Schongau/Peiting: "Herzogsägmühle" | DIAKONIE IN OBERBAYERN I evangelische Heimerziehung

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      Schongau/Peiting: "Herzogsägmühle" | DIAKONIE IN OBERBAYERN I evangelische Heimerziehung

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      Beschönigte und reingewaschene Chronologie der "HERZOGSÄGMÜHLE" in Schongau/Peiting, in Oberbayern, im „Pfaffenwinkel“ (ca. 26km von Landsberg an der Lech entfernt; ca. 61km von Augsburg entfernt; ca. 80km von München entfernt)

      Die Begriffe "Jugendwohlfahrtsgesetz", um das sich seit dem Jahre 1922 in Deutschland alles was mit „Heimerziehung“ zu tun hatte, drehte, und "Fürsorgezöglinge"/"Fürsorgeerziehung" = „FE-Insassen“ und "Freiwillige Erziehungshilfe Zöglinge" = „FEH-Insassen“, die zu Tausenden diese 'Einrichtung' durchlaufen haben, d.h. „dort untergebracht waren“ (wie man es gerne nennt), kommen in dieser Chronologie nicht vor; diese Begriffe werden von den DIAKONIE-Historikern in dieser Chronologie streng gemieden.

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      Herzogsägmühle im Blick auf Historie und Gegenwart (Langfassung)
      [ http://www.herzogsaegmuehle.de/2513.0.html#c8141 ]

      (Bearbeitungsstand: Oktober 2014)

      [ präsentiert hier als: ERSTE TEIL VON ZWEI TEILEN ]

      Der in Schongau residierende Herzog Christoph der Starke, 1450 bis 1493, betrieb zwischen Peiting und Schongau eine Sägemühle.

      1894:
      Der "Verein für Arbeiterkolonien in Bayern" ein "interkonfessioneller Wohlfahrtsverein auf christlicher Grundlage", Vorsitzender Oberkonsistorialrat Adolf von Kahl (zur Gründerzeit Pfarrer Adolf von Kahl), erwarb von 1894 bis 1905 die Anwesen in Unterobland. Es war die zweite Arbeiterkolonie in Bayern. Die erste Arbeiterkolonie wurde bereits 1887 im Simonshof (Gemeinde Bastheim) in Unterfranken gegründet. Die Anwesen in Unterobland umfassten ein Sägewerk mit Mühle an der Peitnach, daneben eine kleine Ziegelei, sowie die beiden Bauernhöfe in Unterobland.

      Die Verantwortlichen für die dort und in den benachbarten Höfen in "Unterobland" zu führende soziale Einrichtung gaben dieser den Namen HERZOGSÄGMÜHLE. Die gute Verbindung zum Königshaus, das den Trägerverein und seine Ziele von Anfang an unterstützte, war ihnen wichtig.

      Die damals in Deutschland bestehenden 33 Arbeiterkolonien gehen auf Überlegungen des Pastors Friedrich von Bodelschwingh von Bethel zurück, der diese unter dem Leitmotiv: "Arbeit statt Almosen" begründete. (Link: Grundsätze der Koloniearbeit)

      Erster Inspektor (Direktor) der Arbeiterkolonie Herzogsägmühle war der Landwirt Josef Blank. Sein Nachfolger war von 1902 -1907 der Landwirt Ludwig Roth.

      Neben dem Abgraben des Berghangs an der Peitnachschlucht zur Anlegung der Straße, welche von der Sägemühle zu den Anwesen in Unterobland führen soll, wurde von den bereits im 1. Jahr nach Gründung in Herzogsägmühle Aufnahme gefundenen 256 Arbeitslosen als erstes neues Gebäude das sogenannte Kolonistenhaus - Einweihung am 2.09.1896 (heute: Peitnachhof) gebaut.

      Am 24.05.1897 wurde Herzogsägmühle durch den Ankauf des angrenzenden Oberobland mit zwei weiteren Bauernhöfen erweitert.

      Am 27.08.1904 wurde der Zukauf der Wirtschaft an der Straße nach Birkland zur Kolonie Herzogsägmühle notariell verbrieft.

      1905/1906 entstand die große Hofanlage für die Landwirtschaft mit Kuh-, Pferde- und Ochsenstall, der Wagenremise, der Butterei, Käserei, Schlachtraum, Bäckerei, Eiskeller, der Verwalterwohnung und Scheunenräumen im Obergeschoss.

      Im 68. Lebensjahr verstarb am 1.06.1914 der Gründer der beiden bayerischen Arbeiterkolonien Simonshof und Herzogsägmühle, Pfarrer Adolf von Kahl, zuletzt Dekan von München nach fast 30jährigem Vorsitz des Vereins für Arbeiterkolonien in Bayern.

      Mit Beginn des 1. Weltkrieges entleerten sich zusehends die Arbeiterkolonien von den arbeitsfähigen Männern. In Herzogsägmühle ging die Belegschaft von ca. 120 Kolonisten in der Vorkriegszeit auf nunmehr 40 Mann zurück.

