Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

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      Empfehle Facebook, unbedingt und dazu noch Twitter und Instagram, all in one hand - Facebook. Perfect is the network. :S

      Netzwerke bieten für Freund und Feind gleichermaßen Vorteile, aber das wußte man schon von Anfang an, also seit Entstehen dieser Technik, hätte jedem schnell klar werden können, dass es zwar Menschen verbinden kann, jedoch sie ebenso schnell wieder trennen können. Wieso ist unsere heutige Gesellschaft, insb. seit einigen jahren so sehr gespalten? Auch,weil es diese Netzwerke gibt und in ihnen tummeln sich auf vielen sogenannten social media nicht nur Trolle sondern Leute aller Art, deren Aufgabe es ist, dafür zu sorgen, dass Menschen nicht zu sehr zueinander finden. Ggf. setzt man Mittel ein, die Menschen voneinander trennen. Hinzu kommen, und das halte ich für das Entscheidende, die unterschiedlichsten Charaktere und wiederum Individualisten, gerade solche wie wir es häufig sind und weshalb wir so wurden, sind keine Stärke für Solidarität und muss man auch nicht lange fragen, wieso das so ist. Das hat alles auch etwas mit mangelndem Zusammenhalt untereinander zu tun, der wiederum mit der "Inobhutnahme" in Kinder- und sonstige Heimeinrichtungen zu tun hat. Bekanntlich stand der in solchen oft geschlossenen Gruppen nicht gerade oben auf der Agenda. Wie also sollte er heute auf der Tagesordnung ganz oben stehen können, wenn schon damals manche gegeneinander kämpften?

      Netzwerke sind notwendig. Das ist keine Frage. Die Frage steht nur, wem gehören sie? Wer mißbraucht sie und nutzt bspw. die Daten seiner user, um sie mit was auch immer zu verknüpfen, wenn es darum geht, user Profile zu erstellen? Daten, die in Netzwerken zusammenfließen, stellen eine Macht dar und dort, wo Macht ist, macht das etwas mit Menschen. Es macht die einen ärmer und andere reicher und so trägt gerade dieser Prozess zu wachsenden Ressentiments bei. Das sieht man anhand aktueller Beispiele, wie schnell Social Media Daten zweckentfremdet werden oder denke ich an Mobbing in Schulen und der Vernetzung mit Smartphones und all der medialen Möglichkeiten. Mobbing wäre überhaupt nicht möglich, aber ich meine, dass nicht nur dort gemobbt wird. Auch unter Erwachsenen kann das vorkommen und dem aufmerksamen Beobachter wird kaum entgangen sein können, dass das überall geschehen kann.

      Was das Thema angeht. Klar ist, dass auch die ihre Netzwerke aufgebaut haben, die sich vor wem auch immer schützen wollen oder wollten. Bspw., um keine öffentl. Diskussionen darüber aufkommen zu lassen, dass man etwas zu verbergen haben könnte und dem ggf. entgegentritt. Das zu lange "Gras darüber wachsen lassen gehörte wohl auch dazu", wenn es darum geht, sich untereinander abzusprechen und schließlich gab und gibt es in nahezu jeder ehemal. Einrichtung z. Bsp,. eine Rechtsabteilung, die meist auch gut mit jenen vernetzt ist, die sie bezahlt. :rolleyes:

      So hat alles sein Für und Wider und am Ende kämpft jeder mit seinen eigenen bescheidenen Mitteln, wenn man schon nicht zueinander kommen kann und unsere Unfähigkeit war und ist es, dass man nie weiter kam, als bis heute. Das Wenige, was erreicht wurde, ist für Manche trotzdem viel und für Viele doch zu wenig. Allein schon die öffentliche Debatte hat viel erreicht und vielleicht war nach so langer Zeit auch nicht mehr zu erreichen?
      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Leser“ ()

      Hallo Leser, mit Netzwerken sind nicht die sozialen Netzwerke, wie Facebook und Co gemeint. Diese können eigentlich auch nur als Hilfsmittel dienen.

      Auch das Internet ist weder gut, noch böse. Eine Straße kannst du benutzen, um z. B. einen lebensrettenden Krankenwagen darauf fahren zu lassen - oder ein Auto, das einen Menschen überfährt. Die Frage ist doch, wie wird die Straße genutzt. Ebenso verhält es sich mit den sozialen Netzwerken.

      Der Mensch ist nun mal so gestrickt, dass er einen Gegenstand sowohl positiv, als auch negativ nutzt.
      Tapferkeit ist das Vermögen und der überlegte Vorsatz,
      einen starken aber ungerechten Gegner Widerstand zu leisten.
      (Immanuel Kant)

      Der Ziellose erleidet sein Schicksal, der Zielbewusste gestaltet es.
      (Immanuel Kant)

      Widerstand schrieb:

      kliv schrieb:

      Die Frage ist aber, welchen Stellenwert hatten / haben wir?

      Wie wäre es mit 'Menschenmaterial' ?! 8)
      (Wenn man durch die Blume reden will, kann man auch 'Human Resource' sagen. ;) )


      Wie wäre es damit sich diese Frage selbst zu beantworten?

      Du bist einzigartig. Nichteinmal ein Klone kommt an deine Einzigartigkeit heran.
      :mumie: Auf dieser Welt erreichst Du nicht das was Du willst; Du erreichst nur das was Du musst. R. B.

      Gefährlich sind Weltanschauungen von Menschen die die Welt nicht angeschaut haben.
      was bringt es noch nach 35 Jahren der vergangenheit nachzulaufen,, ich bin auch fertig es ist egal was raus kommmt den rest erledigen anwälte.

      Wir kommen jetzt in ein Alter das wir wieder in Abhängigkeit geraten Könnem, Alter, gebrechlichkeit usw. und da ist es An der Zeit das die Bekannten Foltermetoden auch aus den Deuschen altersheimen verband werde.

      Bezahlbare würdige Pflege ist gefordert, aber in Deutschland können pfegebedüftige nicht mal ihre Rente geniesen da sie zzu niedrieg für die Pfege ist, somit werden leute die immer Gearbeitet haben mit Sozialen abschaum das nie gearbeiet hat, auf eine Stuffe gestetzt-

      Deutschland ist eine Soziale ungerechttigkeit, deshalb Deutschland verlassen so lange man noch kann
      fand heraus, dass einem in tiefen Kummer von der stillen, hingebungsvollen Kameradschaft eines Hundes Kräfte zufließen, die einem keine andere Quelle spendet.

      Doris Day
      Ja ich lebe mit Hauptwohnunug in Badasony Ungarn, und Neuburg mit Deutschen Wohnsitz damit die rente kommt, und die Mieteinahmen

      wobei der Deutsche nur noch aus einen Briefkasten besteht da die wohnung auch vermietet ist
      fand heraus, dass einem in tiefen Kummer von der stillen, hingebungsvollen Kameradschaft eines Hundes Kräfte zufließen, die einem keine andere Quelle spendet.

