Wie gelingt Aufarbeitung

      Christa_MD schrieb:

      Heimerziehungsforschung....darauf kann man einfach verzichten,
      ich bin kein Vorzeigeobjekt und diene anderen Institutionen.



      unser interesse sollte sein, einen beitrag zu leisten, dass sich die heimerziehung, so wie wir sie erfahren hat, nicht wiederholt. ich halte zudem die öffentliche debatte um die folgeschäden menschenverachtender erziehung für unabdingbar. ebenso ein umdenken in dem system. mir ist nämlich nicht egal, wie es kindern in stationären einrichtungen geht/ergehen wird.
      allein aus diesen gründen ist das vorhaben zu unterstützen.
      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)
      Sicherlich scheint es einen guten Zweck zu erfüllen,
      für mich ist das jetzt und das sich so etwas nicht wiederholen darf...
      wie geht man mit den Kindern in den Heimen jetzt um,
      wie sind sie geschützt ,was passiert mit ihnen in der heutigen Zeit.
      Kann man dieses System gutheißen in den Heimen.
      Es sind die Kinder unserer Zukunft und sie sollten nicht vergessen werden.
      Sei, was du scheinen willst.
      Sokrates

      christa-md.jimdo.com/
      Es gab vor nicht alzu langer Zeit mal einen Bericht/eine Dokumentation über Kinder, die heutzutage aus den Familien geholt wurden.

      U. a. war dort auch die Rede von einem Mädchen aus Mitteldeutschland, das in eine "Pflegefamilie" aufs Dorf nach Polen vermittelt wurde. Die durch das JA verordneten Therapien wurden durch die "Pflegeeltern" gecancelt, dafür durfe sie fleißig auf dem Hof schaffen. Das JA hat wegen Überlastung die Kontrolle einfach nicht durchgeführt. und weitere harte Fälle waren dort ebenfalls angesprochen worden. Rechtlich waren die JA-MA fein raus.
      Das war so ungefähr der Inhalt der Reportage, wie er mir im Gedächtnis geblieben ist.

      Darum geht's !

      Wie gelingt Aufarbeitung

      .
      Für all diejenigen unter Euch, die es noch nicht bemerkt haben:

      Das Thema dieses Threads »
      Wie gelingt Aufarbeitung«

      @
      http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/18513-Wie-gelingt-Aufarbeitung/

      ist mit dem Thema dieses Threads »Umfrage unter ehemaligen Heimkindern der Bundesrepublik Deutschland sowie ehemalige Heimkinder der DDR, wer Lust hat, kann gern mitmachen, traut Euch... :-)«

      @
      http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/18397-Umfrage-unter-ehemaligen-Heimkindern-der-Bundesrepublik-Deutschland-sowie-ehemal/

      IDENTISCH !! - SYNONYM !!

      Und, wie ich dort am Mittwoch 16. März 2016, um 20:36 Uhr (MEZ/CET), zur Information für alle, @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/18397-Umfrage-unter-ehemaligen-Heimkindern-der-Bundesrepublik-Deutschland-sowie-ehemal/?postID=496569#post496569 , angegeben habe, gibt es aufschlußreiche Neuigkeiten zu diesem Thema.

      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      3. Und wir möchten schließlich von Ihnen wissen, wie die Aufarbeitung der Heimschicksale besser gelingen kann.
      dih.berlin/index.php/fragebogen-wie-gelingt-aufarbeitung

      Hätte man diese Frage nicht stellen sollen bevor man die Fonds einrichtete.
      Ist den wissenschaftlichen Mitarbeitern dieser Studie bewusst,
      dass die Reise in die Vergangenheit nicht immer ganz einfach ist
      und je nach erlittenem Schicksal zu schwersten Depressionen führen kann.
      Gibt es aus wissenschaftlicher Sicht nicht das nötige Wissen,
      wie man mit zum Teil schwerst Traumatisierten umzugehen hat.
      Ist ein wissenschaftliches Interesse von höherem Wert,
      wie die Gesundheit von ehemaligen Heimkindern.

      Alles was bisher gelungen ist, ist eine Aufarbeitung zu verhindern.
      Deutschland hat sich dieser Aufarbeitung entzogen,
      Staat und Kirchen verhindern bis heute diese
      und mit "der Anerkennung des Leides" eine gesellschaftliche Wahrheit geschaffen,
      die bei vielen Ehemaligen das Leid vergrößerte.

