Fragebogen des BM für Arbeit & Soziales bezüglich Arbeit in den Heimen

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      Martini schrieb:

      Leider aber hat sie nicht angegeben wo – unter welchem Link / Links / URLs – man sich den VOLLSTÄNDIGEN FRAGEBOGEN anschauen und in seiner Vollständigkeit ausdrucken kann.

      In ersten Posting des Threads ist der Fragebogen. In diesem befindet sich ein Link. Den Link anklicken, dann kommt man zur 1. Seite - dem Allgemeinen Angaben. Ganz unten dann sieht man jeweils die Button:
      Kinderheim, auf der nächsten Seite dann den Button Spezialkinderheim........ usw. bis man zur letzten seite angelangt ist. Da steht dann ganz unten der Button Absenden.
      Man kann das aber auch ausdrucken (die Seiten einzeln), ausfüllen und per Post zurück schicken.

      Abgespeichert sieht das dann so aus wie in den PDF- Dateien im Anhang.

      Wer z.B. in mehreren Durchgangsheimen war, kann die Datei Durchgangsheim quasi zweimal ausfüllen und würde dann nur neben Durchgangsheim den Ort mit dazu schreiben.

      Selbiges kann man bei Kinderheim usw. auch machen.

      LG Ines
      Dateien
      Die mich kennen mögen mich - die mich nicht mögen können mich

      Was nicht umstritten ist - ist nicht sonderlich interessant

      :D :D :D

      k-Dieb schrieb:

      Durchgangsheim... na ja überschwemmungen und so wo eigentlich Handewerker zuständig waren, solche Sachen mussten die selber..ist für mich auch arbeit am ENde..

      Na ja Bene, über Demmin gibt es widersprüchliche Aussagen. Jedenfalls soll es dort auch einen Jugendwerkhof gegeben haben welcher 1987 geschlossen wurde, was die Ackerei dort erklären würde. Man liest aber auch von einem Durchgangsheim (in Textstellen von Foren).
      Was soll ich nun davon halten, denn bekanntlich liegen da oft Dichtung und Wahrheit sehr eng beieinander. :hutab:
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      „Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein
      als ein rundes Nichts.“

      Friedrich Hebbel
      Îch weiß Fedor was Du meinst , ist ja auchmeine Meinung..
      Aber Wir wissen heute aber auch das es da sachen gab abseits Unserer persönlichen Erfahrungen..
      Daher getraue Ich mir auch nichts zu sagen, Ich will niemand Unrecht tun, erst Recht niemand der schon Leid erleben musste weil Idioten mit dem Begriff Macht im Kontekt von Verantwortung nichts danfangen konnten o((

      Fragebogen des BM für Arbeit & Soziales [sic] bezüglich Arbeit in den Heimen

      .

      Ulli schrieb:

      .
      [ bezüglich diesem Zeitzeugenaufruf wiedergegeben @ http://dih.berlin/arbeit.php ]

      [ ......... ]


      Bei mir endet dieser Fragebogen mit dem Satz „nächste Seite Normalkinderheim“. Klicke ich darauf, kommt immer nur die gleiche Seite mit dem gleichen Satz am Ende.

      [ ......... ]
      .

      DARUM VERBREITE ICH JETZT – DIESBEZÜGLICH – GLEICHERMAßEN, NICHT NUR HIER, ABER AUCH IN ALLEN ANDEREN MIR ZUGÄNGLICHEN FOREN:

      Bundesregierung gibt DDR-Heimkinder-Zwangsarbeit-Studie in Auftrag.

      Auch auf der Vereinswebseite des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V. ( VEH e.V. ) @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/zwangsarbeit/keine-zwangsarbeit/ wird jetzt wie folgt darauf hingewiesen und berichtet:

      .
      Veröffentlicht am 20. November. 2015

      KEINE ZWANGSARBEIT…?

      Es gibt mal wieder ein neues Forschungsvorhaben, eine neue Erhebung, neue Fragen. Diesmal zur

      Arbeitsverpflichtungen von Kindern und Jugendlichen in den Jugendhilfeeinrichtungen der DDR

      Auffällig ist bei der Beschreibung des Projektes, dass das Wort ZWANGSARBEIT wieder einmal vorsichtig vermieden wird. Gefragt wird vielmehr ob und in welcher Form es in Einrichtungen der Jugendhilfe der DDR zu unverhältnismäßigen Arbeitsverpflichtungen gekommen ist.

      Die Ostbeauftragte Gleicke jedenfalls ruft zur Teilnahme auf.

