Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

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      Der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. (in dem ich selbst aktives Mitglied bin) informiert Betroffene auf seiner Webseite @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/?page_id=1888 . Wer selbst persönliches Wissen was dieses Thema betrifft hat, sollte dies unbedingt kund tun.

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      Medikamente 6: Versuche in Heimen auch in NRW

      Medikamentenversuche an Heimkindern auch in NRW

      Von Carolyn Wißing

      Mehr als 50 Medikamentenversuche an Kindern wurden in deutschen Heimen in den Fünfziger- bis Siebzigerjahren durchgeführt. Dafür hat die Krefelder Pharmazeutin Sylvia Wagner Belege gefunden. Auch in Heimen in NRW hat es Testreihen gegeben – teils auf Anordnung der Politik.

      [ Ein Foto zeigt die Krefelder Pharmazeutin Silvia Wagner ]

      Was Sylvia Wagner bei Recherchen im Rahmen ihrer Doktorarbeit herausgefunden hat, klingt unglaublich: Hunderte, wenn nicht sogar Tausende Kinder und Jugendliche in Heimen und Psychiatrien sollen zwischen 1950 und 1975 Opfer von Medikamententests geworden sein. Die Pharmazeutin untersuchte systematisch medizinische Fachzeitschriften aus dieser Zeit. Darin berichten Mediziner ganz offen von den Präparaten, die den Heimkindern versuchsweise verabreicht wurden, und den Wirkungen. „Ein Unrechtsbewusstsein scheint es damals nicht gegeben zu haben“, sagt Sylvia Wagner.


      Impfstoffe und Psychopharmaka mit gefährlichen Nebenwirkungen

      Bei den Medikamenten handelte es sich um Impfstoffe etwa gegen Kinderlähmung sowie Psychopharmaka und Neuroleptika, die normalerweise bei der Behandlung von schweren psychischen Störungen wie Wahnvorstellungen oder Schizophrenie verabreicht werden.„Es ist höchst unwahrscheinlich, dass all die Kinder, die die Medikamente bekamen, unter so massiven Störungen gelitten haben“, sagt Sylvia Wagner. Viel wahrscheinlicher kam es bei den Versuchen auf die sedierende Wirkung der Medikamente an. Die Kinder und Jugendlichen sollten ruhiggestellt werden.

      Die Opfer litten damals als Kinder unter den Medikamentenversuchen und tun dies heute als Erwachsene in den meisten Fällen wohl immer noch. „Wenn solche Mittel immer wieder über einen langen Zeitraum verabreicht werden, entstehen langfristige Schäden“, erklärt Sylvia Wagner. Entwicklungsstörungen, Hirnschäden und psychische Leiden sind nur einige mögliche Effekte. Wahrscheinlich aber wissen viele der Opfer nicht einmal, dass sie in der Kindheit als Versuchssubjekte missbraucht wurden – weil sie sich nicht erinnern können oder ihnen gegenüber falsche Aussagen gemacht wurden. Sylvia Wagner hat bisher in keinem Fall Belege für die Einwilligung oder Zustimmung von Elternbzw. Erziehungsbevollmächtigten für die Versuche gefunden.


      Mindestens vier Heime in NRW

      [ Foto: Blick auf ein Gebäude der Jugendpsychiatrie in Viersen-Süchteln | Die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Viersen-Süchteln ]

      Sylvia Wagner ist unter anderem auf einen Fachartikel von 1972 über eine Versuchsreihe in der Jugendpsychiatrie Viersen-Süchteln gestoßen. Dort bekamen etwa 30 Kinder im Alter von 12 und 13 Jahren das Neuroleptikum „Dipiperon“ als Saft verabreicht – angeblich um erhöhte Aggressivität aufgrund von Hirnschädigungen zu behandeln. Zur Verfügung gestellt wurde das Präparat damals vom Pharmahersteller Janssen – heute mit Sitz in Neuss. Das Unternehmen übernahm laut dem Artikel auch die statistische Auswertung der Versuchsdaten.

