Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

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      Kein Wunder bei der ´Verquickung von Pharma-Industrie und Landesregierung. Die Fa. Merck beruft sich ja noch heute auf ihre "Mitwirkung" bei der Aufklärunf solcher Vorgänge gegenüber der Landesregierung. Mit den Betroffenen auseinandersetzen will sie sich allerdings nicht. Typisch Verschleierungstaktik und billig dazu! Zum Kotzen!!!!!


      Martini schrieb:

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      Martini schrieb:

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      Ein ungefähr gleichlautender (aber von mir speziell etwas kürzer gefasster) Beitrag wie der hier unmittelbar vorhergehende Beitrag @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/18400-Medikamententests-an-Heimkindern-in-WESTDEUTSCHLAND/?postID=571389#post571389, zu den Vorgängen im Bayerischen Landtag, wurde gestern (05.02.2018) im POLITIK-FORUM.EU auf Nimmerwiedersehen in die Ablage befördert:
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      Stern schrieb:

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      Hi Martini. Das ist witzig. In dem Forum, in welchem ich seit Jahren poste und diskutiere, wurde mir neulich von einem User empfohlen, mich als allgem. an Polit. u. A. Interessierter einbringe, in dem Forum zu registrieren, das du erwähnst. Wenn die Moderation so gehandhabt wird, dann sollte ich mir das wohl doch ersparen? Es sieht tatsächlich nach Willkür aus.
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      DAS LÖSCHEN VON RELEVANTEN BEITRÄGEN zum Thema »Werden EHEMALIGE HEIMKINDER wirklich entschädigt?«, mit Subheading »Medikamentetests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND«.

      Um noch einmal auf die Moderation – sprich „Beförderung in die Ablage“ „als SPAM bestimmter unangenehmer innenpolitischer Beiträge (bezüglich deutscher Innenpolitik!) – im POLITIK-FORUM.EU zurückzukommen:

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      POLITIK-FORUM.EU
      Verein zur Förderung der politischen Diskussion e.V.

      Eleonorenstraße 19
      30449 Hannover,
      Niedersachsen,
      Deutschland.

      Kurzbeschreibung:

      Verein zur Förderung der politischen Diskussion e.V. mit Sitz in Hannover ist im Vereinsregister mit der Rechtsform Verein eingetragen. Das Unternehmen wird beim Amtsgericht 30175 Hannover unter der Vereinsregister-Nummer VerR 200802 geführt. Das Unternehmen ist wirtschaftsaktiv. Die letzte Änderung im Vereinsregister wurde am 01.10.2008 vorgenommen.
      Das Unternehmen wird derzeit von 4 Managern (4 x Vorstand) geführt. Das Unternehmen verfügt über einen Standort.

      Geschäftsbereich:

      Gegenstand des Unternehmens:

      Zweck des Vereins ist es im Internet die freie Diskussion zu aktuellen Themen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaften und Gesellschaft zu ermöglichen.

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      QUELLE: https://www.firmenwissen.de/az/firmeneintrag/30449/2190550209/VEREIN_ZUR_FOERDERUNG_DER_POLITISCHEN_DISKUSSION_E_V.html (wann diese Details dort eingetragen wurden ist nicht gewiß)

      RELEVANTE DETAILS ZUSAMMENGEFASST:
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      Gründer der Internetplattform POLITIK-FORUM.EU (gegründet 2009): André Prätorius (Jurist), Oberbürgermeisterkandidat für Bitterfeld-Wolfen, in Sachsen-Anhalt, der Partei der freien Demokraten (er selbst FDP-Mitglied seit 2005) [Anscheinend jedoch hat er, möglicherweise in 2014, zur Partei DIE LINKE gewechselt und hat seither auch nichts mehr zu Tun mit den heutigen Betreibern des POLITIK-FORUM.EU; das ist durchaus möglich.].
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      QUELLE: https://www.mz-web.de/7983090 (erwähnt am Ende dieses Artikels von CHRISTINE KRÜGER in Mitteldeutsche-Zeitung vom 28.10.2009, um 18:27 Uhr).

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      OBERBÜRGERMEISTERWAHL 2009

      Kandidat der FDP


      Auf der Mitgliederversammlung vom 18. Juni 2009 hat der FDP-Ortsverband André Prätorius zum Kandidaten für die Wahl zum Oberbürgermeister der Stadt Bitterfeld-Wolfen gewählt.