      Wer gewinnt bei einer solchen Erhebung? Schwer zu sagen… Spötter meinen: auf jeden Fall die, die sich hier einen Posten verschafft haben. Ob Ehemalige von diesem Projekt profitieren, bleibt abzuwarten.

      Wir veröffentlichen hier mal den kompletten Fragebogen in einzelnen PDF-Dateien.

      [ Auf der Vereinswebseite werden diese PDF-Dateien dann in folgender Reihenfolge unter folgenden
      URLs arrangiert. ]

      [ Zeitzeugenaufruf / Einleitung / Allgemeine Angaben ]

      [ 1. Seite ] - Allgemeine Angaben-Fragebogen


      http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/wp-content/uploads/2015/11/Fragebogen_Allgemeine-Angaben.pdf

      [ 2. Seite ] - Durchgangseinrichtung [ bzw. „Durchgangsheim] -Fragebogen

      http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/wp-content/uploads/2015/11/Fragebogen_Durchgangsheim.pdf

      [ 3. Seite ] - Jugendwerkhof-Fragebogen

      http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/wp-content/uploads/2015/11/Fragebogen_Jugendwerkhof.pdf

      [ 4. Seite ] - Normalkinderheim-Fragebogen

      http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/wp-content/uploads/2015/11/Fragebogen_Normalkinderheim.pdf

      [ 5. Seite ] - Spezialkinderheim-Fragebogen

      http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/wp-content/uploads/2015/11/Fragebogen_Spezialkinderheim.pdf

      [ Wie schon gesagt, diese Studie wird gemeinsam von dem DIH - Deutsches Institut für Heimerziehungsforschung gGmbH und der Evangelischen Fachhochschule Berlin durchgeführt. ]

      Wer sich über das Institut schlau machen will, kann dies
      hier tun.

      [ Abbildung
      Deutschlandkarte der Neuen Bundesländer und eine Aufführung der damaligen Heime in der DDR ]

      Auf jeden Fall interessant ist der
      Heimatlas der DDR, in dem man wahrscheinlich alle Heime finden kann. Er ist gut aufgearbeitet und sehr intuitiv gestaltet

      .

      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      @Paul- Friedrich, ohne Dir Nahe treten zu wollen. Ich habe es nicht nötig die Wahrheit mit Dichtung zu vermischen. Du unterstellst mir nicht die Wahrheit gesagt zu haben einfach bösartig von Dir.
      In Demmin lief das folgendermaßen ab: Du wurdest eingewiesen, bekamst Anstaltssachen bestehend aus Trainingshose, Socken, Pullover, und Unterwäsche. Holzpantinen um über den Hof zu gehen um die ersten Tage als Hausarbeiter in der Waschküche zu arbeiten. Mädchen und Jungens waren streng voneinander getrennt im Haus. Die Kleinen, davon gab es zu meiner Zeit sehr wenige bekamen am Vormittag etwas Unterricht und der Rest wurde mit einem Trecker an dem ein Hänger hing entweder auf den Acker oder bei schlechtem Wetter zum Tiefställe ausmisten gekarrt. Morgens zum Frühstück gab es 3 Scheiben Brot, als Belag einen Klecks Marmelade und Margarine als Aufstrich. Zur Arbeit bekam jeder eine Klappstulle mit. Das VEG sorgte dann für das Mittagessen. Abends das gleiche Spiel 3 Stullen etwas Margarine eine Scheibe Wurst und eine Scheibe Käse, für den Rest gab es ungewürztes Schweineschmalz. Duschen war nur Samstags, täglich nur waschen mit kaltem Wasser. Nachts wurde man eingeschlossen, wir waren 18 Mädels und ein Kloeimer. Gitter vor den Fenstern und zur Nacht wurden dann auch noch die Fensterläden zu gemacht. Und das ganze lief unter Durchgangsheim.
      Ich denke wir hier sind alle geschundene Seelen, aber dann noch jemanden der Unwahrheit bezichtigen ist schon ziemlich heftig.
      Vielleicht sagt dem einen oder dem anderen der Name Heidemarie Puls etwas, die kann ein Lied davon singen wie es in Demmin war.
      Glücklich, wer mit den Verhältnissen zu brechen versteht,ehe sie ihn gebrochen haben. (Oscar Wilde)

      jette4452 schrieb:

      Du unterstellst mir nicht die Wahrheit gesagt zu haben einfach bösartig von Dir.


