Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

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      Ich habe und verbringe viel Zeit damit zu recherchieren.
      Viel fand ich , sehr viel habe ich gelesen.
      Für den NDR Hannover fand ich einiges von dem Heinze und auch von seinenem Sohn. (scheint wohl in der Familie zu liegen^^)

      Doch wenn ich 8 std suche; was ist das schon im Vergleich zu dem was ermittelt werden kann.

      Wenn denn dann jeder hier 10 min. investieren würde; was würde dabei rauskommen?

      Verteile die Last auf viele Schultern, dann ist es keine Last mehr ;)

      Es ist alles da, es muss nur eingesammelt und veröffentlicht werden.


      Die warten nicht auf uns oder bieten gar hilfe an, WIR MÜSSEN UNSERE ÄRSCHE BEWEGEN.

      Jeder hier kann das!

      Frajen über frajen..............^^
      :mumie: Auf dieser Welt erreichst Du nicht das was Du willst; Du erreichst nur das was Du musst. R. B.

      Gefährlich sind Weltanschauungen von Menschen die die Welt nicht angeschaut haben.
      Wenn man sich die Mühe macht, diesen Bericht auf S. 82-86 mal liest^^
      issuu.com/hogrefegroup/docs/ki…ssue-1?e=9315568/67294367

      Also; wenn das Land Schleswig Holstein mehr bezahlt hätte, mehr kontroliert hätte wäre nichts passiert!
      Die beiden Schreiber legimitieren das was dort passiert ist mit diesen Begründungen und weisen die Schuld der Ärzte von sich.

      Ich frage mich ob die Schreiber Arschhaare rauchen, oder wie jemand mit der Bildung auf einen solchen Schwachsinn kommen kann. Ist er vieleicht behandlungsbedürftig?

      Und ein Schelm welcher böses denkt: In der Redaktion sitzt eine Frau mit dem Nachnamen Schepker. Ein Zufall??
      :mumie: Auf dieser Welt erreichst Du nicht das was Du willst; Du erreichst nur das was Du musst. R. B.

      Gefährlich sind Weltanschauungen von Menschen die die Welt nicht angeschaut haben.
      apotheken-umschau.de/Medikamen…ne-Tabletten-4862336.html

      Wat denn nu Doktorchen?
      Dürfen Kinder dieses Medikament nu nehmen odder ned??

      Is doch eigentlich Latte in welchen neurologischen Bereich dat Dinges gehörte, oder gehört ( ändert sich ja ständig was^^)

      Doktorchen greift auch nur die Berichterstattung an, möchte damit aber eher von den Geschehnissen ablenken.
      :mumie: Auf dieser Welt erreichst Du nicht das was Du willst; Du erreichst nur das was Du musst. R. B.

      Gefährlich sind Weltanschauungen von Menschen die die Welt nicht angeschaut haben.

      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen")

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      Leser schrieb:

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      Eine Suche nach aktuellen Informationen zu den Med-Tests in Heimen führte mich jüngst auf eine Seite des "BR", in der davon die Rede war/ist, dass die Grünen Bayerns einen neuerlichen "Runden Tisch" gefordert hätten. Allerdings hatte ich seit dem nichts Aktuelles dazu mehr lesen können. Falls jemand Genaueres habe, was daraus wurde, würde mich das interessieren, denn ich finde darinnen einen sehr wichtigen Punkt. Es ist im Text die Rede von einem sogenannten Impfbuch und damit meine ich nicht den normalen Impfausweis, den jeder Mensch haben dürfte, der Nachweise über Impfungen gegen Dyphterie, Masern, Tetanus liefert. Ein weiterer schockierender Begriff, den ich so auch noch nicht las: Heimkinder als "leicht verfügbares Material" zu bezeichnen. Doch ist er wohl mehr als zutreffend und falls es jemanden interessiert, klickt er sich hier hinein - >

      https://www.br.de/nachricht/verdraengtes-leid-medikamententests-an-heimkindern-100.html
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      Martini schrieb:

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      QUELLE: Bayerischer Landtag @ https://www.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP17/Drucksachen/Basisdrucksachen/0000013500/0000013801.pdf

      Auch Bayern stellt jetzt diesbezügliche Aufarbeitung in Aussicht.

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      Bayerischer Landtag

      17. Wahlperiode --- 24.01.2018 --- Drucksache 17/20311

      Dringlichkeitsantrag

      der Abgeordneten Katharina Schulze, Ludwig Hart-mann, Kerstin Celina, Thomas Gehring, Ulrike Gote, Jürgen Mistol, Gisela Sengl, Christine Kamm, Ulrich Leiner und Fraktion (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

      Medikamententests an ehemaligen Heimkindern in Bayern aufklären

      Der Landtag wolle beschließen:

      Die Staatsregierung wird aufgefordert, sich für eine Aufklärung und Aufarbeitung von Medikamententests an ehemaligen Heimkindern in Bayern einzusetzen. Dazu soll die Staatsregierung sich an die zuständigen Stellen der verschiedenen politischen Ebenen wenden, ebenso wie an potenziell involvierte Pharmaunternehmen und an die damaligen Träger der Kinderheime, Heilpädagogischen Einrichtungen und Kinder- und Jugendpsychiatrien, um herauszufinden, ob und in welcher Form eine Beteiligung dieser an Versuchsreihen und Arzneimittelstudien an Minderjährigen erfolgt ist. Aufgeklärt werden müssen insbesondere Versuchsreihen im Zusammenhang mit der Anwendung von Impfstoffen gegen Kinderlähmung und zum Pockenschutz. Auch der missbräuliche Einsatz von sedierenden Medikamenten und von Psychopharmaka ohne medizinische Indikation in stationären Einrichtungen der Jugend- und Behindertenhilfe sowie in psychiatrischen Einrichtungen sollte in diesem Zusammenhang untersucht werden.

      Zu diesem Zweck werden alle noch vorhandenen Aktenbestände und schriftlichen Nachweise über Testreihen, Impfstudien und Tests mit Psychopharmaka in bayerischen Kinder- und Erziehungsheimen, Einrichtungen für Kinder mit Behinderungen sowie Kinder- und Jugendpsychiatrien systematisch gesichert, gesichtet und archiviert. Die Staatsregierung sorgt ferner dafür, dass die noch vorhandenen Unterlagen im Rahmen eines Forschungsprojekts wissenschaftlich ausgewertet und im Rahmen einer Publikation veröffentlicht werden.

      Über die bayerische Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder versucht die Staatsregierung aktiv Kontakt zu von medizinischen Tests betroffenen ehemaligen Heimkindern aufzunehmen und bietet ihnen Hilfe bei der Beschaffung der notwendigen Nachweise und Unterlagen an. Aussagen und Dokumente von Betroffenen werden ebenfalls gesichert und ausgewertet


      Begründung:

      Von den 1950er bis in die 1970er Jahre haben in Deutschland zahlreiche Medikamententests mit Heimkindern stattgefunden. Die Pharmazeutin Sylvia Wagner liefert in ihrer Studie „Ein unterdrücktes und verdrängtes Kapitel der Heimgeschichte – Arzneimittelstudien an Heimkindern“ zahlreiche Belege für etwa 50 Testreihen in ganz Deutschland, darunter auch Impfstudien und Tests mit Psychopharmaka in Bayern. Diese Testreihen fanden ohne nachvollziehbare rechtliche Grundlage und häufig auch ohne Kenntnis oder gar Einwilligung der sorgeberechtigten Eltern statt.

      Außerdem kam es auch im Alltag der Einrichtungen nach Berichten ehemaliger Heimkinder häufig zum Einsatz von sedierenden Medikamenten oder von Psychopharmaka, ohne dass hierfür eine medizinische Indikation vorgelegen hätte. Dieser missbräuchliche Einsatz von Medikamenten zur Ruhigstellung der Kinder und Jugendlichen erfüllt nach Einschätzung des Runden Tisches Heimerziehung des Bundestages den Tatbestand der schweren Körperverletzung.

      Bis in die 70er Jahre gab es keine verbindlichen rechtlichen Vorschriften für die Zulassung neuer Medikamente. In der Aufarbeitung des Schicksals der ehemaligen Heimkinder wurde das Thema Medikamententests bisher weitgehend ausgeklammert. Es besteht also ein großer Aufklärungs- und Forschungsbedarf. Die ehemaligen Heimkinder wurden einfach als günstiges „Menschenmaterial“ für medizinische und pharmazeutische Tests benutzt. Das hierdurch verursachte Unrecht und Leid an den betroffenen ehemaligen Heimkindern wurde bisher weder systematisch erforscht noch angemessen entschädigt.

      Auch der Staatsregierung liegen nach eigener Auskunft bisher keine Akten oder schriftliche Nachweise über Medikamententests an Heimkindern vor. In einem ersten Schritt müssen deshalb sämtliche noch vorhandenen Unterlagen aus bayerischen Kinderheimen, Behindertenheimen und Psychiatrien gesichert und archiviert werden. In einem zweiten Schritt muss dann ein Forschungsprojekt zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der Arzneimittelstudien, Impftests und Tests mit Psychopharmaka an ehemaligen Heimkindern, Kindern aus Behindertenheimen und Kinder- und Jugendpsychiatrien vergeben werden.

