KINOFILM ausschließlich über ev. Erziehungsanstalt FREISTATT

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      KINOFILM ausschließlich über ev. Erziehungsanstalt FREISTATT

      .
      Heidi Dettinger, 1. Vorsitzende des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V. gibt bekannt:

      .
      Hier finden Sie, wann und wo überall der Film in Deutschland gezeigt wird

      http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/uncategorized/freistatt-der-film/

      .

      QUELLE DIESER BEKANNTGEBUNG ist das EHEMALIGE-HEIMKINDER-TATSACHEN.COM-Forum @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?p=939#p939 ( So. 28.06.2015, um 01:05 Uhr (MEZ/CET) )
      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      KINOFILM ausschließlich über ev. Erziehungsanstalt FREISTATT

      .
      Ehemaliges Heimkind-WEST und weitgehend in Berlin-WEST aufgewachsener und ansässiger Politaktivist (geb. 4. April 1944 ) Carl-Wolfgang Holzapfel [ V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin („Hoheneck“ - benannt nach dem berüchtigten DDR-Frauengefängnis Hoheneck im erzgebirgischen Stollberg) ] berichtet bezüglich seinem aktuellen Kinobesuch zur Vorführung des KINOSPIELFILMS "FREISTATT" @ https://17juni1953.wordpress.com/2015/06/28/filmpremiere-freistatt-aus-der-dunkelkammer-der-fruhen-bundesrepublik/

      .
      Filmpremiere "FREISTATT": Aus der Dunkelkammer der frühen Bundesrepublik

      Eine sehr persönliche Reflexion

      Von Carl-Wolfgang Holzapfel

      Berlin, 28.06.2015/cw – Warum tut man sich das an? Das war eine Retraumatisierung, der ich mich aussetzte, heute, am Sonntagabend in einem kleinen Kino in Berlin-Charlottenburg. Und dann hieß der Protagonist auch noch Wolfgang…

      Kaum zu glauben, aber wahr: Genauso erlebte ich den vergleichbaren Teil meiner zwölfjährigen Heimgeschichte im Dezember 1959. Nachdem ich aus einem Heim nahe Göttingen ausgerissen war – das Versprechen, mich nach einem Jahr wieder nach Hause zu holen, war nicht eingehalten worden – wurde ich am 16. Dezember – wie im Film – von einem Bus des Jugendamtes abgeholt. Mein Vater hatte mit seiner Frau extra Weihnachten vorgezogen und mit mir unter einem kleinen Baum das Fest gefeiert. Der Bus brachte mich in eine Einrichtung der Evangelischen Kirche nahe Kaltenkirchen. Es handelte sich um ein landwirtschaftliches Gut des von Johann Hinrich Wichern gegründeten Rauhen Hauses in Hamburg.

      Wir, Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahre alt, mussten nicht, wie Wolfgang und seine Kameraden im Film, im Moor arbeiten, aber sonst war das alles vergleichbar. Ein „Vater“ Schönau leitete die Einrichtung und „Brüder“, Diakone in Ausbildung, versuchten sich als Erzieher. Wir mussten bis zu 14 Stunden am Tag in der Landwirtschaft, im Stall und auf dem Feld, arbeiten. Unsere Schlafstellen waren im Winter nicht geheizt, an den Innenwänden bildeten sich Eisdecken. Als Toiletten gab es sogen. Donnerbalken, also Sitzgruben in einem Bretterverschlag. Das Wasser zum Waschen holten wir uns aus Pumpen in die Waschschüssel. Für unsere Arbeit erhielten wir ein monatliches Taschengeld von fünf Mark, von dem wir uns Seife und Zahnpasta für den Eigenbedarf selbst kaufen mussten.

      Wie in Freistatt setzte es auch mal Prügel von einem „Bruder“ Weise. Ein anderer „Bruder“ stahl mir ein Transistorradio, das mir mein Vater zum vorgezogenen Weihnachtsfest geschenkt hatte. Als ich mir im ersten Winter in den kalten Schlafräumen schwere Rheumaschmerzen zuzog und nicht mehr in der Lage war, im Stall die eineinhalb Zentner schweren Strohballen zu heben, blieb ich im Bett liegen und verweigerte mich der Arbeit. Schon bald erschien „Vater“ Schönau an meinem Bett und erklärte mir mit einem Bibel-Zitat: „Wer nicht arbeitet, braucht auch nicht zu essen.“ Ich solle mir nicht einbilden, bei meiner Arbeitsverweigerung mit Essen versorgt zu werden. Im Anschluß an dieses Gespräch schnitt ich mir die Pulsadern an beiden Handgelenken auf.

      Ein Diakon entdeckte mich rechtzeitig und beide Handgelenke wurden verbunden. Notgedrungen stand ich also auf und schleppte mich in den Stall. Meine Kameraden schonten mich soweit sie konnten, dennoch arbeitete ich unter Schmerzen und Tränen im Stall. Dieses von mir als Martyrium empfundene Dasein endete erst im Frühjahr 1961, als ich nach einem komplizierten Dreifachbruch im Fußgelenk – ich war im Pferdestall unglücklich ausgerutscht – nahezu fünf Monate krank geschrieben war und nach Hamburg in ein Lehrlingsheim verlegt worden war. An den Folgen des damals noch nicht genagelten Bruchs leide ich bis heute. Meine Pflegemutter schrieb auf einen Hilferuf von mir, ich solle mich zusammen nehmen, gelobt sei, was hart macht…

      Anders, als die Mutter von Wolfgang im Film konnte sich mein Vater nicht gegen seine Frau durchsetzen. Wie Wolfgang schwamm ich mich im Alter von achtzehn Jahren frei, verließ den schützenden Hort einer Familie, die mich nicht mehr schützen konnte.

      "
      FREISTATT" ist absolut realistisch, ein eindruckvolles und wichtiges Dokument aus der Dunkelkammer der frühen Bundesrepublik. Sehenswert, man möchte sagen: Sehenspflicht. Allerdings sollten all die gewarnt sein, die das hier geschilderte selbst erlebt haben. Sie brauchen zumindest verlässlichen und vertrauten Beistand. Und sie brauchen sich ihrer vermutlichen Tränen nicht zu schämen. (1.003)

      V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785

      .

      QUELLE: VEREINIGUNG 17. JUNI 1953 e.V. - 17. Juni 1953 - erster Volksaufstand in der DDR @ https://17juni1953.wordpress.com/2015/06/28/filmpremiere-freistatt-aus-der-dunkelkammer-der-fruhen-bundesrepublik/

      Subject: KINOFILM ausschließlich über ev. Erziehungsanstalt FREISTATT
      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      KINOFILM ausschließlich über ev. Erziehungsanstalt FREISTATT

      .
      Anderswo im Netz schrieb und veröffentlichte ich gestern ( Mo. 29.06.2015, um ca. 15:30 (MEZ/CET) ):

      .
      Herr Weber ( in seinem hiesigen Kommentar vom 29.062015 um 08:40 Uhr ) verweist auf und meint folgende Internetauftritte, die sich alle mit dem KINOSPIELFILM "FREISTATT" von Filmregisseur Marc Brummund befassen:

      http://www.freistatt-film.de/#Presse

      *PRESSE*:

      Online-Rezensionen:

      Frankfurter Neue Press » ( Do. 25.06.2015 ) @

      http://www.fnp.de/nachrichten/kultur/Ab-ins-Erziehungsheim;art679,1462908

      Die Welt » ( Do. 25.06.2015 ) @
      http://www.welt.de/print/welt_kompakt/kultur/article143027948/Im-Namen-des-Vaters-und-der-Gewalt.html

      Badische Zeitung » ( Do. 25.06.2015 ) @
      http://www.badische-zeitung.de/kino-11/zwangsarbeit-und-sadismus-statt-paedagogik--106706595.html

      Mittelbayerische Zeitung (Regensburg) » ( Mi. 24.06.2015 ) @
      http://www.mittelbayerische.de/kultur-nachrichten/schuften-im-namen-der-fuersorge-21853-art1249587.html

      Westfälische Nachrichten » ( Do. 25.06.2015 ) @
      http://www.wn.de/Welt/Kultur/Kino-Kritik/2028178-Freistatt-Zwangsarbeit-im-Moor

      Abendzeitung München » ( Do. 25.06.2015 ) @
      http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.70er-jahre-drama-freistatt-ausgeliefert-im-erziehungsheim.0283866d-79dc-41dd-940a-d847950cd32c.html

