Schelklingen - Schelklinger St. Konradihaus - Barmherzigen Schwestern des Heiligen Vinzenz von Paul - katholische Einrichtung in Baden-Württemberg.

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      Schelklingen - Schelklinger St. Konradihaus - Barmherzigen Schwestern des Heiligen Vinzenz von Paul - katholische Einrichtung in Baden-Württemberg.

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      http://de.wikipedia.org/wiki/Schelklingen :
      „Schelklingen ist eine Stadt im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg, etwa 20km westlich von Ulm. Schelklingen ist mit einem Großteil seiner Gemarkung (82,2 %) Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.“
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      http://www.st.konradihaus.de/startseite/ :
      „Das St. Konradihaus Schelklingen ist eine Einrichtung der Jugendhilfe mit mehr als 125-jähriger Geschichte.“
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      http://www.st.konradihaus.de/ueber-uns/wer-wir-sind/ :
      „In der gesamten Geschichte unserer Einrichtung steht bis heute eine Erkenntnis im Mittelpunkt unserer Arbeit: Zu einer gelingenden Lebensgestaltung gehören un-trennbar sowohl Sozialpädagogik, als auch schulische und berufliche Bildung. Deshalb wurde der Einrichtung bereits von Anfang an eine Schule angegliedert und es wurden Werkstätten eingerichtet.“
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      St. Konradihaus, Schelklingen - GESCHICHTE: MEILENSTEINE:
      http://www.st.konradihaus.de/ueber-uns/wer-wir-sind/#meilensteine :
      [ 1879 - 2014 --- ( detailliert, aber m.M.n. beschönigt und reingewaschen ! ) ]
      [ Dort runterscrollen und die Überschrift »GESCHICHTE: MEILENSTEINE:« anklicken. ]
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      Beschlagwortet mit TAGS/LABELS: Schelklingen, Schelklinger St. Konradihaus, Konradihaus, Barmherzigen Schwestern, Barmherzigen Schwestern des, Heiligen Vinzenz von Paul, katholische Einrichtung, Baden-Württemberg, Alb-Donau-Kreis, 20km westlich von Ulm, Schwäbische Alb, Mittelgebirge, St. Konradihaus Schelklingen, Einrichtung der Jugendhilfe, 125-jähriger Geschichte, gelingenden Lebensgestaltung, Sozialpädagogik, schulische Bildung, berufliche Bildung, Einrichtung, Werkstätten, Anstalt, GESCHICHTE, MEILENSTEINE, Klotzbücher, Helmut Klotzbücher, Helmut Emil Klotzbücher, typotypen, Entschädigung für Heimkinder, Erlittenen, Hohn, Alptraum, fortwährender Albtraum, Erziehungsmethoden, katholischen Kinderheim, Prügel, Misshandlung, misshandelte Heimkinder, erlittenen Leids, Jugendamt, eingewiesen, Heimleiter, Priester, Nonnen, Firmenvertretern, Bauernhof, Schlachterei, auf dem Bau, Gärtnerei, Hofgut, Werkstätten, Werkstätten des Konradihauses, zur Arbeit melden, Prügelstrafen, Bettnässer, Tübingen, Nervenklinik, ehemalige Heimkind, Schwachsinniger, Straßenbau, Kabellegen, Steinbruch, Zementwerk, Zementwerk Schelklingen, Schufterei ohne Ende, Fluchtversuch, Landesfürsorgeverband, Rente, Invalidenrente, Heimunterbringung, kassiert, Strafen, Essensentzug, Erbrochenes essen, Strafduschen, Gruppenschwester, Hölle, Fürsorgeamt, Schwierigkeiten, nach der Entlassung, 1954 bis 1960, Heimkind, geringen Rente, Vergangenheit, Ordensschwester, boshaft, wie der Satan,

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      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

