Fonds-Verfahrensregelungen-Handbuch Betroffenen bisher vorenthalten ----- jetzt aber jedem zugänglich.

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      .... es geht eigentlich bei den "Dementis" nicht ums "nerven", oder ...das man deine Infos ignorieren will ...mehr darum, dass du immer gleich den Vorwurf erhebst "man möchte etwas vertuschen, Infos nicht öffentlich machen, du uns hinstellst ..also ob wir uns die Infos nicht auch aus dem I-net holen könnten ... etc." ...aber "Verschwörungstheorien" sind ja zur Zeit in ...


      :wayne:
      Wer so offen ist wie ich ..der kann doch nicht ganz dicht sein ..egal wie dicht du bist.. Goethe war Dichter ....

      Gibt dir det Leben einen Puff, da weene keene Träne. Lach dir nen Ast und setz dir druff Un baumle mit de Beene.
      Gegen die Veröffentlichung des Handbuches spricht rein gar nichts, ich habe und hatte nicht den Eindruck, dass darüber Uneinigkeit herrscht.Es geht um die Art und Weise und der Unterstellung: "es sei uns vorenthalten worden". Das kann man lediglich behaupten, wenn Informationen die für UNS sind, nicht weiter gegeben werden. Das Handbuch ist aber für die Mitarbeiter der Anlaufstellen und da kann man nun nicht von Vorenthaltung sprechen.

      Sicherlich ist es schwierig - und das gilt für das gesamt Verfahren des Fonds überhaupt- eine Basis aufzubauen, in denen es den Ehemaligen möglich war und ist Vertrauen aufzubauen. Aber genau so war es geplant, dafür sind die Mitarbeiter der Anlaufstellen gedacht in einem persönlichen Gespräch herauszufinden, wo der Bedarf des jeweiligen Antragstellers nun ist und wir er im Kontext der Heimerziehung bzw. als Folgeschaden begründet werden kann. Wäre nun Misstrauen abgebaut worden hätte man nun alle Infos die den Fonds betreffen zugänglich gemacht hätte? Nein davon gehe ich nicht aus, denn wenn grundsätzlich eine Unzufriedenheit wegen dieser Art der Fondslösung besteht wird aber auch so gar nichts unterstützend sein, dieses Misstrauen zu verringern oder gar abzubauen. Dennoch muss man durchaus anerkennen, dass die Mehrheit der Antragssteller mit ihrem Gespräch und auch die Bearbeitung zufrieden waren und die Ausnahmen sollte man nicht als Regel darstellen.

      Es gibt lediglich eine Sache für die ich absolut kein Verständnis habe, wenn man eine ehemalige Mitarbeiterin von einem Heim jetzt in solchen Anlaufstellen findet. Dabei ist es unerheblich, ob sie möglicherweise anders als andere Erzieher war oder weil sie in einem Heim gearbeitet hat nun mehr Wissen hat, als andere Mitarbeiter. Also zu so einer Person würde ich bestimmt nicht hingehen, denn man kann nicht ohne Misstrauen auf einmal eine andere Beziehung aufbauen. Schon alleine die Tatsache, dass diese Mitarbeiterin bzw. Leiterin dieser Anlaufstelle diese Arbeit macht zeigt, dass sie sich offensichtlich wenig in ehemalige Heimkinder hinein versetzen kann, sonst könnte sie verstehen, dass es unzumutbare Zustände gibt. Da kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen, wieso man das zugelassen hat. Mir geht es nicht darum etwa heutige Mitarbeiter von Heimen abqualifizieren zu wollen oder sie gar im Vorfeld misstrauisch zu begegnen, aber die Erzieher der Vergangenheit hatten in der Regel andere Vorstellungen von Heimerziehung und selbst wenn sie nicht die schwarze Pädagogik in ihren Vorstellungen hatten, waren sie Mitläufer und haben damit auch beigetragen, dass sich diese unmenschliche Heimerziehung halten konnte. Solche Erzieher haben in Anlaufstellen nichts zu suchen, ihr Blick ist verstellt für eine verständnisvolle Herangehensweise in dem Prozess der Antragsstellung und sie täten besser daran, zu verstehen dass ehemalige Heimkinder damit überfordert wären nun mit damalige Erzieher konfrontiert zu werden.

      Wie dem auch sei, letztlich wäre es wesentlich wichtiger heraus zu finden, ob es Ehemalige gibt, deren Antrag abgelehnt worden ist und hier einmal die Gründe der Ablehnung zu erfahren um dann intervenieren zu können.

      Fonds-Verfahrensregelungen-Handbuch Betroffenen bisher vorenthalten ----- jetzt aber jedem zugänglich.

      .
      Herr »typotypen«, Frau »xyz1«, Herr »halavero« und Herr »burkhard1« vertreten diesbezüglich vehement eine bestimmte Meinung; und ich und viele andere Betroffene vertreten diesbezüglich vehement eine andere Meinung.

      burkhard1 schrieb:

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      Gegen die Veröffentlichung des Handbuches spricht rein gar nichts, ich habe und hatte nicht den Eindruck, dass darüber Uneinigkeit herrscht. Es geht um die Art und Weise und der Unterstellung: "es sei uns vorenthalten worden". Das kann man lediglich behaupten, wenn Informationen die für UNS sind, nicht weiter gegeben werden. Das Handbuch ist aber für die Mitarbeiter der Anlaufstellen und da kann man nun nicht von Vorenthaltung sprechen.
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      Martini schrieb:

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      Wem das von mir in meiner Eröffnung dieses Threads ( am Mo. 13.04.2015, um 10:03 Uhr ) verwendete Tuwort oder Verb »vorenthalten« ( eng."withheld" ) nicht gefällt, kann sich an folgender Stelle – http://synonyme.woxikon.de/synonyme/vorenthalten.php – ein anderes Tuwort oder Verb heraussuchen; aber welches Tuwort oder Verb auch immer sich diejenige oder derjenige heraussucht, es kommt immer wieder auf dasselbe hinaus:Das aktuelle »Fonds-Verfahrungsregelungen-Handbuch« wurde von den wenigen Wissenden ( zu denen auch bestimmte ehemalige Heimkinder gehören !! ) den vielen Nichtwissenden »vorenthalten«, d.h. den vielen Nichtwissenden »nicht zur Verfügung gestellt« !!
      Und das ist alles was ich persönlich in diesem von mir eröffneten Thread hervorheben wollte, und mit was sich dieser von mir eröffnete Thread befasst und auf das er sich beschränkt !!
      Was ich darin anspreche entspricht genau den Tatsachen, und nichts an dieser meiner Schilderung der Tatsachen ist „reißerisch“ geschweige denn „faktisch inkorrekt“ !!