      Kurzvita

      1977 geboren in Wolfen, aufgewachsen in Bitterfeld

      1996 Abitur

      1996-1997 Bundeswehr

      1998-2003 Jurastudium in Halle/Saale an der MLU (1. Staatsexamen/Diplomjurist)

      2003-2005 Referendariat in LSA (2. Staatsexamen/Volljurist)

      Seit 2003 in diversen Kanzleien beschäftigt

      Kontakt
      Email
      andre.praetorius@fdp-bitterfeld.de
      Telefon: 03494/826910

      Die Kraft der Freiheit - FDP ----- Die Zukunft der Freiheit - FDP

      [Zum Oberbürgermeister ist André Prätorius jedoch nicht gewählt worden.]

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      QUELLE: http://www.fdp-bitterfeld.de/obwahl09.html

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      Impressum:

      Verein zur Förderung der politischen Diskussion e.V.
      (Registerblatt VR 200802, Vereinsregister Hannover)

      Altvaterstraße. 1
      85221 Dachau,
      Bayern (Oberbayern),
      Deutschland

      Vertretungsberechtigter: Bernd Fitzthum

      E-Mail bei Beanstandungen den Inhalt betreffend:
      vorstand@politik-forum.eu
      E-Mail bei technischen Problemen: admin@politik-forum.eu
      Website: politik-forum.eu

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      QUELLE: http://www.politik-forum.eu/app.php/page/impressum?sid=96cbd631137380786d685b746822b23f (wann diese Details dort eingetragen wurden ist nicht gewiß)

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      Registrant: NOT DISCLOSED! [ = NICHT BEKANNT GEGEBEN! ]

      [Für das POLTIK-FORUM.EU sind also keine Realnamen irgendwo ausfindig zu machen!]
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      QUELLE: https://www.whois.com/whois/politik-forum.eu
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      Wie haben sich die Verantwortlichen und ihre Rechtsnachfolger nach der Aufdeckung der Verbrechen begangen an damaligen Heimkindern überall in der Welt gegenüber ihren Opfern verhalten?

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      Manndick schrieb:

      Martini schrieb:

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      Sie kündigten an, von Juli an im Einzelfall umgerechnet bis zu 94.000 Euro.
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      Und was haben wir bekommen vom Staat und Kirche, Appel und Ei.
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      Wo in der Welt wurden Heimkinder entschädigt? - Umfang der Entschädigung?

      In welchen Ländern der Welt wurden Heimkinder entschädigt und in welchem Umfang?

      Detaillierte Auskunft darüber ist seit dem 17.03.2018 hier zu finden: @ http://heimkinder-forum.de/v4x/blog/index.php/Entry/137-In-welchen-Ländern-der-Welt-wurden-Heimkinder-entschädigt-und-in-welchem-Umfang/
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Wie haben sich die Verantwortlichen und ihre Rechtsnachfolger nach der Aufdeckung der Verbrechen begangen an damaligen Heimkindern in Deutschland verhalten?

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      Ein Betroffener namens Ertko schrieb als Stelllungnahme zu einem diesbezüglichen Artikel im WESTFALEN-BLATT vom 23.12.2017 betitlelt

      Sa., 23.12.2017

      »2600 Westfalen erhalten Fondszahlungen«

      »Streit um Entschädigung ehemaliger Heimkinder«

      QUELLE: http://www.westfalen-blatt.de/Ueberregional/Nachrichten/Politik/3099897-2600-Westfalen-erhalten-Fondszahlungen-Streit-um-Entschaedigung-ehemaliger-Heimkinder (Bitte dort runterscrollen: siehe den zweiten Kommentar von nur zwei dortigen Kommentaren)

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      Ertko schrieb:

      23.12.2017 11:13

      Entschädigung??

      Entschädigung??

      Dieses Wort bzw. dieser Begriff scheint mir im Kontext der Zahlungen für ehemalige Heimkinder [in Deutschland] unangemessen.

      Der Fonds [Heimerziehung-WEST] mag für die Verantwortungskette also Kirche und Staat zufriedenstellend sein, haben sie sich doch der ehemaligen Heimkinder „angenommen“. Aber es ging darum so wenig wie möglich zu zahlen und lediglich zu zeigen, dass dieses Land [die Bundesrepublik Deutschland] sich um die Vergangenheit kümmert um den Anschein zu wahren.

      So hat man dann zunächst am Runden Tisch [Heimerziehung (2009/2010)] versucht diese Vergangenheit aufzuarbeiten und schon im Vorfeld äußerte Frau Vollmer, dass es um die „kleine Wahrheit“ geht, so wurden gleich mal die Grenzen abgesteckt.

      Diese Wahrheit musste klein gehalten werden, weil man befürchtete, dass der Preis der Entschädigung sonst in die Höhe getrieben wird und so wurden dann auch die Behindertenheime und Psychiatrien ausgeklammert; und obwohl bekannt war, dass ehemalige Heimkinder oft in Heimen mit Tabletten ruhig gestellt wurden war das auch kein Thema.