      . [color]

      Siehe auch diesbezüglich „die schriftliche Anfrage der Landtagsabgeordneten Kerstin Celina BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom 14.08.2017 und „die Antwort der Bayerischen Landesregierungdarauf vom 09.02.2018 :

      17. Wahlperiode --- 09.02.2018 --- Drucksache 17/18599 @
      https://www.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP17/Drucksachen/Schriftliche Anfragen/17_0018599.pdf (insgesamt 4 Seiten)

      . [color]

      Weiterführend, siehe dann auch folgenden Beitrag vom Mittwoch, 9. Mai 2018 :

      »Die Tablettenkinder« @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/18400-Medikamententests-an-Heimkindern-in-WESTDEUTSCHLAND/?postID=573568#post573568 bassierend auf Nachrichten vom BR.de - Bayerischer Rundfunk @ https://www.br.de/nachrichten/wie-heimkinder-zu-versuchsobjekten-wurden-100.html



      #compensationnow (MM - Heimopfer-WEST)
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      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen")

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      Ich möchte hier noch einmal spezifisch und ganz besonders darauf hinweisen, dass, in allen vorhergehenden und noch kommenden Beiträgen hier in diesem Thread, mit der Heading »Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND«, wir uns immer noch und auch weiterhin mit dem Thema: "Frei zur Verfügung stehendes Menschenmaterial" : "Uneingeschränkte und unkontrollierte Experimentation an Kindern und Jugendlichen in nachkriegsdeutschen Heimen und Anstalten" befassen:

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      Nachkriegsdeutschland / die Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg – weder auf Landesebene, noch auf Bundesebene – verabschiedete für lange Zeit absichtlich keine gesetzlichen Regelungen bezüglich Menschenversuchen mit neuen Medikamenten und medizinischen Prozeduren. Pharmakonzerne nah und fern (d.h. im Inland und im Ausland) und Ärzte und Fachärzte vor Ort hatten freie Hand; sie durften machen was sie wollten.

      Dies war, m.M.n., mitunter auch ein Neues Geschäftsmodel um nach Deutschlands Kriegsniederlage ungehindert Devisen einzutreiben und das Wirtsschaftswunder in WESTDEUTSCHLAND anzukurbeln und voranzutreiben.



      #compensationnow (MM - Heimopfer-WEST)
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      www.evangelisch.de ist ein Produkt des

      Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP) gGmbH

      Emil-von-Behring-Straße 3
      60439 Frankfurt am Main

      [ ……… ]

      Das GEP ist das multimediale Kompetenzzentrum für die Evangelische Kirche in Deutschland, ihre Gliedkirchen, Werke, Einrichtungen sowie für die evangelischen Freikirchen und alle interessierten Unternehmen und Organisationen.


      QUELLEN: https://www.evangelisch.de/impressum und https://www.evangelisch.de/inhalte/155279/28-02-2019/heimkinder-hephata-entschuldigt-sich-fuer-medizinischen-missbrauch?fbclid=IwAR2ymt79P7BbXlhDJKV-9tW2HFZOQ0hzSbNhxtHAhE8iS-YqOWAP8TqqXjo :

      Jetzt hier in Bezug auf das Bundesland Hessen und insbesondere in Bezug auf Heime auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. --- In dieser kirchlichen Stellungnahme hervorgehoben wird die Beteiligung und Teilhabe an dieser nachkriegsdeutschen Medizinischen Experimentation an Kindern und Jugendlichen des Hessischen Diakoniezentrums Hephata :

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      [ FOTO: „© epd-bild/Andreas Fischer Denkmal vor der Kirche des Hessischen Diakoniezentrums Hephata für während der Zeit des Nationalsozialismus aus den Behindertenanstalten Hephata deportierte geistig Behinderte.“ ]

      LANDESKIRCHEN

      Heimkinder: Hephata entschuldigt sich für medizinischen Missbrauch

      Das Hessische Diakoniezentrum Hephata hat um Entschuldigung dafür gebeten, dass in den Jahren 1950 bis 1975 Heiminsassen für Forschungszwecke missbraucht wurden.

      28.02.2019 / epd

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      Die insbesondere von dem ehemaligen Chefarzt Willi Enke und später von Werner Grüter vorgenommene sogenannte "Pneumencephalographie", die als schmerzhaft und gefährlich gilt, sei teilweise ohne diagnostische Notwendigkeit für zweifelhafte Forschungen angewendet worden, sagte Hephata-Vorstand Maik Dietrich-Gibhardt am Donnerstag in Schwalmstadt. Das habe eine Untersuchung des Gießener Medizinhistorikers Volker Roelcke bestätigt.

      Bei dem Verfahren wird der Schädel mit Luft gefüllt, um dadurch bessere Röntgenbilder zu bekommen. Die Methode an sich sei zwar durchaus sinnvoll gewesen, sagte Roelcke. Sie sollte wegen der damit verbundenen Gefahren nach Empfehlungen jedoch nur sehr zurückhaltend angewendet werden.

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      MEHR ZU HEIMKINDER

      Artikel
      Kirchenpräsident Jung bittet ehemalige Heimkinder um Verzeihung [ Siehe @ https://www.evangelisch.de/inhalte/153797/11-12-2018/kirchenpraesident-jung-bittet-ehemalige-heimkinder-um-verzeihung?kamp=b-012 ]

      Artikel
      "Manches Heim knüpfte nahtlos an die NS-Zeit an" [ Siehe @ https://www.evangelisch.de/inhalte/150261/25-06-2018/die-evangelische-kirche-ekhn-hat-die-geschichte-der-heimkinder-der-nachkriegszeit-aufgearbeitet?kamp=b-012 ]

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      Roelcke hatte rund 2.000 Akten von Patienten und Heimbewohnern aus den 1950er bis 1970er Jahren ausgewertet. Im Klinikbereich sei demnach unter Enke bei fast jedem zweiten Hephata-Patienten eine PEG erfolgt, ohne dass es hierfür einen diagnostischen Grund gegeben habe, sagte Roelcke. "Enke wollte herausfinden, ob Verhaltensauffälligkeiten organische Ursachen im Gehirn haben", erklärte er.


      [ FOTO: „© epd-bild/Andreas Fischer Kirche des Hessischen Diakoniezentrums Hephata in Schwalmstadt-Treysa in Hessen.“ ]

      Die genaue Zahl der von solchen Forschungen betroffenen Patienten ist nicht bekannt, weil viele Akten nicht mehr vorhanden seien, sagte Roelcke. 23 Fälle konnten jedoch namentlich identifiziert werden. "Die tatsächliche Zahl dürfte aber um ein Vielfaches höher liegen", sagte der Medizinhistoriker. Enke selbst habe in einem Beitrag für eine medizinische Fachzeitschrift, dessen Inhalt allerdings äußerst zweifelhaft sei, von rund 800 Fällen geschrieben.

      Leseempfehlung

      "Manches Heim knüpfte nahtlos an die NS-Zeit an" [ Siehe @ https://www.evangelisch.de/inhalte/150261/25-06-2018/die-evangelische-kirche-ekhn-hat-die-geschichte-der-heimkinder-der-nachkriegszeit-aufgearbeitet ]

      Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau hat Schicksale von Heimkindern in der Nachkriegszeit aufgearbeitet. Petra Knötzele erzählt, wie rechtlos Kinder waren, wie sie ruhig gestellt wurden und wie Erwachsene mit Heimkinder-Biografie nach ihrer Kindheit forschen können.

      Die Filmemacherin Sonja Toepfer, die im Auftrag der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau das Leiden von Heimkindern aufarbeitete, war bei ihren Recherchen auf entsprechende Hinweise gestoßen. Hephata hatte daraufhin Roelcke im Februar 2018 mit der Untersuchung beauftragt [ Siehe @ https://www.evangelisch.de/inhalte/150261/25-06-2018/die-evangelische-kirche-ekhn-hat-die-geschichte-der-heimkinder-der-nachkriegszeit-aufgearbeitet ].

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      Im Kirchsaal Hephata ist noch bis zum 6. März eine Wanderausstellung der EKHN über Heimkinderschicksale zu sehen, ergänzt durch eine weitere Ausstellung über die aktuellen Schutzkonzepte Hephatas. Öffnungszeiten: täglich von 11 bis 16 Uhr.


      THEMEN
      Heimkinder [ Siehe @ https://www.evangelisch.de/themen/heimkinder?kamp=b-013 ]
      Nachkriegszeit [ Siehe @ https://www.evangelisch.de/themen/nachkriegszeit?kamp=b-013 ]
      Evangelische Kirche in Hessen Nassau [ Siehe @ https://www.evangelisch.de/gliedkirchen-der-ekd/evangelische-kirche-hessen-und-nassau?kamp=b-013 ]
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen")

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      Menschenversuche

      Die Rede ist hier von der Durchführung von, und Beteiligung und Teilhabe an, nachkriegsdeutscher medizinischer Experimentation an Säuglingen, Kindern und Jugendlichen in der Obhut des Staates – und vorwiegend auch in der Obhut der Kirchen (katholisch Kirche sowie auch evangelische Kirche) – in Heimen und Anstalten und Psychiatrien und Kliniken auf deutschem Boden.

      Nachkriegsdeutsche Kinderfachabteilungen !

      QUELLE: WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Menschenversuch :

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      Menschenversuch

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      Deutsche Demokratische Republik [d.h. OSTZONE]

      Ein groß angelegter Menschenversuch war das staatliche Zwangsdoping im DDR-Leistungssport. [ Siehe WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Staatliches_Doping_in_der_DDR#Staatsplan ] Auch minderjährige Sportler wurden ohne ihr Wissen gedopt. Die Athleten erhielten nicht nur Dopingpräparate, sondern mussten auch ohne ihr Wissen Medikamente einnehmen, die nicht für den menschlichen Gebrauch freigegeben waren.[11], [12] Etwa 12.000 Sportler waren vom Zwangsdoping betroffen, bei etwa 2000 davon werden körperliche oder psychische Spätfolgen erwartet, mehrere Sportler sind in Folge der Schädigungen verstorben.

