Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      kreiszeitung.de/lokales/rotenb…l-beleuchtet-9530816.html


      Dunkle Kapitel beleuchtet
      Rotenburger Werke stellen im Juni Studie über Medikamentenmissbrauch vor

      16.01.18

      Rotenburg - Von Michael Krüger. Die Rotenburger Werke räumen mit den dunklen Kapiteln ihrer Geschichte auf. Nach den zwei Arbeiten über die Ereignisse in Rotenburg im ehemaligen „Asyl für Epileptische und Idioten“ und den späteren „Rotenburger Anstalten“ vor allem zur Zeit des Nationalsozialismus wird nun die jüngere Vergangenheit beleuchtet.

      Die Rotenburger Werke hatten 2015 ein dreiköpfiges Forschungsteam beauftragt, die Zeit zwischen 1945 und 1975 aufzuarbeiten. Es geht vor allem um Medikamententests an Bewohnern. Die Ergebnisse werden im Juni vorgestellt.

      „Die wissenschaftliche Untersuchung ist im Wesentlichen fertig, nun wird an der Korrektur gearbeitet und das Buch gestaltet“, bestätigt Rüdiger Wollschlaeger, Sprecher der diakonischen Einrichtung für Menschen mit Behinderungen, in der aktuell mehr als 1 100 Frauen, Männer und Kinder leben.

      „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass eine sehr gründliche Recherche der Akten bei uns im Haus und an anderen Stellen sowie intensive Zeitzeugen-Interviews nötig waren, um ein möglichst objektives und aussagekräftiges Bild der historischen Tatsachen vorlegen zu können, also nicht nur Stichproben, Zufallsfunde oder Einzelaussagen zu bewerten“, begründet der Werke-Sprecher die lange Zeit seit der Vergabe der Studie.

      „Das hat größere Dimensionen“

      Die Krefelder Pharmakologin Sylvia Wagner, die Politikwissenschaftlerin und Historikerin Dr. Ulrike Winkler aus Trier und der Bielefelder Historiker Dr. Karsten Wilke haben seit November 2015 in den gut sortierten Archiven der Werke recherchiert. Die Einrichtung sei kooperativ und habe ein Interesse an der Aufarbeitung der Geschehnisse, hatte Wagner zu Beginn der Arbeit gesagt. Ihre ersten Recherchen hätten schon damals Hinweise ergeben, dass den Opfern mehrfach verschiedene Pharmazeutika gleichzeitig in häufig viel zu hoher Dosierung verabreicht wurden.

      Offenbar seien die Werke kein Einzelfall: „Das hat größere Dimensionen“, versichert die 51-Jährige. Von Vorteil für die Forschung in Rotenburg sei, dass es ein großes Archiv mit Aufzeichnungen gebe: „Das ist oft nicht der Fall.“ Häufig seien die Akten vernichtet worden. Es gebe aber noch die Vermutung, dass auch in dieser Einrichtung Dinge unter den Tisch gekehrt wurden: „Es könnte doppelte Buchführung gegeben haben.“

      Ergebnisse sollen im Sommer vorliegen

      Erst am Montag hatte das niedersächsische Soziaministerium mitgeteilt, dass es auf Basis von Wagners bisherigen viel beachteten Veröffentlichungen zu Medizinversuchen an Heimkindern in den Nachkriegsjahrzehnten, die der Pharmaindustrie gedient haben sollen, wissenschaftliche Untersuchungen einleiten will. Mindestens 286 Kinder waren der Pharmakologin Wagner zufolge in der Kinder- und Jugendpsychiatrie des ehemaligen Landeskrankenhauses Wunstorf (Region Hannover) von Versuchen mit Schlafmitteln und Psychopharmaka betroffen. Auch soll es weitere fragwürdige Untersuchungen dort gegeben haben. Ergebnisse sollen im Sommer vorliegen.

      Das wiederum hält Wollschlaeger angesichts der Erfahrungen in Rotenburg „für ziemlich steil“, nahezu unmöglich. Eine intensive Aufarbeitung benötige mehr Zeit. Im Fall der dunklen Kapitel der Werke geht es vor allem um das Psychopharmakon Pyrithioxin, der Wirksubstanz von „Encephabol“, einer Arznei, die sich auf das zentrale Nervensystem auswirkt. Heute wird das Medikament als Antidemenzmittel oder bei Schädel-Hirn-Traumata eingesetzt.

      Wollschlaeger: „Insgesamt beleuchtet das Buch die ,Anstaltswirklichkeit’ der Nachkriegsjahrzehnte mit wissenschaftlicher Genauigkeit und gerade deshalb auch mit zum Teil bedrückenden Ergebnissen.“ Die Vorstandsvorsitzende der Werke, Jutta Wendland-Park, betont die Bedeutung der Studie für das Haus heute: „Was wir tun können, ist, die Aufarbeitung zu unterstützen, nichts verschweigen oder unter den Tisch kehren. Nur so könnten Gegenwart und Zukunft gut gestaltet werden.“

      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

      .
      Frankfurter Allgemeine Zeitung, SAMSTAG, 11. FEBRUAR 2018

      QUELLE: http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/untersuchungen-an-heimkindern-psychiatrisierte-kindheit-15441343.html :

      .
      UNTERSUCHUNGEN AN HEIMKINDERN

      Psychiatrisierte Kindheit

      VON MICHAELA KOLLER

      AKTUALISIERT AM 11.02.2018-18:37

      Ein Dokumentarfilm der Wiesbadener Filmemacherin Sonja Toepfer beschäftigt sich mit gefährlichen Untersuchungen an Heimkindern. Was Thomas Hasper als Junge erlebt hat, lässt einen schaudern.

      Thomas Hasper, 63 Jahre alt, blickt auf 24 Jahre Leben in Heimen zurück: als „Krüppel“ abgestempelt, verwahrt, mit Medikamenten ruhiggestellt, zu fragwürdigen Untersuchungen herangezogen. Das alles kann er belegen. Zwischen zwei roten Buchdeckeln liegt vor ihm ein Stapel von Nachdrucken medizinischer und pädagogischer Berichte. Hasper sagt: „Der kleine zornige Junge damals aus Hephata, der hat sich dieses Buch erkämpft.“

      Die anrührende Szene stammt aus dem neuen Dokumentarfilm „Kopf, Herz, Tisch – Die psychiatrisierte Kindheit“ der Wiesbadener Filmemacherin Sonja Toepfer. Darin berichtet Hasper, ein Mann mit großen blauen Augen hinter starken Brillengläsern, über seine Zeit in der Obhut der Hephata Diakonie. Die Einrichtung des evangelischen Wohlfahrtsverbands betreibt unter anderem Heime und Kliniken und ist vor allem in der Behinderten-, Jugend- und Altenhilfe in Hessen, Thüringen und Nordbayern aktiv. Weil Hasper seinen Fall akribisch dokumentierte, hat Toepfer ihn für ihr Projekt ausgewählt.


      Ergebnisse hartnäckiger Forschung

      Buch und Film sind Ergebnisse hartnäckiger Forschung und gründlicher Überlegung. Während einer Tagung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau vom 26. bis 28. April wird der Film in Frankfurt vorgestellt; finanziert wurde er aus Projektgeld der Kirche. Die Aufgabenstellung an die Filmemacherin lautete, die „Rolle der Medizin in der Fürsorgeerziehung von 1950 bis 1975“ zu untersuchen. Das Thema Medikamentenmissbrauch sowie medizinische und pharmazeutische Tests an Heimkindern sind für die Tagung als Schwerpunkte geplant.

      Erst durch einen Aufsatz der Pharmahistorikerin Sylvia Wagner im Jahr 2016 kam heraus, dass Heimkinder, die sich nicht dagegen wehren konnten, mancherorts für Medikamentenversuche herangezogen wurden. Der Film von Sonja Toepfer zeigt nun auf, dass schmerzhafte und gefährliche medizinische Untersuchungen zu rein wissenschaftlichen Zwecken und losgelöst von therapeutischen Absichten stattgefunden haben. Die Erkenntnis ist eingebettet in die Schilderung einer institutionalisierten Kindheit, in der Pillen offenbar Zuwendung ersetzen sollten.


      Tabletten nach dem Mittagessen

      Dass der Gesamtablauf in den Heimen wichtiger war als die Einzelschicksale, erfahren die Zuschauer von Jürgen Eilert, Professor für Soziale Arbeit an der CVJM-Hochschule in Kassel. Dem Bremer Arzneimittelexperten Gerd Glaeske zufolge gab es erst spät klare Regeln dafür, welche Medikamente Kindern in welcher Dosierung verabreicht werden sollten.

      Thomas Hasper erinnert sich noch an die „kleine, gelbe, glatte Tablette nach dem Mittagessen“ im Herbst 1959. Innerhalb weniger Augenblicke nach der Einnahme sei er „nicht mehr erreichbar“ gewesen. Hasper wurde aber immer aufgeweckt und zum Spaziergang angehalten. „Wie Folter“ habe er das Aufwecken unter dem Einfluss der lähmenden Medizin erlebt. Mittlerweile weiß er, dass er das Psychopharmakum Megafen verabreicht bekam, das Kindern nicht mehr verabreicht werden darf. Hasper hat aufgrund eines Sauerstoffmangels vor oder während der Geburt an der linken Körperseite eine spastische Halbseitenlähmung.


      Ein aus dem Nest gefallener Vogel

      Schon als Säugling kam er ins Heim, weinte, brüllte, irrte nachts umher und ermüdete beim Spielen rasch. „Niemand kam auf die Idee, dass die Auffälligkeiten eine Folge der Umstände waren, in denen er lebte“, sagt der Kinderpsychotherapeut Hans von Lüpke im Gespräch mit Toepfer. Die Filmemacherin hat für ihr Projekt zwei Betroffene ausgewählt. Zu deren Erfahrungen befragt sie Fachleute aus Erziehung, Jugendhilfe, Psychologie, Neurologie und Pharmazie, Medizin- und Fürsorgegeschichte.