      Dann kam der Einheitsbrei heraus, bei Nachweis einen Betrag von 10'000 Euro aber auch diesen gab es nicht in Form von Geld sondern in Form von Sachleistungen. Eine Erschwernis, weil die gewünschten Sachleistungen im Kontext des Traumata der Heimerziehung stehen musste, also eine Hürde die darauf abzielte es den Ehemaligen nicht leicht machen zu wollen.

      Ehemalige in den Erziehungsheimen haben für die Zwangsarbeit einen finanziellen Ausgleich bekommen, aber jene Ehemalige die in den Kinderheimen auch schon schwer arbeiten mussten gingen dabei leer aus, weil es keine Kinderarbeit zu geben hatte, war ja verboten und was nicht sein darf dann auch nicht ist.

      Da braucht man auch gar nicht so zu tun, als wenn diese Anlaufstellen den Ehemaligen eine Hilfe sind, die dann bundesweit entstanden sind. Sicherlich gab es dort auch Mitarbeiter die Ehemalige unterstützten, aber das war eher individuell zu sehen, es gab auch Mitarbeiter bei den Anlaufstellen die Anträge ablehnten und sich lediglich formalistisch mit der Thematik beschäftigten.

      Wie dem auch sei, was ich besonders schlimm fand, dass ein finanzieller Ausgleich in Form dieser Sachleistung nicht wirklich dem Leid der durchgemachten Heimerziehung entsprach, was sicherlich auch nicht geht, aber alles wiederholt sich im Leben. So wie es im Heim keine Individualität gab so wurde dann auch mit der Aufarbeitung bzw. mit der Ausgleichszahlung umgegangen; Alle bekamen das Gleiche ungeachtet dessen, wie lange sie im Heim waren, oder welche Art des Heimes es war. Also Kinderheim oder Erziehungsheim, alles als Einheitsbrei gewertet.
      Dabei sollte auch einem Laien klar sein, dass es schon ein Unterschied gibt, ob man seine Kindheit in einem Heim verbracht hat und damit verbunden nicht einmal eine Kindheit hatte; Entwicklungen gehemmt waren und vieles mehr.

      Die Forderungen der ehemaligen Heimkinder doch zumindest eine Rente von monatlich 300 Euro zu zahlen wurde gleich vom Runden Tisch [Heimerziehung (2009/2010)] weggefegt und so waren die drei ehemaligen Heimkinder die mit am Runden Tisch waren wohl eher als Alibi zu sehen und nicht als ernst gemeinte Gesprächspartner.

      Dieses Land [die Bundesrepublik Deutschland] hat einmal mehr gezeigt wie es mit seiner Vergangenheit umgeht, unter dem Motto „so viel wie nötig so wenig wie möglich“ und so kann man nicht mit der Vergangenheit umgehen, die sich letztlich nur darauf beschränkte den „Schaden“ so klein wie möglich zu halten.

      Auch das OEG [ = Opferentschädigungsgesetz ] ist wenig tauglich, denn auch dort haben es einige Ehemalige versucht und kaum einer ist damit durchgekommen.

      Dieses Land [die Bundesrepublik Deutschland] versteht nicht wie es mit seiner Vergangenheit umgehen sollte oder anders herum: sie tun so als ob, um nach außen den Eindruck zu erwecken sich der Vergangenheit anzunehmen; eine Verlogenheit die unerträglich ist.

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      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

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      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

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      Wie haben sich die Verantwortlichen und ihre Rechtsnachfolger nach der Aufdeckung der Verbrechen begangen an damaligen Heimkindern in Deutschland verhalten ?

      "Fragwürdiger Umgang mit Opfern der Heimerziehung"

      Meiner Meinung nach trifft all das Folgende nicht nur auf Opfer Sexueller Gewalt zu, sondern gleichermaßen auch auf Opfer aller anderen Misshandlungen seien diese nun physischer oder psychischer Natur oder durch unfreiwillige Medikamentenversuche an ihnen begangen, besonders wenn dies in der Obhut des Staates geschehen ist, in ihren eigenen Institutionen oder in kirchlichen Institutionen in die die Kinder und Jugendlichen staatlicherseits damals vorwiegend gegeben wurden und wo sie zum Zweck des Missbrauchs und der Ausbeutung eingesperrt gehalten wurden !!