      Und deshalb …

      Martini schrieb:

      .
      »Fonds-Verfahrensregelungen-Handbuch« den Ehemaligen Heimkindern bisher vorenthalten.

      [ ……… ]

      Der »
      Verein ehemaliger Heimkinder e.V.« (»VEH e.V.«), sofort nachdem der Verein erstmalig auf die Existenz dieses Dokuments aufmerksam wurde, hat es jetzt für alle auf seiner Vereinswebseite ins Internet gestellt

      @
      http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/wp-content/uploads/2015/04/handbuch_heimkinderhilfsfonds_ost_-und-west-2014.pdf

      [ ……… ]

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      .

      zuma schrieb:

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      Wie dem auch sei, eigentlich ist zu dem Thema alles gesagt, denn ob eine Veröffentlichung [ des Handbuches ] nun überflüssig war oder eben nicht, liegt letztlich, wie man dem Thread entnehmen kann, im Auge des BETRACHTERS, was jedoch regelmäßig nur möglich ist, wenn man es auch LETZTEREM überläßt.
      .

      Und was diesen Thread betrifft, und das aktuelle Handbuch betrifft, so handelt es sich, bisher, mindestens um „ein paar Hundert BETRACHTER“, in diesem Forum allein, würde ich mal schätzen; abgesehen von den vielen, vielen anderen „BETRACHTERN“ in den vielen anderen Foren und auf den vielen anderen Internetplattformen wo ebenso, seit Anfang April 2015, von mir – unter gleichlautender Überschrift – darauf aufmerksam gemacht wurde.

      Es geht als allererstes darum auf jede mögliche Weise einander zu helfen !!
      .
      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()



      Martini schrieb:

      .
      Herr »typotypen«, Frau »xyz1«, Herr »halavero« und Herr »burghard1« vertreten diesbezüglich vehement eine bestimmte Meinung; und ich und viele andere Betroffene vertreten diesbezüglich vehement eine andere Meinung.




      ...und was schließen wir daraus? unterschiedliche meinungen zu vertreten ist ein ganz normaler demokratischer prozess.
      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)
      die Information, dass ein Handbuch existieren würde, nach welchem Heimkinder bewusst von der Inanspruchnahme des Fonds ausgeschlossen werden würden, wäre wahrlich ein exponierter Hinweis für die Betroffenen.

      Man könnte jetzt Druck aufbauen und entsprechende Zugänge schaffen, um dieses Korpus Delicti der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

      Aber schon die implizierte Vermutung, bei der Veröffentlichung, dass da etwas Ungeheuerliches gegen die Betroffenen im Gange ist, ist eigentlich nur Schaum!

      Wesentlich wäre zu berücksichtigen und das von allen Betroffenen, ob die mich nun mögen oder auf dem Meeresboden sehen wollten, dass ich unverzüglich informiert hätte.

      Das diese Behauptung von mir keine Verharmlosung ist, oder Ablenkung, ist daran ersichtlich, dass ich zumindest hier im Forum sofort etwas zur Thematik gesagt und dann auch eine Option dazu gegeben habe, wenn es wirkliche Probleme gab.

      Nachzulesen ist, dass ich, bevor ich zur Anhörung in den Bundestag eingeladen wurde, noch am Abend zuvor gefragt habe, was denn eure Vorstellungen für eine Entschädigung wären. Ich habe Im Dezember 2013 sofort informiert, als Fonds Ost leer und Fonds West fast leer war.

      Vielleicht können einige Betroffene noch wertschätzen, als ich trotz einer sehr angespannten Situation sofort erklärt habe, dass ich im Fall einer Benachteiligung der Heimkinder, an kein "Dienstgeheimnis" gebunden bin und sofort informiert habe.

      Warum also, sollte ich bei einer derart "wichtigen Angelegenheit", wie dem Handbuch, insofern es benachteiligend für die Betroffenen gewesen wäre, darauf abgestellt haben, meinen Mund zu halten und geheimnisvoll zu bleiben.

      Eine derzeit provokativ versuchte Interpretation dieses Handbuches ist abwegig. Noch dazu, wenn sich Akteure daran versuchen, die auf die Sachzwänge keinen Einfluss haben, nicht einmal in die Nähe einer derartigen Entscheidungsebene kommen.

      Ich kann als Mitglied des Lenkungsausschusses Heimerziehung die Redlichkeit der Maßnahme bestätigen. Nicht weil ich dafür Geld, oder Vermögen, womöglich eine Vergünstigung, oder einen Vorteil bekomme, sondern, weil die Absicht mit diesem Handbuch deklariert wurde, dass eine Verfahrensvereinfachung einher geht, die den Heimkindern bei der Abwicklung beider Fonds zu Gute kommt.

      Dieses Handbuch ist doch nicht als Ausschluss, sondern als Einschlussverfahren entworfen und auch umgesetzt worden.

      Und noch einmal von mir der Hinweis, es gab eine unheimlich lange Verhandlung darüber, wie es zum Schluss möglich ist, alle Befindlichkeiten, ohne Abstriche für die Betroffenen, zu berücksichtigen.