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      EHINGER TAGBLATT - SÜDWEST PRESSE ( 20.12.2010 ) @ http://www.swp.de/ehingen/lokales/ehingen/Print-Heimkind-Schelklingener-Erleidene-Hoelle-Entschaedigung-Entlassung-Untermarchtal-Schelklingen-st-Konradihaus-Konradihaus-Hohentwiel-Tuebingen-Hof-Sieben-Jahre-lang-in-der-Hoelle;art4295,772376

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      SCHELKLINGEN - Sieben Jahre lang in der Hölle

      Helmut Klotzbücher hat in den 50er und 60er Jahren im Schelklinger St. Konradihaus Schreckliches erlebt. Die jetzt angekündigte Entschädigung für Heimkinder empfindet er angesichts des Erlittenen als Hohn.

      BERNHARD RAIDT | 20.12.2010

      Die Jahre von 1954 bis 1961 waren für Helmut Klotzbücher ein fortwährender Albtraum. Er lebte damals im St. Konradihaus in Schelklingen: Zu den Erziehungsmethoden in dem katholischen Kinderheim gehörten damals Prügel und Misshandlung. Der 70-jährige Klotzbücher lebt heute in Singen am Hohentwiel und engagiert sich im Verein ehemaliger Heimkinder. Die jetzt vereinbarte Entschädigung, die er und zig tausende misshandelte Heimkinder bekommen sollen, empfindet er als Hohn angesichts des erlittenen Leids.

      Er sei ins St. Konradihaus nach der Scheidung seiner Eltern vom Jugendamt eingewiesen worden, berichtet Helmut Klotzbücher. Ein Priester habe das Heim damals geleitet, Nonnen aus Untermarchtal arbeiteten dort. Gleich nach seiner Ankunft habe er sich nackt ausziehen müssen, sei in die Dusche geschickt und mit einem "erbärmlich stinkenden" Desinfektionsmittel überschüttet worden. Die Haare kamen ab. "Damit sollten die Parasiten, die angeblich an mir klebten, abfallen."

      Im Heim herrschten strenge Regeln: Um 6 Uhr Wecken, Frühstück, danach ging es in die Kapelle zum Gebet. In Viererreihen mussten sich die Kinder und Jugendlichen anschließend auf dem Hof zum Appell aufstellen. "Die kräftigsten Burschen wurden von Firmenvertretern aus der Umgebung ausgesucht und arbeiteten auf dem Bauernhof, in der Schlachterei oder auf dem Bau." Die anderen Kinder mussten sich in der Gärtnerei, dem Hofgut oder den Werkstätten des Konradihauses zur Arbeit melden.

      "An die täglichen Gemeinheiten konnte ich mich nicht gewöhnen", sagt Klotzbücher. Durch die vielen Prügelstrafen sei er mit der Zeit zum Bettnässer geworden. "Die Heimleitung war der Meinung, dass ich das absichtlich mache." Er sei deshalb nach Tübingen in die Nervenklinik überwiesen worden. Dort wurde ihm gesagt, dass ein neues Verfahren bei ihm angewendet werden würde: Er sei an ein Eisenbett gefesselt worden und habe eine Spritze in den Rücken bekommen. Auf einem Tisch neben dem Bett stand ein rechteckiger Kasten, aus dem Drähte mit Klemmvorrichtungen ragten.

      Erst als der Universitäts-Dozent Dr. K. ihm die Drähte an Glied und Hoden befestigte und den Drehknopf betätigte, sei ihm klar geworden, was mit ihm geschah. Mit Elektroschocks sollte das "Leiden", das Bettnässen, geheilt werden. "Meine Schreie verhallten in dem schalldichten Zimmer", berichtet Klotzbücher. Fünf Stunden war er anschließend bewusstlos.