      Wie sehe es mit einer wissenschaftlichen Aufarbeitung aus,
      die sich mit dem Versagen beschäftigt und der Teilhabe der Wissenschaft,
      an den an Kindern u. Jugendlichen begangenen Verbrechen.
      Hirnverkalkung oder oder was ?(:

      die sollen nicht forschen :cursing:: steuergelder verschwenden :cursing::

      die sollen mal zuhören, nachlesen, und E :thumbsup: ntschädigungen zahlen :thumbup:

      oder sichb wenigstens mal am Runden Tisch entschuldigen , den Geld ist nicht alles :wayne:

      aber das mann mit 50 immer noch berührungsängste hat , das mann immer noch altäume hat, das mann immer noch unter der schlechen ausbildung leidet, ist nicht normal :grinsekloppe:

      und es gibt auch die Bücher wie Weggesperrt usw. aber haben warscheinlich auch nicht lesen gelernt :cursing::
      fand heraus, dass einem in tiefen Kummer von der stillen, hingebungsvollen Kameradschaft eines Hundes Kräfte zufließen, die einem keine andere Quelle spendet.

      Doris Day

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Kielersprotte67“ ()

      So hab's wiedergefunden:

      *Teil 1) Mit Kindern Kasse machen - Die Story im Ersten ARD [/url]
      youtube.com/watch?v=FZPJnKLVGS0



      *Teil 2) Mit Kindern Kasse machen - Auslandsmaßnahmen außer Kontrolle
      ardmediathek.de/tv/die-story/M…86242&documentId=28622180

      http://www.ardmediathek.de/tv/die-story/Mit-Kindern-Kasse-machen-Auslandsmaßna/WDR-Fernsehen/Video?bcastId=7486242&documentId=28622180

      Wie Ihr hier sehen könnt, wiederholt sich in Ansätzen schon wieder der verantwortungslose Umgang mit den Kindern.


      Dieser Beitrag wurde bereits 10 mal editiert, zuletzt von „Widerstand“ ()

      ja kasse machen wir waren nicht gewollt und über , der stadt in freude des wirtschaftswunders, wir wurden nicht gefördert , sobald wir angefüttert waren musten wir malochen malochen und trozdem hungern , hat mann uns beim essklauen erwischt wurden wir fast todgeprügelt.

      da war keiner da der einen Totete wenn mann nicht schlafen konnte, der einen ins bett gebracht hat mal was vorgelesen ha, da sieht mann was eine intakte familie wert ist, ich bin teilweise richtig eifersüchtig wenn meine frau den lütten vorliest und ihn zu uns ins bett läst, das hätte es bei uns nie gegeben, ich weis das es nicht richtig ist aber mit meinen eigenen kindern kommt der ganze saustall wieder hoch, und auch die albträume kommen wieder , da geld nicht das wichtigste ist solte weniges mal die warme hand der Aufrichtigen entschuldigung kommen
      fand heraus, dass einem in tiefen Kummer von der stillen, hingebungsvollen Kameradschaft eines Hundes Kräfte zufließen, die einem keine andere Quelle spendet.

      Doris Day
      Ich verstehe nicht, weshalb der Thread sofort auf maximale Skepsis zu stoßen scheint. Auch halte ich es für hinderlich, so ein Projekt durch seine verständlicherweise ablehnende Grundstimmung zu behindern. Dem Fond und den Initiatoren kann man das doch wirklich nicht vorwerfen, so ein Projekt auf die Beine zu stellen, um die Wege aufzuzeigen, wie wir in Heime gekommen sind usw. Daszu gehört es, zu dokumentieren. Dazu ist Mithilfe unsererseits im Rahmen unserer Möglichkeiten notwendig. Das ist Hilfe zur Selbsthilfe.

      Auf der Seite wird doch klar darauf hingewiesen, dass sich dem Thema Aufarbeitung stellen, es schwierig sein wird und nur wer sich auf den Weg macht und es wenigstens versucht, kann für sich selbst durch Konfrontation mit der Thematik helfen, etwas abzuarbeiten, was einen zu lange belastet hat. Das macht jeder Psychologe, durch welche Verfahren auch immer, in die Tiefe gehen. Dazu muss man mindestens an der Oberfläche kratzen, auch wenn das weh tut. Davor haben wir selbstverständlich keine unbegründete Furcht und daher werden die meisten von uns immer vorsichtig sein, wenn sie lesen, es scheint jemand von uns etwas zu wollen. Als wir Kinder waren, wollten auch immer irgendwelche Leute etwas von uns. Das meiste war negativ, schätze ich und mit diesen schlechten Erfahrungen war es auch oft nicht mehr möglich, uns Themen wie diesen zu stellen.