      Stuttgarter Zeitung » ( Do. 25.06.2015 ) @
      http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.freistatt-im-atelier-am-bollwerk-kinderheim-film-feiert-in-stuttgart-landespremiere.7c5d6a05-d826-43c7-aaf6-d001580eab52.html

      Deutschlandradio Kultur » ( Do. 25.06.2015 ) @
      http://www.deutschlandradiokultur.de/neu-im-kino-freistatt-misshandlung-statt-rock-n-roll.2150.de.html?dram:article_id=323593

      SWR Fernsehen » ( Fr. 26.06.2015 ) @
      http://www.swr.de/kunscht/freistatt-kino/-/id=12539036/did=15535292/nid=12539036/671n5g/index.html

      Jungle World » ( Do. 25.06.2015 ) @
      http://jungle-world.com/artikel/2015/26/52218.html

      Vorwärts » ( Fr. 26.06.2015 ) @
      http://www.vorwaerts.de/artikel/freistatt-willkommen-sklaverei

      Da muß ich Herrn Weber Recht geben: Niemand schreibt Leserkommentare; niemand nutzt die Möglichkeit sich an einer Diskussion zu diesem Thema zu beteiligen; niemand verschafft sich Gehör; niemand übernimmt Verantwortung; es wird allerseits weiterhin weitgehend geschwiegen.

      .

      Subject: KINOFILM ausschließlich über ev. Erziehungsanstalt FREISTATT
      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      KINOFILM ausschließlich über ev. Erziehungsanstalt FREISTATT

      .
      Darüber wie es damals in Nachkriegsjahrzehnten im Bethel-eigenen FREISTATT, in der Bundesrepublik, zuging, kann sich jeder hier informieren:

      VI 10.1-8 Wohlfahrtsblatt DER FREIEN HANSESTADT BREMEN

      Amtliches Organ der bremischen Wohlfahrtsbehörde

      Für den Inhalt verantwortlich: Präsident Kayser.

      9. Jahrgang - Bremen, Dezember 1938 - Nummer 4

      [ Teilweise Wiedergabe eines zutreffenden Artikels, eingeleitet vom Führer selbst ]

      [ Offizielle Veröffentlichung mit einleitender Aussage dazu von Adolf Hitler selbst ]

      *
      Das bremische Arbeitszwangslager Teufelsmoor* (unter den Nationalsozialisten)
      [ vergleichbar mit FREISTATT IM WIETINGSMOOR (im Kaiserreich; in der Weimarer Republik; unter den Nationalsozialisten; unter Besatzung der Alliierten; in der Bundesrepublik) ]

      Einfach danach
      GOOGLEn.

      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      So einfach ist das mit dem "reden" nicht, Martini. Die Frage nach dem Warum, kannst du dir doch beantworten.

      Wer glaubt uns denn wirklich - ich meine reell, nicht in der Öffentlichkeit, sondern von Angesicht zu Angesicht. Wir hier unterienander müssen uns nichts mehr beweisen. Unsere Geschichten gleichen sich, obwohl z. B. du und ich in völlig verschiedenen Heimen waren.

      Derjenige, der es wagt, etwas dazu zu sagen, braucht dringendst eine Lobby. In Deutschland ist es doch immer noch so, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Und wenn dann doch jemand redet oder sogar Ansprüche geltend macht, wird derjenige via Gutachten psychiatrisiert oder sogar kriminalisiert.

      Wir müssten uns zusammentun, jedoch gebe ich meine diesbezüglichen Bemühungen auch deshalb so langsam auf, weil das bei uns - warum auch immer - nicht zu bewerkstelligen ist.
      Tapferkeit ist das Vermögen und der überlegte Vorsatz,
      einen starken aber ungerechten Gegner Widerstand zu leisten.
      (Immanuel Kant)

      Der Ziellose erleidet sein Schicksal, der Zielbewusste gestaltet es.
      (Immanuel Kant)

      Hallo Kliv,

      so wie wir uns beide persönlich nicht kennen, kennen sich so viele andere weder persönlich, noch werden sie sich jemals persönlich kennenlernen. So weit dazu, weshalb so viele diesbezügliche Bemühungen im Sande verliefen, wenn es nicht doch gelingt, gemeinsame Interessen zu bündeln. Solche Dinge gab es aber in der Vergangenheit und ich meine, sie waren nicht alle nur erfolglos.

      Negativ waren die unterschiedlichen Cliquenbildungen und die wirken nach wie vor, so dass kaum Gemeinsames hat entstehen können, wenn zu viele unterschiedliche Interessen wahrgenommen werden wollen.

      Was ich damit sagen will, ist, du sprichst es an, die vielen völlig verschiedenen Arten von Heimen, sind auch ein Grund, so völlig unterschiedlich in ihnen gelebt zu haben und jeder für sich auch teils völlig andere Erfahrungen und Dinge wahrgenommen zu haben als der andere sie machte.

      Anmerken muss man auch, wenn wir beim Film bleiben wollen. Er zeigte das Thema Selbsterziehung in einer Deutlichkeit, die man so bisher filmisch nicht vermittelt bekam und wenn das also tatsächlich alles haargenau so stimmt, wie es dargestellt wird, liegt zumindest ein Grund nahe, weswegen so Mancher heute nicht oder nicht mehr zueinander finden mag. Ich wüßte zum Beispiel jetzt nicht wirklich, wenn mir diese Art der schmerzhaft dargestellten kollektiven Selbsterziehung und Bestrafungsrituale ehemaliger Heiminsassen zuteil geworden wäre, ob ich heute daran ernsthaft Interesse haben müßte, mich noch mit jenen zu solidarisieren, die einem das antaten. Heute kennen wir all die Gründe, weshalb das alles möglich war. Der Faschismus aus grauer Vorzeit lebte noch Jahrzehnte weiter und das System, das Menschen so brutal hat werden lassen, so dass es gelang, so vielen den Willen zu brechen, bis sie für immer schwiegen. Genau das aber war Teil einer Strategie, mit der man einst abertausende "Zöglinge" versuchte, willenlos zu machen, sie letztendlich angepaßt machen wollen. Wundert man sich darüber, dass daher heute so wenig gemeinsam zu bewerkstelligen ist und eher doch jede/r für sich selbst versucht, mit dem Erlebten klarzukommen?

      In diesem Forum wurde mir zum Beispiel vor nicht einmal einem Jahr vorgeworfen, wieso ich nicht jenen den Thread Torgau überließ, die in Torgau waren und wieso ich in so einem besagtem Thema postete? Das war klar als Vorwurf gemeint und wenn sich also ehemalige Heimkinder auch solche Dinge vor die Füße werfen lassen müssen, leidet der Gedanke an Solidarität auch, ganz unabhängig davon, inwieweit man sich heute überhaupt versteht. Dieses Verständnis reicht bei vielen von uns bis an einen bestimmten Punkt und nicht weiter.

      Wolfgang Rosenkötter gesteht, dass er selbst nicht der Rebell einst war, wie ihn der Regisseur Marc Brommund im Film als Wolfgang darstellte. Im Gegenteil, der im Film junge Hauptdarsteller wurde als der klassische Rebell präsentiert, der mit der immer brutaleren Behandlung immer mehr den Freiheitsdrang verspürte und je härter man mit ihm umsprang, desto mutiger wurde er. Ich weiß nicht, inwiefern dieses charakterliche Verhalten in dieser Art Einrichtung gelebt wurde oder werden konnte, doch selbst wenn die Darstellung bewußt nach amerikanischem Vorbild in der Tradition zahlreicher Sklavenfilme Nordamerikas gewählt war, zeigt er dem heutigen Publikum, wie das System von Unterdrückung und Mund-tot-Machens gelebt wurde, wie sehr es noch heute im Unterbewußtsein der Menschen eine Rolle zu spielen scheint.

      Allein schon der Gedanke, über dieses düstere Kapitel einen mehr als bemerkenswerten Film zu machen, verdient Respekt und Anerkennung. Würde ich ihn bewerten dürfen, würde ich schreiben: Prädikat besonders wertvoll!

      Axel

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Axel (HermannG)“ ()

      Ja, Axel, da gebe ich dir durchaus Recht. Ich würde mir jedoch nicht so viel daraus machen, wenn mich jemand rügt, nur weil ich mich in einem Thread zu einem Heim zu Wort melde, in dem ich nicht war. In Freistatt bin ich ja auch nicht gewesen.