      Bundesrepublik Deutschland [d.h. WESTDEUTSCHLAND]

      Die Pharmazeutin Sylvia Wagner stieß 2016 in verschiedenen Fach-Zeitschriften und Firmen-Archiven auf Belege, dass in der Bundesrepublik Deutschland bis ca. 1975 in umfangreichem Maß Versuchsreihen mit nicht zugelassenen Medikamenten an Kindern und Jugendlichen unternommen wurden, und zwar ohne Zustimmung der Eltern, bzw. bei Kindern und Säuglingen ohne Erziehungsberechtigte, oft ihren jungen Müttern zwangsweise Entzogene, teils mit, teils ohne Zustimmung von Behörden. Verschiedene Landesjugendämter, z. B. in NRW, sowie Träger von Heimen für diesen Personenkreis haben für die Zukunft Aufklärung darüber angekündigt; einzelne Firmen, z. B. Merck haben bestätigt, dass sie noch über diesbezügliche Unterlagen im Archiv verfügen und bei der heutigen Forschung kooperieren wollen, andere Firmen nennen ihre Daten "nicht mehr auffindbar", z. B. Behringwerke , oder sie verweigern überhaupt Auskünfte; Wagner nennt an ihr bisher bekannten Firmen noch Janssen, Pfizer , Schering und Verla-Pharm Tutzing. Die Ärzte, die solche Versuchsreihen durchführten, sind kaum noch greifbar. Bisher namentlich bekannte Ärzte sind der schon in der Zeit des Nationalsozialismus einschlägig tätige Friedrich Panse, der NS-Arzt Hans Heinze in Wunstorf, sowie Franz Redeker, "Erbgesundheitsrichter" im Nationalsozialismus und späterer Präsident des Bundesgesundheitsamts. Der für seine Taten vor 1945 durchaus bekannte Panse, er hatte ständig Prozesse geführt, erhielt 1966 ausdrücklich Genehmigungen von NRW-Behörden für die Menschenversuche mit Neuroleptika an Wehrlosen im Heim „Neu-Düsselthal“.[13]

      Wagners Untersuchungen, die zu einer Promotion führen sollen, sind noch nicht abgeschlossen. Sie stellt den Forschungsstand Ende 2016 so dar:

      „Es war bundesweit gängige Praxis, den Minderjährigen Impfstoffe und Psychopharmaka zu verabreichen... Ich habe bisher Belege für mehr als fünfzig Versuchsreihen gefunden... Tausende Säuglinge und größere Kinder sind Opfer dieser Tests geworden.“
      – SYLVIA WAGNER, PHARMAZEUTIN, NACH WESTDEUTSCHE ZEITUNG, 21. OKTOBER 2016


      Bei den belegbar Betroffenen handelte es sich um Heimkinder in schwieriger Lage, insbesondere in psychischer Hinsicht, oder Kinder ohne Familie. Politiker haben nach Wagners Vorab-Publikationen erklärt, dass vermutlich ein Entschädigungsfonds für die Opfer eingerichtet werden muss. In NRW sind als Täterorte bisher bekannt das Säuglingsheim "Kastanienhof" an der Petersstraße in Krefeld, Träger ist der "Krefelder Frauenverein für Kinder- und Altenfürsorge"; die v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel, die solche Menschenrechtsverstöße bereits eingeräumt haben; die Kinder- und Jugendpsychiatrie Süchteln, Träger LVR-Klinik Viersen; die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Wunstorf unter dem SS-Mann Hans Heinze, heutiger Träger Klinikum Region Hannover, KRH; das Kinderheim Neu-Düsselthal aus dem Verbund der Graf Recke Stiftung, heute in Wittlaer gelegen, und das Franz Sales Haus in Essen.
      Das
      Bundesgesundheitsamt hat 1957 durch Redeker eine Versuchsreihe in einem Säuglingsheim in Auftrag gegeben, zum Test von nicht zugelassenen Pockenimpfstoffen mittels Rückenmarkspunktion an Babys.

      [ ……… ]

      Einzelnachweise

      [11] Missbraucht für Medaillen - Doping und Menschenversuche im DDR-Sport. (Memento vom 20. Juni 2016 im Internet Archive) Auf: wdr.de, 30. Oktober 2015
      [12] 10,5 Millionen für Doping-Opfer? Auf: faz.net vom 4. Oktober 2015
      [13] Alle Angaben nach Westdeutsche Zeitung: Skandal um Arzneitests, von Michael Passon, 21. Oktober 2016, S. 1–3; sowie WDR1, WDR-aktuell: Bethel räumt Medikamenten-Versuche ein, 20. Oktober 2016

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      Diese Seite wurde zuletzt am 8. Dezember 2018 um 20:49 Uhr bearbeitet.

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      #compensationnow (MM - Heimopfer-WEST)
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen")

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      Welche Menschenversuche fanden statt in Deutschland - und in den ihrerseits im Zweiten Weltkrieg eroberten Gebieten - zwischen 1933 und 1945 ??

      Welche
      Menschenversuche fanden statt auf deutschem Boden zwischen 1945 und 1976 ??

      Konzentrieren wir uns,
      was diese Menschenversuche betrifft, dann jetzt hier mal auf das Bundesland Niedersachsen :


      QUELLE: NDR.de - NACHRICHTEN - NIEDERSACHSEN @ https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Studie-NS-Aerzte-machten-auch-nach-1945-Karriere,nsaerzte100.html :

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      Stand: [Montag] 04.06.2018 22:07 Uhr - Lesezeit: ca. 2 Min.

      Studie: NS-Ärzte machten auch nach 1945 Karriere

      Sie waren Haupt- oder Mitverantwortliche an Massenmorden in der Nazi Zeit: Viele der damaligen Täter konnten nach dem Krieg weitestgehend ungestört und relativ schnell wieder Fuß fassen. Das galt besonders für Juristen und Ärzte. Das niedersächsische Sozialministerium hat die Nachkriegskarrieren von NS-Ärzten in der Psychiatrie untersuchen lassen. Heute wurden die Ergebnisse der Studie "Personelle Kontinuitäten in der Psychiatrie Niedersachsens nach 1945" vorgestellt.

      Reimann: Staatliche Stellen haben versagt

      Die mit der Untersuchung beauftragten Historiker der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) konnten dabei nachweisen, dass mehrere Ärzte, die im Nationalsozialismus am Mord von psychisch kranken und geistig behinderten Menschen beteiligt waren, nicht nur jahrzehntelang unentdeckt bleiben konnten, sondern auch Karriere machten. Viele dieser NS-Ärzte seien nach dem Krieg in führende Positionen in den Landesdienst gekommen oder hätten relativ ungestört in ihren Praxen weiter arbeiten können, schreiben die Wissenschaftler, in der am Montag vorgestellten Studie. Sozialministerin Carola Reimann (SPD) nannte dies "schockierend" und sagte, dass staatliche Stellen versagt hätten. Es sei daher umso wichtiger, dass diese Missstände nun aufgearbeitet und öffentlich gemacht würden, so die Ministerin.

      MHH-Forscher nennen konkrete Beispiele

      In der Studie nennen die MHH-Forscher auch konkrete Beispiele. Sie verweisen auf Psychiater Willi Baumert, Leiter der "Kinderfachabteilung" in Lüneburg, wie die Anstalt bei den Nazis hieß, um geistig-behinderte Kinder zu ermorden. In der Studie ebenfalls genannt wird der Psychiater Ernst Meumann, Direktor der Heil- und Pflegeanstalt Königslutter, eine Zwischenstation der sogenannten Gas-Mordanstalt Bernburg an der Saale. Zudem verweisen die Forscher auf Hans Heinze Senior, Leiter des Landeskrankenhauses Wunstorf. Er war während der Nazi-Zeit einer von zwei Gutachtern, die zwischen "lebenswerten und nicht-lebenswerten Kindern und Jugendlichen" unterschieden.

      Studie wird fortgesetzt

      Die Aufarbeitung soll weitergehen. Die Wissenschaftler wollen nun klären, warum die NS-Ärzte jahrzehntelang in ihren Praxen weiterarbeiten konnten und warum dies offenbar kaum jemanden gestört hat.

      WEITERE INFORMATIONEN

      Psychiatrie-Ärzte mit Nazi-Vergangenheit? [ Siehe @ https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Psychiatrie-Aerzte-mit-Nazi-Vergangenheit,landeskrankenhaeuser102.html ]

      Welche Rolle spielten Chefärzte in den psychiatrischen Landeskliniken in der NS-Zeit - und welchen Einfluss hatten sie danach noch? Das will jetzt das Sozialministerium aufarbeiten. (18.10.2016) mehr [ Siehe unmittelbar vorhergehende
      URL ]


      Lüneburg gedenkt der Opfer der NS-Psychiatrie [ Siehe @ https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/Lueneburg-gedenkt-der-Opfer-der-NS-Psychiatrie,gedenkfeier144.html ]

      In Lüneburg wurden während des Dritten Reiches zahlreiche behinderte Menschen getötet. Am Sonntag wurde mit einer Gedenkfeier, an der rund 150 Menschen teilnahmen, an sie erinnert. (05.09.2016) mehr [ Siehe unmittelbar vorhergehende
      URL ]


      Dieses Thema im Programm:
      Niedersachsen 18.00 | 04.06.2018 | 18:00 Uhr


      DOWNLOADS

      Abschlussbericht: NS-Psychiater nach 1945 [ Siehe @ https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/nsaerzte110.pdf (Umfang: insgesamt 73 Seiten]

      Das Sozialministerium hat den weiteren Werdegang von einstigen NS-Ärzten nach 1945 untersuchen lassen. Lesen Sie hier den kompletten Abschlussbericht. Download (572 KB) [ Siehe unmittelbar vorhergehende
      URL ]

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      Siehe auch GERECHTE GESUNDHEIT @ https://www.gerechte-gesundheit.de/news/detail/studie-zur-beruflichen-karriere-von-ns-aerzten-nach-1945-vorgelegt.html (vom 20.06.2018) in :

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      AUFARBEITUNG NATIONALSOZIALISMUS

      Studie zur beruflichen Karriere von NS-Ärzten nach 1945 vorgelegt

      [ ……… ]

      Die medizinhistorische Studie Personelle Kontinuitäten in der Psychiatrie Niedersachsens nach 1945 hatte das Ministerium 2016 in Auftrag gegeben.
      Sie ist eine von zwei medizinhistorischen wissenschaftlichen Arbeiten, mit denen das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung in seinem Verantwortungsbereich stehende Vorgänge der Nachkriegszeit aufarbeiten lässt.
      Erste Ergebnisse der zweiten Studie Medikamentenversuche an Kindern und Jugendlichen im Rahmen der Heimerziehung in Niedersachsen zwischen 1945 und 1976 werden 2019 erwartet.