      Und an dieser Stelle glaubt mir, oder glaubt mir nicht, dank der zermürbenden Bekundung einiger Betroffener, dass alle Politiker und Kirchenmitglieder Täter sind, die nur ihre Haut retten wollen, auf Kosten der Betroffenen und dabei gegen jeden und Alle im Kriegszustand sind, ist die Überzeugungsarbeit, dass das nur Ausnahmen sind und nicht die Mehrheit, fast zum Spießrutenlauf geworden.

      Wer lässt sich schon gerne als Verbrecher betiteln und soll hinterher noch die Brieftasche öffnen?

      Die Personen, die hier nun schonungslos Öffentlichkeit verlangen, sollten den Heimkindern lieber erklären, was sie denn nun für das Thema selber schon geleistet haben, außer anderen Betroffenen immer nur irgendwelche Absichten zu unterstellen.

      In diesem Sinne, Ralf Weber
      und Entschuldigung, dass ich mich hier noch einmal einklinke, wegen der Wesentlichkeit.

      Ohne fremde Hilfe und notwendigen Sachverstand habe ich mich 1992 entschlossen, die Zustände in den Strafvollzugseinrichtungen der DDR, die Zustände in den Spezialheimeinrichtungen der DDR und den Kinderheimen der DDR, öffentlich zu machen.

      Alleine der Weg, um den GJWH Torgau als genau das zu kennzeichnen, was er wirklich war, hat mich 12 Jahre meines Lebens, nämlich bis 2004 gekostet. Es ist nicht die Frage gewesen, ob das, was da geschehen ist, Unrecht der DDR war, sondern die Frage, ob es überhaupt möglich war, dass eine Gesellschaft derartige Einrichtungen schafft, um Kinder, die nach der gängigen Meinung verhaltensauffällig waren, einfach verschwinden zu lassen.

      Und um gleich wieder die unnötige Diskussion zu entschärfen: der Umgang formt den Menschen! Wer Menschen wie Tiere hält, muss sich nicht wundern, wenn das Pferd auch ausschlägt.

      Und ganz nebenbei ist natürlich zu erwähnen, dass die Täterberichte, die notwendig waren, um Kinder und Jugendliche in eine derartige Einrichtung zu verbringen, nur deswegen von Verhaltensauffälligkeiten berichteten, weil natürlich die Grundlage gebraucht wurde, um derartige Maßnahmen zu rechtfertigen.

      Und noch einmal, natürlich waren die Torgauer bestimmt nicht bei allen Heimkindern beliebt. Aber vielleicht fragt jemand von den anderen Betroffenen mal einfach nach, warum einige Heimkinder völlig ausrasten konnten? Wie viel Elend und Erniedrigung haben wohl die Torgauer erleben müssen, um letztendlich verhaltensauffällig zu werden?

      Mit meinem Torgau-Urteil 2004 war dann die Büchse der Pandora geöffnet. Nicht weil Schlechtes daraus hervor kam, sondern, weil endlich die Diskussion darüber entbrannte, wie viel Mensch, dürfen Heimkinder sein.

      Inzwischen habe ich drei Urteile vor dem höchsten Deutschen Gericht für die Heimkinder der Bundesrepublik erstritten und alle Urteile lassen sich nicht für Ost und West einteilen, sondern werfen die Gesamtheit der Heimerziehung in der Bundesrepublik auf den Prüfstand. Es ist Absicht gewesen, gerade auch deswegen, weil für mich Unrecht eben nicht teilbar ist.

      Der Fonds Heimerziehung für beide Teile Deutschland resultiert aus meinem Torgau Urteil und dem Verfassungsgerichtsurteil aus 2009.

      Von Beginn an, habe ich realisiert, dass die derzeitigen politischen Mandatsträger, eine Wiedergutmachung für das erfahrene Unrecht der Heimkinder realisieren wollen.

      Es ist schwer in einer Demokratie, einem Parlament, bestehend aus 600 Mitgliedern, eine Meinung abzuringen, die besagt, dass Heimkinder für das erlebte Unrecht zu entschädigen sind. Und als klar wurde, dass es über die Art und Weise einer solchen Entschädigung immer Streit geben wird, (wie viele Opfergruppen wohnen inzwischen in Deutschland?) habe ich für mich entschieden, dass die Art und Weise einer derartigen Entschädigung nur auf einer juristisch manifestierten Schiene laufen kann.

      Seit diesem Zeitpunkt versuche ich nunmehr, auch in den Betroffenenvertretungen eine Mehrheit dafür zu gewinnen, wie man eventuell vorgehen kann.

      Eigenartigerweise ist der Sachverhalt so, dass Betroffene die Ansicht vertreten, dass dann ein, oder zwei andere Betroffene für ihre Aufarbeitung zuständig sind. Also, ich rehabilitiert werden möchte, aber für das Kleingedruckte sind Andere zuständig.

      Eigentlich hatte ich gedacht, dass es viele geben wird, die den Fonds Ost/West in Anspruch nehmen. In der Gesamtheit beider deutscher Staaten, ist die Summe von ca. 40.000 Betroffenen eher gering. Gerade auch unter der Annahme, dass 1,5 Millionen Betroffene existieren.

      Gerade diese eher geringe Anzahl Betroffener macht mich verwirrt. 10.000 Euro geschenktes Geld, weil die politischen Mandatsträger eine Schuld begleichen wollten, für die sie selber nicht verantwortliche waren, aber Verantwortung übernommen haben.

      Und mich macht verwirrt, dass es da "Betroffene" gibt, die grundsätzlich erklären wollen, dass ihr Verlust der Freiheit viel mehr wiegt, als die Last, die alle Heimkinder zu tragen hatten. Deswegen wollten sie das ihnen zustehende Geld am liebsten gleich auf ihr privates Konto und ohne Angabe von Gründen überwiesen haben.

      In diesem Sinne, Ralf Weber
      @ralf
      Deine Aussage: " Der Fonds Heimerziehung für beide Teile Deutschland resultiert aus meinem Torgau Urteil und dem Verfassungsgerichtsurteil aus 2009."

      magst Du so für Dich sehen und sicherlich ist es richtig, dass Du die Heimerziehung Ost öffentlich gemacht hast.