      Der WDR hat bei Janssen nachgefragt, inwieweit heute Kenntnis über diese Versuche besteht und wie das Unternehmen sich zu Medikamententests an Heimkindern positioniert. Schriftlich teilte Janssen mit, dass man bei einer Recherche in den Unternehmensarchiven keine Informationen dazu habe finden können. „Wir nehmen dieses Thema sehr ernst und werden weitere Recherchen veranlassen, die uns eine abschließende Bewertung ermöglichen werden.“


      Auftrag vom Bund und Unterstützung vom Land?

      In einem weiteren Heim – vermutlich ein Waisenheim in Düsseldorf – sind laut eines Fachartikels von 1954 mehr als 50 Kinder unter zwei Jahren mit einem Pockenimpfstoff behandelt worden. Im Anschluss führten Ärzte bei einigen der Kinder mehrfach schmerzhafte Knochenmarksuntersuchungen durch, um dabei festzustellen, dass das Knochenmark durch die Impfung geschädigt worden war.

      Der Blick auf die Initiatoren dieses Versuches schockiert: Auftraggeber war das Bundesgesundheitsamt. „Materielle Unterstützung“ kam darüber hinaus vom Ministerium für Arbeit, Soziales und Wiederaufbau des Landes NRW. Die Zuständigkeiten liegen heute anders. Auch ein Arzneimittelprüfgesetz in heutiger Form gab es seinerzeit nicht. Der WDR hat das Bundesgesundheitsministerium und das Landesgesundheitsministerium gefragt, ob sie dieser Vergangenheit der Behörden nachgehen werden. Eine Antwort zur Sache steht bisher noch aus.


      Aufklärung, Entschuldigung und Entschädigung

      Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) ist mit dem dort angegliederten Landesjugendamt zuständig für die Aufsicht über Heime und Jugendhilfeeinrichtungen. Auf Nachfrage versicherte man hier, dass der LVR seit mehr als 10 Jahren die Lebensverhältnisse ehemaliger Heimkinder aufarbeite. Politik und Verwaltung des LVR seien sich einig, „dass den ehemaligen Heimkindern Gerechtigkeit widerfahren muss“. Im Jahr 2014 sei ein Forschungsprojekt in Auftrag gegeben worden, das auch auf die Medikamentenvergabe blicke. „Diese wird allerdings nicht für alle früheren Kinder- und Jugendpsychiatrischen Abteilungen erfolgen, sondern exemplarisch.“

      Eine sorgfältige Aufarbeitung müsste allerdings wirklich alle Fälle berücksichtigen. Nur so können die Opfer von damals identifiziert werden. Ihnen stehen Entschuldigungen zu genauso wie eine genaue Aufklärung darüber, was damals geschehen ist. Und auch nur, wenn es gesicherte Informationen und Beweise für die Medikamententests gibt, haben die Opfer eine Chance auf Entschädigung.

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      Siehe auch das YouTube-Video zu diesem Thema »Medikamententests in Heimen«



      @ https://www.youtube.com/watch?v=QpTYLyTu_-I&feature=youtu.be (Länge; 12 Min. und 3 Sek.)
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

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      ARD1 - 1 Das Erste

      Fakt exklusiv | 18.10.2016

      [ @
      http://www.mdr.de/fakt/fakt-medikamenteversuche-merck-100.html ]


      Medikamentenversuche an Heimkindern

      FAKT - Di. 18.10.2016, um 21:45 Uhr - 08:27 Min.

      Video der Sendung @ http://www.ardmediathek.de/tv/FAKT/Medikamentenversuche-an-Heimkindern/Das-Erste/Video?bcastId=310854&documentId=38402270 [verfügbar bis 18.10.2017]
      Ende der 1950er-Jahre wurden Medikamentenversuche an Kindern in einem Essener Heim durchgeführt. Dabei wurde ihnen das Neuroleptikum Decentan verabreicht.


      Mit Medikamenten der Pharmafirma Merck sind in einem westdeutschen Heim Ende der 1950er-Jahre Medikamentenversuche an Kindern durchgeführt worden. Das ergaben Recherchen des ARD-Magazins FAKT, die auf den Einschätzungen des Medikamentenexperten Gerd Glaeske und des Historikers Uwe Kaminsky fußen. Vor allem die überproportional hohen Dosierungen sprechen gegen eine therapeutische Anwendung und für Versuche an Kindern.