      Deutschlandfunk Kultur

      QUELLE: http://www.deutschlandfunkkultur.de/sexueller-missbrauch-die-opfer-verdienen-respekt-und.1005.de.html?dram:article_id=414273 :

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      Deutschlandfunk Kultur

      POLITISCHES FEUILLETON | Beitrag vom 29.03.2018

      Sexueller Missbrauch

      Die Opfer verdienen Respekt und Entschädigung

      Von Christoph Fleischmann

      Inzwischen ist die deutsche Gesellschaft sensibilisiert für die Leiden von Überlebenden sexuellen Missbrauchs. Was aber noch aussteht, ist eine angemessene und zeitgemäße Reform des Opferentschädigungsgesetzes, meint der Theologe Christoph Fleischmann.

      Ein Satz, den fast jeder Mensch gehört hat, der als Kind sexuellen Missbrauch erlitten hat, ist: "Du darfst es niemandem erzählen!" So hat es der Täter eingeschärft, und die Angst und die Scham sitzen danach tief. Und wenn die Kinder doch reden, erste zarte Andeutungen, dann machen sie nicht selten die Erfahrung, dass die Hinweise nicht wahrgenommen werden und ihnen nicht geglaubt wird.

      Das Verbrechen des Missbrauchs scheint zu monströs, als dass die anderen es fassen könnten. Und so wird geschwiegen, oft Jahre und Jahrzehnte lang. Das wurde auch im Jahr 2010 deutlich durch die massenhafte Aufdeckung von Missbrauch in Kirchen und Schulen; Taten, die zum Teil schon lange zurücklagen. Damals rückte das Thema in die Schlagzeilen und auf die politische Agenda.


      Staat muss Bürger vor Gewalt schützen

      Wer in Deutschland Opfer einer Gewalttat wird, hat ein Recht auf Entschädigung. Sie kann nicht nur in einem Zivilprozess vom Täter eingeklagt werden; es entsteht auch ein Anspruch gegenüber dem Staat. Den regelt das Opferentschädigungsgesetz. Der Leitgedanke dahinter ist, dass der Staat eine Verantwortung hat, seine Bürger vor Gewalt zu schützen. Ein Verbrechen ist so gesehen auch ein Staatsversagen – oder anders gesagt: ein Versagen der menschlichen Gemeinschaft. Bei einem sexuellen Missbrauch hat meist irgendjemand weggesehen – manchmal Privatpersonen, manchmal Vertreter staatlicher Einrichtungen.

      Für viele Überlebende sexuellen Missbrauchs ist eine juristische Aufarbeitung nicht mehr möglich, weil verjährt. Für sie bleibt nur das Opferentschädigungsgesetz. Dort aber sind die Hürden hoch. Die Antragsteller müssen nachweisen, dass eine Straftat an ihnen begangen wurde, und ihre physischen oder psychischen Beeinträchtigungen von dem Missbrauch herrühren. Wer will das feststellen?


      "Die glauben mir nicht"

      Es schlägt die Stunde der Gutachter, die in Ermangelung von Zeugen die Glaubhaftigkeit der Antragsteller bescheinigen sollen. Am Ende sagen sie nicht selten: Die Schilderung der Antragstellerin kann nicht verifiziert werden. Für die Überlebenden des Missbrauchs übersetzt sich das dann in: Die glauben mir nicht – wie mir schon früher nicht geglaubt wurde.

      Und dann ist noch wichtig, zu wieviel Prozent der Antragsteller durch die Tat geschädigt ist: 20, 40 oder gar 60 Prozent? Das Leid muss exakt vermessen sein, damit es entschädigt werden kann. Aber nicht jedes Leid ist gleich viel wert: Wer vor 1976 im Westen und vor 1990 im Osten Missbrauch erlitten hat, muss höhere Anforderungen erfüllen, mindestens zu 50 Prozent geschädigt sein. Warum gelten für diese sogenannten "Altfälle" andere Regeln? Es soll wohl Geld gespart werden. Für die Überlebenden sexueller Gewalt übersetzt sich das in: Mein Leid wird nicht anerkannt. Mir wird nicht geglaubt.


      Kein Fortschritt beim Entschädigungsgesetz

      Nach der medialen Erregung 2010 kam das Thema in den Koalitionsvertrag der Bundesregierung von 2013; dort wurde vereinbart, das Opferentschädigungsgesetz in einem "zeitgemäßen Regelwerk" neu zu ordnen. Die Aufgabe fiel in das Ressort von Andrea Nahles, damals Arbeits- und Sozialministerin. Aber über vier Jahre kam man nicht über einen ersten Arbeitsentwurf hinaus. So taucht das Thema im aktuellen Koalitionsvertrag mit ähnlichen Worten wieder auf.