      Nein das ist es nicht..es war seinen Erfahrungen halt nicht so und Er ist damit nicht alleine. Und Er hatte meinen Beitrag ja gelikt was dafür steht das Er das aich so sieht..
      Jette Ich kannte das auch nicht und das ist eben keine böse Unterstellung damit..
      Was Du in deinen Zeilen schreibst , das übersteigt meine Phatasie bis auf Lebensmittel Rationen die war DDR weit gleich und gar nicht mal so schlecht. Wenig krankheiten, wenig fette Kinder ;)
      Duschen 1 mal die Woche, verschlossen wurden Haustüren meist nur , zum Duschen gab es aber warmes Wasser ..
      Und direkt Erwerbsarbeit war verboten und persönlich konnte Ich das nicht sehen abseits von Ausbildung...
      Aber es gab Gebiete die waren noch Rückständiger als Rückständig, Ich sehe keinen Grund DIr das nicht zu glauben, aber es ist schwer halt, weil die eigenen Erfahrungen das nicht hergeben. Ab und zu gab es Arbeitseinsätze auch in Bräunsdorf das stimmt, Wochende Freiflächen und so was...

      jette4452 schrieb:

      @Paul- Friedrich, ohne Dir Nahe treten zu wollen. Ich habe es nicht nötig die Wahrheit mit Dichtung zu vermischen. Du unterstellst mir nicht die Wahrheit gesagt zu haben einfach bösartig von Dir.

      Was unterstelle ich dir, ich glaube mein Hamster bohnert, lese richtig und versuche mir nicht ein Knopf an die Backe zu nähen. Ich war 12 Jahre im Heim und kenne sämtliche Kategorien, außer Werkhof, von diesen Einrichtungen, auch diverse D-Heime. Gitter gab es, aber auf einen Eimer meine Notdurft verrichten, mußte ich nie. Das nur mal als kleines Beispiel.
      Deswegen wird es mir wohl gestatte sein, bei gewissen Schilderungen zu zweifeln, weil ich in Heimkinderforen schon so viel Spinnereien gelesen habe, über Heimen in welchen ich selber war, wo ich einfach nur mit dem Kopf schütteln konnte.


      k-Dieb schrieb:

      Aber es gab Gebiete die waren noch Rückständiger als Rückständig, Ich sehe keinen Grund DIr das nicht zu glauben, aber es ist schwer halt, weil die eigenen Erfahrungen das nicht hergeben

      Da haste recht Bene, das Wurkenland war am Arsch der Welt und die Leutchen dort auch recht schwierige Typen. Natürlich kann es sein, daß mit Heimkindern Dinge veranstaltet wurden, die überhaupt nix mit Pädagogik zu tun hatten.
      Da oben gab es ja nur Bauern, ein oder zwei Lehrer, ein ABV und den Postangestellten, dann war Ende mit der Belle.
      Dachte aber, 1969 wäre da schon der Fortschritt angekommen, denn 1967 bin ich aus der Schule raus und wir hatte schon mehrere Jahre in Eilenburg Fachunterrichtsräume (Kabinette). :hutab:
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      „Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein
      als ein rundes Nichts.“

      Friedrich Hebbel
      Nur mal so ganz kurz zur Existenz
      sogenannter Durchgangsheime.

      D- Heime hatten mit normalen
      Kinderheimen rein gar nichts zu tun. Sie waren Auffangstationen für
      Kinder und Jugendliche deren Zukunft vom Wohl und Wehe des
      Jugendamtes abhängig waren.


      Gründe waren immer mangelnde
      Anpassungsfähigkeit im Sinne sozialistischer Erziehungsweise.


      Sie waren immer nur
      Zwischenstationen auf dem Weg in Spezialkinderheime, Jugendwerkhöfe
      und wer Glück/Unglück hatte musste zurück ins Elternhaus.


      Eigentlich muss ich das ja gar
      nicht erläutern das wissen ja hier alle.

      Nun mal was zu uns Hinterwäldlern:

      Das Wruckenland hatte damals schon weit
      aus mehr zu bieten wie nur Bauern. Werften, Häfen, Uni´s ja und
      einen ganz eigenen Schlag Menschen welche sehr zurückhaltend sind
      aber wenn man mit ihnen Freundschaft geschlossen hat, dann hat man
      Freunde für´s Leben.

      Jede Banane, Orange die Du gegessen
      hast wurde im Wruckenland umgeschlagen. Jede Dose Fisch kam aus dem
      Wruckenland und vieles mehr.