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      #compensationnow (MM - Heimopfer-WEST)
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      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen")

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      Konzentrieren wir uns, was diese Menschenversuche betrifft, dann jetzt hier mal – weitergehend – auf das Bundesland Niedersachsen :

      Personelle Kontinuitäten in der Psychiatrie Niedersachsens nach 1945
      – Abschlussbericht –


      QUELLE: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/nsaerzte110.pdf (Länge: insgesamt 73 Seiten) :

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      [ SEITE 1: ]
      Dr. Christof Beyer
      Institut für Geschichte, Ethik und Philosophie der Medizin
      Medizinische Hochschule Hannover
      Carl-Neuberg-Straße 1
      30625 Hannover

      [
      SEITE 1: ]

      Personelle Kontinuitäten in der Psychiatrie Niedersachsens nach 1945
      – Abschlussbericht –

      [ Die Bevölkerung lehnte die Verfolgung schwerer und schwerster Verbrechen ab und verlangte stattdessen TÄTERSCHUTZ !! ]

      [
      SEITE 8: ]
      Bis zur Gründung der Bundesrepublik nahm die Kritik der westdeutschen Bevölkerung an der Entnazifizierung deutlich zu und wurde auch auf der Ebene der Politik als „Hexenjagd“ kritisiert. Mit der Zeit weitete sich diese Kritik auch auf die deutsche und alliierte Strafverfolgung nationalsozialistischer Verbrechen als „Siegerjustiz“ aus. Zum 15. Dezember [
      SEITE 9: ] 1950 entschied der Deutsche Bundestag den Abschluss der Entnazifizierung.14 Für belastete Psychiater galt in den Jahren danach ähnliches wie für andere nationalsozialistische Tätergruppen: „Wer das rettende Ufer der fünfziger Jahre erreicht hatte, mußte keine ernsthaften strafrechtlichen Konsequenzen mehr fürchten.15


      [ SEITE 65: ]

      Schlussfolgerungen

      Dass aber ein Arzt mit derartig schwerer ärztlich-ethischer Gewissensbelastung wieder ärztlich tätig sein darf, noch dazu im öffentlichen Dienst, und vielleicht sogar als Beamter, wird dem Unterzeichneten dauernd unverständlich bleiben.
      279

      Diese Einlassung des Psychiaters RUDOLF REDEPENNING von 1951 zur Wiedereinstellung WILLI BAUMERTS in den niedersächsischen Landesdienst ist in den dargestellten Abläufen und Stellungnahmen [ ^^^ ] eine signifikante Ausnahme. Die Verwendung von belasteten Ärzten wie WILLI BAUMERT, ERNST MEUMANN, HANS HEINZE und GERHARD KLOOS im Dienst des Landes Niedersachsen erfolgte vorrangig unter juristischen Prämissen und legte als Bewertungskriterien die Entnazifizierung, die Voraussetzungen der Verbeamtung im Nationalsozialismus und Ergebnisse eventueller staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen zur Beteiligung an Patientenmorden zugrunde. Wenn von dieser Seite nichts gegen die Wiederverbeamtung bzw. Anstellung im Landesdienst sprach, erfolgte die Wiedereinstellung. Eine „ärztlich-ethische Gewissensbelastung“ der wiedereingestellten Mediziner fand keine Berücksichtigung. Die zur Verfügung stehenden Stellungsnahmen der Mediziner legen ebenso wie die juristischen Argumentationen in den Ermittlungsverfahren und Prozessen zu Psychiatrieverbrechen in diesem Kontext nahe, dass diese „Gewissensbelastung“ bei den Tätern subjektiv auch kaum existierte.

      Von Seiten der niedersächsischen Gesundheitsverwaltung begnügte man sich in den 1950er Jahren damit, sich beispielsweise durch eine Erklärung zur Nichtverurteilung wegen „Euthanasie“-Verbrechen wie im Fall HANS HEINZE abzusichern oder wie im Fall WILLI BAUMERT im Zweifel zugunsten der Täter zu argumentieren und zu agieren.

      Dabei gab es sehr wohl alternative Möglichkeiten, sich auf Landesebene zu „belasteten“Medizinern zu verhalten: So lehnte beispielsweise die hessische Landesregierung 1949 die Berufung des Pädiaters WERNER CATEL aufgrund seiner Vergangenheit als „Kindereuthanasie“-Obergutachter ab.
      280 Auch die Auseinandersetzungen zwischen ERNST MEUMANN und der niedersächsischen Landesregierung um seine Wiederverwendung als Direktor der Heil- und Pflegeanstalt Königslutter zeigen Handlungsalternativen auf, auch wenn diese Auseinandersetzungen in keinem Bezug zur Beteiligung Meumanns an Psychiatrieverbrechen standen, sondern sich auf seine vermeintliche mangelnde Eignung als Klinikdirektor bezogen. Dennoch macht dieser Verwaltungsstreit deutlich, dass trotz der in [ SEITE 66: ] Abschnitt 2 geschilderten rechtlichen Rahmenbedingungen Möglichkeiten bestanden, auf die Rückkehr von belasteten Psychiatern in ihre alten Positionen lenkenden Einfluss zu nehmen.

      Der Fall WILLI BAUMERTS illustriert wiederum deutlich, dass diese Spielräume meist nicht genutzt wurden – im Gegenteil: Baumert stieg nicht nur zum Direktor des Landeskrankenhauses Königslutter auf, er erfuhr auch bei den erneuten Ermittlungen in den 1960er Jahren Rückendeckung durch seine vorgesetzte Behörde, die zu seinem unbeschadeten Ruhestand beitrug. Der Fall Baumert bildet im Zuge des erneuten öffentlichen und juristischen Interesses an den „Euthanasie“-Morden in den 1960er Jahren dabei insofern eine Ausnahme. Die Reaktionen der Landes- und Bezirksregierungen gegenüber den Ermittlungen gegen HANS HEINZE, HANNAH UFLACKER, KLAUS ENDRUWEIT und HEINRICH BUNKE zeigten, dass berufsrechtliche Maßnahmen nun auch aufgrund berufsethischer Erwägungen gegen diese Mediziner ergriffen wurden. Hier stand nun im Vordergrund, dass bereits der Verdacht der Beteiligung an Patientenmorden das Ruhen der Approbation oder die Streichung der Pensionsbezüge rechtfertige. Ungeachtet einer juristischen Verurteilung hatten nun der Verstoß gegen die „Grundsätze der Menschlichkeit und Rechtstaatlichkeit“ (wie bei Heinze) und das erschütterte „Vertrauen in die Ärzteschaft“ (wie bei Endruweit) Vorrang, welche die Beteiligung an den „Euthanasie“-Verbrechen unstrittig darstellten. Die vielfältige Unterstützung von Endruweit und Bunke durch Kollegen und regionale Bevölkerung verdeutlicht auf der anderen Seite, dass die „Gewissenbelastung“ durch die Beteiligung an Patientenmorden von Teilen der Gesellschaft als nachrangig gegenüber ihren Leistungen als niedergelassene Ärzte eingeschätzt wurde. Insgesamt zeigt sich, dass das Verhalten der niedersächsischen Behörden gegenüber an Psychiatrieverbrechen beteiligten Ärzten im Landesdienst in weiten Teilen exemplarisch war für den allgemeinen Umgang mit den Medizinverbrechen im Nationalsozialismus in der Bundesrepublik. Nach umfangreichen Ermittlungen in der unmittelbaren Nachkriegszeit wurde nun der Wiedereingliederung der Medizinalbeamten der Vorrang eingeräumt – ganz der allgemeinen Direktive in der bundesdeutschen Politik seit Staatsgründung entsprechend, den „Loyalitätsansprüchen seiner Diener“ Rechnung zu tragen.
      281

      So wurde auch auf Landesebene die Gelegenheit versäumt, durch die Vermeidung der Wiederverwendung von belasteten Psychiatern ein ethisches Signal zu setzen, das den Lebenswert von minderjährigen und erwachsenen Patienten mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen bedingungslos voraussetzte. Dieses Verhalten baute auf einer seit 1949 praktizierten Rechtsprechung auf, welche die Tötung von minderjährigen und erwachsenen Patienten allenfalls als Totschlag wertete und allenfalls mit geringen Strafen ahndete. Im Rahmen von Ermittlungen und Verfahren standen die Juristen den Beschuldigten oft zu, im [ SEITE 67: ] Glauben gehandelt zu haben, diese Tötungen seien juristisch legitimiert, medizinisch abgesichert und ethisch gerechtfertigt.

