"Das Kind muss da weg" - gefunden in der "Leipziger Volks Zeitung"

      "Das Kind muss da weg" - gefunden in der "Leipziger Volks Zeitung"

      Jeden Tag wird in Deutschland fast ein Dutzend Kinder aus der Familie gerissen. Von Staats wegen. Die Zahl der Inobhutnahmen, der Unterbringung in einem Heim, steigt. Vor allem, weil getrennte oder geschiedene Eltern ums Sorgerecht streiten. Leidtragende sind immer die Kinder. Der Fall Kira.

      Es ist ein Satz zum Fürchten. "Das Kind muss da
      weg." Weg von seinem Zuhause, weg von seinen Freunden – aber vor allem
      weg von seinen Eltern. Jeden Tag werden in Deutschland etwa elf Kinder
      von ihren Eltern getrennt, weil Jugendämter und Gerichte um das
      "Kindeswohl" fürchten.

      Jedes Jahr gibt der
      Staat Milliarden für Inobhutnahmen aus, weit mehr als für
      Jugendeinrichtungen und die sozialpädagogische Familienhilfe. Und immer
      häufiger steht die Einweisung in ein Heim oder in eine Pflegefamilie am
      Ende eines erbitterten Streits, den Eltern nach einer Scheidung oder
      Trennung ums Sorgerecht führen. Familienrichter sind mit den Emotionen
      dieser Privatfehde häufig überfordert und auf den mitunter
      rücksichtslosen Kampf ums Kind schlecht vorbereitet. Sie verlassen sich
      auf das Urteil überlasteter Jugendämter und unqualifizierter
      Sachverständiger.

      Binnen
      eines Jahres hat das Bundesverfassungsgericht jetzt in acht Fällen den
      gerichtlich angeordneten Entzug des Sorgerechts gerügt und aufgehoben.
      Dilettiert der Staat in Sachen Kinderschutz? Wird die staatliche
      Verpflichtung, eine Trennung von Eltern und Kind möglichst zu vermeiden,
      nicht ernst genug genommen? Ein Blick in Gerichtsakten und ein Besuch
      bei Anwälten, Richtern, Sachverständigen, Eltern.

      Die Eltern Ein
      langer Streit beweist, dass beide Seiten unrecht haben, schreibt
      Voltaire. Wann begann der Streit zwischen Sabine und Bernd? Als Kira zur
      Welt kommt, kriselt es bereits in der Ehe. Dabei wurde die Kleine
      sehnlich erwartet. Sabine und Bernd hatten sogar eine Kinderwunschklinik
      aufgesucht, um endlich eine Familie zu werden.

      Am
      Ende klappte es mit der Schwangerschaft, als beide nicht mehr damit
      rechneten. 2002 wird Kira geboren. Vier Jahre später trennen sich ihre
      Eltern. Bernd verlässt das gemeinsame Haus. Zwei Wochen danach
      informiert ihn das Amtsgericht, dass ihn seine Frau wegen sexuellen
      Missbrauchs seiner Tochter angezeigt hat.

      Die
      Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergeben keine Hinweise auf einen
      Missbrauch, aber Bernd darf seine Tochter ein Jahr lang nur noch in
      Begleitung eines Mitarbeiters des Kinderschutzbundes einmal in der Woche
      treffen. Begleiteter Umgang heißt das im Amtsdeutsch. "Es gibt einen
      Missbrauch des Missbrauchs", berichten erfahrene Juristen. Weder Sabine
      noch Bernd lenken ein. Sie wirft ihm vor, schon immer gewalttätig
      gewesen zu sein, Psychopharmaka zu nehmen und einen Mutter-Sohn-Komplex
      zu haben. Er nennt sie eine Lügnerin, die unter einer psychischen
      Störung leidet.

      Problem Loyalitätskonflikt Mit
      mehreren Gutachten versucht das Gericht den Streit ums Umgangsrecht
      beizulegen. 2008 erklärt die Sechsjährige, dass sie ihren Vater nicht
      mehr sehen will. Das Gericht setzt einen Umgangspfleger ein. Sabine und
      Bernd besuchen eine Mediatorin, um ihren Konflikt zu lösen. Ohne Erfolg.
      2009 lassen sich die beiden scheiden.