      Doris Day

      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen")

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      Jetzt hier in Bezug auf das Bundesland Schleswig-Holstein und insbesondere in Bezug auf ehemalige Heimkinder und Patienten von Kinder- und Jugendpsychiatrien sowohl wie auch jungen Leuten in den dortigen damaligen Behindertenheimen! :

      QUELLE: Esther Geißlinger, ÄRZTEKAMMER SCHLESWIG-HOLSTEIN (Kein Datum vorhanden; mögliches Zeitfenster: Ende 2018 / Anfang 2019) @ https://www.aeksh.de/sie-waren-eben-einfach-bestien :

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      „Sie waren eben einfach Bestien“

      [ FOTO: Ehemaliges Heimkind Günter Wulf am Rednerpult im Plenarsaal im Kieler Landtag am Mittwoch, 28. November 2018 ]

      Ehemalige Heimkinder wie Günter Wulf berichteten im Kieler Landtag von ihren traumatischen Erlebnissen während der Kindheit. Das Symposium führte dazu, dass Politik und Öffentlichkeit für ihr Leid sensibilisiert wurden.

      Der kleine Günter war ein neugieriges Kind, das gern lernte und am liebsten draußen an der frischen Luft war, so erinnert sich der heute 59-jährige Günter Wulf an sein früheres Ich. Doch in den Augen des Personals der Vorwerker Diakonie in Lübeck war der Knirps aggressiv, wollte sich nicht unterordnen und musste darum mit kalten Bädern und Zwangsjacke ruhiggestellt werden. „Dabei hätte ich nur etwas Ruhe und eine Bezugsperson gebraucht“, sagt Wulf, der bereits als Kleinkind in die Einrichtung gesteckt wurde und bis zu seinem 18. Lebensjahr in psychiatrischen Heimen lebte. Darunter als längste Station in der Jugendpsychiatrie auf dem Hesterberg in Schleswig, in die Wulf 1969 eingewiesen wurde. Damals war er neun Jahre alt. Es war der Beginn einer Leidenszeit mit Hunger, Brutalität und „absoluter Lieblosigkeit“, berichtet er heute und fragt: „Warum behandelt man kleine Kinder wie Verbrecher?“

      Um sein und andere Schicksale ehemaliger Patienten, die in den Nachkriegsjahren und bis in die 70er Jahre hinein ihre Kindheit in psychiatrischen Einrichtungen oder Heimen der Behindertenhilfe verbrachten, ging es bei einem Symposium im Kieler Landtag, zu dem der Sozialausschuss eingeladen hatte. Alle Betroffenen erzählen von Schlägen, Festbinden oder tagelanger Haft in düsteren „Bunkern“ oder „Besinnungsstübchen“, von drangvoll engen Schlafsälen, von harter Arbeit ohne Zeit für Spielen oder Schulbesuche. Sogar an Todesfälle, die das brutale oder gleichgültige Personal verschuldete oder zumindest nicht verhinderte, erinnern sich einige der Betroffenen. Und immer wieder berichten sie von ärztlichen Behandlungen, darunter Elektroschocks ohne Betäubung, und von Medikamenten. Selten wissen die ehemaligen Heimkinder, was ihnen verabreicht wurde und ob die Pillen ihnen helfen sollten oder an ihnen getestet wurden. Einig sind sich Frauen und Männer, die im Plenarsaal des Kieler Parlaments das Wort ergreifen: Der Aufenthalt in der Psychiatrie habe ihr Leben nachhaltig geprägt, die Gesundheit angegriffen und Chancen auf Bildung und Karriere verdorben. So ging es auch Günter Wulf, dessen Vortrag der ausführlichste des Symposiums war – und sicher der, der für die Menschen im Saal am schwersten zu ertragen war. Viele Zuhörer, darunter Mitglieder des Sozialausschusses und Gesundheitsminister Dr. rer. pol. Heiner Garg (FDP), kämpften mit den Tränen und fanden hinterher kaum Worte, um das Gesagte zu würdigen.

      Nach einer kurzen Schulzeit erhielt der Achtjährige das Prädikat „bildungsunfähig“, offenbar war er zu „unruhig“ für die Klasse gewesen. Mit neun Jahren wurde der Junge zum Hesterberg geschickt, die Abteilung für Kinder und Jugendliche des Landeskrankenhauses für psychisch Kranke in Schleswig: „Ich kam dort in die geschlossene Abteilung, wurde gleich am ersten Tag in die Zwangsjacke gesteckt und erhielt heftige Medikamente“, berichtet Wulf. „Ich lallte nur noch.“ Jeden Tag gab es Tropfen und Tabletten, die zu Speichelfluss und Krämpfen in der Zunge führten. „Manchmal kippte ich um, weil ich kein Gefühl im Fuß hatte“, so Wulf. Er erinnert sich auch, dass ein Arzt häufig aufwendige Untersuchungen machte, um sein Blutbild zu kontrollieren. „Könnte ich unter den Probanden für Medikamententests gewesen sein?“, fragt Wulf sich heute.

      Dass es Tests gab, ist durch zahlreiche Quellen belegt. Seit einigen Jahren berichten Medien über diese Fälle. Und die Pharmakologin Sylvia Wagner aus Krefeld hat für ihre Doktorarbeit Archive und historische Fachzeitschriften ausgewertet und Hinweise auf entsprechende Testreihen gefunden. Es gab die Fälle bundesweit, auch in Schleswig-Holstein. So ließ etwa ein Pharmakonzern ein neues Neuroleptikum an Kindern in einem katholischen Heim in Essen testen, zitierte die „Zeit“ aus Wagners Arbeit.
      Für Schleswig-Holstein soll nun eine eigene, genauere Studie erstellt werden. Die Federführung liegt bei Prof. Cornelius Borck, Direktor des Instituts für Medizingeschichte an der Universität Lübeck, der gemeinsam mit Christof Beyer, Kulturwissenschaftler und Mitarbeiter des Instituts, das Projekt vorstellte. Das Team steht mit seiner Forschung noch am Anfang, in zwei Jahren sollen Ergebnisse vorliegen. Neben den Berichten der Zeitzeugen, also damaliger Heimkinder, die in einem Zeugen-Seminar zu Wort kommen sollen, hoffen Borck und seine Kollegen, in Archiven auf Akten, alte Festschriften oder Berichte zu stoßen, die sie auf die Spuren der Tests bringen. Unter anderem könnten Standesblätter eine wichtige Quelle sein, in der Mediziner über ihre Tests berichtet haben könnten.
      Denn Unrechtsbewusstsein, gar Schuldgefühle, gab es offenbar bei den damals Beteiligten nicht. Auch die Gründe dafür und den rechtlichen wie gesellschaftlichen Rahmen, in dem sich die Tests abspielten, will das Forschungsteam erhellen, „was für uns heute nicht mehr vorstellbar ist“, so Borck.
      Er erinnerte an die großen Umwälzungen, die in den 1960er und 70er Jahren die bis dahin gültigen Regeln in der Gesellschaft und auch in der Psychiatrie auf den Kopf stellten. Auch der Zeitfaktor spielte eine Rolle: Erst nach und nach verschwanden die Ärzte, die in der NS-Zeit ausgebildet wurden oder schon damals eine unbarmherzige Rolle spielten. Als Beispiel nannte Beyer den Arzt Hans Heinze, der für Medikamententests verantwortlich und während des Krieges bereits aktiv an der Euthanasie von Psychiatriepatienten beteiligt war.
      „Unsere Arbeit hat keinen Einfluss auf Entschädigungen oder Hilfen für Betroffene“, betonte Borck. Der Auftrag laute, Art und Umfang der Geschehnisse sichtbar und damit das Leid öffentlich zu machen. Auf eine Frage aus dem Publikum nach der juristischen Schuldfrage sagte er: „Die Psychiatrie war auch damals kein rechtsfreier Raum.“ Aber es müsse untersucht werden, wie das damalige Rechtsverständnis war. „Ein Problem ist, dass Proteste des Patienten als mangelnde Einsicht und damit als Zeichen der psychischen Krankheit gesehen wurden.“ Dass dieser Satz bis in die heutige Zeit nichts an Bedeutung verloren hat, zeigen die Berichte der Zeitzeugen, etwa Franz Wagle, der jahrelang um Anerkennung als Opfer kämpfen musste.

