Stiftung für Heimkinder soll gegründet werden

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      Stiftung für Heimkinder soll gegründet werden

      Erfurt (kobinet) Die gestern in Erfurt zu Ende gegangene Arbeits- und Sozialministerkonferenz hat anscheinend den Weg für die Einrichtung einer Stiftung zur Entschädigung von Kindern und Jugendlichen, die vor 1990 in Behindertenheimen und Psychiatrien zur Arbeit gezwungen oder Unrecht und Leid erfahren haben freigegeben. Sie sollen einem Bericht von n-tv zufolge künftig ähnlich wie Heimkinder entschädigt werden.

      weiter hier ---> kobinet-nachrichten.org/de/1/n…gegr%C3%BCndet-werden.htm
      Kombinat der Sonderheime für Psychodiagnostik und pädagogisch-psychologische Arbeit

      Seit 1964 in der DDR gegründet unter der Leitung eines Dr. Werner, später Prof. Dr. Werner und eines Diplom Psychologen Linsener.

      Bekannt als geschlossene Psychiatrie für angeblich verhaltensgestörte Kinder.

      Bestehend aus dem Aufnahmeheim in Berlin Niederschöneweide, einem Hochsicherheitstrack in welchem sich ständig 10-15 Kinder aufhielten und für die Verlegung in die eigentlichen Heime zurecht gemacht wurden.

      Zurecht gemacht bedeutet in diesem Fall, dass ohne medizinische Indikation, ohne Vorliegen und Beweis einer tatsächlichen Erkrankung, die dort befindlichen Kinder mit pharmazeutischen Mitteln behandelt wurden. (Versuchskaninchen)

      Die vier Heimeinrichtungen befanden sich in 1. Berlin-Borgsdorf, 2. Berlin-Werftpfuhl,
      3. Berlin-Groß Köris, 4. Berlin-Bollersdorf

      Berüchtigt und gefürchtet bei Kindern, weil in diesen Heimen nicht mehr sicher gestellt wurde, ob man diese Heime im Vollbesitz seiner körperlichen und geistigen Fähigkeiten wieder verlassen kann.

      Die einzig gängige Praxis (Erziehungspraxis) war, dass alles was nicht dem Willen der Erzieher entsprach mit brutaler Gewalt zerschlagen wurde. Zeugen und Beschwerden gab es nicht, war die Belegung dieser Heime als geistesgestört eingestuft und deshalb ihre Aussagen und Berichte über die Zustände in diesen Einrichtungen nicht glaubwürdig.

      Obwohl in diesen Einrichtungen alle Kinder mit pharmazeutischen Präparaten behandelt wurden, deren Wirkung weitestgehend unbekannt war, waren in diesen Einrichtungen weder Ärzte noch medizinisches Personal eingestellt.

      Dieses Kombinat stellte einen Albtraum dar welchen man nicht zweimal träumen wollte.

      In diesem Sinne, Ralf

      ReneZienicke schrieb:

      Sehr gut, dann bekommen Leute aus der Psychiatrie auch endlich eine Entschädigung..., die Sonderkombinate dürften ja dazuzählen, nicht wahr????



      hallo ralf, danke erst mal für deine erläuterungen. ich schließe daraus, dass renes frage damit mit einem JA beantwortet ist?
      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)
      das kann ich so nicht beantworten.

      Die Stiftung wird als zusätzliches Hilfs-und Entschädigungsangebot für Heimkinder aus Behinderteneinrichtungen und der geschlossenen Psychiatrie eingerichtet.

      Die Zugangsberechtigung für die Betroffenen ist, dass sie nach derzeitigem Stand noch keine Leistungen aus dem Fonds für Heimkinder West/DDR bezogen haben.

      Es gab ja hinsichtlich der Zugangsberechtigung zum Fonds Heimerziehung eine Ausschlussklausel, welche auch für Opfer des sexuellen Missbrauchs wirkte, dass diese Opfer im eigentlichen Sinne nicht berücksichtigt werden, weil es zum sexuellen Missbrauch und den Behindertenheimen einen extra Fonds geben sollte. Für die Betroffenen des sexuellen Missbrauchs wurde dieser Fond bereits eingerichtet, der Fonds für Behinderte und Opfer der Psychiatrie scheiterte bisher an der Kostenaufteilung.

      Der Bund hat bisher als einziger Teilhaber an einem Fonds oder Stiftung eine finanzielle Zusage abgegeben.


