Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

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      mbugu schrieb:

      ziviler Ungehorsam
      Pappalapuup ... es herrschen hier noch keine Zustände, die man diktatorisch nennen kann.
      Etwas rechtsbeugerisch, etwas kriminell ... aber nicht diktatorisch.

      Was nötig ist, sind Recherchen, "kleine Anfragen", Demos ... und Strafanzeigen gegen jeden der Mittäter und der Vertuscher, dass die Schwarte kracht.
      Bin kein Fake, wie diese drei NB-Komparsen. :*

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Widerstand“ ()

      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

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      Pressemeldung ausgehend vom Landschaftsverband Rheinland (LVR - Hauptsitz Köln):

      QUELLE: http://www.lvr.de/de/nav_main/derlvr/presse_1/pressemeldungen/press_report_137158.jsp :

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      Pressemeldung

      „Schluck das oder ich hole die Frau Doktor!“

      14. Mai 2018 | Jugend

      Petra Alice Berg war Psychiatriepatientin in den 1970er Jahren / Sie leidet noch heute unter den Folgen von Medikamentenmissbrauch und vorenthaltener Schulbildung / Die Anlauf- und Beratungsstelle beim LVR bietet Betroffenen Unterstützung und Leistungen der Stiftung Anerkennung und Hilfe an [ aber keine wirkliche Entschädigung ist vorgesehen ]

      Köln. 14. Mai 2018. Petra Alice Berg war zwölf Jahre alt, als sie im Juli 1968 in ein Kindersanatorium eingewiesen wurde. In ihrer Jugend war sie in zwei Heimen und immer wieder in der Psychiatrie. Heute ist die Wuppertalerin 62, kann sich aber noch gut an das erinnern, was ihr vor fünfzig Jahren widerfuhr: „Im Kindersanatorium probierte man ohne Einwilligung meiner Mutter Medikamente an mir aus, die noch nicht im Handel erhältlich waren oder noch nicht an Kindern erprobt wurden – vor allem Neuroleptika aber auch Schlafmittel.“

      Nachdem man ihr die ersten Medikamente verabreichte, bekam Petra Alice Berg Tobsuchtsanfälle und hörte Stimmen. Von dem Saft, den sie nehmen musste, wurde ihr immer schlecht. Wenn sie sich wehrte, bekam sie zu hören: „Schluck das oder ich hole die Frau Doktor, dann kriegst du es gespritzt“. Die Tobsuchtsanfälle sind auch nach dem Absetzen der Medikamente geblieben und haben Petra Alice Berg noch viele Jahre belastet. Sie vermutet, dass aus einem seelischen Trauma aufgrund von Kindheitserlebnissen eine echte Schizophrenie wurde – durch die Medikamente.

      „Trotz eines überdurchschnittlich hohen Intelligenzquotienten und einer außergewöhnlichen Sprachbegabung konnte ich nur einen Schulabschluss auf einer heimeigenen Sonderschule machen. Gerne wäre ich Übersetzerin oder Lektorin geworden“, sagt sie. Am Ende der Schulzeit hatte sie jedoch nur knapp drei Jahre Englischunterricht gehabt und konnte diesen Wunsch nicht verwirklichen.

      Ihr Leben lang hatte sie nur Hilfsarbeitsstellen, ging stundenweise putzen. Aufgrund vieler körperlicher und seelischer Leiden galt sie schon immer als schwer oder gar nicht vermittelbar. Seit 2006 ist sie erwerbsunfähig. Sie ist auf betreutes Wohnen und eine Haushaltshilfe angewiesen. Insgesamt sechs Mal hat sie über die Jahre versucht, sich das Leben zu nehmen. „Mittlerweile bewahrt mich mein Glaube davor“, sagt Berg heute.

      Andreas Naylor leitet die Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder beim Landschaftsverband Rheinland (LVR). „Bei unserer Arbeit mit den Betroffenen hören wir oft von ähnlichen Erlebnissen. Das erfahrene Leid ist für die Menschen kein singuläres Ereignis. Es ist für sie traumatisch und prägt in vielen Fällen ihren ganzen Lebensverlauf“, sagt er. Aufgabe der Anlauf- und Beratungsstelle ist es, Menschen beim Beantragen von finanziellen Leistungen aus der Stiftung Anerkennung und Hilfe zu unterstützen, die von Bund, Ländern und Kirchen ins Leben gerufen wurde. Die Stiftung richtet sich an Menschen, die als Kinder oder Jugendliche in der Zeit von 1949 bis 1975, wie Petra Alice Berg, schlimme Erfahrungen in Einrichtungen der Behindertenhilfe oder in stationären psychiatrischen Einrichtungen gemacht haben.