      Aber das gilt nicht für die Heimerziehung West, was da geschehen ist angefangen von den zahlreichen Petitionen sowie die Entstehung des Runden Tisches und danach der Fonds hat nichts mit Deinen Tätigkeiten zu tun gehabt. Das haben ehemalige Heimkinder West gemacht.

      Dazu einmal ein kleiner Ausschnitt:

      "1. Heimkinder in der Bundesrepublik Deutschland und in Berlin West Im Jahr 2006 wandte sich eine Reihe ehemaliger Heimkinder, die in Heimen in Westdeutschland untergebracht war, an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages, weil viele der in den Heimen untergebrachten Kinder und Jugendlichen unter menschenunwürdigen Erziehungsmethoden wie entwürdigenden Bestrafungen, willkürlichem Einsperren, vollständiger Entmündigung und massiven Gewalttätigkeiten wie körperlicher und sexueller Gewalt durch die Erzieherinnen und Erzieher gelitten hätten............ "

      Link dazu:
      dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/061/1706143.pdf

      Auch am Runden Tisch warst Du nicht vertreten und auch nicht bei der Entwicklung der Kriterien des Fonds Weg im einen Arbeitskreis des Lenkungsausschusses.

      Also mit dem Fonds West hattest Du nichts zu tun, sondern mit dem Fonds Ost, der auf die Grundlage des Ergebnisses des Runden Tisches und der Erarbeitung für die Kriterien der Inanspruchnahme des Fonds West nachfolgend entstand.

      Ich schreibe das nur, um jenen Ehemaligen den Respekt zu zollen, die sich auch jahrelang für die Aufarbeitung der damaligen Heimerziehung engagierten und noch engagieren und da betone ich deutlich: ehemalige Heimkinder aus dem Westen!
      Ralf: Das war sehr gut, das Du uns auch einmal etwas hinter den Kulissen hast Sehen lassen. Doch zu deinen letzten Absatz muss ich leider Wiedersprechen und ich Glaube, das hier wohl einige Mitglieder der gleichen Meinung sind wie ich. Du sprichst hier einige Leute an, von denen Du meinst, das diese der meinung sind, das "ihr Heimaufenthalt" Besonders schlimm war und sie deshalb den gesamten Betrag aus dem Fond, auf einen Mal auf ihr Konto Überführt haben wollen.

      Hier finde ich, das Du Dich Irrst! Ich Glaube eher, das der Sachverhalt hier ganz anders ist, nämlich der, das wenn man den Bescheid bekommt, das man als Empfänger für den Sachleistungsfond Anerkannt wurde, dieses Geld nicht als ein Gesamtbetrag auf das Konto Überführt wird. Die Ehemaligen Heimkinder, in Ost und West, fühlen sich durch die Massnahme, alle grösseren Beträge, sofern sie im Rahmen dieser 10 000 Euro liegen, eine Erklärung abgeben zu müssen, wozu sie dieses Geld brauchen. Sie müssen Rede und Antwort stehen und fühlen sich so, als würden sie "Durchleuchtet". Diese Ehemaligen Heimkinder sind ja eines Tages aus den Heimen Entlassen worden und galten ab da "Selbstständig". Sie haben im späteren leben ihre Arbeit gemacht, dem Staat die schuldigen Steuern gezahlt und lebten mehr oder weniger Unauffällig in unserem Land. Ich meine, wenn ein Mensch Selbstständig ist, alle seine Pflichen erfüllt, warum traut man einen solchen Menschen nicht zu, das er die läppischen 10 000 Euro nicht auch "Selbststänig" Verwalten könnte? Wenn ich als Ehemaliges heimkind mein Gehalt oder Rente bekomme, fragt auch kein Mensch danach, wofür ich die Geld brauchen soll. Ich Glaube vielmehr, das hinter dieser "Abstotternden Bezahlung" aus dem Sachleistungsfond, eine ganz andere Taktik Besteht. Sollte ich mich hier Irren, dann würde ich es Begrüssen, wenn Du zu dem Thema einige Sätze hinzufügen würdest!

      Gruss der alte
      Ich verstehe nicht warum hier so ein Hype um das Handbuch gemacht wird. Alle ehemalige Heimkinder, die an den Anlaufstellen waren haben ohne Wissen von diesem Handbuch ihre Leistungen erhalten. Ich selbst habe auch erst vor einem knappen Jahr von der Existenz davon erfahren und kann auch heute noch nicht ersehen, was anders gelaufen wäre, wenn alle davon gewußt hätten.
      Hier wird mal wieder vom Oberaufseher das ganze Forum instrumentalisiert, denn manche Leute können ohne dauernde Aufmerksamkeit nicht existieren.

      Fonds-Verfahrensregelungen-Handbuch Betroffenen bisher vorenthalten ----- jetzt aber jedem zugänglich.

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      Es geht als allererstes darum auf jede mögliche Weise einander zu helfen !!

      Der stuttgarter Fonds-Heimerziehung-Mitarbeiter / offizielle „Betroffenen-AnsprechpartnerHelmut Klotzbücher (Helmut Emil Klotzbücher), der mich »martini«/ Martin MITCHELL (am Do. 30.04.2015, um 08:58 Uhr) im HEIMKINDER-FORUM.DE, abwertend, einen „Oberaufseher“ tituliert, ist einer derjenigen, die schon vor 12 Monaten von der Existenz dieses „Fonds-Verfahrensregelungen-Handbuches“ wussten, und noch viel länger wussten, wer für Ehemalige-Heimkinder-WEST imFonds-Heimerziehung-Lenkungsausschusssitzt (namentlich: die Stuttgarterin Heidemarie Rampp), es aber nicht für notwendig hielten ALLE BETROFFENEN davon zu unterrichten, d.h. diese Information ALLEN BETROFFENEN vorenthielten.

      Wie lange der „Betroffenen-Ansprechpartner“, Ralf Weber, der für alle Ehemaligen-Heimkinder-OST im „Fonds-Heimerziehung-Lenkungsausschuss“ sitzt schon von all dem wusste, weiß ich nicht.