      Die Frage ist also, ob Betroffene bereits Leistungen aus dem Fonds Heimerziehung West/DDR bekommen haben, weil diese Tatsache einen Ausschluss von weiteren Leistungen begründen würde. Der Zugang zur Stiftung "Anerkennung und Hilfe" für Behinderte und Opfer Psychiatrie ist also nur dann möglich, wenn noch keine anderen Leistungen gezahlt worden sind.

      Es gibt definitiv keine Doppelleistungen, allerdings ist diese Stiftung auch die Möglichkeit für Betroffene, die bisher keine Leistungen erhalten haben und der Heimerziehung Behinderte und Psychiatrie zu zuordnen sind, sich nunmehr anzumelden, beziehungsweise eine derartige Anmeldung vorzubereiten.

      Für Rene zählt also, wenn er noch keine Leistungen aus dem Fonds Heimerziehung bekommen hat und auch dort nicht angemeldet war, sich bei der Stiftung anzumelden.

      Das wird voraussichtlich aber erst im nächsten Jahr so weit sein.

      Bisher ist im September 2015, die erste Anhörung im BMFSFJ gewesen, bei der es um die mögliche Höhe der Leistung ging und im Januar 2016 (derzeitige Kenntnis) wird es zur den Geschäftsbedingungen eine zweite Anhörung geben. Sollten dort die Formalitäten geklärt werden können, unter welchen Bedingungen der Zugang zur Stiftung erfolgt und im Weiteren die Finanzierung abschließend gesichert sein, wobei die Länder und die Kirchen sich noch einig werden müssen, dann, so ist meine Meinung, könnte vielleicht im Juli 2016 die Stiftung ihre Arbeit aufnehmen.

      In diesem Sinne, Ralf
      im Übrigen kann man sich auch persönlich an die Stiftung wenden, zu einen mit dem Ministerium welches hier sehr gut mit Rat und Tat zur Seite steht;
      Heike Werner/Thüringer Ministerium/für Arbeit, Soziales, Gesundheit,Frauen und Familie/Werner-Seelenbinder Str. 6/Erfurt 99096/
      und schön, hier ehemalige zu sehen deren sehr viel bewirkt haben. Klasse Arbeit!

      Stiftung für Heimkinder soll gegründet werden

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      Stiftung für Heimkinder die vor 1990 in Behindertenheimen und Psychiatrien zur Arbeit gezwungen oder Unrecht und Leid erfahren haben.

      Helmut Jacob 2 ( 20.11.2015) @
      http://jacobsmeinung.over-blog.com/2015/11/schweigegeld-fur-behinderte-heimopfer-die-toten-schweigen-auch-ohne.html?utm_source=_ob_share&utm_medium=_ob_twitter&utm_campaign=_ob_sharebar

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      Schweigegeld für behinderte Heimopfer – die toten schweigen auch ohne

      Posted on November 20 2015

      Der „Verein ehemaliger Heimkinder“ wies uns auf einen Artikel von „n-tv“ vom 19.11.2015 hin:

      „Kinder und Jugendliche, die vor 1990 in Behindertenheimen und Psychiatrien zur Arbeit gezwungen oder misshandelt wurden, sollen künftig ähnlich wie Heimkinder entschädigt werden. ... Es werde eine einmalige Pauschale von 9000 Euro geben, ... Menschen, die in den Einrichtungen arbeiten mussten, bekämen zusätzlich bis zu 5000 Euro.“

      http://www.n-tv.de/ticker/Opfer-in-Behindertenheimen-erhalten-Entschaedigung-article16390151.html

      Meine Meinung:

      Zunächst ist festzustellen, dass es 5 Jahre und erheblichen öffentlichen Druckes bedurfte, bis sich Bund, Länder und Kirchen dazu durchgerungen haben, überhaupt Geldleistungen für diese Opfergruppen aufzubringen. Die Kirchen haben sich dabei besonders schwer getan. Bis vor einem Monat lagen noch keine konkreten Zusagen vor. Es wundert nicht, dass die Gläubigen ihnen in Scharen, auch aus diesem Grunde!, davonlaufen. Die Zeiten, in denen Gläubige wie Mitglieder einer Hammelherde alles glaubten, was ihnen geflüstert wurde, sind mehr und mehr vorbei. Die Schäfchen hinterfragen, sie sind mit dem Internet verbunden und sie bekommen irgendwann ein Bild darüber, wieviel Dreck an den Stecken der Kirchen klebt.