      Ein
      Jahr später warnt eine Psychiaterin in einem Gutachten, dass die kleine
      Kira in einem massiven Loyalitätskonflikt stecke. Auf wessen Seite soll
      sie sich schlagen, auf die des Vaters, die der Mutter? Kira wird zwei
      Jahre lang einmal wöchentlich zu einer "Stärkungsaufbau-Therapie"
      geschickt, ihre Mutter besucht einen Elterntrainingskurs. "Ich arbeitete
      daran, glücklich geschieden zu sein", sagt sie später. Doch Kira
      verweigert weiterhin den Kontakt zum Vater.

      2012
      beantragt erst Bernd, dann auch Sabine, die Übertragung des alleinigen
      Sorgerechts. Diesmal beauftragt das Familiengericht den Göttinger
      Psychiater Detlev Pfender als Sachverständigen. Er soll die Frage
      beantworten, ob Kira größeren Schaden nimmt, wenn sie bei der Mutter
      bleibt oder wenn man sie von der Mutter trennt, um den Umgang mit beiden
      Elternteilen zu ermöglichen. Nach einem einstündigen Gespräch mit
      Mutter und Tochter steht Pfenders Urteil fest: Sollte Kira bei der
      Mutter bleiben, sei das Kindeswohl erheblich gefährdet.

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      lvz.de/Sonntag/Top-Thema/Das-K…r-Trennungskinder-im-Heim
      Si vis pacem para bellum.
      Ging mir damals fast genau so. Nur waren es nicht die Behörden, die mich aus der Familie rissen, sondern die eigene Familie, die beschlossen hatte, mich aus dieser auszustossen. Mit Sicherheit bin ich eines von tausenden ehemaligen Kindern, denen es so erging. Meine Mutter lernte ende der 40er Jahre einen ehemaligen Jagdpiloten der ehemaligen Luftwaffe kennen und ich war das Endergebnis. In der familie war die Aufregung gross, als man erfuhr, das meine Mutter ein Kind erwartete und dazu noch "Unehelich", welches zu seiner Zeit ja angeblich eine Schande der Familie war. damit man also nicht mit dem Finger auf diese Familie zeigte, kam man zum Entschluss, mich aus der Familie zu "Verbannen". Zuerst kam ich zu einer "Pfegemutter", die es vor allen Dingen Verstand, meinen Hintern mit der Hand und kräftigen Schlägen drauf zu "Pflegen". Irgendwann muss wohl ein mitleidsvoller Nachbar oder Nachbarin diese Vorfälle beim Jugendamt Gemeldet haben und ich wurde kurzer Hand in ein Kinderheim gebracht.

