Was ist der Unterschied zwischen Heimkinder-Gedenkstätte-OST („Erinnerungsort“ »Torgau«) und Heimkinder-Gedenkstätte-WEST („Erinnerungsort“ »Halfeshof«) aus Sicht der Opfer selbst?

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      Was ist der Unterschied zwischen Heimkinder-Gedenkstätte-OST („Erinnerungsort“ »Torgau«) und Heimkinder-Gedenkstätte-WEST („Erinnerungsort“ »Halfeshof«) aus Sicht der Opfer selbst?

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      »Torgau« - Ostdeutsche Gedenkstätte für dieOpfer der nachkriegsdeutschen Heimerziehung-OST“.
      Budgetgelder und Zuschüsse vom Bund: gedeckt.
      Budgetgelder und Zuschüsse vom Land, Sachsen: gedeckt.
      Webseite:
      http://www.jugendwerkhof-torgau.de/ (uneingeschränkt aufrufbar vom Inland sowohl wie auch vom Ausland aus).
      Öffentlichkeitsarbeit: regelmäßig und vielseitig.
      Interesse der Betroffenen selbst: reges Interesse.
      Bezahlte und ehrenamtliche Mitarbeiter: viele.

      »Halfeshof« - Westdeutsche Gedenkstätte für dieOpfer der nachkriegsdeutschen Heimerziehung-WEST“.
      Budgetgelder und Zuschüsse vom Bund: soweit bekannt,
      KEINE.
      Budgetgelder und Zuschüsse vom Land, NRW: soweit bekannt,
      KEINE.
      Webseite: soweit bekannt,
      KEINE.
      Öffentlichkeitsarbeit: soweit bekannt,
      KEINE.
      Interesse der Betroffenen selbst: KAUM BIS GARKEIN INTERESSE WEIL WEITGEHEND UNBEKANNT.
      Bezahlte und ehrenamtliche Mitarbeiter: soweit bekannt,
      KEINE.

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      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      der Unterschied wird sein, dass sich im Westen kein Mensch wegen der Aufarbeitung des geschehenen Unrechts in der Heimerziehung tatsächlich in der Verantwortung sieht und im Osten hat die Aufklärung nach 25 Jahren deutscher Einheit immer noch Konjunktur.

      Im Westen ist mit Aufarbeitung kein Geld zu verdienen, im Osten kreisen die Geier verstärkt um den Kuchen, damit sie alle etwas von den Krümeln abbekommen.

      Dabei ist die Aufarbeitung, in beiden Teilen Deutschlands, den Betroffenen bereits aus der Hand geglitten, wobei die Frage eher wäre, ob sie sich jemals in deren Händen befunden hat.

      Auf jeden Fall eine gute Frage!

      In diesem Sinne, Ralf Weber
      die Frage von Martini hat mir gefallen, da sie im Grunde auf eine derzeit nicht zu kompensierende Gerechtigkeitslücke hinweist und eine Ungleichbehandlung der Heimkinder, sowie deren Aufarbeitung des Unrechts nur deswegen völlig getrennt verläuft, weil bereits die Zäsur, mit der die Heimerziehung in Westdeutschland seit 1975 als legitim und nicht mehr anstößig bewertet, den Widerstand auf ein paar "alte" Heimkinder beschränkte.

      Ich musste heute Vormittag zu einem planmäßigen Arzttermin und habe wegen der Eile schnell und nicht abschließend auf die Frage geantwortet.

      Lasst mich noch einmal ein paar Gedankengänge zu der durchaus guten Frage von Martini anstellen.

      Die heutige Gedenkstätte Torgau steht nicht unbedingt für das Unrecht im gesamten Heimsystem der DDR. Was Torgau einzigartig macht, ist die geradezu bilderbuchartig beschilderte, rechtswidrige Art und Weise der Verbringung und Behandlung in Torgau.

      Meine Klage und das Urteil aus 2004 hat genau das offengelegt, was wahrscheinlich 90 Prozent der Torgauer erleben mussten. Ein Vorwurf aus unbekannter Richtung, über unbotmäßiges Verhalten, dann eine Rüge wegen unerlaubten Nikotingenuss und letztendlich ein Heimleiter, der gerade eine Planerfüllung im Kopf hatte, weil in Torgau zwei, oder auch fünf Jugendliche zur Erfüllung der Planziele gefehlt haben und dann war man mit einer "Beurteilung" aus dem Erzieherkollektiv, in welcher ohne Zeugen und genauen Beleg eine Verurteilung stattfand, auf der Zufahrt in den geschlossenen Jugendwerkhof Torgau.