      Ich bekomme keine
      Rentenersatzleistungen, weil in meinem SV Buch mit Stempel beglaubigt
      wurde, dass ich in Demmin gearbeitet habe. Für die Zeit von Mai bis
      einschließlich Dezember 69 habe ich ganze 678,75 DDR Mark insgesamt
      verdient. Das alleine ist schon Beweis genug um eine
      Schlüssigkeitsüberprüfung erfolgreich zu beenden.

      Diesen Fragebogen um den es hier geht
      habe ich schon Anfang des Jahres zugeschickt bekommen und ausgefüllt
      zurück geschickt. Dabei ging es allerdings nur um eine Publikation
      der Stasibeauftragten M/V und die Aufarbeitung in Durchgangsheimen
      und Werkhöfen.

      Glaubst Du wirklich ich bin so
      abgebrüht und schildere Dinge die es nie gegeben hat.

      Bisher habe ich viel informatives auf
      dieser Plattform für mich mitnehmen können, dafür bin ich den
      jeweiligen Autoren dankbar.

      In diesem Sinne, herzliche Grüße aus
      dem Wruckenland
      Glücklich, wer mit den Verhältnissen zu brechen versteht,ehe sie ihn gebrochen haben. (Oscar Wilde)
      Hallo Jette,

      nun sollte ich mich doch reinhängen, weil dein letzter Beitrag eigentlich Fragen aufwirft.

      Entscheidend für die Rentenersatzleistung aus dem Fonds war, dass man im Heim, D-Heim oder Jugendwerkhof war, dort nachweislich gearbeitet hat, wobei der Nachweis niedrigschwellig sein konnte, also auch eine Erklärung und Beschreibung reichte und dann war eben in dem SV-Buch zwar eingestempelt, dass man dort in der Einrichtung war, aber ein sozialversicherungspflichtiger Verdienst fehlte.

      Bei der Rentenversicherung war ein derartiger fehlendes Einkommen dann ausschlaggebend, dass diese Zeit eben nicht als Rentenanwartschaftszeiten berücksichtigt werden konnte, was dazu führte, dass diese Zeit nicht als Arbeitszeit existierte.

      Hierfür wurden aus dem Fonds Rentenersatzleistungen in monatlicher Höhe und für jeden angefangenen Monat von 300,00 Euro geleistet.

      Wenn Du nun schreibst, dass Du in sieben Monaten 678 Euro verdient hast, sind das monatlich ca. 96,00 Euro Einkommen, für die Du in deinem SV- Buch und in deinem Rentenbescheid, Rentenanwartschaft und Rentenpunkte bekommen hast.

      Wir sind uns darüber einig, dass dieses Einkommen nicht zu rechtfertigen ist, zumal ich davon ausgehe, dass man dieses Geld als Unterkunftskosten im D-Heim gleich wieder kassiert hat.

      Allerdings steht jetzt in deinem Rentenbescheid eine nachweislich geleistete Arbeit und dementsprechend bekommst Du hierfür Rentenpunkte und auch eine Rentenleistung.

      Dein Ansprechpartner wäre eigentlich die Verwaltungsbehörde deines Bundeslandes. Bist Du zu Unrecht im D-Heim gewesen und bist Du durch die Maßnahme in deiner schulischen und beruflichen Entwicklung benachteiligt und wirkt diese Benachteiligung bis zum heutigen Zeitpunkt fort, hast Du unter Umständen das Recht, diese Maßnahme in der DDR als Unrecht feststellen zu lassen. Dann könntest Du einen Bescheid erhalten, nachdem Du entsprechend § 3 Abs. 1 BerRehaG als verfolgter Schüler Anspruch auf Wiedergutmachung hast.

      Auch wenn es jetzt nicht unbedingt erfreulich ist, glaube ich nicht, dass Du aus dem Fonds Rentenleistungen erhalten wirst. Das ist keine böse Absicht, sondern leider ein böser Fehler in der Auslegung der Richtlinien im Fonds DDR gewesen.