      Welcher Geist und Umgang vor den Psychiatriereformen der 70er Jahre herrschte, berichtete die Historikerin Ulrike Winkler, die über Menschen mit Behinderungen in Einrichtungen der Diakonie geforscht hat. Behinderte galten als „ewige Kinder“, die sich nicht in die Gesellschaft einfügen konnten, daher in Einrichtungen außerhalb untergebracht waren. Statt sie zu fördern, wurde Kindern nur beigebracht, was sie für den Alltag und die Arbeit im Heim brauchten; Kartoffeln schälen, putzen, Gartenarbeit. Das bestätigten Berichte ehemaliger Heimkinder: „Putzen habe ich gelernt“, berichtete die heute 82-jährige Barbara Kähler. Sie wurde bereits als Kind in eine Einrichtung eingewiesen und arbeitete 30 Jahre lang als Putzfrau auf dem Gelände. Wenn sie Fehler machte, kam sie in den „Bunker“, wo sie auf einer Matratze auf dem Boden schlafen musste. Der Bunker bedeutete nicht nur Enge, Kälte und Dunkelheit, sondern auch den Verlust der letzten Würde. Denn es gab nicht einmal eine Toilette oder auch nur einen Eimer für die Notdurft.
      Viele Tätigkeiten, zu denen Heiminsassen gezwungen wurden, waren schlicht nutzlos. So beschäftigten sie sich den ganzen Tag damit, Plättchen auf ein Spielbrett zu legen oder Holzstäbchen in eine Form zu stecken. Die Stärksten wurden als Pflegekräfte für die Schwächeren eingesetzt, inklusive Nachtwachen und Medikamentengabe. Auch diese Verhältnisse untereinander führten in den engen Mehrbettzimmern zu Gewalt und Missbrauch, wie Betroffene berichteten.
      „Ich kann alle Aussagen zu Gewalt bestätigen“, sagt Winkler, die rund 120 Interviews mit ehemaligen Heimkindern geführt hat. Ein Auszug aus dem Katalog der Grausamkeiten: Schläge mit Dachlatten, Haare ziehen, Beschimpfungen. Bettnässer mussten ihre nasse Wäsche in den Händen halten. Es gibt bestätigte Berichte, wie Diakonissen „ein schmächtiges Würmchen auf den Boden pressen. Eine hielt den Kopf fest, die andere schaufelte das Essen in den Mund. Was das Kind erbrach, wurde wieder hineingeschaufelt.“

      Es war normal, Kinder einzusperren und zu fesseln. Es gab Medikamente, um die Kinder ruhigzustellen, Gehirn-OPs, damit „das Benehmen besser wird“.
      Prof. Renate Schepker, Ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Leitenden Ärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie aktiv, erklärte in Kiel, mit welcher Haltung die damaligen Ärzte sich ihren kleinen Patienten näherten: im Geist der NS-Zeit, der noch durch die Psychiatrie wehte. Die „Fehler“ wurden als angeboren und nicht behebbar angesehen. Zu viel Geld sollte die „Verwahrung“ der „Schwachsinnigen“ nicht kosten, das Budget betrug Ende der 50er Jahre sechs Mark pro Tag und Kind. Zwei Lehrer kümmerten sich um 420 Kinder auf dem Hesterberg, heute betreut in ähnlichen Einrichtungen eine Lehrkraft sechs Kinder. Vier Ärzte waren für 470 Kinder zuständig. Statt Therapie gab es Medikamente, die noch gar nicht oder jedenfalls nicht für Kinder getestet waren: „Die Ärzte haben es einfach probiert“, sagte Schepker. „Als Ärztin finde ich das am schlimmsten.“
      Wie konnte es damals passieren, und vor allem: „Könnte so etwas wieder passieren, und wie können wir es verhindern?“ Diese Frage stellt sich Dr. Henrik Herrmann, Präsident der Ärztekammer Schleswig-Holstein (siehe auch Seite 3). Zwar seien erst Mitte der 60er Jahre klare Richtlinien für Tests erlassen worden, aber „mit der berufsständischen Ethik war es bereits vorher nicht vereinbar, Menschen Schaden zuzufügen und gegen ihren Willen Tests zu machen“. Es sei wichtig, die Erinnerung an die Geschehnisse im Bewusstsein zu behalten, sagt Herrmann, auch als Mahnung an heutige Mediziner. „Sicher wird es in dieser Form nicht mehr vorkommen, dazu haben sich zum Glück die Psychiatrien zu stark gewandelt. Aber in subtilerer Form mag es durchaus zu der Frage kommen, ob eine bestimmte Behandlung wirklich dem Wohl des Patienten dient oder ob etwas getan oder unterlassen wird, weil ökonomische Interessen im Spiel sind.“

      Auf die Frage nach dem Warum haben die Betroffenen eine schlichte Antwort: „Die Täter waren eben einfach Bestien“, so Günter Wulf. Die damaligen Ereignisse wirken bei ihm und den übrigen Betroffenen bis heute nach. Sei es durch Traumata und körperliche Folgeschäden, aber auch, weil die damals versagte Förderung den Heimkindern lebenslang Chancen verbaute, daran erinnert die Historikerin Winkler. So lernten einige Mädchen und Jungen statt des Alphabets nur eine verkürzte „Spurschrift“. Darunter litten besonders die Kinder, die nicht „schwachsinnig“ waren, sondern wegen „schlechten Betragens“ oder „Unruhe“ im Zwangssystem Heim steckten. Viele von denen, die den Schritt an die Öffentlichkeit wagen und auf der großen Bühne des Plenarsaals über ihr Leiden berichten, haben trotz der Jahre im Heim und geringer Förderung Berufe erlernt – offenkundig waren sie also trotz anderer Diagnosen in der Kindheit in der Lage dazu.
      Seit einigen Jahren kümmert sich die Stiftung „Hilfe und Anerkennung“ um die Betroffenen, die dort eine Anlaufstelle haben. Im Fonds der Stiftung liegen 290 Millionen Euro, die unter anderem von den Kirchen eingezahlt wurden. Damalige Heimkinder können Geld zugesprochen bekommen (siehe Infoleiste).
      Vielen ehemaligen Heimkindern reicht das nicht. Vor allem kritisieren sie, dass im Beirat der Stiftung Vertreter von Kirche und Land, also der ehemaligen „Täterorganisationen“ sitzen und dass viele Betroffene heute weiter oder immer noch von diakonischen Einrichtungen betreut werden: „Das schafft nicht mal die Mafia, dass sie zweimal an den Leuten verdient“, so Eckhard Kowalke, Künstler aus Eckernförde und Vorsitzender des Vereins ehemaliger Heimkinder.
      Diese Beschuldigungen träfen ihn, sagte Heiko Naß, Landespastor des Diakonischen Werks, in einer Veranstaltungspause. Inhaltlich kommentierte er den Vorwurf nicht: „Ich stelle nicht infrage, was Betroffene sagen.“ Doch die ehemaligen Heimkinder wollen Antworten und eine deutliche Entschuldigung.
      „Die Uhr tickt“, sagt Franz Wagle, der Stellvertreter Kowalkes im Verein ehemaliger Heimkinder. „Bei mir rufen 80-Jährige an, die kein Dach über dem Kopf haben und denen es dreckig geht.“