      Betroffene erhalten eine pauschale Geldleistung in Höhe von 9.000 Euro zur Anerkennung von erlittenem Unrecht und zur Linderung der Folgewirkungen. Wer in den Einrichtungen sozialversicherungspflichtig gearbeitet hat, ohne dass Sozialversicherungsbeiträge gezahlt wurden, erhält darüber hinaus eine einmalige Rentenersatzleistung von bis zu 5.000 Euro.

      Auch Petra Alice Berg hat sich entschieden, mit einer Beraterin der Anlauf- und Beratungsstelle Kontakt aufzunehmen. Die hat sie zu Hause besucht und mit ihr besprochen, was die nächsten Schritte sind. Schließlich erhielt Petra Alice Berg sowohl die Anerkennungsleistungen als auch die Rentenersatzleistung. „Ich möchte anderen Betroffenen Mut machen, sich auch bei der Anlauf- und Beratungsstelle des LVR zu melden“, sagt sie rückblickend. Von dem Geld will sie ihre Autobiographie veröffentlichen. Der Titel lautet „Es ist nicht leicht, verrückt zu sein“.

      „Insgesamt haben sich leider noch zu wenig Menschen bei uns gemeldet“, sagt Andreas Naylor. Die Stiftung Anerkennung und Hilfe schätzt, dass rund 3.300 Menschen in NRW Leistungen erhalten können. Gemeldet haben sich beim LVR bisher 704 Menschen aus dem rheinischen Landesteil von NRW, von denen 306 bereits Geld aus der Stiftung erhalten haben. Bis Ende 2019 können sich Betroffene aus dem Rheinland noch anmelden (Tel.: 0221 809-5001).

      Ansprechpartner für redaktionelle Fragen:

      Till Döring
      LVR-Fachbereich Kommunikation
      Tel 0221 809-7737
      Mail
      till.doering@lvr.de



      Weiterführende Links

      Internetseite der Anlauf- und Beratungsstelle beim LVR [ Siehe @ http://www.lvr.de/de/nav_main/derlvr/organisation/anlauf__und_beratungsstelle_fuer_ehemalige_heimkinder/anlauf__und_beratungsstelle_fuer_ehemalige_heimkinder.jsp ]

      ● Pressemitteilung vom 18. April 2018 zur Veröffentlichung der LVR-Studie "Gestörte Kindheiten. Lebensverhältnisse von Kindern und Jugendlichen in psychiatrischen Einrichtungen des Landschaftsverbandes Rheinland (1945–1975)" [ Siehe @
      http://www.lvr.de/de/nav_main/derlvr/presse_1/pressemeldungen/press_report_133249.jsp ]

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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

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      Ordensschwestern seien morgens mit Medikamenten ins Zimmer gekommen, die von Anstaltsarzt Dr. Waldemar Strehl verordnet wurden. "Einige Kinder, wie ich, mussten das täglich schlucken", sagt Karl-Werner Krüll. In seiner Krankenakte ist mehrmals das Psychopharmakon Esucos vermerkt: Einnahme bis zu dreimal täglich. Eine sehr hohe Dosis für ein Kind. "Mir wurde das Zeug gewaltsam reingezwungen. Jahrelang.



      Also doch immer wieder - Kinder als Versuchsobjekte, denn weshalb probiert man Medikamente aus, an Wehrlosen, ohne Zustimmung derer, die hätten zustimmen müssen?

      Sylvia Wagner / Pharmakologin, Krefeld

      Es gab keine medizinische Indikation für Esucos. Es ging nicht um Therapie, sondern um soziale Anpassung.



      Gehört auch dieses Kapitel etwa nur zur sprichwörtlichen Spitze eines Eisberges? Wann taut der endlich ab und wenn ja, erreicht es die noch, die ein Leben lang unter den Folgen litten? :S
      Zitat von Wiederstand.

