Medikamententests an Heimkindern in der damaligen DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK

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      Medikamententests an Heimkindern in der damaligen DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK

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      Zeitzeugenberichte und alle Belege / Beweise dafür bitte hier sammeln.

      Und solche „Zeitzeugenberichte“, „Belege“ und „Beweise“ sammelt Ihr nicht für mich, sondern für Euch selbst. – Vielleicht gibt es ja dann, bassierend auf das was Ihr hier zusammentragt, für Euch Heimkinder-OST später auch mal einen großangelegten Medienbericht zu diesem Thema ( wie wir es gerade hatten auf ZDF - Frontal21 am 02.02.2016 bezüglich solchem Medikamentenmissbrauch in Heimen im WESTEN !! ).


      Momentan erst einmal beschlagwortet mit TAGS/LABELS: Heimkinder, Heimkindern, Ehemalige Heimkinder, DDR ex-Heimkinder, Heimkinder-OST, ex-Heimkinder der DDR, Ehemalige Heimkinder-OST, Ehemalige, Betroffene, Medikamententests, Medikamententests an Heimkindern, DDR, SED-Staat, Medikamententests in Heimen, Heimen, Versuchskaninchen, Kinder als Versuchskaninchen, deutsche Pharmafirmen, volkseigene Pharmafirmen, ostdeutsche Parmafirmen, westdeutsche Pharmafirmen, Medikamentenmissbrauch, diesbezügliche DDR Gesetzeslage,

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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      ReneZienicke schrieb:

      es ist m. E. nicht der richtige Ort, um es öffentlich zu machen..., bei den vielen Mitlesern...



      Hm ... gerade durch die vielen Mitleser wird es erst doch öffentlich.
      Sollte man sich das im Kämmerlein, hinter vorgehaltener Hand und bei laufender Clospülung ins Ohr flüstern?
      Irgendwie versteh ich Deinen Einwand nicht recht. Wäre schön wenn Du es mir erklären würdest.
      :huh:



      Bräunsdorf -Treffen 2019
      24. - 26. Mai 2019









      Medikamententests an Heimkindern in der damaligen DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK

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      Martini schrieb:

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      Zeitzeugenberichte und alle Belege / Beweise dafür bitte hier sammeln.

      Und solche „Zeitzeugenberichte“, „Belege“ und „Beweise“ sammelt Ihr nicht für mich, sondern für Euch selbst. – Vielleicht gibt es ja dann, bassierend auf das was Ihr hier zusammentragt, für Euch Heimkinder-OST später auch mal einen großangelegten Medienbericht zu diesem Thema ( wie wir es gerade hatten auf ZDF - Frontal21 am 02.02.2016 bezüglich solchem Medikamentenmissbrauch in Heimen im WESTEN !! ).


      Momentan erst einmal beschlagwortet mit TAGS/LABELS: Heimkinder, Heimkindern, Ehemalige Heimkinder, DDR ex-Heimkinder, Heimkinder-OST, ex-Heimkinder der DDR, Ehemalige Heimkinder-OST, Ehemalige, Betroffene, Medikamententests, Medikamententests an Heimkindern, DDR, SED-Staat, Medikamententests in Heimen, Heimen, Versuchskaninchen, Kinder als Versuchskaninchen, deutsche Pharmafirmen, volkseigene Pharmafirmen, ostdeutsche Parmafirmen, westdeutsche Pharmafirmen, Medikamentenmissbrauch, diesbezügliche DDR Gesetzeslage,

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      Wenn so etwas auch in den Heimen im OSTEN geschah, soll es unbedingt an die Öffentlichkeit, und nicht unter vorgehaltener Hand diskutiert werden, meine ich.
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      Medikamententests an Heimkindern in der damaligen DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK

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      Beitrag von Boardnutzer »Winderstand« vom Dienstag, 22. März 2016, um 11:1 1 Uhr (MEZ/CET) in einem anderen Thread (wo es versehentlich plaziert wurde):

      Widerstand schrieb:

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      Gerade auf die Präsentation der Charité gefunden.
      "Versuchslabor Ost? Westfirmen ließen Medikamente in DDR testen".


      http://www.focus.de/politik/deutschland/geschichte-westfirmen-liessen-medikamente-in-ddr-testen_id_5359201.html


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      Versuchslabor Ost?