      "Als ich aufwachte, dachte ich, mein Unterleib wäre nicht mehr vorhanden." Am nächsten Tag besprachen die Ärzte die Wirkung des Elektrogeräts. "Ich kam mir vor wie ein Studienobjekt, ich dachte, dass ich Tübingen nur noch im Sarg verlassen würde", sagt das ehemalige Heimkind. Da er nach ein paar Tagen nicht mehr einnässte, waren die Doktoren überzeugt, das Problem mit ihrer Behandlung behoben zu haben. "Doch kurz vor der Entlassung nässte ich wieder ein", schildert Klotzbücher. Die Tortur begann von Neuem. "Sie dachten, dass die Elektroschübe zu niedrig waren." Kein Mensch könne sich vorstellen, was er dann erlebt habe. "Ich hatte das Gefühl, in mir explodiert eine Bombe." Zum Glück sei er bewusstlos geworden. Erst nach und nach habe er ins Leben zurückgefunden. Zum Abschluss habe Dr. K. ein Gutachten erstellt. "Seiner Meinung nach war ich eine geschädigte, unterdurchschnittlich intelligente, ungenügend gesteuerte Persönlichkeit", sagt Klotzbücher.

      Zurück in Schelklingen, sei er aufgrund des Gutachtens "wie ein Schwachsinniger" behandelt worden. Die Meister der Werkstätten hätten im Laufe der Zeit die brutalen Methoden der Nonnen übernommen. Einer habe derart zugeschlagen, dass "wir durch den ganzen Raum flogen, wenn wir eine Ohrfeige erhielten", erzählt Klotzbücher. Er sei zum Straßenbau und zum Kabellegen im Steinbruch des Zementwerks Schelklingen geschickt worden. "Eine Schufterei ohne Ende."

      Eines Tages habe er, kurz vor seinem 17. Geburtstag, einen Fluchtversuch gewagt. Dabei sei er mit einem Fuß unter einen der Wagen geraten, die auf Schienen das Gestein zum Zementwerk transportierten. "Als ich im Krankenhaus aufwachte, traf mich der Schock - mein rechtes Bein war nicht mehr da", schildert Klotzbücher. Nach mehreren Operationen kam er zurück ins Konradihaus - und erhielt nach eigenen Angaben Prügel vom Heimleiter, weil er "Schande über das Heim" gebracht habe. Es sei zu Streitereien gekommen, wer für den Unfall und die Rente zahlen müsse. "Wir waren ja nicht angemeldet, heute würde man Schwarzarbeit dazu sagen", sagt Klotzbücher. Schließlich habe die Bauberufsgenossenschaft nach langen Verhandlungen gezahlt. "Die Rente wurde aber vom Landesfürsorgeverband für die Heimunterbringung kassiert." Sein Vater habe monatlich 60 Mark ans Heim gezahlt. Insgesamt habe die Fürsorge damit monatlich 175,50 Mark nach dem Unfall für seine Unterbringung kassiert. "Das war viel Geld." Klotzbücher schätzt, dass seine Unterbringung im Heim täglich 2,50 Mark kostete. "Von der Rente und meinem Lohn habe ich bis heute nichts gesehen."

      Trotz des fehlenden Beins gingen die Strafen weiter. "Für Kleinigkeiten wurde man mit Essensentzug und Prügeln bestraft." Besonders schlimm sei es gewesen, wenn man Erbrochene habe essen müssen. Und die Strafduschen: Selbst im Winter mussten die Zöglinge laut Klotzbücher eine oder mehrere Stunden unter einem kalten Wasserstrahl ausharren.

      1959 habe er erstmals eine Prothese bekommen. "Es war toll, wieder auf zwei Beinen zu stehen", erzählt der 70-Jährige. "Aber wenn ich gegen die Hausordnung verstieß, kam die Gruppenschwester und nahm mir die Prothese ab." Das sei neben den Prügeln die schlimmste Strafe gewesen.