      Zurück zum Film. Martini war ja schon so nett, uns den Link zur Kinoliste zur Verfügung zu stellen. Wie das bei den anderen Kinos ist, weiß ich nicht. Die Galerie in Essen ist jedoch nur ein ganz kleines Kino mit sehr sehr wenig Sitzplätzen. Wenn ich mir so die anderen Namen ansehe, hat wohl keiner der großen Kinokomplexe den Mut, diesen Film tatsächlich zu zeigen.

      Zudem machen die Zeitungen, die Martini aufgelistet hat auch etwas deutlich. Manche sprechen davon, dass der Film berühren soll. Ja, das wird er wohl auch, aber nur diejenigen, die die kleinen Kinos wirklich kennen. Es geht um Kohle - um nichts weiter.

      Ironie an: Wir sollten einen eigenen Film drehen - so mit Heimkindern die hochkriminell sind - die gebildeten Banden unterscheiden sich in Eigenschaften, wie zaubern, oder fliegen können - so mit der bloßen hand wenigstens 30 Erzieher abmurxen... Dann noch - entweder besonders groß und extrem gewalttätig, oder ganz fies und klein, das wäre doch was. Das macht Kasse, das glotzen sich die Leute an, das zieht die Leute in die Kinos!!! Ironie aus:

      Das Schicksal von Menschen, die als Kinder vorverurteilt und weggesperrt wurden? Der Film hält der Gesellschaft einen der vielen Spiegel vor - das Bild will niemand sehen. Die Gesellschaft müsste sich doch dann auch eingestehen, dass sie versagt hat - und wer will das schon?
      Tapferkeit ist das Vermögen und der überlegte Vorsatz,
      einen starken aber ungerechten Gegner Widerstand zu leisten.
      (Immanuel Kant)

      Der Ziellose erleidet sein Schicksal, der Zielbewusste gestaltet es.
      (Immanuel Kant)

      KINOFILM ausschließlich über ev. Erziehungsanstalt FREISTATT

      .

      Martini schrieb:

      .
      Darüber wie es damals in Nachkriegsjahrzehnten im Bethel-eigenen FREISTATT, in der Bundesrepublik, zuging, kann sich jeder hier informieren:

      VI 10.1-8 Wohlfahrtsblatt DER FREIEN HANSESTADT BREMEN

      Amtliches Organ der bremischen Wohlfahrtsbehörde

      Für den Inhalt verantwortlich: Präsident Kayser.

      9. Jahrgang - Bremen, Dezember 1938 - Nummer 4

      [ Teilweise Wiedergabe eines zutreffenden Artikels, eingeleitet vom Führer selbst ]

      [ Offizielle Veröffentlichung mit einleitender Aussage dazu von Adolf Hitler selbst ]

      *
      Das bremische Arbeitszwangslager Teufelsmoor* (unter den Nationalsozialisten)
      [ vergleichbar mit FREISTATT IM WIETINGSMOOR (im Kaiserreich; in der Weimarer Republik; unter den Nationalsozialisten; unter Besatzung der Alliierten; in der Bundesrepublik) ]

      Einfach danach
      GOOGLEn.

      .

      Und für all diejenigen denen das selbst GOOGLEn zu lästig ist, hier der direkte Link zu dieser offiziellen amtlichen Veröffentlichung der „Wohlfahrtsbehörde“ in Bremen unter den Nationalsozialisten - aus dem Jahre 1938 @ http://www.heimkinder-ueberlebende.org/Auszuege_vom_Wohlfahrtsblatt_Dez1938_re_Zwangsarbeit_im_Teufelsmoor_No1.html


      Subject: KINOFILM ausschließlich über ev. Erziehungsanstalt FREISTATT

      Subject: … insbesondere FÜRSORGEHÖLLE »ANSTALT "FREISTATT"«
      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Axel (HermannG) schrieb:

      Solche Dinge gab es aber in der Vergangenheit und ich meine, sie waren nicht alle nur erfolglos.

      Stimmt Axel. Das Problem wäre jetzt aber nicht, das wir alle verschiedenen
      Cliquen angehören, oder emotional zu unterschiedlich sind. Es ist eher die
      räumliche Entfernung zwischen uns und die Altersstruktur.
      Das Leben ist eine kurze Unterbrechung immerwährendem Fortseins

      kliv schrieb:

      Wenn ich mir so die anderen Namen ansehe, hat wohl keiner der großen Kinokomplexe den Mut, diesen Film tatsächlich zu zeigen.

      Das hat vielleicht nicht unbedingt etwas mit Mut zu tun. In erster Linie bringen Kinos ja Filme, um damit die Kassen zu füllen.
      Der Film ist wahrscheinlich nicht so der Kassenfüller, schon gar nicht der Kassenschlager, behandelt zudem eine Thematik, die nicht gern eesehen und nicht gern wahrgenommen wird und stellt Institutionen der BRD in ein eher fragwürdiges, schlechtes Licht.

      Ich denke, dass das die Gründe sind, warum Kinos, gerade die großen wie Cineplex etc., mit der Ausstrahlung dieser Art Filme so ihre Probleme haben.

      LG Ines
      Die mich kennen mögen mich - die mich nicht mögen können mich

      Was nicht umstritten ist - ist nicht sonderlich interessant

      :D :D :D

      kliv hat geschrieben:
      Wer glaubt uns denn wirklich - ich meine reell, nicht in der Öffentlichkeit, sondern von Angesicht zu Angesicht. Wir hier unterienander müssen uns nichts mehr beweisen. Unsere Geschichten gleichen sich, obwohl z. B. du und ich in völlig verschiedenen Heimen waren.

      Derjenige, der es wagt, etwas dazu zu sagen, braucht dringendst eine Lobby. In Deutschland ist es doch immer noch so, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Und wenn dann doch jemand redet oder sogar Ansprüche geltend macht, wird derjenige via Gutachten psychiatrisiert oder sogar kriminalisiert.

      @kliv, eine lobby brauchen wir ebenso als gruppe. die fehlt uns genau so wie anderen "randgruppen" dieser gesellschaft.
      ansprüche geltend zu machen, vermutlich meinst du leistungen nach dem OEG, nun ja, das ist wohl eher eine einzelfallentscheidung. mir sind drei fälle bekannt, die aufgrund körperlicher schäden, eindeutig nachgewiesen durch misshandlungen in heimen, heute leistungen nach dem OEG erhalten. dagegen sind leistungen nach dem OEG aufgrund seelicher schädigungen schwer durchsetzbar, und dass nicht nur für ehemalige heimkinder.
      vielleicht müssen ehemalige heimkinder einen "umweg" nehmen: die kirchen zahlen auf antrag unterschiedliche beträge, wenn sexueller missbrauch angegeben wird. man muss einen mehrseitigen fragebogen ausfüllen und quasi die "vorgänge" detailliert beschreiben. falls dann tatsächlich die kirche zahlt, würde ich hierin schon mal eine "anerkennung" sehen, dass missbrauch zugegeben wird.
      wäre es nicht ein weg, mit der bewilligung einer entschädigungszahlung den weg des OEG zu gehen?
      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „xyz1“ ()

      KINOFILM ausschließlich über ev. Erziehungsanstalt FREISTATT

      .
      Was die „von Bodelschwinghschen Anstalten Bethel“, heute „von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel“, Geschäftseigentümer und Betreiber der „Fürsorgehölle »Freistatt«“ selbst zu diesem KINOSPIELFILM "FREISTATT" zu sagen haben:

      .
      Bethel [Haus Gottes] @ https://www.bethel.de/aktuelles/aktuelles-ohne-vorlage/der-film-freistatt-kommt-in-die-kinos.html

      24.06.2015

      Der Film "
      FREISTATT" kommt in die Kinos

      Der
      SPIELFILM "FREISTATT" über das Schicksal eines 14-jährigen in der Fürsorgeerziehung der 1960er Jahre kommt morgen bundesweit in die Kinos. Er ist in wesentlichen Teilen im Spätsommer 2013 im Ort Freistatt bei Diepholz/Niedersachsen gedreht worden. Er nimmt sowohl was die Hauptfigur und den Plot als auch was das gesellschaftliche Umfeld und das Erziehungsverständnis angeht, reale Verhältnisse der damaligen Zeit auf.

      Der Haupt-Drehort, die heutige Diakonie Freistatt, war damals eine große Heimeinrichtung der Fürsorgeerziehung. Freistatt gehört bis heute zu den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. In Freistatt wurden damals Jungen und junge Männer auf Anordnung der Jugendämter und Gerichte oder auch auf Betreiben der jeweiligen Familien aufgenommen.

