KINOFILM über die damalige Heimerziehung in der BRD (beginnt 12. März 2015)

      KINOFILM über die damalige Heimerziehung in der BRD (beginnt 12. März 2015)

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      Der Drehbuchautor und Regisseur des Kinospielfilms "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK", Christian FROSCH, schrieb mich an am Sa. 14.02.2015 bezüglich genau diesem seinem KINOFILM über die Heimerziehung in der BRD --- wie folgt:

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      Lieber Martin Mitchell,

      ich bin der Drehbuchautor und Regisseur des Kinospielfilms "
      VON JETZT AN KEIN ZURÜCK".
      Der Film thematisiert die geschlossene Heimerziehung in der BRD. Ich schreibe Ihnen deshalb, da ich bei der Recherche unzählige Male auf Ihren Namen gestoßen bin.

      "
      VON JETZT AN KEIN ZURÜCK" entstand auf der Basis von Gesprächen mit Opfern und Tätern. Konkret werden die Zustände im berüchtigten Heim der Diakonie “Freistatt” und in einem katholischen Mädchenheim der sog. "Barmherzigen Schwestern" exemplarisch gezeigt. Der Film beginnt im Jahr 1967 und endet 1977. [ vergleiche: "Dortmunder Vincenzheim" - M.M. ]

      Der erste Anstoß zu dem Film war, dass ich vor 7 Jahren jemanden kennen lernte, der Opfer dieser “Erziehung” wurde und ich darauf hin unbedingt wollte, dass dieser dunkle Teil der Geschichte mit einem Spielfilm gewürdigt wird. Es ging mir in dem Film nicht nur um die Rekonstruktion der äußeren Tatsachen, sondern auch darum, zu zeigen, was für (innere) Konsequenzen und Traumata die Folge sind. Ferner wollten wir den gängigen Bildern der 60er Jahre, die durch Pop, Revolte und Sexuelle Revolution dominiert werden, etwas entgegen halten. Das Bewusstsein über Geschichte wird ja wesentlich auch durch Bilder aus Filmen geprägt. Unser Film will die Ereignisse im Bewußtsein halten und Diskussionen und Kontroversen auslösen.

      Die Geschichte soll auch nach dem “Runden Tisch” nicht ad acta gelegt werden!!!!!

      "
      VON JETZT AN KEIN ZURÜCK" ist auch das Portrait einer Zeit in der Bundesrepublik, in der die Gegensätze aufeinander prallten.

      „Die Geschichte ist nicht tot. Sie ist nicht einmal vergangen.“ (William Faulkner)

      Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie uns unterstützen könnten. Da wir nicht die Mittel für eine große PR- Maschinerie haben ist es wichtig, dass der Film sich über diejenigen verbreitet, denen dieses Thema am Herzen liegt. Denn es gibt auch mächtige Gegner, die kein Interesse daran haben, dass das Thema in der Öffentlichkeit bleibt.

      Vielen Dank im Voraus und auch vielen Dank für die großartige und wichtige Arbeit, die Sie geleistet haben.

      Mit freundlichen Grüßen

      Christian Frosch

      "
      VON JETZT AN KEIN ZURÜCK" KINOSTART 12. März 2015

      vorausgewählt für den Deutschen Filmpreis, Seymour Cassel Award für Victoria Schulz,

      Lola at the Berlinale, Eröffnungsfilm Int, Filmfestival Oldenburg, Festivals u.a. Int. Filmfestival Mannheim/Heidelberg, Diagonale (Graz)




      Official Trailer @ https://www.youtube.com/watch?v=DVWduLYcbBM
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      Ich dachte, dieser KINOFILM verdient seinen eigenen Thread, wo man dann später – wenn man ihn gesehen hat – auch mal darüber diskutieren kann.

      Weiterverbreitung des Ganzen erlaubt und ausdrücklich erwünscht.
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      Ich werde ihn mir auf jeden Fall anschauen,wobei ich weiss,das es mir dann anschliesend wieder nicht so gut geht. Aber es gibt mir auch Kraft weiter zu machen und nicht unter zu gehen.
      Von allen Menschen die ich kenne, haben diejenigen am wenigsten Glück in der Liebe denen Popmusik am meisten bedeutet. Ich weiß nicht ob Popmusik der Auslöser für dieses Unglücklichsein ist, aber ichweiß, dass sie schon länger traurige Songs hören, als sie ein unglückliches Leben führen. (High Fidelity)

      KINOFILM über die damalige Heimerziehung in der BRD (beginnt 12. März 2015)

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      Vorstellung des Kinospielfilms "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK" von den Filmemachern selbst (hier in diesem FORUM, der Notwendigkeit halber, wiedergegeben in zwei Teilen).

      [ präsentiert hier als:
      ERSTE TEIL VON ZWEI TEILEN ]


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      [ hauptsächlich wechselnde schwarz-weiß Stillfotos selektiert aus den Filmszenen ]

      Kinospielfilm "
      VON JETZT AN KEIN ZURÜCK"

      von Christian Frosch

      Kamera: Frank Amann
      mit VICTORIA SCHULZ, ANTON SPIEKER, BEN BECKER, ERNI MANGOLD, WALFRIEDE SCHMITT, MARKUS HERING, THORSTEN MERTEN, CORA FROST
      Buch und Regie: CHRISTIAN FROSCH
      Produzent: JOST HERING (Jost Hering Filme)
      Co- Produzenten: VIKTORIA SALCHER, MATHIAS FORBERG (Prisma Film, Wien)
      mit Unterstützung von Cine+ und weltfilm

      Förderer:
      Hamburg/SWH Nordmedia BKM DFFF ÖFI Niederösterreich Kultur
      Drehbuchentwicklung unterstützt durch EQUINOXE GERMANY

      Christian Froschs neuer Spielfilm "
      VON JETZT AN KEIN ZURÜCK", gefördert vom BKM, DFFF, der Nordmedia, der Filmförderung Hamburg/SWH, der Niederösterreichischen Filmförderung, sowie des ÖFI - in Coproduktion mit PRISMA Film, Wien und Cine+, wird im Rahmen der LOAL Vornominierungen auf der Berlinale

      am 10.02.2015 um 16:15 Uhr im Zoopalast Berlin, Kino 2 zu sehen sein. [
      d.h., war, wie gesagt, auch schon dort zu sehen ]

      Premiere am 11.03.2015 in Berlin

      Kinostart 12.03.2015

      SYNOPSIS [
      d.h. Synopse ]

      Ruby und Martin sind jung und proben den Aufstand. Der Preis, den sie dafür bezahlen, ist hoch: Schulverweis, elterliche Gewalt und schließlich die Heimeinweisung. Doch sie sind bereit, den Kampf für ihre Liebe aufzunehmen.

      Deutschland 1967.
      Zwei Jugendliche in der deutschen Provinz: Martin träumt davon, Schriftsteller zu werden und mit seiner Literatur die Welt aus den Angeln zu heben. Rubys Leidenschaft ist die Musik. Wer Ruby, die eigentlich Rosemarie heißt, einmal singen gehört hat, weiß, dass sie wirklich das Zeug zur Sängerin hat.
      Martin und Ruby treffen sich heimlich so oft es geht, aber mit jedem Tag wird dieser Zustand unerträglicher. Rubys Vater ist ein unerbittlicher Tyrann, streng-katholisch, vom Krieg und von der Wiederaufbaumoral geprägt.
      Ruby wagt es deshalb nicht, offen zu ihrer Liebe zu Martin zu stehen.
      Für ihren Vater verkörpert Martin all das Böse, wovon er seine Tochter fernhalten will.
      Die Schlinge beginnt sich langsam zuzuziehen. Martin und Ruby hauen ab.
      Sie wollen in Berlin untertauchen. Der Traum ist kurz.
      Ruby landet in einem geschlossenen katholischen Heim bei den „Barmherzigen Schwestern“ und Martin wird ins berüchtigte Erziehungsheim der Diakonie in Freistatt eingeliefert. Ruby und Martin müssen nun getrennt voneinander um ihr geistiges Überleben kämpfen - in einer Welt, die nur darauf abzielt, sie zu brechen.