      Demnach erhielten 28 Kinder im Franz Sales Haus in Essen das sogenannte Medikament T-57. Die Abkürzung steht für das hochwirksame Neuroleptikum Decentan aus einer klinischen Erprobungsphase. Das Medikament war seit Ende 1957 auf dem deutschen Markt. Die betroffenen Kinder waren laut einer Liste der Pharmafirma Merck aus dem Jahr 1958 zwischen 5 und 13 Jahre alt.

      Die Firma Merck wollte sich zu den Recherche-Ergebnissen nicht vor der Kamera äußern, stehe jedoch einer Aufarbeitung nicht im Wege. Die Heimleitung des Franz Sales Hauses reagierte geschockt auf die Archiv-Funde, aus denen auch hervorgeht, wie die Probanden auf die Medikamentenversuche reagierten. "Es ist total erschreckend. Da muss ich Ihnen also zweifelsohne Recht geben. Und das ist ungeheuerlich", sagte Direktor Günter Oelscher dem Magazin FAKT im Interview. Wenn man das so lese, sei es so, dass man das nicht glauben mag. Oelscher will den Fällen nachgehen und bietet den Geschädigten Gespräche an. Im Franz Sales Haus führte ein angestellter Arzt die Versuche durch. Nach der heutigen Gesetzeslage wären sie strengstens verboten, so Arzneimittelexperte Glaeske.

      Das Medikament Decentan ist laut Arzneimittel-Experten typischerweise bei Psychosen oder Schizophrenien eingesetzt worden. Missbräuchlich wurde es auch in der Psychiatrie zur Ruhigstellung von schwierigen Patienten genutzt. Die Dokumente zu den Medikamentenstudien im Franz Sales Haus hat die Doktorandin Silvia Wagner entdeckt, die zu diesem Thema forscht.

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      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.
      Ich habe heute das auch aus den Medien gehört,ich war einige Jahre im Birkenhof Hannover,und wer dort war,weisst ja wohl das wir da auch Tabletten bekommen haben.....zur ruhigstellung,nun frage ich mich ,was haben sie uns gegeben?Haben sie an uns auch getestet?Ich darf garnicht drüber nach denken.
      Gegen die todestrafe ( Facebook :blme: :blme:

      In gedenken an meinen verstorbenen Brieffreund Cedric
      Fair Play Liebe grüsse kruemel1 :hipp: :hipp:

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      kliv schrieb:

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      [
      ein klein wenig umgeschrieben - MM]


      Hier stelle ich euch mal den Fragebogen zu der gerade erst (Ende 2015/Anfang 2016) begonnenen Studie über die »Medikamentenversuche an Heimkindern« ein; da findet sich auch die Adresse der dazu forschenden Doktorandin Frau Silvia Wagner.
      Wir sollten alle nachfragen, denn mich beschleicht so das Gefühl, der Sumpf ist deutlich tiefer, als geahnt.


      Fragebogen-Medikamente.pdf
      http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Attachment/27964-Fragebogen-Medikamente-pdf/
      (63.61 KB)

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      Wer selbst persönliches Wissen was dieses Thema betrifft hat, sollte dies unbedingt kund tun.
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      Der »Verein ehemaliger Heimkinder e.V.« (»VEH eV.«) auf seiner Vereinswebseite (Basis-URL http://www.veh-ev.eu ) zum Thema »Medikamentenmissbrauch in Heimen« / »Medikamentenversuche an Heimkindern« listet und dokumentiert, berichtet und informiert @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/?s=Medikamente+1 :

      Medikamente 1: ZDF-Frontal, Feb. 2016 (ca 02.02.2016) @
      http://www.zdf.de/frontal-21/medikamententests-deutscher-pharmafirmen-in-kinderheimen-42014560.html

      Medikamente 2: Studie „Medikamente in Heimen“ (ca September 2016) @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/wp-content/uploads/2016/10/04_Wagner_Heime-1.pdf

      Medikamente 3: Moralisch nicht zu rechtfertigen (ca 11.10.2016) @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/?page_id=1837

      Medikamente 4: Studien in Schleswig-Holstein (ca 11.10.2016) @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/?page_id=1835