      [ Drei Fotos der Drehszenen während der Dreharbeiten des Films ]

      Bethel hat die Dreharbeiten für den Film im Spätsommer und Herbst 2013 maßgeblich unterstützt. Bereits bei der Erarbeitung des Drehbuchs gab es zahlreiche Gespräche und Recherchen in der Ortschaft Freistatt und einen Austausch mit ehemaligen Fürsorgezöglingen, die mit Freistatt auch vorher schon in Kontakt standen. Ganz wesentlich bezieht sich „Freistatt“-Regisseur Marc Brummund auf die wissenschaftliche Aufarbeitung zur Fürsorgeerziehung in Freistatt, die 2009 im Bethel-Verlag erschienen ist.

      In dem BuchEndstation Freistatt“, hg. v. Matthias Benad et al., haben Historiker und weitere Fachleute unterschiedliche Aspekte der Fürsorgeerziehung unter Nutzung von Archivmaterial und Personenakten untersucht und auch die zeitgenössischen Verhältnisse dargestellt. Bethel hat sich damit der kritischen Aufarbeitung seiner Geschichte in dieser Zeit gestellt. Das Buch war die erste wissenschaftlich fundierte Aufarbeitung in Deutschland zum Schicksal vieler Heimkinder in der jungen Bundesrepublik.

      Einen Trailer zum Film
      "FREISTATT" finden Sie » hier


      Bethel, Freistatt und die Fürsorgeerziehung in der Bundesrepublik der 50er und 60er Jahre » weitere Informationen

      Im historischen Gebäude „Moorhort“, einem der Drehorte für den Spielfilm, wird eine Dauerausstellung zur Geschichte der Fürsorgeerziehung in Freistatt gezeigt. Texte, Fotos, Dokumente und Erinnerungen von Fürsorgezöglingen geben einen Einblick in dieses dunkle Kapitel. Dafür werden auch Teile der Filmkulissen von "FREISTATT" genutzt. Kontakt: Ursel Kammacher, Sekretariat Diakonie Freistatt, Telefon: 05448 8 8580

      Fotos: Boris Laewen/Zum Goldenen Lamm Filmproduktion

      .

      Desweiteren heißt es heute auf dem Internetauftritt der »Gemeinde Kirchdorf« zu der auch das Bethel-eigene »FREISTATT« gehört

      @ http://www.kirchdorf.de/Mitgliedsgemeinden/Freistatt

      .
      Im Frühjahr 2015 wurde im Freistätter Haus Moorhort eine Ausstellung zur damaligen Fürsorgeerziehung eröffnet. Erarbeitet wurden verschiedenste Schautafeln, die in der Kulisse des Films "FREISTATT" gezeigt werden. Der historische Ort, die Dokumente aus den Akten, die Fotos und Interviewauszüge sollen dazu anregen, sich den Rahmenbedingungen der Heimerziehung und dem leidvollen Alltag der "Fürsorgezöglinge" zu nähern. Zudem kann der Blick auf das Unrecht in der Vergangenheit dazu beitragen, Lehren für gegenwärtiges Handeln zu ziehen.
      .

      Subject: KINOFILM ausschließlich über ev. Erziehungsanstalt FREISTATT
      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      KINOFILM ausschließlich über ev. Erziehungsanstalt FREISTATT

      .
      Hochrelevant zum Thema "FREISTATT"

      Erstmalig von ex-Freistätter (der frühen 1960er Jahre) Martin MITCHELL (Jg. 1946) hier im Internet entdeckt am 04.07.2015:

      @
      http://www.spurensuche-meinung-bilden.de/index.php?id=4&topic=10&key=2 (Die einzige Stelle wo es bis zum heutigen Tage im Internet zu finden war !)


      .
      Braunschweiger Zeitung, 22. September 2008

      [ "
      FREISTATT" - "DIAKONIE FREISTATT" - "BETHEL IM NORDEN" ]


      16 Monate Zwangsarbeit und Schläge [ in "FREISTATT" ]

      Der Braunschweiger Lutz Rose wurde Anfang der 60er Jahre in die Erziehungsanstalt Freistatt gebracht

      Von Cornelia Steiner

      Nichts als Moor rundherum, Sumpf, Wasser. Fliehen ist zwecklos, sie kriegen einen ja doch, oder man bleibt im Moor stecken. Also durchhalten, die Schläge ertragen, das Gebrüll der angeblichen Erzieher, die steifgefrorenen Finger, die blutigen Füße in den Holzschuhen, die Schufterei von früh bis spät, die Enge im Schlafsaal zwischen 39 anderen Jungs und jungen Männern, die vergitterten Fenster. Einfach nur durchhalten.
      "Ich habe nicht geheult, auch nicht, wenn sie mich verprügelt haben. Da sind die aber noch wilder geworden."
      Mehr als ein Jahr hat Lutz Rose aus Braunschweig in der kirchlichen Erziehungsanstalt in Freistatt im Kreis Diepholz verbracht. 1961 und 1962 war das. Er beschreibt diese Zeit als die schlimmste Zeit seines Lebens, und er redet seit Jahren darüber, auch wenn viele Leute es nicht hören wollen.

      Polizisten brachten ihn in Handschellen ins Heim.

      Selbst seine Frau hat lange gesagt: Ach hör doch auf, so schlimm war es bestimmt nicht.
      Inzwischen glaubt sie ihm. Sie hat andere Opfer kennen gelernt, und auf Einladung der Diakonie Freistatt hat sie die einstige Erziehungsanstalt mit ihrem Mann vor zwei Jahren besucht.
      Die Diakonie geht offen mit dem Thema um. "Das Geschehene ist nicht zu entschuldigen", heißt es dort. Demnächst erscheint eine wissenschaftliche Arbeit, die sich der Aufarbeitung widmet.
      Bei dem Besuch in Freistatt hat Lutz Rose eine gut sortierte Akte erhalten. Darin liegen Dutzende von Beurteilungen. So schrieb das Amtsgericht Braunschweig im Januar 1961 über den damals 18-Jährigen:
      "Sein Verhalten lässt eine beginnende Verwahrlosung erkennen, deren Behebung der Vater nicht mehr gewachsen ist. Auch die Anordnung einer Schutzaufsicht würde nicht ausreichen, um diesen völlig verbummelten und stark gefährdeten Jugendlichen wieder auf die rechte Lebensbahn zu bringen."

      Was war geschehen? Lutz Rose hatte neun Geschwister, die Mutter war bereits 1953 gestorben, der Vater mit der Erziehung überfordert. Nach der Schule begann Lutz Rose eine Ausbildung zum Steinsetzer - und damit begann der Ärger. "Der Bauführer hat mich geschlagen, und mein Vater hat die Lehrlingsbeihilfe kassiert", erzählt er. Es kam zum Streit, und einer von Lutz Roses Brüdern überredete den Vater, den Jungen in eine Erziehungsanstalt zu geben. Jugendamt und Amtsgericht waren einverstanden.
      Polizisten brachten ihn in Handschellen nach Freistatt. "Als ich dort aus dem Auto gestiegen bin, hat der Hausvater mir eine geknallt und gesagt: „Damit du weißt, wie es hier zugeht.“ Danach musste ich sofort im Moor malochen."
      Im Moor spielte sich der Alltag der Jugendlichen ab. Sie bauten Torf ab, gruben Kanäle und machten das Land urbar, rodeten Kartoffeln, ernteten Getreide. In den Häusern der Anstalt mussten sie kochen, nähen, bügeln, putzen, und jeden Sonntag saßen sie im Gottesdienst. So sollten die Jugendlichen auf den rechten Weg kommen. Denn wer in Freistatt landete, galt als kriminell oder schwer erziehbar. Tatsächlich kamen viele aber wegen Banalitäten dorthin, weil sie ein wenig über die Strenge geschlagen hatten, weil Eltern überfordert waren, weil Gerichte einer Heim-Einweisung schnell zustimmten.