      Deutschland 1977.
      Aus Ruby ist eine mittelmäßig erfolgreiche Herz/Schmerz - Schlagersängerin geworden. Sie hat sich arrangiert. Doch die glamouröse Maske lässt sich nur mit Alkohol und Tabletten aufrecht erhalten.
      Martin ist hingegen unversöhnt, selbstzerstörerisch und gewalttätig. Nach dem Heim schloß er sich einer militanten Gruppe an und landete im Knast.
      Noch immer verbindet die beiden eine Liebe, die unmöglich zu leben ist, aber auch durch nichts ausgelöscht werden kann.
      Vor einem wichtigen Auftritt, wird Ruby von ihren Gespenstern heimgesucht. Das Vergangene ist nicht tot....

      WRITER´S STATEMENT [
      d.h., Zusammenfassung des Drehbuchautors ]

      Godard sagte einmal, dass die interessantesten Filme wohl die weggeworfenen Ideen der Drehbuchschreiber wären, die nie die Schublade verlassen.
      Auf meiner Festplatte, das heutige Äquivalent zur Schublade, entsorgte ich vor längerem die Idee zu einem Film über eine Schlagersängerin, die eher zufällig als gewollt in der Maschinerie der Unterhaltungsindustrie landet. Die Musik, die sie eigentlich machen will, verkauft sich nicht. Hinter der heilen Schlagerfassade macht sich Selbsthass breit, den sie mit Alkohol und Drogen „kuriert“, bis es zur Katstrophe kommt.

      Eine weitere Karteileiche war eine Geschichte, stark autobiographisch geprägt, in der ich meine Jugend in der Provinz thematisierte.
      Unter anderem meinen kläglich missglückten Versuch, mit 15 von zu Hause abzuhauen. Da ich als Nachzügler relativ alte Eltern habe, die noch von Krieg und Nachkrieg geprägt waren und Provinz damals noch wirklich von der Welt abgeschnitten zu sein bedeutete, sind die Themen und Widerstände, mit denen ich mich herumschlagen musste, nicht so verschieden von dem, womit Ruby und Martin im Film zu kämpfen haben. „Die Menschen ändern sich nämlich langsamer als die Verhältnisse, unter denen sie leben“ (Friedrich Heer).
      Diese Drehbuchidee scheiterte an meiner inneren Stimme: „Nur, weil es dir passiert ist, muss es noch nicht interessant sein!“
      Dann gab es vor einigen Jahren eine folgenreiche Begegnung mit einem Mann, den man als Jugendlichen in ein Heim eingewiesen hatte und der mir seine traumatischen Erlebnisse erzählte.
      Mein erstes Gefühl war Wut.
      Wie konnte man so mit Kindern und Jugendlichen umgehen?
      Wie konnte es geschehen, dass man so viele Leben systematisch zerstörte?
      Nicht in einer fernen Zeit und einem exotischen Land, sondern in der BRD bis in die 70er Jahre hinein.
      Ich fing Feuer für dieses Thema. Ich wollte unbedingt diese verborgene Geschichte sichtbar machen.
      Die Recherche begann zu einer Zeit, als kaum noch etwas über das Thema publiziert war und meine Hauptquelle die Gespräche mit ehemaligen Heimkindern darstellte.
      Das hatte den Vorteil, dass der unmittelbare emotionale Aspekt beim Schreiben im Vordergrund stand.
      Ich wurde so mit Geschichten und Details konfrontiert, die schwer auszuhalten sind.
      Und eines war mir von Anfang an klar: die Vorgänge im Heim müssen im Film authentisch erzählt werden. Erfindungen oder Übertreibungen verbieten sich.
      Dann wurde durch das Buch „Schläge im Namen des Herren“ Heimerziehung zum bundesweiten Thema. Ein Runder Tisch befasste sich mit der Geschichte der Opfer. Ein verschwiegenes Kapitel, die Geschichte von ca. 500.000, wurde endlich thematisiert. Ehemalige Heimkinder gingen an die Öffentlichkeit. TV-Filme entstanden...
      Die Stärke von Fernsehen ist die Aktualität. Die Stärke von Kino ist die Intensität.
      Die 500.000 ehemaligen Heimkinder könnten Stoff für einen Dutzend Filme liefern.
      Die Schreibkrise ließ aber dennoch nicht lange auf sich warten. Denn Heimfilme und auch Gefängnisfilme sind ja ein eigenes Genre: Protagonist landet in einer Umgebung, in der eigene Gesetze herrschen. Er/sie wird unerträglichen Zuständen ausgeliefert und kämpft dagegen an. Ein Szenario von Macht und Ohnmacht, das eigentlich nur wenige befriedigende Schlüsse zulässt: Die (gescheiterte) Revolte, den (versuchten) Ausbruch oder den (Selbst)mord. Es ist zwar richtig, dass alle Geschichten im Grunde schon einmal erzählt wurden, aber um so wichtiger ist es, eine Geschichte anders zu erzählen. „Film bildet nicht die Realität ab, sondern eine Vorstellung der Realität “ (Enno Patalas).
      Anfänglich dachte ich, dass die Idee, die Geschichte eines Paares zu erzählen schon ausreicht, die Perspektive zu erweitern.
      Immerhin kann man dadurch verschiedene Aspekte beleuchten. Die katholischen Nonnen, die mit Strenge, Schlägen und Gebeten den „gefallenen Mädchen“ den rechten Glauben einbläuen und die protestantischen, am soldatischen Ideal von Männlichkeit orientierten Heime wie Freistatt haben zwar das gleiche Ziel, aber andere Verfahrensweisen und Vorstellungen. Gemeinsam ist ihnen, dass durch harte körperliche Arbeit und die absolute Kontrolle die Jugendlichen gebrochen werden sollten. Durch Gebete, Schläge und Drill sollten aus ihnen angepasste Untertanen werden.
      Alles interessant, trotzdem hatte ich das Gefühl, in einer Sackgasse zu sein: Schublade!

      Eines Tages erwachte ich und ich wusste es: Die Kleinstadterzählung, die kaputte Schlagersängerin und die Heimgeschichte sind Teile eines Films.
      Als ich dann einige Tage später ein Stück der „Fehlfarben“ hörte, blieb mir eine Textzeile hängen. „Von jetzt an kein zurück“.
      Nun hatte ich auch den passenden Titel für den Film gefunden.
      [
      de.wikipedia.org/wiki/Fehlfarben - M.M. ]

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      Wird fortgesetzt im nächstfolgenden Beitrag.
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      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      KINOFILM über die damalige Heimerziehung in der BRD (beginnt 12. März 2015)

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      Fortgesetzt vom vorhergehenden Beitrag.

      Vorstellung des Kinospielfilms "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK" von den Filmemachern selbst (hier in diesem FORUM, der Notwendigkeit halber, wiedergegeben in zwei Teilen).

      [ präsentiert hier als:
      ZWEITE TEIL VON ZWEI TEILEN ]


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      DIRECTOR´S STATEMENT [ d.h., Zusammenfassung des Regisseurs ]