      Ein weiterer Skandal im Zusammenhang mit diesen Zahlungen wird klar: Diese beiden Opfergruppen sind immer noch Menschen zweiter Klasse. Die Höchstbeträge der Leistungen an die Opfer der Erziehungshilfe betrugen in den letzten Monaten 10.000,-€. Bei den behinderten Opfern und solchen, die in die Psychiatrie eingewiesen wurden, ist die Höchstgrenze von vornherein auf 9.000,-€ angesetzt.

      Zu diesem Skandal werde ich im Weihnachtsgruß der „Freien Arbeitsgruppe JHH 2006“ detailliert Stellung nehmen und dort aufzeigen, warum diese veranschlagten Beträge nicht ansatzweise ausreichen, um als Entschädigung eingestuft zu werden. Man kann nur hoffen, dass die Presse und die virtuellen Medien diesen Skandal erkennen und thematisieren.

      An dieser Stelle ist auch Solidarität gefordert: Jedes Opfer sollte einen Antrag stellen, um die Geldgeber für ihre erneute Demütigung abzustrafen. Vielleicht gelingt es auf diesem Wege, sie zu zwingen, schon anhand der nicht einkalkulierten Zahl der Antragssteller nachlegen zu müssen.

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      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.
      das wird auch endlich zeit , nachdem die fitteren alle ihr Geld schon bekommen haben ,
      die Idee mit der stifung finde ich supper , da ist das geld dann gut angelegt , und ich hoffe nur das das geld in richtige Hände kommt , damit meine ich nicht so wie bei der FIFa und Platter.

      den der Geldverlust durch die Zwangsarbeit war nicht das schlimme, sondern die fehlende Schulausbildung und das auch nach 35 Jahren nach der Entlassung die Arbeitsargentur auf die Fehlende Schuldbildung
      rummrutscht, und keine Kulanz zeigt.

      Denn mit kleinen geld und ein Bissen Hilfestellung könnten die meisten ihren weg meistern, ohne auf Behörden angewiesen zu sein. Und das sollte der Sinn von Unterstützung sein
      fand heraus, dass einem in tiefen Kummer von der stillen, hingebungsvollen Kameradschaft eines Hundes Kräfte zufließen, die einem keine andere Quelle spendet.

      Doris Day

      ReneZienicke schrieb:

      Mal wieder hochhol und nachfrage, ob es schon Neuigkeiten gibt... :?: :?: :?:

      René



      ergebnisse gibt es in der tat noch nicht.
      in den nächsten wochen findet ein erneutes gespräch mit den geldgebern und anderen akteuren in berlin statt. es soll dabei um umsetzungsfragen gehen. dann folgt noch der letzte teil der anhörung, an der auch behinderten- und psychiatrieverbände, betroffene etc. teilnehmen werden.
      schon jetzt kann man sagen, dass das ergebnis vor dem hintergrund der verbrechen an kindern und jugendlichen ebenso wie das des RTH beschämend sein wird. der bisherige verhandlungsstand lässt keine andere schlussfolgerung zu.
      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)
      in der zweiten Februarwoche findet die zweite Anhörung aller Beteiligten zur Stiftung "Anerkennung und Hilfe" im BMAS statt. Im Wesentlichen wird es um Strukturabläufe und die weiterführende wissenschaftliche Aufarbeitung gehen.

      Ich möchte das Bemühen von Politik und Gesellschaft, die essenziellen Fragen, nach welchen es möglich war, ein derartiges Verbrechen an Kindern und Jugendlichen in Deutschland überhaupt erst zu zulassen und auch eine Konsequenz daraus zu ziehen, nicht schlecht reden. Auch wenn sich das Angebot einer finanziellen Entschädigung, oder Hilfe eher erbärmlich für die Betroffenen anhört.

      Der Maßstab für die Wahrnehmung des Unrechts sind aber immer noch die Zahlen der Betroffenen und der Widerstand, welcher sich hinsichtlich der mühseligen Kämpfe um Gehör und Anerkennung in der Öffentlichkeit zeigt.

      Eine Million Heimkinder und die vor dem Deutschen Bundestag, wäre ein sichtbares Argument.

      Ich habe schon wieder damit zu tun, dass ein paar desorientierte Betroffene sich bei politischen Leistungsträgern darüber beschweren, dass nicht sie angehört werden, sondern immer die Anderen. Und die Beschwerdeführer lassen keine Diskreditierung aus, wenn es darum geht, mich persönlich in der Öffentlichkeit zu diffamieren.