      "Mein Vater hat alles versucht, mich aus dieser Hölle herauszuholen." Fast jede Woche habe er an das Fürsorgeamt geschrieben und um die Entlassung seines Sohnes gebeten. "Aus den Akten habe ich später erfahren, dass man in meinem Vater eine Gefahr für mich und mein späteres Leben sah", erzählt Klotzbücher. Er selbst habe seinen Vater einige Male vor dem Heim stehen sehen. "Man hat ihn nie zu mir gelassen." Auch die vielen Briefe des Vaters seien nie bei ihm angekommen. "Das tut mir heute noch weh, denn mein Vater starb kurz vor meiner Entlassung."

      Die Schwierigkeiten hörten auch nach der Entlassung nicht auf. "Jeder wollte wissen, wo ich von 1954 bis 1960 gearbeitet habe", sagt Klotzbücher. Dass er ein Heimkind war, durfte niemand wissen. Heute lebe er von einer geringen Rente. Immer wieder sei er umgezogen, die Vergangenheit lasse ihn nie los. Noch heute, 50 Jahre später, träume er von einer Ordensschwester: Die sei schon älter, klein und boshaft gewesen - "wie der Satan".

      BERNHARD RAIDT 20.12.2010

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      Beitrag von Boardnutzer »typotypen« vom 29.07.2014, um 14:48 Uhr @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/15179-Hat-Jemand-Informationen-zum-Erziehungsheim-in-Glonn-Bayern/?postID=442934#post442934

      typotypen schrieb:

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      [] im Konradihaus in Schelklingen sind alle Akten von 1950 bis heute vorhanden. Es gibt die Möglichkeit, dort anzurufen bzw. dorthin zu fahren und die Akten einsehen und Kopien davon zu erhalten: Die Homepage des Konradihauses: http://www.konradihaus.de/

      Dort findest du unter Kontakt die Anschrift bzw. Tel. Nr. des Heimes.

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      DW - DEUTSCHE WELLE – international – stellte die Frage: "Sollen misshandelte Heimkinder entschädigt werden?"

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      DEUTSCHE WELLE @ http://www.dw.de/politik-direkt-forum-vom-23-10-2008/a-3752612
      Politik direkt Forum vom 23.10.2008 ( bis zum Datum: 30.10.2008 )

      [ von ein und demselben Kommentator ]
      Helmut Emil Klotzbücher, Deutschland:

      "Natürlich müssen die Heimkinder der Nachkriegszeit entschädigt werden und Rentenzahlungen erhalten. Schließlich haben wir durch unsere Zwangsarbeit den Kirchen einen erheblichen Profit verschafft und viele Heime vom finanziellen Ruin gerettet. Dass die katholische Kirche von Entschuldigung und Entschädigungszahlung nichts wissen will, ist ja nichts Neues. Wie sagte doch ein bekannter Kirchenkritiker: er kenne 'keine Institutionen der Antike über das Mittelalter bis in die heutige Zeit, die soviel schwere Verbrechen begangen haben wie die konfessionellen Kirchen'. Ein anderes Zitat lautet: Die Kirche predigt Liebe und schiebt dabei dauernd einen Leichnam vor sich her!"

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      DEUTSCHE WELLE @ http://www.dw.de/politik-direkt-forum-vom-23-10-2008/a-3752612
      Politik direkt Forum vom 23.10.2008 ( bis zum Datum: 30.10.2008 )

      [ von ein und demselben Kommentator ]
      Helmut [
      Emil] Klotzbücher, Deutschland:

      "Ich kann die Aussage von Rene Junghans/Brasilien nicht so unkommentiert stehen lassen. Von was redet der Mensch, hat er selber im Heim gesessen ? (...) 98% der ehemaligen Heimkinder waren nicht unerzogen oder wussten sich nicht zu benehmen. Allein der Umstand, dass sie unehelich geboren oder Scheidungskinder waren, reichte den Behörden aus, diese Kinder ins Heim zu bringen - von wegen zu Lasten der Steuerzahler. Die meisten Eltern der Kinder mussten auch noch die Heimunterbringung bezahlen. Die verordnete Zwangsarbeit der Heimkinder brachten soviel Geld ein, dass die meisten Heime sich selber tragen konnten. Mein Heim [ St. Konradihaus Schelklingen ] war 1952 bankrott und nachdem wir alle 10 bis 12 Stunden täglich schuften mussten, wurde das Heim mit unserem verdienten Geld gerettet. Von wegen Erziehung, Wir wurden nicht erzogen, sondern verwaltet. Auf so eine Erziehung konnten wir gerne verzichten mit Schlägen, sexuellem Missbrauch und psychischer Vergewaltigung. Ich selbst habe von dieser Erziehung seit meinem Heimaufenthalt meinen rechten Fuß verloren und auch meine Rente kassierte das Heim. (...)"

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      Stuttgarter ZeitungDie Seite Drei

      Nummer 229 • Montag, 4. Oktober 2010

      [ Artikel in der derzeit aktuellen Ausgabe der Stuttgarter Zeitung ]

      VON FRANK KRAUSE


      Kein Leben, eher Leiden

      Ehemalige Heimkinder aus dem Südwesten melden sich zu Wort

      http://www.veh-ev.eu/Kulturelles/Gedichte-_Berichte/klotzbuecher.pdf]
      [ eine vergrößerbare Image dieses Artikels wird hier zur Verfügung gestellt ]
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      Man kann diesen Artikel aber auch, für 2,38 Euro, im digitalen Format erwerben;

      siehe @
      http://www.genios.de/presse-archiv/artikel/STN/20101004/kein-leben-eher-leiden/6669CF502E1ADB8EEDD26BF00E98C0DA.html

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      Und hier, zur Erinnerung, jetzt auch noch einmal die Geschichte von Ehemaliges Heimkind Helmut Klotzbücher:

      Martini schrieb:

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      EHINGER TAGBLATT - SÜDWEST PRESSE ( 20.12.2010 ) @ http://www.swp.de/ehingen/lokales/ehingen/Print-Heimkind-Schelklingener-Erleidene-Hoelle-Entschaedigung-Entlassung-Untermarchtal-Schelklingen-st-Konradihaus-Konradihaus-Hohentwiel-Tuebingen-Hof-Sieben-Jahre-lang-in-der-Hoelle;art4295,772376

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      SCHELKLINGEN - Sieben Jahre lang in der Hölle

      Helmut Klotzbücher hat in den 50er und 60er Jahren im Schelklinger St. Konradihaus Schreckliches erlebt. Die jetzt angekündigte Entschädigung für Heimkinder empfindet er angesichts des Erlittenen als Hohn.

      BERNHARD RAIDT | 20.12.2010

      Die Jahre von 1954 bis 1961 waren für Helmut Klotzbücher ein fortwährender Albtraum. Er lebte damals im St. Konradihaus in Schelklingen: Zu den Erziehungsmethoden in dem katholischen Kinderheim gehörten damals Prügel und Misshandlung. Der 70-jährige Klotzbücher lebt heute in Singen am Hohentwiel und engagiert sich im Verein ehemaliger Heimkinder. Die jetzt vereinbarte Entschädigung, die er und zig tausende misshandelte Heimkinder bekommen sollen, empfindet er als Hohn angesichts des erlittenen Leids.

      Er sei ins St. Konradihaus nach der Scheidung seiner Eltern vom Jugendamt eingewiesen worden, berichtet Helmut Klotzbücher. Ein Priester habe das Heim damals geleitet, Nonnen aus Untermarchtal arbeiteten dort. Gleich nach seiner Ankunft habe er sich nackt ausziehen müssen, sei in die Dusche geschickt und mit einem "erbärmlich stinkenden" Desinfektionsmittel überschüttet worden. Die Haare kamen ab. "Damit sollten die Parasiten, die angeblich an mir klebten, abfallen."