      Ehem. Ärzte, Archive, Ministerien, Firmen etc. arbeiten intensiv an einer Lösung ... einer biologischen Lösung.
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      Wiederstand.
      Wer Glaubt da noch am Weihnachtsmann? Es wird doch alles Vertuscht und klein Geredet.Die,die das alles Verschuldet,alle,die an das Beteiligt gewesen sind und sich Strafbar gemacht haben,leiden heute schon an Gedächtnisschwund.Diese Verbrecherische Farmaindustrie mit den Ordenschwestern in den Heimen dehnen das Verbrecherische tun,an den Wehrlosen Kindern Bekannt war,müssen auch heute noch,zur Rechenschaft gezogen werden.Die Worte (wir Mussten oder wir haben die Folgen nicht Abschätzen können)darf nicht zur standard Ausrede herhalten.Ich hoffe,das die Gebete der Opfer Erhört werden.

      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

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      WDR - Westdeutscher Rundfunk Köln - Anstalt des öffentlichen Rechts

      QUELLE: https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/medikamente-in-essener-kinderheim-100.html :

      Der Vollständigkeit halber gebe ich jetzt auch hier noch einmal folgenden von Boardnutzer »henry g« zuvor erwähnten WDR-Nachrichten-Bericht im genauen Wortlaut in diesem Thread wieder:

      Jetzt hier in Bezug auf das Bundesland Nordrhein-Westfalen und insbesondere in Bezug auf das katholische Franz-Sales-Haus in Essen

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      > WDR > Nachrichten > Ruhrgebiet ----- Stand: 23.05.2018, 10:47

      Medikamentenmissbrauch: Vorwürfe gegen Essener Kinderheim

      Von Carmen Krafft

      ● Ex-Heimkind erhebt Vorwürfe gegen Franz-Sales-Haus
      ● Ständige Betäubung durch Psychopharmaka in den 1960ern
      ● Aufsätze belegen Medikamentenstudie an Heimkindern

      Karl-Werner Krüll (63) hat einen Mini-Job als Hausmeister. Dass er sich mit Hilfsjobs durchschlagen musste, führt er auf seine Kindheit im Essener Franz-Sales-Haus zurück. Im Heim wurde er 1962 mit acht Jahren aufgenommen. Er sagt: "Ich habe dort nicht Lesen und Schreiben gelernt, weil ich mit Medikamenten zugedröhnt wurde."

      Ordensschwestern seien morgens mit Medikamenten ins Zimmer gekommen, die von Anstaltsarzt Dr. Waldemar Strehl verordnet wurden. "Einige Kinder, wie ich, mussten das täglich schlucken", sagt Karl-Werner Krüll. In seiner Krankenakte ist mehrmals das Psychopharmakon Esucos vermerkt: Einnahme bis zu dreimal täglich. Eine sehr hohe Dosis für ein Kind. "Mir wurde das Zeug gewaltsam reingezwungen. Jahrelang."

      [ (FARBFOTO) VIDEO: „Medikamentenmissbrauch 1: Die Geschichte von Karl-Werner-Krüll | 03:22 Min. | Verfügbar bis 22.05.2019“ ]


      "Alle haben davon gewusst – keiner hat geholfen"

      Laut Akte galt Karl-Werner Krüll als "aggressiv". Durch die Medikamente stellte man ihn ruhig: "Ich war kaum in der Lage, irgendwas zu denken." Am normalen Unterricht konnte er deshalb nicht teilnehmen, er landete in einer "Bastelklasse". Lesen und Schreiben hat er dort nicht gelernt. Von dem Medikamenten-Missbrauch hätten "alle" gewusst, sagt Krüll: "Die Nonnen haben mitgemacht, aber auch die Betreuer und die Verwaltung wussten, was der Arzt mit uns gemacht hat."

      Belege für Medikamentenstudie

      Tatsächlich gibt es Belege über Medikamentenversuche durch den Anstaltsarzt Dr. Waldemar Strehl. In einem wissenschaftlichen Aufsatz Anfang der 1960er stellt der ehemalige Arzt des Franz-Sales-Hauses seine Versuche mit dem Psychopharmakon Esucos vor. Strehl hat, so schreibt er damals, 96 Kinder zwischen sechs und 14 Jahren ausgewählt, die durch störendes Verhalten auffielen.