      Meister im Verdrängen und vergessen waren wir und umso schwerer ist es, jemandem Glauben zu schenken. Ludwig geht eingangs sofort auf kontra, in dem er die Empfehlung abgibt, uns nicht abzocken zu lassen. Ich kann das nicht verstehen, denn durch die mittlerweile wissenschaftliche Beschäftigung in der Gesellschaft durch entsprechende Kreise kam es doch erst dazu, dass nun das Fließen von Mitteln möglich wurde, die viele bereits zurecht haben in Anspruch nehmen dürfen. Mich irritiert es, zu lesen, sich nicht abzocken zu lassen. Wieso? Wer soll mich denn abzocken? Im Gegenteil, mein Eindruck mit genauerer Beschäftigung ist eher der, dass genau das Gegenteil der Fall scheint. Die Mehrheit hier hat natürlich schlechte Erfahrungen gemacht und die Furcht, schon wieder Verlierer zu sein, weil wir glauben, wir werden schon wieder durch wen auch immer benutzt, sie überwiegt natürlich, wenn es darum geht, Vertrauen aufzubauen.

      Nichts kann wieder gut gemacht werden, keine versaute Kindheit zurückgegeben werden, keine verpaßten Chancen im Leben. Nichts, gar nichts, aber Projekte wie diese könnten dazu beitragen, ein Kapitel der Nachkriegsgeschichte zu schreiben und ggf. sogar durch Mithilfe aufzuzeigen, was sich nicht wiederholen darf. Ob das hilft, wird die Zukunft zeigen, denn die aktuellen Entwicklungen in der Gesellschaft, gerade was schon wieder steigende Zahlen in Sachen Gewalt gegenüber Kindern anbetrifft, zeigen, dass es umso deutlicher wird, im Vorfeld aufzuzeigen, was vermieden werden sollte. Den meisten von uns wäre vieles erspart geblieben, gäbe es schon damals Menschen, die sich für euch/uns eingesetzt hätten.

      Viele in diesen Heimkinderforen waren sogar maßgeblich daran beteiligt, etwas auf den Weg zu bringen. Das sieht man an den Resultaten, bspw. den Auszahlungen Rehabilitierungen etc. etc. Dass es nach wie vor große Ungerechtigkeiten gibt und viele dennoch nicht zu ihrem Recht kommen, darauf kann so ein Fond allein noch keine Antwort finden. Er kann maximal helfen, wenn wir dazu bereit sind und auch versuchen, zu vertrauen. Eine generelle Ablehnung ist ungeeignet und wenn alles schief geht, helfen wir uns dabei am wenigsten.

      Axel

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Stern“ ()

      Ich möchte von mir Behaupten, das ich keine Folgeschäden aus meiner Heimzeit habe. Dieses ist aber nicht unbedingt bei allen Ehemaligen so und wohl auch Abhängig davon, wieviel man als Heimkind Durchgemacht hat.
      Das man sich Heute Gedanken darüber macht, wie man das Problem Heimkind aus jetziger Zeit Angreifen soll, ist zwar höchste Zeit und auch Wünschenswert, doch Frage ich mich, ob die Öffentliche Hand nicht dabei ist, sich zu Übernehmen. Mit Sicherheit ist die Erziehung in heimen Heute anders, als zu "unserer Zeit", doch Glaube ich eher, das ist nicht der Verdienst von den dazu bestimmten Ämtern, sondern kommt eher daher, das wir selbst in einer weit mehr Aufgeklärten Zeit leben. Ich bin mir auch sicher, das Übergriffe an Heimkindern Heute seltener geworden sind, dies aber nicht aus dem Grund, weil die Erzieher/innen eine bessere Ausbildung haben, sondern wohl eher daher, weil Heute im Elektronik-Zeitalter alles viel leichter Publik gemacht werden kann.
      Der Staat und die Länder haben schon Pläne, wie man Heimkinder Heute ein besseres Dasein Gewähren kann, die Bildung auf einen vernünftigen Stand gebracht wird und und und. Das Problem ist nur, bei dem Sparkurs, die alle Länder zur Zeit eingeschlagen haben, mangelt es an einer Gewissen Überwachung dieser Heiminstitutionen. Es zeigt sich ja immer wieder, das Absprachen und regeln, die auf dem Papier festgehalten wurden, immer wieder Unterlaufen werden. Der Staat hat es entweder immer noch nicht Verstanden, das es sich bei den Heimkindern um Menschen handelt, die in eine Situation gekommen sind, wofür diese eigentlich den geringsten Anteil von Schuld haben. Solange der Staat und Länder dieses Thema nur halbherzig angehen, wird sich was sich Institution Kinderheim nennt, nicht all zu viel ändern.
      @ alter keine Folgeschäden wau