      Im Heim herrschten strenge Regeln: Um 6 Uhr Wecken, Frühstück, danach ging es in die Kapelle zum Gebet. In Viererreihen mussten sich die Kinder und Jugendlichen anschließend auf dem Hof zum Appell aufstellen. "Die kräftigsten Burschen wurden von Firmenvertretern aus der Umgebung ausgesucht und arbeiteten auf dem Bauernhof, in der Schlachterei oder auf dem Bau." Die anderen Kinder mussten sich in der Gärtnerei, dem Hofgut oder den Werkstätten des Konradihauses zur Arbeit melden.

      "An die täglichen Gemeinheiten konnte ich mich nicht gewöhnen", sagt Klotzbücher. Durch die vielen Prügelstrafen sei er mit der Zeit zum Bettnässer geworden. "Die Heimleitung war der Meinung, dass ich das absichtlich mache." Er sei deshalb nach Tübingen in die Nervenklinik überwiesen worden. Dort wurde ihm gesagt, dass ein neues Verfahren bei ihm angewendet werden würde: Er sei an ein Eisenbett gefesselt worden und habe eine Spritze in den Rücken bekommen. Auf einem Tisch neben dem Bett stand ein rechteckiger Kasten, aus dem Drähte mit Klemmvorrichtungen ragten.

      Erst als der Universitäts-Dozent Dr. K. ihm die Drähte an Glied und Hoden befestigte und den Drehknopf betätigte, sei ihm klar geworden, was mit ihm geschah. Mit Elektroschocks sollte das "Leiden", das Bettnässen, geheilt werden. "Meine Schreie verhallten in dem schalldichten Zimmer", berichtet Klotzbücher. Fünf Stunden war er anschließend bewusstlos.

      "Als ich aufwachte, dachte ich, mein Unterleib wäre nicht mehr vorhanden." Am nächsten Tag besprachen die Ärzte die Wirkung des Elektrogeräts. "Ich kam mir vor wie ein Studienobjekt, ich dachte, dass ich Tübingen nur noch im Sarg verlassen würde", sagt das ehemalige Heimkind. Da er nach ein paar Tagen nicht mehr einnässte, waren die Doktoren überzeugt, das Problem mit ihrer Behandlung behoben zu haben. "Doch kurz vor der Entlassung nässte ich wieder ein", schildert Klotzbücher. Die Tortur begann von Neuem. "Sie dachten, dass die Elektroschübe zu niedrig waren." Kein Mensch könne sich vorstellen, was er dann erlebt habe. "Ich hatte das Gefühl, in mir explodiert eine Bombe." Zum Glück sei er bewusstlos geworden. Erst nach und nach habe er ins Leben zurückgefunden. Zum Abschluss habe Dr. K. ein Gutachten erstellt. "Seiner Meinung nach war ich eine geschädigte, unterdurchschnittlich intelligente, ungenügend gesteuerte Persönlichkeit", sagt Klotzbücher.

      Zurück in Schelklingen, sei er aufgrund des Gutachtens "wie ein Schwachsinniger" behandelt worden. Die Meister der Werkstätten hätten im Laufe der Zeit die brutalen Methoden der Nonnen übernommen. Einer habe derart zugeschlagen, dass "wir durch den ganzen Raum flogen, wenn wir eine Ohrfeige erhielten", erzählt Klotzbücher. Er sei zum Straßenbau und zum Kabellegen im Steinbruch des Zementwerks Schelklingen geschickt worden. "Eine Schufterei ohne Ende."