      Lutz Rose erinnert sich an einen Jungen mit Kinderlähmung. "Was machte der dort?", fragt er. "Den hätte man niemals nach Freistatt schicken dürfen." Vier Tage lang wurde er in eine Zelle gesperrt.
      Ein Vorfall hat sich besonders in sein Gedächtnis gebrannt: Ein Jugendlicher wollte entlassen werden und rammte sich deswegen einen Spaten in den Fuß. Er kam ins Krankenhaus, doch wenige Tage später war er schon wieder in Freistatt und sollte arbeiten, trotz heftiger Schmerzen. "Der Hausvater hat gesagt: „Der simuliert doch nur.“ Dann kam er in die Strafzelle, und kurz danach ist er an Tetanus gestorben."

      Rose vermutet, dass noch mehr Jugendliche umgekommen sind. "Manche sind abgerutscht und ins Moor gefallen, andere haben sich schwer verletzt. Wir wurden dann immer weggedrängt. Einen Krankenwagen habe ich dort draußen nie gesehen."
      Für ihn war die vermeintliche Erziehungszeit nach 16 Monaten vorbei. Im Bericht des Heimes hieß es damals: "Wir können mitteilen, dass der Jugendliche eine gute Aufwärtsentwicklung genommen hat."
      Der Jugendliche von damals ist inzwischen 65 Jahre alt, hat zwei Kinder und drei Enkel. Er ist Mitglied im Verein ehemaliger Heimkinder und erzählt seine Geschichte. Warum? "Weil wir erst misshandelt und dann vergessen wurden."

      .

      QUELLE: http://www.spurensuche-meinung-bilden.de/index.php?id=4&topic=10&key=2 (dort etwas runter scrollen) (zur Bildung und Weiterbildung und Erinnerung zusammengetragen von Jürgen Kumlehn, Erinnerer)

      Subject: KINOFILM ausschließlich über ev. Erziehungsanstalt FREISTATT
      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      KINOFILM ausschließlich über ev. Erziehungsanstalt FREISTATT

      .
      Bielerfelder Bethel [Haus Gottes] / „von Bodelschwinghsche Anstalten Bethel“ / „von Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel

      [ "
      FREISTATT" - "DIAKONIE FREISTATT" - "BETHEL IM NORDEN" ]


      Am Beispiel dieser kirchlichen Erziehungseinrichtung "FREISTATT"

      nun, seit dem 25.06.2015, in deutschen Kinos

      der KINOSPIELFILM


      .
      "FREISTATT"

      ( @ http://www.artechock.de/film/text/kritik/f/freist.htm )

      Unglaubliche Tortur

      Der Name "FREISTATT" ruft für sich genommen positive Assoziationen hervor. Lässt an einen Platz im Grünen denken. Ein Fleckchen Erde, an dem man sich ungehindert entfalten kann. Frei von Zwängen und starren Regeln. In Wahrheit steht dieser Ort [ "FREISTATT" ] – im Landkreis Diepholz gelegen – allerdings für eines der dunkelsten Kapitel der westdeutschen Heimgeschichte. Bis Mitte der 1970er Jahre herrschten in der kirchlichen Fürsorgeanstalt Gewalt und Unterdrückung vor, obwohl die dorthin abgeschobenen Jugendlichen eigentlich zu christlich handelnden Menschen erzogen werden sollten.

      Regisseur und Drehbuchautor Marc Brummund, selbst in der Nähe der Einrichtung geboren, wirft in seinem ersten Kinofilm einen schonungslosen Blick auf den mitunter qualvollen Heimalltag und bedient sich dabei persönlicher Erlebnisberichte, allen voran Schilderungen des ehemaligen Zöglings Wolfgang Rosenkötter, der heute als Ombudsmann in Freistatt wirkt. Entstanden ist ein raues, ungeschöntes Jugenddrama, das dem Schrecken der „Schwarzen Pädagogik“ auf differenzierte Weise zu Leibe rückt.

      Im Mittelpunkt steht der 14-jährige Wolfgang (Louis Hofmann). Ein kleiner Rebell, der sich nicht in das spießige Leben seiner Familie im niedersächsischen Osnabrück einfügen will und deshalb von seinem Stiefvater (Uwe Bohm) nach Freistatt abgeschoben wird – was Wolfgangs einfühlsame Mutter (Katharina Lorenz) stillschweigend duldet. Angekommen in der abgelegenen Erziehungsanstalt, sieht sich der renitente Teenager mit einem Autoritätssystem konfrontiert, das nur eine Maxime kennt: bedingungslosen Gehorsam. Während Wolfgang in Anton (Langston Uibel) einen Verbündeten findet, versucht er, den unmenschlichen Heimstrukturen die Stirn zu bieten.

      Bezeichnenderweise verorten Brummund und Koautorin Nicole Armbruster ihre Geschichte im Sommer 1968. In einer Zeit also, die von gesellschaftlchen und kulturellen Umbrüchen und einer offenen Auflehnung gegen die Elterngeneration geprägt war. Zu spüren ist der Wind der Freiheit, des Andersdenkens abseits großer Städte allerdings nur verhalten. In der Provinz herrschen weiterhin konservative Denkmuster vor. Gewalt ist nach wie vor im Familienleben verankert und nimmt im Heimalltag sogar systematische Züge an. Wer nicht spurt, wird von Bruder Wilde (Stephan Grossmann), einem der beiden Erzieher, rücksichtslos misshandelt. Aus jedem Winkel lugen in Freistatt quasifaschistische Methoden hervor: Dumpfes Autoritätsgehabe bestimmt die Mahlzeiten, bei denen die Jugendlichen nur auf Anweisung sprechen dürfen. Individuelles Fehlverhalten zieht Bestrafungen aller Insassen nach sich, weshalb sich die Jungen auch untereinander auf brutale Weise disziplinieren. Und auf dem Weg zur Zwangsarbeit im Moor intonieren die Bewohner das Moorsoldatenlied, das auf die Häftlinge des Konzentrationslagers Börgermoor zurückgeht.

      Ganz nebenbei erzählt der Film, dass einige Erzieher damals überhaupt nicht für den Dienst in einem Jugendheim qualifiziert waren, sondern aus anderen Berufsfeldern kamen. An die Seite von Bruder Wilde, einem solchen „Quereinsteiger“, der ganz offen prügelt und erniedrigt, stellt das Drehbuch die Figur des introvertierten Bruder Krapp (Max Riemelt), der den aufsässigen Teenagern wohlwollender begegnet. Wie sich später zeigt, hat er jedoch im Geheimen große Schuld auf sich geladen, die ausgerechnet beim besinnlichen Weihnachtsfest zu Tage tritt. Eine Szene, die auch deshalb sprachlos macht, weil der anwesende Pfarrer das Geschehen mit einem lapidaren Satz beiseite wischt – eine sicherlich gewollte Anspielung auf den unrühmlichen Umgang der Kirche mit den in den letzten Jahren publik gewordenen Missbrauchsfällen. Als allwissende Präsenz im Hintergrund fungiert Hausvater Brockmann. Eine Mischung aus gütigem Vaterersatz und durchtriebenem Sadisten, den Alexander Held geradezu beängstigend ambivalent verkörpert.

      Ästhetisch fahren Brummund und Kamerafrau Judith Kaufmann eine Doppelstrategie. Einerseits sind mehrfach sonnendurchflutete Bilder zu sehen, die an verblasste Fotografien erinnern. Ähnlich den Schnappschüssen vom realen Heimleben, die im Abspann gezeigt werden. Andererseits setzen sich mit zunehmender Dauer, je weiter sich die Abwärtsspirale für Wolfgang dreht, erdigausgewaschene Farben durch, die der trostlosen Moorland­schaft entspringen und den Gefängnischarakter der Fürsorgeanstalt unterstreichen. Insgesamt mutet der Film dem Publikum einige verhältnismäßig harte Gewaltszenen zu. Momente, die allerdings keinen Selbstzweck verfolgen, sondern inhaltlich begründet sind.

      Auch wenn die Musik stellenweise überpräsent ist, einige Szenen etwas plakativ geraten (Stichwort: Aufstand zum Richie-Havens-Song „Freedom“) und das Drehbuch gegen Ende mehrere Schritte auf einmal nimmt, ist Marc Brummunds Kinodebüt ein gelungener Beitrag zur immer noch vernachlässigten Aufarbeitung von Misshandlungen in kirchlichen und staatlichen Heimen. Eine besondere Erwähnung verdient Hauptdarsteller Louis Hofmann, der den Tour-de-Force-Ritt seiner Rolle bravourös meistert. Beklemmend und erschütternd ist das Drama nicht nur, weil es mit Unterstützung der heutigen Diakonie Freistatt an den erhaltenen Originalschauplätzen entstand. Auch die letzten Einstellungen garantieren ein längeres Nachhallen. Zeigen sie doch, dass eine einfache Rückkehr in ein „normales“ Leben nach derart schrecklichen Erfahrungen nicht möglich ist – eine Erkenntnis, die wohl viele Betroffene bestätigen können.