      Schlimmer aber noch: die oben beschriebenen Hürden wurden in dem Arbeitsentwurf nicht abgebaut. Zwar betont man im Ministerium, dass noch nichts entschieden sei, aber der Beauftragte der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, hat wohl schon keine ganz großen Hoffnungen mehr in die Reform. Er hat einen Plan B in der Tasche: Eine Bundesstiftung, die Missbrauchsüberlebenden unabhängig von Stichtagen schneller und unbürokratischer helfen soll – und dann wahrscheinlich weniger Geld bewilligen kann.

      Es ist beschämend, denn es ist ein Versagen der Gemeinschaft, die nicht hören will, was Menschen Schlimmes erlebt haben, und die dem lebenslangen Leid, das aus der bösen Tat folgt, die Anerkennung verweigert.

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      Der Theologe und Journalist Christoph Fleischmann (Foto: privat)
      Christoph Fleischmann, studierter Theologe, arbeitet seit 2003 als freischaffender Journalist und Moderator vor allem für den WDR-Hörfunk und andere ARD-Sender. 2010 erschien sein Buch "Gewinn in alle Ewigkeit. Kapitalismus als Religion" im Rotpunktverlag. Weitere Informationen auf seiner
      Website.


      MEHR ZUM THEMA:

      Skandal bei Regensburger Domspatzen - "Missbrauch ist immer noch ein großes Tabu"
      (Deutschlandfunk Kultur, Interview, 18.7.2017)

      Sexueller Kindesmissbrauch - "Seine Verurteilung war für mich ein Freispruch"
      (Deutschlandfunk Kultur, Studio 9, 31.1.2017)

      Sexueller Missbrauch - Sieben bis acht Millionen Betroffene in Deutschland
      (Deutschlandfunk Kultur, Interview, 27.9.2016)

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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
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      "Fragwürdiger Umgang mit Opfern der Heimerziehung"

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      "Fragwürdiger Umgang mit Opfern der Heimerziehung"

      Wie haben sich die Verantwortlichen und ihre Rechtsnachfolger nach der Aufdeckung der Verbrechen begangen an damaligen Heimkindern verhalten ?

      In Österreich bemüht man sich jetzt zumindest – in Deutschland weiterhin kaum.

      QUELLE: https://derstandard.at/2000077182214/Zu-spaete-Gerechtigkeit-fuer-Heimopfer

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      Zu späte Gerechtigkeit für Heimopfer

      KOMMENTAR

      STEFFEN ARORA

      2. April 2018, 12:40

      Ein bahnbrechendes Urteil des Landesgerichts Innsbruck lässt hoffen, dass der Verantwortungsföderalismus gegenüber Missbrauchsopfern von einst endlich ein Ende hat.

      Das Landesgericht Innsbruck hat einer Frau, die in ihrer Kindheit Opfer von Medikamentenversuchen auf der Kinderpsychiatrie wurde,
      Anspruch auf die Heimopferrente zuerkannt. Ein überraschendes Urteil, denn noch immer warten hunderte ehemalige Opfer aus Krankenanstalten oder privaten Kinderheimen auf diese späte Gerechtigkeit. Sie wurden nämlich vergessen.

      Der Grund für die verschleppte Aufarbeitung des sogenannten Heimkinderskandals liegt in der jahrelangen Weigerung des Bundes, Verantwortung zu übernehmen. Anstatt eine zentrale Anlaufstelle und Kommission für alle Opfer zu schaffen, wurde ein unwürdiger Verantwortungsföderalismus betrieben. Man schuf zahlreiche Kommissionen – auf Gemeinde- und Landesebene – und der Kirche, die eine der Haupttäterinnen in diesem grausamen Kapitel Zeitgeschichte ist, überließ man es mit der Klasnic-Kommission überhaupt selbst, die eigene Vergangenheit aufzuarbeiten.

      Zu Bittstellern degradiert

      Für die Betroffenen bedeutet dies beschwerliche Bürokratie statt Gerechtigkeit. Sie wurden zu Bittstellern degradiert, statt dass ihnen endlich zu ihrem Recht verholfen worden wäre. Erst 2017, fast zehn Jahre, nachdem der Skandal publik wurde, rang sich der Bund endlich dazu durch, zumindest eine pauschale Rente für alle Opfer zu schaffen.

      Allein: Wer das Pech hatte, in einer Krankenanstalt oder einem privat geführten Heim misshandelt oder missbraucht zu werden, ging erneut leer aus. Denn Krankenanstalten und private Heime sind im Heimopferrentengesetz nicht erwähnt. Die Volksanwaltschaft, welche die neue Rentenkommission leitet, weist seit einem Jahr auf diesen Fehler hin.