      Im Sommer 1915 wurden in Herzogsägmühle 40 russische Kriegsgefangene zugewiesen. Im Jungviehstall an der Säge (heute Schreinerei) war ein Gefangenenlager für 100 Mann errichtet. In dieser Zeit wurde vor allem durch die Kriegsgefangenen die Regulierung des Unterlaufs der Peitnach vollzogen. Es wurde ein gradliniger Wasserlauf zum Lech geschaffen, der die Rückstauung des Peitnachwassers bei Hochwasser im Lech und damit die Überschwemmung und Verschmutzung der unteren Wiesen und Äcker verhinderte.

      Trotz der erschreckenden Geldentwertung konnte in diesen Jahren ein Dreschwagen, größere elektrische Motoren und elektrische Maschinen für die Wäscherei angeschafft werden. Die staatlichen und gemeindlichen Zuwendungen hingegen waren ebenso wie die Mitgliedsbeiträge des Trägervereins entwertet, bis sie den Weg in die Kassen fanden. Gehälter der Mitarbeitenden wurden in Naturalwerten ausgezahlt.

      In den Jahren ab 1920 kam als besondere Aufgabe die Fürsorge für Jugendliche – Jungen ab dem 16. Lebensjahr, die in den vorhandenen Erziehungsanstalten für Schulentlassene nicht aufgenommen werden konnten – hinzu. Die beiden Höfe in Oberobland wurden zu einer Jugendarbeiterkolonie ausgebaut.

      1935:
      Die Verantwortung für die Betriebsführung in Herzogsägmühle (und im Simonshof) wird dem "Landesverband für Wanderdienst, Körperschaft des öffentlichen Rechts" (Vorsitzender ist SA-Obersturmbannführer Alarich Seidler, geboren 1897 in Konstanz, verstorben 1979 in Peiting) übertragen. Die Organisation ist dem Bayer. Innenministerium angegliedert und mit der Neuorganisation der "Obdachlosenhilfe" in Bayern beauftragt. Die Gründe für den Betriebsübergang, sind konzeptionelle und wirtschaftliche Probleme und vermutlich politischer Druck. Herzogsägmühle wird firmiert als "Zentralwanderhof HSM".

      Herzogsägmühle ist herausragender Teil der öffentlichen "Wandererfürsorge", die von national-sozialistischem Geist geprägt ist. Herzogsägmühle wird wesentlich erweitert (bis auf 1.000 Aufnahmemöglichkeiten) und differenziert (z.B. eigene Abteilung für Jugendliche mit zahlreichen Ausbildungsmöglichkeiten, "Sammel- und Siebestelle" für "Nichtsesshafte" für alle Einrichtungen im links- und rechtsrheinischen Bayern, Krankenhaus, Altenheim). Die frühere Freizügigkeit der Betroffenen, Hilfe in Herzogsägmühle anzunehmen oder nicht, ist abgeschafft, den aufgrund neuer rechtlicher Regelungen "eingewiesenen" "Insassen" droht bei gravierender "Auffälligkeit" die Einweisung in das Konzentrationslager Dachau.

      1941/1942
      20 französische und serbische Kriegsgefangene arbeiten im
      Torfwerk und in der Landwirtschaft Herzogsägmühle und von Herzogsägmühle aus bei Bauern in der Umgebung; 1942 kommen an ihre Stelle 50 russische Kriegsgefangene.

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      [ HINWEIS: Viele weiterführende Links (mit hochinteressantem Inhalt) sind im Originaltext auf der HERZOGSÄGMÜHLE-Webseite enthalten! ]

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      fortgesetzt im nächstfolgenden Beitrag ]

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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

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      [ fortgesetzt vom unmittelbar vorhergehenden Beitrag ]

      Beschönigte und reingewaschene Chronologie der "HERZOGSÄGMÜHLE" in Schongau/Peiting, in Oberbayern, im „Pfaffenwinkel“ (ca. 26km von Landsberg an der Lech entfernt; ca. 61km von Augsburg entfernt; ca. 80km von München entfernt)

      Die Begriffe "Jugendwohlfahrtsgesetz", um das sich seit dem Jahre 1922 in Deutschland alles was mit „Heimerziehung“ zu tun hatte, drehte, und "Fürsorgezöglinge"/"Fürsorgeerziehung" = „FE-Insassen“ und "Freiwillige Erziehungshilfe Zöglinge" = „FEH-Insassen“ ( – auch als „schwachsinnig“ begutachtete „Insassen“ !! – ), die zu Tausenden diese 'Einrichtung' durchlaufen haben, d.h. „dort untergebracht waren“ (wie man es gerne nennt), kommen in dieser Chronologie nicht vor; diese Begriffe werden von den DIAKONIE-Historikern in dieser Chronologie streng gemieden.

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      Herzogsägmühle im Blick auf Historie und Gegenwart (Langfassung)
      [ http://www.herzogsaegmuehle.de/2513.0.html#c8141 ]

      (Bearbeitungsstand: Oktober 2014)

      [ präsentiert hier als: ZWEITE TEIL VON ZWEI TEILEN ]

      1946:
      Zum 1. Januar überträgt das bayerische Innenministerium dem "Verein für Innere Mission in München e.V." die Verantwortung für die Betriebsführung in Herzogsägmühle, am 23.12.1950 erfolgt die rechtsgültige Besitzübergabe (die nordbayerische Einrichtung Simonshof wird dem Caritasverband für die Diözese Würzburg übertragen).
      Als Einrichtung der Diakonie profitiert Herzogsägmühle im Folgenden von den Möglichkeiten der Freien Wohlfahrtspflege im Rahmen der neuen Sozialgesetzgebung der Bundesrepublik Deutschland sowie des Freistaates Bayern und stellt sich mit dem Selbstverständnis HERZOGSÄGMÜHLE - ANTWORT AUF NÖTE DER ZEIT neuen Aufgaben: Zu den bestehenden Arbeitsbereichen "Jugendhilfe" und "Obdachlosenhilfe" kommen weitere und erfahren bedarfsgerechte Weiterentwicklung dank öffentlicher Mittel, kirchlicher Zuschüsse und privater Zuwendungen. Herzogsägmühle widmet sich in dieser Zeit vor allem der Versehrtenfürsorge und der Prothesenherstellung.