      hatest du keinen Lohnausfaufall, keine schwierigleite mit den lebenlauf, die hast immer noch dein Urvertrauen,

      Mensch bist du du hart im nehmen zäh wie Kuppstahl, aber das schlucken und wegstecken ist ja auch sch wieder
      Pschischisch krank.

      mensch hol dir deine wiedergutmachung
      fand heraus, dass einem in tiefen Kummer von der stillen, hingebungsvollen Kameradschaft eines Hundes Kräfte zufließen, die einem keine andere Quelle spendet.

      Doris Day
      Sprotte, "Lohnausfall" hatte ich nicht, zumindest nicht Wissentlich zu der Zeit, wenn Du nun die Kinderheimzeit meinst. Ich Glaube, ich habe im Heim nur jeden Tag als einen neuen Tag ge-, und verlebt. Als ich nur noch ein Jahr im Heim vor mir hatte, da habe ich begonnen, die Tage zu zählen, bis ich "Frei" war. Doch muss ich Gestehen, das ich mir das Leben ausserhalb vom Heim doch ganz anders Vorgestellt hatte, als wie es kommen sollte. Von einem "Selbstvertauen" war aber zu dem Zeitpunkt keine Rede, ich wusste wohl gar nicht, was dieser Begriff beinhaltete. Diese, was Du meinst, "Hart im nehmen, Hart wie Stahl und alles Wegstecken, das waren doch Eigenschaften, die man im Heim von ganz alleine Gelernt hatte. Ohne diese Eigenschaften wäre ein leben im Heim auch gar nicht möglich.

      Ich will damit nicht Sagen, das ich immer Gewusst habe, was der "Richtige Weg" ist, dies wusste ich ja noch nicht einmal im Heim, dort Reagierte man fast nach seinem Instinkt. Ich war die ersten Jahre, nachdem ich aus dem Heim gekommen bin, doch sehr Unsicher, hatte keine Ahnung, wie man mit Menschen umgeht und sich ihnen richtig gegenüber Verhält. Hier kam zu meinem Glück mein Meister ins Spiel, bei dem ich während meiner Lehrlingszeit auch Wohnte. Er hat sich meiner angenommen, wie ein richtiger Vater und verstand es, mir Beizubringen, in welchen Situationen man sich entsprechend Verhalten muss. Dazu fand ich in dem Ort, in dem ich meine Lehrzeit verbrachte, sehr gute Freunde, die mich nicht ausnutzten oder gar hängen liessen, wenn sich mir ein Problem in den Weg stellte. Diesen Menschen bin ich, wenn ich mir mein früheres leben wie ein Film vor Augen ablaufen lasse, noch Heute Dankbar. Sogar noch Heute, obwohl ich sehr weit von meiner ehemaligen Lehrstelle entfernt bin, habe ich Kontakt zu meinem ehemaligen Meister und einigen der damaligen Freunde. Es ist sehr gut möglich, das ich ohne diese Freunde, vielleicht eine ganz andere "Laufbahn" eingeschlagen hätte.