      Wie aus Forschungen zur Geschichte medizinischer Fachgesellschaften bekannt ist, waren an Medizinverbrechen beteiligte Ärzte auch von professionsinterner Seite kaum mit Kritik konfrontiert – auch hier Stand die Reintegration im Vordergrund.
      282 Die Opfer der nationalsozialistischen Gesundheitspolitik dagegen wurden kontinuierlich ausgegrenzt und erfuhren lange keine Anerkennung.283 Es ist die Aufgabe gegenwärtiger und zukünftiger Erinnerungsarbeit und Gedenkstättenpädagogik, dieses historische Missverhältnis aufzuzeigen. Dies kann unter anderem in den bestehenden „Euthanasie“-Gedenkstätten Niedersachsens geleistet werden, wo es teilweise – wie im Fall der Gedenkstätte Lüneburg284 – schon Bestandteil der pädagogischen Arbeit ist. Mit den Patientenmorden im Nationalsozialismus ist „etwas in die Welt gekommen, dass immer präsent ist, als historische Realität und als Möglichkeit.“285 In Ergänzung dieser Feststellung drängt die Schieflage zwischen den meist nur kurz unterbrochenen Karrieren der an Patientenmorden beteiligten Mediziner und der massiven Überschreitung ethischer Grenzen durch ihre Taten zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Konstellationen, in denen diese Täter wieder ihren Platz finden konnten. Dazu gehört die Untersuchung von landespolitischen Rahmenbedingungen und kollegialen Netzwerken, zu der dieser Bericht einen Beitrag leistet. Dazu gehört auch die Frage nach den möglichen Kontinuitäten und Veränderungen in der therapeutischen Arbeit bzw. in der ärztlichen Perspektive auf Psychiatriepatienten, die unter anderem am Beispiel der Arbeit HANS HEINZES in Wunstorf, WILLI BAUMERTS in Königslutter oder ERNST MEUMANNS in Moringen untersucht werden könnte – dies sollte Gegenstand zukünftiger Forschungen sein.


      [ Für die extensiven Fußnoten zu diesem Text siehe das ORIGINAL @ https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/nsaerzte110.pdf (Länge: insgesamt 73 Seiten) ] .


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      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

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      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen")

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      Ärzte denken oftmals / Ärzte dachten oftmals: „An Untermenschen darf man experiementieren.“ und „Sie sind ja keine vollwertigen Menschen.“ – Und „Heimkinder“ / „Anstaltsinsassen“ / „Behinderte“ / „Psychiatriepatienten“ / „Alte“ und „Demente“ wurden / werden ja von vielen als „Untermenschen“ und „nicht“ als „vollwertig“ angesehen, sondern als „Menschenmaterial“ „mit dem man machen konnte was man wollte“ / „mit dem man machen kann was man will“.

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      [ inoffizielle Übersetzung des Titels ins Deutsche:
      Im Namen der Menschlichkeit
      Nazi-Doktoren und Menschenversuche
      in deutschen Konzentrationslagern, 1939-1945


      Diese, bzw. die folgende Master-These in Historie existiert aber leider nur Englisch: ]

      In the Name of Humanity
      Nazi Doctors and
      Human Experiments
      in German Concentration Camps, 1939-1945


      Daan de Leeuw
      University of Amsterdam, Department of History
      Master’s Thesis in History


      [ QUELLE @ https://www.niod.nl/sites/niod.nl/files/Scriptie Daan de Leeuw - In the Name of Humanity.pdf ( TOTAL DIGITAL LENGTH: 160 PAGES ----- TOTAL LENGTH ON PAPER: 158 PAGES ) ( DIGITALE LÄNGE INSGESAMT: 160 SEITEN ----- LÄNGE INSGESAMT WENN AUF PAPIER GEDRUCKT: 158 SEITEN ) ]

      [
      DIGITAL PAGE 128: ----- PRINTED ON PAPER, PAGE 126: ]
      [
      DIGITAL SEITE 128: ----- AUF PAPIER GEDRUCKT, SEITE 126: ]
      The downfall of the Third Reich made the Nazi doctors realise that they would be held accountable for their crimes, because all of them tried to avoid prosecution. This also indicates that they knew they had committed crimes by conventional medical ethics and morality. They could commit their crimes because of the historical context. National Socialism removed barriers that existed in previous years.
      653 The Nazi doctors knew they crossed an ethical and legal boundary by using prisoners as guinea pigs. However, they did not oppose this because in their eyes the experiments were legitimate. Just as De Mildt has argued for the perpetrators of the T4 program, the Nazi doctors did not guide themselves by inner convictions, but by ‘pursuit and protection of their own petty career interests’, ‘job-related considerations’, and ‘career prospects’.654 They benefitted from their participation in the National Socialist medical crimes as long as the Third Reich lasted.

      [
      DIGITAL PAGE 134: ----- PRINTED ON PAPER, PAGE 132: ]
      [
      DIGITAL SEITE 134: ----- AUF PAPIER GEDRUCKT, SEITE 132: ]
      The post-war exoneration of the Befehlsnotstand does not stand. Obviously, it never did because doctors could detach themselves from the experiments. Never was a physician severely punished for refusal to execute an experiment. Furthermore, it seems unlikely that the regime would have asked people who might have objected in the first place. Even the physicians who were ordered or assigned to execute the experiments, realised the unique opportunity offered to them that could contribute to their scientific career.

      Whether they were assigned, ordered, recruited, or executed the experiments from their own initiative, they were aware of the latitude offered to them. Once on the site, they commanded the power over life and death, and they demanded more prisoners and came up with new research proposals. The younger doctors used the experiments to receive a Habilitation or to establish themselves in the academic world. The older doctors, such as Clauberg, Kremer, Schilling, and Værnet hoped for a scientific breakthrough.

      After the war, the Nazi doctors defended their actions by exonerating arguments. However, as the prosecutors and judges argued, none of these arguments legitimised the involuntary use of prisoners. Except for Fischer, none of the Nazi doctors felt guilty for their crimes. They believed that they had done what was right. Their normative reference frame based on National Socialism explains their mind-set and this perspective. The Nazi doctors had no ethical and moral constraints to executing the human experiments because they deemed the lives of the research subjects as inferior and useless. In their eyes, pre-war or even pre-1933 ethics were abrogated at the time when the survival of the nation was at stake. It is hard to determine the application and support for the Hippocratic Oath within German medicine before the war. Nevertheless, it is clear that Nazism overruled the oath. Consequently, the Nazi doctors cannot be characterised as “ordinary men” because their [
      DIGITAL PAGE 135: ----- PRINTED ON PAPER, PAGE 133: ] [ DIGITAL SEITE 135: ----- AUF PAPIER GEDRUCKT, SEITE 133: ] normative reference frame was based on National Socialism. Therefore, they had no ethical and moral constraints to deliberately harming and killing people. However, they were ordinary men in the sense that their opportunistic motives guided them.

      [
      DIGITAL PAGE 136: ----- PRINTED ON PAPER, PAGE 134: ]
      [
      DIGITAL SEITE 136: ----- AUF PAPIER GEDRUCKT, SEITE 134: ]
      Thus, the state only had to allow human experimentation to attract the attention of doctors. The state provided the necessary resources and the doctors willingly seized the opportunity. In seizing this opportunity, they did not have any ethical and moral constraints whatsoever. My first finding exculpates the Nazi doctors because overall the experiments had a top-down structure. My second finding inculpates them because they did not have any ethical and moral constraints regarding the execution of the human experiments and the research subjects.

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      #compensationnow (MM - Heimopfer-WEST)
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen")

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      Legalisierte Menschenversuche:

      Wie ein Gesetz durchgeschmuggelt wurde

      von Manfred von Rétyi
      [ Wer „Manfred von Rétyi“ ist ist im Internet nicht festzustellen ]

      Quelle: KOPP exklusiv Nr. 47/2016

      [ Erwähnt @
      https://www.kopp-exklusiv.de/archiv-jahr-2016.php ]

      [ Nirgens wird ein Veröffentlichungsdatum angegeben ]

      [
      QUELLE: https://www.jochen-roemer.de/Gottes Warnung/Hintergrund/Archiv/Beitraege/Legalisierte Menschenversuche - Wie ein Gesetz durchgeschmuggelt wurde - von Manfred von R%C3%A8tyi.pdf ( Länge: insgesamt 2 Seiten ) ] :

      Auf der Webseite
      JOCHEN-ROEMER.DE @ https://www.jochen-roemer.de/Gottes Warnung/index.html ist zu lesen:


      » Private Website eines entschiedenen, der katholischen Glaubenslehre treuen Katholiken

      Aktualisiert zuletzt am 29.06.2018 (siehe "News")


      Wegen Heimgang ist diese Seite im Ruhezustand «


      MY OWN CONCLUSION: Der Betreiber der Webseite https://www.jochen-roemer.de/ scheint mir ein German Christian Fundamentalist Preacher zu sein.

      KONTAKT / IMPRESSUM:
      https://www.jochen-roemer.de/Gottes Warnung/contact/impressum.html
      Redaktion: M.Mannheimer@gmx.net
      Copyright: © 2011 http://www.gottes-warnung.de :


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      Legalisierte Menschenversuche:

      Wie ein Gesetz durchgeschmuggelt wurde

      von Manfred von Rétyi
      [ Wer „Manfred von Rétyi“ ist ist im Internet nicht festzustellen ]

      [ Nirgens wird ein Veröffentlichungsdatum angegeben ]

      Politiker nutzen immer wieder die Gunst der Stunde, um fragwürdige Gesetze zu verabschieden, die bei erhöhter Aufmerksamkeit der Bevölkerung wohl keine Chance hätten. Jüngstes Beispiel:

      ► die Legitimation von Experimenten mit demenzkranken Menschen.

      Die Öffentlichkeit war in den letzten Wochen durch die pausenlose Berichterstattung über die US-Wahl und den Sieg von Donald Trump abgelenkt. Auf jedem Sender ging es fast nur noch um dieses Thema. Dabei fällt bei der medialen Massenberichterstattung schnell einmal ein Reizthema unter den Tisch.