      Papier ist geduldig. Es gab nicht wenige Momente, in denen ich den Drehbuchautor, also mich selbst, verfluchte. Szenen mit 100 Statisten, viele Schauplätze und das Ganze im historischen Ambiente sind für einen Low-Budget Film eine schwere Zumutung. Zusätzlich noch ein Ensemble von 30 tragenden Rollen, was ein mehrmonatiges extrem intensives Casting bedingte.
      Ruby und Martin müssen ferner eine Spanne von 10 Jahren und einen emotionalen Bogen von jugendlicher Naivität bis zur desillusionierten Alkoholikerin und einem Ex-Knacki glaubwürdig darstellen. Schon beim ersten Casting von Victoria Schulz, die Britt Beyer vorschlug, bekam Ruby ein Gesicht. Es gab keine Zweifel. Als Anton Spieker zum Casting kam, war ich zuerst skeptisch, Anton entsprach nicht nur äußerlich in keiner Weise meinem inneren Bild von Martin. Der Autor hatte Martin als dunkelhaarig und schlacksig beschrieben. Doch Antons Talent und die Energie, mit der er sich die Rolle aneignete, brachten das ursprüngliche Bild zum Verschwinden, bis kein anderer mehr als Anton für die Rolle vorstellbar war.
      Normalerweise entwickle ich beim Schreiben eine klare visuelle Vorstellung des Films. Im Kopf ist der Film gedreht und dann muss ich nur versuchen, diese Vorstellung umzusetzen. In diesem Fall wollte sich der Film vor meinem geistigen Auge nicht einstellen. Ich wusste alles über die Psyche und Biographien meiner Figuren, was sie in jedem Moment sagen und - genauso wichtig - was sie verschweigen.
      Der Befreiungsschlag kam aus einer unerwarteten Richtung: ökonomischer Zwang. Wenn wir den Film „normal“ gedreht hätten, wäre es in der Drehzeit unmöglich zu schaffen gewesen. Streichungen wären die naheliegende Antwort gewesen, doch ich wusste, dass dies den Film zerstören würde. Der Kameramann Frank Amann brachte es auf den Punkt: Nur, wenn wir hauptsächlich Handkamera einsetzen gäbe es die Möglichkeit, dieses Pensum zu schaffen.
      Da ich eine gewisse Aversion gegen den pseudoauthentischen Dogma-Stil habe, brauchte es einige Zeit, mich mit der Tatsache anzufreunden. Ich kannte aber Franks Arbeit als Dokumentarkameramann. Er hat die Begabung auch in nicht planbaren Situationen großartige Kinobilder zu machen und intuitiv immer die wichtigen Momente zu finden. Den Film in dieser Weise zu drehen war eine der besten Entscheidungen, die ich jemals getroffen hatte.

      "
      VON JETZT AN KEIN ZURÜCK" war für die Schauspieler und die Techniker eine riesige Herausforderung, weil fast alle Szenen von A-Z durchgedreht wurden.
      Die Vorgabe war: Egal was passiert, wir werden einen Take nicht wiederholen, sondern ihn aus einer anderer Perspektive wieder zur Gänze durchdrehen. So lange, bis wir soviel Material haben, dass wir für jeden Moment aus einem Take einen perfekten Moment für den Schnitt haben.
      Zusätzlich gewöhnten wir uns an, Takes nicht mit dem im Drehbuch vorgesehenen Ende abzubrechen, sondern die Kamera weiter laufen und die Darsteller improvisieren zu lassen. Manchmal war der Nachlauf 15 Minuten lang. Dies waren magische Momente, in denen die Figuren plötzlich zu einem Leben jenseits des Scripts erwachten.
      So konnten wir nicht nur alle Szenen drehen, sondern hatten für den Schnitt noch einen Überschuss an Material, von dem sehr viel in den Film Eingang gefunden hat.
      Wir konnten beim Montieren des Filmes in die Vollen greifen und unter vielen Optionen auswählen.

      Christian Frosch

      PRODUCER´S STATEMENT [
      d.h., Zusammenfassung des Produzenten ]

      "
      VON JETZT AN KEIN ZURÜCK" hat einen genau recherchierten, dokumentarischen Kern über ein enorm wichtiges Thema. Betrachtet man den Skandal um die Brandenburger Haasenburg-Heime von 2013, erscheint die Problematik leider sogar weniger historisch, als man im ersten Moment denkt.
      Der Film erzählt das Scheitern einer Beziehung unter nicht verschuldeten Umständen. In diesem Fall die unheilige Allianz von Eltern, Schule und Fürsorge, Kirche und Heimen.
      Das für mich Berührende an dem Film ist, dass man ganz bei den Figuren ist und sich vergegenwärtigt, wie so wunderbare junge Menschen (seelisch) zerstört wurden.
      Ich halte "
      VON JETZT AN KEIN ZURÜCK" vor allem für eine große und berührende Kinogeschichte.
      Und es ist eben die Art, wie Geschichten erzählt sind, die Filme zu Ereignissen machen. Das Erstaunliche an dem Buch war für mich von Anfang an die harmonische Verbindung von sehr unterschiedlichen Elementen.
      Der erste Teil: ein “Coming of Age-Drama”, das uns eintauchen lässt in die Konfliktwelt von Jugendlichen. Diese ist dramatisch, aber auch frech, witzig und voller ironischer Dialoge.
      Dann der Mittelteil mit neuen Settings und vielen neuen Charakteren, fast dokumentarisch erzählt, in denen wir unmittelbar erleben, wie die beiden Protagonisten mit gegensätzlichen Strategien zu überleben versuchen.
      Der dritte Teil, der mich persönlich an Fassbinder-Melodramen erinnert, stellt die letzte formale Wende dar, in der die unterschiedlichen Zeitebenen sich vermischen.
      Die Erzählung wird nun sprunghaft und assoziativ.
      Dieses Unvorhersehbare macht für mich die eigentliche Kraft des Films aus.

      Es gibt nichts Schöneres als Tränen im Kino und bei einem guten Melodram schämt man sich nicht dafür, denn es sind bittere Tränen, die unseren Blick schärfen für die Widersprüche und Ungerechtigkeiten.

      Jost Hering

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      QUELLE: folgt in den nächsten Zeilen:
      Dieser Text, insgesamt, mit HTML-Kodierung (und eingeschlossen Leerzeichen), umfasst mehr als 15.400 Zeichen ----- und musste deshalb, der Notwendigkeit halber, für dieses FORUM in zweite Teile aufgeteilt werden.
      KONSULTIERE DAHER BITTE AUCH UNBEDINGT DAS ORIGINAL @ http://www.josthering.de/jhf/node/79

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      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
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      Und noch mehr zu diesem Kinospielfilm "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK", der Biographie des Drehbuchautors und Regisseurs Christian Frosch und eine vollständige Liste seiner anderen bisherigen Spielfilme, sind in einer Veröffentlichung im PDF-Format @ http://www.salzgeber.de/presse/pressehefte/VONJETZTAN_ph_Web.pdf zu finden; insgesamt 9 Seiten ----- und dies schließt auch die Biographien der Hauptdarsteller und vieler anderer in dem jetzigen Kinospielfilm "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK" mitwirkenden Personen mit ein.
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      I highly recommend:

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      Movie-Theatre-Film: "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK" by CHRISTIAN FROSCH.

      International Title: "
      ROUGH ROAD AHEAD"

      AUSTRIAN FILM COMMISSION @
      http://www.afc.at/jart/prj3/afc/main.jart?rel=de&reserve-mode=active&content-id=1164397024469&filme_id=1381318366159


      SYNOPSIS:
      Germany 1967. Ruby and Martin are young and setting out for rebellion. The price they have to pay for this is high: Expulsion from school, parental violence, and eventually the juvenile detention centre. But they are ready to fight for their love.

      TECHNICAL DATA:
      Running time/min 108

      Format: 35 mm

      Screen ratio: 16:9

      Language spoken: German

      Year of production: 2014

      Credits:

      Director(s): Christian Frosch

      Writer(s): Christian Frosch

      Cinematographer(s): Frank Amann

      Producer(s):
      Viktoria Salcher, Mathias Forberg, Jost Hering

      Production Company:
      Prisma Film-und Fernsehproduktion GmbH
      Rathausstraße 3/18
      1010 Vienna, Austria
      Tel: (+43 1) 406 37 70
      Fax: (+43 1) 406 37 70-20
      E-Mail: office@prismafilm.at
      Web: prismafilm.at

      with Jost Hering Filme

      World Sales
      Paul Thiltges Distributions
      Filmland, 25 zone industrielle
      8287 Kehlen, Luxembourg
      Tel: +352 25 03 93
      Fax: +352 25 03 94
      E-Mail: info@ptd.lu
      Web: www.ptd.lu

      .