      Dringend gebraucht

      Er muss umgehend behoben werden, denn die Zeit spielt gegen die ehemaligen Heimkinder. Viele Betroffene haben sich zeitlebens nicht von den schrecklichen Erfahrungen ihrer Kindheit erholt. Auf die Jahre im Heim folgte nicht selten der soziale Absturz. Sie brauchen diese kleine finanzielle Unterstützung daher dringend zum Überleben. Die Kraft und die Mittel, um gegen einen abgelehnten Rentenbescheid gerichtlich vorzugehen, haben nur die wenigsten.

      Zumindest wird das Gesetz nun "evaluiert", so steht es im neuen Regierungsprogramm. Um eine Verjährung von Rentenansprüchen zu verhindern, muss das [Österreichische] Parlament noch vor der Sommerpause über eine Reform entscheiden. Bleibt zu hoffen, dass das Vergessen nun endlich ein Ende hat.

      (Steffen Arora, 2.4.2018)

      .

      Und siehe unbedingt auch folgenden vorhergehenden Kommentar von Steffen Arora vom 2.11.2017 betitlet »Umgang mit Heimopfern: Aus Fehlern nichts gelernt« @ https://derstandard.at/2000067069096/Umgang-mit-Heimopfern-Aus-Fehlern-nichts-gelernt?_blogGroup=1
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

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      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

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      Neues Ruhr Wort
      Unabhängige katholische Wochenzeitung

      QUELLE: http://neuesruhrwort.de/2018/04/04/nrw-will-aufklaerung-wegen-medikamentenversuchen-in-kinderheimen/

      Jetzt hier in Bezug auf Nordrhein-Westfalen!

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      NRW will Aufklärung wegen Medikamentenversuchen in Kinderheimen

      Von: rwm 4. April 2018

      Die nordrhein-westfälische Landesregierung verlangt weitergehende Aufklärung über den Verdacht von Medikamentenversuchen an Kindern in Einrichtungen der Jugend- und Behindertenhilfe zwischen 1950 und 1975. Die Pharmaunternehmen, die über Dokumente und spezielle Erkenntnisse von „über individuelle Heilbehandlungen hinausgehende Medikamenteneinsätze bei Kindern und Jugendlichen“ verfügten, hätten zwischenzeitlich Kooperationsbereitschaft signalisiert, teilte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch [4. April 2018] im Düsseldorfer Landtag mit.

      Die Rückmeldungen der Krankenhäuser, in denen im fraglichen Zeitraum Medikamentenversuche an Kinder und Jugendlichen vermutet würden, ergäben „ein sehr heterogenes Bild“, erklärte Laumann. Hier seien gegenwärtig noch nicht alle Überprüfungen abgeschlossen. Die Landesregierung erwarte weitere Rückmeldungen und dränge auf Aufklärung. Vor der Veröffentlichung von Ergebnissen wolle er laufende wissenschaftliche Aufarbeitungen in den unter Verdacht stehenden Einrichtungen in NRW abwarten, so der Minister. Die Krefelder Pharmazie-Doktorandin Sylvia Wagner hatte vor zwei Jahren aufgedeckt, dass es zwischen 1950 und 1975 mindestens 50 Medikamentenversuchsreihen in NRW-Kinderheimen gegeben hatte.

      Hierbei soll es vor allem um die Erprobung von Psychopharmaka und Impfstoffen gegangen sein. In mindestens einem Fall gab es Hinweise darauf, dass ein Neuroleptikum auf ausdrücklichen Wunsch der Jugendhilfe eingesetzt wurde, um Kinder ruhiger und lernfähiger zu machen. Neben einem Düsseldorfer Kinderheim werden in der Doktorarbeit konkrete Vorwürfe gegen das katholische Kinderheim Franz-Sales in Essen, die Bodelschwinghschen Anstalten in Bielefeld-Bethel und die Rheinische Landesklinik für Jugendpsychiatrie in Viersen-Süchteln erhoben. Laumann erklärte, die Einrichtungen arbeiteten die Vorwürfe derzeit wissenschaftlich auf. Aufgrund der Vielzahl der Akten und Dokumente sei mit erhöhtem Zeitaufwand zu rechnen. Falls bis Ende 2018 nicht alle Rückmeldungen vorlägen, werde das Gesundheitsministerium bei den betreffenden Einrichtungen den Stand der Aufarbeitung erfragen. Danach werde das Landesparlament umgehend über das Ergebnis [informieren].