      Als ich dann im Jahre 1977 meine Mutter in Schweden gefunden hatte, wollte ich natürlich wissen, was damals Passiert sei. Sie, die nun in sehr guten Verhältnissen und auch gut Finanziell im" Futter" stand, erzählte mir die Geschichte, wie sie sich nach ihrer Facon abgespielt habe. Da sie inzwischen 2 eigene Töchter mit ihren Mann in Schweden hatte, fragte ich sie, ob sie denn niemals nachgeforscht habe, wo ich bin und wie es mir geht. Die Antwort war: Sie habe alles versucht, mich zu finden, doch sie ist nie mit dem Jugendamt in Verbindung gekommen!? Ich antwortete nur, das sie: dann wohl immer nach Feierabend beim Jugendamt angerufen haben müsste, was dann ja auch ein erklärlicher Grund war, das keine Verbindung zu stande kam. Als ich sie dann nach dem Namen,Adresse usw. meines Vaters fragte, bekam ich die Antwort, das sie diesen Namen "Vergessen" hätte.
      Mir war klar, wer so Dickhäutig Lügen kann, und dauernd von meinen Fragen abzulenken versucht, mit so einer Person ist es Zwecklos, den gerade hergestellten Kontakt weiter zu Pflegen. daher habe ich den Kontakt zu dieser Frau abgebrochen.Sollte ich irgendwann die Nachricht erhalten, das diese Frau verstorben ist, werde ich nach Schweden fahren, aber nicht zur Beerdigung, sondern ich werde mich dann Vergewissern, ob sie wirklich tot ist.
      @ der alte
      Sei froh das sie in Schweden ist! Wir haben hier den Fall einer Bekannten, die ins Heim ist, nachdem ihr Vater ihr absichtlich (!) 5 Finger gebrochen hat, und noch einiges mehr. Nun, 35 Jahre später ist der Unmensch pflegebedürftig und den Behörden ist es gelungen, unsere Bekannte ausfindig zu machen.
      Die Folge: sie darf für den Mann noch zahlen
      Si vis pacem para bellum.
      Hallo Max,
      da sollte sich die Frau aber noch einmal genau erkundigen. Ich weiss, dass es schwer ist aus so einer Unterhaltszahlung herauszukommen und von den Behörden wird aber auch fast gar nichts an Argumenten akzeptiert. Aber eine Ausnahme gibt es schon und das ist wenn Gewalt im Spiel ist und das ist ja hier so. Man kann einem Kind nicht zumuten bei Gewalt zu zahlen, hier spielt die Opfer-Täter Beziehung eine Rolle. Da würde ich auf jeden Fall sofort einen Rechtsanwalt nehmen, denn das ist ja unerträglich für einen Menschen jetzt auch noch zahlen zu müssen.

      @ Alter,
      in dem Fall von Kira sehe ich nicht an erster Stelle, dass die Behörden das Kind aus der Familie nehmen wollen, weil sie nun einmal so sind. Ich frage mich da eher, was das denn für eine Mutter ist, die mit allen Mitteln versuchen will, das Kind von dem Vater fern zu halten. Die dabei aber auch vor nichts zurück schreckt und ich finde so eine Mutter sehr schlimm und man kann davon ausgehen, dass sie nicht dabei an ihr Kind denkt, sondern sehr egoistisch ist. Was hat das Kind bei solcher Frau für die Zukunft zu erwarten???. Die offensichtlich ihren Kampf gegen den Ehemann mit allen Mitteln führt und dabei nicht einmal im Ansatz darüber nachdenkt, welche Auswirkungen solche Lügen sowohl für den Vater aber auch später für das Kind haben. Spätestens wenn das Kind irgendwann einmal realisiert, dass die Mutter gelogen hat und billigend in Kauf nimmt, dass der Vater möglicherweise im Knast landet wird sich das Kind schon fragen was es denn für eine Mutter hat. Außerdem steht es der Frau nicht zu von sich aus zu bestimmen, dem Kind den Vater vorzuenthalten. Ein Vater ist genauso wichtig wie eine Mutter und die Frau hat kein Recht dem Kind den Vater vorenthalten zu wollen. Ich würde da auch nicht anders als Behörde reagieren, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Frau eine gute Mutter ist. Da hat sie doch ganze Arbeit geleistet, wenn Kira nun den Vater nicht mehr sehen will und besonders schwer ist es, wenn Kinder in einem Loyalitätskonflikt sind, da werden schon die Strukturen für das weitere Leben gelegt, so dass später ein Kind es später schwer haben wird, seine eigene Meinung, eigene Bedürfnisse mittzuteilen, weil es immer meint auf Andere Rücksicht nehmen zu müssen.

      Wenn in dem Bericht steht, dass „Jeden Tag wird in Deutschland fast ein Dutzend Kinder aus der Familie gerissen. Von Staats wegen. Die Zahl der Inobhutnahmen, der Unterbringung in einem Heim, steigt.“ dann ist das traurig. Ich weiß, dass es oft dann heißt, das Jugendamt ist da zu schnelle und mit unseren Erfahrungen des Jugendamtes kommt da sehr schnell Misstrauen hoch.