      Und zwar ganz gezielt.
      ● Ausgerechnet am Tag nach der US-Wahl wurde im deutschen Bundestag ein Thema behandelt, welches umstrittener nicht sein könnte. Es ging um ein Gesetz, das zur Zufriedenheit einiger Kreise schnell durchgeprügelt werden sollte:
      die Ausweitung von Medikamententests an Demenzkranken. Das sind Experimente an Menschen. Das klingt nicht gut. Und das ist es auch nicht.

      War es Zufall, dass dieses Gesetz ausgerechnet zur US-Wahl beschlossen wurde? Das wäre theoretisch denkbar. Aber die Vorgeschichte zeigt uns die wahren Hintergründe.

      Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hatte sich zunächst darum gekümmert, die entsprechende Testgenehmigung in einen schon existenten Kabinettsentwurf einfließen zu lassen. Die erste Aussprache dazu im Parlament wurde zu später Stunde festgesetzt. Und zwar zu einer Zeit, wo normalerweise keiner mehr anwesend ist. Auch der nächste Schritt, die zweite Lesung, war wiederum ein Termin am späten Abend.
      Einigen wenigen Abgeordneten fiel das Vorgehen auf. Sie forderten eine öffentliche Diskussion, befreit von Fraktionszwängen. Und sie forderten eine namentliche Abstimmung. Doch der Vorstoß nutzte nichts.


      Freibrief für obskure Experimente.

      Am 9. November 2016 wurde debattiert. Und der Bundestag entschied sich dafür, das Gesetz einfach durchzuwinken. Daran änderte auch die Schlussabstimmung zwei Tage später nichts. Diese skrupellose Methode hat mittlerweile bereits einen Namen: »Burying«.

      Gemeint ist damit, politische Entscheidungen aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit zu nehmen, sie zu vergraben, unter den Teppich zu kehren und möglichst ohne größeres Aufsehen durchzusetzen.

      Und dabei werden solche Aktionen ganz gezielt mit Medienskandalen oder großen anderen Ereignissen (wie der US-Wahl) zeitlich parallelgeschaltet.

      Und wenn die Bevölkerung dann abgelenkt ist, dann kann man sogar unethische oder verfassungswidrige Gesetze beschließen.

      Auch bislang bestand schon unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, Medikamententests an nicht mehr einwilligungsfähigen Personen zu genehmigen.

      ● Dann mussten die Präparate allerdings einen therapeutischen Nutzen versprechen. Jetzt spielt diese Bedingung keine Rolle mehr.

      Anders ausgedrückt:
      ♦ An Demenzkranken dürfen auch Stoffe getestet werden, die den Testpersonen persönlich keinen Vorteil verschaffen. Es geht stattdessen um den möglichen Nutzen für eine andere Patientengruppe.

      Im Gesetz heißt das nun
      »
      gruppennützig«.

      Mit diesem neuen Freibrief ausgestattet, dürfen die großen Pharmaunternehmen jetzt völlig legal Experimente an Demenzkranken und anderen Menschen durchführen, die selbst nicht mehr dazu in der Lage sind, eine Entscheidung zu treffen. Das ist eine ethische Katastrophe.

      Allerdings dürfen die Tests nicht an Menschen durchgeführt werden, die früher in gesundem Zustand eine anderslautende Willenserklärung abgegeben haben. Man sollte also darüber nachdenken, für die Angehörigen ein solches Papier auszufertigen. Denn das neue Gesetz ist für betroffene Patienten eine Sackgasse.
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      #compensationnow (MM - Heimopfer-WEST)
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen")

      Neu

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      Welche Menschenversuche fanden statt auf deutschem Boden zwischen 1945 und 1975 ??

      Konzentrieren wir uns,
      was diese Menschenversuche betrifft, dann jetzt hier mal auf das Bundesland Niedersachsen :


      QUELLE: NDR.de - NACHRICHTEN - NIEDERSACHSEN @ https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Medikamentenversuche-Ausmass-groesser-als-angenommen,medikamentenversuche168.html :

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      Stand: [Donnerstag] 14.03.2019 19:45 Uhr - Lesezeit: ca. 3 Min.

      Medikamentenversuche: Ausmaß größer als angenommen

      von Holger Bock

      Wie groß ist das Ausmaß an Arzneimittel- und Impfversuchen in niedersächsischen Kinderheimen? Nachdem
      NDR Recherchen [ Siehe »Wie Kinder zu Versuchsobjekten wurden« @ https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Wie-Kinder-zu-Versuchsobjekten-wurden,medikamente326.html#page=0&anim=slide ] vor zwei Jahren aufdeckten, dass es bis in die 1970er-Jahre hinein entsprechende Tests gab, hat das Sozialministerium eine entsprechende medizinhistorische Studie in Auftrag gegeben. Erste Ergebnisse dieser Untersuchung wurden an diesem Donnerstag vorgestellt. Demnach konnten die Forscher insgesamt 18 Versuchsreihen an Heimkindern belegen. Wie viele Kinder in den 1950-er, 60-er und 70-er Jahren betroffen waren, bleibt allerdings weiter unklar. Dazu hätte eine größere Zahl an Einzelfallakten gesichtet werden müssen, schreiben die mit der Untersuchung beauftragten Wissenschaftler des Instituts für die Geschichte der Medizin bei der Robert-Bosch-Stiftung (IGM) in Stuttgart.


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      Medikamentenversuche: Studie beschreibt Ausmaß

      Hallo Niedersachsen - 14.03.2019 19:30 Uhr – Video Länge: 2 Min. und 36 Sek.

      Bis in die 70er-Jahre wurden Medikamentenversuche an Heimkindern durchgeführt. Das Gesundheitsministerium hat nun eine Studie vorgelegt, die das Ausmaß der Versuche zeigt.

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      Psychopharmaka und Impfstoffe wurden getestet

      Im Vordergrund der Versuche an Heimkindern standen demnach neue Psychopharmaka-Substanzen, die teilweise noch gar nicht in der Apotheke erhältlich waren oder die nach den Tests auch nie auf den Markt gebracht worden sind. Auch die Erprobung von Impfstoffen konnten die IGM-Forscher belegen: Nachgewiesen werden könne dies beispielsweise in der Göttinger Universitäts-Kinderklinik, in der dortigen psychiatrischen Kinderklinik und auch in einem Säuglingsheim des Deutschen Roten Kreuzes in Göttingen. Bei diesen Impfversuchen hätten Säuglinge Fieber bekommen und seien isoliert worden.

      Einwilligung der Eltern oder des Jugendamtes unklar

      Ob die Eltern oder das Jugendamt den Tests zugestimmt hatten, sei mindestens fraglich, schreiben die Wissenschaftler. In zahlreichen Fällen von Arzneimittelversuchen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Wunstorf [ Siehe »Medizintests: Heimkinder leiden noch heute« (15.01.2019) @ https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Medizintests-Heimkinder-leiden-noch-heute,medikamentenversuche150.html ] habe das Jugendamt Hannover zu allen erforderlichen medizinischen Maßnahmen lediglich pauschale Einwilligungen erteilt. Es sei fraglich, ob eine solche pauschale Einwilligung damals zulässig gewesen sei, hieß es.

      Ethische und fachliche Standards verletzt

      Die IGM-Forscher kommen zu einem klaren Urteil: In dem betroffenen Zeitraum sei gegen ethische und fachliche Standards verstoßen worden, die Selbstkontrolle der Ärzte und der Pharmakonzerne sei wirkungslos geblieben und die damaligen Jugendämter hätten gesetzliche Vorgaben nicht eingefordert.

      Folgeforschung soll weitere Fragen klären

      Zudem seien die Missstände selbst Mitarbeitern im Sozialministerium bekannt gewesen. Warum diese dann aber nicht abgestellt worden sind, gehe aus den bisher gesichteten Akten nicht hervor. Darum sollen die IGM-Wissenschaftler nun weiter forschen. Die Rolle der Jugendämter, die des Ministeriums und die Sichtung von Einzelfallakten sollen dabei im Vordergrund WEITERE INFORMATIONEN

      VIDEO-LINK mit FOTO:
      Eine Frau steht vor einem Rednerpult und redet vor einem Publikum.

      Tests an Heimkindern: Zahl der Betroffenen unklar
      14.03.2019 18:00 Uhr
      NDR Fernsehen
      In den 1950er- und 60er-Jahren wurden in Niedersachsen Medikamente und Impfstoffe an Heimkindern getestet. Ärzte verstießen bei den Studien gegen ethische und fachliche Standards. Video (01:21 min) :
      https://www.ndr.de/fernsehen/Tests-an-Heimkindern-Zahl-der-Betroffenen-unklar,ndsmag30042.html


      LINK mit FOTO:
      Kinderabteilung der Rotenburger Anstalten 1952. © Klaus Brünjes Foto: Klaus Brünjes
      Medikamententests: Leiterin entschuldigt sich
      In den Rotenburger Werken sind bis in die 70er-Jahre illegal Medikamente an Bewohnern getestet worden. Nun hat sich die Geschäftsführerin dafür entschuldigt. (05.06.2018) MEHR :
      https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/Medikamententests-Leiterin-entschuldigt-sich,rotenburg256.html


      LINK mit FOTO:
      Heim für psychisch kranke Kinder und Jugendliche.
      Medizintests: Land will Heimkinder entschädigen
      Kinder und Jugendliche, an denen in den 70er-Jahren Medikamente getestet wurden, sollen vom Land Niedersachsen entschädigt werden. Der NDR hatte die Arzneimitteltests aufgedeckt. (08.02.2018) MEHR :
      https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Medizintests-Land-will-Heimkinder-entschaedigen,medikamentenversuche156.html


      LINK mit FOTO:
      Eine Außenansicht der heutigen Klinik in Wunstorf. © NDR Foto: Holger Bock

      Medizintests: Heimkinder leiden noch heute
      Missbrauch in der Kinder-Psychiatrie Wunstorf: Vor einem Jahr werden Medikamententests aus den 1970er-Jahren bekannt. Nun kommt der Vorwurf fragwürdiger Untersuchungsmethoden dazu. (15.01.2018) MEHR :
      https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Medizintests-Heimkinder-leiden-noch-heute,medikamentenversuche150.html


      VIDEO-LINK mit FOTO:
      Eine große Menge verschiedener Pillen in einer Plastiktüte.