      SOURCE: AUSTRIAN FILM COMMISSION @ http://www.afc.at/jart/prj3/afc/main.jart?rel=de&reserve-mode=active&content-id=1164397024469&filme_id=1381318366159

      I, Martin – Martin MITCHELL (who himself was incarcerated in this very evangelical-lutheran boys’ institution situated in a peat-bog, in “Freistatt” on the moors, in West Germany, in the 1960s, featuring in this film) – recommend !!
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      Wenn man in die GOOGLE-Suchmaschine folgenden Suchstrang eingibt

      "imheim.net"+"mandolinchen"+"Film - Film - Film"+"VON JETZT AN KEIN ZURÜCK"

      bekommt man folgende Resultate dazu geliefert :

      zur BEKANNTGEBUNG des "
      KINOSPIELFILMS" "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK", dort imHeim.net-Forum, getätigt von »mandolinchen« :


      Portal - ImHeim.net
      imheim.net/index.php?page=Portal
      Film...Film...Film. Von »mandolinchen« (16. Februar 2015, 15:52). Forum: Allgemeine Diskussionen zu den Heimen und Einrichtungen.

      ImHeim.net: Startseite
      imheim.net/index.php
      Allgemeine Diskussionen zu den Heimen und Einrichtungen • Film...Film...Film. Von »
      mandolinchen« (16. Februar 2015, 15:52).

      Kinderheime Bundesweit - ImHeim.net
      imheim.net/index.php?page=Board&boardID=20&openCategory=21
      Allgemeine Diskussionen zu den Heimen und Einrichtungen. 1 Besucher. Film...Film...Film. Von »
      mandolinchen« (Heute, 15:52).

      Film...Film...Film - Allgemeine Diskussionen zu den Heimen und ...
      imheim.net/index.php?page=Thread&threadID=2856
      vor 4 Tagen - »
      mandolinchen« ist der Autor dieses Themas ... Drehbuchautor und Regisseur des Kinospielfilms "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK", Christian Frosch

      Diese BEKANNTGEBUNG wurde aber gleich sofort wieder aus dem imHeim.net-Forum von der Moderatorin »KIKIBO« oder von der Betreiberin »angel76« gelöscht.

      Warum man solch eine BEKANNTGEBUNG aus einem Heimkinder-Forum: ein Forum für ehemalige und derzeitige Heimkinder aus Ost- und Westdeutschland, löscht, ist für mich nicht nachvollziehbar.
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      To whom it may concern

      Es wäre, m.E., wichtig "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK" / "ROUGH ROAD AHEAD" auch hier bekanntzugeben:

      Was ich nicht nachvollziehen kann, ist

      … dass Heimkinder-Foren-Betreiber und sonstige RegimeOpfer-Internetplattformen (allen voraus, die im Osten Deutschlands) sich weigern wichtige Bekanntgebungen an Ehemalige Heimkinder (an dortige RegimeOpfer / an dortige Mitglieder / an dortige Gäste / an dortige Besucher) auf ihren Webseiten zuzulassen

      … die Betreiber des
      Heimkinder-Forms http://www.kinder-heim.de/index.php?page=Portal#axzz3SAtCNOLa - E-mail: Heiko Streichert seppel@kinder-heim.de

      … die Betreiber des Heimkinder-Forms http://www.heimkinderinsel.de/index.php?page=Portal& - E-mails: Gudrun und Helmut Mickley opa-baba@web.de und Gudrun@heimkinderinsel.de

      … die Betreiber des Heimkinder-Forms http://www.kinderheim-oase.de/index.php?page=Portal - E-mail: Klaus-Dieter Kranholdt admin@kinderheim-oase.de

      … die Betreiber des imHeim.net-Forms http://www.imheim.net/ - E-mail: Ute Marschalek angel@imheim.net

      … die Betreiber des Internetauftritts Initiativgruppe Geschlossener Jugendwerkhof Torgau e.V / Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau http://www.jugendwerkhof-torgau.de/ - E-mail: Gabriele Beyler, Vorstandsvorsitzende g.beyler@jugendwerkhof-torgau.de | - E-mail: Bettina Klein, stellv. Vorstandsvorsitzende b.klein@jugendwerkhof-torgau.de | - E-mail: Ingolf Notzke, wissenschaftlicher Referent i.notzke@jugendwerkhof-torgau.de

      … die Betreiber des Heimkinder-Forums http://www.wir-waren-heimkinder.de/ - E-mail: Peter und Petra Jacobs peter.petra.jacobs@t-online.de

      Vielleicht kann man sie ja dazu bewegen ihre diesbezüglichen Attitude zu ändern. Wer Rat weiß, bitte her damit.

      Mit freundlichen Grüßen

      Martin MITCHELL

      (Ehemaliges Heimkind, Jg. 1946; ansässig in Adelaide, Süd Australien seit 1964)
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

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      KINOFILM über die damalige Heimerziehung in der BRD (beginnt 12. März 2015)

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      KINO-ZEIT.DE ( 19.02.2015 ) http://www.kino-zeit.de/filme/von-jetzt-an-kein-zurueck#

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      Von jetzt an kein zurück

      Unerbitterlich!

      Das Mädchen kommt ins Heim, der Junge in die Anstalt. Es geht ausgesprochen rigoros zu im deutsch-österreichischen Jugenddrama Von jetzt an kein Zurück.

      Rosemarie leidet zuerst unter ihrem tyrannischen Vater (Ben Becker) und dann im Heim der Barmherzigen Schwestern, die doch kein Erbarmen kennen. Als sie noch zu Hause wohnt, jobbt sie heimlich im Plattenladen und hört The Monks. Im Heim fällt sie durch ihren inbrünstigen Gesang auf. Ihr Sopran sticht hell aus dem Chorgesang der Klosterschülerinnen heraus und rührt sogar die verbissen strenge Oberin Mutter Benedikta (Erni Mangold) an.

      Trailer (1)
      ……………… Fotogalerie (17)

      Martin (Anton Spieker) aus der Nachbarschaft hat es mit seinem Vater (Thorsten Merten) nicht ganz so schwer. Er ist mit Rosemarie befreundet und haut mit ihr ab. Sie wollen in Berlin untertauchen, doch ihr Traum ist kurz. Martin wird ins berüchtigte Erziehungsheim der Diakonie in Freistatt eingewiesen, militärischem Drill unterzogen, zu schwerer körperlicher Arbeit herangezogen und lernt vor allem: Erziehung ist Gewalt.

      Rosemarie und Martin müssen getrennt voneinander um ihr geistiges Überleben kämpfen, in einem Umfeld, das allein darauf abzielt, sie zu brechen. Sie wird schließlich eine Schlagersängerin, die ihre glamouröse Maske nur mit Alkohol und Tabletten aufrechtzuerhalten weiß. Von ihm ist zu hören, dass er später umsetzte, was er im Heim selbst erfahren hat, sich einer militanten Gruppe anschloss und im Knast landete.

      Nach Dora – Die sexuellen Neurosen unserer Eltern ist Von jetzt an kein Zurück bereits der zweite Film mit Victoria Schulz in der Hauptrolle, der im Frühjahr 2015 ins Kino kommt. Ihre Rosemarie oder Ruby, wie die junge Frau selbst sich nennt, ist es vor allem, die das kräftig plakative Drama lohnenswert macht. Neben ihr kennt der Film von Christian Frosch (Weisse Lilien) keine differenzierenden Zwischentöne, kein Grau, nur Schwarz und Weiß, Gut oder Böse. Von Freddy Quinns unsäglich platter, aber inzwischen doch hinlänglich bekannter Single-B-Seite Wir an, die den Vorspann untermalt, stellt der Film Bigotterie aus und kämpft noch einmal längst geschlagene Schlachten. Von Abtreibung über Bulimie, Missbräuche aller Art, Verleumdung, Verlogenheit, Verrat bis Züchtigung sind hier alle Untugenden versammelt und schreien einen von der Leinwand herab an wie Schlagzeilen der Bild-Zeitung. Der Film lebt nicht von Nuancen, sondern vom Kontrast. Als Pastiche zahlloser naheliegender Versatzstücke aus Film, Musik und Literatur ist Von jetzt an kein Zurück immerhin konsequent.

      (Stefan Otto)

      DATEN & FFAKTEN


      Produktionsland: Deutschland, Österreich

      Produktionsjahr: 2014

      Länge: 108 (Min.)