      Christopher Diekhaus

      .

      QUELLE: @ http://www.artechock.de/film/text/kritik/f/freist.htm

      Subject: KINOFILM ausschließlich über ev. Erziehungsanstalt FREISTATT
      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      KINOFILM ausschließlich über ev. Erziehungsanstalt FREISTATT

      .
      Mein gestriges diesbezügliches Schreiben an die deutschen Medien generell:

      .
      Der KINOSPIELFILM "FREISTATT" erzählt viel, mehr als jeder bisherige Film zum Thema – aber doch noch nicht alles.

      Sehr geehrte Damen und Herren Redakteure und Journalisten in der deutschen Medienlandschaft,

      in Bezug auf den auch von Ihnen im Internet vorgestellten, jetzt seit dem 25.06.2015 in deutschen Kinos laufenden,
      KINOSPIELFILM "FREISTATT", mache ich als ein australischer Staatsbürger ansässigig in Australien seit dem 24.03.1964 – nach einem meinerseitigen 12-Monate lang andauernden auf Zwangsarbeit im Moor ausgerichteten Aufenthalt in der FÜRSOREGEHÖLLE "FREISTATT" IM WIETINGSMOOR direkt zuvor auf einen offiziellen Tatsachenbericht aus dem Jahre 1938 (vorgestellt vom Reichsführer Adolf Hitler selbst!) aufmerksam, ein Tatsachenbericht, der genau beschreibt wie es damals im TEUFELSMOOR zuging; genau die gleichen Zustände und der gleiche Tagesablauf wie im Bethel-eigenen "FREISTATT" von 1901 bis Mitte der 80er Jahre oder sogar bis Mitte der 90er Jahre noch! – zumal das Bethel-eigene Freistätter Torfwerk ja erst in 1995 geschlossen wurde!

      Hier der direkte Link zu dieser offiziellen amtlichen Veröffentlichung der „Wohlfahrtsbehörde“ in Bremen unter den Nationalsozialistenaus dem Jahre 1938 @ http://www.heimkinder-ueberlebende.org/Auszuege_vom_Wohlfahrtsblatt_Dez1938_re_Zwangsarbeit_im_Teufelsmoor_No1.html ( Wenn notwendig können Sie sich, sicherlich, auch ganz einfach eine Kopie des Originals dieser offiziellen amtlichen Veröffentlichung aus dem bremischen Landesarchiv oder dem Bundesarchiv zustellen lassen! )

      Ich und sicherlich auch viele andere Betroffene wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie dann aufgrund dieses Tatsachenberichtes die gesamtgesellschaftliche deutsche Öffentlichkeit, für Bildungszwecke, jetzt ganz speziell, auch mal
      DARAUF aufmerksam machen würden.

      Mit freundlichen Grüßen

      Martin MITCHELL (Jg. 1946)
      ( Betreiber, u.a., auch von
      EHEMALIGE-HEIMKINDER-TATSACHEN.COM @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com )


      [ Empfänger dieser E-mail von Martin MITCHELL vom 07.07.2015, unter anderen: ]

      KREISZEITUNG (DIEPHOLZ)
      onlineredaktion@kreiszeitung.de
      [ "FREISTATT" befindet sich im Landkreis Diepholz ]
      WESER-KURIER (BREMEN)
      chefredaktion@weser-kurier.de und chefredaktion@bremer-nachrichten.de und onlineredaktion@weser-kurier.de
      [ Der WESER-KURIER ist die größte Tageszeitung in der nächstgelegenen Großstadt zu "FREISTATT", BREMEN (Entfernung 70km) ]
      DEUTSCHLANDRADIO
      presse@deutschlandradio.de und info@deutschlandradio.de
      KLATSCH-TRATSCH (FILM REVIEW) info@klatsch-tratsch.de
      NDR ndr@ndr.de und internet@ndr.de
      BERLINER MORGENPOST redaktion@morgenpost.de und leserbriefe@morgenpost.de und julius@digitalerwandel.de
      FRANKFURTER NEUE PRESSE info@fnp.de und thomas.ruhmoeller@fnp.de und michael.forst@fnp.de
      DEUTSCHE WELLE info@dw.com
      ABENDZEITUNG (MÜNCHEN) info@abendzeitung.de und info@abendzeitung.de und info@az-muenchen.de und redaktion@az-muenchen.de und online@az-muenchen.de
      SWR info@swr.de und online@swr.de
      OBERPFALZ TV info@otv.de
      YAEZ.DE redaktion@yaez.de und info@yaez.de
      PASSAUER NEUE PRESSE info@pnp.de
      NWZ.ONLINE - NORDWEST ZEITUNG @ red.online@nordwest-zeitung.de
      DIE WELT redaktion@welt.de
      DIE ZEIT kontakt@zeit.de
      STERN info@stern.de
      HAMBURGER ABENDBLATT hadigital@abendblatt.de
      FREIE PRESSE (CHEMNIZ) die.tageszeitung@freiepresse.de und buero.chefredakteur@freiepresse.de
      THÜRINGER ALLGEMEINE chefredaktion@thueringer-allgemeine.de
      MDS-MEDIENGRUPPE (einschließlich, u.a., KÖLNER RUNDSCHAU, KÖLNER STADT-ANZEIGER, MITTELDEUTSCHE ZEITUNG und BERLINER ZEITUNG) joachim.frank@mds.de
      WESTFALEN-BLATT wb@westfalen-blatt.de
      FRANKFURTER RUNDSCHAU leserbrief@fr-online.de
      KÖLNER RUNDSCHAU online@kr-redaktion.de
      GENERAL-ANZEIGER (BONN) online@ga-bonn.de
      SHZ.DE - PINNEBERGER TAGEBLATT (SCHLESWIG-HOLSTEIN) redaktion@a-beig.de
      Filmregisseur Marc Brummund brummund@yahoo.com
      Drehbuchautorin Nicole Armbruster armbruster@aol.com

      .

      Subject: KINOFILM ausschließlich über ev. Erziehungsanstalt FREISTATT
      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      KINOFILM ausschließlich über ev. Erziehungsanstalt FREISTATT

      .
      EINE UMFANGREICHE ERKLÄRUNG ZUR DAMALIGEN „CHRISTLICHEN“ HEIMERZIEHUNG – was eine Sprecherin der Evangelischen Kirche in Deutschland DAZU zu sagen hat – IST JETZT HIER ZU FINDEN

      @ http://heimkinder-forum.de/v4x/blog/index.php/Blog/ ( sehr langer Beitrag, der, einschließlich dem im Hintergrund laufenden HTML-Quelltext, insgesamt 17677 Zeichen umfaßt, einschließlich Leerzeichen ).


      .
      DIAKONIE - Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT im Wietingsmoor et al

      ( d.h. alle solchen damaligen Fürsorgehöllen - ob evangelisch oder katholisch )



      Heimerziehung in der Nachkriegszeit
      ein schwieriges Kapitel kirchlicher Zeitgeschichte


      Text erschienen im Loccumer Pelikan 2/2009 (ISSN 1435-8387)

      Loccumer Pelikan 19 2009 02 (Diakonie, Bildung und soziale Gerechtigkeit). Religionspädagogisches Magazin für Schule und Gemeinde, Seite 66-68.

      Dr. Kerstin Gäfgen-Track [Jg. 1959], Oberlandeskirchenrätin der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers [seit 2003]

      ERKLÄRUNG VOM STANDPUNKT DER EVANGELISCHEN THEOLOGIE

      @ rpi-loccum.de/material/pelikan/pel2-09/theo_gaefgentrack

      .
      Heimerziehung in der Nachkriegszeit
      ein schwieriges Kapitel kirchlicher Zeitgeschichte

      Dr. Kerstin Gäfgen-Track [ Oberlandeskirchenrätin der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers ]

      Nachdem im Jahr 2006 das Buch von Peter Wensierski „Schläge im Namen des Herrn“
      1 erschienen war, []

      .
      .

      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      KINOFILM ausschließlich über ev. Erziehungsanstalt FREISTATT

      .
      .
      FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung - Feuilleton

      @
      http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/freistatt-im-kino-13666175.html


      "FREISTATT" im Kino

      Groteske Kippfiguren der Geschichte

      Größtmögliche Wirkung mit allen Mitteln: Der Film "FREISTATT" von Marc Brummund zeigt einen Hort der Quälerei in einer Zeit, die von Emanzipation träumt.