      Wer und wie viele andere, unter den Ehemaligen-Heimkindern-WEST, insgesamt, oder auch unter den Ehemaligen-Heimkindern-OST, insgesamt, sonst noch von all dem wussten, und wie lange sie schon von all dem wussten, weiß ich ebenso wenig.

      Vielleicht melden sich ja noch einige andere und verraten UNS ALLEN, dass sie all das schon länger wussten, aber der Meinung waren, dass es ALLEN ANDEREN BETROFFENEN nicht zustand es zu wissen, und dass sie all dies nur aus diesem Grunde einfach für sich behielten.


      Es geht als allererstes darum auf jede mögliche Weise einander zu helfen !!
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

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      Ein Denkmal in Musik gesetzt

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      es geht als allererstes darum auf jede möglich weise anander zu helfen!!...

      @Martini, diesen satz unterstreiche ich sofort, sofern damit verknüpft ist, den betroffenen tipps zu liefern, wie sie ihre ansprüche geltend machen können, welche argumente wichtig sind etc. das wäre aufklärung und tatsächliche hilfestellung. im ansatz passert das zwar, aber vor dem hintergrund, dass noch zig tausende in der warteschliefe stehne, könnte diese hilfestellung im forum (bitte fragen stellen) oder durch beiratsmitglieder, veh... passieren.

      wer wann was gewusst hat, ist sekundär und hat nichts mit ernsthafter hilfestellung zu tun.

      wenn es dir darum geht, leute aus unseren eigenen reihen an den pranger zu stellen, an die wand zu nageln..., dann geht deine art der hifestellung und aufklärung an der realität vorbei.
      in diesem sinne: schönen 1. mai
      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)
      es gehört eigentlich nicht hier in das Thema, aber wegen der Richtigkeit und auch dem sachlichen Ablauf, muss ich zu dem Beginn einer gesamt deutschen Aufarbeitung der Heimerziehung etwas richtig stellen. Auch wenn es viele nicht so sehen und es zum heutigen Zeitpunkt bereits verwässert wurde und wird.

      Im Dezember 2004 lag das Torgau Urteil auf meinem Tisch, nach welchem ich für die Unterbringung in dieser Einrichtung zu rehabilitieren war.

      Im Januar 2015 standen einige Journalisten vor meiner Wohnung und wollten Interviews mit mir machen. Erst hier und von den Presseleuten erfuhr ich, dass mit meinem Torgau-Urteil ein in der Bundesrepublik einmaliger Rechtsvorgang passiert ist, nämlich die Revision der Rechtsgrundlagen für eine gesamte Opfergruppe der DDR.

      Ich lehnte eine Publikation, auch die Veröffentlichung des Rechtsstreits ab und kümmerte mich eher darum, wie ich aus meinem eigenen Urteil Kapital schlagen konnte für die immer noch laufenden anderen Verfahren, welche von dem Brandenburgischen Oberlandesgericht an andere Landgerichte, wegen der Zuständigkeit, abgegeben wurden.

      Nachweislich und dem tatsächlichen Geschehen entsprechend, meldeten sich im September 2005 in der Torgauer Erinnerungsstätte, fünf Heimkinder aus der alten Bundesrepublik. Mit ihnen kam der Spiegelreporter Peter Wensierski. An diesem Gespräch nahmen außer den fünf Heimkindern West und Peter W. die Leiterin der Gedenkstätte und meine Person teil. Die Frage welche beantwortet werden sollte, war, wie und ob die Möglichkeit besteht, den Inhalt des Torgau-Urteils auch für die Heimkinder West zugänglich zu machen. Da ich vorher gefragt worden bin, ob ich zu diesem Treffen komme und ob ich helfen würde, hatte ich mich ein wenig mit den Formalien befasst und wusste, dass es für die Heimkinder um die Frage der Verjährung, sowie die Frage einer angemessenen Entschädigung gehen würde.

      Zu diesem Zeitpunkt wusste ich, dass mindestens mit dem Mauerfall auch eine Verjährung für die strafrechtliche Bewertung der Heimunterbringung eingesetzt hatte. Das an diesem Tag fast bis in Detail besprochene Prozedere, über die Aufarbeitung der Heimgeschichte West, endete mit dem Fazit, dass eine sichere Möglichkeit in ein juristisches Verfahren zu kommen gering ist und der Umweg über eine Petition laufen musste.

      Im Dezember 2006 hatten sich eine Handvoll Heimkinder West, inzwischen durch Peter Wensierski unterstützt, der wiederum Manfred Kappeler aktivierte und noch den einen oder anderen Wissenschaftler mit ins Boot holte, an den Deutschen Bundestag gewandt. Ich war davon unterrichtet, dass mindestens drei Petitionen eingereicht wurden.

      Mitten in den Erörterungen, Diskussionen und Abwägungen, was hier wohl passieren wird, platze im Mai 2009 meine erfolgreiche Klage vor dem Bundesverfassungsgericht.

      Alle Diskussionen, ob Unrecht und was Unrecht, ob verjährt, oder mit Menschenrechtsverletzungen in der Heimerziehung die Verjährung aufgehoben ist, spitzen sich schlagartig deswegen zu, weil das Bundesverfassungsgericht im seinem Beschluss feststellte, dass es ausschließlich nicht um die Gründe der Heimeinweisung gehen konnte, sondern bei einer Bewertung zu beachten ist, welche Zustände in diesen Heimen geherrscht haben.

      Es stand also plötzlich genau das Damoklesschwert über den Köpfen der Politik, dass die Zustände in den Heimen der Bundesrepublik den Ausschlag dafür geben könnten, dass eine juristische Aufarbeitung eben nicht abgeschlossen ist.

      An dieses Urteil des Bundesverfassungsgerichtes aus Mai 2009 knüpften sich mehrere wissenschaftliche Abhandlungen und gipfelten in der Feststellung, dass dieses Urteil für die Heimkinder Ost, wie auch die Heimkinder West Gültigkeit besitzt.