      Verleih: Salzgeber

      Kinostart: 12.03.2015

      CAST & CREW

      Regie: Christian Frosch

      Drehbuch: Christian Frosch

      Kamera: Frank Amann

      Schnitt: Karin Hammer, Daniel Scheimberg

      Musik: Andreas Ockert

      Hauptdarsteller: Ben Becker, Erni Mangold, Walfriede Schmitt, Victoria Schulz, Anton Spieker
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      QUELLE: KINO-ZEIT.DE ( 19.02.2015 ) @ http://www.kino-zeit.de/filme/von-jetzt-an-kein-zurueck#

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      Zwei kurze Rezensionen / Film-Kritik bisher erschienen im Internet (d.h., die ich habe aufspüren können) zum "KINOSPIELFILM" "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK"

      ERSTENS:

      CINEMA.DECINEMA Verlag GmbH, Hamburg, BRD


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      @ http://www.cinema.de/film/von-jetzt-an-kein-zurueck,6408188.html

      Von jetzt an kein zurück (2014)

      Zwei Jugendliche proben 1967 den Aufstand - ihre Revolte wird brutal unterdrückt.

      Bilder zu "Von jetzt an kein zurück" – 16 Bilder

      Nicht nur in Berlin, auch in der Provinz rebellieren Jugendliche gegen die autoritären Strukturen in Elternhaus und Schule. Ruby, die eigentlich Rosemarie heißt, ignoriert das Verbot ihres tyrannischen Vaters (Ben Becker) und trifft sich heimlich mit ihrem Freund Martin. Als die beiden zusammen durchbrennen, schlägt die staatliche Fürsorge zu: Die Teenager landen in geschlossenen Erziehungsheimen. Durch Gebete, Prügelstrafe und Arbeitsdrill soll der Wille der Aufrührer gebrochen werden. Die rauen Handkamerabilder, das assoziative Erzählen, die sprunghafte Dramaturgie - all das erinnert an die Aufbruchstimmung der Nouvelle Vague, an die frühen Filme von Truffaut und Godard. Es ist kein Zufall, dass Christian Frosch in Schwarz-Weiß gedreht hat, denn im Gegensatz zu vielen anderen Filmen, die vom jugendlichen Aufbegehren in den wilden 60ern erzählen, verzichtet er darauf, die Verhältnisse nostalgisch zu verklären. Sein unversöhnlicher Blick auf die Lebenswirklichkeit der damaligen Zeit liefert einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der westdeutschen Nachkriegsgeschichte.


      Fazit: Schonungslos und erschütternd: So brutal war der Generationskonflikt in den 60er-Jahren.

      .

      ZWEITENS:

      SPIELFILM.DE - Think-Media GmbH - Nierstein, Rheinland-Pfalz, BRD


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      @ http://www.spielfilm.de/filme/3000464/von-jetzt-an-kein-zurueck

      Von jetzt an kein zurück (2014)

      »
      Tatjana_1« - [ Bewertung und Kommentar abgegeben Mitte Februar 2015 ]

      Da der Film der Eröffnungsfilm beim Filmfestival in Oldenburg war, habe ich ihn schon vor einiger Zeit gesehen. Die beiden Hauptdarsteller sind unglaublich toll! Victoria Schulz und vor allem Anton Spieker sind echte Entdeckungen! Sogar Ben Becker, den ich sonst nicht mag, ist verkraftbar. Die Geschichte ist eine Zeitreise in die 60er Jahre. Hart, aber ehrlich und auf alle Fälle total berührend. Eine Liebesgeschichte ohne Kitsch! Es sind einige Szenen im Film, die sich bei mir echt eingebrannt haben. Obwohl der Film in der Vergangenheit spielt hat er was Gültiges. Denn die beiden müssen sich behaupten gegen eine Umwelt, die nicht will, dass sie sich lieben. Das sind zuerst die Eltern und dann die ganze Behörde und schließlich die Heime, die sie brechen wollen. Jeder versucht auf seine Art dem Druck stand zu halten. Martin rebelliert und Ruby versucht die bigotten Nonnen zu täuschen und auszutricksen. Die Erziehungsmethoden in den Heimen sind unheimlich krass. Da möchte man nicht landen. Dagegen sind heutige Knasts wahrscheinlich Erholungsheime. Aber vor die Scheinheiligkeit hält man schwer aus. Für mich war es das Highlight des Festivals und der beste deutsche Film seit langem. Fünf Sterne auf alle Fälle!

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      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

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      KINOFILM über die damalige Heimerziehung in der BRD (beginnt 12. März 2015)

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      Schon am 2. Februar 2015 wurde entschieden:

      Das Goethe-Institut hat den Film erworben als Teil seines internationalen Förderprogramms und plant ihn beim Australischen Film Festival vorzustellen und die australische Öffentlichkeit weitgehend daran teilhaben zu lassen.

      Goethe-Institute has acquired the film as part of its international programme and is planning to screen it as part of the Australian Film Festival so that the Australian public may greatly benefit from its screening.


      GERMAN: "Von jetzt an kein zurück" /
      ENGLISH: "Rough Road Ahead"

      Auf der deutschen Webseite des Filmemachers Jost Hering @ http://www.josthering.de/jhf/node/191 wird seit dem 20.02.2015 dazu berichtet ( diesmal weitgehend in Englisch ).

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      Von jetzt an kein zurück von Christian Frosch ist auf dem Audi Festival deutscher Filme in Australien eingeladen. In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Australien sind folgende Termine in Australien geplant.

      The Audi Festival of German Films, orchestrated by the Goethe-Institut Australia, is the German key event in Australia’s cultural calendar, and the largest German-language film festival outside of Germany. Now in its 14th year, the festival showcases a fine selection of contemporary, internationally acclaimed German-language movies with English subtitles to Australian cities and their communities. The planned dates for 2015 are as follows:

      SYDNEY 13 – 28 May 2015
      Chauvel Cinema / Palace Norton Street

      MELBOURNE 14 – 29 May 2015
      Palace Cinema Como / Kino Cinemas

      BRISBANE 21 – 27 May 2015
      Palace Centro Cinema

      CANBERRA 20 – 27 May 2015
      Electric Cinema

      ADELAIDE 27 – 31 May 2015
      Palace Nova East End

      PERTH 28 – 31 May 2015
      Cinema Paradiso

      BYRON BAY 29 – 30 May 2015
      Palace Byron Bay

      HOBART 29 – 30 May 2015
      State Cinema

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      SOURCE / QUELLE: Jost Hering @ http://www.josthering.de/jhf/node/191

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      The Audi Festival of German Films, orchestrated by the Goethe-Institut Australia, is the German key event in Australia’s cultural calendar, and the largest German-language film festival outside of Germany. Now in its 14th year, the festival showcases a fine selection of contemporary, internationally acclaimed German-language movies with English subtitles to Australian cities and their communities.
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      QUELLE / SOURCE: http://www.goethe.de/ins/au/lp/prj/fia/ffg/enindex.htm?wt_sc=ozfilmfest

      "KINOSPIELFILM" "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK" - Kinostart, deutschlandweit, 12. März. 2015.
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      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

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      KINOFILM über die damalige Heimerziehung in der BRD (beginnt 12. März 2015)

      .
      Update aus Adelaide, Australienund Update aus Berlin

      Nachdem ich dem Drehbuchautor und Filmregisseur Christian Frosch wie folgt kurz mitteilte was ich meinerseits alles bezüglich seinem "
      KINOSPIELFILM" unternehme, schrieb er mir auch sogleich zurück (siehe weiter unten).

      Am 03.03.2015 um 02:00 Uhr (MEZ) schrieb Martin MITCHELL:


      .
      Lieber Christian,

      ich habe seither, beinahe täglich, weitere Beiträge (Bekanntgebungen), in den jeweiligen Foren und auf den jeweiligen Internetplattformen, wo ich immer regelmäßig berichte zu Ihrem Film "
      VON JETZT AN KEIN ZURÜCK" veröffentlicht;

      so, zum Beispiel, auch hier:

      @
      http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/phpBB3/viewtopic.php?p=838#p838 und @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/phpBB3/viewtopic.php?p=839#p839

      und

      @
      http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/17851-KINOFILM-über-die-damalige-Heimerziehung-in-der-BRD-beginnt-12-März-2015/?postID=455501#post455501 und @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/17851-KINOFILM-über-die-damalige-Heimerziehung-in-der-BRD-beginnt-12-März-2015/?postID=455589#post455589

      und

      @
      http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=1987836#1987836 und @ http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=1988204#1988204

      und

      @
      http://www.chefduzen.de/index.php?topic=10331.msg302553#msg302553 und @ http://www.chefduzen.de/index.php?topic=10331.msg302621#msg302621

      und an vielen weiteren Stellen im Netz wo es themenweise passt. – Gucken Sie einfach mal.