      Westfirmen ließen Medikamente in DDR testen

      Dienstag, 15.03.2016, 13:53

      Versuchslabor Ost? In der DDR wurden massenhaft neue West-Arzneien an DDR-Patienten getestet.
      Die Aufträge füllten die klamme Staatskasse. Wissenschaftler haben das Kapitel deutscher Geschichte aufgearbeitet.

      Westliche Pharmahersteller haben in der DDR in den 80er Jahren Medikamente in großem Stil getestet - 320 solcher Studien sind nun nachgewiesen.

      Insgesamt habe es Hinweise auf bis zu 900 klinische Tests zwischen 1961 bis 1990 gegeben, heißt es im Abschlussbericht eines Forschungsprojekts unter Leitung des Berliner Medizinhistorikers Volker Hess, der heute vorgestellt wurde. Die überschuldete DDR habe ihr Gesundheitssystem dafür zur Verfügung gestellt, um an begehrte Devisen zu kommen.

      Keine systematischen Verstöße gegen geltendes Recht

      Aufträge kamen demnach vor allem aus
      Westdeutschland, aber auch aus der Schweiz, Frankreich, den USA und Großbritannien. Gefunden wurden Aufträge von 75 Unternehmen aus 16 Ländern.

      Systematische Verstöße gegen damals geltende Regeln seien bei den Tests nicht festgestellt worden, konstatiert der Bericht. Die Standards hätten auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs nicht den heutigen entsprochen. Ob DDR-Patienten stets informiert wurden, habe sich nicht vollständig klären lassen.
      Es müsse aber davon ausgegangen werden, dass in Einzelfällen Betroffene nicht aufgeklärt wurden.

      Die Verfasser der Studie widersprechen Spekulationen, wonach die Studien in der DDR billig zu haben waren. Der entscheidende Vorteil für Westfirmen sei nicht das geringere Honorar gewesen, sondern der Zeit- und Effizienzgewinn. Das diktatorische DDR-Regime habe für eine zügige Durchführung der Studien gesorgt und öffentliche Kritik ausgeschaltet. Jedoch hätten westliche Pharmafirmen auch die schlechtere Versorgung mit Medikamenten im Osten ausgenutzt.

      Überzogen, von "Menschenversuchen" zu reden

      Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) habe ein großes Interesse an den klinischen Studien gehabt und sie intensiv beobachtet, heißt es. Das gehe aus den überlieferten Akten sowie deren Umfang hervor. In Ost-Berlin sei schon in den 60er Jahren ein „Beratungsbüro für Arzneimittel und medizintechnische Erzeugnisse (Import)“ installiert worden, deren Leiter IM (Inoffizielle Mitarbeiter) der Stasi waren. Besucherlisten zeigten, welche Firmenvertreter Kontakte suchten. Das zentrale Organisationsbüro handelte die Verträge mit den West-Unternehmen aus.

      Professor Hess vom Institut für Geschichte der Medizin und Ethik der Berliner Charité hat mit seinem Team Stasi- und Patientenakten sowie Berichte von Arzneimittelherstellern gelesen, Archive durchforstet und Zeitzeugen befragt. Das groß angelegte Projekt wurde vom Bund, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, von Ärztekammern und Verbänden finanziert. Es gilt als die erste umfassende Veröffentlichung zur klinischen Auftragsforschung westlicher Firmen in der DDR.

      Als im Sommer 2014 erste Zwischenergebnisse präsentiert wurden, hatte Hess betont, er halte es für völlig überzogen, von „Menschenversuchen“ zu reden. Im Abschlussbericht heißt nun ein Kapitel „Der Skandal, der keiner war“. Es habe keinen Hinweis gegeben, dass klinische Studien in der DDR nach anderen Standards als zeitgleiche Tests im Westen erstellt wurden. Es sei nach gleichem Maß geprüft worden.