      1948:
      Beginn der Berufsschularbeit mit benachteiligten Jugendlichen in der "Gastwirtschaft".

      1949:
      Neubau einer evangelischen Not-Kirche nach den Plänen des Bauhaus-Mitbegründers Professor Otto Bartning aus Heidelberg.

      1950:
      Neuer Arbeitsbereich "Hilfe für Erwachsene mit geistiger und mehrfacher Behinderung" (Beginn im "Melkerhof", anschl. bis 1978 im "Haus Obland", danach im Peitnachhof).

      1956:
      Erweiterung bestehender Arbeits-und Ausbildungsangebote und Bau von Werkhallen

      1960:
      Erster Neubau zur Verbesserung der Wohnqualität ehemals obdachloser Männer (Kahlhaus)

      1971:
      Neuer Arbeitsbereich "Altenhilfe" und Bau des "Schöneckerhauses"

      1978:
      Neuer Arbeitsbereich "Hilfe für Menschen mit Suchtproblemen" (Langzeiteinrichtung "Weiherhof").

      1979:
      Neuer Arbeitsbereich "Hilfe für Menschen mit seelischer Erkrankung". Ab 1979 Übergangseinrichtung (zunächst im Haus Obland, ab 1984 in den neuen "Häusern am Latterbach", ab 1992 im Rahmen eines Versorgungsvertrages gemäß § 111 SGB V im "Rehabilitationszentrum").

      1980:
      Aufbau einer ambulanten Beratungs- und Behandlungsstelle in Weilheim.
      Aufbau eines ambulanten Sozialpsychiatrischen Dienstes in Weilheim.

      1983:
      Neubau von Wohnheimen in Herzogsägmühle sowie Wohngemeinschaften in Orten der Umgebung. Beginn der Differenzierung des Fachbereiches "Menschen in besonderen Lebenslagen" – Obdachlosenhilfe durch ambulante Arbeit (Fachberatungsstelle - 1987 erweitert um Schuldnerberatung – in Schongau ab 1984) und erste Wohngemeinschaft in Schongau.

      1984:
      ORT ZUM LEBEN wird Selbstverständnis von Herzogsägmühle; der Ortschaftsgedanke ist Leitgesichtspunkt für die konzeptionelle und bauliche Weiterentwicklung weg von der "Einrichtung" zum Gemeinwesen besonderer Art für alle Mitbürgerinnen und Mitbürger. Errichtung einer Sozialtherapeutischen Übergangseinrichtung "Haus Obland".

      1986:
      Beginn der jährlich stattfindenden Herzogsägmühler Kulturtage – jeweils wechselnd zwischen Kunstausstellung, Musikwoche und Theatertage. Gründung der Beschäftigungsgesellschaft "Herzogsägmühle Service GmbH" (heute i+s Pfaffenwinkel GmbH). Vorstellung der 1. Fassung des Entwicklungskonzeptes "Herzogsägmühle 2000". Andere Entwicklungskonzepte gab es aber schon um 1980.

      1987:
      Gründung des Vereins "Lebensbeistand e.V." zur Führung von Betreuungen durch Ehrenamtliche. Beginn von Bemühungen um eine entdiskriminierende Sprachregelung: Nach "Wanderer" (bis 1936), "Nichtsesshaften" oder "Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten" (bis 1986) wird vereinbart, in Herzogsägmühle diese Bezeichnungen nicht mehr zu gebrauchen und von "Menschen in besonderen Lebenslagen", oder von "Mitbürgerinnen und Mitbürgern ohne Wohnung und Arbeit" zu sprechen. Zehn Jahre später werden die Begriffe "Hilfeberechtigte" und "Hilfeverpflichtete" eingeführt.

      1988:
      Erste Wohngruppe der "Jugendhilfe" in einem Ort der Umgebung (Unterfeldweg/Peiting) und ebenso von Menschen mit Behinderung (Schwabbruck). Erstmals Aufnahme von Frauen und Paaren in Herzogsägmühle.

      1989:
      Erstmals Aufnahme von Mädchen in der Herzogsägmühler Jugendhilfe.

      1990:
      Neue Konzeption, Organisation und Differenzierung der stationären Hilfeangebote in einen "Übergangsbereich" mit 70 (später 110) und einen "Wohnbereich auf Dauer" mit 164 (später 140) Aufnahmemöglichkeiten – auch in Orten der Umgebung (inkl. Wohngemeinschaften und "Betreutes Einzelwohnen").