      Die private DVD des Films ist gestern auf dem Postfach meines australischen Freundes angekommen, aber ich habe sie noch nicht abholen können. Mein Freund wohnt in einiger Entfernung von meinem eigenen Wohnsitzt entfernt, und ich habe gerade eine Erkältung. Wenn es mir wieder besser geht werde ich dort hin radeln und die DVD abholen (ein Auto habe ich nicht und öffentlichen Bahn- und Busverkehr benutze ich nicht). Wird daher noch ein paar Tage dauern.

      Viele liebe Grüße aus Down Under

      Martin

      .

      Am 03.03.2015 um 11:26 Uhr (MEZ) schrieb Christian FROSCH:

      .
      Lieber Martin,

      zuerst einmal gute Besserung. Und ja nicht zu früh aufstehen.
      Ich kenne Leute die eine Grippe übergangen haben und seither nie mehr zu 100 % fit geworden sind.

      –––––––––––

      Wir hatten gestern eine Preview mit Diskussion. Es war große Betroffenheit beim Publikum spürbar. Einige weinten sogar. Aber auch unglaublich wieviel Unwissenheit noch unterwegs ist. Eine Dame behauptete, Heime sein ein reines Ostproblem gewesen sei. Im Westen gab es sowas nicht.
      Als ich mit den Fakten kam und ihr entsprechende Literatur nannte, dann meinte sie, dass sie aus dieser Generation stamme und es unmöglich sei, dass sie nichts davon mitbekommen habe.
      Nunja es gibt ja auch immer noch Deutsche, die die KZ´s für Erfindungen halten.

      Mir ist bei soviel Ignoranz schon kurz die Spucke weggeblieben. Schön war, dass Jüngere auf mich zugekommen sind und meinten, dass sie nun ihre Eltern besser verstünden.
      Sie kannten solche Schul- und Elterngeschichten nur von Erzählungen.
      Jetzt hätten sie sie plötzlich erlebt.

      Einigen war die Darstellung der Heime zu drastisch und einige vermißten ein Happy End.

      Es gab auch die Unterstellung ich hätte übertrieben.
      Dabei habe ich nur ein Bruchteil von den Geschichten verwertet, die mir erzählt wurden. Und die allerschlimmsten Sachen wurden bewußt raus gelassen. Die Leute halten echt nichts aus.
      Aber um es mit Ingeborg Bachmann zu sagen : "Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar!"
      Ist ja immer schwierig zu entscheiden, was die Leute halt noch verkraften. Überdehnt man etwas fangen die Leute sich zu distanzieren an. Und ich wollte einen Film machen, der die Zuschauer emotionalisiert.

      Schön war, dass ganz lange danach über die Entschädigungen geredet wurden und ich klar machen konnte, warum ich den Runden Tisch als keine Erfolgsgeschichte sehe. Um es einmal Milde auszudrücken. Große Zustimmung diesbezüglich.

      Ich muß sagen, dass ich unglaublich gespannt, wie Sie den Film finden. Ich hoffe wirklich, dass Sie mit mir zufrieden sind.
      Vieles was wichtig wäre, fehlt natürlich, aber man hat eben nur 100 Minuten Zeit. Aber Spielfilm muß emotionalisieren und Interesse für ein Thema wecken. Die Fakten kann man dann nachlesen. Wenn die Leute danach zu Googeln anfangen hat man gewonnen. :)

      Herzliche Grüße aus dem kalt- sonnigen Berlin

      Christian

      P.S. Gerade habe ich erfahren, dass der Film beim Festival in Brüssel laufen wird.

      .

      "KINOSPIELFILM" "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK" - Kinostart, deutschlandweit, 12. März. 2015.
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      Ein Medienbericht zum "KINOSPIELFILM" "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK"

      DEUTSCHLANDRADIO KULTUR


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      Beitrag vom 07.03.2015

      KINOFILM ÜBER HEIMERZIEHUNG

      "Mir war es wichtig, dass es ein Zeitporträt wird"

      [ Interview mit Christian Frosch ]

      MODERATION: SUSANNE BURG

      [ FOTO: Christian Frosch, Drehbuchautor und Regisseurs des Films "Von jetzt an kein Zurück" (Deutschlandradio Kultur/ Norbert Wassmund) ]

      Ein verstörender Film: "Von jetzt an kein Zurück" kommt am Donnerstag [ 12. März 2015 ] [ deutschlandweit ] in die Kinos und erzählt von zwei Kindheiten im Heim. Im Interview spricht der Regisseur Christian Frosch darüber, was ihn an dem Thema interessiert hat und warum es für ihn bis heute so wichtig ist.
      .

      Aufgezeichnet im nächstfolgenden Beitrag.

      QUELLE:
      http://www.deutschlandradiokultur.de/kinofilm-ueber-heimerziehung-mir-war-es-wichtig-dass-es-ein.2168.de.html?dram%3Aarticle_id=313609

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      KINOFILM über die damalige Heimerziehung in der BRD (beginnt 12. März 2015)

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      DEUTSCHLANDFUNK - 07.03.2015

      SUSANNE BURG: "Von jetzt an kein Zurück" heißt ein Film, der am Donnerstag in den deutschen Kinos anläuft. Und der Film zeigt: In der deutschen Provinz der späten 60er-Jahre aufzuwachsen, weit weg von den großstädtischen Zentren der 68er-Bewegung, war alles andere als ein Vergnügen für Jugendliche, die Beatmusik liebten und gegen alle Spießigkeit randalierten. "Von jetzt an kein Zurück" erzählt die Geschichte der beiden Schüler Martin und Ruby, die infiziert sind vom Schwung ihrer Generation, die sich lieben und die die Repressalien mit aller Härte zu spüren bekommen. Ruby, gespielt von Victoria Schulz, landet in einem geschlossenen katholischen Heim, Martin, gespielt von Anton Spieker, in der gefürchteten Erziehungsanstalt der Diakonie Freistatt.

      [ ……… ]

      BURG: Der Drehbuchautor und Regisseur des Films ist Christian Frosch. Und er ist jetzt hier im Studio, guten Tag!

      CHRISTIAN FROSCH: Schönen guten Tag!

      BURG: Ja, der Film ist lange in Ihnen gereift. Sie haben sich mit der Situation der Heimkinder schon auseinandergesetzt, bevor es zum öffentlichen Thema wurde. Wie haben Sie sich diesem Thema angenähert?

      FROSCH: Na ja, die erste war wirklich eine persönliche Begegnung, dass mir jemand, der in so einem Heim war, diese Geschichte erzählt hat, und ich das wirklich nicht glauben konnte, dass in der Bundesrepublik Deutschland in den 60er-Jahren so was möglich war. Und dann fängt man an zu recherchieren und merkt, oh, das hat es alles gegeben, und zwar nicht als Randphänomen, sondern die Schätzungen von Jugendlichen, die in diese Art von Erziehung geraten sind in der Nachkriegszeit, sind so zwischen 800.000 und einer Million. Also, das ist kein so ein kleines Phänomen.

      BURG: Und dann kam 2006 das Buch "Schläge im Namen des Herrn" von Peter Wensierski heraus, die Situation der Heimkinder in der Bundesrepublik war plötzlich überall in den Medien. Wie hat das Ihre Pläne für den Film beeinflusst?

      FROSCH: Ja, so als Künstlerschwein ist es natürlich schon so, dass man denkt, diese Art von Aktualität brauche ich für einen Spielfilm eigentlich nicht. Ein Spielfilm muss sozusagen jenseits der Aktualität Qualitäten haben. Das Thema zum Film ist vielleicht ein Denken, was im Fernsehen funktioniert, aber das Kino muss meiner Meinung nach andere Spannungen aufbauen.