      Keine Frage an den Jugendlichen, keine Möglichkeit der Rechtfertigung und letztendlich ein Heimsystem, welchem es letztendlich völlig egal war, wo man für den Sozialismus seine Arbeitskraft einzusetzen hatte. Wichtig war nur, dass die Abschöpfung der Arbeitskraft erfolgen konnte.

      Warum sind wohl die meisten der Torgauer, ca. erst nach 15 Monaten Aufenthaltsdauer im ursprünglichen Jugendwerkhof, nach Torgau verbracht worden und warum steht in den meisten Akten, dass erst nach 15 Monaten die Jugendlichen zu einer Gefahr für andere Jugendliche wurden und viel interessanter die Tatsache zu beachten wäre, warum man dann die Torgauer, nach Torgau, anschließend in den ursprünglichen Jugendwerkhof zurück verbracht hat? Also, sozusagen zum Nacharbeiten für die kostenfreie Arbeitszeit, welche im Jugendwerkhof, durch die Verlegung nach Torgau noch nicht erfüllt war!

      Ich weis, dass es jetzt wieder Protest gibt, weil normale Heimkinder wieder darauf verweisen, dass Jugendliche, welche nach Torgau verbracht wurden, auch Dreck am Stecken hatten. Und dementsprechend auch zu recht in Torgau waren.

      Wirklich?

      Es kann nicht angehen, dass es eine derartig brachiale Maßnahme gegen Jugendliche gibt, unbesehen von den Menschenrechtsverletzungen die in Torgau stattgefunden haben, welche nur auf Zuruf geschieht. Es kann nicht angehen, dass Jugendliche und es waren auch Kinder dabei, ohne Möglichkeit einer Widerrede, also willkürlich in Haftung genommen werden, nur weil ein Despot meint, dass ihm gerade so ist. Auch ist zu berücksichtigen, dass die meisten der Torgauer, wegen Flucht nach Torgau verlegt worden. Es ist hinreichend publiziert.

      An genau dieser Stelle spaltet sich aber auch der Weg einer gesellschaftlichen Wahrnehmung darüber, ob wir hier von Unrecht eines Staates gegenüber seinen Kindern und Schutzbefohlenen sprechen, oder der im Umgangsrecht begangenen Verfehlung, von einzelnen Personen, bei der Betreuung von Hilfesuchenden.

      Nach Auffassung einiger Juristen, sprechen wir nämlich bei der Heimunterbringung von Kindern und Jugendlichen in der Bundesrepublik vor 1975, von antragsgemäßer Betreuung Schutzbefohlener, deren Leib und Leben in der Familie, oder der mit Auftrag betrauten Pflege nicht mehr sicher gestellt werden konnte.

      Die RAF brachte die Heimerziehung der Bundesrepublik in den Focus der öffentlich rechtlichen Wahrnehmung und bescherte der westdeutschen Fürsorge, die weitestgehend von staatlicher Hilfe für Kinder und Jugendliche abgekoppelt war, ein Waterloo, nach welchem die Heimerziehung und Betreuung von Minderjährigen reformiert wird.

      Im übrigen wird das Jugendfürsorgegesetz der alten Bundesrepublik erst nach der Wiedervereinigung novelliert, oder wen man will, den allgemeinen Bedingungen angepasst.

      Wären im Jahr 2006 nicht drei Heimkinder aus den alten Bundesländern mit einer Petition vor den deutschen Bundestag getreten und hätten verweisend auf den Gleichheitsgrundsatz Artikel 3 des Grundgesetzes darauf verwiesen, dass ihnen gleiches Recht, wie den Heimkindern DDR zusteht, wäre ......????

      Die Wucht, mit der die Erkenntnis ins Bewusstsein dringt, dass es in der BRD auch Unrecht in der Heimerziehung gegeben hat, macht zunächst sprachlos. Tatsächlich wird es das moralische Gewissen sein, was die Öffentlichkeit auf den Platz ruft, als 2010 die ehemaligen Jugendlichen der Odenwald Schule von systemnahen sexuellen Missbrauch in kirchlichen Einrichtungen sprechen.