      Sicherlich kann das Jugendamt sich irren, wir haben auch in der jüngsten Vergangenheit einiges gehört, was uns hellhörig macht, dennoch gehe ich nicht davon aus, dass gesamt das Jugendamt ausschließlich verdorben ist und es nur um Geldmacherei geht. Es ist so wie es ist, man muss auch kritisch gegenüber den Eltern sein, denn alleine die Tatsache ein Kind auf die Welt zu setzen, macht keinen Menschen zu Mutter oder Vater, da gehört schon mehr dazu, vor allen Dingen die Einstellung, ein Kind mit seinen Bedürfnissen wahrzunehmen und nicht für die eigenen Interessen auszunutzen.

      Was aber problematisch ist, dass immer mehr Stellen beim Jugendamt gestrichen worden sind in den letzten Jahren und der Staat hier an der falschen Stelle Einsparungen vornimmt. Auf Dauer kann das nicht gut gehen und das ist echt ein Problem.
      Zitat von Max Klinger.

      Die Folge: sie darf für den Mann noch zahlen
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      Hallo Max.
      Ich kannte diese Frau schon in meiner Jugend.Faul und Männergeil.Drei Kinder von drei Männern.Man hatte ihr die Kinder nach der Geburt weg genommen.Der Sohn von ihr hat es sehr gut getroffen.Er der Junge ging zum Zoll.Lernte eine Frau kennen die eine Pangsieon hat und Heiratete sie.Seine Mutter wurde ein Unterschenkel abgenommen und sie ist nicht mehr aus den Bett aus Faulheit und Bequemlichkeit.Wer da Zahlen musste ist doch klar,der Sohn.Ich hatte sie,als ich noch in Lingen wohnte Besucht.Auch ihre Schwester war bei mir.Kein bischen Einsicht.Habe es aufgegeben.

      burkhard1 schrieb:

      ... Aber eine Ausnahme gibt es schon und das ist wenn Gewalt im Spiel ist und das ist ja hier so. Man kann einem Kind nicht zumuten bei Gewalt zu zahlen, hier spielt die Opfer-Täter Beziehung eine Rolle...


      Danke, das sehe ich genauso. Aber wie du schon schreibst: die Ämter. Damals hat sie es ja beim Heimleiter angezeigt, der hat es aber auf sich beruhen lassen und somit gab es nie eine Anzeige. Und der Alte behauptet, die Fingerbrüche und die anderen ... ich wills nicht genauer beschreiben ... stammten von Fahrradstürzen.

      Mal im ernst: Wenn einer Heimerzieher(in) wird, sollte man doch eine gesunde Liebe zu Lindern haben, oder? Wie kann man bei so einem Knirps so nachlässig sein?

      burkhard1 schrieb:

      @ Alter,
      Ich frage mich da eher, was das denn für eine Mutter ist, die mit allen Mitteln versuchen will, das Kind von dem Vater fern zu halten.


      Ich vermute mal, dass vor keinem Gericht so gelogen wird, wie vor dem Familiengericht. Und richtig hart wird es erst, wenn der Ex hinter Gitter muss, obwohl er unschuldig ist.
      Si vis pacem para bellum.
      Manches bleibt unerträglich und man sollte nicht versuchen es zu verstehen. Wenn man selbst Kinder hat und sie heiß und innig liebt, dann sind alle diese Geschichten auf der Ebene von Freddy Kruger.
      Es gab eine Zeit, da habe ich geglaubt, wir Nachkriegskinder - besonders die unehelichen -
      hätten die Leiden der Welt gepachtet. Heute sehe ich das anders. Nichts ist besser geworden für Kinder, nur anders, nur perfider, nur endgültiger, oft tödlicher.
      Man neigt dazu seine eigene Geschichte als schlimm, schlimmer, am schlimmsten zu bewerten und hört dann von toten Babyleichen in Blumenkästen, von erschlagenen, ertränkten Kindern die im Wege standen. Und am Ende stehst Du dann da und sagst Dir: Schlimm gehabt? Du lebst doch noch.
      Wie mich das alles anekelt.
      Das Leben ist eine kurze Unterbrechung immerwährendem Fortseins