      Das ist genau die Stelle, wo wir Betroffenen wie Blinde vor der Tür stehen und den Eingang nicht finden können. Leider!

      So bleibt, dass den Willigen in der Politik nicht unbedingt Boshaftigkeit unterstellt werden kann, wenn wir die Forderungen nicht deutlich bezeichnen können, sondern wir müssen uns immer wieder fragen lassen, warum unsere Argumente für eine umfassende Entschädigung nicht ausreichen.

      In diesem Sinne, Ralf Weber

      ralf schrieb:

      in der zweiten Februarwoche findet die zweite Anhörung aller Beteiligten zur Stiftung "Anerkennung und Hilfe" im BMAS statt. Im Wesentlichen wird es um Strukturabläufe und die weiterführende wissenschaftliche Aufarbeitung gehen.

      Ich möchte das Bemühen von Politik und Gesellschaft, die essenziellen Fragen, nach welchen es möglich war, ein derartiges Verbrechen an Kindern und Jugendlichen in Deutschland überhaupt erst zu zulassen und auch eine Konsequenz daraus zu ziehen, nicht schlecht reden. Auch wenn sich das Angebot einer finanziellen Entschädigung, oder Hilfe eher erbärmlich für die Betroffenen anhört.

      Der Maßstab für die Wahrnehmung des Unrechts sind aber immer noch die Zahlen der Betroffenen und der Widerstand, welcher sich hinsichtlich der mühseligen Kämpfe um Gehör und Anerkennung in der Öffentlichkeit zeigt.

      Eine Million Heimkinder und die vor dem Deutschen Bundestag, wäre ein sichtbares Argument.

      Ich habe schon wieder damit zu tun, dass ein paar desorientierte Betroffene sich bei politischen Leistungsträgern darüber beschweren, dass nicht sie angehört werden, sondern immer die Anderen. Und die Beschwerdeführer lassen keine Diskreditierung aus, wenn es darum geht, mich persönlich in der Öffentlichkeit zu diffamieren.

      Das ist genau die Stelle, wo wir Betroffenen wie Blinde vor der Tür stehen und den Eingang nicht finden können. Leider!

      So bleibt, dass den Willigen in der Politik nicht unbedingt Boshaftigkeit unterstellt werden kann, wenn wir die Forderungen nicht deutlich bezeichnen können, sondern wir müssen uns immer wieder fragen lassen, warum unsere Argumente für eine umfassende Entschädigung nicht ausreichen.

      In diesem Sinne, Ralf Weber


      dass ehemalige heimkinder zerstritten sind, darf weder politik noch die verantwortungskette zum anlass nehmen, die ehemaligen behinderten und psychiatrieerfahrenen menschen "so preiswert wie möglich abzuspeisen". und wir sollten uns dies auch nicht einreden sondern das maximum fordern. sind die forderungen nicht deutlich auf der letzten anhörung gestellt worden? ich meine, das gelesen zu haben. die geldgeber sind drunter geblieben, weil der taschenrechner gesiegt hat.
      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)
      die stifung sollte folgende Ziele haben :
      - das sich die Missstände von darmals nicht wiederholen
      - induviduelle Förderung von leistungsschwachen heutigen heimkindern
      - Aufarbeitung Traumatas ex heimkinder
      - Kontrolle als neutralle stelle überwachung der Heimaufaufsicht

      hat jemand dazu ander vorschläge
      fand heraus, dass einem in tiefen Kummer von der stillen, hingebungsvollen Kameradschaft eines Hundes Kräfte zufließen, die einem keine andere Quelle spendet.

      Doris Day
      sie nehmen diese Zerstrittenheit ja auch nicht zum Anlass um Forderungen zu zerreden. Sondern es werden mangels erkennbaren Willen, dass Betroffene sich in einen laufenden Sachprozess einbringen, eben die verfügbaren Vorschläge umgesetzt.

      Nehmen wir den aktuellen Anlass, Stiftung "Hilfe und Anerkennung".

      Bereits seit 2011 war der politische Wille vorhanden, die Heimkinder aus Behinderteneinrichtungen und Psychiatrien in einem gesonderten Komplex aus Entschädigung und Hilfen finanziell zu unterstützen. Was fehlte, war eine erkennbare Grundordnung, nach welchen Kriterien und unter welchen Maßgaben man ein derartiges Angebot umsetzen konnte. Und es fehlten die Betroffenen, die sich für eine streitbare Grundlage einsetzen. Wir waren also sprachlos und nicht nur das, wir hatten damit zu tun, unsere eigenen Ansprüche zu realisieren.