      In diesem Sinne, Ralf Weber
      Herzlichen Dank, für Deine Ausführungen Ralf,

      so ähnlich hat es mir meine Beraterin auch erklärt. Ich stimme Dir zu, dass das ein böser Fehler ist. Ich bin nicht Geldgierig aber ich finde was Heimkinder in Ost und West erlebt, durchgemacht haben ist sowieso nicht mit Geld zu entschädigen. Ich hätte es für Gerechter empfunden, wenn ALLE betroffenen Heimkinder einmal entschädigt würden, die monatliche Opferrente sowie Stasiopfer sie erhalten, die fehlenden Rentenzeiten jedem zugesprochen worden wären entsprechend seiner Tätigkeit. Weiterhin wäre es gut gewesen, wenn ALLEN Betroffenen auch eine berufliche Rehabilitation zugesprochen worden wäre. Ich weiß nicht wie es bei den Heimkindern in den alten Bundesländern war, bei uns waren diese Zeiten ja in den Kaderakten vermerkt und so hatte man ja beruflich auch einiges auszustehen. Ich kann mir vorstellen, dass es denen ähnlich ging. Geschundene Seelen sind wir alle zusammen, dieses Unrecht kann man ganz einfach mit nichts gut machen. Eines freut mich allerdings, dass jetzt auch denen die in psychiatrischen Einrichtungen untergebracht waren Gerechtigkeit wiederfährt.

      In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Wochenstart
      Glücklich, wer mit den Verhältnissen zu brechen versteht,ehe sie ihn gebrochen haben. (Oscar Wilde)

      jette4452 schrieb:

      Ich bin nicht Geldgierig aber ich finde was Heimkinder in Ost und West erlebt, durchgemacht haben ist sowieso nicht mit Geld zu entschädigen.

      Das bringt es auf den Punkt...

      Ihr sprecht über D Heime, das ist generell was anderes, scheint da hatte jedes seine eigenes Recht...
      Ich habe noch nie erlebt das einer der Menschen die damit konfrontiert waren, über so ein Teil etwas gutes gesagt hat..
      Meine Schwester war da 1 Woche, die war völlig geheilt, und hatte auch nie wieder etwas mit diesem Thema zu tun.
      Ihre Freundin von damals hatte es allerdings ins Fischerdörfchen geschafft,SIe ht mir sehr viel erzählt davon, oft aber auch mit einem Lächeln auf den Lippen wenn Sie über Ihre Streiche berichtet hat da. ;)
      Das ist natürlich individuell wie Menschen solche Einrichtungen seelisch aufnehmen und verarbeiten. Aber war halt Knast, ohne das Judikative darauf je Einfluss gehabt hätte.
      Das sehe Ich auch als Freiheitsraub an da.
      Was für mich die große Frage ist, und wo ich bis heute keine Antwort gefunden habe, wer von den Behörden für was zuständig war..
      Meine Eltern zb wollten nicht das die mich da ins Heim stecken.
      Wer hat denn zb entschieden wer in 1 D Heim kam ? Polizei oder wer ?
      Es muss doch da ein System gegeben habe, Deutsche ohne System sind nicht überlebensfähig, egal unter welcher Fahne..^^

      ralf schrieb:

      Dein Ansprechpartner wäre eigentlich die Verwaltungsbehörde deines Bundeslandes. Bist Du zu Unrecht im D-Heim gewesen und bist Du durch die Maßnahme in deiner schulischen und beruflichen Entwicklung benachteiligt und wirkt diese Benachteiligung bis zum heutigen Zeitpunkt fort, hast Du unter Umständen das Recht, diese Maßnahme in der DDR als Unrecht feststellen zu lassen. Dann könntest Du einen Bescheid erhalten, nachdem Du entsprechend § 3 Abs. 1 BerRehaG als verfolgter Schüler Anspruch auf Wiedergutmachung hast.



      eher gehe Ich freiwliig ins Grab als noch einmal betteln zu müssen...
      Die Lehre abgebrochen und vieles anderes( 2 Kreissatsanwälte waren da sogar da ), ja natürlich ist man benachteiligt logisch, jeder der davon betroffen war.
      Das wissen die hier auch selber, aber nein noch mal Gericht, das tute Ich mir nicht, wäre nichts anders als die Idioten damals.
      Ich habe mir auch da nichts geholt , ob R FLucht oder sonst was, Nein noch mal die Scheiße erleben vor Richtern eines anderes Systems und wieder soll Ich micht rechtfertigen , da verzichte Ich lieber.
      Was für mich die große Frage ist, und wo ich bis heute keine Antwort gefunden habe, wer von den Behörden für was zuständig war..
      Meine Eltern zb wollten nicht das die mich da ins Heim stecken.
      Wer hat denn zb entschieden wer in 1 D Heim kam ? Polizei oder wer ?
      Es muss doch da ein System gegeben habe, Deutsche ohne System sind nicht überlebensfähig, egal unter welcher Fahne..^^