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      QUELLE: http://www.focus.de/politik/deutschland/geschichte-westfirmen-liessen-medikamente-in-ddr-testen_id_5359201.html
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      Medikamententests an Heimkindern in der damaligen DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK

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      Dieser Thread »Medikamententests an Heimkindern in der damaligen DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK« @ Medikamententests an Heimkindern in der damaligen DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK (Siehe einleitenden Beitrag oben) wurde von mir aus gutem Grund hier im HEIMKINDER-FORUM.DE schon am Mittwoch, 3. Februar 2016, um 07:16 Uhr (MEZ/CET) eröffnet. Wer selbst persönliches Wissen was dieses Thema betrifft hat, sollte dies unbedingt kund tun.

      Jetzt schon mal erscheint diesbezüglich folgende Veröffentlichung in der Fachzeitschrift Sozial.Geschichte Online 19 (2016) S. 61–113


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      Ein unterdrücktes und verdrängtes Kapitel der HeimgeschichteArzneimittelstudien an Heimkindern, SILVIA WAGNER, Sozial.Geschichte Online 19 (2016) [ @ duepublico.uni-duisburg-essen.…42079/04_Wagner_Heime.pdf

      [ „Dies ist eine Veröffentlichung der Sozial.Geschichte Online lizenziert nach [Creative Commons – CC BY-NC-ND 3.0]“ ]

      1. Einleitung

      Obwohl ehemalige Heimkinder immer wieder berichteten, dass ihnen in den Erziehungseinrichtungen in dem Zeitraum von 1950 bis etwa Mitte der 1970er Jahre zum Teil über Jahre sedierende Arzneimittel verabreicht wurden, ist dieser Aspekt der Heimgeschichte bisher nur ansatzweise aufgearbeitet worden. Einige der Betroffenen äußerten die Vermutung, dass an ihnen Arzneimittelstudien durchgeführt worden seien. Als der Runde Tisch Heimerziehung (RTH) im Jahre 2009 seine Arbeit aufnahm, forderten ehemalige Heimkinder deshalb, dass auch das Thema Arzneimittel dort Beachtung finden sollte. Dies wurde jedoch abgelehnt. Im Abschlussbericht des RTH finden nur die Verabreichung der Medikamente und eine Arzneimittelstudie an Heimkindern über die Prüfung des Neuroleptikums Truxal in dem Heim Neu-Düsselthal Erwähnung.
      1 In dieser Studie heißt es:

      „Wenn es im Rahmen der Heimerziehung zu generellen und kollektiven Behandlungen bzw. Sedierungen gekommen ist, die weniger den Kindern und Jugendlichen als der Disziplin im Heimalltag oder gar der Erforschung von Medikamenten zuträglich waren, ist dies als Missbrauch zu beurteilen und erfüllt ggf. den Tatbestand der (schweren) Körperverletzung – auch nach damaligen Maßstäben. Ob und in welchem Umfang eine solche Praxis vorkam, kann jedoch so viele Jahre später schwer beurteilt werden“.
      2

      In diesem Beitrag werden erste Ergebnisse eines Forschungsprojektes zusammengefasst, die eine neue Perspektive auf die Prüfung von Arzneimitteln in Heimen zwischen den 1950er und Mitte der 1970er Jahre ermöglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Studie von Neu-Düsselthal keine Ausnahme war, sondern dass in dem genannten Zeitraum in deutlich größerem Ausmaß als bisher bekannt Arzneimittelstudien an Heimkindern durchgeführt wurden. Der Beitrag rückt die Rolle der Medizin und Mediziner, die in der bisherigen Aufarbeitung der Geschichte der Heimkinder weitgehend unberücksichtigt blieb, in den Fokus.