      Ein weiteres Problem des Anerkennungs-Fonds ist, dass viele der ehemaligen Heimkinder nichts von der Chance auf eine Entschädigung wissen, nicht die Kraft für das Antragsverfahren haben oder bereits verstorben sind. Und selbst wenn noch weitere Betroffene ihre Forderungen stellen, wird mutmaßlich Geld im Topf übrig bleiben. Elsa Nicklas-Beck, die als Betroffene im Beirat der Stiftung sitzt, schlug daher vor, das Geld nicht an die Kirchen zurückfließen zu lassen, sondern daraus einen Unterstützungsfonds zu machen, der den anerkannten Opfern von Heim-Gewalt hilft, wenn sie pflegebedürftig werden. Denn im Alter wieder in ein Heim zu müssen, sei nach der Leidensgeschichte in der Jugend schwer erträglich. Der Vorschlag war auch für die Politik neu, traf aber durchaus auf Zustimmung: „Darüber werden wir sprechen“, sagte Dr. Maret Bohn (Grüne), und Birte Pauls (SPD) stimmt zu: „Eine bedenkenswerte Idee.“

      Außerdem war für die Abgeordneten klar, dass „der Weg der Aufarbeitung“ mit dem Symposium nicht vorbei sei, so Dennys Bornhöft (FDP). Werner Kalinka (CDU), Vorsitzender des Sozialausschusses, mahnte zur geplanten Studie über die Medizintests an: „Ich will nicht nur hören, wie es zeithistorisch gesehen wurde, sondern wer die Verantwortung trägt.“ Er wolle allerdings keine falschen Erwartungen wecken: Die Rolle der Pharmafirmen sei vermutlich schwer zu erfassen, allein weil Unternehmen teilweise fusioniert hätten oder vom Markt verschwunden seien. Aber wenn es Tote durch Misshandlungen gegeben habe, sei das ein Fall für die Staatsanwaltschaft: „Deren Möglichkeiten sind größer.“ Und Mord, das war mehrfach zu hören, verjährt schließlich nicht. Sozial- und Gesundheitsminister Garg betonte, dass es bei der Aufklärung der Fälle „nicht um den Schutz von Organisationen gehen darf, sondern es muss um die Opfer gehen“. Aber wird tatsächlich etwas passieren? Eckhard Kowalke war froh, dass er und andere Betroffene im Plenarsaal des Landtags zu einem großen Publikum sprechen durften. Aber was die Zukunft angeht, ist der Künstler skeptisch: „Wir werden sehen, ob nun etwas folgt oder ob es bei Worthülsen bleibt“, sagte er.

      Es wäre nicht das erste Mal, daran erinnerte Ursula Schele, die sich in der Diskussion zu Wort meldete: „Die Berichte gibt es seit 15 Jahren, sie liegen in den Schubladen“, sagte die ehemalige Ombudsfrau der Nordkirche für sexuellen Missbrauch. Sie war zurückgetreten, weil ihrer Meinung nach „die Opfer gegen Wände laufen“. „Dass man es ihnen hier zumutet, Zeugnis ablegen zu müssen, um etwas zu bewegen, macht sprachlos. Es gibt große Worte von Politik und Trägern, aber es fehlt immer noch ein Entschädigungsgesetz auf Bundesebene.“ Günter Wulf verlangte vor allem einen scharfen Blick auf heutige Einrichtungen: „Mein Hauptanliegen ist, dass die Kinder in Heimen, die Älteren in der Pflege und Menschen mit Behinderungen in ihren Einrichtungen menschenwürdig untergebracht sind.“

      Esther Geißlinger
      Fotos: Esther Geißlinger

      Ärztekammer-Schleswig-Holstein, Bismarckallee 8-12, 23795 Bad Segeberg
      ( Kurzprofil:
      https://www.aeksh.de/ueber-uns/kurzprofil )

      .


      #compensationnow (MM - Heimopfer-WEST)
      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Ralf B. schrieb:



      Alles in dieser Welt und dem Universum ist und war miteinander verbunden. Welche Stärke diese Verbindung hat dürfte klar auf der Hand liegen.
      Stelle die ursprüngliche Verbindung wieder her; wir waren mal eins!


      Wobei dann schon die Frage aufgeworfen werden muss, was genau damit gemeint ist - mal eins gewesen. Gehst du von der Evolution aus und der damit immer weiter voranschreitenden Zellteilung, dann scheint es fast schon wieder logisch zu sein, alles andere als eins zu sein. Vieles geht auf ähnliche Ursprünge zurück aber den Urknall selbst wirst du nicht gemeint haben, oder?

      Übrigens ist das noch immer ein ziemlich übles Thema, diese viele Jahre lang andauernden Tests an ex Heimkindern durchgeführt zu haben und wenn man mal noch gleich eine Schippe drauflegt, paßt auch dieses Thema, eines, das erst jüngst verfilmt wurde und in dem zumindest indirekt Mißbrauch durch Medis an Heimbewohnern ebenso zum Tragen kommt. Nur leider noch einen Zacken schärfer. Vor einigen Wochen habe ich im Fernsehen diesen ziemlich gut gemachten Film "Nebel im August" sehen dürfen. Hier die Verlinkung dazu. Auch nicht unbedingt etwas für schwache Nerven.


      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Leser“ ()

      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen")

      Neu

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      Ich nehme mal an, dass weil viele die hier im HEIMKINDER-FORUM.DE verkehren ein kleines Tablett oder gar ihr Mobiltelefon benutzen, und auch kaum in einem Thread hoch-scrollen und stattdessen sich immer nur den letzten Beitrag ansehen, kaum jemand bemerkt hat, dass nur eine Minute vorher, vor dem letzten Beitrag den Boardnutzer »Leser« hier getätigt hat, gestern auch folgender Beitrag hier in diesem Thread getätigt wurde :

      Selbst Boardnutzer »
      Leser« hat es möglicherweise garnicht bemerkt.


      Deshalb stelle ich meinen gestrigen Beitrag jetzt hier noch einmal ein, denn er ist Teil dieser Thread-Chronologie : »Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen")« :

      Martini schrieb:

      .
      Jetzt hier in Bezug auf das Bundesland Schleswig-Holstein und insbesondere in Bezug auf ehemalige Heimkinder und Patienten von Kinder- und Jugendpsychiatrien sowohl wie auch jungen Leuten in den dortigen damaligen Behindertenheimen! :

      QUELLE: Esther Geißlinger, ÄRZTEKAMMER SCHLESWIG-HOLSTEIN (Kein Datum vorhanden; mögliches Zeitfenster: Ende 2018 / Anfang 2019) @ https://www.aeksh.de/sie-waren-eben-einfach-bestien :

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      „Sie waren eben einfach Bestien“

      [ FOTO: Ehemaliges Heimkind Günter Wulf am Rednerpult im Plenarsaal im Kieler Landtag am Mittwoch, 28. November 2018 ]

      Ehemalige Heimkinder wie Günter Wulf berichteten im Kieler Landtag von ihren traumatischen Erlebnissen während der Kindheit. Das Symposium führte dazu, dass Politik und Öffentlichkeit für ihr Leid sensibilisiert wurden.

