Neukirchen-Vluyn

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      Neukirchen-Vluyn

      Ich sitze jetzt schon eine gefühlte Ewigkeit vor dieser Seite und versuche einen Anfang zu finden. In der letzten Woche habe ich mich sehr viel mit meiner Lebensgeschichte auseinandergesetzt. Meine Therapeutin wollte, dass ich meine Erinnerungen aufschreibe, die ich an meine Zeit im Kinderheim habe. Meine Gedanken haben sich beim Schreiben regelrecht überschlagen. Es kamen die Gefühle von damals, die Demütigungen, die Misshandlungen und der Missbrauch wieder in mir hoch. Mir ist dabei bewusst geworden, dass ich vieles davon noch gar nicht verarbeitet habe. Ich werde hier jetzt auch nicht ins Detail gehen, da ich niemanden erschrecken oder gar triggern möchte. Die Problematik ist wohl, dass ich einfach zu wenig Möglichkeiten habe, um über all das Erlebte reden zu können. Das Führen eines Tagebuches hilft mir da schon lange nicht mehr. Selbst in meiner Therapie ging es bisher immer "NUR" um Stabilisierung und nicht um die Ursache meiner Probleme und dem daraus resultierenden Verhaltens. Obwohl ich mir sehr viel Mühe gebe und meine Worte genau überlege, fällt es mir unendlich schwer die richtigen Worte zu finden. Meine Therapeutin hat bisher immer nur "Häppchenweise" Informationen von mir bekommen. Das wird wohl der Grund sein, warum sie wollte, dass ich alles aufschreibe. Auf Dauer ist es auch sehr anstrengend über diese Zeit im Heim so neutral wie möglich zur erzählen, doch wenn ich meine Gefühle zulassen würde, dann würde ich die Kontrolle darüber verlieren.
      Wenn die Vergangenheit der Gegenwart die Zukunft raubt

      Wer sich zu sehr in der Vergangenheit aufhält,
      lebt nicht die Gegenwart und hat Angst vor der Zukunft.
      So lebe den Augenblick und nutze die Erfahrungen aus der Vergangenheit,
      freue Dich auf die von Dir mitgestaltete Zukunft,
      weil Du nur mit dem Glauben daran,
      wirklich eine hast.

      Wer sich traut an Zukunft zu glauben,
      kann der Gegenwart abgewinnen,
      mit der Vergangenheit zu leben.

      Liebe Remington, diese Zeilen halfen mir mehr wie jede Pille, wie jeder Therapeut
      und ich wünsche Dir den Mut und die Kraft das zu leben.
      Hallo Remington :)
      Ich hab jetzt 60 Therapiestunden hinter mir.
      Meine Geschichte habe ich zuvor schon geschrieben, jedenfalls einen Teil.
      Mach es einfach, lass es fließen ohne drüber nachzudenken, was Du da schreibst. Lese auch nicht zwischendurch mal drüber.
      Du hast das Glück, diese Aufgabe wärend Deiner Therapie anzugehen. Du hast damit Deine Therapeutin hinter Dir, die Dich dabei stützt.
      Ich glaub, dass es wichtig ist, mit der Therapeutin dann über die Gefühle zu sprechen, die Du beim schreiben hast. Was Du da schreibst ist für eine Besserung nebensächlich.

      Du bist nicht alleine, hier haben einige ihre Aufarbeitung schon hinter sich und andere stecken mittendrin.
      Toi toi toi
      :gkr:

      Sei du selbst! Alle anderen Rollen sind schon besetzt.

      mein Beitrag fürs Forum