      Medikamente 5: Ruf nach Aufklärung (ca 11.10.2016) @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/?page_id=1833

      Medikamente 6: Versuche in Heimen auch in NRW (ca 17.10.2016) @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/?page_id=1888

      Medikamente 7: Jahrelang als Versuchskaninchen (ca 19.10.2016) @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/?page_id=1892

      Medikamente 8: Versuchskaninchen auch in Schleswig-Holstein (ca 19.10.2016) @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/?page_id=1897

      Medikamente 9: Schreikrampf und gelähmte Zunge (ca 19.10.2016) @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/?page_id=1901

      Medikamente 10: Medikamentenversuche beschäftigen die NRW-Politik (ca 19.10.2016) (kommt demnächst auch auf die Liste); jetzt erst einmal nur hier zu finden @ http://www1.wdr.de/nachrichten/reaktionen-medikamententests-heimkinder-100.html

      „Außerdem sammeln wir auf unserem YouTube-Kanal alle Videoveröffentlichungen zum Thema.“
      Siehe @
      https://www.youtube.com/channel/UCKQem7K3SjUULD0Z_Kgdh9g

      Und auch auf der Facebook-Seite des »Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.« (»VEH eV.«) @ https://de-de.facebook.com/VEHeV kann man sich jederzeit bezüglich all diesen, und allen anderen Aspekten der »Ehemalige-Heimkinder-Thematik« auf dem laufenden halten.

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      Dies ist der eigentliche Artikel auf den uns Boardnutzer »Andreas Freund« in den zwei unmittelbar vorhergehenden Beiträgen hier in diesem Thread hinweisen wollte:

      Beide von ihm angegenen Links kommen auf dasselbe hinaus, und zwar:


      Furchtbar: Heimkinder als Versuchsobjekte! Etwa auch in OWL? (vom 20.10.2016, um 06:49 Uhr) @ https://www.tag24.de/nachrichten/bethel-sylvia-wagner-medikamente-missbrauch-merck-heimkinder-als-versuchsobjekte-auch-in-bielefeld-174477 (dort muss man dann etwas runterscrollen) („OWL“ steht für „Ost-Wesfalen-Lippe“ „ganz oben in Nordrhein-Westfalen“)

      In diesem Artikel wird auch die Frage aufgeworfen ob die »von Bodelschwinghschen Anstalten Bethel«, in Bielefeld – im Verbund der
      Diakonie, d.h. „der Diakonischen Werke der Evangelischen Kirche in Deutschland“; viele, viele Jahre lang ebenso der direkte Arbeitgeber von Antje Vollmer – , ebenso damals in diesen Medikamentenversuchen an (behinderten) Kindern und Jugendlichen involviert waren.

      Ein UPDATE zu diesem Artikel am 20.10.2016, um 15:00 Uhr hält fest:


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      UPDATE, 15:00 Uhr: Wie der WDR berichtet, hat die »von Bodelschwinghsche-Stiftungen Bethel« [, in Bielefeld, ] Medikamententests an Kindern zwischen 1950 und 1970 eingestanden. Es wird von 38 jungen Epilepsie-Patienten berichtet, die mit dem Medikament Encephabol behandelt wurden. Weder die Kinder noch ihre Eltern wurden darüber in Kenntnis gesetzt.
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      Desweiteren verweise ich dann auch auf folgendes weitere WDR-Mediathek-Video
      »Nachkriegszeit« -
      »
      Viele Heimkinder für Medikamententests missbraucht«
      @

      http://www.n24.de/n24/Mediathek/videos/d/9317302/viele-heimkinder-fuer-medikamententests-missbraucht.html (Länge: 1 Min. 34 Sek.)