      Nun war die Politik gezwungen zu handeln.

      Richtig ist, dass ich mit dem Runden Tisch Heimerziehung West überhaupt nichts zu tun hatte, da ja die Grundlagen der Aufarbeitung West und Ost grundsätzlich verschieden waren.

      Richtig ist allerdings auch, dass ich seit 2009 in den Bundestag eingeladen wurde, als einziges Heimkind der DDR, um mit den politischen Mandatsträgern die Möglichkeiten einer Wiedergutmachung/Entschädigung Ost wie West zu besprechen.

      In diesem Sinne, Ralf Weber
      @ Ralf
      ich finde es gut, dass Du geschrieben hast, wie Deine Aktivitäten auch gesamt für die Heimerziehung und insbesondere auch für West einen Einfluss auf den Gesamptprozess hatten. Da glaube ich Dir jedes Wort also das stelle ich nicht einmal im Ansatz in Frage.
      Letztlich gab es viele Bewegungen was die Heimerziehung West anbelangt und nicht zuletzt das Buch von Wensierski war so eine Art Startschuss gezielt die Aufarbeitung Heimerziehung West anzugehen. Dabei hatten dann viele Ehemalige einen aktiven Anteil hier im Westen. Sollte jemals dieser Prozess historisch betrachtet werden, so wird bestimmt Deine Unterstützung als ein Baustein von vielen die dann auch noch kamen, anerkannt werden, da bin ich sicher. Aber er sollte nicht als einziger genannt werden, denn das reichte dann doch nicht aus. Der Stein ins Rollen gebracht wurde durch die Initiative Ehemaliger aus dem Westen und besonders Manfred Kappeler hat hier auch einen großen Anteil daran. Als Resümee aus den vielen Bewegungen und Aktivitäten komme ich schon zu dem Schluss, dass es sowohl Ehemalige aus dem Westen, Ralf Weber, Wissenschaftler aber auch der VeH waren, die letztlich bis zu dem Fonds führten. Sicherlich war es ein langer Weg und auf diesem Weg hat bis zur Gründung des Runden Tisches auch der VEH aktiv mitgearbeitet, später dann nicht mehr auch nicht mehr bei der Entstehung des Fonds, aber vorher waren sie auch aktiv.


      Die Aufarbeitung von West und Ost kann man in dem Weg nicht wirklich als gemeinsam betrachten, was aber auch nachvollziehbar ist und da hatte ich schon immer den Eindruck, dass bei der Aufarbeitung und auch die rechtlichen Schritte Deine Aktivitäten im Vordergrund stehen und auch maßgeblich waren. Einen Zusammenschluss vieler Ehemaliger habe ich da nicht gesehen, eigentlich bis heute nicht. Trotzdem wird man bestimmt gesamt später einmal da hinkommen, den Verdienst auch so anzuerkennen, wie es einer historischen Wahrheit entspricht und da wünsche ich mir schon auch, dass jene Ehemaligen aus dem Westen die Anerkennung bekommen, die sie verdient haben und nicht noch bis heute in den Dreck gezogen werden. Ich werde auf jeden Fall ihre Leistung und Deine Leistung anerkennen Ralf, mir ist bewusst was Ihr geleistet habt.

      DANKE

      burkhard1 schrieb:

      @ Ralf
      ich finde es gut, dass Du geschrieben hast, wie Deine Aktivitäten auch gesamt für die Heimerziehung und insbesondere auch für West einen Einfluss auf den Gesamptprozess hatten. Da glaube ich Dir jedes Wort also das stelle ich nicht einmal im Ansatz in Frage.
      Letztlich gab es viele Bewegungen was die Heimerziehung West anbelangt und nicht zuletzt das Buch von Wensierski war so eine Art Startschuss gezielt die Aufarbeitung Heimerziehung West anzugehen. Dabei hatten dann viele Ehemalige einen aktiven Anteil hier im Westen. Sollte jemals dieser Prozess historisch betrachtet werden, so wird bestimmt Deine Unterstützung als ein Baustein von vielen die dann auch noch kamen, anerkannt werden, da bin ich sicher. Aber er sollte nicht als einziger genannt werden, denn das reichte dann doch nicht aus. Der Stein ins Rollen gebracht wurde durch die Initiative Ehemaliger aus dem Westen und besonders Manfred Kappeler hat hier auch einen großen Anteil daran. Als Resümee aus den vielen Bewegungen und Aktivitäten komme ich schon zu dem Schluss, dass es sowohl Ehemalige aus dem Westen, Ralf Weber, Wissenschaftler aber auch der VeH waren, die letztlich bis zu dem Fonds führten. Sicherlich war es ein langer Weg und auf diesem Weg hat bis zur Gründung des Runden Tisches auch der VEH aktiv mitgearbeitet, später dann nicht mehr auch nicht mehr bei der Entstehung des Fonds, aber vorher waren sie auch aktiv.


      Die Aufarbeitung von West und Ost kann man in dem Weg nicht wirklich als gemeinsam betrachten, was aber auch nachvollziehbar ist und da hatte ich schon immer den Eindruck, dass bei der Aufarbeitung und auch die rechtlichen Schritte Deine Aktivitäten im Vordergrund stehen und auch maßgeblich waren. Einen Zusammenschluss vieler Ehemaliger habe ich da nicht gesehen, eigentlich bis heute nicht. Trotzdem wird man bestimmt gesamt später einmal da hinkommen, den Verdienst auch so anzuerkennen, wie es einer historischen Wahrheit entspricht und da wünsche ich mir schon auch, dass jene Ehemaligen aus dem Westen die Anerkennung bekommen, die sie verdient haben ...

      super! bis hierher bedarf es keines weiteren kommentars. ich schätze deine klaren sachlichen kommentare sehr.

      ...und nicht noch bis heute in den Dreck gezogen werden.

      besser und deutlicher kann man nicht auf den punkt bringen, wie in der vergangenheit mit aktiven umgegangen worden ist.



      Ich werde auf jeden Fall ihre Leistung und Deine Leistung anerkennen Ralf, mir ist bewusst was Ihr geleistet habt.