      20 Jahre später, als 1990 die Kinder und Jugendlichen aus ehemaligen Erziehungseinrichtungen der DDR auf die Barrikaden gehen, als ihr Unrecht droht, im Sande zu verlaufen.

      Das ist der tatsächlich geringere Punkt, weswegen die Gedenkkultur zwischen beiden Heimkindergruppen unterschiedlich verläuft.

      Der Hauptgrund ist allerdings nach meinem Dafürhalten der, dass im Westen diese Erinnerungskultur nur bei den Betroffenen liegt. Also eigentlich eine sehr einseitige Angelegenheit ist, welche sich nur dann mit der Geschichte kompensieren kann, wenn die Betroffenen sich über das Unrecht und die maßgebliche Beteiligung des Staates an diesem Unrecht bewusst werden.

      Insofern es darüber keine klare Zuordnung gibt, insofern sich die Betroffenen mit immer wiederholenden Machtkämpfen innerhalb der Betroffenengruppe auseinandersetzen wollen, ohne jemals zu wissen, was sie erreichen möchten, wird es auch keine gemeinsame Erinnerungskultur geben. Also keine Gedenkstätte und daran hängt selbstverständlich, dass sich, solange keine Einigkeit darüber besteht, dass der Staat bei dem Problem Heimerziehung versagt hat, auch kein staatliches Interesse besteht, dieser Geschichtsverfälschung Abhilfe zu verschaffen.

      In diesem Sinne, Ralf Weber

      ralf schrieb:

      insofern sich die Betroffenen mit immer wiederholenden Machtkämpfen innerhalb der Betroffenengruppe auseinandersetzen wollen


      Die meisten Betroffenen haben mit den Machtkämpfen innerhalb dieses Zirkels,
      von sich einsetzenden Betroffenen, überhaupt nichts zu tun.
      Sie empfinden eine sich wiederholende Ohnmacht,
      die sie nicht nur in Heimen erleben und erdulden mussten.

      Letztendlich ist alles ein fortwährendes Verbrechen,
      dem die Anerkennung des Leides nie gerecht werden konnte.
      Das Leid des Einzelnen wurde pauschalisiert
      und das mit Unterstützung von sich einsetzenden Betroffenen,
      die ihre Haltung für wichtiger empfanden,
      sich in der Lage sahen den Angeklagten von Staat und Kirche zu vertrauen,
      während sie anders denkende Betroffene ausschlossen
      oder ihnen die Befähigung dazu absprachen.

      Nicht die Fehler die gemacht wurden sind der Klage wert,
      sondern die mangelnde Bereitschaft sich diese einzugestehen,
      nicht die Überheblichkeit Einzelner gilt es zu offenbaren,
      sondern der Mangel an Respekt gegenüber Ehemalige an sich.

      Du Ralf hast mit Deinen Grundsatzurteilen mehr erreicht,
      wie die ganze Clique von selbsternannten Vertretern im Westen,
      die sich bis heute weigern sich auf gemeinsame Ziele zu einigen
      und alles dafür tun so eine Einigung zu verhindern.

      Die Allmacht der Einzelnen führt zur Ohnmacht der Vielen.

      Was ist der Unterschied zwischen Heimkinder-Gedenkstätte-OST („Erinnerungsort“ »Torgau«) und Heimkinder-Gedenkstätte-WEST („Erinnerungsort“ »Halfeshof«) aus Sicht der Opfer selbst?

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      Statt des erstmalig und letztmalig Ende des Jahres 2013 / Anfang des Jahres 2014 erwähnten sogenannten HEIMKINDER-WESTErinnerungsortes“ »Halfeshof« / HEIMKINDER-WESTGedenkortesin Solingen, gibt es heute im WESTEN DEUTSCHLANDS diesbezüglich nur folgende Werbung:

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      »Fachabteilung "Traumapädagogik"«
      LVR - Landschaftsverband Rheinland

      Qualitat für Menschen

      Der »Halfeshof« im Überblick

      Halfeshof 1
      42651 Solingen
      Telefon: +49 (0) 212 / 40 07 0

      ERZIEHEN - BILDEN - GESTALTEN

      Der »Halfeshof« in Solingen

      .