      Der kleine Günter war ein neugieriges Kind, das gern lernte und am liebsten draußen an der frischen Luft war, so erinnert sich der heute 59-jährige Günter Wulf an sein früheres Ich. Doch in den Augen des Personals der Vorwerker Diakonie in Lübeck war der Knirps aggressiv, wollte sich nicht unterordnen und musste darum mit kalten Bädern und Zwangsjacke ruhiggestellt werden. „Dabei hätte ich nur etwas Ruhe und eine Bezugsperson gebraucht“, sagt Wulf, der bereits als Kleinkind in die Einrichtung gesteckt wurde und bis zu seinem 18. Lebensjahr in psychiatrischen Heimen lebte. Darunter als längste Station in der Jugendpsychiatrie auf dem Hesterberg in Schleswig, in die Wulf 1969 eingewiesen wurde. Damals war er neun Jahre alt. Es war der Beginn einer Leidenszeit mit Hunger, Brutalität und „absoluter Lieblosigkeit“, berichtet er heute und fragt: „Warum behandelt man kleine Kinder wie Verbrecher?“

      Um sein und andere Schicksale ehemaliger Patienten, die in den Nachkriegsjahren und bis in die 70er Jahre hinein ihre Kindheit in psychiatrischen Einrichtungen oder Heimen der Behindertenhilfe verbrachten, ging es bei einem Symposium im Kieler Landtag, zu dem der Sozialausschuss eingeladen hatte. Alle Betroffenen erzählen von Schlägen, Festbinden oder tagelanger Haft in düsteren „Bunkern“ oder „Besinnungsstübchen“, von drangvoll engen Schlafsälen, von harter Arbeit ohne Zeit für Spielen oder Schulbesuche. Sogar an Todesfälle, die das brutale oder gleichgültige Personal verschuldete oder zumindest nicht verhinderte, erinnern sich einige der Betroffenen. Und immer wieder berichten sie von ärztlichen Behandlungen, darunter Elektroschocks ohne Betäubung, und von Medikamenten. Selten wissen die ehemaligen Heimkinder, was ihnen verabreicht wurde und ob die Pillen ihnen helfen sollten oder an ihnen getestet wurden. Einig sind sich Frauen und Männer, die im Plenarsaal des Kieler Parlaments das Wort ergreifen: Der Aufenthalt in der Psychiatrie habe ihr Leben nachhaltig geprägt, die Gesundheit angegriffen und Chancen auf Bildung und Karriere verdorben. So ging es auch Günter Wulf, dessen Vortrag der ausführlichste des Symposiums war – und sicher der, der für die Menschen im Saal am schwersten zu ertragen war. Viele Zuhörer, darunter Mitglieder des Sozialausschusses und Gesundheitsminister Dr. rer. pol. Heiner Garg (FDP), kämpften mit den Tränen und fanden hinterher kaum Worte, um das Gesagte zu würdigen.

      Nach einer kurzen Schulzeit erhielt der Achtjährige das Prädikat „bildungsunfähig“, offenbar war er zu „unruhig“ für die Klasse gewesen. Mit neun Jahren wurde der Junge zum Hesterberg geschickt, die Abteilung für Kinder und Jugendliche des Landeskrankenhauses für psychisch Kranke in Schleswig: „Ich kam dort in die geschlossene Abteilung, wurde gleich am ersten Tag in die Zwangsjacke gesteckt und erhielt heftige Medikamente“, berichtet Wulf. „Ich lallte nur noch.“ Jeden Tag gab es Tropfen und Tabletten, die zu Speichelfluss und Krämpfen in der Zunge führten. „Manchmal kippte ich um, weil ich kein Gefühl im Fuß hatte“, so Wulf. Er erinnert sich auch, dass ein Arzt häufig aufwendige Untersuchungen machte, um sein Blutbild zu kontrollieren. „Könnte ich unter den Probanden für Medikamententests gewesen sein?“, fragt Wulf sich heute.

      Dass es Tests gab, ist durch zahlreiche Quellen belegt. Seit einigen Jahren berichten Medien über diese Fälle. Und die Pharmakologin Sylvia Wagner aus Krefeld hat für ihre Doktorarbeit Archive und historische Fachzeitschriften ausgewertet und Hinweise auf entsprechende Testreihen gefunden. Es gab die Fälle bundesweit, auch in Schleswig-Holstein. So ließ etwa ein Pharmakonzern ein neues Neuroleptikum an Kindern in einem katholischen Heim in Essen testen, zitierte die „Zeit“ aus Wagners Arbeit.
      Für Schleswig-Holstein soll nun eine eigene, genauere Studie erstellt werden. Die Federführung liegt bei Prof. Cornelius Borck, Direktor des Instituts für Medizingeschichte an der Universität Lübeck, der gemeinsam mit Christof Beyer, Kulturwissenschaftler und Mitarbeiter des Instituts, das Projekt vorstellte. Das Team steht mit seiner Forschung noch am Anfang, in zwei Jahren sollen Ergebnisse vorliegen. Neben den Berichten der Zeitzeugen, also damaliger Heimkinder, die in einem Zeugen-Seminar zu Wort kommen sollen, hoffen Borck und seine Kollegen, in Archiven auf Akten, alte Festschriften oder Berichte zu stoßen, die sie auf die Spuren der Tests bringen. Unter anderem könnten Standesblätter eine wichtige Quelle sein, in der Mediziner über ihre Tests berichtet haben könnten.
      Denn Unrechtsbewusstsein, gar Schuldgefühle, gab es offenbar bei den damals Beteiligten nicht. Auch die Gründe dafür und den rechtlichen wie gesellschaftlichen Rahmen, in dem sich die Tests abspielten, will das Forschungsteam erhellen, „was für uns heute nicht mehr vorstellbar ist“, so Borck.
      Er erinnerte an die großen Umwälzungen, die in den 1960er und 70er Jahren die bis dahin gültigen Regeln in der Gesellschaft und auch in der Psychiatrie auf den Kopf stellten. Auch der Zeitfaktor spielte eine Rolle: Erst nach und nach verschwanden die Ärzte, die in der NS-Zeit ausgebildet wurden oder schon damals eine unbarmherzige Rolle spielten. Als Beispiel nannte Beyer den Arzt Hans Heinze, der für Medikamententests verantwortlich und während des Krieges bereits aktiv an der Euthanasie von Psychiatriepatienten beteiligt war.
      „Unsere Arbeit hat keinen Einfluss auf Entschädigungen oder Hilfen für Betroffene“, betonte Borck. Der Auftrag laute, Art und Umfang der Geschehnisse sichtbar und damit das Leid öffentlich zu machen. Auf eine Frage aus dem Publikum nach der juristischen Schuldfrage sagte er: „Die Psychiatrie war auch damals kein rechtsfreier Raum.“ Aber es müsse untersucht werden, wie das damalige Rechtsverständnis war. „Ein Problem ist, dass Proteste des Patienten als mangelnde Einsicht und damit als Zeichen der psychischen Krankheit gesehen wurden.“ Dass dieser Satz bis in die heutige Zeit nichts an Bedeutung verloren hat, zeigen die Berichte der Zeitzeugen, etwa Franz Wagle, der jahrelang um Anerkennung als Opfer kämpfen musste.