      25.06.2015, von Bert Rebhandl

      Christlicher Glaube und frische Luft, das ist der Kern der Pädagogik in einer Erziehungsanstalt der Diakonie, die ihren Namen allerdings zu Unrecht trägt. Denn die „Freistatt“ ist ein übles Institut, ein Hort der Quälerei, alles im Zeichen vorgeblicher Anstrengung, ungebärdige junge Männer auf den rechten Weg zu führen. Es ist das Jahr 1968, die Zeichen der neuen Zeit sind auch in Osnabrück unübersehbar, aber das Schicksal, das den vierzehn Jahre alten Wolfgang ereilt, mutet an wie eine Zeitreise. Seine Einweisung nach Freistatt ist ein Fall in eine verwunschene Welt, in der männliche Gewalt noch absolut und individuelle Haltung ein Störfall sind. Von heute aus ist dieses Element des Anachronistischen noch viel stärker, und Regisseur Marc Brummund tut sich in seinem Film "FREISTATT" auch stark daran gütlich.

      Denn aus der Gegenwart von 2015 besehen, ist 1968 inzwischen vergleichsweise näher an 1945 gerückt. Der blonde Wolfgang wird so geradezu zu einer Figur des historischen Übergangs, vom äußeren Typ her noch fast ein Pimpf, in dem man aber schon einen langhaarigen Hedonisten oder einen späten Hippie erkennen kann. Wenn man ihn nur eine eigene Entwicklung nehmen ließe. Doch seine Mutter hat einen neuen Partner, und der duldet keinen ödipalen Konkurrenten mit Flausen. Wolfgang muss ins Heim. Das Heim ist Freistatt. Es liegt in einer prächtigen, nördlichen Landschaft, die in den Untiefen der Sümpfe ihr wichtigstes Charakteristikum hat.

      Ohne Ketten, aber unter der Knute

      „Wir sind die Moorsoldaten“, singen die Jungen, die hier zusammengewürfelt werden. Tagsüber müssen sie Torf stechen, auch das eine unzeitgemäße, altertümliche Arbeit. Abends fällt, wenn einer etwas Verkehrtes getan hat, für alle das Essen aus. Den Vorsitz in dieser Anstalt hat ein Mann inne, der gut und gern aus
      Michael Hanekes Film „Das weiße Band“ stammen könnte: Hausvater Brockmann (Alexander Held) hält sich bevorzugt im Garten auf, er kann aber auch unangenehm werden. „Flinke Hände können wir hier gebrauchen“, mit diesem Satz empfängt er junge Schutzbefohlene. Da kann man schon allerlei heraushören.


      YouTube FREISTATT TRAILER



      https://www.youtube.com/watch?v=b72pSA7aGyY (Länge 2 Min. und 27 Sek.)

      Das tägliche Regime in dieser chain gang ohne Ketten, aber unter der Knute, führen Bruder Wilde (gespielt von Stephan Grossmann) und Bruder Krapp (Max Riemelt). Der eine ist hart, der andere weich. Wilde prügelt die Jungen notfalls mit der Schaufel, Krapp hingegen gewährt ihnen gelegentlich Auslauf in das morastige Wasser. An Wilde reibt sich schließlich das ganze Institut, während Krapp seinen Abschied nimmt und damit einen Jungen namens Mattis fast zusammenbrechen lässt – eine skandalöse Szene, weil sie am deutlichsten die verkniffene Sexualität hervorbrechen lässt, von der das Geschehen in „Freistatt“ geprägt ist.

      Das Thema, mit dem Marc Brummund sich in "
      FREISTATT" beschäftigt, auf Grundlage eines preisgekrönten Drehbuchs, das er mit Nicole Armbruster gemeinsam verfasst hat, ist in der deutschen Filmgeschichte mit einer ganz besonderen Arbeit verbunden: 1970 sollte „Bambule“ in der ARD ausgestrahlt werden, Ulrike Meinhofs Fernsehfilm über eine Revolte in einem Berliner Mädchenheim. Ein Film, der sich ausdrücklich als Beitrag zu einer Bewegung verstand, die letztendlich in den linksradikalen Terrorismus führte.

      Streben nach größtmöglicher Wirkung

      Davon könnte "
      FREISTATT" kaum weiter entfernt sein. Für Marc Brummund ist die politische Signatur der Zeit ohne Belang. Er interessiert sich für ein Drama der großen Gefühle und auch der großen Bilder. Die Kamerafrau Judith Kaufmann überträgt die niedersächsische Landschaft in opulente Panoramen. Vogelschwärme vor großem Horizont deuten an, was möglich wäre in einer anderen Wirklichkeit, in der die Menschen einander nicht das Leben so unerträglich schwermachen würden.

      Die Musik verstärkt noch das Pathos, wobei es auch zu unfreiwillig komischen Effekten kommt, wenn eine Züchtigung von melancholischen Violinen begleitet wird. Das Streben nach größtmöglicher Wirkung bestimmt "
      FREISTATT" auch auf dramaturgischer Ebene: Statt sich genauer auf die handelnden Figuren einzulassen und sie komplexer zu machen, lässt Brummund sie allmählich ins Groteske kippen. Vor allem der Bruder Wilde wird zunehmend zu einem sadistischen Popanz, zu einer bloßen Funktion der aufwühlenden Erzählarbeit von " FREISTATT". Und so appelliert Brummund mit starken Reizen auch noch an das letzte Quentchen Emotion, das manche Zuschauer vielleicht lieber für sich behalten hätten, und vergibt dabei die Chance auf einen guten, vielleicht sogar auf einen großen Film.

      Denn in "
      FREISTATT" geht es um einen neuralgischen Moment: Der autoritäre Charakter trifft auf die populäre Kultur, das evangelische Kirchenlied auf das amerikanische Spiritual. „Sometimes I feel like a motherless child“, mit dieser Klage beginnt in "FREISTATT" die Revolte. Es ist der Moment, den Bernd Eichinger mit seinem „Baader-Meinhof-Komplex“ verfehlt hat und um den bei Fassbinder, beim frühen Wenders, beim frühen Herzog fast alles kreist: wie sich aus der Gewalt der Verhältnisse eine Idee von Emanzipation, von Freiheit, von Individualität entwickeln kann. "FREISTATT" hingegen setzt um der stärkeren Effekte willen auf Ausweglosigkeit. Man möchte am Ende lieber nicht mehr wissen, was aus diesem Wolfgang später noch werden wird.

      .

      QUELLE: FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung - Feuilleton @ http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/freistatt-im-kino-13666175.html

      Subject: KINOFILM ausschließlich über ev. Erziehungsanstalt FREISTATT
      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      KINOFILM ausschließlich über ev. Erziehungsanstalt FREISTATT

      .
      Die Katholische Kirche in Deutschland zum KINOSPIELFILM "FREISTATT":

      [ Dieser
      FILM hätte auch genauso gut die damalige Heimerziehung und Torfproduktion in der katholischen ErziehungsanstaltJohannesburg“ – einem Erziehungsheim für Jungenin Börgermoor (Papenburg/Surwold/Emsland) beschreiben können. --- Siehe, z.B., diesbezüglich @ http://www.johannesburg.de/index.php?id=101 Geschichte der „Johannesburg“ von den Betreibern selbst geschrieben.) --- Siehe, z.B., diesbezüglich, dann auch den Artikel betitelt »Heimerziehung der frühen BRD: Caritas auf Abwegen?« (aus dem Jahre 2010), von Dr. Bernhard Friggs und Dr. Andreas Henkelmann @ http://www.caritas.de/neue-caritas/heftarchiv/jahrgang2010/artikel/heimerziehung-der-fruehen-brd-caritas-au ]


      .
      Eine Initiative deutscher Bistumer
      Pfarrbrief
      service.de

      @ http://www.pfarrbriefservice.de/materialien/nachrichten.html

      Nachrichten

      Freistatt


      Filmkritik des Monats Juli 2015

      Deutschland, 2014
      Drama
      Länge: 108 Minuten
      FSK: ab 12
      Erstaufführung: 25.6.2015

      Produktionsfirma: Zum Goldenen Lamm Filmprod. / SWR / WDR / SR / NDR / ARTE
      Verleih Kino: Edition Salzgeber
      Produktion: Rüdiger Heinze, Stefan Sporbert
      Regie: Marc Brummund
      Buch: Nicole Armbruster, Marc Brummund
      Kamera: Judith Kaufmann
      Musik: Anne Nikitin
      Schnitt: Hans Funck

      [ ……… ]

      Kurzkritik:

      Ein aufmüpfiger 14-Jähriger wird 1968 in ein diakonisches Fürsorgeheim südlich von Bremen gesteckt, in dem arbeitslagerähnliche Zustände herrschen. Als er gegen die physische wie psychische Misshandlung aufbegehrt, verschlimmert sich seine Lage. Das wuchtige, mitunter recht drastische Drama macht die Erziehungsmethoden der Schwarzen Pädagogik intensiv spürbar und verdeutlicht, wie Schläge und Demütigungen neue Gewalt erzeugen und autoritäre Strukturen den Sinn und die Befähigung für Freundschaft und Loyalität zersetzen. Der wichtige Zeitbezug vor dem Hintergrund der Studentenunruhen tritt dabei etwas zu sehr in den Hintergrund. - Sehenswert ab 14.