      Keine Therapie, sondern Experiment

      [ KLEINES SCHWARZ-WEIß FOTO: „Nonnen im Franz-Sales-Haus in den 1960ern“ ]

      Die Krefelder Pharmakologin Sylvia Wagner hat sich mit den Medikamententests befasst. Nach Ansicht der Wissenschaftlerin missbrauchte Strehl Medikamente, machte medizinische Versuche. "Es gab keine medizinische Indikation für Esucos. Es ging nicht um Therapie, sondern um soziale Anpassung." Bei einigen Kindern ordnete er viermal täglich 25 Milligramm Esucos an – deutlich mehr als die Maximal-Dosis für Erwachsene.

      Mögliche Folgen des Medikamentenmissbrauchs hat der Bochumer Neurowissenschaftler Burkhard Wiebel erforscht. Er untersuchte ehemalige Heimkinder aus dem Franz-Sales-Haus. Ihnen wurden laut Akte mindestens über mehrere Monate Psychopharmaka verabreicht. Burkhard Wiebel: "Ich konnte nachweisen, dass geistige Fähigkeiten, die sonst bei ihnen vorhanden sind, deutlich eingeschränkt sind."


      Franz-Sales-Haus will Geschichte aufarbeiten

      Das Essener Franz-Sales-Haus verweist auf eine neue Studie. Bochumer Historiker und Ethiker untersuchen zurzeit den Umgang mit Medikamenten im Heim. Bis Ende 2019 will man durch Aktenstudium und Interviews herausfinden, ob in der Nachkriegszeit Medikamente an Kindern missbräuchlich eingesetzt wurden.

      Untersuchungen im Essener Franz-Sales-Haus starten im April MEHR [ Siehe @ https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/untersuchungen-franz-sales-beginnt-im-april-100.html ]

      [ (HISTORISCHES SCHWARZ-WEIß FOTO) VIDEO: „Medikamentenmissbrauch 2: Belege und Folgen | 02:36 Min. | Verfügbar bis 30.05.2018“ ]

      Bethel lässt Medikamenten-Versuche untersuchen | MEHR [ Siehe @ https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/bethel-medikamententest-untersuchung-100.htm ]
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      Schussel mein Freund.
      Bethel.Für mich ist Bethel das Senonym der lebende Hölle.Bodelschwingh (Wikipedia) ist der Vorbereiter der des T4.Bethel war die Hölle für alle in ihrer Obhut gewesene kranken Kinder.Bethel war die Fleischgeworden Hölle für Jugendliche in der Mitte des zwanzigsten Jahrhundert (Freistatt).Wer mir von Mildtätigkeit und Nächstenliebe in diesen Zusammenhang Reden will.braucht nur mit den Opfern, dieser Liebe in Christus Reden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Marbot“ ()

      ...und der heutige Bodelschwingh lebt hier umme Ecke, lässt irgendwo in Afrika Hütten bauen um sein schlechtes Gewissen zu beruhigen aber hat sich zu keinem Zeitpunkt seines bisherigen Lebens seiner moralischen Verantwortung gestellt, ein feiner Herr dieser "Herr".
      God forbid that I should go to any Heaven in which there are no horses

      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

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      Datum: 05.06.2018
      Quelle: epd
      Kommentare: 0
      Landeskirche: Bremische Evangelische Kirche


      UNHEIL UND BEWÄLTIGUNG

      Studie beweist Medikamentenmissbrauch in Rotenburger Anstalten

      Eine neue Studie zu Medikamentenmissbrauch bei Heimkindern in der Nachkriegszeit ist am Dienstag [ 05.06.2018 ] in Rotenburg bei Bremen vorgestellt worden.

      [ FOTO: Krefelder Pharmakologin Sylvia Wagner im Archiv der Rotenburger Anstalten / Rotenburger Werke : Studie beweist Medikamentenmissbrauch in Rotenburger Anstalten ]

      In den ehemaligen Rotenburger Anstalten der Inneren Mission wurden nach der Untersuchung der Pharmazeutin Sylvia Wagner Medikamente an Bewohnern getestet sowie Kinder und Jugendliche mit viel zu hohen Dosierungen ruhiggestellt. Vereinzelt habe es auch psychochirurgische Eingriffe gegeben, sagte die Wissenschaftlerin. "Bei der Durchsicht von Bewohnerakten zeigte sich, dass vor allem unruhige oder vermeintlich schwierige Kinder und Jugendliche Arzneimittel zur Sedierung erhielten." Eine medizinische Indikation habe es in diesen Fällen nicht gegeben.