      1991:
      Eröffnung einer "Förderstätte" für Menschen mit sehr schwerer Behinderung, das für diesen Personenkreis bald notwendige besondere Wohnangebot (Förderzentrum bzw. "Wohnpflegeheim") wird 1998 bezogen. Änderung der Organisationsstruktur und Schaffung von Mitwirkungsmöglichkeiten für Betroffene und ihre Angehörigen. Erstmals Wahl zum "Beirat der Herzogsägmühler Behindertenhilfe" durch Angehörige und gesetzliche Vertreter. Konstituierende Sitzung des "Großen Rates", dem später je zur Hälfte Hilfeberechtigte und Hilfeverpflichtete angehören.

      1994:
      100-jähriges Jubiläum, die Deutsche Bundespost widmet Herzogsägmühle ein Sonderpostwertzeichen.
      Satzungsänderung des Rechtsträgers, der Leiter von Herzogsägmühle wird Geschäftsführer und Vorstandsmitglied des Vereins "Innere Mission München - Diakonie in München und Oberbayern e.V.".

      1995:
      Ausweitung und Differenzierung des Jugendhilfebereiches durch das Angebot "Familienintegrativer Erziehung", Führung weiterer heilpädagogischer Wohngruppen in Orten der Umgebung. Ab 2000 ambulante Erziehungshilfen im Rahmen "Familien-Stützender Sozialarbeit".

      1996:
      Errichtung einer Tagesstätte für Menschen mit seelischer Erkrankung in Weilheim (1997 in Schongau, 1998 in Garmisch-Partenkirchen) Beginn intensiver Bemühungen um Qualitätsentwicklung und Aufbau eines Qualitätsmanagement-Systems im Rahmen von DIN EN IS0 9001; Herausgabe von "Selbstverständnis und Unternehmensziele" als Orientierungsrahmen für qualitätssichernde Maßnahmen. Ausbildung von Mitarbeitenden wird neue Aufgabe: "Liselotte-von-Lepel-Gnitz-Schule - Evang. Fachschule für Heilerziehungspflege und Heilerziehungspflegehilfe" eröffnet.

      1999:
      Herzogsägmühle verkauft die ersten Dienst-Mietwohnungen an Mitarbeitende, damit diese auch im Ruhestand im Ort wohnen und der Dorfgemeinschaft angehören können.

      2000:
      Eröffnung einer Altentagestätte für Menschen mit geistiger Behinderung. Gründung der "Förderstiftung Herzogsägmühle" zur langfristigen Absicherung der Arbeit und der Ortschaft.

      2003:
      Beginn der Sozialpsychiatrischen Familienpflege im Dekanat Weilheim. Gründung der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft "Selbstbestimmung fördern" und der "Stiftung ganzheitliche Kinder- und Jugendhilfe".

      2004:
      Wohngemeinschaften in Orten der Umgebung.

      2007:
      Herzogsägmühle als Top-Arbeitgeber ausgezeichnet. Herzogsägmühle gehört damit zu den 100 besten Arbeitgebern im deutschen Mittelstand.

      2009:
      Eröffnung des Rehabilitationszentrums für Menschen mit seelischer Erkrankung in Landsberg am Lech

      2010:
      Herzogsägmühle erneut als Top-Arbeitgeber ausgezeichnet. Herzogsägmühle gehört damit wiederum zu den 75 besten Arbeitgebern im deutschen Mittelstand. Herzogsägmühle erhält das Diakonie-Gütesiegel Familienorientierung und wird damit als familienfreundliches Unternehmen ausgezeichnet. Eröffnung der Rehabilitationseinrichtung für psychisch kranke Jugendliche.

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      [ HINWEIS: Viele weiterführende Links (mit hochinteressantem Inhalt) sind im Originaltext auf der HERZOGSÄGMÜHLE-Webseite enthalten! ]

      Siehe auch
      WIKIPEDIA @ http://de.wikipedia.org/wiki/Herzogs%C3%A4gm%C3%BChle

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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

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      Schongau/Peiting: "Herzogsägmühle" | DIAKONIE IN OBERBAYERN I evangelische Heimerziehung

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      Veröffentlichung zur "HERZOGSÄGMÜHLE" in Schongau/Peiting, in Oberbayern, im „Pfaffenwinkel“

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      [ Die Gründungsgeschichte bis 1935 vom Standpunkt der Betreiber selbst. ]

      Autor/in: ANNETTE EBERLE
      Titel: Die Arbeiterkolonie Herzogsägmühle. Beiträge zur Geschichte der bayerischen Obdachlosenhilfe.
      Titelbild: "Am Wasser gepflanzt", Holzschnitt von Walter Habdank, Berg 1983.

      Hrsg. Herzogsägmühle (Innere Mission München - Diakonie in München und Oberbayern e. V.)

      Verlag: München, Herzogsägmühle

      Erschienen: 1994.

      Kurzinfo: 154 S., lll. u. graf. Darst. 8° , kart.

      Zum Inhalt: Wanderarmut in Bayern: Leben auf der Landstraße; Kriminalisierung; Selbsthilfe / Wandererfürsorge in Bayern: Verschiedene Einrichtungen; Verein für Arbeiterkolonien / Arbeiterkolonie Herzogsägmühle 1894-1935: Die Hausordnung, Programm und Organisationsgrundlagen; Arbeitshaus und Arbeiterkolonie; Spuren der Kolonisten / Fürsorgerische und polizeiliche Strategien im Umgang mit der Wandernot: zwei Seiten einer Medaille: Vom "Heimatrecht" zum "Unterstützungswohnsitz"; Maßnahmen gegen "Arbeitsscheue" und "Asoziale".