      Wagner war im Archiv der Firma Merck Dokumente aus dem Jahr 1958 gestoßen, die Auskunft geben über eine Anwendungsbeobachtung des Medikaments Decentan, das 1957 auf den Markt kam und – laut Merck – erst 2014 durch ein Nachfolgepräparat abgelöst wurde. Das Dokument trägt den Stempel von Dr. Waldemar Strehl, der zur betreffenden Zeit Anstaltsarzt im Franz Sales Haus war. „Den Vorwurf, dass Medikamente an Kindern aus dem Franz Sales Haus getestet worden sein sollen, nehmen wir sehr ernst und werden die Sachlage gründlich und mit Hilfe von externen Experten untersuchen“, hatte der Leiter der Einrichtung, Günter Oelscher, im Oktober 2016 erklärt. „Aus der Anwendungsbeobachtung geht hervor, dass Dr. Strehl 29 Patienten im Alter von 5-46 Jahren mit dem neuen Präparat behandelt hat. Gemäß unserer Bewohnerakten fielen diese Personen in ihren Gruppen durch große Bewegungsunruhe auf. Laut Anwendungsbeobachtung verabreichte Dr. Strehl einigen Kindern sehr hohe Dosen des neuartigen Medikaments, die zu starken Nebenwirkungen führte“, so Oelscher, der im vorigen Jahr in den Ruhestand getreten ist.

      Strehl bei Kindern gefürchtet

      Dr. Strehl habe die Nebenwirkungen in der Anwendungsbeobachtung festgehalten und sei abschließend zu dem Urteil gekommen, dass er Decentan für seine Praxis für ungeeignet halte, da es nur bei einigen Bewohnern wie gewünscht zu einer Ruhigstellung und zur Herstellung der Schulfähigkeit geführt habe. Während er die Behandlung bei acht Kindern nach zwei bis vier Tagen einstellte, verabreichte Dr. Strehl den Angaben zufolge das neue Medikament vier Kindern in niedrigeren Dosen über einen längeren Zeitraum. Bei den übrigen Personen bleibe die Dauer der Behandlung mit Decentan unklar. „Im Archiv des Franz Sales Hauses finden sich lediglich in zwei der Bewohnerakten ordnungsgemäße Eintragungen der Medikamentengabe. Die Aufzeichnungen belegen, dass die beiden Patienten gut auf Decentan angesprochen haben und das Mittel mehrere Monate erhielten. Dies geht auch aus einem ärztlichen Bericht an die Mutter hervor“, so Oelscher.

      Über Waldemar Strehl ist wenig bekannt. 1940 promovierte er beim dem NS-Rassenhygieniker Friedrich Erhard Haag und erhielt nach Kriegsende in der Entnazifizierung einen „Persilschein“. Mitter der 1950er-Jahre fing er als Arzt im Frans- Sales-Haus an. Dort sei er bei den Kindern gefürchtet gewesen. So schilderte Bernhard Frings bereits 2012 in seiner Studie neben der Verordnung von Medikameten zur Ruhigstellung auch die Verabreichung sogenannter „Kotz-“ und „Betonspritzen“ durch Strehl, die zu Erbrechen beziehungsweise vorübergehender Bewegungsunfähigkeit führten und offenbar der Bestrafung dienten.

      Forscher der RUB beauftragt

      Forscher der Ruhr-Universität Bochum werden sich ab April 2018 in einer Studie „Zur Frage des Medikamentenmissbrauchs an Heimkindern im Franz Sales Haus (1945-1975). Historische Klärungen – ethische Perspektiven“ die Vorwürfe aufarbeiten. Die von einem Historiker zu erstellende „institutionen- und sozialgeschichtliche Studie auf der Basis verschiedener Quellen der Einrichtung wie auch regionaler und nationaler Archive“ gelte es „in ethischer Perspektive sowohl zeitgeschichtlich zu kontextualisieren als auch vor dem Hintergrund heutiger ethischer Debatten einzuordnen und zu bewerten“, heißt es dazu bei der Katholischen Fakultät der RUB. „Dabei werden unterschiedliche Facetten von Arzneimittelmissbrauch im Kontext der Heimerziehung berücksichtigt und einer differenzierten Analyse unterzogen. Hierbei spielen Fragen nach dem ärztlichen und pädagogischen Fürsorgeethos in der Heimerziehung ebenso eine wichtige Rolle wie auch die noch herauszuarbeitende gesamtgesellschaftliche Akzeptanzbereitschaft unterschiedlicher Formen potentiell missbräuchlichen Umgangs mit Medikamenten.“ Entsprechend sollen Impulse für einen ethisch verantwortlichen Arzneimitteleinsatz in der gegenwärtigen und künftigen Behindertenarbeit unter Berücksichtigung christlicher Wertvorstellungen erarbeitet werden.