      Unter den Interviewten sind Zeitzeugen, die sich gegen die „desolaten Zustände“ und die „Geringschätzung der Kinder“ der damaligen Zeit auflehnten. Unter ihnen ist die Erzieherin Marianne Michel, die in der Ausbildung auch den fünfjährigen Thomas Hasper auf einer geschlossenen neurologischen Station der Hephata Diakonie im nordhessischen Treysa betreute. „Er wirkte wie ein aus dem Nest gefallener Vogel“, erinnert sie sich. Auch Hasper denkt noch an die Zuneigung der Erzieherin zurück. Er sagt: „Es war das erste Mal, dass sich jemand mit mir unterhalten hat.“


      Hochriskante Untersuchungen

      Willi Enke hieß der Chefarzt, der die Diagnose, die Medikamentengabe und die umstrittenen Luftenzephalographien zu verantworten hatte. „Ziemlich schrecklich“ nennt der Essener Neurologe Peter Berlit diese Art der Untersuchung, die massive Kopfschmerzen bei den Kindern verursachte und bei der – hochriskant – Nervenwasser aus dem Gehirn abgeleitet wurde. Enke wollte so laut eigenem Bekunden angeborenen Schäden nachspüren.

      Allein schon Enkes Anstellung als Chefarzt betrachtet die Hephata heutzutage kritisch: In der NS-Zeit bekannte er sich offen zu den eugenischen und rassenhygienischen Zielen des Regimes. Er war Leiter der Anstalt Bernburg, als im November 1940 ein Teil seines Wirkungsbereichs abgetrennt und dem Arztkollegen Irmfried Eberl unterstellt wurde. Enke behauptete nach 1945, nicht bemerkt zu haben, dass jenseits des Innenhofs unter seinem Fenster Tausende Kranke ermordet wurden. Eberl betrauten die Nationalsozialisten 1942 mit dem Kommando im Vernichtungslager Treblinka.


      Hilfsangebot an ehemalige Heimkinder

      Vorstandssprecher Maik Dietrich-Gibhardt der Hephata Diakonie schreibt in einer Stellungnahme zu den schmerzhaften Untersuchungen: „Aus heutiger Sicht ist dies undenkbar, verwerflich und wäre eine solche Herangehensweise mit unserem Menschenbild in keiner Weise vereinbar.“ Die Hephata erneuert außerdem ihr Hilfsangebot an ehemalige Heimkinder.

      Um „adäquate Erarbeitung mit einem respektvollen Umgang mit den Betroffenen“ geht es auch der Historikerin Anette Neff von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Das Konzept des Films von Sonja Toepfer zeige einen geeigneten Weg, die Sprachlosigkeit zu überwinden, die lange geherrscht habe.

      .

      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

      .
      FR - Frankfurter Rundschau, SONNTAG, 12. FEBRUAR 2018

      QUELLE: http://www.fr.de/rhein-main/heime-in-hessen-hirnexperimente-mit-heimkindern-a-1446116,0#artpager-1446116-0 (Artikel auf einer Seite lesen)

      Jetzt hier in Bezug auf das Bundesland Hessen!

      .
      Heime in Hessen

      Hirnexperimente mit Heimkindern

      1. UPDATE - In Heimen in Hessen gab es in den 50er Jahren für Forschungszwecke zahlreiche Untersuchungen an erziehungsschwierigen Kindern und Jugendlichen.

      12.02.2018 19:47 Uhr

      FR - Frankfurter Rundschau

      Von Pitt von Bebenburg [ Landeskorrespondent, Wiesbaden; AUTOR: http://www.fr.de/autor.=pit ]

      [ HISTORISCHES FOTO / BILD / RÖNTGENAUFNAHME / IMAGE AUS EINEM DERZEITIGEN FACHBUCH („Schädel eines Jungen“); unter der Röntgenaufnahme folgende Beschriftung: »Abb. 213a u. b. Mäßiger Hydrocephalus internus nach Mengingitis tuberculosa. 1½jähriger Junge. a Die a-p-Aufnahme zeigt die erweiterten Vorderhörner, unterhalb dazwischen den erweiterten 3. Ventrikel. Klaffende Sadittal- und Lambdanaht. b Seitliche Aufnahme. „Wabiges“ Bild durch Kammerung der Luft bei fibriureichem Liquor.« („Foto: privat“) ]

      In hessischen Kinderheimen sind in früheren Jahrzehnten offenbar nicht nur Medikamente erprobt worden. Es hat wohl auch noch schlimmere medizinische Eingriffe gegeben. Das haben Recherchen der Wiesbadener Filmemacherin Sonja Toepfer zutage gefördert, die im Auftrag der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau das Leiden der Kinder in Kinderheimen aufarbeitet.

      Den Dokumenten zufolge wurde an Hunderten von Kindern und Jugendlichen eine sogenannte „luftenzephalographische Untersuchung“ vorgenommen, auch Pneumoenzephalographie genannt. Bei dem Verfahren wird durch die Punktion mit einer langen Nadel zwischen zwei Wirbelkörpern Liquor abgelassen und Luft in den Rückenmarkskanal eingelassen. Durch Umlagerung des Patienten steigt diese Luft dann im Rückenmarkskanal auf bis in das Ventrikelsystem des Gehirns. Die Gehirnflüssigkeit wird entfernt, um die Kammern und Hohlräume des Gehirns röntgen zu können.

      Es handelt sich laut einem wissenschaftlichen Fachbuch um „eine der schmerzhaftesten Prozeduren, die man sich denken kann“. Dabei entstehe bei dem Patienten „das Gefühl, als sei sein Kopf ein riesiger Luftballon, der jeden Augenblick zu platzen droht“, heißt es weiter.

      Vorgenommen wurden die Eingriffe wahrscheinlich im evangelischen Hephata-Kinder- und Jugendheim im nordhessischen Treysa, das zu Schwalmstadt gehört. Darüber berichtete ein Mediziner namens H. Henck im November 1954 bei einer Tagung des Bundeskriminalamts. Nach Hencks Darstellung, die von Toepfer gefunden wurde, hat der leitende Hephata-Arzt Willi Enke „in den Anstalten Hephata bei Treysa über 400 Fälle von jugendlichen ,Schwererziehbaren‘“ untersucht, „zu einem großen Teil auch serologisch wie enzephalographisch“.

      Enke war vorbelastet aus der Zeit des Nationalsozialismus, wurde aber 1950 als leitender Arzt der Hephata-Anstalten berufen, was er bis 1963 blieb. In einem Referat bei einer Neurologentagung in Baden-Baden 1955 sagte Enke, er wolle untersuchen, warum frühkindliche Traumen bei manchen Kindern zu dauerhaften Schädigungen führten, bei anderen aber nicht – er vermutete körperliche Ursachen. „Zur Klärung dieser Frage haben wir unsere erziehungsschwierigen Kinder und Jugendlichen – es sind nunmehr über 800 – (…) zu einem großen Teil auch serologisch und enzephalographisch untersucht.“


      Großer Freiraum für Ärzte

      Es bleibt bei der Lektüre von Enkes Texten allerdings ungewiss, ob die Untersuchungen wirklich ein solches Ausmaß angenommen haben. An anderer Stelle bedauert Enke, dass er „bei unserem Krankengut (…) nur in einem kleinen Teil der Fälle Enzephalogramme anfertigen“ habe können.

      Durchaus möglich erscheint, dass neben den Insassen der Anstalt auch andere Kinder und Jugendliche aus Nordhessen als Vergleichsgruppe mit der Untersuchungsmethode traktiert wurden. Enke selbst schrieb, er habe „Kontrolluntersuchungen an schulfähigen und bislang nicht an Neurosen erkrankten oder sozial ausgegliederten Kindern der hiesigen Volksschule nach derselben mehrdimensionalen Diagnostik wie an unseren Heim- und Sprechstundenkindern vorgenommen“. Er habe „dank dem verständnisvollen und hilfsbereiten Entgegenkommen der Gesundheits- und Schulbehörden“ 632 Kinder außerhalb des Heims untersuchen können, davon „587 Kinder der Normalschule und 45 Kinder der Hilfsschule“.

      Enkes Forschungsberichte machen deutlich, dass er umfassende Vergleichsuntersuchungen anstellte. Dabei verglich er, wie hoch der Anteil von Kindern mit „nachweisbaren hirnorganischen Schäden“ in den jeweiligen Gruppen waren.

      Die Hephata-Einrichtungen in Treysa können die Vorgänge nach eigenen Angaben „anhand der uns vorliegenden Akten weder bestätigen noch ausschließen“. Klar sei zwar, dass es Luftenzephalographien bei Kindern und Jugendlichen gegeben habe, und zwar mit schriftlichem Einverständnis der Erziehungsberechtigten, sagte Sprecher Johannes Fuhr der FR. Hinweise auf solche Untersuchungen „zu Forschungszwecken“ habe man aber „anhand noch vorliegender Personal- und Patientenakten aus den 50er Jahren nicht gefunden“. Die Methode wurde damals angewandt, um hirnorganische Schäden zu finden, die für psychische Störungen verantwortlich gemacht wurden.

      Hephata will nicht ausschließen, dass es solche Untersuchungen zu Forschungszwecken im eigenen Haus gegeben hat. „Grundsätzlich ist zur damaligen Zeit Chefärzten von ,Anstalten‘ viel Freiraum gewährt worden, was eine Forschung aus eigenem Interesse als möglich erscheinen lässt“, sagt Fuhr. Aus heutiger Sicht sei dies „undenkbar, verwerflich und wäre eine solche Herangehensweise mit unserem Menschenbild in keiner Weise vereinbar“. Man werde die Umstände durch einen Medizinhistoriker so genau wie möglich klären lassen, versicherte der Hephata-Sprecher.

      Der Gießener Medizinhistoriker Volker Roelcke sieht in der Gehirnforschung mit schmerzhaften Eingriffen ein medizinisches Denken, das an die Nazizeit anknüpft.

      .

      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

      .
      Aufdeckung relevanter Fakten seitens dem Evangelischen Pfarrer i.R. Dierk Schäfer, Diplom-Pädagoge und Diplom-Psychologe, in seinem Blog, Dierk Schaefers Blog vom Di. 13.02.2017, um 18:54 Uhr (MEZ/CET), betitelt »Wie man Verbrechen gekonnt versteckt. – Durch Ablenkung.« @ https://dierkschaefer.wordpress.com/2018/02/13/wie-man-verbrechen-gekonnt-versteckt-durch-ablenkung/ :

      .
      Wie man Verbrechen gekonnt versteckt. – Durch Ablenkung.

      by dierkschaefer

      [ Weiterverbreitung des Ganzen nicht nur erlaubt sondern ausdrücklich erwünscht! ]

      Der große Osterhasenpreis fürs Verstecken geht an Hephata.