      22.10.2016 Viele Heimkinder für Medikamententests missbraucht | Quelle: Sarah Widter, N24

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      ich war auch in viele heime. und ich muste von kleinste kindheit immer viele tropfen und tablette nehmen. warum weiß ich nicht genau. ich kann mir erinneren das da finlepsin und faustan war. ich weis nich ob die richtig geschrieben sind da ich durch die Schlaganfall sehr viel vergessen habe . und da war in einem hein da muste wir immer tropfen auf der Zahnbürste machen. da gab es keine zahnpaste nur bittere tropfen. alle muste in einer reihe stehen und die bürste nach vorne halten. un wer der nicht wollte gab es schläge in das gesicht. dann kam ich 1983 aus dem heim und ich war tablettensüchtig. als die das gemerkt habe, kam ich nach pfaffenrode auf eine abgeschlosene Stadion. aber ich bin nicht aus die westeime. ich bin aus dem osten in die heime gewesen. aber ich will vergessen. mein freund sagt mir ich muss verzeien und dann geht es meine Körper und geist wieder besser. und der hat recht.

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      Martini schrieb:

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      kliv schrieb:

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      [
      ein klein wenig umgeschrieben - MM]


      Hier stelle ich euch mal den Fragebogen zu der gerade erst (Ende 2015/Anfang 2016) begonnenen Studie über die »Medikamentenversuche an Heimkindern« ein; da findet sich auch die Adresse der dazu forschenden Doktorandin Frau Silvia Wagner.
      Wir sollten alle nachfragen, denn mich beschleicht so das Gefühl, der Sumpf ist deutlich tiefer, als geahnt.


      Fragebogen-Medikamente.pdf
      http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Attachment/27964-Fragebogen-Medikamente-pdf/
      (63.61 KB)

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      Wer selbst persönliches Wissen was dieses Thema betrifft hat, sollte dies unbedingt kund tun.
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      Martini schrieb:

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      Der »Verein ehemaliger Heimkinder e.V.« (»VEH eV.«) auf seiner Vereinswebseite (Basis-URL http://www.veh-ev.eu ) zum Thema »Medikamentenmissbrauch in Heimen« / »Medikamentenversuche an Heimkindern« listet und dokumentiert, berichtet und informiert @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/?s=Medikamente+1 :

      Medikamente 1: ZDF-Frontal, Feb. 2016 (ca 02.02.2016) @
      http://www.zdf.de/frontal-21/medikamententests-deutscher-pharmafirmen-in-kinderheimen-42014560.html

      Medikamente 2: Studie „Medikamente in Heimen“ (ca September 2016) @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/wp-content/uploads/2016/10/04_Wagner_Heime-1.pdf

      Medikamente 3: Moralisch nicht zu rechtfertigen (ca 11.10.2016) @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/?page_id=1837

      Medikamente 4: Studien in Schleswig-Holstein (ca 11.10.2016) @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/?page_id=1835

      Medikamente 5: Ruf nach Aufklärung (ca 11.10.2016) @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/?page_id=1833

      Medikamente 6: Versuche in Heimen auch in NRW (ca 17.10.2016) @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/?page_id=1888

      Medikamente 7: Jahrelang als Versuchskaninchen (ca 19.10.2016) @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/?page_id=1892

      Medikamente 8: Versuchskaninchen auch in Schleswig-Holstein (ca 19.10.2016) @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/?page_id=1897

      Medikamente 9: Schreikrampf und gelähmte Zunge (ca 19.10.2016) @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/?page_id=1901

      Medikamente 10: Medikamentenversuche beschäftigen die NRW-Politik (ca 19.10.2016) (kommt demnächst auch auf die Liste); jetzt erst einmal nur hier zu finden @ http://www1.wdr.de/nachrichten/reaktionen-medikamententests-heimkinder-100.html

      „Außerdem sammeln wir auf unserem YouTube-Kanal alle Videoveröffentlichungen zum Thema.“
      Siehe @
      https://www.youtube.com/channel/UCKQem7K3SjUULD0Z_Kgdh9g

      Und auch auf der Facebook-Seite des »Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.« (»VEH eV.«) @ https://de-de.facebook.com/VEHeV kann man sich jederzeit bezüglich all diesen, und allen anderen Aspekten der »Ehemalige-Heimkinder-Thematik« auf dem laufenden halten.

