WAS LÄUFT SCHIEF MIT DER BERICHTERSTATTUNG IN DEN DEUTSCHEN MEDIEN ?

      WAS LÄUFT SCHIEF MIT DER BERICHTERSTATTUNG IN DEN DEUTSCHEN MEDIEN ?

      Ukraine und Pegida: Vertrauen in Journalisten sinkt

      ​hierzu habe ich , aus meiner Sicht durchaus beachtlichen Kommentar / Beitrag gefunden. Und möchte diesen euch zur Diskussion stellen. Von Journalist Roland Tichy, u.a. ist er Vorstandsvorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung und studierter Wirtschaftsökonom , Chefredakteur des Magazins Wirtschaftswoche.

      Laut der Umfrage haben 63 Prozent der Deutschen wenig oder gar kein Vertrauen in die Ukraine-Berichterstattung deutscher Medien.

      Von diesem Teil der Nutzer empfindet fast jeder Dritte die Berichterstattung als einseitig und 18 Prozent gehen gar von einer bewussten Fehlinformation durch die Medien aus. Das Misstrauen zieht sich dabei quer durch alle Alters- und Einkommensgruppen, unabhängig von Geschlecht und Wohnort. Zudem scheint es sich sogar auf die Wahrnehmung der Medien insgesamt auszuwirken. 14 Prozent aller Befragten meinen, dass ihr Vertrauen in die Medien durch die Berichterstattung über die Ukraine-Krise gesunken sei. Insgesamt ist das Vertrauen in die Medien so schlecht wie lange nicht mehr. Haben im April 2012 noch 40 Prozent der Befragten angegeben, großes oder sehr großes Vertrauen zu den Medien zu haben, sind es jetzt, im Dezember 2014, nur noch 29 Prozent.

      Dazu einige Thesen, die ich auch bereits mehrfach gedruckt vorgelegt habe:

      1) Journalisten pflegen oft eine Art „Hinrichtungsjournalismus“. Dabei wird nicht versucht, Menschen Ausdruck zu verleihen, sondern sie bewusst misszuverstehen, Aussagen zu verkürzen, aus dem Zusammenhang zu reißen, um diese Menschen negativ vorzuführen. Das schafft Schlagzeilen, denn die Meute greift auf, was andere ihr vorwerfen. Dagegen wehren sich immer mehr Menschen, denen ein Presserechtler nicht zur Verfügung steht, durch Schweigen. Profis umgeben sich mit Pressesprechern, Anwälten und Aufpassern; lassen sich Interviews zur Autorisierung vorlegen und schwächen problematische Aussagen ab. Umso anstrengender wird die Jagd und die Suche nach „authentischen“ Aussagen, die sich skandalisieren lassen. Beispiele für diese Art „Hinrichtungsjournalismus“ finden sich zu viele; immer wenn ein verkürztes Zitat eingesetzt wird, kann man davon ausgehen: Hier wird die Wahrheit durch Überspitzung zumindest verdreht, oft völlig verkehrt.

      2) Erfolgversprechend ist eine „Skandalisierung“. Nicht mehr Sachverhalte werden berichtet, sondern Missstände sollen aufgedeckt, Schufte vorgeführt, Verantwortliche gesucht und angeprangert werden. Dies ist sicherlich auch eine Aufgabe des Journalismus. Aber die Technik und Vorgehensweise hat sich verselbständigt. Ein Beispiel schickt der sächsische Politiker Arnold Vaatz (siehe unten): Wochenlang wurden die Bewohner der Stadt Sebnitz der mörderischen Ausländerfeindlichkeit bezichtigt – bis sich die Wahrheit sehr schlicht und sehr anders herausstellte.