      KINOTIPP DER KATHOLISCHEN FILMKRITIK

      "
      FREISTATT"

      Ein leuchtend rotes Mofa, ein Teenager ohne Helm, mit schnittiger Frisur und etwas längeren Haaren, dazu ein heulender markanter Gitarrenriff – die ersten Takte von Status Quos „Pictures of Madstick Men“. Die Bilder sind gelbstichig und erinnern durch ihre Unschärfen an alte Fotos. Mal tobt Wolfgang mit seiner Mutter ausgelassen am Strand, mal fährt er durch die Straßen. Ein Hauch von Freiheit liegt über der Szene, von Glück und Rebellion. Es ist das Jahr 1968. Kurze Zeit später wird Wolfgang von seinem Stiefvater erst brutal verprügelt und dann in ein Internat für schwer erziehbare Jugendliche gesteckt. Von einem freiheitlichen Geist ist in der „Diakonie Freistatt“ nichts zu spüren. Die Einrichtung ist vielmehr ein Relikt faschistischer Erziehungsprinzipien. Auch das ist noch Realität in der Bundesrepublik der späten 1960er-Jahre.

      „House of the Rising Sun“, singt Wolfgang dem Hausvater der Diakonie vor. Zu Beginn scheint der alte Hobbygärtner ganz nett zu sein. Das Dossier über Wolfgangs Fehlverhalten in den vergangenen Monaten – Erziehungsheim, aggressives Verhalten, Lügen – verwirft er sofort. Das Leben in „Freistatt“ wird einen neuen Menschen aus ihm machen. Wie sich schnell zeigt, jedoch nicht durch Einfühlungsvermögen, sondern durch harte Arbeit beim Torfstechen im niedersächsischen Moor, durch Schikanen, Demütigungen und körperliche Gewalt. Da wird mit der Schaufel auf die Köpfe der Jugendlichen eingeschlagen, sie werden mit ihren Gesichtern in den Moorboden gedrückt, und in beiläufigen Szenen offenbart sich, dass auch sexueller Missbrauch an der Tagesordnung ist. Die Erzieher lassen sich „Bruder“ nennen. Aber ihr Verhalten erinnert vielmehr an sadistische Gefängniswärter. Den Widerstandswillen unter den ausschließlich männlichen Jugendlichen des Internats haben sie längst gebrochen. Einer hat die Rolle des Anführers inne und sorgt selbst mit Gewalt dafür, dass auch Neuankömmlinge wie Wolfgang sich an die Regeln halten – schließlich ist es zum Wohle aller, wenn diese respektiert werden.

      In prägnanten Szenen macht Marc Brummund die Mechanismen der Macht und die perverse Logik der Schwarzen Pädagogik sichtbar, die das Strafen nicht als Sadismus erscheinen lassen soll, sondern als notwendige Aufgabe, die dem Zögling trotz aller Schmerzen und Demütigungen hilft und auch für den Strafenden eine Qual ist. Werte wie Freundschaft und Solidarität haben in diesem autoritären System keinen Platz und werden konsequent zersetzt. Bei Wolfgang allerdings weckt dies zunächst nur noch mehr Aggressionen. Er bäumt sich auf, er kämpft und will sich nicht unterkriegen lassen wie die anderen. Doch als er später gerettet zu sein scheint, merkt er, wie ihn die Erfahrungen des Internats geprägt und aus ihm einen Menschen gemacht haben, der er nie sein wollte und für den es keine Möglichkeit mehr gibt, in sein altes Leben zurückzukehren.

      "
      FREISTATT" wählt den größtmöglichen Kontrast, um über die katastrophale Lage der Jugendlichen zu erzählen. Während in der Welt jenseits der Diakonie Aufbruchsstimmung herrscht, persönlich wie politisch, indem überall die Wahlkampagne von Willy Brandt zitiert wird, ist in dem Internat von dem Freiheitsgedanken nur ein schwacher, verzweifelter Widerhall zu spüren. Die Inszenierung tut gut daran, die Rolle der Religion nicht künstlich überzubewerten. Zwar tauchen immer wieder Kreuze auf, und auch die zahlreichen Gegenlichtaufnahmen tragen etwas von einer mystischen Stimmung in sich, aber als Kirchenschelte taugt der FILM nur bedingt. Vielmehr klagt er allgemein an, dass in der ehemaligen Bundesrepublik bis in die 1960er-Jahre tatsächlich 300.000 Jugendliche in dieser und ähnlichen kirchlichen oder staatlichen Einrichtungen unter dem Deckmantel der so genannten Jugendfürsorgeerzogenwurden. [ Ich würde mal sagen, dass die Zahl der Jugendlichen und der Zeitraum, hier, vom Redner wieder mal bewusst heruntergespielt werden. M.M. ]

      Erstaunlich ist dabei, wie amerikanisch das wuchtige Drama wirkt. Nicht nur die Musik, auch die harte Arbeit im Moor erinnert an Südstaaten-Filme: der Aufseher auf dem Pferd, die ritualisierte Fahrt mit den Draisinen ins Moor, die Betonung der Landschaft, die Art und Weise, wie die Jungen als Sklaven inszeniert werden. Später wird "
      FREISTATT" gar zum Ausbruchsfilm, wenn Wolfgang mit einem Freund endlich den Mut fasst, zu fliehen. Allerdings rückt diese Nähe zum US-amerikanischen Kino, die sich auch dramaturgisch nicht von der Hand weisen lässt, weil Brummund und seine Co-Autorin Nicole Armbruster immer wieder auf Überhöhungen und das große Drama setzen und sich an Filmen wie „Sleepers“ oder „Die Verurteilten“ orientieren, "FREISTATT" auch weiter fort vom tatsächlichen deutschen Kontext. Die Misshandlungen, die im Rahmen dieser Einrichtungen stattgefunden haben, erscheinen so weniger brisant. Erst die aus „Freistatt“ stammenden Archivfotos im Abspann stellen diesen Kontext wieder her und verorten das Gezeigte unmittelbar in der bundesdeutschen Realität.

      Stefan Stiletto, FILMDIENST 2015/13

      FILMDIENST

      .


      .
      @ http://www.pfarrbriefservice.de/kontakte/impressum.html

      PFARRBRIEFSERVICE.DE
      ist eine Homepage für Pfarrbriefleute im deutschsprachigen Raum. Sie wird finanziert und verantwortet von [ allen ] deutschen Bistümern [] in Kooperation mit dem Sekretariat „Bereich Kirche und Gesellschaft" der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn sowie dem Erzbistum Luxemburg.

      [ ……… ]
      .

      QUELLE DIESER FILMKRITIK: PFARRBRIEFSERVICE.DE - »Freitag, 03. Juli 2015 - "FREISTATT" - Filmkritik des Monats Juli 2015« @ http://www.pfarrbriefservice.de/materialien/nachrichten.html

      Subject: KINOFILM ausschließlich über ev. Erziehungsanstalt FREISTATT
      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Der angesprochene Kinofilm läuft ja nun. Allerings nur in ausgesuchten Kinos. In unserer Region nach meinen recherchen nur im "Kino am Raschlatz" in Hannover.

      Weis jemand andere Spielorte und Termine?
      "Wenn das so weitergeht, (nicht brav genug bist), werden wir dich in ein Kinderheim geben müssen!" (...) "Du endest mal im Zuchthaus!"