      Arzneimittel: Heimkinder als Versuchskaninchen
      14.01.2018 19:30 Uhr
      Hallo Niedersachsen
      In der Wunstorfer Kinder- und Jugendpsychiatrie wurde in den 60er- und 70er-Jahren an mindestens 286 Heimkindern mit Medikamenten geforscht - offenbar ohne Einwilligung der Eltern. Video (07:09 min) :
      https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hallo_niedersachsen/Arzneimittel-Heimkinder-als-Versuchskaninchen,hallonds42202.html

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      #compensationnow (MM - Heimopfer-WEST)
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

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      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen")

      Neu

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      Jetzt hier in Bezug auf das Bundesland Niedersachsen.

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      PZ - PHARMAZEUTISCHE ZEITUNG

      [ QUELLE: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/heimkinder-jahrzehntelang-fuer-arzneimittelstudien-missbraucht/ sowohl wie auch https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/101675/Studie-zeigt-Ausmass-von-Medikamentenversuchen-an-Heimkindern-in-Niedersachsen?fbclid=IwAR1ZKYNXS2TTqKPIgwsvbx7syLmcwkatg8RQPxIPGjoc4BnkXb3rkYkeAgQ ] :

      Aufarbeitung

      Heimkinder jahrzehntelang für Arzneimittelstudien missbraucht

      Für Arzneimittelstudien gab es in den Nachkriegsjahrzehnten wenig verbindliche Regeln. Medikamente und Impfstoffe wurden vielerorts an Heimkindern getestet. Eine neue Studie beschreibt das Ausmaß.

      dpa --- 15.03.2019

      [ FOTO: „Der Bericht stellt fest, dass Minderjährige unwissentlich an Studien für Medikamente teilgenommen haben, von denen sie voraussichtlich keinen Nutzen haben konnten. / Foto: Fotolia/Angelika Bentin“ ]


      Kinder und Jugendliche aus niedersächsischen Heimen sind in der Nachkriegszeit für Medikamentenversuche benutzt worden. Das belegt eine Studie im Auftrag des Sozialministeriums, die am Donnerstag in Hannover vorgestellt wurde. Demnach wurden zwischen 1945 und 1978 an den kinderpsychiatrischen Abteilungen des Psychiatrischen Krankenhauses Wunstorf und der Universität Göttingen, in der Kinderklinik der Universität Göttingen, den Rothenburger Anstalten und im heilpädagogischen Kinder- und Jugendheim Brunnenhof in Rehburg-Loccum Medizintests und Impfversuche durchgeführt. Neben Psychopharmaka wurden zum Beispiel Polio-Impfstoffe an Heimkindern getestet. In vielen Fällen handelte es sich um noch nicht zugelassene Arzneimittel.

      Die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen konnte die Studie nicht klären. Für den knapp 170 Seiten langen Bericht werteten die Wissenschaftlerinnen Sylvelyn Hähner-Rombach und Christine Hartig unter anderem Veröffentlichungen zu Arzneimittel- und Impfstudien, Dokumente aus Firmenarchiven und Akten aus staatlichen Einrichtungen des Landes Niedersachsen aus. Die Historikerinnen arbeiteten für das Institut für Geschichte der Medizin der Robert-Bosch-Stiftung, Hähner-Rombach ist nach Angaben der Einrichtung im Januar gestorben.

      Die Studie legt nahe, dass die Sorgeberechtigten der betroffenen Jungen und Mädchen nicht immer angemessen über die Versuche aufgeklärt wurden. Mitunter fehlte die Einverständniserklärung. Als problematisch beschreiben die Wissenschaftlerinnen zudem, dass Tests durchgeführt wurden, obwohl für die Minderjährigen keine positiven Auswirkungen erwartbar waren. Demnach ist möglich, dass beruhigende Medikamente gegeben wurden, um die Betreuung der Kinder und Jugendlichen zu erleichtern. «Bei den Studien wurde gegen ethische und fachliche Standards verstoßen, für die Impfstudien ist zudem von Rechtsverstößen auszugehen», heißt es in dem Bericht, der auch die Rolle der öffentlichen Verwaltung untersucht hat.

      Demnach hat das Sozialministerium im Fall der Impfungen von den Rechts- und Normverletzungen gewusst. «In mehreren Fällen wurde es unterlassen, das Einhalten von Rechtsvorschriften für Impfungen und Impfversuche einzufordern», schreiben die Wissenschaftlerinnen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hätten einzelne Mitarbeiter des Ministeriums auch von den Arzneimittelstudien gewusst. Möglich sei zudem, dass Angestellte von Jugendämtern Kenntnisse von den Tests mit nicht zugelassenen Medikamenten hatten. Es könne sein, dass die enge Verbindung von Heimaufsicht, Psychiatrie und praktischer Jugendfürsorge bestimmte Arzneimittelstudien erleichtert habe.

      [
      Die niedersächsische ] Sozialministerin Carola Reimann (SPD) nannte die Aufarbeitung der Vergangenheit wichtig. «Der Blick auf diese noch gar nicht so lang vergangenen Vorfälle gibt Anlass, auch heutige Schutzsysteme für Menschen in Obhut von öffentlicher Verwaltung und die Dynamik von Arzneimittelforschung kritisch zu hinterfragen», sagte sie. Auch für die Betroffenen sei es wichtig, die damaligen Vorgänge transparent und vollständig aufzuklären.

      Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, Anja Piel, sagte, die Ergebnisse zeigten ein erschreckendes Bild des jahrzehntelangen Unrechts an Kindern und Jugendlichen. «Die erlittenen Qualen und das anhaltende Leid der Betroffenen sind durch nichts wieder gut zu machen. Umso wichtiger ist es, dass Täter, Mitwisser und beteiligte Pharmaunternehmen identifiziert und nach Möglichkeit zur Verantwortung gezogen werden.» Opfer müssten unbürokratisch und zügig die ihnen zustehenden Entschädigungen erhalten.

      Das Ministerium verwies darauf, dass das Feld der Arzneimittelforschung in der Bundesrepublik bis Ende der 1970er-Jahre weitgehend der Selbstkontrolle der Ärzteschaft und Pharmaindustrie überlassen war. Demnach wurde der Schutz der Probanden erst durch die Neufassung des Arzneimittelgesetzes explizit geregelt, die im Jahr 1978 in Kraft trat. Um die Medikamenten- und Impfversuche in Niedersachsen vertiefend zu untersuchen, hat das Sozialministerium ein weiteres Forschungsprojekt beauftragt. Dieses soll die Auswirkungen auf die betroffenen Kinder und Jugendlichen sowie die Rolle der öffentlichen Verwaltung in den Fokus nehmen.

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      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen")

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      re Aufgezwungene Menschenversuche / Humanexperimente ohne Einwilligung der Probanden

      DISSERTATION

      QUELLE: https://publikationen.uni-tuebingen.de/xmlui/bitstream/handle/10900/54418/Dissertation Forschung am Menschen Timo Ziegler Endfassung.pdf?sequence=1 ( DIGITALE LÄNGE INSGESAMT: 156 SEITEN ) :

      AUF DEN ANFÄNGLICHEN IN DER DRUCKVERSION DIESER DISSERTATION NICHT NUMERIERTEN SEITEN WIRD DIESE WIE FOLGT VORGESTELLT:

      .
      Aus dem Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der Universität Tübingen
      Direktor: Professor Dr. Dr. U. Wiesing


      Das Humanexperiment in der medizinischen Forschung in der Diskussion der verfassten Ärzteschaft der Bundesrepublik Deutschland im Spiegel des Deutschen Ärzteblatts von 1949-1978

      Inaugural-Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Medizin der Medizinischen Fakultät der Eberhard Karls Universität zu Tübingen

      vorgelegt von Timo Michael Ziegler aus Stuttgart - 2014

      Dekan: Professor Dr. I. B. Autenrieth
      1. Berichterstatter: Professor Dr. Dr. U. Wiesing
      2. Berichterstatter: Professor Dr. D. Luft

      [
      DESWEITEREN HEIST ES AUF DEN FOLGENDEN SEITEN:
      SEITE I, SEITE II: INHALTSVERZEICHNIS;
      und
      SEITE 65, SEITE 66, SEITE 67, SEITE 68 und SEITE 69: DISSERTATION-TEXT ] :


      [ SEITE 65: ]
      3.4.2 Entschädigung für die Opfer nationalsozialistischer Humanexperimente