      3) Meinung überdeckt die Fakten. Ein Beispiel lieferte die Tagesschau am Montag, dem 15.12. um 20:00 Uhr. Es wurde gemeldet, dass die Zahl der Teilnehmer an der Pegida-Demonstration abgenommen habe. Tatsächlich meldete aber der Liveticker der Sächsischen Zeitung bereits um 19:43 Uhr mit: “Thomas Geithner; Pressesprecher der Polizei Dresden, gibt die offiziellen Zahlen zu den Teilnehmern bekannt. Er spricht von “mehr als 10.000″ Menschen”, also tendenziell einer Steigerung der Teilnehmerzahl, und gleichzeitig einer Abnahme bei den linken Gegendemonstrationen. Nun muss man kein Pegida-Anhänger zu sein, um die manipulative Absicht zu erkennen: Diese politisch skandalisierte Organisation soll klein geredet werden. Gerade das staatlich finanzierte TV-System aber sieht sich latent dem Verdacht ausgesetzt, im Dienste der Regierungen zu stehen, was durch die Zusammensetzung der Rundfunkräte ja auch bestätigt wird. Eine hübsche Analyse der Tagesschau, Satz für Satz seziert, lesen Sie hier.

      4) Journalisten laufen Gefahr, sich zum Handlanger der Mächtigen zu machen. Die Droge heißt Nähe. Journalisten möchten gerne den Mächtigen nahe sein, um Informationen zu erhalten. Nähe setzt aber ein Mindestmaß an Zustimmung voraus. Also teilen Journalisten den „Spin“, die „Drehung“, die Politiker den Ereignissen geben. Gerade in Berlin ist diese Nähe zu eng geworden, weil Politiker und Journalisten im Regierungsviertel tagein tagaus aufeinander kleben. Politiker und PR-Agenturen haben gelernt, sich diese Neigung von Journalisten zu nutze zu machen. Sie sind daher im Meinungskampf allen anderen Gruppen weit überlegen.
      ....................

      Hier geht es weiter zur Quelle : rolandtichy.de/daili-es-sentia…rauen-journalisten-sinkt/
      Denke nicht so oft an das was Dir fehlt, sondern an das, was Du hast !
      Naja ... ist ja eigentlich nur nen "halber Aufreger" wenn man sich zur Genüge führt ...wie die Medien so funktionieren ... sind ja von Auflagen angewiesen ... oder früher "auf Linie" gebracht ... und dass nicht nur in einer Gesellschaftsform ..

      so eine "Zeitungsposse" mal als Beispiel ("Alter" - bitte verzeih)

      ..vor ein paar Tagen gab es zahlreiche Berichte mit Inhalt "Dänen ziehen randalierend durch die Prignitz" ...waren wohl vier dänische Staatsbürger von Berlin auf der Rückreise von Berlin ins Daneland. Sie randalierten in einem Supermarkt in Kyritz, verübten Einbrüche, Sachbeschädigungen, war wohl noch nee Drgenfahrt und Verfolgungsfahrten mit der Polizei drin ... also zwei Tage nen "großes Ereignis" hier. Man denkt .."Hallo, Dänen - die kennt man aber anders" - außer aus dänischen Krimis. Nebenbei stand nen Satz: "Die dänischen Randalierer haben "Migrationshintergrund" ...

      Heute in der Zeitung: "Dänische Randalierer zurück in ihre Heimat" ...das dänische Fernsehen hat sich bei der Zeitung erkundigt und sich für die vier Dänen entschuldigt ..

      .. will schreiben ... Zeitungen haben ja eine "Informationspflicht" ..vielleicht sollte man ab und zu beachten, was man mit bestimmten Schreibweisen anrichten kann ..

      ..na ..unser Urlaub im Mai bleibt trotzdem bestehen ...

      .. (wir waren ja auch schon in ner Nebensaison in Holland in einem Ferienpark ..wo wir bisher die besten Erfahrungen hatten - da dann waren fast alle Bungalows mit "Kanaken" belegt - Kanaken nun nicht als Schimpfwort sondern als Volksbezeichnung ..es gibt ja dieses Volk -- jo, und die Bungalows doppelt und dreifach belegt ...demzufolge waren die Nächte "gewöhnungsbedürftig" ... und trotzdem würden wir auch wieder nach Holland reisen ...)