      Welcher Geist und Umgang vor den Psychiatriereformen der 70er Jahre herrschte, berichtete die Historikerin Ulrike Winkler, die über Menschen mit Behinderungen in Einrichtungen der Diakonie geforscht hat. Behinderte galten als „ewige Kinder“, die sich nicht in die Gesellschaft einfügen konnten, daher in Einrichtungen außerhalb untergebracht waren. Statt sie zu fördern, wurde Kindern nur beigebracht, was sie für den Alltag und die Arbeit im Heim brauchten; Kartoffeln schälen, putzen, Gartenarbeit. Das bestätigten Berichte ehemaliger Heimkinder: „Putzen habe ich gelernt“, berichtete die heute 82-jährige Barbara Kähler. Sie wurde bereits als Kind in eine Einrichtung eingewiesen und arbeitete 30 Jahre lang als Putzfrau auf dem Gelände. Wenn sie Fehler machte, kam sie in den „Bunker“, wo sie auf einer Matratze auf dem Boden schlafen musste. Der Bunker bedeutete nicht nur Enge, Kälte und Dunkelheit, sondern auch den Verlust der letzten Würde. Denn es gab nicht einmal eine Toilette oder auch nur einen Eimer für die Notdurft.
      Viele Tätigkeiten, zu denen Heiminsassen gezwungen wurden, waren schlicht nutzlos. So beschäftigten sie sich den ganzen Tag damit, Plättchen auf ein Spielbrett zu legen oder Holzstäbchen in eine Form zu stecken. Die Stärksten wurden als Pflegekräfte für die Schwächeren eingesetzt, inklusive Nachtwachen und Medikamentengabe. Auch diese Verhältnisse untereinander führten in den engen Mehrbettzimmern zu Gewalt und Missbrauch, wie Betroffene berichteten.
      „Ich kann alle Aussagen zu Gewalt bestätigen“, sagt Winkler, die rund 120 Interviews mit ehemaligen Heimkindern geführt hat. Ein Auszug aus dem Katalog der Grausamkeiten: Schläge mit Dachlatten, Haare ziehen, Beschimpfungen. Bettnässer mussten ihre nasse Wäsche in den Händen halten. Es gibt bestätigte Berichte, wie Diakonissen „ein schmächtiges Würmchen auf den Boden pressen. Eine hielt den Kopf fest, die andere schaufelte das Essen in den Mund. Was das Kind erbrach, wurde wieder hineingeschaufelt.“

      Es war normal, Kinder einzusperren und zu fesseln. Es gab Medikamente, um die Kinder ruhigzustellen, Gehirn-OPs, damit „das Benehmen besser wird“.
      Prof. Renate Schepker, Ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Leitenden Ärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie aktiv, erklärte in Kiel, mit welcher Haltung die damaligen Ärzte sich ihren kleinen Patienten näherten: im Geist der NS-Zeit, der noch durch die Psychiatrie wehte. Die „Fehler“ wurden als angeboren und nicht behebbar angesehen. Zu viel Geld sollte die „Verwahrung“ der „Schwachsinnigen“ nicht kosten, das Budget betrug Ende der 50er Jahre sechs Mark pro Tag und Kind. Zwei Lehrer kümmerten sich um 420 Kinder auf dem Hesterberg, heute betreut in ähnlichen Einrichtungen eine Lehrkraft sechs Kinder. Vier Ärzte waren für 470 Kinder zuständig. Statt Therapie gab es Medikamente, die noch gar nicht oder jedenfalls nicht für Kinder getestet waren: „Die Ärzte haben es einfach probiert“, sagte Schepker. „Als Ärztin finde ich das am schlimmsten.“
      Wie konnte es damals passieren, und vor allem: „Könnte so etwas wieder passieren, und wie können wir es verhindern?“ Diese Frage stellt sich Dr. Henrik Herrmann, Präsident der Ärztekammer Schleswig-Holstein (siehe auch Seite 3). Zwar seien erst Mitte der 60er Jahre klare Richtlinien für Tests erlassen worden, aber „mit der berufsständischen Ethik war es bereits vorher nicht vereinbar, Menschen Schaden zuzufügen und gegen ihren Willen Tests zu machen“. Es sei wichtig, die Erinnerung an die Geschehnisse im Bewusstsein zu behalten, sagt Herrmann, auch als Mahnung an heutige Mediziner. „Sicher wird es in dieser Form nicht mehr vorkommen, dazu haben sich zum Glück die Psychiatrien zu stark gewandelt. Aber in subtilerer Form mag es durchaus zu der Frage kommen, ob eine bestimmte Behandlung wirklich dem Wohl des Patienten dient oder ob etwas getan oder unterlassen wird, weil ökonomische Interessen im Spiel sind.“

      Auf die Frage nach dem Warum haben die Betroffenen eine schlichte Antwort: „Die Täter waren eben einfach Bestien“, so Günter Wulf. Die damaligen Ereignisse wirken bei ihm und den übrigen Betroffenen bis heute nach. Sei es durch Traumata und körperliche Folgeschäden, aber auch, weil die damals versagte Förderung den Heimkindern lebenslang Chancen verbaute, daran erinnert die Historikerin Winkler. So lernten einige Mädchen und Jungen statt des Alphabets nur eine verkürzte „Spurschrift“. Darunter litten besonders die Kinder, die nicht „schwachsinnig“ waren, sondern wegen „schlechten Betragens“ oder „Unruhe“ im Zwangssystem Heim steckten. Viele von denen, die den Schritt an die Öffentlichkeit wagen und auf der großen Bühne des Plenarsaals über ihr Leiden berichten, haben trotz der Jahre im Heim und geringer Förderung Berufe erlernt – offenkundig waren sie also trotz anderer Diagnosen in der Kindheit in der Lage dazu.
      Seit einigen Jahren kümmert sich die Stiftung „Hilfe und Anerkennung“ um die Betroffenen, die dort eine Anlaufstelle haben. Im Fonds der Stiftung liegen 290 Millionen Euro, die unter anderem von den Kirchen eingezahlt wurden. Damalige Heimkinder können Geld zugesprochen bekommen (siehe Infoleiste).
      Vielen ehemaligen Heimkindern reicht das nicht. Vor allem kritisieren sie, dass im Beirat der Stiftung Vertreter von Kirche und Land, also der ehemaligen „Täterorganisationen“ sitzen und dass viele Betroffene heute weiter oder immer noch von diakonischen Einrichtungen betreut werden: „Das schafft nicht mal die Mafia, dass sie zweimal an den Leuten verdient“, so Eckhard Kowalke, Künstler aus Eckernförde und Vorsitzender des Vereins ehemaliger Heimkinder.
      Diese Beschuldigungen träfen ihn, sagte Heiko Naß, Landespastor des Diakonischen Werks, in einer Veranstaltungspause. Inhaltlich kommentierte er den Vorwurf nicht: „Ich stelle nicht infrage, was Betroffene sagen.“ Doch die ehemaligen Heimkinder wollen Antworten und eine deutliche Entschuldigung.
      „Die Uhr tickt“, sagt Franz Wagle, der Stellvertreter Kowalkes im Verein ehemaliger Heimkinder. „Bei mir rufen 80-Jährige an, die kein Dach über dem Kopf haben und denen es dreckig geht.“