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      QUELLEN: Verschiedene Quellen im Internet.
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      Schongau/Peiting: "Herzogsägmühle" | DIAKONIE IN OBERBAYERN I evangelische Heimerziehung

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      Martini schrieb:

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      Verein ehemaliger Heimkinder e.V.

      30. Januar 2015 um 05:01 Uhr

      SUCHMELDUNG!!! In eigener Sache!
      Wir suchen Manfred Stark - geb.: 1952 - War in einem evangelischen Kinderheim [ im Bayrischen Wald ]: Kastell-Windsor, Nähe Regensburg - Ort: Haag. - Dann auch in einem [ evangelischen ] Heim: Herzogsägmühle in Peiting bei Schongau [ in Oberbayern ].
      Bei dieser Suchmeldung geht es um Recherchen zur Zwangsarbeit.
      Bitte melden bei: Heidi Dettinger = h.dettinger@veh-ev.eu - Tel.: 05032-964647 oder Dirk Friedrich = d.friedrich@veh-ev.eu - Tel.: 06106-15379
      Herzlichen Dank! - LG Dirk F.

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      QUELLE: https://de-de.facebook.com/VEHeV

      WEITERE QUELLE: http://www.veh-ev.eu/Wichtige_Themen/Zeitzeugen/Heimkindsuche/heimkindsuche.html

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      Schongau/Peiting: "Herzogsägmühle" | DIAKONIE IN OBERBAYERN I evangelische Heimerziehung

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      Ein für die gesamte Bundesrepublik Deutschland ausserordentlich wichtiges Gerichtsurteil bezüglich den Fürsorgezöglingen in der "HERZOGSÄGMÜHLE" in Schongau/Peiting, in Oberbayern, im „Pfaffenwinkel“

      … ein Gerichtsverfahren, dass durch alle Instanzen ging und dass sich über acht lange Jahre dahinzog …


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      Nach 1945: - "Fürsorgeerziehung" soll keinen Strafcharakter haben und bedeutet weder "Freiheitsentziehung", noch "Anstaltsunterbringung" oder "Zwangsarbeit".


      Der folgende, hier geschilderte Rechtsstreit nahm seinen Anfang am 19. Januar 1955 und wurde erst entgültig entschieden am 30. Januar 1963.

      Bundessozialgericht @ http://www.lexsoft.de/cgi-bin/lexsoft/tk_sec.cgi?chosenIndex=69312nv&templateID=printpreview&printTyp=document&xid=456313&print_mode=true

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      [ Bundessolzialgericht-Gerichtsurteil vom 30. Januar 1963 ]

      BSG, 30.01.1963 - 3 RK 36/59

      In dem Rechtsstreit
      hat der 3. Senat des Bundessozialgerichts
      auf die mündliche Verhandlung vom 30. Januar 1963,
      an der mitgewirkt haben
      Senatspräsident Prof. Dr. Bogs als Vorsitzender,
      die Bundesrichter Dr. Schraft und Dr. Langkeit sowie
      die Bundessozialrichter Blum und Dr. Engels als ehrenamtliche Beisitzer,
      für Recht erkannt:


      Tenor:

      Die Revision des Klägers [ DIE INNERE MISSION / DIE DIAKONIE / DIE EVANGELISCHE KIRCHE ] gegen das Urteil des Bayerischen Landessozialgerichts vom 3. Dezember 1958 wird zurückgewiesen.

      Die Beteiligten haben einander keine außergerichtlichen Kosten des Revisionsverfahrens zu erstatten.


      Gründe

      1I.

      Der klagende Verein für Innere Mission e.V. [ DIE INNERE MISSION / DIE DIAKONIE / DIE EVANGELISCHE KIRCHE ] unterhält ein Jugenderziehungsheim, den Fürsorgehof H. [ Herzogsägmühle ] in Schongau/Obb. [ Oberbayern ]. Die beigeladenen 91 Jugendlichen waren dort im Jahre 1955 untergebracht. Sie wurden in den staatlich anerkannten Lehrwerkstätten des Heims für die verschiedensten Berufe als Lehrlinge ausgebildet. 19 von ihnen (die Beigeladenen zu IV. Nr. 1 bis 19) waren durch einen Beschluß des Vormundschaftsgerichts nach § 63 des Reichsgesetzes für Jugendwohlfahrt vom 9. Juli 1922 (RGBl I S. 633) i.d.F. des Änderungsgesetzes vom 28. August 1953 (BGBl I S. 1035) - JWG - der Fürsorgeerziehung überwiesen worden. Die weiteren 72 Lehrlinge befanden sich in der Anstalt in freiwilliger Fürsorgeerziehung (Erziehungsfürsorge). 50 von ihnen (die Beigeladenen Nr. 20 bis 69) waren mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten auf Veranlassung behördlicher oder caritativer Einrichtungen (Jugendamt, Gesundheitsamt, Pfarramt, Evangelischer Jugenddienst e.V.), die restlichen 22 (die Beigeladenen Nr. 70 bis 91) nur auf Grund einer Vereinbarung mit den Erziehungsberechtigten im Fürsorgehof [ in Oberbayern ] aufgenommen worden. Den Lehrverhältnissen lag jeweils ein "Anstaltslehrvertrag" zugrunde, in dem die Dauer der Lehrzeit unter Berücksichtigung bereits nachgewiesener Lehrzeiten festgesetzt war. Im übrigen galten nach dem Lehrvertrag für die Lehrverhältnisse folgende Bestimmungen:

      [ ……… ]

      44

      [ ……… ]

      Wären die beigeladenen Jugendlichen den Insassen von Strafanstalten und Arbeitshäusern gleichzusetzen, die kraft ihrer Unterworfenheit durch die Anstaltsgewalt Arbeiten verrichten müssen, so wäre für ein freies Beschäftigungs- oder Ausbildungsverhältnis kein Raum. Eine solche Parallele besteht jedoch selbst bei den Jugendlichen nicht, die - wie im vorliegenden Streitfall - nach § 63 JWG a.F. (= § 64 JWG i.d.F. vom 11. August 1961, BGBl I S. 1206) durch Beschluß des Vormundschaftsgerichts der Fürsorgeerziehung überwiesen sind. Der Beschluß des Vormundschaftsgerichts hat keinen Strafcharakter und stellt auch keine Maßnahme der Sicherungsverwahrung dar. Er weist auch nicht den Jugendlichen in eine Fürsorgeanstalt ein,
      wie oft irrtümlich angenommen wird; würde er eine solche konkrete Regelung treffen, wäre er rechtswidrig (vgl. Bayer. Oberstes Landesgericht zu § 70 RJWG in Samml. von Entscheid des BayObLG in Zivilsachen Bd. 34 S. 426; Potrykus, JWG § 65 Anm. 8 ). Der vormundschaftsgerichtliche Beschluß beschränkt sich vielmehr auf die Anordnung der Fürsorgeerziehung und hat zur Folge, daß das Recht und die Pflicht der Eltern zum Unterhalt, zur Erziehung und zur Beaufsichtigung des Minderjährigen als Teil des den Eltern zustehenden Gesamtpersonensorgerechts kraft öffentlichen Rechts auf die Organe der öffentlichen Jugendhilfe übergeht (vgl. Potrykus aaO § 63 Anm. 19). Mit Recht bezeichnet das LSG den mit der Anordnung der Fürsorgeerziehung verbundenen staatlichen Zwang als in erster Linie gegen die Eltern – nicht gegen den Jugendlichen – gerichtet (vgl. auch Teitge, BABl 1958, 67, 69). Elterliche Rechte werden nach Erlaß des vormundschaftsgerichtlichen Beschlusses weitgehend von der Fürsorgerziehungsbehörde wahrgenommen. Entscheidet sich diese Behörde dafür, die Fürsorgeerziehung in einer "Erziehungsanstalt" (§ 62 JWG a.F. – jetzt "Heim", § 69 Abs. 3 Satz 1 JWG n.F. –) durchführen zu lassen – es kann auch eine "geeignete Familie" (§ 62 JWG a.F., § 69 Abs. 3 Satz 1 JWG n.F.), u.U. sogar die eigene Familie des Minderjährigen (§ 69 Abs. 4 JWG a.F., § 69 Abs. 3 Satz 2 JWG n.F) sein –, so kann allerdings damit für den Jugendlichen ein Öffentlich-rechtliches Gewaltverhältnis begründet werden, sofern er nämlich in eine mit hoheitlichen Befugnissen ausgestattete Anstalt eingewiesen wird. Er ist in diesem Falle der Anstaltsgewalt unterworfen – im Grundsatz nicht anders als der Schüler gegenüber der Schule, der Student gegenüber der Universität – und hat den zwingenden Ge- und Verboten der Anstaltsordnung, die auch bestimmte Arbeiten betreffen können, nachzukommen.

      [ Die in der Einrichtung untergebrachten Zöglinge, die „einer Lehre nachgehen“ oder anderweitig „einen Angestelltenberuf anstreben“ stehen in einem gewöhnlichen Arbeitsverhältnis;
      Versicherungspflicht besteht !; vollumfängliche Krankenversicherung / Sozialversicherung ist daher vom Arbeitgeber, der INNEREN MISSION / DIAKONIE / EVANGELISCHEN KIRCHE zu zahlen ! ]

      Von Rechts wegen.

      veröffentlicht am 30.01.1963

      Direkter Link zu diesem Dokument

      http://www.lexsoft.de/cgi-bin/lexsoft/tk_sec.cgi?chosenIndex=UAN_nv_1005&xid=456313

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      Bezüglich dem damals von der INNEREN MISSION / DIAKONIE / EVANGELISCHEN KIRCHE betriebenen Jugenderziehungsheim, dem Fürsorgehof Herzogsägmühle in Schongau, Oberbayern, siehe WIKIPEDIA @ de.wikipedia.org/wiki/Herzogs%C3%A4gm%C3%BChle
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      QUELLE: Ein Beitrag (vom Do. 27.03 2014 um 02:59 Uhr) im Diskussionsfaden/Thread zum Thema: »Die 3. Reichs-Zwangsarbeit-Tradition fortgesetzt in der BRD.« im EHEMALIGE-HEIMKINDER-TATSACHEN.COM-Forum @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/phpBB3/viewtopic.php?p=572#p572
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
      Ein Denkmal in Musik gesetzt