      Untersucht wird in dieser Arbeit zunächst die Situation in der BRD.
      Einen Vergleich zur DDR ist nur ansatzweise möglich (siehe Abschnitt 5.1). Eine Studie von Karsten Laudien und Christian Sachse liefert erste Hinweise über Arzneimittelstudien in den dortigen Kinderheimen.3 Ebenso gibt es Anhaltspunkte für entsprechende Praktiken in anderen Staaten. Ein Forschungsprojekt in der Schweiz widmet sich gegenwärtig der historischen Aufarbeitung von Arzneimittelstudien, die in den 1960er und 70er Jahren unter der Leitung des Psychiaters Roland Kuhn, dem Entdecker des ersten Antidepressivums, unter anderem an Heimkindern durchgeführt wurden.4 In den USA erschien 2004 eine Reportage über HIV-positive Kinder in New Yorker Heimen, an denen bis dahin unerprobte Medikamente getestet worden seien.5

      Diese Studie versucht in erster Linie, das Versäumnis des RTH aufzuarbeiten. Im Forschungsprozess kam zudem die Frage auf, inwieweit in den durchgeführten Arzneimittelstudien an Heimkindern in der BRD eine Kontinuität des Menschenbildes festzustellen ist, das während der Zeit des Nationalsozialismus zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit geführt hat. Die Studie untersucht daher den beruflichen Werdegang der an den Versuchen beteiligten Forscher, Ärzte und Mitarbeiter institutioneller Träger und stellt in zahlreichen Fällen bruchlose Berufsbiographien von an NS-Verbrechen verantwortlichen Medizinern in der BRD fest. Drittens beleuchte ich, inwieweit Arzneimittelstudien an Heimkindern dazu beitrugen, durch eine systematische Medikalisierung die Funktionsweise der Heime als „totaler Institution“ nach Erving Goffman zu optimieren (siehe die Abschnitte 8.2 und 8.3).6 Auch diese Perspektive sollte nicht übersehen werden.

      [ Seite 76 ]

      Ebenfalls
      im Jahr 1960 wurde, wie erwähnt, die Bevölkerung in der DDR mit dem Impfstoff nach Sabin immunisiert. Wie eine Publikation berichtet, standen im Rahmen dieser Impfaktion für die Prüfung des Polioimpfstoffes nach Sabin „insgesamt 27 Kinder eines Heimes zur Verfügung […], die sich 1960 in einem Alter von 10–14 Jahren befanden“.54 Der Impfstoff „wurde als tiefgefrorenes Konzentrat vom Institut für Viruspräparate, Moskau, geliefert“ .55

      [ Seite 90 ]

      Ähnliche Thesen in Bezug auf den Einsatz psychotroper Stoffe, wie sie Stutte formulierte, wurden
      Ende der 1960er Jahre auch in der DDR aufgestellt. Eine aktivierende Therapie mittels Psychopharmaka wurde in der Erwachsenenpsychiatrie als Mittel zur „Reaktivierung des Patienten und seiner Arbeitskraft“128 propagiert.129 Dies führte zwischen 1965 und 1978 zu einer Verdreifachung der Anwendung von Neuroleptika. Die medikamentöse Therapie der Minderjährigen in DDR-Heimen, so Laura Hottenrott, sei vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen zu sehen. Gegen Ende der 1970er Jahre habe zumindest in einigen Heimen der Jugendhilfe die Vergabe von Beruhigungsmitteln an Kinder ein solches Ausmaß angenommen , „dass deutliche Kritik aufseiten der Verantwortlichen zu vernehmen war. Es wurde eine dauerhaft schädigende Wirkung der Medikamente befürchtet“.130

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      [ Fußnoten ]