      Teilweise seien auch mehrere Präparate gegeben worden, um den Tagesablauf der oft überforderten Mitarbeiter zu erleichtern. Auch dies sei in den Akten von Bewohnern vor allem in den 1960er und Anfang der 1970er Jahre belegt. Die Versuchsreihen seien in keinem Fall mit Einwilligung der Eltern oder der Betreuer geschehen, sagte die 53-jährige Expertin. "Das legt nahe, dass sie auch nicht eingeholt wurden, was nach rechtlichen und ethischen Normen fragwürdig war."

      Missbräuche dieser Art seien zur damaligen Zeit in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe nicht unüblich gewesen, sagte die Wissenschaftlerin, die bundesweit zur Situation zwischen 1945 und 1975 recherchiert. In Rotenburg habe sie eine "Tiefenbohrung" machen können, weil die diakonische Einrichtung im Vergleich der Einrichtungen über das umfangreichste Bewohnerarchiv verfüge. Es sei auch "ein absoluter Glücksfall", dass die Rotenburger Werke als Nachfolgeeinrichtung der Anstalten so offen und kooperativ mit dem Thema umgingen.

      Wagners Erkenntnisse sind Bestandteil eines neuen Buches, das am Dienstag in den Rotenburger Werken vorgestellt wurde. Es beschreibt den oft von Gewalt und Medikamentenmissbrauch geprägten Alltag der damaligen Bewohner. Auftraggeber des Buchprojektes unter dem Titel "Hinter dem Grünen Tor" war der Vorstand der Werke. Diese zählen mit 1.130 Bewohnern und etwa 1.800 Beschäftigten in Norddeutschland zu den größten stationären Behinderteneinrichtungen in Norddeutschland. . "Wir müssen uns unserer Vergangenheit stellen", sagte Geschäftsführerin und Pastorin Jutta Wendland-Park.


      WEITERE INFOS ZUM ARTIKEL
      Karsten Wilke, Hans-Walter Schmuhl, Sylvia Wagner, Ulrike Winkler (Autoren): Hinter dem Grünen Tor - Die Rotenburger Anstalten der Inneren Mission, 1945-1975. Schriften des Instituts für Diakonie- und Sozialgeschichte an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel/Band 32, Verlag für Regionalgeschichte, Gütersloh 2018. 24 Euro.

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      NOCHMALIGE QUELLENANGABE: https://www.evangelisch.de/inhalte/150379/05-06-2018/studie-beweist-medikamentenmissbrauch-rotenburger-anstalten

      Aufarbeitung ist, meines Erachtens, gut und wichtig, insbesondere wenn diese mit angemessener wirklicher Entschädigung einhergeht.
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      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
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      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen")

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      Bei dem YouTube-Hinweis – oben – von Boardnutzer »M FRANZ WAGLE« vom Dienstag, 12. Juni 2018, um 16:10 Uhr, @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/18400-Medikamententests-an-Heimkindern-in-WESTDEUTSCHLAND/?postID=574538#post574538 handelt es sich um folgende URL :

      https://www.youtube.com/watch?v=AZpUp5BHUDw (Video-Länge: 24 Min. und 54 Sek.) :


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      »Exkurs von Prof. Dr. Jürgen Eilert: "Menschenrechtsverletzungen im deutschen Heimsystem (1945-1973)"«
      Published on Oct 14, 2017 by »AndieWelt«

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      1.) DAZUGEHÖRIGER DORTIGER KOMMENTAR
      [ anscheinend hochgeladen von Wiesbadener Filmemacherin Sonja Toepfer ] :


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      von »AndieWelt« :
      Menschenrechtsverletzungen in deutschen Erziehungsheimen nach 1945 waren einerseits durch die Auslieferung von Kindern und Jugendlichen an die totale Institution »Kinderheim« bedingt, anderseits durch implizite eugenische und rassenhygienische Traditionen: »Verwahrloste« wurden auch nach 1945 als Menschen zweiter Klasse kodiert. Dies zeigt sich auch in habituellen und personellen Kontinuitäten zu NS-Jugendkonzentrationslagern und zum »Polen-Jugendverwahrlager Litzmannstadt« (slawische Jugendliche galten den NS-Besatzern vor 1945 a priori als »verwahrlost«). Den dabei wirksamen und kulturgeschichtlich breit nachweisbaren holistischen Deutungsschemata liegen evolutionäre Adaptationen zugrunde. Auf deren Grundlage können Interaktionen, Organisationen, gesellschaftliche Funktionssysteme und ganze Gesellschaften im Sinne menschenverachtender Praktiken rekodiert werden, ohne dass dieser Entmenschlichungsprozess an eine spezifische (z.B. NS-) Weltanschauung gebunden sein muss.