      8|
      Wer so offen ist wie ich ..der kann doch nicht ganz dicht sein ..egal wie dicht du bist.. Goethe war Dichter ....

      Gibt dir det Leben einen Puff, da weene keene Träne. Lach dir nen Ast und setz dir druff Un baumle mit de Beene.

      Halavero schrieb:

      .. will schreiben ... Zeitungen haben ja eine "Informationspflicht" ..vielleicht sollte man ab und zu beachten, was man mit bestimmten Schreibweisen anrichten kann ..


      Genau hier ist die Mitverantwortung der Redakteure und Berichterstatter ! Wie schnell kann ( ob nun bewußt oder unbewusst ) aus einer Information ein Flächenbrand ausgelöst werden. Das hat mit den Grundsätzen eines professionellen Journalismus nichts mehr gemein. Eher mit verdammt bitteren Beigeschmack : Ist gerade nichts los - werden die " News und Storys " halt eben selber produziert ! Sei es sogar auf Kosten ( Menschenleben und Schicksale ) . Gefährlich daran ist aber auch der Aspekt - die Freiwillige Selbstkontrolle ( und ja ich bin immer noch der Auffassung die Medien / Presse etc. ) sollen weiter unabhängig bleiben, greift nicht mehr. Gleichschaltung alle - so kommt dies bei mir an.
      Denke nicht so oft an das was Dir fehlt, sondern an das, was Du hast !
      KORRUPTION: DEUTSCHE JOURNALISTEN HOLEN AUF

      Sonst lieben die Medien Korruptions-Berichte von “Transparency International” (TI): Pflegeleicht PR-gestylt, unkritisch, wirtschaftsnah. Doch jetzt brachte ein Korruptions-Index deutsche Medien und Journalisten in Verruf: Deutsche Medien-Konsumenten geben ihnen den dritten Platz hinter Firmen und Parteien. Warum bloß? Sie werden doch nicht die Öffentlichkeit manipuliert haben. Und überhaupt: Wie korrupt ist eigentlich TI selbst?

      TI-Deutschland stellte letzte Woche in Berlin die Ergebnisse ihres “Globalen Korruptionsbarometer 2013″ vor. Diese TI-Umfrage untersucht in 107 Ländern, wie korrupt einzelne Sektoren wahrgenommen werden. In Deutschland schnitten auf einer Skala von eins (überhaupt nicht korrupt) bis fünf (höchst korrupt) die politischen Parteien (3,8). die Privatwirtschaft (3,7) und erstmals auch die Medien (3,6) besonders schlecht ab. Sie rangierten damit noch hinter der Öffentlichen Verwaltung (3,4) und dem Parlament (3,4), so TI. In den Medien selbst wurde der Bericht wenn überhaupt, eher aufgenommen, im DLF wurde sogar die TI-Methodik als “nur Befragung” kritisiert -es ist dieselbe Methodik, die TI bei ihrem medial vielzitierten Länder-Korruptionsindex benutzt, ohne dass sie dort je infrage gestellt würde.

      Zum aktuellen Ergebnis schweigen jedoch die meisten Medien -während sich Journalisten sonst gerne auf die beliebten Korruptions-Rankings von Ländern stürzen und sie bei jeder Gelegenheit in Berichten über Korruption verwenden. Auch werden TI-Funktionäre immer als erste (und oft als einzige) Experten in Sachen Korruption zitiert, befragt und eingeladen -obwohl bzw. weil die NGO als wirtschaftsnah und wenig kritisch gilt. Dies könnte einer der Faktoren sein, der Medien korrupt erscheinen lässt, neben der immer dürftigeren Erfüllung ihrer Informationspflicht, der Monopole und Kartelle im Mediensektor, der Liebedienerei zu Konzernen, ihrer neoliberalen Einheits-Ideologie, der immer dreisteren Manipulation durch Verschweigen (jüngst etwa Gladio-Skandal)...................