      Meine Beraterin hat es tatsächlich geschafft meinen Einweisungsbeschluss für das Durchgangsheim Demmin zu finden. Wie ich den gelesen habe ist mir nichts mehr dazu eingefallen.
      Alle Einweisungsgründe erstunken und erlogen. Ich habe mich mit ihr ausführlich darüber unterhalten. Sie sagte mir, dass man Gründe konstruiert hat um Kinder und Jugendliche in solchen Einrichtungen zu halten. Ausführende waren meistens Jugendämter und auch gelegentlich Gerichte, Abteilung Inneres hatte auch seine Hände im Spiel. Mein Vergehen war, dass ich zum wiederholten Mal aus meinem Elternhaus geflüchtet war.Dem Jugendamt war die Situation im Elternhaus hinlänglich bekannt. Ich war gerade 17 geworden und hatte eine Arbeit. Als ich dort auftauchte Hilfe wollte und meinen SV Ausweis abholen, haben die die Polizei geholt, die das Jugendamt verständigt und die haben mich nach Demmin gebracht. Berufsausbildung in der Einrichtung konnte ich knicken. Das Jugendamt hat selbst nach meinem 18 Geburtstag und der Entlassung 1970 Einfluss auf mein Leben genommen.

      Mir geht es ähnlich. Ich habe die Bettelei satt, mag nicht mehr kämpfen und immer wieder erklären müssen warum, weshalb und auf welche Weise mein Leben benachteiligt war.

      Jette
      Glücklich, wer mit den Verhältnissen zu brechen versteht,ehe sie ihn gebrochen haben. (Oscar Wilde)
      @k-Dieb...aber Du musst nicht "Betteln" oder gar...
      sofern Du eine R-Flucht in den Deinen Akten, wäre eine Rehabilitierung wie ein Selbstläufer, ohne dass Du ein weiteres "Zutun" brauchst! Nur mal so ein Gedanke von mir zu dem was ich hier lese. Und ein D-Heim...nun dies konnte man bei Gott mit keinem Heim vergleichen, es waren Häuser der Insassen hinter Gittern, Kinder deren man hier benutzt hat zum Arbeiten. Auch hier gab es eines, in Erfurt Hochheim. Dieses hat mich bis in den Jugendwerkhof verfolgt. Als man mich eingewiesen hat trug ich einen Ring, ob dieser von Wert war weiss ich nicht, es war einfach ein Erbstück welches ich besessen habe. Ich habe nur um diesen einen Ring gekämpft, habe Briefe geschrieben und so die Aufmerksamkeit des Leiters erregt...so dass ich selbst dieser mit einem Brief an die besagte Person im D-Heim gewandt hat. Aber dies ist auch nur eine dieser Erinnerungen, wenn ich hier lese, mehr nicht mehr.
      Dateien

      k-Dieb schrieb:

      Was für mich die große Frage ist, und wo ich bis heute keine Antwort gefunden habe, wer von den Behörden für was zuständig war..


      Ihr habt die Schule vergessen. Das waren oftmals ganz üble Kantonisten. Die wollten mit allen Mitteln das so genannte „Klassenkollektiv“ von negativen Elementen, als was man ja damals bereits schon im Schulkinderalter betrachtet wurde, säubern. Alle mussten wie weiße und lammfromme Schafe darstellen, nur das schwarze Schaf, das musste weg, weil es die friedliche Eintracht aller lammfrommen Schafe im SchafsKlassenkollektiv störte.

      In der DDR herrsche ein ewiger und ständiger Wettbewerb, ja das ganze Land war ja nur ein einziger Wettbewerb, egal ob in den Betrieben oder bereits schon in der Schule. Das waren so eine Art Staatsdoktrin, womit der Bürger beschäftigt wurde, damit der nicht auf dumme Gedanken kam, anderseits aber auch, um den Kadavergehorsam und das Denunziantentum ständig aktiv zu halten und zu trainieren. In den Betrieben ging es um die Planerfüllung, im privaten Bereich um die goldene Hausnummer, in der Kleingartensparte um die dickste Möhre oder das fetteste Karnickel und in der Schule um das FDJ-Lehrjahr, die Spenden für Nicaragua, das Altpapier und sonstigen Nonsens. Und wenn da jemand dabei war, der nicht so mitzog wie erwartet, dann musste der irgendwohin verschwinden, sonst wurde das eben nix mit dem Tanz ums beste sozialistische Kollektiv.