      „Die Auswirkungen des menschenverachtenden nationalsozialistischen Regimes prägten auch die Nachkriegszeit.“ Das war schon das ganze Ablenkmanöver. Hephata macht dann gleich einen großen Sprung von 1945 in die 70er und 80er Jahre: „Der große Nachholbedarf individueller Förderung und Lebensgestaltung von Menschen mit Behinderungen und Benachteiligungen, konnte in den 70er und 80er Jahren realisiert werden.“[1] Und was war dazwischen?

      Viele Leser werden mit „Hephata“ nichts anfangen können. „Hephata Hessisches Diakoniezentrum e.V. ist eine Einrichtung der Diakonie in Schwalmstadt-Treysa Dort werden Menschen in den Bereichen Behindertenhilfe (für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen ), Jugendhilfe, Altenhilfe, Sozialpsychiatrie, Suchthilfe, Wohnungslosenhilfe, Neurologische Klinik und der Akademie für soziale Berufe betreut, gefördert und ausgebildet.“[2]

      Wikipedia macht bei der Geschichte der Anstalt den großen Sprung mit: „Auch aus Hephata wurden während des Dritten Reichs Menschen mit kognitiven und körperlichen Behinderungen im Rahmen der Aktion T4 zuerst in andere Einrichtungen verlegt und später unter anderem in der NS-Tötungsanstalt Hadamar getötet. Mit der Errichtung eines Mahnmals vor der Hephata-Kirche erinnert die Einrichtung an die Opfer und bekennt sich zu ihrer Verantwortung.“ Wikipedia fährt fort: „1945 wurde bei der Kirchenkonferenz von Treysa, die in Hephata tagte, die Evangelische Kirche in Deutschland und das Evangelische Hilfswerk , die Vorläuferorganisation des Diakonischen Werks , gegründet. … Bis heute sind Diakone und der Kirche verbundene Mitarbeiter in der Diakonischen Gemeinschaft Hephata organisiert. Von der Gemeinschaft gehen Impulse zur Wahrnehmung des diakonischen Auftrages und zum spirituellen Leben in Hephata und an den Einsatzstellen der Mitglieder aus.“

      Wie sahen nun die prägenden „Auswirkungen des menschenverachtenden nationalsozialistischen Regimes“ in der Nachkriegszeit aus? Darüber schweigt die firmeneigene Selbstdarstellung auf Facebook.

      „Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen“[3] So auch hier. Die Wiesbadener Filmemacherin Sonja Toepfer hat im Auftrag der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau das Leiden der Kinder in Kinderheimen aufgearbeitet. Hephata heißt „Öffne dich!“[4], so steht es im Markusevangelium (7, 31-37). Über das dort berichtete Wunder kann man sich nur wundern. Doch wie das Öffnen in Hephata, der Anstalt der Diakonie in Treysa praktiziert wurde, kann sich nur wundern, wer sich in der Heimkindergeschichte nicht auskennt.

      In Hephata – und wohl nicht nur dort – ging das so: durch die Punktion mit einer langen Nadel zwischen zwei Wirbelkörpern wird Liquor abgelassen und Luft in den Rückenmarkskanal eingelassen. Pneumenzephalographie heißt das Verfahren[5]. Durch Umlagerung des Patienten steigt diese Luft dann im Rückenmarkskanal auf bis in das Ventrikelsystem des Gehirns. Die Gehirnflüssigkeit wird entfernt, um die Kammern und Hohlräume des Gehirns röntgen zu können. Es handelt sich laut einem wissenschaftlichen Fachbuch um „eine der schmerzhaftesten Prozeduren, die man sich denken kann“. Dabei entstehe bei dem Patienten „das Gefühl, als sei sein Kopf ein riesiger Luftballon, der jeden Augenblick zu platzen droht“[6], heißt es weiter. So machte man das in Hephata und zwar ohne individuelle medizinischen Indikation. Es war ein Forschungsprojekt an wehrlos entrechteten Kindern.

      Es gab schon früher Hinweise auf solche Untersuchungen an Heimkindern. Mich hat die neue Veröffentlichung nicht gewundert. Ohnehin hat der kirchliche Umgang mit dem Thema „Eugenik“ eine leidvolle Tradition, und schon bisher tauchte dabei der Name Treysa mehrfach auf.

      Zunächst auf der „Ev. Fachkonferenz für Eugenik“ 1931 (!) in Treysa: »Pastor Friedrich von Bodelschwingh. Er behauptet in Treysa, die Sterilisierung Behinderter entspreche dem Willen Jesu. Bodelschwingh wörtlich: „Ich würde den Mut haben, in Gehorsam gegen Gott, die Eliminierung an anderen Leibern zu vollziehen.“« Wem der Name Bodelschwingh nichts sagt: Er gehört zu Bethel. Auch Bethel taucht ständig negativ in der Heimkindergeschichte auf.

      Doch zu Hephata. Ein Korrespondent schrieb mir: »In Hephata (Schwalmstadt/Treysa) hielt die Diakonie nach dem Zweiten Weltkrieg [in den 1950er/1960er Jahren] 2000 Insassen – Kinder und Jugendliche – , die angeblich „schwachsinnig“ waren. Für jeden „Schwachsinnigen“ in Hephata erhielt die Diakonie vom Staat „[pro Woche] eine Mark mehr“ als für „normale“ Schutzbefohlene. Indem man seine Schutzbefohlenen als „schwachsinnig“ begutachtete und deklarierte, konnte man seine Gewinne steigern, bei 2000 Insassen im Jahr um 104.000 DM! Über zehn Jahre hinweg macht das bei 2000 „schwachsinnigen Insassen“ eine zusätzliche beträchtliche Summe von 1.040.000 DM aus (eine Million und vierzig Tausend Mark!) ! So wurde es dann auch gehandhabt von der Diakonie in Hephata über einen Zeitraum von 20, 30 oder gar 40 Jahren hinweg!! Und nicht nur in Hephata!!!«[7]

      Wenn’s nur das gewesen wäre. Doch da die Kinder „schwachsinnig“ waren, konnte man auch noch schmerzhafte Experimente mit ihnen machen.
      Alles verjährt obwohl es Verstöße gegen die Menschenrechte waren? Die eigentlich nicht verjähren? In Deutschland schon. Für die Kirchen auch.[8]

      „Der christliche Grundgedanke, das selbst erfahrene Heil Gottes in der Lebensgestaltung mit anderen zu teilen, ist erhalten geblieben und prägt bis heute die Arbeit.“[9] An die dunklen Punkte erinnert man sich nicht gern, das ist verständlich – aber vergessen und beschweigen? Oder gar fortführen?

      Noch 1973 offenbarte der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) über »verantwortliche Elternschaft« für Kinder mit Behinderung lupenreine Nazi-Eugenik. Dort ist die Rede von der »Anhäufung schädlicher Gene in der Bevölkerung und der wirtschaftlichen Folgen für die Gesellschaft«. Weiter heißt es, das Bewußtsein der Öffentlichkeit sei zu »schärfen für die impliziten sittlichen Fragen und für die Notwendigkeit, sich ernsthaft mit Dingen auseinanderzusetzen, die wir bisher der Natur überlassen haben, wobei wir auch schlechte Entwicklungen in Kauf nahmen«[10].

      Mich hatte interessiert, inwiefern unsere Landeskirchen die »Expertise« des ÖRK mitverantwortet haben und welchen Stellenwert sie heute noch hat. Gab es einen Widerruf? Ob eine Landeskirche wohl antwortet? – hatte ich gefragt.[11] Keine einzige hat geantwortet. Auch „mein“ Landesbischof, extra und normal freundlich angefragt, reagierte nicht.[12]

      „Der christliche Grundgedanke, das selbst erfahrene Heil Gottes in der Lebensgestaltung mit anderen zu teilen … “ Wir dürfen uns nicht wundern, wenn dies als Drohung verstanden wird.

      Fußnoten

      [1] https://www.hephata.de/wir-ueber-uns/geschichte-14.php
      [2] In den letzten Jahrzehnten wurde ein Netz differenzierter Dienstleistungen in Hessen, Thüringen und Nord-Bayern aufgebaut. Sitz des Vereins ist Marburg.[1]
      https://de.wikipedia.org/wiki/Hephata_(Schwalmstadt)
      [3] http://juttas-schreibblog.blogspot.de/2009/07/uber-die-redewendung-es-ist-nichts-so.html
      [4] https://de.wikipedia.org/wiki/Effata
      [5] https://de.wikipedia.org/wiki/Pneumoenzephalografie
      [6] Zitate aus: http://www.fr.de/rhein-main/heime-in-hessen-hirnexperimente-mit-heimkindern-a-1446116,0#artpager-1446116-0
      [7] https://dierkschaefer.wordpress.com/2014/12/27/hephata-aus-tradition/
      [8] https://dierkschaefer.files.wordpress.com/2011/07/das-jc3bcngste-gericht2.pdf
      [9] https://www.hephata.de/wir-ueber-uns/geschichte-14.php
      [10] Diese Zitate sind der Veröffentlichung von Heike Knops entnommen: http://www.thkg.de/Dokumente/KnopsSterbehilfe.pdf http://www.graswurzel.net/367/euthanasie.shtml#u10
      [11] https://dierkschaefer.wordpress.com/2014/09/12/ork-absolut-besturzend/ Ich konnte nicht überprüfen, ob sie auch auf lebende Menschen mit Behinderung gemünzt sind oder ausschließlich eine Stellungsnahme zur „pränatalen Euthanasie“ darstellen. Auch dann bliebe der Vorwurf der Nazi-Eugenik bestehen. Übrigens: Bei der pränatalen Euthanasie sind wir heute mit verfeinerten Detektionsmethoden wieder angelangt.
      [12] https://dierkschaefer.wordpress.com/2012/07/07/die-anhaufung-schadlicher-gene-in-der-bevolkerung/


      dierkschaefer | 13. Februar 2018 um 18:54 | Tags: Behinderten-Einrichtungen, Hephata, kinder, Kinder als Versuchskaninchen, Kinderrechte, Menschen mit Behinderung, Menschenrechte, Menschenrechtsverletzungen, Menschenversuche, Pneumenzephalographie, Punktion, Treysa, Versuchskaninchen | Kategorien: BRD, Christentum, Deutschland, Ethik, Firmenethik, Geschichte, Gesellschaft, heimkinder, Kinder, Kinderheime, Kinderrechte, Kindeswohl, Kirche, Kriminalität, Kriminologie, Kultur, Leben, Moral, Politik, Protestantismus, Recht, Religion, Soziologie, Staat, Täter, Theologie| URL: wp.me/pulUf-2wv
      .