      DANKE

      Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin zurecht finden.

      (Albert Einstein)
      es tut gut, auch ein derart herzliches Dankeschön gesagt zu bekommen. Dafür danke ich.

      Ich kann nur soviel versichern, als Peter Wensierski mir das Buch "Schläge im Namen des Herrn" übergab und mir in dem Gespräch dazu eröffnete, dass es in der alten Bundesrepublik die gleichen Einrichtungen wie auch Torgau gab, wollte ich das nicht so wahrhaben. Ich dachte der spinnt. Als ich das Buch gelesen und mit Manfred Kappeler den ersten Kontakt hatte, der mir bestätigte, dass die Jugendfürsorge im Westen genau so repressiv wie im Osten gegen Kinder und Jugendliche vorging, war ich schockiert und ich habe den nach Torgau gekommenen Heimkindern West, zu einem späteren Zeitpunkt versichert, dass ich mich auch für ihre Belange einsetzen werde.

      In der Zwischenzeit sind von den fünf Heimkindern nur noch zwei übrig geblieben, die an dem Thema bleiben. Ich habe mein Wort gehalten und stehe bis heute zu einer gesamt deutschen Aufarbeitung der Heimunterbringung von Kindern und Jugendlichen.

      Und ich kann versichern, dass es mir nicht wichtig ist, ob es einmal gewürdigt wird, welche Lawine ich mit der beharrlichen Auseinandersetzung um Torgau und die Zustände in deutschen Kinderheimen ausgelöst habe.

      Wichtig war mir, dass die Heimkinder sich selber der Macht bewusst werden, die man als Gruppe erreicht, wenn man zielstrebig an einer Aufklärung arbeitet. Und hier habe ich eben heute Bedenken. Nicht nur das viele Akteure inzwischen das Handtuch geworfen haben, sondern erschreckend ist, dass wir in der nunmehr seit mindestens 2010 gehenden Auseinandersetzung, mit dem Thema, der juristischen Klärung, für die Heimkinder West, nicht weiter gekommen sind.

      Das Thema droht mit dem Ende des Fonds im Sand zu versickern.

      Für die Heimkinder Ost sieht es hingegen gut aus. Der Rechtsanspruch auf Rehabilitation ist gesichert. Die Zugangskriterien sind inzwischen da angekommen, wo sie sein sollten. Allerdings bedarf es immer einer Wehr, gegen die Verniedlichung. Und da sind im laufe der Zeit die Landesverwaltungen so unterwandert, dass man Angst haben muss, den alten SED Kadern gegenüber zu sitzen. Hilfe, oder Unterstützung ist nicht. Es wird gelogen und unterlassen. Nur um die berechtigten Ansprüche der Betroffenen abzuwehren.

      Und es macht mir in der Zwischenzeit Angst, dass es "Betroffene" gibt, die eine sachliche Aufarbeitung zerstören. Nicht, weil sie eventuell empört über das Prozedere der Aufarbeitung, oder Schwierigkeiten beim Fonds monieren, sondern, weil keiner weis wo sie herkommen, warum sie stänkern und anderen Betroffenen Unredlichkeit und andere Sachen unterstellen. Hier agieren einige "Betroffene", als wenn sie einen Klassenauftrag erteilt bekommen haben, den sie nun erfüllen.

      Den Widerstand der Betroffenen zersetzen!

      Die Zukunft wird es zeigen, ob meine Zuversicht, dass wir eine andere und vor allem ehrliche Entschädigung für die Heimkinder hinbekommen, sich erfüllt. Wir werden noch viele andere Menschen brauchen, die diese Zuversicht teilen und unterstützen.

      In diesem Sinne, Ralf Weber
      Es ist schwer über so viele Jahre zuversichtlich zu bleiben und möglicherweise ist es im Westen so, dass die Mehrheit der Ehemaligen doch erheblich älter sind, als Jene im Osten. Es gehört schon viel Kraft dazu am Thema zu bleiben und einfach ist es ja auch nicht in Gruppen zu arbeiten. Anfänglich waren wir da sicherlich alle zuversichtlich, weil es doch eine Selbstverständlich- keit ist für gemeinsame Ziele zu kämpfen. Wir sind aber doch sehr unterschiedlich, auch in unseren Haltungen und Meinungen, das kann man ja in Foren deutlich lesen und vielleicht ist da unser Anspruch an ähnlich zu sein aufgrund unserer Heimbiografie überzogen bzw. unrealistisch.

      Sicherlich ist es arg, wie Du Ralf schreibst, wenn sachliche Aufarbeitung zerstört wird, evtl., weil die eigene vermeintlich richtige Vorstellung alleine zählt, oder aber die eigene Persönlichkeit so im Vordergrund gerückt wird, dass eine Aufarbeitung zur Nebensache wird. Man muss schon in seiner Person sehr gefestigt sein und von den eigenen Heimerfahrungen auf die Grundmerkmale der Heimerziehung abstrahieren können. Eigentlich das Gegenteil machen, wie es der eigenen Heimerfahrung entspricht, in der es kein ICH gab aber auch kein WIR. Wenn man im Heim nicht als Individuum leben durfte, fällt es nun schwer die Ziele der Heimerziehung im Allgemeinen zu erarbeiten. Das ist sicher eher möglich, wenn man später in seiner Biografie auch seine Defizite aufarbeiten konnte, weniger traumatisiert ist und vor allen Dingen sich selber auch in seinen Fähigkeiten realistisch einschätzen kann. Wohl kaum in einer Gruppe zu finden und wenn ich es mal so richtig überblicke Ralf hast Du ja und wirst es sicherlich auch weiter eher im Alleingang machen und schaffen. Normalerweise geht man davon aus, dass in Gruppen wesentlich mehr zustande kommt, weil ja viel Wissen und Fähigkeiten zusammen kommen, aber offensichtlich finden solche Theorien bei Opfergruppen ihre Grenze. Auch das WIR will gelernt sein, denn in den Heimen war ein WIR nicht gewollt, es hätte ja zu Solidarität führen können und das war nicht gewollt.