      Als ich dann für 4 Jahre bei der "BW" war, die für mich ein gutes Finanzielles "Sprungbett" sein sollte, habe ich den Umgang mit jungen Menschen beherrscht und Bildete selbst diese aus. Nach der "BW-Zeit", die mich finanziell etwas Gestärkt hatte, wollte ich noch mehr. Ich wollte meine eigene Auto-Werkstatt haben, ich war richtig fixiert darauf und sparte mein Geld, so gut es ging. Inzwischen war ich nach "DK" Umgezogen, hatte Probleme mit der Sprache und war trotzdem bei einem Markenhändler als Werkmeister angestellt. Der Chef gab mir 2x die Woche frei, damit ich die Meisterschule Besuchen konnte und ging auch noch Abends zur Hochschule, wo ich die Dänische Sprache lernen konnte. 1981 war es dann soweit, ich hatte meinen Meisterbrief, aber noch keine Wekstatt. Also arbeitete ich bei der alten Stelle weiter und suchte "nebenbei" eine Werkstatt, die zu Mieten war. Fast Gleichzeitig lernte ich meine Frau kennen, die mich in allen Dingen nach ihren Möglichkeiten Unterstützte. 1985 hatte ich meine erste Werkstatt Gemietet, 1990 eine Eigene mit dazu gehörendem Haus. Im Jahr 2007 mussten wir aus unserem Anwesen ausziehen, da der Staat hier eine Trasse für die neue Autobahn Geplant hatte. Wir wurden "Fürstlich heraus gekauft" und starteten 2007 von neuem. Wieder ein eues Haus und neue Werkstatt Gekauft, wo wir bis zum Jahr 2014 unser Geld Verdienten. Im November 2014 habe ich dann die Werkstatt verkauft, da ich nun "Rentner" wurde, bekam einen besseren Preis dafür, wie ich seinerzeit selbst gegeben habe. Heute lebe ich eigentlich Unbesorgt und habe mir, damit ich nicht "Einroste", einen Teil meiner ehemaligen Werkstatt angemietet.

      Dies sollte eigentlich kein lebenslauf sein, denn manchmal Frage ich mich, ob ein Leben irgendwie schon für jeden Vorgezeichnet ist. Denn immer wenn etwas nicht so zu laufen schien, wie es sollte, kam immer eine passende Lösung. Ob das nur Zufall war? Ich weiss es nicht.
      Da haste es ja recht gut gehabt.
      Was ich von mir nicht sagen kann, obwohl ich mir doch reichlich Mühe gegeben habe.
      Nach der Wende wollte ich mit Menschen arbeiten um auch so meinen Beitrag beisteuern zu können das sowas wie die Vergangenheit sich nicht mehr wiederholen würde und auch sollte.
      So begann es mir der Arbeit in Jugendclubs. Nach einer Reha wollte ich umschulen und hatte auch die nötige Fürsprache durch die Reha-Klini selber doch der Träger lehnte ab. Würde Zunge dauern und das Verhältnis zwischen Umschulung und dann noch in den Beruf arbeiten sprich Einzahlen in die Rentenkasse war zu gering.
      So konnte ich dann nur immer als angelernter Sozialarbeiter Arbeiten. Hab ich lange gemacht und hat auch sehr viel spass gemacht.Aber im Laufe der Zeit änderte sich die Einstellung der Einrichtungen. Man begann wieder die Leute wie Waren zu sehen und auch so zu behandeln, ihre Rechte wurden stark beschnitten. Das ging meiner Ansicht nicht, und da ich meine Meinung offen sage kam es nun schlecht an. Was zur Folge hatte es gab keinen Vertrag mehr.
      Ich habe nach der Wende 12 Jahre in solche Einrichtungen gearbeitet und musste mit bedauern feststellen das alles das wiederkommt was wir mit der Wende eigentlich abgelegt hatten. Der Hauptakteur ist dabei der Staat der solche Vorschriften herausgibt.
      So habe ich dann 2015 meinen Rentenantrag gestellt auf dem ich nun warte. und Widme mich meiner persönlichen Sachen.
      Eins konnte ich jedoch feststellen, das Leben ist ist wie ein Kreislauf nur muss es sich dabei um einen kleinen Kreis handeln das die Vergangenheit schon nach so kurzer Zeit wiederkommt.
      Volkmar
      Schade, ich hatte soeben einen längeren Text als Antwort auf Volkmar300 geschrieben, doch der PC hing sich auf, so dass der Zwischenspeicher leer war. Nun auf die Schnelle noch einmal anders formuliert in der Annahme, dass das nicht falsch verstanden wird und wenn doch, ist es eben so.

      Aufarbeitung muss von einem selbst ausgehehend kommen. Auf einen Anruf warten oder gar behaupten, eine Aufarbeitung wurde behindert, da erwarte ich konkrete Belege darüber, was genau oder besser noch durch wen verhindert wurde. Pauschlisierende Aussagen helfen niemandem weiter.