      Uns geht es darum aufzudecken was andere versuchen zu verstecken!
      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      wer wird den so kleinlich sein , die armen armen Ärzte brauchen doch extra Geld, und Juden, Politische, und Flüchtlinge waren gerade nicht verfügbar , und die kriche brauchte ja Geld viel Geld

      Da hat mann halt am Stammtisch Bürgermeister, Arzt und Parrfer sauerein ausgeheckt, zu lasten der schwächsten, das ist ja heute noch so wer flüssig ist kann jede sauerei machen ohne bestraft zu werden.

      ich finde es nicht in ordnung aber was will mann machen , Entschädigung haben eh nur ein parr ausgesuchte bekommen , die andern sind leer aus gegegangen, der anwalt ist schon teuer geworden wie die Paar cent Heimkinderentschädidigung.

      Aber ich hoffe das die deutsche kriche und Deutschland möglichst schnell kaputt geht , denn dann haben die großkopferten auch nichts mehr, ich habe schon meinen Ungarischen Einbügerungspass
      fand heraus, dass einem in tiefen Kummer von der stillen, hingebungsvollen Kameradschaft eines Hundes Kräfte zufließen, die einem keine andere Quelle spendet.

      Doris Day
      Darf ich eine neue Wortschöpfung vorschlagen ... darf ich ... darf ich ... darf ich ???
      Aufdeckelung

      Damit könnte man euphemistisch schön :engel: in einem Wort ausdrücken, dass man beide Seiten einer Geschichte - Opfer-Täter; Links-Rechts; Oben-Unten - wieder miteinander vereinigen kann und dass es hinter der Weisheit der Aufdeckelung keine weitere Erkenntnis mehr zu finden gibt.
      * Der Täter z.B. ist happy und weiß, dass nie konkrete umfangreiche Informationen angesprochen werden, die evtl. gerichtsfest sind.
      * Das Opfer z.B. ist "happy" und weiß, dass es endlich einmal seine Geschichte erzählen durfte, und hat berechtigte|"berechtigte" Hoffnung, dass jetzt alles gut wird.

      liebe sarkastische Grüße
      Widerstand

      PS.:Falls jemand einen Behörden-Duden besitzt, bitte mal nachschlagen, ob's meine Wortschöpfung nicht bereits seit 73 Jahren gibt!
      Statt Wiedergutmachung lasse ich meinen hund den Haufen vor der Caritas machen und an die Kirchentür pinken, das ist auch eine Innere Freude der Wiedergutmachung wennn mann sieht wie sic der Pfaffe ärgert.
      mann mus nur schnell sein, den ich habe weder von Schleswig noch von Eckernförde eine wiedergutmachmachung bekommen, nach den dritten schreiben vom meinen Anwalt hörte ich gar nichts mehr, dann kam ein schreiben , das alle Akten nachdem ich Getürmt bin von der kinderpscharie Kiel , danach aus Schleswig die Akten ans Kieler Jugendamt gegeben wurden und ich ohne akten keine entschädigung bekomme , die können nichts finden tortz mehrerer Anwaltschreiben
      Dafür darf ich jetzt für meine erzeugerin zahlen

      Aber sollen sie doch weiter Rauszögern , so sparen sie steuergelder und bald wird wie bei den trümmerfrauen, Kz-häftlingen auch kein betroffenes Heimkind mehr am leben sein, das Spart richtig entschädigungsgelder, und mit entschädigungsverzögerungen hat die Deutsche Bundesregierung ja erfahrung den bis auf ein paar sozialschwache hat ja keiner was bekommen
      fand heraus, dass einem in tiefen Kummer von der stillen, hingebungsvollen Kameradschaft eines Hundes Kräfte zufließen, die einem keine andere Quelle spendet.

      Doris Day

      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

      .
      FR - Frankfurter Rundschau, DONNERSTAG, 22. FEBRUAR 2018

      QUELLE: http://www.fr.de/rhein-main/landespolitik/versuche-an-kindern-ministerium-liess-toedliche-arznei-tests-zu-a-1453358,0#artpager-1453358-0

      Jetzt hier in Bezug auf das Bundesland Hessen!

      .
      Versuche an Kindern

      Ministerium ließ tödliche Arznei-Tests zu

      Die hessische Regierung und die Frankfurter Ärztekammer schritten in der Nachkriegszeit nicht gegen Experimente an Kindern ein, obwohl sie wussten, dass mehrere dabei gestorben waren.

      [ Fotostrecke: fünf verschiedene Bilder in Zusammenhang mit der Königsteiner Anstalt Mammolshöhe ]

      22.02.2018

      FR - Frankfurter Rundschau

      Von Pitt von Bebenburg [ Landeskorrespondent, Wiesbaden; AUTOR: http://www.fr.de/autor.=pit ]

      Das hessische Innenministerium und die Frankfurter Ärztekammer waren darüber informiert, dass bei Medikamententests in der Königsteiner Anstalt Mammolshöhe in der Nachkriegszeit mehrere Kinder getötet worden waren. Die Institutionen schritten aber nicht ein, sondern ließen den Anstaltsleiter Werner Catel weiter gewähren.

      Das geht aus Forschungsarbeiten des Historikers und Medizinjournalisten Thomas Gerst sowie der Historiker Hans-Christian Petersen und Sönke Zankel hervor. Nach ihren Recherchen hatte der Ehemann einer auf der Mammolshöhe tätigen Oberärztin Beschwerde gegen die Arzneimitteltests des Anstaltsleiters Werner Catel eingereicht. Sie seien aber „folgenlos“ geblieben, stellen Petersen und Zankel in einem Beitrag für das „Medizinhistorische Journal“ fest.

      Bei Catels Medikamentenversuchen in der Tuberkulose-Heilanstalt Mammolshöhe in Königstein-Mammolshain waren Ende der 40er Jahre mehrere Kinder ums Leben gekommen. Mitarbeiter des damaligen Anstaltsleiters Catel beschrieben 1949 zwei Todesfälle. Aus neueren medizinhistorischen Recherchen geht hervor, dass es mindestens vier Todesopfer bei den Versuchen gegeben hat.

      Gerst hat die Ereignisse in einem Beitrag für die sozialgeschichtliche Zeitschrift „1999“ schon vor einigen Jahren detailliert aufgearbeitet, ohne dass dies von den betroffenen Institutionen aufgegriffen worden wäre. Er machte deutlich, dass es Widerstand aus der Klinik gegen Catels Vorgehen gab, der aber von den Behörden ignoriert wurde. Nach der Zurückweisung aller Beschwerden soll Catel zu einer Oberärztin der Klinik namens Dr. Santo gesagt haben: „Beschweren Sie sich nur, ich habe die ganze Regierung hinter mir.“

      Im August 1947 hatte sich der Ehemann der Oberärztin, der Arzt Erwin Santo, nach Gersts Recherchen an den Vorsitzenden der Ärztekammer Frankfurt, Franz Mündel, gewandt und ein ärztliches Ehrengerichtsverfahren gegen Catel erbeten. Zu seinen Vorwürfen zählte demnach, „dass Catel bei Durchführung der medizinischen Versuche in keinem Fall die Erlaubnis der Angehörigen der mit dem neuen Präparat behandelten Kinder eingeholt habe“. Binnen kurzem seien zwei Todesfälle eingetreten, „die eindeutig auf Gehirn- und Rückenmarksschädigung durch das verabfolgte Präparat zurückzuführen“ seien. Hinzu komme, dass Catel dieses gefährliche Präparat auch an Kindern erprobe, die „noch gute Aussicht auf Genesung durch eine völlig ungefährliche Therapie haben“, zitiert der Historiker aus Santos Schreiben an Mündel.

      Erwin Santo hatte das erste bei den Versuchen gestorbene Kind offenbar selbst obduziert. Dabei habe er festgestellt, „dass Catel zunächst das Auftreten starker Nebenwirkungen ignorierte und gegen ärztliche Einwände die Fortsetzung der Versuche anordnete“, schreibt Thomas Gerst. Einzig und allein seiner Frau sei es zu verdanken gewesen, dass bei einem weiteren Kind mit schweren Vergiftungserscheinungen noch rechtzeitig die Behandlung mit dem Testpräparat TB I 698 habe abgebrochen werden können.

      Catel nahm auf Aufforderung der Ärztekammer im September 1947 Stellung, ging aber nicht auf die konkreten Vorwürfe ein. Stattdessen verwies er nach Gersts Darstellung auf die hohe Sterberate tuberkulosekranker Kinder und „die Verantwortung eines Arztes“, deshalb ein neues, vielversprechendes Medikament an tuberkulosekranken Patienten zu erproben. Zu den Todesfällen schrieb Catel wörtlich: „Worauf dieser höchst bedauerliche Ausgang zurückzuführen ist, bleibt völlig unklar. Vielleicht bestand bei den beiden Kindern eine Überempfindlichkeit gegen das Mittel.“

      Es wurde daraufhin ein medizinisches Gutachten von Professor Franz Volhard eingeholt, dem Leiter der Frankfurter Universitätsklinik. Volhard, ein Förderer von Werner Catel, entlastete seinen Schützling im November 1947.

      Catel nahm auf Aufforderung der Ärztekammer im September 1947 Stellung, ging aber nicht auf die konkreten Vorwürfe ein. Stattdessen verwies er nach Gersts Darstellung auf die hohe Sterberate tuberkulosekranker Kinder und „die Verantwortung eines Arztes“, deshalb ein neues, vielversprechendes Medikament an tuberkulosekranken Patienten zu erproben. Zu den Todesfällen schrieb Catel wörtlich: „Worauf dieser höchst bedauerliche Ausgang zurückzuführen ist, bleibt völlig unklar. Vielleicht bestand bei den beiden Kindern eine Überempfindlichkeit gegen das Mittel.“

      Es wurde daraufhin ein medizinisches Gutachten von Professor Franz Volhard eingeholt, dem Leiter der Frankfurter Universitätsklinik. Volhard, ein Förderer von Werner Catel, entlastete seinen Schützling im November 1947.


      Mehr zum Thema

      Fotostrecke: Heilanstalt Mammolshöhe

      Mammolshöhe: Tödliche Tests an Kindern

      Porträt: Nachkriegskarriere eines Haupttäters
      .