      Ganz krass wurde eine fehlende Beteiligung der Betroffenen, als es um die finanzielle Leere beider Fonds Heimerziehung ging. Außer, dass wir uns in gegenseitigen Schuldzuweisungen ertränkten, gab es keine Initiative, nach welcher wir öffentlich um unser Recht gestritten haben.

      So ist das auch bei der Entschädigung für die Heimkinder Behinderteneinrichtungen und Psychiatrien über Jahre vertrödelt worden und jeder hat sich so gedacht, na, der Andere wird schon machen.

      Jetzt war es im vorigen Jahr endlich soweit, dass wir mit ein, zwei gezielten Aktionen das Thema auf die Agenda bekamen und der sachliche Widerstand bei den politischen Vorschlägen zu einer Entschädigung begrenzte sich darauf, dass wir als maximales Ziel anmeldeten, dass es keine Schlechterstellung der Heimkinder Behinderteneinrichtungen, mit den Heimkindern Fonds Heimerziehung geben sollte.

      Das war entsprechend der sachlich an diesem Prozess Beteiligten schon viel und hätte durchaus noch schlechter laufen können, weil, der Versuch war schon da, diese möglichen Geldsummen etwas kleiner anzusetzen.

      Allerdings ist die derzeit im Raum befindliche Geldsumme eben auch das Ergebnis dessen, dass es eine sachliche Vorbereitung, ein auch rechtlich fundierter Vortrag zur möglichen Höhe einer Entschädigung überhaupt nicht vorhanden war und das eben die Politik letztendlich an einer Stelle gesagt hat, was sie gedenkt, zu leisten.

      Das die Diskussion über die Höhe einer Geldleistung sehr schnell, sehr eigenwillige Züge annimmt, ist bereits daran zu erkennen, dass bei der Nennung von ersten Zahlen, sofort die schräge Diskussion aufkam, dass die Heimkinder der Behinderteneinrichtung ja besser gestellt sind, weil sie keinen Nachweis über die Geldausgabe bringen müssen und es war sofort die Diskussion, dass wenn die Betroffenen mehr bekommen als die anderen Heimkinder, gestritten, geklagt und gebrüllt wird. Gleichheitsgrundsatz Artikel 3 GG !

      Eine sachliche Auseinandersetzung und auch der Wille etwas zu bewegen, war eher nicht erkennbar.

      Noch ein Wort zum obsiegenden Taschenrechner der Politik.

      Politik ist ebne nur der Teil der Bundesrepublik, welcher sich auf Grund eines Mandates der Bevölkerung das Recht nehmen kann, zu bestimmen, welches Geld, für welche Zwecke eingesetzt werden kann. Hierbei müssen die politisch Verantwortlichen immer im Auge haben, dass sie für die Gelder, die sie für ein derartiges Entschädigungsprogramm einsetzen, irgendwann Rechenschaft ablegen müssen.

      Anders sieht das eben aus, wenn man sich juristisch den Anspruch auf eine Entschädigung erkämpft. Ob den politisch Verantwortlichen dann gefällt, das XYZ jeden Monat Geld dafür bekommen, weil sie von der Gesellschaft entrechtet und als Heimkinder missbraucht und ausgenutzt wurden, ob der Staat versagt und dieses Unrecht erst möglich gemacht hat, spielt dann keine Rolle. Dann zahlen sie jede Summe, die in einem Verfahren als Wiedergutmachung festgestellt wurde.

      Aber, dass ist eben der Unterschied, zwischen dem Möchten und einem Anspruch.

      In diesem Sinne, Ralf Weber
      zwischen anspruch und wirklich ist immer eine distanz. und wenn ich geschrieben habe, dass der taschenrechner gesiegt hat, dann sind damit auch die verantwortlichen träger der einrichtungen gemeint.
      die unbefriedigenden ergebnisse den betroffenen akteuren aus der heimkinderszene anzulasten, ist mir entschieden zu wenig und würde die verantwortungskette von ihrer moralisch/ethischen verantwortung entbinden.

      es sollte auch nicht der fehler begangen werden, gleiche schuldzuweisungen wie zu zeiten des RTH passiert, zu wiederholen. das haben diese menschen nicht verdient.
      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)

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