      1 Vgl. Uwe Kaminsky, Die Verbreiterung der „pädagogischen Angriffsfläche“, in: LVR (Hg.), Verspätete Modernisierung; Öffentliche Erziehung im Rheinland – Geschichte der Heimerziehung in Verantwortung des Landesjugendamtes (1945–1972), Essen 2011, S. 485–494.
      2 Abschlussbericht RTH, Berlin 2010, S. 20.
      3 Karsten Laudien / Christian Sachse, Expertise zur „Aufarbeitung der Heimerziehung in der DDR“, Berlin 2012, S. 248ff.
      4 Simone Rau, Medikamententests an Heimkindern werden untersucht, Tages-Anzeiger, 29. Mai 2015.
      5 Dominik Groß, Ethische Grenzen humanmedizinischer Forschung, in: Volker Schumpelick / Bernhard Vogel (Hg.), Innovationen in Medizin und Gesundheitswesen, Freiburg 2010, S. 415–439, hier S. 427.
      6 Erving Goffman, Asyle – Über die soziale Situation psychiatrischer Patienten und anderer Insassen, Frankfurt am Main 1981.
      54 und 55 Joachim Schmidt / Günter Naumann, Untersuchungen über den Nachweis neutralisierender und komplementbindender Antikörper nach oraler Poliomyelitis-Schutzimpfung, Klinische Wochenschrift, 43 (1965), 10, S. 562–563, hier S. 562.cht
      128 Ulrike Klöppel / Viola Balz, Psychopharmaka im Sozialismus, Arzneimittelregulierung in der Deutschen Demokratischen Republik in den 1960er Jahren, Berichte zur Wissenschaftsgeschichte, 33 (2010), 4, S. 382–400.
      129 und 130 Laura Hottenrott, „Roter Stern – Wir Folgen Deiner Spur“. Umerziehung im Kombinat der Sonderheime für Psychodiagnostik und pädagogisch-psychologische Therapie (1964–1987), Torgau 2012, S. 22 u. S. 23.

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      BITTE SELBST WEITERLESEN UND STUDIEREN IM ORIGINAL @ duepublico.uni-duisburg-essen.…42079/04_Wagner_Heime.pdf
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      /
      Dokumentation: Wem gehört der Osten?

      11.10.2016 | 22:05 Uhr


      MDR.DE > Heute im Osten > Damals im Osten

      [ @
      http://www.mdr.de/damals/archiv/probanden100.html ]


      Pharmalabor Ost

      Die geheimen Medikamententests


      Ost-Berlin 1983, eine Geheimsitzung von DDR-Gesundheitspolitikern: Hier werden die Weichen für einen folgenschweren Deal gestellt. An ausgewählten Kliniken sollen Ärzte für westliche Pharmaunternehmen klinische Tests durchführen. Die Präparate sind nicht zugelassen, die Folgen für die Patienten unabsehbar. Für die Tests winken der DDR Devisen - und auf die ist der Staat angewiesen.
      /

      LESEN SIE BITTE SELBST DEN LANGEN UND DETAILLIERTEN TEXT DAZU IM ORIGINAL @ http://www.mdr.de/damals/archiv/probanden100.html

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      Martini schrieb:

      LESEN SIE BITTE SELBST DEN LANGEN UND DETAILLIERTEN TEXT DAZU IM ORIGINAL @ mdr.de/damals/archiv/probanden100.html

      Tja, was zu beweisen war...
      Da brauchen wir uns wohl nicht zu wundern, dass es "plötzlich" massenweise merkwürdiger Erkrankungen, wie Krebs gibt, obwohl man sich sein Leben lang gesund ernährte, Sport usw. trieb...
      Ich selber wurde ebenfalls in meinem letzten Kinderheim gezwungen Medikamente zu nehmen, von denen mir jedes Mal richtig schlecht wurde. Irgendwann weigerte ich mich immer meher dagegen, denn ich hatte dauernd mit Übelkeit und Erbrechen zu tun, was man damals lapidar als Grippe- oder Magen-Darm-Virus abtat. Eigenartig.
      Irgendwann bekam ich dann ein anderes Medikament, welches ich sehr gut vertagen hatte und da ist mir aufgefallen, dass ich seit dem nicht mal mehr einen Schnupfen bekam.
      Wer weiß, was ich damals alles in mich reinfressen musste. Andersherum ist es vielleicht besser, dass ich es nicht weiß.