      "Eine reine Heimgeschichte bringt nicht so wahnsinnig viel"

      BURG: Und das heißt, Sie haben ja dann noch die Geschichte von Ruby und Martin vor ihrer Einweisung ins Heim erzählt. War das dann auch die Überlegung, diese Geschichte zu erweitern?

      FROSCH: Ja, ich bin dann halt irgendwie zu dem Schluss gekommen, dass eine reine Heimgeschichte auch nicht so wahnsinnig viel bringt. Mir war dann aber wichtig, dass es ein Zeitporträt wird. Es spielt ja zwischen 67 und 77, also wirklich in der Bundesrepublik zehn wichtige Jahre, wo sehr viel passiert ist. Diese politischen Dinge spielen nur am Rand rein, aber sie sind eigentlich doch präsent. Und mir wurde dann halt wichtiger zu zeigen, dass es ein Vorher, Nachher, einen Kontext gibt. Man könnte auch sagen, der Film geht um die Wiedergabe des Traumas, oder Weitergabe des Traumas.

      BURG: Des Traumas der Elterngeneration, die aus dem Zweiten Weltkrieg nach Hause gekommen sind und eigentlich damit nie gelernt haben umzugehen und das dann auch an ihre Kinder weitergegeben haben.

      FROSCH: Genau. Das ist irgendwie ... mir eigentlich ... Ich bin 66 geboren, also, es ist nicht so wahnsinnig weit weg, aber mir ist es eigentlich – und das ist eigentlich ein bisschen peinlich – in der Recherche erst auch bewusst geworden, wie nahe der Krieg ist. Also, dass das so ein paar Jahre sind letztendlich. Und irgendwie hat man immer so ein Gefühl, die 60er-Jahre sind schon ganz weit weg vom Zweiten Weltkrieg. Und dass das so nahe ist, das ist mir erst mal so richtig emotional bewusst geworden. Und ich glaube, das ist auch in dem Film eine wichtige Schiene, dass man spürt, der Krieg und der Nachkrieg sind noch präsent.

      Ob Katholizismus oder Protestantismus - "genauso brutal"

      BURG: Sie schneiden die Erfahrungen von Ruby und Martin abwechselnd so gegeneinander, als sie dann im Heim sind. Sie ist eben im katholischen Heim, muss bügeln und singen, er ist in Freistatt, muss im Moor Torf stechen. Die körperlichen Torturen sind vor allem für Martin enorm, auch die Jungs untereinander sind unglaublich brutal. Bei den Mädchen geht es körperlich nicht ganz so brutal zu, aber wie vergleichbar sind die Systeme dieser Züchtigung dennoch?

      FROSCH: Na ja, ich würde mal sagen, die protestantische Tradition oder ein Teil der protestantischen Tradition hat ja so einen Verdammnisaspekt, also jemand, der verdammt ist und deshalb auch hart angefasst werden muss. Das Katholische kennt das in der Form nicht, hat sozusagen immer so einen vermeintlich pädagogischen Ansatz oder Rettungsansatz, Seelenansatz. Letztendlich kommt es auf dasselbe hinaus, letztendlich ist es genauso brutal.

      BURG: Nun kann man sich fast diese Enge der Welt, diese Züchtigung in den Heimen heute kaum mehr vorstellen. Sie machen es dann in einzelnen Szenen deutlich, indem Sie zum Beispiel Ruby beim Essen zeigen: Sie bekommt das Essen vorgesetzt, sie kriegt es nicht runter, eine Nonne steht neben ihr und zwingt sie, Ruby erbricht das Essen in den Teller hinein und die Nonne verrührt es dann seelenruhig, stellt den Teller wieder vor Ruby. Diese Szene geht gefühlt relativ lange. Wie viel wollten Sie dem Zuschauer denn auch bewusst, ich sage mal, mitquälen, um diese Atmosphäre nachfühlbar zu machen?

      FROSCH: Ich habe keine Horrorshow ... Die hätte man auch machen können. Es passieren in diesen Heimen so wahnsinnig viel Sachen, man könnte da eine Aneinanderreihung von Sadismen machen, das wollte ich nicht. Ja, ich glaube, die Szene tut weh, aber die war notwendig.

      BURG: Sie sagten eben, Sie wollten keine Horrorshow daraus machen. Es ist ja auch interessant, was Sie nicht zeigen. Also, beim Höhepunkt des Films, ich will jetzt nicht verraten, wie der aussieht, aber so abstrakt gesagt, wo Repression und Ausbruchsversuch kulminieren, brechen Sie radikal ab und arbeiten dann mit Sounds und mit roten, blinkenden Bildern. Wie haben Sie entschieden, was Sie zeigen und was nicht?

      FROSCH: Ich habe die ganze Schiene des sexuellen Missbrauchs nicht erzählt. Das ist so noch mal ein ganz eigenes, sehr sensibles Feld, das wollte ich nicht auch noch reinpacken. Und dann, an dem Höhepunkt abzubrechen, das hat damit zu tun, dass im dritten Akt das Trauma aktiv wird. Da springt die Zeit auch permanent. Und Traumata sind ja irgendwie Ereignisse aus der Vergangenheit, die sich eine Gegenwart verschaffen. Und diesen Ansatz habe ich formal realisiert im dritten Akt. Deshalb gibt es da plötzlich so eine gewisse zeitliche Desorientierung.

      "Es kann kein Happy End geben"

      BURG: Genau, diesem Teil, dem räumen Sie eigentlich gar nicht so viel Zeit ein. Und da geht es eben, genau, um diese Traumata. Das ist 1977, die beiden sind älter geworden und man merkt irgendwie so, sie haben Schwierigkeiten, mit ihrem Leben klarzukommen. Ich habe mich gefragt, kann man diese Wunden denn tatsächlich auch darstellen, die die Heimkinder davongetragen haben?

      FROSCH: Also, für mich war es klar – und jetzt verrate ich auch wieder was –, dass es kein Happy End geben kann. Also, dass sie zum Schluss – Romeo und Julia – sich finden und war nicht so schlimm und unsere Liebe rettet uns, das kam mir doch verlogen vor.

      BURG: Martin radikalisiert sich, das zeigen Sie, beginnt, sich terroristisch zu engagieren. Ulrike Meinhof hat ja 1970 ein Drehbuch zum Film "Bambule" geschrieben, in dem es auch um die autoritären Methoden bei der Heimerziehung in einem Mädchenheim geht, und im Film wird auch in gewisser Weise zum Klassenkampf aufgefordert. Wie sehr wollten Sie auch diesen Bezug zur Radikalisierung der Linken in der Zeit darstellen?

      FROSCH: Wenn man eine Geschichte im Heim erzählt in den späten 60er-Jahren, da war das sozusagen eine wirkliche Bewegung von der APO, und auch die spätere RAF hat sich wahnsinnig engagiert gegen diese geschlossene Erziehung. Also, da gab es Heimkinder, die dann zur RAF gingen, wie Boock oder so. Also, nach dem, was Martin durchmacht, dass er zu dem Punkt kommt, dass er nur mehr in Gewalt eine Möglichkeit sieht, ist jetzt nicht an den Haaren herbeigezogen, weil er nichts anderes erlebt hat. Genauso wie Ruby eigentlich gläubig ist und die Nonnen ihr den Glauben austreiben. Das ist die Ironie des Films.

      BURG: Der Film ist mit ziemlich kleinem Budget gedreht, vor allem, wenn man bedenkt, dass es ja auch ... dass der Film eine große Zeitspanne einnimmt, dass er viele Statisten hat, auch ein historisches Ambiente rekreiert. Wie schwierig war es, das umzusetzen?

      FROSCH: Also, Leidensgeschichten von Filmemachern sind das Uninteressanteste, was es gibt. Es war die Hölle und ich hatte halt wirklich Leute, die mitgemacht haben und Unmögliches wahr gemacht haben. Das klingt jetzt auch wie ein blödes Klischee, aber in dem Fall war das so.

      Auf die Handkamera vertraut

      BURG: Sie haben beschlossen, dann vor allem auch auf die Handkamera zu vertrauen.