      Das Projekt wird vom
      Lehrstuhl für Theologische Ethik in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre der Evangelisch-Theologischen Fakultät Bochum durchgeführt. Es ist nicht das erste Forschungsprojekt, dass sich mit der Geschichte des Franz-Sales-Hauses beschäftigt: 2010 hatten ehemalige Heimkinder schwere Anschuldigungen gegen ihre damaligen Betreuer wegen Misshandlungen und Missbrauchs in den 1950er- und 1960er-Jahren erhoben, woraufhin die Unternehmensführung eine grundlegende Aufarbeitung beschloss und einen „Runden Tisch“ einrichtete. Mit den ehemaligen Heimbewohnern seien persönliche Gespräche geführt worden. Sie hätten glaubhaft über Gewaltanwendungen, Isolation, missbräuchliche Medikamentengabe und vereinzelten sexuellen Missbrauch berichtet. Oelscher entschuldigte sich damals im Namen aller ehemaligen Mitarbeiter und zeigte sich tief erschüttert. Als Studien liegen vor: Bernhard Frings: Heimerziehung im Essener Franz Sales Haus.1945-1970, Münster 2012. Ders, Die (fast) vergessenen Heimkinder – Aufarbeitung und Hilfen im Franz Sales Haus, Essen 2012.

      rwm/kna
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      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.
      Hach da wird schon rauskommen "Wir haben es nicht ahnen können" und "Kriminelle Absichten sind nicht nachweisbar".

      Dazu passt das Interview von Jens Spahn (Bundesgesundheitsminister) mit der „Neuen Zürcher Zeitung“:
      „Schauen Sie sich doch Arbeiterviertel in Essen, Duisburg oder Berlin an. Da entsteht der Eindruck, dass der Staat gar nicht mehr willens oder in der Lage sei, Recht durchzusetzen.
      Er bezieht sich zwar auf die "Ohnmacht" gegenüber den gewöhnlichen Drogendealern, aber vllt. ist das ja auch nur eine Ablenkung von dem nachsichtigen Umgang mit den ehem. Herren "Drogendealern" in den Ministerien und Kliniken - immerhin ist das jetzt sein Sauhaufen.


      LG
      Trotzdem würde ich ihm schon gern die notwendige Zeit zugestehen wollen, sich in das Gebiet einzuarbeiten und nicht mit Behauptungen aufzuwarten, die der Sache nicht gerecht werden. Die Sicherheit ist hier und dort tatsächlich in Gefahr und in dem Zusammenhang hat er das mit seiner fulminant gelungenen Aussage durchaus auch gespiegelt. Es macht jetzt aber auch keinen Sinn, das zu beklagen, denn die letzten Regierungskoalitionen haben doch erst dafür gesorgt. Der ganze Parteienklüngel untereinander, dazu die verschiedenen Regierungskoalitionen in den einzelnen Bundesländern sind die Hauptursache für dieses gewachsene Unsicherheitsgefühl. Es ist zwar jetzt nicht sein Sachgebiet, aber er darf eine Meinung dazu vertreten.

      Was "nachsichtiger Umgang" mit ehem. Herren "Drogendealern" in Ministerien und Kliniken auf sich hat, ist es ganz gut umschrieben, aber wer mag, kann ja nun der neuen Regierung mit Forderungen auf die Füße treten. Sein Ministerium ist sicherlich dafür zuständig aber es pauschal als "Sauhaufen" zu betrachten, hilft ganz bestimmt niemandem. ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Stern“ ()

      Stern schrieb:

      Sein Ministerium ist sicherlich dafür zuständig aber es pauschal als "Sauhaufen" zu betrachten, hilft ganz bestimmt niemandem.

      Aus der Sicht als externer Beobachter kann jedermann - auch ich - jederzeit von einem "Sauhaufen" sprechen, wenn er an eine Behörde denkt, die sich nicht gerade damit hervortut, ihre Verantwortlichkeiten der letzten Jahrzehnte aktiv zu klären.
      Wie das Gesundheitsministerium Schleswig-Holstein (m.M.n.) sinngemäß sagte "Wir haben hier keine Erkenntnisse von Versuchsreihen!" während die "Erkenntnisse" in wissenschaftlichen (besser: Leiden-schaft-lichen) Aufsätzen in den Archiven standen.
      Wenn du mal darüber nachdenkst, werden dir bestimmt noch andere "Sauhaufen" einfallen, die einfach weiterwurscheln und sich ihre Kellerleichen nur in Salamischeibengröße und mit Druck aus der Nase ziehen lassen.

      Aber natürlich hast du recht, er soll sich erstmal einarbeiten.

      mfg