      Lust auf Infos, Kreatives, Kulturelles, dann klick mich
      oder einfach nur entspannt ein paar Spiele
      (derzeit 5364) spielen, dann klick hier
      Also, wer einen schönen Einstieg haben will, sollte sich die
      Fachzeitschrift "Psychiatrie, Neurologie und medizinische Psychologie" hereinziehen.
      Das war das gemeinsame "Verkündungsblättchen" der großen DDR-Fachgesellschaften
      "Gesellschaft für Psychiatrie und Neurologie der DDR" und
      "Gesellschaft für ärztliche Psychotherapie"
      (später: "Gesellschaft für Psychotherapie, Psychosomatik und medizinische Psychologie").

      So wie ich die "Verkündungsblätter" der DDR jetzt kennengelernt habe, zieht darin bestimmt der eine oder andere Prof. Dr. ordentlich was vom Leder, was er für Testreihen in seinen Einrichtungen an Patienten vorgenommen hat.

      Grüße

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Widerstand“ ()

      Zunächst einmal danke an Martini für diese wertvolle Zusammenstellung von Wissen, über das man im Detail offiziell schon gar nichts wußte und auch nur darüber spekulieren konnte, aber eines ist ganz sicher, ..." Gegen Ende der 1970er Jahre habe zumindest in einigen Heimen der Jugendhilfe die Vergabe von Beruhigungsmitteln an Kinder ein solches Ausmaß angenommen , „dass deutliche Kritik aufseiten der Verantwortlichen zu vernehmen war.... wobei ich mir jetzt nicht sicher bin, wer als Verantwortlicher in Frage gekommen wäre. Ich weiß nur, dass auch ich Ende der 60-iger bis in die frühen 70-iger Jahre, als ich im Heim war, auch regelmäßigst ein Beruhigungsmittel bekam. Vielleicht war das auch gut so, denn möglicherweise hätte man sich über dies und das gar zu sehr aufgeregt, was einem mißfiel. Das Mittelchen wird doch nicht zur Einhaltung von Disziplin eingesetzt worden sein?? :rolleyes: Obendrein mußte ich 1 x jährlich auf jeden Fall in der nächstgrößeren Ortschaft eine Untersuchung über mich ergehen lassen.

      Insgesamt, davon gehe ich aus, kann niemand von uns ehemaligen Heimkindern seinerzeit gewußt haben, ob jemand mit uns medizinisch experimentierte oder ob die jeweilige Einnahme best. Medikamente nicht doch einfach nur notwendig war. Das ist das Tragische, das alles weder gewußt zu haben, ob es rechtmäßig war, was wir an Medikamenten bekamen, noch sich an einer ernsthaften Beweisführung dessen, worum es im Thema geht, herangewagt zu haben. An wen hätte man sich auch wenden sollen?

      Hinzu kommt bei nahezu den meisten ehemaligen Heimkindern, so vermute ich, dass man das nirgends offiziell aufgelistet haben dürfte. In kaum einer Akte von uns dürfte sich dazu noch etwas wie beispielsweise eine exakte Protokollierung der Medikamenteneinnahme anfinden. Leider, so wird es, wer es je versuchen würde wollen, einen Beweis anzutreten, individuell äußerst schwierig werden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Stern“ ()

      marion zagermann hat immer wieder davon berichtet, dass medikamente in dem kinderheim, in dem sie war (NRW), verabreicht wurden. jedoch ist das thema am rth (die gründe dafür stehen m. w. im abschlussbericht) kaum beachtet worden.
      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)

      ReneZienicke schrieb:

      Es gehört für mich nicht in die Öffentlichkeit...

      Zum Schutz von Betroffenen sollte es im geschlossenen und nicht einsehbaren Forumsteil behandelt werden...

      René



      auf der einen seite ist es notwendig, dass die betroffenen geschützt werden, sofern sie dies wollen. in sofern kann ich renes einwand gut verstehen. auf der anderen seite ist es wichtig, dass die öffentlichkeit von den grausamkeiten (sorry, wenn ich das so schreibe) erfährt und hoffentlich sensibel wird.
      ich fände es gut, wenn das thema ohne namensnennung behandelt werden könnte, sollte es öffentlich bleiben.

      um aber dem anliegen von rene gerecht zu werden, könnte man tatsächlich über einen nicht für die öffentlichkeit einsehbaren thread sprechen. ich finde, die betroffenen sollten entscheiden, was für sie wichtig ist, um in einem geschützten rahmen über das thema reden zu können.

      ach ja, auch das möchte ich erwähnen: dank an martini für die sachliche recherche.
      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)
      Die Medikamenten Reihen waren bis 1989 noch an der Tagesordnung, sei es in den Sonderkombinaten gewesen, oder aber auch in den med. Einrichtungen der Psychiatrischen Stationen.