      Und somit waren in erster Linie die Lehrer dafür verantwortlich, denn diese mussten ja erst mal irgendwie die Jugendhilfe spitz machen. Dazu brauchte es schon eine gehörige Portion Boshaftigkeit und auch schmutzigen Charakter, um dies zu tun. Die Jugendhilfe war ja letztendlich nur eine Behörde, bestehend aus Angestellten, worunter es auch den einen oder anderen Wichtigtuer gab, welcher genauso dachte wie die Lehrer und ebenso wenig Charakter besaß. Und natürlich Leute, welche Karrieregeil und Machtbesessen waren, zu allen Übel dazu noch nach außen hin allesamt so richtig kommunistisch (natürlich allesamt fake, also falsch wie die Schlange).

      Ich könnte ewig lange Litaneien erzählen über das, was ich damals in der Schule so erlebt hatte, vergessen habe ich nichts. So etwas kann man im Leben auch nicht vergessen, das war schon prägend.

      Ich bin 1970 in eine andere Schule umgeschult worden, weil es bereits in der vorherigen Schule langsam aber sicher mehr als arg wurde. Intrigen, Verleumdungen, Schulwegüberwachungen durch den Klassenlehrer und all solche Dinge, solange, bis meinen Eltern der Kragen platzte.

      Kaum in der neuen Schule angekommen, ging es dort gleich weiter. Gefakte Klassenbücher, nur um mich schlecht dastehen zu lassen, ständige Taschenkontrollen, um zu sehen, was ich so mit mir herumschleppe, die Mitschüler wurden gegen mich instrumentalisiert, extra große und dicke Muttihefte, welche auch fleißig vollgeschrieben wurden mit allen möglichen Stuss und schlussendlich sogar die Behauptung, bei einem Verkehrsunfall von einem Schulkameraden, welcher durch eigenen Übermut sich beim Radfahren schwer verletzt hatte sei ich daran schuld, weil ich ihn „offensichtlich und mutmaßlich“ töten wollte. Klar, dass da natürlich die Jugendhilfe sofort darauf anspricht. Jegliche Verteidigung und Erklärung war sinn- und nutzlos, da man dem Lehrer logischerweise immer glaubte. Und das Polizeiprotokoll über den Unfall hatte man einfach verschwinden lassen!

      Und zu allem kam natürlich noch deren immerwährende penetrante und kommunistische Volksverblödung. Da brauchte man in der Schule nur mal einen Kaugummi im Mund zu haben, schon wurde man hingestellt als schlechtes Beispiel des Einflusses amerikanischer Imperialisten. Was willste dann dagegen machen? Zum Schluss war ich dann eben der Arsch.

      Im D-Heim war ich aber nicht, das konnte ich zu meinem Glück selber verhindern. Weil, als die beiden Vögel von der Jugendhilfe mich in der Schule abholten und ich in ein Auto steigen musste, ich zur gegenüberliegenden Tür wieder rausgeflitzt und abgehauen bin. Soweit konnten die wohl nicht denken, dass man so etwas machen konnte! Es war eine kurze Eigeninitiative meinerseits und schon hatte ich wenigstens - eigentlich unbewusst und ohne es zu ahnen oder zu wissen, was jetzt passieren kann - dieses Problem vom Hals.

      Ich sollte also etwas tun, was ich nicht wollte (mich auf Befehl in ein fremdes Autos setzen). Es gab Leute, welche gehorsam waren, so etwas taten und somit die (echte) Arschkarte zogen und es gab eben auch welche, die dachten "ihr könnt mich mal!" und somit sich damit (unbewusst) den Hals retteten.

      Schule war (leider) danach tabu, 4 Wochen später bekamen meine Eltern einen Brief, indem sie aufgefordert wurden, mich bis Datum 11.05.1972 im Spezialkinderheim Moritzburg abzuliefern. Wenn nicht, würden sie sich strafbar machen, da ja die Jugendhilfe zuvor meinen Eltern das Erziehungsrecht entzogen hatte und diese dann sozusagen als „Kindesentführer“ oder „Unterschlager“ verunglimpft wurden. In der Zeit haben meine Eltern mittels Anwälten und Gericht versucht, sich dagegen zu wehren – es war sinnlos. Bedenke ich aber heute diese Zeit, wäre ich unter garantie zumindest diese vier Wochen in einem D-Heim gelandet.