      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

      .
      FR - Frankfurter Rundschau, MITTWOCH, 21. FEBRUAR 2018

      QUELLE: http://www.fr.de/rhein-main/alle-gemeinden/hochtaunus/heilanstalt-mammolshoehe-toedliche-tests-an-kindern-a-1452279

      Jetzt hier in Bezug auf das Bundesland Hessen!

      .
      Heilanstalt Mammolshöhe

      Tödliche Tests an Kindern

      In den 40er Jahren kamen mehrere Kinder bei Medikamentenversuchen an der Heilanstalt Mammolshöhe in Königstein ums Leben. Der Landeswohlfahrtsverband ist entsetzt.

      21.02.2018

      FR - Frankfurter Rundschau

      Von Pitt von Bebenburg [ Landeskorrespondent, Wiesbaden; AUTOR: http://www.fr.de/autor.=pit ]

      [ Einzelfoto: „Die ehemalige Kinderheilstätte Mammolshöhe des Landeswohlfahrtsverbands in Köningstein.“ Foto: Heimatverein Mammolshain ]

      Bei Medikamentenversuchen in der Heilanstalt Mammolshöhe in Königstein sind in der Nachkriegszeit mehrere Kinder ums Leben gekommen. Mitarbeiter des damaligen Anstaltsleiters, des Arztes Werner Catel, schrieben in einem Fachartikel 1949 von zwei Todesfällen. Aus neueren medizinhistorischen Recherchen geht hervor, dass es mindestens vier Todesopfer bei den Versuchen gab.

      Die Anstalt für tuberkulosekranke Kinder gehörte ab 1953 zum Landeswohlfahrtsverband Hessen und davor zu einer Vorgängerorganisation, dem Bezirks-Kommunalverband Wiesbaden. Der Landeswohlfahrtsverband reagierte auf Anfrage der FR entsetzt und kündigte Nachforschungen an.

      Der Arzt Catel, der bereits an der Tötung kranker Kinder in der Nazizeit mitgewirkt hatte, war von der Gesundheitsabteilung im hessischen Innenministerium auf seine Position berufen worden. Auf der Mammolshöhe testete er ein seinerzeit nicht zugelassenes Präparat gegen Tuberkulose mit der Bezeichnung „TB I 698“ (Thiosemicarbazon) an Kindern.

      In einem Artikel für die Deutsche Medizinische Wochenschrift berichteten zwei Mitarbeiter Catels 1949, dass er das Medikament an 61 Patienten im Alter von neun Monaten bis 22 Jahren getestet habe. Die Ärzte bemerkten „bedenkliche, zu größter Vorsicht mahnende toxische Wirkungen“. Dabei „konnten wir leider bei zwei Patienten, trotz Beachtung aller Sorgfaltspflichten, den tödlichen Ausgang nicht abwenden“.

      Die jüngere Forschung kommt zu dem Ergebnis, dass noch mindestens zwei weitere Kinder durch Catels Medikamententests zu Tode kamen. Beim letzten dieser Todesfälle starb demnach ein zehnjähriges Mädchen unter der Behandlung mit dem Präparat, das inzwischen für Erwachsene unter dem Markennamen Conteben zugelassen war. Erst der Tod des Mädchens habe bei Catel zu der Einsicht geführt, dass das Präparat „nur in besonderen klinischen Situationen“ bei Kindern unter zwölf Jahren und bei Kindern unter sechs Jahren gar nicht angewendet werden dürfte, schrieb der Autor Thomas Gerst in der sozialgeschichtlichen Fachzeitschrift „1999“. Er fuhr bitter fort: „Der Tod von vier Kindern, die an Gelenktuberkulose litten und bei herkömmlicher Therapie gute Aussichten auf Heilung gehabt hätten, war für diesen Erkenntnisgewinn Catels nötig gewesen.“

      Die jüngere Forschung kommt zu dem Ergebnis, dass noch mindestens zwei weitere Kinder durch Catels Medikamententests zu Tode kamen. Beim letzten dieser Todesfälle starb demnach ein zehnjähriges Mädchen unter der Behandlung mit dem Präparat, das inzwischen für Erwachsene unter dem Markennamen Conteben zugelassen war. Erst der Tod des Mädchens habe bei Catel zu der Einsicht geführt, dass das Präparat „nur in besonderen klinischen Situationen“ bei Kindern unter zwölf Jahren und bei Kindern unter sechs Jahren gar nicht angewendet werden dürfte, schrieb der Autor Thomas Gerst in der sozialgeschichtlichen Fachzeitschrift „1999“. Er fuhr bitter fort: „Der Tod von vier Kindern, die an Gelenktuberkulose litten und bei herkömmlicher Therapie gute Aussichten auf Heilung gehabt hätten, war für diesen Erkenntnisgewinn Catels nötig gewesen.“

      Catel war vor, während und nach der Nazizeit ein Verfechter der Ermordung von kranken Kindern gewesen, die er für nicht lebenswert erachtete. Er gehörte dem „Reichsausschuss zur wissenschaftlichen Erfassung erb- und anlagebedingter schwerer Leiden“ an, der von Adolf Hitlers Kanzlei eingesetzt war. Dessen Gutachter, darunter Catel, entschieden nach Aktenlage über die Einweisung der Säuglinge und Kinder in Anstalten, wo sie ermordet wurden.


      Mammolshöhe

      Die Klinik

      Die Klinik Mammolshöhe in Königstein-Mammolshain wurde 1927 als Heilstätte für tuberkulosekranke Kinder eröffnet. Genutzt wurde dabei die um 1890 errichtete Villa May.

      Der Chefarzt

      Von 1947 bis 1954 war Professor Werner Catel der Chefarzt auf der Mammolshöhe. Catel hatte an der Ermordung von kranken Kindern in der Nazizeit, der sogenannten Kindereuthanasie, mitgewirkt.

      Die Schließung

      In den 70er Jahren gingen die Belegungszahlen deutlich zurück. Die Klinik wurde geschlossen.

      Der Neubau

      Nach 2000 wurden die Gebäude abgerissen und neue Wohnhäuser auf dem Grundstück errichtet.

      Mehr zum Thema

      Fotostrecke: Heilanstalt Mammolshöhe

      Euthanasie: Furchtbares Kapitel

      Heimkinder: Kritischer Hirneingriff

      Interview: „Jeder wurde mit dem Zeug abgefüllt“
      .

      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

      .
      FR - Frankfurter Rundschau, FREITAG, 23. FEBRUAR 2018

      QUELLE: http://www.fr.de/rhein-main/landespolitik/werner-catel-regierung-laesst-toedliche-menschenversuche-erforschen-a-1454835

      Jetzt hier in Bezug auf das Bundesland Hessen!

      .
      Werner Catel

      Regierung lässt tödliche Menschenversuche erforschen

      Ein Historiker soll die Menschenversuche des früheren Mammolshöhe-Chefarztes Werner Catel aufklären.

      23.02.2018 22:35 Uhr

      FR - Frankfurter Rundschau

      Von Pitt von Bebenburg [ Landeskorrespondent, Wiesbaden; AUTOR: http://www.fr.de/autor.=pit ]

      [ Einzelfoto: „Die ehemalige Kinderheilstätte Mammolshöhe des Landeswohlfahrtsverbands in Köningstein.“ Foto: Heimatverein Mammolshain ]

      Die Tätigkeit des Euthanasie-Arztes Werner Catel und seine tödlichen Experimente mit Medikamenten in der Kinderheilstätte Mammolshöhe sollen von einer Historikerin oder einem Historiker im Auftrag des Landes aufgearbeitet werden. Das hat die Landesregierung beschlossen, wie ein Sprecher des Sozialministeriums am Freitag auf Anfrage der FR mitteilte.

      Die Untersuchung solle gemeinsam mit dem Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen auf den Weg gebracht werden. Der LWV war zeitweise Träger der Anstalt in Königstein-Mammolshain gewesen. Die Gesundheitsabteilung des Innenministeriums hatte Catel, der an der Ermordung behinderter Kinder in der Nazizeit beteiligt war, 1947 als Leiter der Einrichtung berufen.

      Rund 70 Jahre danach liegen der Landesregierung nach eigenen Angaben keine Akten mehr aus der damaligen Zeit vor. Aufgrund der FR-Anfrage hätten Innen-, Kultus-, Wissenschafts- und Sozialministerium ihre Aktenlage geprüft, sagte der Sprecher. In keinem dieser Häuser gebe es Akten zu dem Arzt oder den Vorfällen. „Rein formal ist es so, dass es eine behördliche Überwachung klinischer Prüfungen beziehungsweise eine Meldeverpflichtung bei deren Durchführung zum damaligen Zeitpunkt nicht gab“, fügte der Sprecher hinzu.

      Bei den Versuchen an tuberkulosekranken Kindern waren mindestens vier Kinder getötet worden. Ein Arzt hatte deswegen Beschwerden bei der Ärztekammer und dem Ministerium eingelegt, die aber abschlägig beschieden wurden.

      Die Landesärztekammer teilte auf Anfrage mit, bei den Versuchen handele es sich „aus heutiger Sicht“ um Verstöße gegen internationale Vereinbarungen zum ärztlichen Handeln, etwa gegen das 1948 verabschiedete „Genfer Gelöbnis“.

      .

      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.
      Es ist einfach unfassbar, wie das medizinische Personal des 3. Reiches nach dem Kriege einfach weitermachen durfte. es gilt im Übrigen nicht nur für das medizinische Personal.
      Besonders das kirchliche Personal in den sogenannten Erziehungsheimen Westdeutschlands wurde von ihren Orden nahtlos übernommen.. Viele Geschichten dieser Pseudopädagogen und Kinderschänder sind mir aus erster Hand bekannt, weil ich über 10 Jahre unter ihnen verbringen musste.
      Eine Aufarbeitung deren Rollen im 3. Reich fand nie statt. Alles wurde entweder von den zuständigen Jugendämtern oder den Ordenshäusern unter den kirchlichen Teppich gekehrt.
      Soll man die alten Geschichten ruhen lassen?
      Ich meine nein, denn solange es behördliche Willkür, kirchliche Gewalt gegen Schutzbefohlene gibt, solange müssen wir Betroffene mit dem Finger darauf zeigen.
      Denn es ist nie vorbei.
      Es findet heute statt.
      2018 !!
      God forbid that I should go to any Heaven in which there are no horses

      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

      .
      QUELLE: CONNECTIV.EVENTS @ https://connectiv.events/medikamentenversuche-an-saeuglingen/ :

      IMPRESSUM @ https://connectiv.events/connectiv/#impressum
      connectiv.events s.l. (sociedad limitada)
      Avd. Rey Jaime I, 107
      07180 Santa Ponsa | Mallorca
      Spain
      NIF: ES-B16537169
      Registro Mercantil Palma de Mallorca | PM-82173 Tomo 2721 Folio 18
      Director general: Anna Maria August
      Email:
      info@connectiv.events
      Tel.-ES: +34-871 570531


      Dieser zusammenfassende Artikel zum betreffenden Thema jetzt hier in Bezug auf mehrere der alten Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland!