      Ein weiteres Problem des Anerkennungs-Fonds ist, dass viele der ehemaligen Heimkinder nichts von der Chance auf eine Entschädigung wissen, nicht die Kraft für das Antragsverfahren haben oder bereits verstorben sind. Und selbst wenn noch weitere Betroffene ihre Forderungen stellen, wird mutmaßlich Geld im Topf übrig bleiben. Elsa Nicklas-Beck, die als Betroffene im Beirat der Stiftung sitzt, schlug daher vor, das Geld nicht an die Kirchen zurückfließen zu lassen, sondern daraus einen Unterstützungsfonds zu machen, der den anerkannten Opfern von Heim-Gewalt hilft, wenn sie pflegebedürftig werden. Denn im Alter wieder in ein Heim zu müssen, sei nach der Leidensgeschichte in der Jugend schwer erträglich. Der Vorschlag war auch für die Politik neu, traf aber durchaus auf Zustimmung: „Darüber werden wir sprechen“, sagte Dr. Maret Bohn (Grüne), und Birte Pauls (SPD) stimmt zu: „Eine bedenkenswerte Idee.“

      Außerdem war für die Abgeordneten klar, dass „der Weg der Aufarbeitung“ mit dem Symposium nicht vorbei sei, so Dennys Bornhöft (FDP). Werner Kalinka (CDU), Vorsitzender des Sozialausschusses, mahnte zur geplanten Studie über die Medizintests an: „Ich will nicht nur hören, wie es zeithistorisch gesehen wurde, sondern wer die Verantwortung trägt.“ Er wolle allerdings keine falschen Erwartungen wecken: Die Rolle der Pharmafirmen sei vermutlich schwer zu erfassen, allein weil Unternehmen teilweise fusioniert hätten oder vom Markt verschwunden seien. Aber wenn es Tote durch Misshandlungen gegeben habe, sei das ein Fall für die Staatsanwaltschaft: „Deren Möglichkeiten sind größer.“ Und Mord, das war mehrfach zu hören, verjährt schließlich nicht. Sozial- und Gesundheitsminister Garg betonte, dass es bei der Aufklärung der Fälle „nicht um den Schutz von Organisationen gehen darf, sondern es muss um die Opfer gehen“. Aber wird tatsächlich etwas passieren? Eckhard Kowalke war froh, dass er und andere Betroffene im Plenarsaal des Landtags zu einem großen Publikum sprechen durften. Aber was die Zukunft angeht, ist der Künstler skeptisch: „Wir werden sehen, ob nun etwas folgt oder ob es bei Worthülsen bleibt“, sagte er.

      Es wäre nicht das erste Mal, daran erinnerte Ursula Schele, die sich in der Diskussion zu Wort meldete: „Die Berichte gibt es seit 15 Jahren, sie liegen in den Schubladen“, sagte die ehemalige Ombudsfrau der Nordkirche für sexuellen Missbrauch. Sie war zurückgetreten, weil ihrer Meinung nach „die Opfer gegen Wände laufen“. „Dass man es ihnen hier zumutet, Zeugnis ablegen zu müssen, um etwas zu bewegen, macht sprachlos. Es gibt große Worte von Politik und Trägern, aber es fehlt immer noch ein Entschädigungsgesetz auf Bundesebene.“ Günter Wulf verlangte vor allem einen scharfen Blick auf heutige Einrichtungen: „Mein Hauptanliegen ist, dass die Kinder in Heimen, die Älteren in der Pflege und Menschen mit Behinderungen in ihren Einrichtungen menschenwürdig untergebracht sind.“

      Esther Geißlinger
      Fotos: Esther Geißlinger

      Ärztekammer-Schleswig-Holstein, Bismarckallee 8-12, 23795 Bad Segeberg
      ( Kurzprofil:
      https://www.aeksh.de/ueber-uns/kurzprofil )

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      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

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      Martini. Richtig. Ich nutze auch mobile Phone u habe dennoch bemerkt, worum es hier geht. I.d.R. lese ich auch alles zuvor Stehende u eben daher stellte ich oben den Trailer ein, der mindestens eine Art Vorgeschichte s. Betreffzeile beinhaltet. Schließlich gab es all das bereits im 3. Reich u setzte sich später fort. Nichts für ungut.
      Lesegrüße aus einem ICE u bitte berichten, was den Termin morgen angeht. Danke.
      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel

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      PS. "Nebel im August" - man sollte den preisgekrönten Film gesehen haben, denn in der Deutlichkeit wurde der nationalsozialistische widerliche Medikamenteneinsatz mit dem Ziel, noch sehr junge Menschenkinder zu missbrauchen und ihnen bleibenden Schaden zuzufügen, filmisch so noch nicht aufgearbeitet, meine ich. Doch das, worüber der Film mehrheitlich in aller Deutlichkeit Zeugnis ablegt, war und ist die bestialische Euthanasie, wohl einer der grausamsten Methoden, sogenanntes "unwertes Leben" zu vernichten. Mich hat der Film "beschäftigt" weswegen ich auch der Meinung war/bin, dass er hier durchaus auch mal erwähnt werden sollte, womit ich es nun aber belasse.

      Eine Suche nach aktuellen Informationen zu den Med-Tests in Heimen führte mich jüngst auf eine Seite des "BR", in der davon die Rede war/ist, dass die Grünen Bayerns einen neuerlichen "Runden Tisch" gefordert hätten. Allerdings hatte ich seit dem nichts Aktuelles dazu mehr lesen können. Falls jemand Genaueres habe, was daraus wurde, würde mich das interessieren, denn ich finde darinnen einen sehr wichtigen Punkt. Es ist im Text die Rede von einem sogenannten Impfbuch und damit meine ich nicht den normalen Impfausweis, den jeder Mensch haben dürfte, der Nachweise über Impfungen gegen Dyphterie, Masern, Tetanus liefert. Ein weiterer schockierender Begriff, den ich so auch noch nicht las: Heimkinder als "leicht verfügbares Material" zu bezeichnen. Doch ist er wohl mehr als zutreffend und falls es jemanden interessiert, klickt er sich hier hinein ->

      br.de/nachricht/verdraengtes-l…s-an-heimkindern-100.html
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      habe den film gesehen hat sich einiges wider gespigelt wie sie mit mir um gegangen sind daran sieht man wider mal wie viele arschlöcher nach dem krieg noch weiter machen konnten wie vor her inklusive der pharma politik ärzte kirchen aufseher und politik was gab es denn besseres wie kinder wo keiner intresse dran hatte es gab doch genug versuchs material und gedeckt werden sie immer noch die pharma wird mal wider sagen denkt an die arbeitsplätze konzerne haben narren freiheit in der brd egal in welcher hinsicht das zieht immer der arbeitsplätze wir zahlen nichts das kann das VOLK und wir die gewinne

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      Gib mal Eckmann F[Author] mit den links erkenntlichen suchfiltern ein.
      Christiani hat glaube ich in Hannover gewirkt und Eckmann F. in Schleswig Hesterberg.

      Über Eckmann wird man zahlreiche Verbundstudien finden. Bis zu 5 andere Landeskrankenhäuser waren beteiligt. Da sind alleine schon tausende Betroffene zu finden.

      Auch Diagnostik, Kontrastmittelstudien, man findet dort alles.



      :mumie: Auf dieser Welt erreichst Du nicht das was Du willst; Du erreichst nur das was Du musst. R. B.