      Quelle : jasminrevolution.wordpress.com…e-journalisten-holen-auf/
      Denke nicht so oft an das was Dir fehlt, sondern an das, was Du hast !
      Ohne dein Thema gelesen zu haben, hab mich jetzt nur an deiner Überschrift orientiert - sorry Krissa, das mache ich gleich, aber eben war ich auf der Verlinkung zu den 6 Punkten der Pegida (von Axel eingestellt) und da stand weiter unten "Merkel warnt jeden vor der Teilnahme an Pegidademos...." sinngemäß, da ich ja nun keinen Beweis mehr dafür habe... :O Es stand unterhalb des 6-Punkte-Pegida-Beitrages an 3. Stelle der Schlagzeilen.
      Nun gut, eine Warnung der Bundeskanzlerin!!!! wollte ich mir anschauen. ABER, nachdem ich diesen Link angeklickt habe, kam - oh Wunder - NICHTS mehr! :verschw:
      Nicht einmal mehr die Überschrift finde ich jetzt noch.
      :| Statt dessen das hier:
      Artikel weg.jpg
      Tja, da hat einer ein bisschen zu spät geputzt oder?
      ...und schon wieder etwas "Merkelwürdig Merkelwürdig"... :evil:
      Das werde ich wohl besser in Zukunft anders machen. Von jeder Schlagzeile einen Screenshout, die ich beabsichtige zu lesen. :wrt:

      Edit: Nee, passt ja doch voll und ganz ins Thema... ;)


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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Mandy“ ()

      in diesem zusammenhang ist auch die pressemitteilung der IWV über "Rückläufige Gesamtauflagen der deutschen Presse"......interessant!
      diese zahlen lassen schon mal aufhorchen.

      ivw.eu/ivw/pressemitteilungen/ivw-quartal-42014

      damit bürger die sich noch von leitmedien leiten lassen und nicht auch noch anfangen zu denken od. sich nach anderen meinungen umschaun, wird u.a. auch soetwas verschwiegen:

      stefan-niggemeier.de/blog/1998…chricht-fuer-ard-und-zdf/

      Lutz schrieb:

      in diesem zusammenhang ist auch die pressemitteilung der IWV über "Rückläufige Gesamtauflagen der deutschen Presse"......interessant!
      diese zahlen lassen schon mal aufhorchen.

      @ Lutz: Oh ja, diese Seite kenne ich sehr gut! Weißte ja... ;)
      Nun hat mich mal speziell ein Verlag mit Freizeit- & Frauenzeitschriften interessiert, wie dessen Aufagenzahlen jetzt aussehen, aber...

      Schon wieder???? :skandal:

      ivw 1.jpg
      Was isn heut los????
      Oder stochere ich ausgerechnet heute im ber. Wespennest? :/
      Ich habe diese Website bestimmt 6 Jahre lang, wenigstens vierteljährlich und öftr aufgerufen - arbeitsbedingt, aber ich hab das tatsächlich noch nie erlebt, dass die keine Auskunft geben konnten. Aber, ich kann mich auch irren, denn deren Outfit ist nun anders aufgebaut.
      Ach ja und dann gab es noch eine ähnliche Website mediadaten-online.com/mediadaten/suche/volltext.do Nur die sind ja nicht aktuell, da ist mein Wissen zum Teil aktueller... :P
      Vielleicht wollen die bei IVW auch nur einen "ganz normalen Designwechsel" vollziehen, denn früher sah die etwas anders gestaltet aus. :huh:
      :krank: Uffbasse Mädel.. kriegst schon Verfolgungswahn... :rofl3d:
      Trotzdem alles irgendwie merkelwürdig merkelwürdig... :popc:


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      Lutz schrieb:

      in diesem zusammenhang ist auch die pressemitteilung der IWV über "Rückläufige Gesamtauflagen der deutschen Presse"......interessant!
      diese zahlen lassen schon mal aufhorchen.