      FROSCH: Ja, das war sicher auch eine Budgetgeschichte. Das andere war, dass ich wollte, dass der Film eine gewisse Rauigkeit hat und auch erinnert an 60er-Jahre-Filme. Wenn man jetzt so eine historische Geschichte macht, gibt es sozusagen zwei Möglichkeiten: Entweder man steckt alles in die Ausstattung, oder man versucht, den Geist und das Formale auch wiederzugeben. Und das ist eine Budgetgeschichte. Ich musste mich sozusagen für die formale Lösung entscheiden.

      BURG: Was daraus geworden ist, das kann man sich jetzt im Kino anschauen ab nächstem Donnerstag. "Von jetzt an kein Zurück", so heißt der Film, und der Drehbuchautor und Regisseur ist Christian Frosch. Vielen Dank für Ihren Besuch!

      FROSCH: Ich danke!

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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      KINOFILM über die damalige Heimerziehung in der BRD (beginnt 12. März 2015)

      .
      Mann weigert sich auch weiterhin – in diesen beiden Heimkinderforen-OST: [ die Heimkinder-Community ] http://www.imheim.net und [ das Seppel-Forum / Treffpunkt ehemaliger Heimkinder / Regenbogenstadt ] http://www.kinder-heim.de – dem neuen "KINOSPIELFILM" von Christian Frosch, "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK", der von der repressiven bundesrepublikanischen Heimerziehung der späten 1940er, der 1950er, der 1960er und der 1970er Jahre handelt, und der ab dem 12. März 2015 deutschlandweit in allen Kinos erscheinen wird, auch nur die geringste Aufmerksamkeit zu schenken / auch nur mit einem Wort zu erwähnen.
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

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      Ein Denkmal in Musik gesetzt

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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      So was in der Art hatte ich mir auch gedacht, aber nicht getraut, zu schreiben.
      Martini, es kommt auf die Art an, wie man etwas rüber bringt.
      Du tust das auf eine ganz eigene, aufdringliche Art durch die Formatierung Deiner Texte.
      Wenn etwas wichtig ist: ok, dann kann man das auch hervorheben, aber Du hebst ja ALLES hervor und somit hebt sich das Wichtige NICHT MEHR hervor, da wieder alles gleich ist in seiner Formatierung.
      Farben zu nutzen, um doch noch was hervorzuheben, macht es da auch nicht besser, im Gegenteil - auf Dauer liest das einfach niemand mehr.
      Und wenn das niemand mehr liest - welchen Sinn ergeben dann Deine Beiträge?
      Bitte, bitte, überdenke Deinen Schreibstil etwas und überlege, was Du erreichen möchtest.
      So wie jetzt, erreichst Du niemanden, es ist einfach to much (oder wie das heißt).
      :gkr:

      Sei du selbst! Alle anderen Rollen sind schon besetzt.

      mein Beitrag fürs Forum

      KINOFILM über die damalige Heimerziehung in der BRD (beginnt 12. März 2015)

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      Die automatisierte Aufführung im Portal des Forums – in jedem Forum – der „Zugriffe“ / "Views" ist eine gute Indikation ob etwas in einem bestimmten Thread – in jedem jeweiligen Thread – gelesen wird, oder nicht. Ich kann mich diesbezüglich durchaus zufrieden geben. Und wenn es hier nicht gelesen wird, wird es halt anderswo gelesen (ich sorge wie immer vor).

      Martini schrieb:

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      Mann weigert sich auch weiterhin – in diesen beiden Heimkinderforen-OST: [ die Heimkinder-Community ] http://www.imheim.net und [ das Seppel-Forum / Treffpunkt ehemaliger Heimkinder / Regenbogenstadt ] http://www.kinder-heim.de – dem neuen "KINOSPIELFILM" von Christian Frosch, "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK", der von der repressiven bundesrepublikanischen Heimerziehung der späten 1940er, der 1950er, der 1960er und der 1970er Jahre handelt, und der ab dem 12. März 2015 deutschlandweit in allen Kinos erscheinen wird, auch nur die geringste Aufmerksamkeit zu schenken / auch nur mit einem Wort zu erwähnen.
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      Die Betreiber dieser beiden Heimkinderforen-OST sind gebürtige Ostdeutsche und identifizieren sich wenig bis garnicht mit Ehemaligen Heimkindern-WEST.

      Die Erziehungsanstalt für Jungen „FREISTATT im Wietingsmoor“ auch „DIAKONIE FREISTATT“ genannt, betrieben mit sich freiwillig zu diesem Dienst meldenden Diakonen, und auch das Mädchenerziehungsheim „Dortmunder Vincenzheim“, betrieben mit sich freiwillig diesem Dienst hingegebenden Nonnen, liegen nicht im OSTEN, sondern im WESTEN.

      „FREISTATT im Wietingsmoor“ auch „DIAKONIE FREISTATT“ genannt, und das „Dortmunder Vincenzheim“ waren keine 'Jugendwerkhöfe' und auch keine 'Spezialkinderheime' (wie solche vergleichbaren 'Heime' damals im OSTEN genannt wurden).

      Diejenigen, die die Kinder und Jugendlichen damals im WESTEN misshandelten waren keine Kommunisten und SED-Parteigenossen, sondern KIRCHENLEUTE und verstanden sich alle als GUTE CHRISTEN.

      Der jugendliche Hauptdarsteller in diesem "
      KINOSPIELFILM" "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK", heißt zufällig „Martin“ und nicht „Seppel“, und die jugendliche Hauptdarstellerin in diesem Film heißt zufällig „Ruby“ und nicht „Angel“.

      Und weil ich selbst, bevor ich noch als Teenager nach Australien entfliehen konnte, als Jugendlicher zufällig in genau diesem „FREISTATT“ eingesperrt war und dort gezwangarbeitet wurde und mein Vorname zufällig „Martin“ ist, glauben manche Leute im OSTEN – und wohl auch diese ostdeutschen Heimkinderforen-Betreiber: „Seppel“ und „Angel“ – dass dieser Film meine Geschichte erzählt, die Geschichte eines „damals WESTDEUTSCHEN Heimkindes“ erzählt, der sich „nach Australien davon gemacht hat“ und heute „Ausländer ist“.

      Und „für diesen Ausländer und seinen Film und diese Heimkinder-WEST-Geschichte machen wir hier im OSTEN keine Werbung“.

      So ungefähr werden wohl deren Gedankengänge sein.

      Nachvollziehen kann ich deren diesbezügliche ablehnende Gedankengänge und Haltung trotzdem nicht; nur weiß ich, dass sie sich selbst und ihren Forenmitgliedern – Ehemaligen Heimkindern – mit solch einer Attitude keinen Gefallen tun.

      Der Drehbuchautor und Regisseur dieses "
      KINOSPIELFILMS" "VON JETZT AN KEIN ZURÜCK", Christian Frosch, bevor er erstmalig am Sa. 14.02.2015 Kontakt mit mir aufnahm, und ich, kannten uns zuvor nicht. Und dieser sein jetziger "KINOSPIELFILM", nur weil er von Heimkindern im WESTEN handelt, und nicht von Heimkindern im OSTEN handelt, ist daher noch lange keine Verschwörung gegen Ehemalige Heimkinder-OST und ihr vergleichbar schweres Leid zu DDR Zeiten.

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      ––––––––––––––––––––
      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ()

      also martini mein ferner freund,
      du hast doch genug für die angündigung dieses streifens getan...
      auch wenn du jetzt aufgeregt wie eine jungfer mit einer oskarattrappe
      durch das outback springst, lass den leuten selbst die entscheidung
      ob und durch welche kinosaaltür sie gehen werden/wollen, um sich entweder der peitsche von
      "von jetzt an kein zurück" oder "fifty shades of grey" hingeben werden.
      also ich würde ihn schon anschauen, aber ich bin derzeit österreicher und mir nicht sicher, ob der hier gezeigt wird....
      weil die dann vielleicht die 20sigste verfilmung von asterix aus dem spielplan nehmen müssten,
      und ob dieser tausch den österreichischen IQ nicht ein bissel übersteig, wer weiss ....?? :-))

      wie schaust du den streifen eigentlich? wirst du zur premiere eingeladen, weil du ja jemanden kennst der einen kennt.... bekommst du ein backup ????

      neugierige grüsse
      sns
      ps: wie du siehst, ich habe gelesen :-))