      Eines Tages habe er, kurz vor seinem 17. Geburtstag, einen Fluchtversuch gewagt. Dabei sei er mit einem Fuß unter einen der Wagen geraten, die auf Schienen das Gestein zum Zementwerk transportierten. "Als ich im Krankenhaus aufwachte, traf mich der Schock - mein rechtes Bein war nicht mehr da", schildert Klotzbücher. Nach mehreren Operationen kam er zurück ins Konradihaus - und erhielt nach eigenen Angaben Prügel vom Heimleiter, weil er "Schande über das Heim" gebracht habe. Es sei zu Streitereien gekommen, wer für den Unfall und die Rente zahlen müsse. "Wir waren ja nicht angemeldet, heute würde man Schwarzarbeit dazu sagen", sagt Klotzbücher. Schließlich habe die Bauberufsgenossenschaft nach langen Verhandlungen gezahlt. "Die Rente wurde aber vom Landesfürsorgeverband für die Heimunterbringung kassiert." Sein Vater habe monatlich 60 Mark ans Heim gezahlt. Insgesamt habe die Fürsorge damit monatlich 175,50 Mark nach dem Unfall für seine Unterbringung kassiert. "Das war viel Geld." Klotzbücher schätzt, dass seine Unterbringung im Heim täglich 2,50 Mark kostete. "Von der Rente und meinem Lohn habe ich bis heute nichts gesehen."

      Trotz des fehlenden Beins gingen die Strafen weiter. "Für Kleinigkeiten wurde man mit Essensentzug und Prügeln bestraft." Besonders schlimm sei es gewesen, wenn man Erbrochene habe essen müssen. Und die Strafduschen: Selbst im Winter mussten die Zöglinge laut Klotzbücher eine oder mehrere Stunden unter einem kalten Wasserstrahl ausharren.

      1959 habe er erstmals eine Prothese bekommen. "Es war toll, wieder auf zwei Beinen zu stehen", erzählt der 70-Jährige. "Aber wenn ich gegen die Hausordnung verstieß, kam die Gruppenschwester und nahm mir die Prothese ab." Das sei neben den Prügeln die schlimmste Strafe gewesen.

      "Mein Vater hat alles versucht, mich aus dieser Hölle herauszuholen." Fast jede Woche habe er an das Fürsorgeamt geschrieben und um die Entlassung seines Sohnes gebeten. "Aus den Akten habe ich später erfahren, dass man in meinem Vater eine Gefahr für mich und mein späteres Leben sah", erzählt Klotzbücher. Er selbst habe seinen Vater einige Male vor dem Heim stehen sehen. "Man hat ihn nie zu mir gelassen." Auch die vielen Briefe des Vaters seien nie bei ihm angekommen. "Das tut mir heute noch weh, denn mein Vater starb kurz vor meiner Entlassung."

      Die Schwierigkeiten hörten auch nach der Entlassung nicht auf. "Jeder wollte wissen, wo ich von 1954 bis 1960 gearbeitet habe", sagt Klotzbücher. Dass er ein Heimkind war, durfte niemand wissen. Heute lebe er von einer geringen Rente. Immer wieder sei er umgezogen, die Vergangenheit lasse ihn nie los. Noch heute, 50 Jahre später, träume er von einer Ordensschwester: Die sei schon älter, klein und boshaft gewesen - "wie der Satan".

      BERNHARD RAIDT 20.12.2010

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      BITTE UM EURE AUFMERKSAMKEIT zu dem was uns im nächsten Beitrag mitgeteilt wird, was das Arbeiten der Heiminsassen in nahegelegenen Firmen in den Jahren 1996 bis 2000 betrifft!
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      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Puh, das ist hart zu lesen. Ich war selber 4 Jahre dort, aber von 1996 - 2000. Es gab in den Zwischengeschossen des Kernbereich niedrige Türen, welche aber bei einer Renovierung 1998 verdeckt wurden. Das waren sogenannte Iso-Zellen. Sie wurden zwar nicht mehr benutzt, aber alleine dass ein normal großer Jugendlicher dort nicht aufrecht stehen konnte, war schon gruselig.

      Das mit dem billig Arbeiten wurde da noch so gemacht. Man konnte an bestimmte Firmen im Umfeld "ausgeliehen" werden und bekam 5 Mark die Stunde. Kein Vergleich zu dem Geschilderten, ganz klar. Aber Ausnutzen war es dennoch.