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      2.) DAZUGEHÖRIGER DORTIGER KOMMENTAR :

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      von [Wiesbadener Filmemacherin] »Sonja Toepfer« :
      Seine Publikation ist ein Nachschlagewerk und sollte ein Standard in der Ausbildung der Fürsorgeerziehung werden:
      https://www.amazon.de/Psychologie-Menschenrechte-Menschenrechtsverletzungen-deutschen-Heimsystem/dp/3899719026 .

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      WICHTIGER HINWEIS: Ich habe schon mal ganz speziell, am Mittwoch, 16. Dezember 2015, um 20:06 Uhr, genau zu diesem Thema: »Psychologie der Menschenrechte: Menschenrechtsverletzungen im deutschen Heimsystem (1945-1973)«, von Prof. Dr. Jürgen Eilert, hier in unserem HEIMKINDER-FORUM.DE einen Thread eröffnet, betitelt »Heimkinder! - Eines der wichtigsten Sachbücher überhaupt!«, ein Thread der bisher insgesamt siebzehn Beiträge enthält, Beiträge die auch weiterhin hier zu finden sind :

      @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/18289-Heimkinder-Eines-der-wichtigsten-Sachbücher-überhaupt/ .
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Besonders schön ist es, dass es eines "größeren Narrativs" bedarf, um sich als Erzieher etc. dabei gut zu fühlen, wenn man sein "Werk" vollbringt.

      In der DDR war das Narrativ den "neuen Menschen zu züchten".

      Bin mal gespannt, welches der bereits denkbaren Hirngespinste das nächste "Narrativ" sein wird.
      Bin kein Fake, wie diese drei NB-Komparsen. :*
      Hallo, zum Thema Medikamententests und Medikamentenmissbrauch in Heimen der 50er bis 70er Jahre recherchiert der Südwestrundfunk aktuell zu Einrichtungen und Institutionen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.
      Wenn Sie selbst betroffen sind oder uns Hinweise geben können, in welchen Heimen in den beiden Bundesländern entsprechende Tests durchgeführt wurden oder wo es Missbrauch gab, würden wir uns sehr freuen, Sie könnten uns kontaktieren.
      Am besten per E-Mail: Eric.Beres@swr.de.
      Vielen Dank!

      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND (klassifiziert als "Menschenrechtsverletzungen")

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      Wollt Ihr dass unser Forum erhalten bleibt ??

      Oder wollt Ihr dass wir es schließen ??

      Boardnutzer und Money-Manager »
      brötchen« berichtete diesbezüglich am Mittwoch, 6. Juli 2018, in einem von ihm in unserem HEIMKINDER-FORUM.DE um 08:56 Uhr eingerichteten Thread betitelt »Wars das ??« wie folgt:


      brötchen schrieb:

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      Im letzten halben Jahr hat hier ein (1) User (scorpi...danke) auf das Konto das ich verwalte, etwas zum Unterhalt unseres Forums gespendet. Gerade habe ich an Ulli einen Monatsbeitrag weiter geleitet. Hier sind noch etwas mehr als 2 Monatsbeiträge an Guthaben. Im Klartext heißt das: Kommt kein weiteres Geld rein ist hier Ende September „Schicht im Schacht“. Ihr entscheidet was Ihr wollt.
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      Die Entscheidung ist Eure !!
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      Nee Nee, die Charité in Berlin hat vor ein paar Jahren die Medikamentenreihen in der DDR untersucht - und festgestellt "Es gab keine Medikamentenversuche, Punkt.".

      Es gab zwar eine DDR-West-Zusammenarbeit, aber das waren ja keine Menschenversuche - die Probanden waren einfach nur leichter zugänglich.
      Nen paar "unbedeutende" Todesfälle soll es auch gegeben haben, da diejenigen keine Medikamente sondern Plazebos erhielten - hmmm, ist sowas eigentlich im juristischen Sinne Mord???
      Ach was weiß, wir können dankbar sein jetzt - dank Mauerfall - im KDW einzukaufen und die Stasi-etc-Verbrecher haben ihre Renten für ein langes fragwürdiges "Arbeits"-Leben.

      (Irgendwo war der sarkastische Bereich.)
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