      QUELLEN: http://www.jugendhilfe-rheinland.lvr.de/de/nav_main/halfeshof/halfeshof_1.html und http://www.jugendhilfe-rheinland.lvr.de/de/nav_main/aktuelles_5/fachabteilung_traumapaedagogik/Inhaltsseite.html

      Von Erinnerungsort“ / „Gedenkortist nirgens mehr die Rede und ist nirgens mehr etwas zu finden !!
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
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      Was ist der Unterschied zwischen Heimkinder-Gedenkstätte-OST („Erinnerungsort“ »Torgau«) und Heimkinder-Gedenkstätte-WEST („Erinnerungsort“ »Halfeshof«) aus Sicht der Opfer selbst?

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      »Halfeshof« - Westdeutsche Gedenkstätte für die Opfer der nachkriegsdeutschen Heimerziehung. | Erinnerungsort für Opfer der westdeutschen Fürsorgehöllen.

      Was ist der Unterschied zwischen Heimkinder-Gedenkstätte-OST („Erinnerungsort“ »Torgau«) und Heimkinder-Gedenkstätte-WEST („Erinnerungsort“ »Halfeshof«) aus Sicht der Opfer selbst?

      Der sogenannteErinnerungsortim Westen Deutschlandsim Bundesland Nordrhein-Westfalen eingerichtet (unter den Auspezien des Kölner Landschaftsverbandes Reinland (LWR) stehend!) – wurde am 20.11.2015 aus den folgenden Gründen und für die folgenden Zwecke (so ließ man derzeit verlauten) konzipiert und ins Leben gerufen:

      ( Nur wenige Jahre später – so meint Martin MITCHELL in Australien – scheint dieser „Erinnerungsort“ jedoch wieder weitgehend in Vergessenheit geraten zu sein. )


      ERSTENS.


      .
      Begründung (Sitzungsvorlage 13-2591 vom 20.11.2012) heißt es u.a.

      Einrichtung eines Erinnerungsortes an die schwarze Pädagogik der Heimerziehung in den 1950er bis 1970er Jahre [ womit man, es ist anzunehmen, die damalige ʻHeimerziehungʼ in Westdeutschland meint(e) – MM ]

      [ ……… ]

      In Zusammenarbeit mit Dezernat 9 (Dr. Nabrings [ d.h. Archivar und Historiker, Dr. Arie Nabrings ]) wurden die folgenden Eckpunkte zur Ausgestaltung und zum Betrieb des Erinnerungsortes erarbeitet:

      ● Zielgruppen sind Betroffene, Schüler (von Fachschulen), Studierende an Fachhochschulen und Universitäten sozialer Fachrichtungen und weitere Interessierte.

      ● Besucher (-gruppen) werden nach Anmeldung begleitet, zunächst durch Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter des Halfeshofes. Perspektivisch können Ehrenamtler eingebunden werden.

      ● Die Originalität der Stätte soll so weit wie eben möglich erhalten bleiben, um so den damaligen Zeitgeist ungefiltert spüren lassen.

      ● Daher werden Informationsmedien (Fotos, Texttafeln...) spärlich und dezent eingesetzt. Für Besucher mit weitergehenden Informationsbedürfnissen wird ein Flyer auf der Basis der LVR-Studie „Verspätete Modernisierung“ entwickelt und ausgelegt.

      ● Außen soll eine Tafel auf den Erinnerungsort und die Modalitäten von Besichtigungen hinweisen.

      Der Landesjugendhilfeausschuss fasst einstimmig folgenden empfehlenden Beschluss:

      Die Verwaltung wird gemäß Vorlage Nr. 13/2591 mit der Realisierung des Erinnerungsortes an die schwarze Pädagogik der Heimerziehung in den 1950er bis 1970er Jahren beauftragt. Die notwendigen Mittel sind im LVR-Haushalt 2013 bereitzustellen.

      .

      [ PLEASE NOTE: Die meisten Hervorhebungen und Unterstreichungen wurden von MM hinzugefügt. ]


      ZWEITENS.