      Ich muss das nochmla ein bisschen aufgreifen.
      Das Phänomen rückläufiger Druck-, Auflagen-, und Verkaufszahlen ist nu kein so neues Thema, denn das ist, seit sich sehr viele einen PC gönnen konnten der große Trend, sich seine Infos online zu holen. Zudem befinden sich bald in jeder Zeitschrift diese QR Codes. Über die kann man ganz bequem und mit dem nötigen Kleingeld auch zu seinen Infos kommen.
      Ganz oft haben größere Verlage verschiedene "Frauenforen" oder besser gesagt, Websites für Frauen und Männer, wenn Frauen angesprochen werden sollen (wunderweib.de, brigitte.de, jolie.de, myself, petra, freundin usw. usf. - massenweise vorhanden oder halt für Männer gq-magazin.de, menify.com, menshealth.de..... ebenfalls usw. usf.) Nur bei den Männern geht die Schiene oft über Sport/Fitness, Autos und Technik und bei Frauen über Kinder, Ernährung, Mode, Kosmetik.
      Schon dadurch war es klar, dass die Printmedien auf dem absteigenden Ast befindlich sind.
      Um auf das eigendliche Thema zurück zukommen... Die Onlineinfos sind super für uns User/Konsumer/Endverbraucher, weil uns News im rasanten Tempo erreichen, während es mit den Printmedien gefühlte Ewigkeiten dauerte und dauert. Oft wissen wir es heute schon vorher.
      Papier war einmal geduldig, aber das Internet ist flotter und kleine unbedachte Fehler beim Bekanntgeben von Infos werden schnell enttarnt.
      Wir sind heut zu Tage also echt gefordert, viele Gerüchte, Lügen und Infos genauer zu recherchieren und nicht alles auf Anhieb zu glauben. Das widerum machen die vielen unterschiedlichen Diskussionen in Internetforen so interessant. ^^ Finde ich jedenfalls.
      es heißt zwar immer, das Internet vergisst nichts...naja... wer es glauben mag. Wenn es staatlich relevante Infos sind oder eine ganze Industrie/Wirtschaftszweig oder gar ne Weltmacht dahintersteht, dann leidet auch das allseits geliebte "WWW" unter starker Demenz und dann vor allem rasend schnell!


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      Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da gab es in Deutschland – neben den Regionalen - nur zwei öffentliche Fernsehsender, ARD und ZDF. Privatfernsehen kam erst mit RTL etwas später. Da wurde noch groß herumgetönt, dass die Sender einen sogenannten „Bildungsauftrag“ hätten. Weiß zwar jetzt gerade mal nicht, wer einst angeblich diesen erteilte, aber betrachtet man sich heute die bunte Medienwelt, ist wohl davon nicht mehr viel zu spüren.

      Heute geht es um weiter nichts als um Einschaltquoten und bei den Zeitungen um Auflagenstärke. Umso höher, umso mehr können sie bei deren Werbekunden zulangen. Denn das bringt ja eigentlich die große Kohle.

      Um da mithalten zu können, sinken leider immer mehr Medien in ihrem Niveau ab in Richtung unter die Gürtellinie. Es sind nicht alle, dass ist erst einmal klar, aber schaut man mal so genau hin, erkennt man schon, wie heutzutage versucht wird, mit Sensationsmeldungen – uns sind sie noch so hohl und primitiv – Leser gewinnen zu können. Wenn ich dabei alleine nur an die Paparazzi-Geschichten denke, wo vor allem die britische Yellow-Press federführend ist. Da sind Fotoreporter dem – wenn auch hirnlosen – Sensationsbild hinterher, nur weil es die große Kohle bringt und der entsprechende Leser so etwas in seiner Zeitung sehen will. Eigentlich recht primitiv, wenn man es genau bedenkt.

      Da las ich vor zwei Tagen auf xxx.online.de im Zusammenhang mit dieser Pegida das Wort „islamkritisch“. Zwei Stunden später stand anstelle dessen das Wort Islamfeindlich“. Da fragt man sich dann doch, was das soll. Warum wird das im Nachgang noch geändert? Klingt es wohl nicht negativ genug, wird es im Nachhinein einen Zacken schärfer gemacht. So etwas las man eigentlich früher im Neuen Deutschland oder auch dem Karl-Eduard Schnitzler entschlüpfte so etwas regelmäßig.