      Gefährlich sind Weltanschauungen von Menschen die die Welt nicht angeschaut haben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Ralf B.“ ()

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      Bei allem was ich fand, viel mir immer wieder ein Name und eine Institution auf.

      Prof.Dr.med. H. Immich
      Institut für Dokumentationen
      Information und Statistik am
      Deutschen Krebsforschungszentrum
      Heidelberg

      Kurz: DKFZ

      Er ist zB. in zahlreiche Studien im Landeskrankenhaus Schleswig Hesterberg beteiligt; unter anderem wird er als Co-Author benannt.

      Hm, aber ich frage mich : Was machen Mediziner vom Krebsforschungsinstitut in Landeskrankenhäusern und erforschen anderes als den Krebs?
      Wer hat sie beauftragt und warum?

      ich glaube; eine lohnende Spur ;)
      Klinische Forschung mittels verteilungsunabhängiger Methoden - G.K. Wolf - Google Books
      https://books.google.de/books?id=vgC2BgAAQBAJ&pg=PA137&lpg=PA137&dq=immich+h.&source=bl&ots=-4ykzwm40W&sig=ACfU3U199pYs1C958JIN53lfZYz4KNbeAQ&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwji1Yr557jgAhUJzqQKHet3AjgQ6AEIJTAG

      dkfz.de/timeline/#1
      books.google.de/books?id=D6WmB…gAhWQzaQKHfGDCtwQ6AEIFzAB
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      Gefährlich sind Weltanschauungen von Menschen die die Welt nicht angeschaut haben.

      Neu

      ECKMANN,
      Friedrich: Klinische Gemeinschaftsuntersuchungen mit Trifluoperazin.
      D. Nervenarzt 36, 404-406, 1965 (zs. mit H. Immich, H. Neumann, O.
      Schäpperle, H. Schwarz, H. Tempel)


      ECKMANN,
      Friedrich: Klinische Untersuchungen mit Esucos. Fschr. D. Med. 84,
      750-752, 1963 (zs. mit H. Immich)


      ECKMANN,
      Friedrich: Klinische Untersuchungen mit Oxypertine. Therap. d.
      Gegenw. 105, 1458-1463, 1966 (zs. mit H. Immich)


      ECKMANN,
      Friedrich: Psychopharmakologische Gemeinschaftsuntersuchung mit
      einem Antidepressivum, Arzn. Forsch. 19, 488-489, 1969 (zs. mit H.
      Immich, H. Neumann, O. Schäpperle, H. Schwarz, H. Tempel)


      ECKMANN,
      Friedrich: Die klinische Prüfung von Noxiptilin im Rahmen einer
      Gemeinschaftsprüfung in fünf psychiatrischen Krankenhäusern.
      Arzn. Forsch. 19, 893-895, 1969 (zs. mit H. Immich, H. Neumann, O.
      Schäpperle, H. Schwarz, H. Tempel)
      :mumie: Auf dieser Welt erreichst Du nicht das was Du willst; Du erreichst nur das was Du musst. R. B.

      Gefährlich sind Weltanschauungen von Menschen die die Welt nicht angeschaut haben.

      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen")

      Neu

      .
      Ich präsentiere diese von Boardnutzer »Ralf B« entdeckte Information, auf die er uns im unmittelbar vorhergehenden Beitrag hier in diesem Thread @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/18400-Medikamententests-an-Heimkindern-in-WESTDEUTSCHLAND/?postID=581262#post581262 aufmerksam gemacht hat, hier jetzt mal wie folgt:

      .
      aus Heidelberger Jahrbücher, Volume 14,
      by H. Schipperges, Universitäts-Gesellschaft

      [ @
      https://books.google.com.au/books?id=89yfBgAAQBAJ&pg=PA228&lpg=PA228&dq=%22Die+klinische+Pr%C3%BCfung+von+Noxiptilin+im+Rahmen+einer+Gemeinschaftspr%C3%BCfung+in+f%C3%BCnf+psychiatrischen+Krankenh%C3%A4usern%22&source=bl&ots=_HxZAq1BxW&sig=ACfU3U3kTFo1h86tNPWSdRfmAg2oT3YXoA&hl=en&sa=X&ved=2ahUKEwjfz97637rgAhWIM48KHWo8Ai0Q6AEwAHoECAEQAQ#v=onepage&q=%22Die klinische Pr%C3%BCfung von Noxiptilin im Rahmen einer Gemeinschaftspr%C3%BCfung in f%C3%BCnf psychiatrischen Krankenh%C3%A4usern%22&f=false ]

      Seite 228-229:

      IMMICH, Herbert

      [ ……… ]
      In: Arch. Kinderheilk. 180 (
      1969) 38-47 * (u.a.) Psychopharmakologische Gemeinschaftsuntersuchung mit einem Antidepressivum. In: Arzneimittel-forsch. 19 (1969) 488-489 * (u.a.) Die klinische Prüfung von Noxiptilin im Ramen einer Gemeinschaftprüfung in fünf psychiatrischen Krankenhäusern: Ebda S. 893-895 * Methodische Aspekte in der experimentellen Ophthalmologie. [ ……… ]

      .

      und (irgendwie) auch erwähnt in:

      .
      Zeitschrift für Kinder und Jugendspychiatrie und Psychotherapie, Jahrgang 46 / Heft 1 / 2018
      by Hofrege

      Themenschwerpunkt
      Störungen und Affektregulation

      [ @
      https://issuu.com/hogrefegroup/docs/kij.2018.46.issue-1?e=9315568/67294367 ]

      .

      Desweiteren siehe auch:

      QUELLE: WIKIPEDIA @ https://en.wikipedia.org/wiki/Noxiptiline und

      WEITERE QUELLE: PubChem CID: 21087 @ https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/Noxiptiline#section=Top :


      .
      Noxiptiline
      Chemical Names: Noxiptiline; Noxiptilin; Noxiptyline; UNII-DF7D3NY7EL; Noxiptiline [INN:BAN:DCF]; DF7D3NY7EL


      MeSH Entry Terms

      3.4.1.

      1. agedal
      2. Bayer 1521
      3. Bayer-1521
      4. dibenzoxin
      5. Elronon
      6. noxiptilin
      7. noxiptilin hydrochloride
      8. noxiptilin monohydrochloride
      9. noxiptyline
      10. noxyptyline

      .

      Noxiptiline wurde anscheinend erstmalig in den 1970er Jahren in Europa in Umlauf gebracht, also mehrere Jahre nachdem es vor und in 1969 in fünf psychiatrischen Krankenhäusern in Klinischen Prüfungen Anwendung fand. !!

      In folgender Veröffentlichung, in Englisch, jedoch, ist von Tier-Experiementen in 1970 mit Noxiptiline die Rede. Das war aber nicht in Deutschland so, denn dort wurde ja in 1969 schon mit Noxiptiline an Kindern und Jugendlichen in fünf psychiatrischen Krankenhäusern experimentiert, wie es in deutschen Kinderheilkunde-Archiven festgehalten ist (siehe oben) !! :

      QUELLE: https://eurekamag.com/research/043/684/ :

      .
      Cocchi, A.; Andreola, M.L., 1970: Morphological aspects of administration of noxiptiline (BAY 1521) in animal experiments.
      .


      #compensationnow (MM - Heimopfer-WEST)
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      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

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