Sehr interessant und die Wahrheit

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      Es ist ja nicht wirklich überraschend, welche Inhalte oder Begriffe Pegida Anhänger gebrauchen, um ihr Wut zum Ausdruck zu bringen und da stehen an obere Stelle ja die Wörter wie: „Lügenpresse“ und auch „Volksverräter“. Also nichts Neues und davon einmal abgesehen ob das eine Beleidigung ist-ich gehe eher nicht davon aus-weil es zu einem allgemeinen Ausdruck dieser Bewegung geworden ist und nicht persönlich auf eine bestimmte Person gerichtet ist, denn eine Differenzierung von Personen und Themen scheint bei der Pegida nicht gewollt zu sein…..oder ist ihnen intellektuell nicht möglich.
      Ich finde einen anderen Aspekt eher als erwähnenswert, denn es war ja nur eine kleinere Gruppe dieser Pegidabewegung, die aber mit ihren Trillerpfeifen ihrer Lautstärke diese Feierlichkeiten störten. Man sollte doch auch einmal erwähnen, dass die Mehrheit der Bevölkerung sicherlich nicht diese Menschen- die außer pöbeln nicht in der Lage sind angemessen zu diskutieren -hören wollten, sondern sich auf das besinnen und feiern wollten für was der 3. Oktober steht und da finde ich das was die Pegida gemacht hat, rücksichtslos und respektlos.

      Letztlich muss man überlegen ob der Pegida zu viel Aufmerksamkeit eingeräumt wird, denn so wie es aussieht sind sie ja schon mächtig geschrumpft und zur Demokratie gehört es auch Schwachköpfe ertragen zu müssen. Was mich eher überrascht hat, dass diese Leute sich tatsächlich in ihrer Schmäh auf die Flüchtlingspolitik reduziert hatten, oh pardon wahrscheinlich nicht einmal reduziert, sondern es ist wohl nur das einzige Thema was für sie zählt und das ist dann schon etwas anders, wenn man sich so einseitig auf ein Thema fixiert und daraus eine politische Bewegung entstanden ist und das sehe ich schon kritisch, weil das Thema Hass schürt.
      Ich hoffe trotzdem, dass einmal in Zukunft der Focus auf jene Menschen insbesondere in Dresden gerichtet wird, die sich in der Flüchtlingspolitik engagieren, denn es ist wichtig auch zu zeigen, dass die Pegida Anhänger eine Minderheit ist und die Mehrheit der Bevölkerung in Dresden diesen Feiertag gewürdigt haben. Dresden gehört nicht der Pegida und vielleicht sollte die Bevölkerung das einmal in einer Demo deutlich zum Ausdruck bringen.

      burkhard1 schrieb:

      .........
      Ich hoffe trotzdem, dass einmal in Zukunft der Focus auf jene Menschen insbesondere in Dresden gerichtet wird, die sich in der Flüchtlingspolitik engagieren, denn es ist wichtig auch zu zeigen, dass die Pegida Anhänger eine Minderheit ist und die Mehrheit der Bevölkerung in Dresden diesen Feiertag gewürdigt haben. Dresden gehört nicht der Pegida und vielleicht sollte die Bevölkerung das einmal in einer Demo deutlich zum Ausdruck bringen.


      das sehe ich auch so: diejenigen, die sich in der flüchtlingspolitik engagieren verdienen unseren respekt und unsere anerkennung. völlig inakzeptabel, dass schreiberling henryk m. broder das unwürdige gebrüll der demonstranten noch legitimiert.
      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)

      Ulli schrieb:

      „Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten, vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk und es gnade euch Gott"
      Theodor Körner


      Das Zitat wird fälschlicher Weise Theodor Körner zugeschrieben, laut Wiki.
      Dort steht auch was von der Vereinnahmung durch die NSDAP und durch eine der AfD nahe stehende Gruppierung, die sich "Der Flügel" nennt.
      de.wikipedia.org/wiki/Theodor_K%C3%B6rner_(Schriftsteller)

      burkhard1 schrieb:

      die außer pöbeln nicht in der Lage sind angemessen zu diskutieren


      Macht man es sich nicht etwas einfach und nimmt damit selbst eine Position ein,
      die genauso wenig angemessen ist und eine Diskussion im Keim erstickt.
      Was wissen wir von den Menschen, ihren Sorgen und Ängsten, ihren Leben und Lebensaussichten, was von den Menschen denen als Lebensaussicht Altersarmut droht?
      Warum für mich ein Nationalsozialistische Weg keiner ist,
      hat sicher auch mit der Vertreibung meiner Familie nach dem Krieg zu tun,
      aber vor allem mit der Angst vor Verlust der Freiheit,
      wo ich doch schon genug Jahre verlor.
      Sicher empfinde ich die Politik der Neoliberalen Parteien von CDU, SPD, Grüne
      und FDP für genauso ungeeignet, wie die Angst schürenden Parteien von CSU, AFD,
      und den Linken. Wen man also was ändern will an dem System,
      in dem Wenige immer mehr und die Mehrheit immer weniger besitzt,
      muss man nicht nur die Politiker als Erfüllungsgehilfen des Kapitals austauschen,
      sondern eher das System des Kapitalismus.
      Doch es ist schon beeindruckend wie das System es wieder geschafft hat,
      dass sich Links wie Rechts die Nepper, Schlepper, Bauernfänger engagieren
      und die Bereitschaft wächst den demokratischen Rahmen zu verkleinern.
      @rudi K
      Ich frage mich was das damit zu tun hat „man macht es sich einfach“. Es gab ja nun genug Aussagen darüber, dass AfD Wähler nicht jene Menschen sind, die nichts haben, sondern jene Menschen die Angst haben, dass zu verlieren was sie haben. Die Armut….ein viel benutzter Begriff der sehr relativ ist sieht man sich die Zustände in wirklich armen Ländern an. Die Entwicklung in Deutschland die auseinander gehende Schere zwischen Arm und Reich ….. ist auf jeden Fall eine Entwicklung der letzten Jahrzehnte und hat aber so gar nichts mit den Flüchtlingen zu tun. So wie in der Medienberichtserstattung aber auch hier vor Ort in meiner Stadt geht es der AfD und ihren Anhängern ständig um die Flüchtlingsproblematik und da weiß ich tatsächlich nicht worüber man da noch sprechen soll. Was nun das Konzept der AfD gegen diese Armut sein soll erschließt sich mir nicht und bei allen Themen die es tatsächlich zu diskutieren gibt läuft es immer auf dasselbe hinaus. So haben die AfD bei einer Versammlung in meiner Stadt in ihrem Flyer geschrieben, man solle unser Schwimmbad familienfreundlicher ausbauen und dann kommt es zum Schluss: Man will ein Burkaverbot. Man muss da schon die Forderungen immer bis zu Ende lesen und stößt dann doch immer wieder auf ein und dieselbe Thematik. Nein ich möchte mich nicht mit Menschen auseinander setzen deren Konzepte ausschließlich auf Ausgrenzung, Hetze gegen Flüchtlinge beschränkt ist. Was gibt es da zu diskutieren und mit einer gefühlten Angst die einer Realität nicht stand hält mag ich mich nicht auseinander setzen, nicht wenn diese auf Kosten von Minderheiten geht. Ich möchte nicht dass Rassismus in Deutschland salonfähig wird, denn dann haben wir Alle sehr viel zu verlieren. Ich habe aber in dem Wahlprogramm der AfD nirgends gelesen wie sie die Armut entgegen wirken wollen…auch nicht bei anderen Parteien…aber das Volk will ja belogen werden….bringt Wählerstimmen, denn Fakt ist, dass es kein Rezept gibt, aber schlimmer geht immer.

      Übrigens solltest Du das Video angeschaut haben wirst Du feststellen, dass Claudia Roth den Dialog suchte und nur angepöbelt wurde. Wo bleibt denn da die Dialogbereitschaft von jenen Menschen, die so unzufrieden sind?

      Aber in eines stimme ich Dir zu, die Politiker bzw. Parteien kann man abwählen wie man will und wird dennoch nicht viel ausrichten, weil wir nun einmal ein kapitalistisches System haben. Aber selbst wenn wir den Kaptalismus abschaffen wird es immer den Herrn und den Knecht geben, da muss schon mehr passieren als Gesellschaftssysteme verändern zu wollen und ich sehe das einmal so:
      "Am Anfang stand die Erziehung" ich glaube das ist von Alice Miller und was ich damit ausdrücken will ist die Tatsache, dass die Menschen so werden wie sie ihre Erziehung erlebt haben, d.h. wenn Kinder sich nicht ausreichend geliebt-gewertschätzt fühlen, nicht mehr beigebracht bekommen was wirkliche Werte sind, werden sie später ihre eigene Vorstellung von Werten leben wollen.



      Tja und zu dem Zitat von Körner:
      der Mann kann ja nichts dafür dass er von den Nazis missbraucht wurde, aber es ist sicherlich kein Zufall, dass die AfD gerade ihn für ihre Zwecke benutzen, ganz auf Linie der damaligen NSDAP. Es ist schon bemerkenswert wie die AfD immer wieder an Nazitraditionen anknüpft und da gibt es für mich tatsächlich nichts zu diskutieren.

      burkhard1 schrieb:

      Die Armut….ein viel benutzter Begriff der sehr relativ ist sieht man sich die Zustände in wirklich armen Ländern an.


      Glaubst Du man könne Armut relativieren?
      Sie ist genauso so in unserem Land gewollt,
      sind wir nicht nur Exportweltmeister,
      der sich den größten europäischen Niedriglohnsektor leistet
      und damit für immer mehr Menschen keine Zukunftsperspektive lässt.
      Das ist meiner Meinung nach ein unerträglicher Zustand,
      mit welcher Selbstverständlichkeit das von den "Besserverdienern" hingenommen wird.
      Ausgrenzung und nicht teilhaben können sind der Nährboden für Extremismus.

      burkhard1 schrieb:

      Die Entwicklung in Deutschland die auseinander gehende Schere zwischen Arm und Reich ….. ist auf jeden Fall eine Entwicklung der letzten Jahrzehnte und hat aber so gar nichts mit den Flüchtlingen zu tun.

      Für Menschen in prekären Arbeitssituationen sind die Flüchtlinge Konkurrenz.
      Die Ursache dafür bei den Menschen in diesen Arbeitssituationen zu suchen,
      suggeriert nichts anderes als ihnen eine eigene Schuld zu unterstellen.
      Wenn jeder alles werden könnte, wer würde dann noch dem anderen dienen wollen?

      Übrigens ging es mir nicht um die AFD, sondern viel mehr um die Menschen,
      die glauben das eine zur Wahl gebotene Partei ihre Ängste beseitigen wolle.