      Die verdrängende Haltung der deutschen Ärzteschaft im Hinblick auf ihre NS-Vergangenheit hatte auch gravierende Folgen für die Anerkennung und Entschädigung der Opfer nationalsozialistischer Menschenversuche. 222 Zum einen trug das Schweigen deutscher Ärzte entscheidend dazu bei, dass ihre Aufarbeitung lange Zeit behindert wurde. Andererseits verwehrten deutsche Ärzte in ihrer Rolle als medizinische Gutachter aus Loyalität gegenüber ärztlichen Kollegen, die an nationalsozialistischen Medizinverbrechen beteiligt waren, Betroffenen die Anerkennung als Opfer nationalsozialistischer Menschenversuche mit entsprechenden Konsequenzen für deren Entschädigungsansprüche. Wie im Fall von Otto Bickenbach, der im KZ Natzweiler-Struthof Giftgasversuche an Häftlingen durchgeführt hatte, sahen sich die Opfer schlimmstenfalls ehemaligen Tätern gegenüber gestellt.223 Bickenbach hatte Versuche mit Phosgengas durchgeführt, denen mindestens vier Häftlinge zum Opfer fielen. 1947 war er verhaftet und 1952 zu einer 20-jährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Bereits 1955 wurde er jedoch freigesprochen und arbeitete anschließend als niedergelassener Internist in einer Praxis in Siegburg. In dieser Funktion wurde Bickenbach mit der Begutachtung von Opfern von Menschenversuchen beauftragt.224 Während den Betroffenen vielfach die Anerkennung als Opfer verwehrt blieb, wurden die ehemaligen Täter rasch rehabilitiert. Die Universität Bonn bescheinigte Bickenbach, dass er durch sein gewissenhaftes Mitwirken an der Versuchsreihe im Konzentrationslager Natzweiler verhindert habe, dass noch mehr Häftlinge zu Tode kamen. Honoriert wurde sein Verhalten durch eine Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft.225

      In diesem Zusammenhang soll untersucht werden, ob, in welcher Form und mit welchen Argumenten sich die Diskussion um die Anerkennung und Entschädi-

      [ SEITE 66: ]
      gung von Opfern nationalsozialistischer Menschenversuche im Deutschen Ärzteblatt wiederfindet. Dabei stellen sich folgende Fragen: Wurden die Betroffenen nationalsozialistischer Menschenversuche als „Opfer“ anerkannt? Wie wurden die geleisteten Entschädigungen bewertet? Welche Bedeutung wurde den Humanexperimenten des „Dritten Reichs“ hinsichtlich ihres wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns für die medizinische Forschung beigemessen?

      Im Untersuchungszeitraum der vorliegenden Arbeit von 1949-1978 erschienen lediglich drei Kurzmitteilungen über die Entschädigungspraxis nationalsozialistischer Menschenversuche. Bei allen Artikeln handelte es sich um kommentarlose Kurzmitteilungen, die über die jeweiligen Entschädigungssummen informierten. Eine genauere Erläuterung der Hintergründe der durchgeführten Versuche oder Begutachtungsverfahren erfolgte nicht. Beim ersten Bericht aus dem Jahr 1959 unter der Überschrift „35 000 Dollar für Opfer von KZ-Experimenten“ handelte es sich um den Abdruck einer Meldung der deutschen Presseagentur. Darin hieß es:

      Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in den USA hat dem privaten amerikanischen ‚Ravensbrück-Lapins-Ausschuß‘ einen Betrag von 35 000 Dollar (147 000 DM) übergeben, der für die ärztliche Behandlung von 35 Polinnen bestimmt ist, die Opfer von Experimenten in deutschen Konzentrationslagern geworden sind.
      223

      Darüber hinaus habe die deutsche Botschaft in den USA angekündigt, „daß die Bundesregierung weitergehende Hilfsmaßnahmen prüft“.227 Den Hintergrund dieser Pressemeldung bildete die Reise von 35 polnischen Frauen im Dezember 1958 in die USA, die als Häftlinge des Konzentrationslagers Ravensbrück Opfer von Phlegmone- und Knochentransplantationsversuchen geworden waren und bislang vergeblich auf Entschädigungsleistungen durch die Bundesrepublik gepocht hatten. Die medial wirksame Zurschaustellung des erfahrenen Leids der “Ravensbrück Lapins“ und ihres Kampfes um Anerkennung als Opfer nationalsozialistischer Humanexperimente mobilisierte die amerikanische Öffentlichkeit in ungeahnter Weise und führte zu Verstimmungen im deutsch-

      [ SEITE 67: ]
      amerikanischen Verhältnis. Um weiteren außenpolitischen Schaden von der Bundesrepublik abzuwenden, wies die Bundesregierung die deutsche Botschaft in Washington an, den 35 polnischen Frauen jeweils einen Betrag von 1000 Dollar als Einmalzahlung zukommen zu lassen. Die Frauen lehnten jedoch ab, mit dem Argument, dass die Bundesrepublik mit der Leistung einer Einmalzahlung ihre Pflicht zur Wiedergutmachung als erfüllt betrachten könnte. Den Organisatoren der Unterstützerkampagne der “Ravensbrück Lapins“ gelang es, die leidvollen Erfahrungen der polnischen Frauen über einen Zeitraum von rund zwei Jahren – von 1958 bis 1960 – in der amerikanischen und internationalen Öffentlichkeit zu halten, was nicht zuletzt zu einer ernsthaften Belastung der deutsch-amerikanischen Beziehungen führte, die für die Bundesrepublik vor dem Hintergrund des „Kalten Krieges“ von essentieller Bedeutung waren. Angesichts des zunehmenden internationalen politischen Drucks lenkte die Bundesregierung 1960 schließlich ein. In seiner Sitzung vom 5. Mai 1960 stimmte der Bundestag einem Entschließungsantrag der SPD-Bundestagsfraktion zu, wonach die polnischen Opfer nationalsozialistischer Menschenversuche dem ihnen zugefügten Leid entsprechend entschädigt werden sollten. Diese Entscheidung wurde durch einen Beschluss des Bundeskabinetts vom 22. Juni 1960 ergänzt, der vorsah, allen osteuropäischen Opfern von Menschenversuchen unter Vermittlung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) angemessene Entschädigungsleistungen zu gewähren.228 Über die Umsetzung dieses Kabinettsbeschlusses berichtete die Redaktion des Deutschen Ärzteblatts in einer Kurzmitteilung vom 2. Dezember 1961 unter der Überschrift „Wiedergutmachung an Versuchsopfer“.229 Demnach habe die Bundesregierung 4,5 Millionen DM an das Internationale Rote Kreuz in Genf überwiesen, „die als Wiedergutmachungsleistung an überlebende Opfer von Menschenversuchen in nationalsozialistischen Konzentrationslagern an das Polnische und das Ungarische Rote Kreuz weitergeleitet werden sollen“.230
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      Zum letzten Mal im Untersuchungszeitraum der vorliegenden Arbeit [von 1949-1978] beschäftigte sich die Standeszeitschrift 1967 – erneut in Form einer Kurzmitteilung – mit der Leistung von Entschädigungszahlungen der Bundesrepublik an ehemalige Versuchsopfer. Es wurde darüber informiert, dass die Bundesregierung 17,5 Millionen DM für die „Opfer pseudomedizinischer Versuche“ bereitgestellt habe.
      231 Auffällig ist die Verwendung der Begrifflichkeit „pseudomedizinisch“. Sie steht exemplarisch für die opportunistische Haltung der deutschen Ärzteschaft, aus Standesinteressen über die Vergangenheit zu schweigen und die Aufklärung von Medizinverbrechen zu behindern. Mit der Einführung des Begriffs der „Pseudowissenschaft“ sollte eine klare Trennlinie zur „wahren“, seriösen medi-zinischen Forschungspraxis gezogen werden. Es sollte deutlich gemacht werden, dass es sich bei den in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern durchgeführten Humanexperimenten um unwissenschaftliche oder zumindest wissenschaftlich überholte Versuche handelte. Dabei sind die Versuche, laut Volker Roelcke, nicht pauschal als unwissenschaftlich einzustufen, auch wenn ihr Erkenntnisgewinn in Teilen als nur gering anzusehen ist. So konnte der Medizinhistoriker für die Versuche zum Nachweis der Wirksamkeit von Sulfonamiden in der Versorgung großflächiger Wunden anhand historischer Dokumente zeigen, dass die den Versuchen zugrunde liegende Fragestellung und die vorgesehene Versuchsanordnung zum Zeitpunkt ihrer Durchführung sehr wohl dem damaligen Stand der Wissenschaft entsprachen.232

      Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sich eine eingehendere Auseinandersetzung mit der Wiedergutmachung von Versuchsopfern im Deutschen Ärzteblatt nicht finden lässt. Lediglich drei redaktionelle Kurzberichte informierten über die Leistung von Entschädigungszahlungen seitens der Bundesrepublik an Betroffene. Interessant ist jedoch die Verwendung des Begriffs der „Pseudowissenschaft“ für die Humanexperimente in den Konzentrationslagern. Mit dieser semantischen Grenzziehung gegenüber der „wahren“ Wissenschaft und der Gegenüberstellung von sogenannten „Pseudowissenschaftlern“ und verantwortlich handelnden Ärzten und Forschern sollte eine klare Trennlinie

      [ SEITE 69: ]
      zu den Medizinverbrechen gezogen werden. Es sollte das Signal ausgesandt werden, dass der Patient der medizinischen Forschung und ihren Akteuren nach dem Krieg wieder vertrauen könne.
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      222 Ausführliche Darstellungen zum Themenkomplex „Nationalsozialistische Verbrechen und ihre Wiedergutmachung“ finden sich u.a. bei Hockerts/Moisel/Winstel (2006), Goschler (2005) und Brunner/Goschler/Frei (2011). Zur Anerkennung und Entschädigung der Opfer nationalsozialistischer Menschenversuche vgl. insbesondere Baumann (2009).
      223 Vgl. Baumann (2009), S. 46.
      224 Vgl. ebd., S. 23.
      225 Vgl. ebd., S. 85 f.
      226 dpa (1959), ÄM, H. 23, S. 757.
      227 Ebd.
      228 Vgl. Baumann (2009), S. 112 ff.
      229 ÄM (1961), ÄM, H. 44, S. 2491.
      230 Ebd.
      231 Ohne Verfasserangabe (1967), DÄ, H. 5, S. 218.
      232 Vgl. Roelcke (2009), S. 42-60.

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