      Also, wie gesagt, vergesst bei allem nicht die Schule oder auch Berufsschule. Denn die waren die wirklichen treibenden Kräfte, also der Ursprung allen Übels.
      Früher gab es den Dorfdeppen – heute gibt es Facebook

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Ulli“ ()

      Ja stimmt, die Schulen und Berufsschulen habe ich vergessen und Internate wenn man auswärts lernte. Meinen Bruder haben sie von der Baustelle geholt weil er nackte Frauenposter in den Spinden hängen hatte und weil er aus gemalten Hakenkreutzen Fenster in seine Schulhefte malte während des BerufsschulunterrichtJWH Gerswalde.

      Tja Moritzburg ist ein Kapitel für sich, ich war nur kurze Zeit dort von Dezember 69 bis April 70 in der JWH Gruppe dann brachte mich Erdmute Porstorfer nach Ebersbach in die Baumwollspinnerei Buntspecht. Nach einem ausfühlichen Gespräch mit der Wohnheimleiterin kam ich dann zu 2 Genossinnen auf´s Zimmer. Jeder wusste gleich, dass ich aus dem JWH kam und natürlich immer Aufpasser brauchte. Fürchterlich !!!!!
      Stimmt solche Geschehnisse ziehen sich durch das ganze Leben.

      Jette
      Glücklich, wer mit den Verhältnissen zu brechen versteht,ehe sie ihn gebrochen haben. (Oscar Wilde)

      Paul-Fridolin schrieb:

      Ich war 12 Jahre im Heim und kenne sämtliche Kategorien, außer Werkhof, von diesen Einrichtungen, auch diverse D-Heime.

      Also da habe ich den Mund etwas zu voll genommen, was das Kennen von Durchgangsheime angeht, bin eben von meinen Erlebnissen ausgegangen. Durch Jettes Zeilen inspiriert habe ich mal zum Thema D-Heim etwas recherchiert und mußte feststellen, ich weiß so gut wie nix über diese Einrichtung. Okay, lange Rede kurzer Sinn, ich habe da ein Link aufgestöbert, wo man seine Wissenslücken, wenn man Interesse hat, auffüllen kann... :hutab:

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      „Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein
      als ein rundes Nichts.“

      Friedrich Hebbel
      Alles gut Paul Friedrich, sei froh, dass so mancher bittere Kelch an Dir vorüber gegangen ist. Als Betroffene/er muss man auch nicht alle Facetten kennen,bzw hat seine eigenen düsteren Erfahrungen gemacht. Das was jeder persönlich hinter sich hat und wie jeder individuell das Ganze empfunden hat ist doch schon schlimm genug.
      Bis die Tage Jette
      Glücklich, wer mit den Verhältnissen zu brechen versteht,ehe sie ihn gebrochen haben. (Oscar Wilde)

      Ulli schrieb:

      ständige Taschenkontrollen


      Das kann sein...Ulli
      Da habe Ich einer Lehrerin dann eine geklatscht..als die einfach in meinen Ranzen ist..(.Heft mit Nackten Frauen und das ging es lol, Pralline oder wie der Name da war)
      Weil Du das sagt Ulli, das war die Russischlehrerin.
      Wir hatten vor Russisch Lehrer da stand Ich auf 1 , und zweites Halbjahr kam die blöde und halt ne 5, war dann 3 oder 4 Gesamt Note..
      Später folgte ähnliches im Gefängniss, da habe ich nen Bullen eine geschossen und dafür haben die mir dann Torgau gegeben...
      Da hatte Ich Panik keine Luft, da drinnen war Hitze und die Türen waren eingehängt damit einw enig Luft reinkam und der wollte ganz zumachen, Zwickaus war das U Haft..
      Aber ich hatte sonst niemals mit Gewalt zu tun , die haben micht darauf auch nicht angeklagt, dafür aber dann Torgau 2 Jahre. weil die wären nicht mal da durchgekommen damit , weil keine Akte das von mir hergegeben hat..
      Ja so waren Sie halt, voller Hass gegenüber allem was Ihr Dialektisches Denken nicht hergegeben hat, und hinterlistig..das hätte Ich echt nicht gedacht o((()
      Die Briefe von meiner Freundin habe Ich nach der Entlassung da bekommen, lol..aber wo Schatten ist da auch Licht...
      Wir waren abgeschrieben da für die (Rote Punkt in der Akte) da haste deine Arbeit gemacht und ansonsten haste Ruhe gehabt da vor den Bullen..
      Solch Blödsinn wie "Zum sozialistischen Bürger erziehen wollen wie in anderen Einrichtungen gabs da nicht), das war das gute Torgau ;)

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