      Ich war 1983 in Bollersdorf davon betroffen, und 1986/87 im Krankenhaus Herzberge Berlin. Und das mit Wissen und Billigung der Jugendämter!!!!

      Und es ist beschämend, das man in den eig. Unterlagen lesen muss, das Gewalt von Psychatern gefordert wurde...!!!!

      In diesem Sinne,

      René

      Medikamententests an Heimkindern in der damaligen DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK

      .
      Ex-DDR-Bürger Boardnutzer »Krumi63« am Fr. 28.10.2016, um 21:31 Uhr, meint im Medikamententests-WEST-Thread:

      Krumi63 schrieb:

      .
      Mir fällt auf, das René sich hier, in diesem Thema, sehr zurückhält.
      Nach meiner Erinnerung ist er auch davon betroffen, mit, lt. seinen Worten, schweren Nachwirkungen.
      Es geht mich nix an, aber es verwundert mich schon etwas.
      .

      Ex-DDR-Bürger Boardnutzer »RenéZienicke« am Do. 27.10.2016, um 01:08 Uhr, berichtet hier, wie angebracht, im Medikamententests-OST-Thread:

      ReneZienicke schrieb:

      .
      Die Medikamenten Reihen [in der DDR] waren bis 1989 noch an der Tagesordnung, sei es in den Sonderkombinaten gewesen, oder aber auch in den med. Einrichtungen der Psychiatrischen Stationen.

      Ich war 1983 in Bollersdorf [einem DDR Spezialkinderheim] davon betroffen, und 1986/87 im Krankenhaus Herzberge Berlin [-Lichtenberg, in der DDR].
      Und das mit Wissen und Billigung der Jugendämter [in der DDR]!!!!

      Und es ist beschämend, das man in den eig. Unterlagen lesen muss, das Gewalt von Psychiatern gefordert wurde...!!!!

      In diesem Sinne,

      René

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Medikamententests an Heimkindern in der damaligen DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK

      .
      Ex-DDR-Bürger Boardnutzer »Krumi63« am Fr. 28.10.2016, um 22:09 Uhr, teilt uns in dem speziell von mir eröffneten Medikamententests-WEST-Thread mit:

      Krumi63 schrieb:

      .
      Ich bin direkt nicht betroffen, kann mich aber erinnern, dass Bräuni-Kameraden [in der damaligen DDR Großeinrichtung: Spezialkinderheim "Martin-Andersen-Nexö" in Bräunsdorf bei Freiberg, im Erzgebirge; Gemeindeteil von Oberschöna (bei Freiberg) im Erzgebirge in Sachsen] mit einem Schnäpschen und/oder mit rosa Bonbons zur Nachtruhe gefüttert wurden.
      .

      Und der Medikamententests-OST-Thread, der sich »Medikamententests an Heimkindern in der damaligen DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK« benennt, ist dieser hier mit dieser URL @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/18401-Medikamententests-an-Heimkindern-in-der-damaligen-DEUTSCHEN-DEMOKRATISCHEN-REPUB/
      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Medikamententests an Heimkindern in der damaligen DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK

      .

      zuma schrieb:

      Martini schrieb:

      .
      Wenn es solche Beweise auch für den OSTEN gibt, bitte ich alle Betroffenen der Heimerziehung der DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK eigens einen Thread dafür einzurichten um auch dies zu dokumentieren – separat zu dokumentieren.
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      Stern schrieb:

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      Ich denke nicht, dass er [»martini«] [OST und WEST] spalten möchte,
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      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

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