      Aber man lernt ja immer dazu. Das mit der Lügenpresse-Bezeichnung macht mich selber schon ein wenig betroffen, zudem diese Bezeichnung negativ besetzt ist. Aber das ist nur meine Meinung dazu und ich verstehe schon, dass die Presse allgemein darüber zutiefst beleidigt ist und nun wahllos um sich schießt. Aber schau‘ dem Volk aufs Maul, da weißt du, wie es tickt und was es denkt.

      Und warum ist das nun so? Da hat sicherlich schon jeder einmal seine eigenen Erfahrungen sammeln können mit dem Wahrheitsgehalt verschiedener Pressemeldungen. Beispiel gefällig? Wer erinnert sich noch an die Geschichte mit den Hitler-Tagebüchern? So etwas ist und bleibt prägend, dass vergisst niemand so schnell.
      Die Sklaven von heute werden nicht mit Peitschen,
      sondern mit Terminkalendern angetrieben.

      Lutz schrieb:

      es gibt ja auch die generation +45 oder schlecht ausgebautes netz bzw. wlannetz.

      ^^ Na dann schau dich "alleine nur hier" im Forum um, wie da so das durchschnittliche Alter ist und welche am aktivsten posten oder sich beteiligen. :P Gehe ich von der Kriegs- und Nachkriegsgeneration aus, dann kann man selbst da (noch) häufig sehen, dass auch sie sich bereits oder noch an die modernen Medien heranpirschen und dasist, wie ich finde, gar nicht mal schecht! :respekt: :webcam: :thumb_up:
      Wir sind die Generation, die sich wenigstens noch ein bisschen an technische Neuheiten versucht zu gewöhnen. Wobei auch wir langsam träger werden - siehe die Umstellung zur letzten neuen Forumssoftware. Das war schon für viele, mich eingeschlossen grässlig und nervig. Unsere Kinder werden damit groß, bzw. sind es schon. Viele der jüngeren Generation fragt sich, wie wir es damals geschafft haben, uns zu verabreden/kennen zu lernen, überhaupt - ohne das alles zu überleben! Ganz ohne Telefon, Handy und Internet! :mumie:
      Spoiler anzeigen

      :fluester: Schau mal Lutz, aus Sicht unserer Kinder sind wir doch irgendwie auch schon "alt". :troest: :bestfriends: Aber denen beweisen wir das noch, dass es nicht so ist. :aua: :egyptian: Immerhin kommen se noch zu dir/uns geflitzt, wenns technisch irgendwo klemmt. Also kanns ja nicht soooo schlimm sein. :heiss: :thumb_up: :love:


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      Ulli schrieb:

      Heute geht es um weiter nichts als um Einschaltquoten und bei den Zeitungen um Auflagenstärke. Umso höher, umso mehr können sie bei deren Werbekunden zulangen. Denn das bringt ja eigentlich die große Kohle.

      Hm, nicht ganz... Um Auflagenstärke schon, aber speziell um die "Verkaufte Auflage". Druckauflage ist nicht alles, wird aber gerne genommen, um anzugeben, nur wird damit kein geld verdient, eher ausgegeben. Weil entstandene Kosten, die nicht wieder eingeholt werden, wenn sie nicht verkauft wurden. Je geringerer also die Differenz zwischen DA. und VA., desto besser.
      Zum Thema Anzeigen schriebe ich dir eine Konversation... ^^


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      Na, so Schwarz sollte man die Nachrichtengestaltung auch nicht Sehen. Sehr oft werden Nachrichten durch Nachrichtenagenturen an andere TV-Sender oder Zeitungen Verkauft und daher ist es auch kein Wunder, das manche neueste Nachrichten fast den gleichen Wortlaut haben, solange es sich um Nachrichten aus dem Ausland und deren Brennpunkte Handelt.