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      Von: Christoph Simon ( ernst-christoph.simon@----------.de )
      Gesendet: Freitag, 11. Dezember 2015 08:55
      An:
      ernst.christoph.simon@---------- ; LD Büro
      Cc: LR 4 Büro; Karin Schmitt-Promny
      Betreff: Erinnerungsstätte ehemaliger Heimkinder Halfeshof

      [ Landesdirektorin Ulrike Lubek, Landschaftsverband Rheinland (LWR) ( Siehe auch @
      https://de.wikipedia.org/wiki/Ulrike_Lubek ) ]

      Sehr geehrte Frau Lubeck,

      im Jahre 2012 hatte ich Ihnen vorgeschlagen für die ehemaligen Heimkinder eine Erinnerungsstätte zu schaffen.

      Diesen Vorschlag haben Sie in Ihren Gremien dankeswerterweise unterstützt. Der Erinnerungsort in Halfeshof wurde renoviert und der Öffentlichkeit vorgestellt.

      Medial habe ich alles unternommen um den Erinnerungsort bekannt zu machen.

      Leider scheint heute der Erinngerungsort auf den Websiten des LVR irgendwo in die dritte Reihe geschoben zu sein.

      Irgendwie ist dem Erinnerungsort die notwendige Wertschätzung beim LVR verlorengegangen.

      Wir (Arbeitskreis ehemalige Heimkinder beim LVR) würden es begrüssen, wenn der Erinnerungsort wieder mehr ins Blickfeld der Öffentlichkeit kommen würde und das Wirken finanziell unterstützt wird.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ernst Christoph Simon

      Arbeitskreis ehemaliger Heimkinder beim LVR

      .

      [ PLEASE NOTE: Die meisten Hervorhebungen und Unterstreichungen wurden von MM hinzugefügt. ]


      DRITTENS.


      .
      Am 16.12.15 um 09:47 schrieb Bahr, Lorenz:

      Sehr geehrter Herr Simon,

      recht herzlichen Dank für Ihre Mail vom 11. Dezember 2015, in der Sie die öffentliche Präsenz des Erinnerungsortes für ehemalige Heimkinder in Solingen im Halfeshof anmahnen. Frau Landesdirektorin Lubek hat mich gebeten, Ihnen auf Ihre Mail zuständigkeitshalber zu antworten.

      Wir nehmen Ihre Mail zum Anlass, zu prüfen, wie wir den Ort auch in unseren Medien besser präsentieren können. Wir freuen uns allerdings, dass der Erinnerungsort insgesamt sehr gut aufgenommen worden ist und auch besucht wird. Insofern war Ihre Initiative seinerzeit richtig und wichtig, den Erinnerungsort überhaupt einzurichten.

      An einem Punkt wollen wir Ihnen bzw. der Mail von Herrn Mitchell, die uns ebenfalls erreicht hat und die sie vollständig zitieren, aber widersprechen. Anders als der Erinnerungsort in Torgau ist
      unserer im Halfeshof nicht der ´Erinnerungsort West´, sondern unserer des LVR und der Jugendhilfe Rheinland. Er ist auch nicht als Museum konzipiert. Für dieses doch deutlich ´kleinere´, weil privatere und deshalb der persönlichen Erinnerung dienende Konzept würden wir uns auch weiterhin als Träger der Jugendhilfeeinrichtung Halfeshof mit seiner wechselnden Geschichte aussprechen, weil der Erinnerungsort sich nur
      so direkt an unsere ehemaligen Heimkinder wendet.

      Mit freundlichen Grüßen

      Lorenz Bahr-Hedemann

      LVR-Dezernent Jugend

      ------------------------------
      Tel 0221/ 809 - 4003
      Fax 0221/ 809 - 4009

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      [ PLEASE NOTE: Die meisten Hervorhebungen und Unterstreichungen wurden von MM hinzugefügt. ]


      VIERTENS.


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      Betreff: Re: WG: Erinnerungsstätte ehemaliger Heimkinder Halfeshof
      Datum: Fr., 18 Dez 2015 15:27
      Von: Christoph Simon (
      ernst-christoph.simon@----------.de )
      An:
      Bahr, Lorenz (
      Lorenz.Bahr@----------.de )
      Kopie (CC): Schmitt-Promny M.A., Karin (
      Karin.Schmitt-Promny@----------.de )

      Sehr geehrter Herr Bahr,

      vielen Dank für die Rückäußerung.