      Ich wünsche aber Jenen die Kraft und Ausdauer, die notwendig ist um weiter zu machen und Dir besonders Ralf.

      Fonds-Verfahrensregelungen-Handbuch Betroffenen bisher vorenthalten ----- jetzt aber jedem zugänglich.

      .
      Es geht als allererstes darum auf jede mögliche Weise einander zu helfen !!

      Um mal wieder zum eigentlichen Thema zurückzukommen, hier noch einmal der einleitende Beitrag mit dem dieser Thread am Mo. 13.04.2015, um 10:03 Uhr, von mir eröffnet wurde; sowohl wie auch der unmittelbar darauffolgende von mir am Do. 16.04.2015, um 11:03 Uhr getätigte Beitrag zu diesem Thema in diesem Thread:

      ALL DIES, natürlich, auch für all diejenigen ( die vielen zehntausenden ! / die mehreren hundertausenden ! ) Betroffenen, die bisher noch nichts über die beiden Fonds Heimerziehung ( OST und WEST ! ) gehört und erfahren haben, und vielleicht erst irgendwann in Zukunft mal zufällig zu uns stoßen, und dann erst darauf aufmerksam werden.

      Martini schrieb:

      .
      »Fonds-Verfahrensregelungen-Handbuch« den Ehemaligen Heimkindern bisher vorenthalten.

      Dies kam erst am Di. 07.04.2015 ans Licht.

      Erst ab diesem Zeitpunkt steht dieses 54-Seiten umfassende »
      Fonds-Verfahrensregelungen-Handbuch« uneingeschränkt allen Ehemaligen Heimkindern – in OST und WEST – zur Verfügung.

      Der »
      Verein ehemaliger Heimkinder e.V.« (»VEH e.V.«), sofort nachdem der Verein erstmalig auf die Existenz dieses Dokuments aufmerksam wurde, hat es jetzt für alle auf seiner Vereinswebseite ins Internet gestellt

      @
      http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/wp-content/uploads/2015/04/handbuch_heimkinderhilfsfonds_ost_-und-west-2014.pdf

      In diesem »Handbuch über die geltenden Verfahrensregelungen« wird, auf Seite 8, auch angegeben wer staatlicherseits und kirchlicherseits damit „beauftragt“ „ist“, „die Interessen“ „der Betroffenen“ zu „vertreten“, bzw. „wahrzunehmen“:


      .
      »Zur Wahrung der Belange der ehemaligen Heimkinder haben die Lenkungsausschüsse im Einvernehmen mit den Vertreter/innen der ehemaligen Heimkinder am Runden Tisch [Heimerziehung (2009/2010)] eine Ombudsperson benannt. Sie ist vor Beschlüssen zu hören und nimmt mit beratender Stimme an den Sitzungen teil. Diese Funktion nimmt Herr Prof. Dr. Peter Schruth (Hochschule Magdeburg/Stendal) in beiden Lenkungsausschüssen [ OST und WEST ! ] wahr. Zudem gehören den Lenkungsausschüssen jeweils eine Vertretung der Betroffenen an, die ebenfalls mit beratender Stimme an den Sitzungen teilnimmt und eigene Vorschläge einbringen kann. Für den Fonds „Heimerziehung West“ nimmt Frau Heidelore Rampp dieses Amt wahr, für den Fonds „Heimerziehung in der DDR“ Herr Ralf Weber
      .


      Die im Internet zu findenden allgemein bekannten Kontaktdetails für diese drei „Repräsentanten“ lauten wie folgt:

      Prof. Dr. Peter Schruth
      Tel. [ nicht bekannt ]
      peter.schruth@hs-magdeburg.de

      Heidelore Rampp
      Tel. +49(0)711 6158905
      Heidelore.Rampp@kabelbw.de

      Ralf Weber
      Tel. [ nicht bekannt ]
      ralf558@hotmail.com


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      .

      Martini schrieb:

      .
      Beitrag von Boardnutzer »typotypen« vom Do. 16.04.2015, um 08:44 Uhr (MEZ/CET) im Thread »Fonds-Auszahlungen« im HEIMKINDER-FORUM.DE @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/14898-Fonds-Auszahlungen/?postID=458734#post458734

      typotypen schrieb:

      .

      Martini schrieb:

      .
      ZWEITENS !

      Und all
      diejenigen – wer auch immer „diejenigen“ sein mögen und wer auch immer auch nur am Rande zu „diesen“ gehören mögen – die von der Existenz eines von der »Geschäftsstelle Fonds Heimerziehung« herausgegebenen, 54-Seiten umfassenden, »Handbuch über die geltenden Verfahrensregelungen« (auf das ich selbst auch erst gestern [Di. 07.04.2015] während meiner Recherchen gestoßen bin) wußten, hätten uns – d.h. ALLE EHEMALIGEN HEIMKINDER IN OST UND WESTdarauf aufmerksam machen können, sollen und müssen. – Warum sie das nicht getan haben wird mir für immer ein Rätsel bleiben. – Es ist einfach nicht nachvollziehbar.

      [ In diesem »
      Handbuch über die geltenden Verfahrensregelungen«, auf Seite 8, wird ebenso bestätigt, „Zudem gehören den Lenkungsausschüssen jeweils eine Vertretung der Betroffenen an, die ebenfalls mit beratender Stimme an den Sitzungen teilnimmt und eigene Vorschläge einbringen kann. Für den Fonds „Heimerziehung West“ nimmt Frau Heidelore Rampp dieses Amt wahr, für den Fonds „Heimerziehung in der DDR“ Herr Ralf Weber.“ ]

      .

      Dieses Handbuch war nur für die Mitarbeiter der Anlaufstellen erstellt worden damit nicht jede Anlaufstelle schalten und walten konnte wie sie wollte. Das Handbuch war explizit nicht für die Heimkinder.
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      Es geht als allererstes darum auf jede mögliche Weise einander zu helfen !!
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()