      .
      Medikamentenversuche an Säuglingen

      8. Februar 2018 | Gesundheit | Ernährung | Medizin | Dr. h.c. Michael Grandt

      Pharmaunternehmen ließen in Säuglings- und Kinderheimen jahrzehntelang gefährliche Stoffe testen. Chemische Medikamente wurden zudem als »Erziehungsmittel» verwendet. In den Jahren 1949 bis 1975 beherbergten Heime rund 800.000 Kinder. Die Gewalt – und jetzt auch medizinische Versuche – gehören zu den dunkelsten Kapiteln der frühen Bundesrepublik. Doch der Reihe nach:

      Säuglinge als »Testpersonen»

      In den 1960er-Jahren starben in West-Berlin mehrere Menschen, nachdem sie sich mit Polio-Lebendimpfstoff »schützen» ließen. »Schluckimpfung ist süß, Kinderlähmung ist grausam», so lautete damals der Slogan, der mir selbst noch in den Ohren ist. Aktuelle Forschungen zeigen, wie deutsche Pharmafirmen ihre riskanten Impfstoffe an Menschen ausprobierten – um ihre Präparate zu verbessern und auf den Markt zu bringen. Unglaublich: »Testpersonen» waren Säuglinge und Kinder in kirchlichen oder staatlichen Heimen.

      Leichte Beute

      Damals waren die Heimkinder de facto rechtlos und damit leichte Beute. Die Nutznießer: zahlreiche Pharmaunternehmen wie Merck, Schering (heute: Bayer), Janssen, Pfizer, Verla-Pharma oder die Behringwerke. Aber damit nicht genug: Selbst Gesundheitsämter gaben in Säuglingsheimen Studien in Auftrag, um Nebenwirkungen von Impfstoffen kennenzulernen. Bei den Impf- und Arzneimitteltests der 1950er bis 1970er-Jahre fehlen bisher die Hinweise, dass die Kinder, ihre Eltern oder Jugendämter aufgeklärt und um Einwilligung gefragt wurden. Ob diese überhaupt existieren, ist fraglich. Laut SPIEGEL gab es die Versuche in Kinderheimen aber tatsächlich.

      Tatort: Westberlin, Kinderheim Elisabethstift

      Insgesamt 139 Säuglinge und Kinder mussten dort riskante Impfversuche ertragen und das offensichtlich ohne Zustimmung der Eltern oder der Jugendämter.

      ● Den Kindern wurde Blut abgenommen.

      ● Den Kindern wurde per Lumbalpunktion mehrfach Nervenwasser abgenommen, um das Vorhandensein von Viren zu untersuchen.

      ● Dies war ein schmerzvoller und gefährlicher Eingriff, dem die gesetzlichen Vertreter der Kinder hätten auf jeden Fall zustimmen müssen.


      Behringwerke, Marburg 1954

      Zwei Versuchsaffen starben – trotz Impfung – an Kinderlähmung.
      »Trotzdem drängten die Behringwerke bereits 1956 darauf, in Deutschland einen Impfstoff gegen Kinderlähmung einzuführen. » (DER SPIEGEL)

      Und weiter: »Führungskräfte des Unternehmens hatten offenbar keine Probleme mit Menschenversuchen: ein Direktor der Behringwerke, Albert Demnitz, ließ vor 1945 im Konzentrationslager Buchenwald Fleckfieberimpfoff an Häftlingen der berüchtigten ‚Todes-Baracke 46‘ ausprobieren. Sein Kollege Richard Haas hatte ebenfalls mit der Fleckfieberstation des KZ kooperiert – dennoch wurde er 1950 bei den Behringwerken Leiter der humanmedizinischen Forschung. Bis 1980 war Haas außerdem Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Kinderlähmung.»


      Vorgeschichte im Dritten Reich

      Riskante Impfstoffe – etwa gegen Gelbfieber, Gasbrand, Typhus, Ruhr, Tetanus und Scharlach – wurden ebenfalls während der Nazizeit bei Menschenversuchen getestet. Aber nicht nur in Konzentrationslagern, sondern auch in Kinderheimen.

      Tatort: Krefeld, Säuglingsheim 1961

      Die Behringwerke lieferten Polioimpfstoff an ein Säuglingsheim. Die Mediziner bedankten sich sogar für die Möglichkeit, nach Tierversuchen nun endlich mit Säuglingen experimentieren zu können. Über das Risiko wussten sie durchaus Bescheid: »Die Wirkungsprüfung von Polio- oder Kombinationsimpfstoffen beim Menschen ist mit einigen grundsätzlichen Schwierigkeiten belastet.» Doch das hinderte niemand daran, Experimente an »an zwei Gruppen von je 20 gesunden Säuglingen bzw. Kleinkindern zwischen 4 und 18 Monaten» durchzuführen.

      Heimkinder als »Versuchskaninchen»

      Aber nicht nur für Impfversuche wurde auf Heimkinder zurückgegriffen, auch Psychopharmaka wurden an ihnen ausprobiert. Darunter waren Medikamente wie

      ● Decentan

      ● Truxal

      ● Dipiperon, die bei den jungen Testpersonen oft schwere Nebenwirkungen auslösten.

      Die Akten des Pharmaunternehmens Merck über ein Essener Kinderheim dokumentieren bei Kindern im Alter von 5 bis 13 Jahren:

      ● »Schrei- und Blickkrämpfe»

      ● »Glasige Augen»

      ● »Krampfartig steife Hände»

      ● »Er biss auf die herunterhängende Zunge»

      ● »hat laut Geschrien»


      Medikamente als chemisches Erziehungsmittel

      Aber nicht nur, dass Medikamente an Kindern getestet wurden, in vielen Heimen waren diese auch als »chemisches Erziehungsmittel» beliebt. Das jedenfalls geht aus einem Protokoll aus dem Merck-Archiv hervor: »Die Schwestern des Hauses fordern laufend die 4-mg-Dragees nach, da sie somit endlich Ruhe auf den Stationen haben und die Kinder auch tadellos schulfähig gehalten werden.»

      Anmerkung: Die betroffenen Pharmaunternehmen unterstützen die Aufarbeitung.

      http://www.michaelgrandt.de/medikamentenversuche-an-saeuglingen/

      Quelle:

      Dr. h.c. Michael Grand
      .

      Uns geht es darum aufzudecken was andere versuchen zu verstecken!
      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Hier ist Etwas aus den Vereinigten Staaten, das einen leicht erweiterten Blick auf die moralische Basis zulässt, aufgrund derer diese "Ärzte" ihre Verbrechen begangen haben.

      Ich hoffe, dass viele Englisch verstehen können und ich das nicht übersetzen muss.

      nytimes.com/2017/09/13/opinion/nazis-holocaust-disabled.html

      The Nazis’ First Victims Were the Disabled

      Kenny Fries[geb. 1960 in Brooklyn, New York]
      SEPT. 13, 2017

      I sit facing the young German neurologist, across a small table in a theater in Hamburg, Germany. I’m here giving one-on-one talks called “The Unenhanced: What Has Happened to Those Deemed ‘Unfit’,” about my research on Aktion T4, the Nazi “euthanasia” program to exterminate the disabled.

      “I’m afraid of what you’re going to tell me,” the neurologist says.

      I’m not surprised. I’ve heard similar things before. But this time is different — the young man sitting across from me is a doctor. Aktion T4 could not have happened without the willing participation of German doctors.

      I have a personal stake in making sure this history is remembered. In 1960, I was born missing bones in both legs. At the time, some thought I should not be allowed to live. Thankfully, my parents were not among them.

      I first discovered that people with disabilities were sterilized and killed by the Nazis when I was a teenager, watching the TV mini-series “Holocaust” in 1978. But it would be years before I understood the connections between the killing of the disabled and the killing of Jews and other “undesirables,” all of whom were, in one way or another, deemed “unfit.”

      The neurologist does not know much about what I’m telling him. While he does know that approximately 300,000 disabled people were killed in T4 and its aftermath, he doesn’t know about the direct connection between T4 and the Holocaust. He doesn’t know that it was at Brandenburg, the first T4 site, where methods of mass killing were tested, that the first victims of Nazi mass killings were the disabled, and that its personnel went on to establish and run the extermination camps at Treblinka, Belzec and Sobibor.
      Continue reading the main story

      Three years earlier, when I first arrived in Germany, I was consistently confronted with the treatment of those with disabilities under the Third Reich. But I soon realized I had to go back even farther. In the 1920s, the disabled were mistreated, sterilized, experimented on and killed in some German psychiatric institutions. In 1920, the psychiatrist Alfred Hoche[1902- 1933 Universität Freiburg] and the jurist Karl Binding[ehem. Rektor der Universität Leipzig] published their treatise, “Permitting the Destruction of Unworthy Life,”[„Die Freigabe der Vernichtung lebensunwerten Lebens“] which became the blueprint for the exterminations of the disabled carried out by the Third Reich.

      In Dr. Ewald Melzer’s 1923 survey of the parents of the disabled children in his care, they were asked: “Would you agree definitely to a painless shortcut of your child’s life, after it is determined by experts that it is incurably stupid?” The results, which surprised Melzer, were published in 1925: 73 percent responded they were willing to have their children killed if they weren’t told about it.

      I am also Jewish. At the Karl Bonhoeffer psychiatric hospital in the Berlin suburb of Wittenau, where the exhibition “A Double Stigma: The Fate of Jewish Psychiatric Patients” was held, I learned about, as the exhibition title suggests, how Jewish patients were doubly stigmatized by being separated from other patients, denied pastoral care, and were cared for not at the expense of the Reich but by Jewish organizations. Jewish patients were singled out for early extermination; by December 1942, the destruction of the Jewish patient population at Wittenau was complete.

      The young neurologist in Hamburg did not know this history.

      It is only at the end of my talk with the neurologist that I notice he wears a hearing aid. I want to ask if he knows about “100 Percent,” the film produced by deaf Germans to show they could assimilate and be productive citizens who worked. Did he know the hereditary deaf were singled out not only by the German authorities but also by those with acquired deafness who tried to save themselves? Too often, even those of us with disabilities do not know our own history.