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

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      Schongau/Peiting: "Herzogsägmühle" | DIAKONIE IN OBERBAYERN I evangelische Heimerziehung

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      FOTO: "Alarich Seidler (SA/SS) und Reichsführer Adolf Hitler" --- HERZOGSÄGMÜHLEAnfang der 1930er Jahre

      Siehe das erste Foto in dieser Bilder-Galerie @
      https://www.google.de/search?q=%22Alarich+Seidler%22%2B%22SA%22%2B%22SS%22&tbm=isch&source=iu&ictx=1&fir=j-u7KOngHPDA0M%253A%252Cl5xfxd0FZ5xzwM%252C_&usg=__mj7R3AEzORVJ1INm8s5KgsSE-Dc%3D&sa=X&ved=2ahUKEwi8uOCxn9faAhXLVbwKHYBCAl0Q9QEwAnoECAAQOA#imgrc=j-u7KOngHPDA0M


      oder auch hier: Alarich Seidler führt Adolf Hitler bei dessen Besuch der HERZOGSÄGMÜHLE um 1934 @ http://universaar.uni-saarland.de/journals/index.php/tg/article/viewArticle/849/892 (Seite halb runterscrollen).

      Siehe auch hier das erste Foto in dieser Bilder-Galerie @ https://www.google.de/search?q=%22Zwangsf%C3%BCrsorgeheim+f%C3%BCr+Nichtse%C3%9Fhafte%22&tbm=isch&source=iu&ictx=1&fir=SfD4rtHrfQEctM%253A%252CVkk5JoPCduibRM%252C_&usg=__sbuj4hEdKSmFhkgXOwGanPVy52Q%3D&sa=X&ved=2ahUKEwj_9ev9ot7aAhUDfLwKHfgwBywQ9QEwAnoECAAQOg#imgrc=SfD4rtHrfQEctM

      Siehe eine ganz besondere HERZOGSÄGMÜHLE SONDERBRIEFMARKE zum 100-jährigen Jubiläum der Herzogsägmühle in 1994, die hier zu finden ist @

      https://de.wikipedia.org/wiki/Briefmarken-Jahrgang_1994_der_Deutschen_Bundespost#/media/File:DBP_1994_1740_Herzogs%C3%A4gm%C3%BChle.jpg

      Aus welchem Grund auch immer sind die beiden ersterwähnten Fotos in Zusammenhang mit der HERZOGSÄGMÜHLE manchmal aufrufbar und manchmal nicht aufrufbar. Man muß also Geduld haben wenn es manchmal nicht sofort klappt.
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

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      Schongau/Peiting: "Herzogsägmühle" | DIAKONIE IN OBERBAYERN I evangelische Heimerziehung

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      Aufschlußreiche detallierte Geschichtschronologie, auch mit Bildern, der …

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      Werkfeuerwehr Herzogsägmühle - 75 Jahre - 1937 - 2012

      [
      http://www.diewerkfeuerwehr.de/wi-hist.php ]

      Historie

      [ schwarz-weiß Foto des Gerätehauses aus dem Jahre 1962 ]

      Geschichte der Werkfeuerwehr

      Die Wehr wurde am 01. November 1937 gegründet und erhielt den Namen

      „Freiwillige Betriebsfeuerwehr Wanderhof - Herzogsägmühle /
      Brandamt Schongau“
      (Auszug aus der Gründungsurkunde).

      [ ……… ]

      Zwischen 1951 und 1984 ereigneten sich in Herzogsägmühle insgesamt neun Großbrände, die mit Hilfe der Nachbarwehren aus Peiting und Schongau bekämpft und gemeistert wurden.

      [ ……… ]

      .

      SELBST DORT WEITERLESEN UND SICH AUCH MAL GENAU UMSCHAUEN AUF DIESER WEBSEITE @ http://www.diewerkfeuerwehr.de/wi-hist.php
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      Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

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      Schongau/Peiting: "Herzogsägmühle" | DIAKONIE IN OBERBAYERN I evangelische Heimerziehung

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      "Alte Kolonie" / "Kolonistenhaus in Herzogsägmühle" / "Verwaltungshof" / "Arbeiterkolonie Herzogsägmühle" / "Zwangserziehungseinrichtung Herzogsägmühle" / "Zwangsfürsorgeheim Herzogsägmühle" / "Jugendarbeiterkolonie Herzogsägmühle" / "Zentralwanderhof Herzogsägmühle" / "Erziehungsanstalt Herzogsägmühle" / "Behinderteneinrichtung Herzogsägmühle" / "Peitnach-Hof" / "Peitnachhof" / "Gartenbauverein" / "Verein Dorfentwicklung und Landespflege Herzogsägmühle e.V." / "Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege Weilheim-Schongau e.V." / "Telezentrum Herzogsägmühle"

      All diese and die folgende historische Information bezüglich der "HERZOGSÄGMÜHLE" – auch mit vielen historischen schwarz-weiß Fotos – ist hier zu finden: @ http://www.gartenbauvereine-wm-sog.de/610.0.html und http://www.gartenbauvereine-wm-sog.de/impressum.html