      Inhaltlich passt sie aber nicht zu der beschlossenen Vorlage aus dem Jahr 2012. Dort ist keine Beschränkung wie Sie in Ihrer Email [ aufzeichnen ] "weil der Erinnerungsort sich nur so direkt an unsere ehemaligen Heimkinder wendet" [ enthalten ].

      Dies entspricht nicht dem damaligen einstimmig gefassten Votum des LJHA (siehe unten [ - d.h. die Anlage unter dem ERSTEN Punkt dieser Aufführungen, oben in diesem Beitrag, wiedergegeben ]).

      Ich bitte Ihre Stellungsnahme nochmals zu überdenken.

      Gruß

      Christoph Simon

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      [ PLEASE NOTE: Die meisten Hervorhebungen und Unterstreichungen wurden von MM hinzugefügt. ]
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      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      wenn ich das richtig verstanden habe gibt es keinen unterschied:

      nur das ost und west jeder seine eigene trauerstelle hat , um von den Ungerechtigkeiten weg zu kommen
      fand heraus, dass einem in tiefen Kummer von der stillen, hingebungsvollen Kameradschaft eines Hundes Kräfte zufließen, die einem keine andere Quelle spendet.

      Doris Day

      Was ist der Unterschied zwischen Heimkinder-Gedenkstätte-OST („Erinnerungsort“ »Torgau«) und Heimkinder-Gedenkstätte-WEST („Erinnerungsort“ »Halfeshof«) aus Sicht der Opfer selbst?

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      Weiterführend zum vorletzten Beitrag zu diesem spezifischen Thema – einem Vergleich von »Halfeshof« mit »Torgau« alsErinnerungsorte“ – hier in diesem Thread.

      Bundespolitikerin Katja Dörner, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, wird berichtet sich am 20.01.2014 bezüglich dem Ehemaligen-Heimkinder-Erinnerungsort Halfeshof, situiert in Solingen in Nordrhein-Westfalen, wie folgt geäußert zu haben:


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      „Wer diesen Ort gesehen hat, weiß, wie wichtig es ist, dass Thema Heimerziehung in der Nachkriegszeit nicht mehr unter den Teppich zu kehren. Ich habe im Bundestag die Umsetzung der Empfehlungen des Runden Tischs Heimerziehung begleitet und dabei viel über die Schicksale zahlreicher Betroffener erfahren. Dieser Ort belegt das Ergebnis der zweijährigen Arbeit am Runden Tisch: In der Heimerziehung der frühen Bundesrepublik wurden die Rechte der Heimkinder durch körperliche Züchtigungen, sexuelle Gewalt, religiösen Zwang und Arbeitszwang massiv verletzt. Es ist wichtig, dass sich der Bund wie auch die Länder und Kommunen ihrer Verantwortung stellen.“
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      QUELLE: http://katja-doerner.de/2014/01/20/erinnerung-an-das-leid-der-ehemaligen-heimkinder/


      Landespolitikerin Sylvia Löhrmann, NRW-Schulministerin, wird berichtet sich am 20.01.2014 bezüglich dem Ehemaligen-Heimkinder-Erinnerungsort Halfeshof, situiert in Solingen in Nordrhein-Westfalen, wie folgt geäußert zu haben:

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      „Es ist wichtig, das Geschehen in den Kinder- und Jugendheimen in der Nachkriegszeit klar zu benennen. In vielen Einrichtungen, so auch im Halfeshof, wurden Kinder- und Jugendliche grausam und entwürdigend behandelt. Ich bin dem Landschaftverband sehr dankbar, dass er diesen Ort erhalten hat, um der heutigen Generation diese Seite der Pädagogik der Nachkriegszeit anschaulich zu machen.“
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      QUELLE: http://katja-doerner.de/2014/01/20/erinnerung-an-das-leid-der-ehemaligen-heimkinder/


      Kommunalpolitiker Lorenz Bahr, jugendpolitischer Sprecher von Bündnis 90/ Die Grünen in der Landschaftsversammlung Rheinland, wird berichtet sich am 20.01.2014 bezüglich dem Ehemaligen-Heimkinder-Erinnerungsort Halfeshof, situiert in Solingen in Nordrhein-Westfalen, wie folgt geäußert zu haben:

      .
      „Der Landschaftsverband Rheinland stellt sich seiner Verantwortung. Schon sehr früh in der Debatte über die ´schwarze Pädagogik´ der 50er und 60er Jahre [in der frühen Bundesrepublik] hat der Landschaftsverband Rheinland in einer Studie über Einrichtungen wie etwa den Halfeshof deutlich gemacht, welcher zum Teil unwürdigen Behandlung Heimkinder im Rheinland ausgesetzt waren. Deshalb ist es auch selbstverständlich, dass wir diese Orte heute zugänglich machen.“
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      QUELLE: http://katja-doerner.de/2014/01/20/erinnerung-an-das-leid-der-ehemaligen-heimkinder/


      Und der Freie Journalist, DJ Plewka, berichtete schon am 20.09.2013 in seinem Internetauftritt NEWSPOL bezüglich dem Ehemaligen-Heimkinder-Erinnerungsort Halfeshof, situiert in Solingen in Nordrhein-Westfalen, wie folgt:

      .
      Nordrhein-Westfalen

      HEIMKINDER-ERINNERUNGSORT IM SOLINGER HALFESHOF

      Heimkinder-Erinnerungsort im Solinger Halfeshof

      September 18, 2013 – Redaktion – 2 Kommentare

      Der Arrestzellentrakt im Solinger Jugendheim Halfeshof ist ein erschütterndes Zeugnis der Erziehungspraktiken, die in der Nachkriegszeit und bis in die Siebzigerjahre in deutschen Heimen an der Tagesordnung waren. Der Landschaftsverband Rheinland (
      LVR) hat in dem Keller seiner Solinger Jugendhilfe-Einrichtung nun einen Erinnerungsort eingerichtet. Die Kellerräume sind weitestgehend im Originalzustand erhalten und sollen Gästen einen ungefilterten Eindruck des damaligen Zeitgeistes vermitteln. Historische Dokumente in Form von Fotos und Schriftstücken sowie Informationsmedien klären Besucherinnen und Besucher über die dunklen Kapitel der Heimerziehung im Rheinland auf.

      Die Anlauf- und Beratungsstellen für ehemalige Heimkinder von LVR und Landschaftsverband Westfalen-Lippe (
      LWL) werden in zwei begleitenden Arbeitskreisen von Betroffenen bei ihrer Arbeit unterstützt. In Solingen haben sich nun Vertreterinnen und Vertreter aus beiden Anlaufstellen und Arbeitskreisen zu einer gemeinsamen Sitzung und Besichtigung des Erinnerungsortes getroffen. Nachdem LVR-Jugenddezernent Reinhard Elzer sich bereits im Rahmen einer Betriebsausschusssitzung der LVR-Jugendhilfe Rheinland einen Eindruck von den Räumen verschafft hatte, besuchte im Rahmen des Treffens nun auch Hans Meyer, Jugenddezernent des LWL, den Erinnerungsort.

      Die Einrichtung eines Ortes, der an die Heimerziehung der 50er bis 70er-Jahre erinnert, ist Teil der Aufklärungsbemühungen der Landschaftsverbände. LWL und LVR haben bereits im Jahr 2009 je eine Telefon-Hotline für ehemalige Heimkinder eingerichtet. Diese hat seitdem viele Betroffene bei der Recherche in der eigenen Vergangenheit unterstützt, etwa durch Hilfe bei der Suche nach Heimakten.

      In Heimkinderstudien haben LWL und LVR die Vorgänge in ihren Jugendhilfe-Einrichtungen und die Rolle ihrer Landesjugendämter als Heimaufsicht im Zeitraum vom Kriegsende bis in die 1970er Jahre von Forschern untersuchen lassen. Seit 2012 arbeiten bei den beiden Landschaftsverbänden Anlauf- und Beratungsstellen für ehemalige Heimkinder, die Betroffene bei ihren Anliegen unterstützen. Im Rheinland können Betroffene unter 0800 8094001 auch Vereinbarungen über Leistungen aus dem bundesweiten Fonds Heimerziehung abschließen.

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      QUELLE: http://newspol.de/heimkinder-erinnerungsort-im-solinger-halfeshof/
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      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.