      Not many people know about disability history in the United States. They do not know that in the United States in 1927, Justice Oliver Wendell Holmes wrote that “three generations of imbeciles are enough” as part of his opinion in Buck v. Bell[en.wikipedia.org/wiki/Buck_v._Bell], in which the Supreme Court ruled that compulsory sterilization of the “unfit” was constitutional. This decision has never been expressly overturned.

      Many Americans still do not know about the so-called “ugly laws,” which in many states, beginning in the late 1860s, deemed it illegal for persons who were “unsightly or unseemly” to appear in public. The last of these laws was not repealed until 1974.

      Why is it important to know this history? We often say what happened in Nazi Germany couldn’t happen here. But some of it, like the mistreatment and sterilization of the disabled, did happen here.

      A reading of Hoche and Binding’s “Permitting the Destruction of Unworthy Life” shows the similarity between what they said and what exponents of practical ethics, such as Peter Singer, say about the disabled today. As recently as 2015, Singer, talking with the radio host Aaron Klein on his show, said, “I don’t want my health insurance premiums to be higher so that infants who can experience zero quality of life can have expensive treatments.”

      These philosophers talk about the drain on “resources” caused by lives lived with a disability, which eerily echoes what Hoche and Binding wrote about the “financial and moral burden” on “a person’s family, hospital, and state” caused by what they deem lives “unworthy of living.”

      Experts point out the recent Republican health care proposals would strip Medicaid funding that helps the elderly, the poor and the disabled live healthier and more dignified lives. A recent New York Times article quoted the Rev. Susan Flanders, a retired Episcopal priest, as saying: “What we’re paying for is something that many people wouldn’t want if they had a choice. It’s hundreds of dollars each day that could go towards their grandchildren’s education or care for the people who could get well.”

      In the article, Flanders, whose father had Alzheimer’s, is described as “utterly unafraid to mix money into the conversation about the meaning of life when the mind deteriorates.” Practical ethicists are similarly unafraid to do this. As were the Nazis. Third Reich school textbooks included arithmetic problems on how much it would cost to care for a person with a disability for a lifetime.

      Three years ago, I was the only visitor at a museum dedicated to the history of the Reinickendorf area of Berlin. The museum building was once part of Wiesengrund, which, in 1941, housed the “wards for expert care” of the Municipal Hospital for Children.

      Down a hall with fluorescent lighting, in a white-walled room, were 30 wooden cribs. On each of the cribs was a history of a child, some as young as a few months old. This was the room in which these infants and children were experimented on and killed: the 30-bed Ward 3, the “ward for expert care” at Wiesengrund.

      My heart raced; my breath shortened. I couldn’t stay in that room for long. The room evoked the first four weeks of my own life spent in an incubator. Nobody knew if I would live or die.

      What kind of society do we want to be? Those of us who live with disabilities are at the forefront of the larger discussion of what constitutes a valued life. What is a life worth living? Too often, the lives of those of us who live with disabilities are not valued, and feared. At the root of this fear is misunderstanding, misrepresentation, and a lack of knowledge of disability history and, thus, disabled lives.


      Ernsthafte Historiker sind wohl wirklich nicht zu beneiden. Wenn die intensiv recherchieren, müssen die einfach das kalte Kotzen kriegen bei all dem, was die Vorfahren alles an geistigen Zeitbomben hinterlassen haben.
      Grüße

      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

      .
      QUELLE: Bayerischer Landtag @ https://www.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP17/Drucksachen/Basisdrucksachen/0000013500/0000013801.pdf

      Auch Bayern stellt jetzt diesbezügliche Aufarbeitung in Aussicht.

      .
      Bayerischer Landtag

      17. Wahlperiode --- 24.01.2018 --- Drucksache 17/20311

      Dringlichkeitsantrag

      der Abgeordneten Katharina Schulze, Ludwig Hart-mann, Kerstin Celina, Thomas Gehring, Ulrike Gote, Jürgen Mistol, Gisela Sengl, Christine Kamm, Ulrich Leiner und Fraktion (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

      Medikamententests an ehemaligen Heimkindern in Bayern aufklären

      Der Landtag wolle beschließen:

      Die Staatsregierung wird aufgefordert, sich für eine Aufklärung und Aufarbeitung von Medikamententests an ehemaligen Heimkindern in Bayern einzusetzen. Dazu soll die Staatsregierung sich an die zuständigen Stellen der verschiedenen politischen Ebenen wenden, ebenso wie an potenziell involvierte Pharmaunternehmen und an die damaligen Träger der Kinderheime, Heilpädagogischen Einrichtungen und Kinder- und Jugendpsychiatrien, um herauszufinden, ob und in welcher Form eine Beteiligung dieser an Versuchsreihen und Arzneimittelstudien an Minderjährigen erfolgt ist. Aufgeklärt werden müssen insbesondere Versuchsreihen im Zusammenhang mit der Anwendung von Impfstoffen gegen Kinderlähmung und zum Pockenschutz. Auch der missbräuliche Einsatz von sedierenden Medikamenten und von Psychopharmaka ohne medizinische Indikation in stationären Einrichtungen der Jugend- und Behindertenhilfe sowie in psychiatrischen Einrichtungen sollte in diesem Zusammenhang untersucht werden.

      Zu diesem Zweck werden alle noch vorhandenen Aktenbestände und schriftlichen Nachweise über Testreihen, Impfstudien und Tests mit Psychopharmaka in bayerischen Kinder- und Erziehungsheimen, Einrichtungen für Kinder mit Behinderungen sowie Kinder- und Jugendpsychiatrien systematisch gesichert, gesichtet und archiviert. Die Staatsregierung sorgt ferner dafür, dass die noch vorhandenen Unterlagen im Rahmen eines Forschungsprojekts wissenschaftlich ausgewertet und im Rahmen einer Publikation veröffentlicht werden.

      Über die bayerische Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder versucht die Staatsregierung aktiv Kontakt zu von medizinischen Tests betroffenen ehemaligen Heimkindern aufzunehmen und bietet ihnen Hilfe bei der Beschaffung der notwendigen Nachweise und Unterlagen an. Aussagen und Dokumente von Betroffenen werden ebenfalls gesichert und ausgewertet


      Begründung:

      Von den 1950er bis in die 1970er Jahre haben in Deutschland zahlreiche Medikamententests mit Heimkindern stattgefunden. Die Pharmazeutin Sylvia Wagner liefert in ihrer Studie „Ein unterdrücktes und verdrängtes Kapitel der Heimgeschichte – Arzneimittelstudien an Heimkindern“ zahlreiche Belege für etwa 50 Testreihen in ganz Deutschland, darunter auch Impfstudien und Tests mit Psychopharmaka in Bayern. Diese Testreihen fanden ohne nachvollziehbare rechtliche Grundlage und häufig auch ohne Kenntnis oder gar Einwilligung der sorgeberechtigten Eltern statt.

      Außerdem kam es auch im Alltag der Einrichtungen nach Berichten ehemaliger Heimkinder häufig zum Einsatz von sedierenden Medikamenten oder von Psychopharmaka, ohne dass hierfür eine medizinische Indikation vorgelegen hätte. Dieser missbräuchliche Einsatz von Medikamenten zur Ruhigstellung der Kinder und Jugendlichen erfüllt nach Einschätzung des Runden Tisches Heimerziehung des Bundestages den Tatbestand der schweren Körperverletzung.

      Bis in die 70er Jahre gab es keine verbindlichen rechtlichen Vorschriften für die Zulassung neuer Medikamente. In der Aufarbeitung des Schicksals der ehemaligen Heimkinder wurde das Thema Medikamententests bisher weitgehend ausgeklammert. Es besteht also ein großer Aufklärungs- und Forschungsbedarf. Die ehemaligen Heimkinder wurden einfach als günstiges „Menschenmaterial“ für medizinische und pharmazeutische Tests benutzt. Das hierdurch verursachte Unrecht und Leid an den betroffenen ehemaligen Heimkindern wurde bisher weder systematisch erforscht noch angemessen entschädigt.

      Auch der Staatsregierung liegen nach eigener Auskunft bisher keine Akten oder schriftliche Nachweise über Medikamententests an Heimkindern vor. In einem ersten Schritt müssen deshalb sämtliche noch vorhandenen Unterlagen aus bayerischen Kinderheimen, Behindertenheimen und Psychiatrien gesichert und archiviert werden. In einem zweiten Schritt muss dann ein Forschungsprojekt zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der Arzneimittelstudien, Impftests und Tests mit Psychopharmaka an ehemaligen Heimkindern, Kindern aus Behindertenheimen und Kinder- und Jugendpsychiatrien vergeben werden.

      . [color]

      Siehe auch diesbezüglich „die schriftliche Anfrage der Landtagsabgeordneten Kerstin Celina BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom 14.08.2017 und „die Antwort der Bayerischen Landesregierungdarauf vom 09.02.2018:

      17. Wahlperiode --- 09.02.2018 --- Drucksache 17/18599 @
      https://www.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP17/Drucksachen/Schriftliche Anfragen/17_0018599.pdf (insgesamt 4 Seiten)

      . [color]
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

      .
      Ein ungefähr gleichlautender (aber von mir speziell etwas kürzer gefasster) Beitrag wie der hier unmittelbar vorhergehende Beitrag @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/18400-Medikamententests-an-Heimkindern-in-WESTDEUTSCHLAND/?postID=571389#post571389, zu den Vorgängen im Bayerischen Landtag, wurde gestern (05.02.2018) im POLITIK-FORUM.EU auf Nimmerwiedersehen in die Ablage befördert:

      Weil Moderator »H2O« anonym ist (und weil er sich sicher ist, dass niemand feststellen kann wer er ist) und einfach nur weil eres kann“, hat er den folgenden von mir am Montag, 5. März 2018 (um ca. 09:45 Uhr; nächstfolgend auf http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?f=23&t=27003&p=4136928#p4136928 ) im POLITIK-FORUM.EU abgegebenen Beitrag sofort als Spam kategorisiert und in die Ablage befördert“ (d.h., in den Mülleimer geworfen!); sodass niemand im diesbezüglichen Thread »Werden EHEMALIGE HEIMKINDER wirklich entschädigt?«, mit Subheading »Medikamentetests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND«, weiß, dass ich den Beitrag dort getätigt habe oder weiß was ich in diesem jetzt dort für immer verschwundenen Beitrag mitgeteilt habe: And nobody will be any the wiser, denkt er.