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      Martini schrieb:

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      Das hier behandelte Thema ist: »Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND«

      Wenn es solche Beweise auch für den OSTEN gibt, bitte ich alle Betroffenen der Heimerziehung der DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK eigens einen Thread dafür einzurichten um auch dies zu dokumentieren – DER ÜBERSICHTLICHKEIT HALBER, und weil es zwei völlig unterschiedliche politische Systeme waren separat zu dokumentieren.
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      Der seither von mir eingerichtete diesbezügliche Thread für den Osten ist dieser »Medikamententests an Heimkindern in der damaligen DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK« @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/18401-Medikamententests-an-Heimkindern-in-der-damaligen-DEUTSCHEN-DEMOKRATISCHEN-REPUB/
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      ich weiß (noch) nicht warum...aber meine gedanken kreisen um die frage, warum wir alle durch die bank täglich lebertran bekamen. gleiches wurde mir vor längerer zeit schon aus anderen heimen berichtet. inzwischen habe ich gelesen, dass studien aussagen zu nutzen, wirkung, nebenwirkung machen. und jetzt frage ich, haben wir es nur zur vorbeugung von unterernähung, rachitis bekommen, oder ging es primär um forschungszwecke.


      randbemerkung: im abschlussbericht wird das thema zwangsmedikation als "noch nicht hinreichend bearbeitet (sinngemäße wiedergabe)" erwähnt
      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)
      Davon, dass auch Nicht-Heimkinder täglich Lebertran bekamen, habe ich auch immer wieder gehört. In Opppas Familie war das wohl auch so.

      Irgendwie ging es wohl darum, fehlende Vitamine zu ersetzen, bzw. Vitamin B12 aufzufüllen. Genaueres weiß ich aber hier auch nicht.
      Tapferkeit ist das Vermögen und der überlegte Vorsatz,
      einen starken aber ungerechten Gegner Widerstand zu leisten.
      (Immanuel Kant)

      Der Ziellose erleidet sein Schicksal, der Zielbewusste gestaltet es.
      (Immanuel Kant)

      Ja an den Lebertran kann ich mich gut erinnern, er schmeckte scheußlich und sobald ich die Gelegenheit hatte ging ich nach Draußen und habe ihn ausgespuckt. Auch wenn das Zeug im Ursprung scheußlich schmeckt und es erst später in anderen Formen gegeben wurde, sehe ich es nicht im Kontext des Medikamentenmissbrauches, diese abscheulichen Experimente. Lebertran hat tatsächlich viele positive Wirkungen u.a. auch eine vorbeugende Wirkung gegenüber Kinderkrankheiten. Mit 14 Jahren war ich einmal in einem Erholungsheim und da gab es auch Lebertran, allerdings in Kapseln und es war auch üblich Lebertran außerhalb von Heimen gegeben zu haben, wie KLIV ja auch schrieb. Anders verhält es sich mit Höhensonne, die es oft im Säuglingsheim gab, so auch bei mir. In meiner Akte befinden sich darüber auch Schriftstücke. Aber sicherlich nicht experimentell eingesetzt, ich schließe eher daraus –und das ist ja auch kein Geheimnis- dass man im Heim wesentlich anfälliger gegenüber Krankheiten war und das Essen (in Großküchen) auch schlecht war, oder halt bei Säuglingen es ja keine Muttermilch gab, die ja mehr reichhaltige Stoffe enthält. Es war durchaus bekannt, dass ein Säugling im Heim schlechtere Bedingungen hatte als in einem Elternhaus und deswegen war es bestimmt prophylaktisch gegeben worden.
      wenn ich die letzten beiträge lese, könnte ich zu dem schluss kommen, dass die heime uns mit der täglichen lebertran-gabe "etwas gutes tun wollten". das aber widerspricht dem system heimerziehung. und das, was lebertran verspricht, kann ich nicht bestätigen.
      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)

      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

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      Für all diejenigen unter den ehemaligen Himkindern, die sich fragen ob „Lebertran“ damals zu „Medikamententestszwecken“ insbesondere an Heimkindern wenn nicht an der ganzen Bevölkerung angewandt wurde, bitte ich, dass sie, zum Beispiel, auch folgenden Artikel @ http://www.fid-gesundheitswissen.de/ernaehrung/lebertran/ lesen und studieren.

      Ansonsten möchte ich selbst diese „Lebertran“-Diskussion hier in diesem Thread jetzt aber nicht unbedingt weiter fortführen.

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      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

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