      Wer nicht den ersten Schritt geht, wird nicht ans Ziel kommen. Wenn ich mir anschaue, was der eine und andere trotz aller Widrigkeiten hier aus seinem Leben dann doch hat machen können, dann staune auch ich manches Mal, denn eine Beharrlichkeit und einen festen Willen aufbringen, es wenigstens ernsthaft versuchen, müssen von uns selbst kommen.

      Wieso heißen solchen Stellen Anlaufstellen? Weil man selbst dort hin gehen muss und nicht darauf warten darf, dass jemand zu einem kommt. Das war nie anders. Jeder kann das an sich selbst festmachen, welche Chancen hatte man, welche hatte man vertan? Der Gründe gibts viele, der Zeitpunkt, die Qualifikation, gar Geldbeutel der Elterm, soziale Kompetenzen etc etc. Dass wir uns hier vieles hart erarbeiten mußten, steht außer Frage. Das kann ich von mir aus behaupten. Geschenkt hatte mir auch niemand etwas und das Wenige, was ich erreicht habe, war nur durch Beharrlichkeit zu bekommen, nicht gleich wieder aufzugeben. Einmal mindestens war ich schon als Lehrling so weit, alles hinzuschmeißen. Doch der Wille war da, das Interesse an dieser oder jener Sache oder an sich selbst zu arbeiten, um an anderer Stelle weiterzumachen. Nur dadurch ging es und jenem, das hinderte, sich dem möglichst zu entsagen, sich also dem zuzuwenden, was einem persönlich wichtig war, sich darauf zu konzentrieren. Allerdings war ich zu einem bestimmten Zeitpunkt mit den einst benötigten Fertigkeiten und Fähigkeiten genau dort, wo man mich offenbar brauchte, zahlte jedoch, aber auch andere, dafür einen hohen Preis, über viel Jahre. Insofern spielt auch Glück eine Rolle. Das ist alles sehr individuell und die Summe dessen, was uns ausmacht, bringt uns dorthin, wo wie hinwollen oder nicht hinkommen können.

      Diese Aufarbeitung war z. Bsp. für mich wichtig. Es gab zwei Anlässe, die dazu führten, überhaupt in diesen Foren gelandet zu sein und in der Folge entwickelte sich mehr daraus. Durch Beschäftigung mit dem, was mich umgab, was meine Heimzeit mit mir machte, was sich später daraus entwickelte, welche Folgen es hatte, welche persönl. Niederlagen und Rückschläge am Anfang zu verzeichnen waren, das konnte ich nicht wissen und wenn ich damit nicht begonnen hätte, aufzuarbeiten, wäre ich nicht dort, wo ich heute bin, reicher an Erkenntnissen. Ihr habt mir sogar dabei geholfen. :)

      Menschen lernte ich dabei auch kennen, was nicht unwichtig war/ist aber dazu gehören Gespräche, Knüpfen von Kontakten und auch unbequeme Wege gehörten dazu. Am Ende half ich mir selbst und lt. meiner vielen Gespräche und Schriftwechsel mit Einigen aus meiner Gruppe im Heim sogar Anderen. Vor Jahren erwähnte ich einiges dazu, was sie dem entnahmen, was ich veröffentlichte. Diese Kontakte allein schon waren der Beginn der Re-Konfrontation mit dem Erlebten von einst. Es heißt ja nicht umsonst, das könne schwierig werden und so war es auch. Mit fremden Menschen kannst du das kaum machen. Das sah man hier zu lange deutlich genug. Die Widerstände waren nicht gering aber mit jenen aus meiner Heimzeit verband mich wahrlich etwas und das war der Beginn meiner persönl. Aufarbeitung. Ich habe ganz ehrlich gesagt, nie durch Menschen hier gelesen, wie sie dieses Gebiet bisher positiv für sich bewerteten.