      An völlig anderer Stelle im POLITIK-FORUM.EU @ http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?f=23&t=238&p=4148088#p4148088 gibt er dann stolz an als Moderator diesbezüglich völlig berechtigt und gerecht gehandelt zu haben:

      .
      von H2O
      Mo 5. Mär 2018, 10:16
      Forum:
      9. Offenes Forum - Sonstiges
      Thema: Moderation des Offenen Forums

      Re: Moderation des offenen Forums

      [MOD] Den Beitrag über Verhandlung von Entschädigungsansprüchen in Bayern als Spam in die Ablage verschoben. Nicht ersichtlich, was hier diskutiert werden soll. H2O

      .

      POLITIK-FORUM.EU stellt sich übrigens als „Verein zur Förderung der politischen Diskussion e.V.“ im Internet vor; umso mehr ist es völlig unverständlich, dass Hinweise zu diesbezüglichen offiziellen Plenarprotokollen zu solch wichtigen politischen Themen von einem „Politik-Forum einfach gelöscht werden.
      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Hi Martini. Das ist witzig. In dem Forum, in welchem ich seit Jahren poste und diskutiere, wurde mir neulich von einem User empfohlen, mich als allgem. an Polit. u. A. Interessierter einbringe, in dem Forum zu registrieren, das du erwähnst. Wenn die Moderation so gehandhabt wird, dann sollte ich mir das wohl doch ersparen? Es sieht tatsächlich nach Willkür aus.

      Spannungen gibt es überall aber keine willkürlichen Entscheidungen. Wie kann so ein Blödmann das Thema als Spam abtun? Von Demokratie müssen so einige noch viel lernen.

      Allerdings gibt's auch dort wo ich bin, mindestens einen Mod, der ähnlich agiert hat wie dieser witzige H2O. Sieht nach Methode aus, best. Themen der User zu boykottieren. Derzeit sind viele so sensibel auf der Welt.

      Martini schrieb:

      Die ehemaligen Heimkinder wurden einfach als günstiges „Menschenmaterial“ für medizinische und pharmazeutische Tests benutzt.

      Da wird mir immer ganz warm um's Herz, wenn ich dieses Wort lese. Besonders, wenn man bedenkt, dass es von Verbrechern seit weit weit weit über hundert Jahren verwendet wird(de.wikipedia.org/wiki/Menschenmaterial).

      Martini schrieb:

      Weil Moderator »H2O« anonym ist (und weil er sich sicher ist, dass niemand feststellen kann wer er ist) und einfach nur weil er „es kann“, hat er den folgenden von mir am Montag, 5. März 2018 (um ca. 09:45 Uhr; nächstfolgend auf politik-forum.eu/viewtopic.php…=27003&p=4136928#p4136928 ) im POLITIK-FORUM.EU abgegebenen Beitrag sofort als „Spam“ kategorisiert und „in die Ablage befördert“

      Für alle diejenigen, denen es noch nicht aufgefallen:
      Behörden geben Steuermittel aus, um durch ähh ... "Moderation" den Deckel auf bestimmten Themen draufzuhalten.
      Die drei Hauptfragen sind lediglich:
      * Ist es illegal, dass sich irgendeine Exekutive derart in die Meinungsbildung einmischt?
      * Ist es illegal, für diese Einmischung Steuermittel auszugeben?
      * Welche Behörde aus welchen Staat ist für die Einmischung haftbar?

      LG

      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

      .
      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND und auch anderer diverser Abusus begangen an dieser Opfergruppe über Jahrzehnte hinweg in WESTDEUTSCHLAND.


      TRANSPARENZ: Australian Royal Commission: ENTSCHÄDIGUNG


      AUS ÖSTERREICH in Deutsch (09.03.2018, 13:33 Uhr):
      https://www.kathpress.at/goto/meldung/1608301/australische-bundesstaaten-wollen-missbrauchsopfer-entschaedigen (mehr detaillierte Berichterstattung)


      AUS DEM VATIKAN in Deutsch (09 März 2018, 16:15 Uhr):
      http://www.vaticannews.va/de/welt/news/2018-03/-australien-missbrauch-kirche-entschaedigung.html (kurz gefasste Berichterstattung)


      DEUTSCHE WELLE AUS DEUTSCHLAND in Deutsch (09.03.2018, ca. 13:20 Uhr):
      http://m.dw.com/de/australien-entsch%C3%A4digt-tausende-opfer-sexueller-gewalt/a-42905772 (sehr extensive und detaillierte Berichterstattung)


      Andere Länder, einschließlich Deutschland selbst, sollten sich ein Beispiel an Australiens Entschädigungs-Programm nehmen !!
      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

      .

      Martini schrieb:

      .
      Ein ungefähr gleichlautender (aber von mir speziell etwas kürzer gefasster) Beitrag wie der hier unmittelbar vorhergehende Beitrag @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/18400-Medikamententests-an-Heimkindern-in-WESTDEUTSCHLAND/?postID=571389#post571389, zu den Vorgängen im Bayerischen Landtag, wurde gestern (05.02.2018) im POLITIK-FORUM.EU auf Nimmerwiedersehen in die Ablage befördert:
      .

      Stern schrieb:

      .
      Hi Martini. Das ist witzig. In dem Forum, in welchem ich seit Jahren poste und diskutiere, wurde mir neulich von einem User empfohlen, mich als allgem. an Polit. u. A. Interessierter einbringe, in dem Forum zu registrieren, das du erwähnst. Wenn die Moderation so gehandhabt wird, dann sollte ich mir das wohl doch ersparen? Es sieht tatsächlich nach Willkür aus.
      .

      DAS LÖSCHEN VON RELEVANTEN BEITRÄGEN zum Thema »Werden EHEMALIGE HEIMKINDER wirklich entschädigt?«, mit Subheading »Medikamentetests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND«.

      Um noch einmal auf die Moderation – sprich „Beförderung in die Ablage“ „als SPAM bestimmter unangenehmer innenpolitischer Beiträge (bezüglich deutscher Innenpolitik!) – im POLITIK-FORUM.EU zurückzukommen:

      .
      POLITIK-FORUM.EU
      Verein zur Förderung der politischen Diskussion e.V.

      Eleonorenstraße 19
      30449 Hannover,
      Niedersachsen,
      Deutschland.

      Kurzbeschreibung:

      Verein zur Förderung der politischen Diskussion e.V. mit Sitz in Hannover ist im Vereinsregister mit der Rechtsform Verein eingetragen. Das Unternehmen wird beim Amtsgericht 30175 Hannover unter der Vereinsregister-Nummer VerR 200802 geführt. Das Unternehmen ist wirtschaftsaktiv. Die letzte Änderung im Vereinsregister wurde am 01.10.2008 vorgenommen.
      Das Unternehmen wird derzeit von 4 Managern (4 x Vorstand) geführt. Das Unternehmen verfügt über einen Standort.

      Geschäftsbereich:

      Gegenstand des Unternehmens:

      Zweck des Vereins ist es im Internet die freie Diskussion zu aktuellen Themen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaften und Gesellschaft zu ermöglichen.

      .

      QUELLE: https://www.firmenwissen.de/az/firmeneintrag/30449/2190550209/VEREIN_ZUR_FOERDERUNG_DER_POLITISCHEN_DISKUSSION_E_V.html (wann diese Details dort eingetragen wurden ist nicht gewiß)

      RELEVANTE DETAILS ZUSAMMENGEFASST:
      .
      Gründer der Internetplattform POLITIK-FORUM.EU (gegründet 2009): André Prätorius (Jurist), Oberbürgermeisterkandidat für Bitterfeld-Wolfen, in Sachsen-Anhalt, der Partei der freien Demokraten (er selbst FDP-Mitglied seit 2005) [Anscheinend jedoch hat er, möglicherweise in 2014, zur Partei DIE LINKE gewechselt und hat seither auch nichts mehr zu Tun mit den heutigen Betreibern des POLITIK-FORUM.EU; das ist durchaus möglich.].
      .

      QUELLE: https://www.mz-web.de/7983090 (erwähnt am Ende dieses Artikels von CHRISTINE KRÜGER in Mitteldeutsche-Zeitung vom 28.10.2009, um 18:27 Uhr).

      .
      OBERBÜRGERMEISTERWAHL 2009

      Kandidat der FDP


      Auf der Mitgliederversammlung vom 18. Juni 2009 hat der FDP-Ortsverband André Prätorius zum Kandidaten für die Wahl zum Oberbürgermeister der Stadt Bitterfeld-Wolfen gewählt.

      Kurzvita

      1977 geboren in Wolfen, aufgewachsen in Bitterfeld

      1996 Abitur

      1996-1997 Bundeswehr

      1998-2003 Jurastudium in Halle/Saale an der MLU (1. Staatsexamen/Diplomjurist)

      2003-2005 Referendariat in LSA (2. Staatsexamen/Volljurist)

      Seit 2003 in diversen Kanzleien beschäftigt

      Kontakt
      Email
      andre.praetorius@fdp-bitterfeld.de
      Telefon: 03494/826910

      Die Kraft der Freiheit - FDP ----- Die Zukunft der Freiheit - FDP

      [Zum Oberbürgermeister ist André Prätorius jedoch nicht gewählt worden.]

      .

      QUELLE: http://www.fdp-bitterfeld.de/obwahl09.html

      .
      Impressum:

      Verein zur Förderung der politischen Diskussion e.V.
      (Registerblatt VR 200802, Vereinsregister Hannover)

      Altvaterstraße. 1
      85221 Dachau,
      Bayern (Oberbayern),
      Deutschland

      Vertretungsberechtigter: Bernd Fitzthum

      E-Mail bei Beanstandungen den Inhalt betreffend:
      vorstand@politik-forum.eu
      E-Mail bei technischen Problemen: admin@politik-forum.eu
      Website: politik-forum.eu

      .

      QUELLE: http://www.politik-forum.eu/app.php/page/impressum?sid=96cbd631137380786d685b746822b23f (wann diese Details dort eingetragen wurden ist nicht gewiß)

      .
      Registrant: NOT DISCLOSED! [ = NICHT BEKANNT GEGEBEN! ]

      [Für das POLTIK-FORUM.EU sind also keine Realnamen irgendwo ausfindig zu machen!]
      .

      QUELLE: https://www.whois.com/whois/politik-forum.eu
      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()