      .
      Schon um 1500 ist auf dem Platz des heutigen Peitnach-Hofes ein landwirtschaftliches Anwesen nachweisbar, das zum Kloster Rottenbuch gehörte. Zu welchem Zeitpunkt diese Bindung und auch die Zehentpflicht endete, ist nicht bekannt. 1704 war Bonifaz Weckerle Besitzer und bis 1827 blieb es im Besitz dieser Familie. Dann wurde der Hof von Leonhard Wörnzhofer gekauft und trug den Hausnamen Bondlbauer. 1876 kaufte Georg Schmid, Bauer vom Nachbarhof Stefflbauer – spatter Alte Koloni genannt – den Hof und verkaufte 1894 beide Anwesen an die Arbeiterkolonie HERZOSÄGMÜHLE, die über dem 1878 abgebrannten und 1888 wiederaufgebauten Hofstelle 1896 ein neues Verwaltungsgebäude mit Küche, Speisesaal und Schlafsäle baute.

      Der erste Name des Peitnachhofes war Kolonistenhaus, später Verwaltungshof, ab 1984 Peitnachhof.

      Die Zeitschrift „Das Bayernland Ausgabe Nr. 9 von 1897 berichtet über die Generalversammlung vom 02. September 1896 des Vereins für Arbeiterkolonien in Bayern anlässlich der Einweihung des Kolonistenhauses in Herzogsägmühle.

      So wird u.a. berichtet: „Ein breiter Hauseingang teilt das Erdgeschoß in zwei Teile. Rechts ist neben der Anstaltsküche und Speisekammer der große Aufenthaltssaal der Kolonisten. Das Parterre enthält noch die Arbeitsstätte für das notwendige Gewerbe der Schneiderei und Schusterei und eine Kleiderkammer, sodann im Seitenflügel die Bureauräume und Gastzimmer.

      Über eine Stiege kommen wir in drei Schlafsäle, mit eisernen Bettstellen. Jeder Schlafsaal faßt 30 bis 40 Betten. Einen deutlichen Eindruck von der Sorgfalt, mit welcher der Bau ausgeführt wurde, gibt im Kellergeschoß die in jedem einzelnen Keller vorhandene Kanalisation; mit derselben ist der Gemüse-, der Kartoffel-, der Schlachtkeller versehen.“


      Das Gebäude konnte damit 100 – 120 Kolonisten aufnehmen. Die Verwaltung der Einrichtung, einige Werkstätten, Speisesaal mit Küche und den erforderlichen Nebenräumen waren im Haus integriert.

      Auch ein Bet-Saal war bis 1949 (Bau der Martinskirche) im Haus vorhanden.

      1938 wurde im 1. Stock in mehreren Zimmern eine große Krankenabteilung eingerichtet und im Ostflügel eine Inspektor-/ Direktorenwohnung geschaffen. Im Dachgeschoß befanden sich zudem Wohnräume für Mitarbeiter. Bis zum Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes (1984) waren die Poststelle Unterobland und ein Kramerladen (dann im ehemaligen Landwirtschaftsgebäude) im Erdgeschoss untergebracht.

      Der riesige Dachraum war ursprünglich leer bzw. wurde als Abstellraum/ Lagerraum z.B. für Zwiebel genutzt. Der Einbau eines Getreidebodens war geplant.

      Wasch-, Dusch- und Bademöglichkeit gab es nur im Kellergeschoss. Hier war auch die dringend benötigte Kleiderkammer. Aus Spenden gab es auch gebrauchte Oberbekleidung umsonst.

      Die Heizung erfolgte über Einzelöfen. Das Haus hatte damals acht Kamine mit insgesamt 15 Kaminzügen. Eine Zentralheizung für das ganze Haus gab es erst 1960, die dann auch das neugebaute Kahl-Haus mitversorgte. Ebenso wurde ein unterirdischer Verbindungsgang zur Versorgung des Speisesaales des Adolf-von-Kahl-Hauses gebaut.

      Der auch heute noch sehr stattliche Bau wurde bis heute äußerlich nicht wesentlich verändert. Der WC- Anbau an der Ostseite erfolgte später. Die Klärung der Abwässer erfolgte über Klärgruben. Da es damals keine Kanalisation gab, wurde das „geklärte“ Abwasser über Sickergruben in einiger Entfernung vom Haus in den Untergrund geleitet.

      1958 zog eine Aufnahmeabteilung und eine landwirtschaftliche Abteilung für je 16 Jugendliche im Peitnachhof ein. Einige Zeit später gab es eine erweiterte Aufnahme- Abteilung im Ostflügel Dachgeschoss. Dort wurden neuankommende Jugendliche aufgenommen, die nach Abklärung ihrer jeweiligen Situation in andere Häuser von Herzogsägmühle umzogen.

      1985 erfolgte der Umzug der Verwaltung in den Neubau der Gemeinsamen Verwaltung und der Verwaltungshof erhielt den Namen „Peitnachhof“. Im frei gewordenen Ostflügel fanden nach Sanierung und Umbau behinderte Mitbürger aus dem Haus Obland ein neues Zuhause.

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      QUELLE: @ http://www.gartenbauvereine-wm-sog.de/610.0.html
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      Heimkinder appellieren an VATER STAAT und MUTTER KIRCHE Sühne zu tun:
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      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; sie bedarf ständiger Wachsamkeit.

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