenheit vortäuschen, als „Einzelfälle“ abtun und Gespräche anbieten, die keiner braucht. Wer redet schon mit den Nachfolgern von Verbrechern. Zumindest ich nicht. Die Anstalt in Volmarstein musste lernen, einzugestehen, nachdem sie gezwungen wurde. Die „Die Freie Arbeitsgruppe JHH 2006“ hat eine Aufarbeitung durch die unabhängigen Forscher Hans Walther Schmuhl und Ulrike Winkler erzwungen. Zuvor wollte die Einrichtung die Erforschung der Verbrechen durch einen Mitarbeiter der Diakonie. Das lehnte die Arbeitsgruppe ab. So entstand ein Buch, das keine Fragen offen ließ: „Gewalt in der Körperbehindertenhilfe – Das Johanna-Helenen-Heim in Volmarstein von 1947-1967“.

      Ich wünsche den Geschändeten und Gequälten von dem „Gut an der Linde“, dass sie die Kraft finden, mehr in die Öffentlichkeit zu gehen, damit von außen mehr Druck auf die Einrichtung ausgeübt wird. Eine Möglichkeit ist die Aktualisierung von
      https://de.wikipedia.org/wiki/Gut_an_der_Linde . Dort gehört der Link der Opfergruppe hin. Eine zweite Möglichkeit ist die Zusammenfassung der bisherigen Arbeit der Opfergruppe. Unsere Arbeitsgruppe wird sie auf unseren großen Homepage „Gewalt-im-JHH.de“ veröffentlichen. Der Weblogger der Arbeitsgruppe ( http://jacobsmeinung.over-blog.com/ ) übernimmt die Zusammenfassung ebenso. So gibt es einige andere Ansprechpartner, bei denen die Opfergruppe auch gute Ansprechpartner findet: Martin Mitchell, Heidi Dettinger und Dirk Friedrich (veh-ev.eu).

      Aber es werden auch schlimme Erinnerungen an den „Runden Tisch Heimerziehung“ wach. An Antje Vollmer und den Doktor, dessen Namen ich nicht mehr weiß (auch nicht wissen muss) mit seinem Spatzen in der Hand, die ihre Entschädigungsverhinderung als Entschädigung feiern. Zuvor hat sie kräftig manipuliert, Fakten verdreht oder schlichtweg ausgelassen, damit wirklich keine Entschädigung gezahlt werden muss. Die Opfergruppe um Reiner Gläser für die erlittene Gewalt wirklich zu entschädigen, würde in den oberen sechsstelligen Bereich einer Geldleistung führen müssen.

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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.