      Die vielen ehemaligen aus anderen Heimen können mithelfen, an einer gemeinsamen Sache zu arbeiten, doch am Ende fand man doch kaum zueinander und das ist die Tragik, jene, die zusammenhalten müßten, tun es nicht, weil sie nicht begreifen können oder wollen, weshalb jeder seinen eigenen Weg gehen muss und dazu auch seine eigenen Möglichkeiten nutzt. Der eine schreibt, der andere schweigt. Ich bin ihn gegangen, habe gewonnen und lamentiere nicht darüber, wieso Aufarbeitung nicht gelungen ist. Was erwarte ich denn von ihr? Das ist doch ein völlig anderes Thema und natürlich hat auch jeder seine Tiefen. Glaubt hier etwa jemand, mir ginge es nicht so. Vor nur wenigen Jahren noch hatte ich hier gewaltige Stimmungseinbrüche mit Folgen, die genau damit zu tun haben, worüber hier geschrieben wurde. Das dauerte Jahre und hat sogar mit Menschen zu tun, die mir hier nicht gut taten. Aber man hätte ja auch gehen können, um sich diesen Konfrontationen und Angriffen zu entziehen. Überhaupt, was wäre gewesen, so man nie hierher gefunden hätte? Wäre alles besser gewesen, so man hätte ruhen lassen können?

      Was aber soll Aufarbeitung dem Einzelnen bringen, wenn er sich verschließt? Nur der, der sich öffnet, dem öffnet sich die Welt. Der, der sich verschließt, bleibt in Dunkelheit. Hilfe wird nur dem gegeben, der sichtbar ist, der bereit ist, Hilfe anzunehmen, denn die Türen dazu sind inzwischen offen und man muss selbst aktiv werden. An die Hand nimmt uns niemand. Zu hohe Erwartungshaltungen sollte auch niemand haben aber die Türen jenen zuschlagen, die uns anbieten, uns zu helfen, das sollte man sich überlegen. :|

      Axel

      Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von „Stern“ ()

      Deine eigene innere Intention etwas aufzuarbeiten oder "wegzuleben" kann auch nur die Antwort für Dich sein Axel. Da gibt es keinen roten Faden für alle und jeden. Es gibt keine Regel und kein Do it your self - Buch.
      Man hat Mut und Kraft oder eben nicht. Weiter gibt es dann nur den Weg nach unten, oder bestenfalls den sozialen, psychischen und intellektuellen Stillstand.
      Momentan stehe ich auch vor dem größten Problem, der größten Herausforderung meines Lebens und kann weder etwas delegieren noch erbitten, nichts tun, ausser das was ich immer tat: kämpfen.
      Wir haben alle immer von vorne beginnen müssen. Besonders wir Heimkinder waren dabei alleine auf uns selbst angewiesen.
      Forschen? Was denn bitte? Wie man in Zukunft vermeidet Kinder zu quälen, zu missbrauchen, wegzuwerfen?
      Wenn das die Gesellschaft - die ja den Staat ausmacht - bisher nicht verinnerlicht hat, wird es auch in Zukunft nicht geschehen.
      Das Leben ist eine kurze Unterbrechung immerwährendem Fortseins

      Bons schrieb:

      Forschen? Was denn bitte? Wie man in Zukunft vermeidet Kinder zu quälen, zu missbrauchen, wegzuwerfen?

      Doch doch, es ist sehr wichtig, dass nach den blinden Flecken in der Vergangenheit der Pädagogik geforscht wird.
      Nur so kann man erkennen, wo und in welchem Ausmaß z. B. zu enge kollegiale Zusammenarbeit das System Jugendhilfe korrumpiert wird. Wie häufig muss man angemeldete/unangemeldete Besuche in den Einrichtungen machen? Und etliche weitere Fragen.
      Ein bisschen Forschungszeit wert wäre m.M.n., ob die Vergangenheit zeigt, dass es sich für Überprüfungen lohnt Doppel-Blind-Systeme einzuführen.

      Darüber hinaus haben wir, unsere Verwandten, ehem. JH-MA, ... dabei auch die Möglichkeit das verschnörkelte Phantasiebild das die ehem. Pädagogik zeigen wollte, ein bißchen in die Realität zurückzuholen, wenn man denn bei der Aufarbeitung mitmacht.
      Ich kann mich da an eine Westreportage aus der Wendezeit erinnern, die in einem Ostberliner Kinderheim gedreht wurde und nur kleine Kinder zeigte, die von ihren verantwortungslosen Eltern bei der Flucht in den Westen zurückgelassen wurden. Klar wird es das vermutlich gegeben haben, aber das ist ja nicht die ganze "Arbeit" gewesen, die die DDR-JH "geleistet" hat.

      Und darüber hinaus, kommen ja vllt. noch Hinweise ans Licht über Opfergruppen und Verbrechen, die sich noch gar keiner vorstellen kann.


      M. M. n. ist Aufarbeitung durch Forschung unentbehrlich.

      LG Widerstand