      Die Inländische Zeitungspresse ist meistens schon von Haus aus etwas "Gefärbt" in Rot und Blau. Dabei versucht diese "Farbige Presse" immer der Regierung, die die "Falsche Farbe" hat, vor den Bürgern Blosszustellen. So ist es hier auch bei uns in Dänemark. Man muss schon sehr zwischen den Zeilen Lesen, was wirklich Relevant ist. Ob die Öffentlichen Medien einen "Maulkorb" für Besondere Themen bekommen hat, vermag ich nicht zu sagen, aber manchmal kommt mir das so vor.
      Die Presse und die Regierungschefin: Warum Angela Merkel Journalisten als Handlanger betrachtet und was daran gefährlich ist.

      In Teufels Küche
      Man sollte sehr hellhörig werden, wenn Journalisten anfangen, sich auf ihre Verantwortung zu berufen. Sie haben nur eine einzige: der Wahrheit gegenüber.
      Alles andere geht sie nichts an. Journalisten sind für die Landesverteidigung nicht zuständig und für die Stabilisierung des Kapitalismus auch nicht, das Überleben der Bundesregierung muss ihnen ebenso gleichgültig sein, wie der deutsche Außenhandelsüberschuss. Sie kommen andernfalls in Teufels Küche.
      Da mag es einem warm und behaglich vorkommen.

      Wie Mitarbeiter des Kanzleramts
      Was Angela Merkel da gesagt hat, war nur scheinbar von ergreifender sprachlicher und gedanklicher Schlichtheit. Es war bezeichnend dafür, dass Journalisten und Politiker sich heute mitnichten als Gegner verstehen, sondern als Partner.

      Merkel hat zu den Journalisten geredet als seien sie Mitarbeiter einer Abteilung im Kanzleramt.
      Und wenn man es sich recht überlegt, kommt man zu dem Schluss: Ja, so sehen sich mehr und mehr Journalisten auch selbst. Und wenn das so weitergeht, dann braucht man in der Tat keine Journalisten mehr. Dann tun Pressesprecher es auch. Das scheint der Zug der Zeit ohnehin zu sein: Es soll mittlerweile mehr Pressesprecher in Deutschland geben als Journalisten.

      Merkels Einladung der Chefredakteure
      Ein paar Monate zuvor, am 8. Oktober 2008, hatte es ein sonderbares Treffen gegeben, das in diesem Zusammenhang Erwähnung finden soll. Die Bundeskanzlerin hatte an jenem Tag die bedeutenden Chefredakteure der bedeutenden Medien eingeladen. Es war die Zeit, in die der Ausbruch der großen Finanzkrise fiel. Man findet keinen ausführlichen Bericht über dieses Treffen, der veröffentlicht worden wäre und überhaupt nur wenige Erwähnungen in den Archiven, nur hin und wieder einen Nebensatz, eine knappe Bemerkung. An einer Stelle liest man in dürren Worten, worum es an diesem Abend im Kanzleramt ging: Merkel bat die Journalisten, zurückhaltend über die Krise zu berichten und keine Panik zu schüren.

      Sie haben sich daran gehalten, die Chefredakteure. Noch im Februar 2009, vier Monate später, wunderte sich die taz über die Medien: "Sie halten die Bürger bei Laune, auf dass diese stillhalten. Wie viel Geld bereits in die Banken gepumpt wurde, wie viele Milliarden Bürgschaftszusagen vergeben wurden (und wie viele Hartz-IV-Monats"löhne" das sind), das steht auch nicht in der Zeitung.

      Die Süddeutsche vom 15. Januar beispielsweise versteckt die Mitteilung, dass die Hypo Real Estate zum vierten Mal in vier Monaten Milliarden Bargeld und Bürgschaften braucht, unter der Überschrift "Wenn Steinbrück an die Tür klopf". Die Bild-Zeitung übrigens bekam sogar einen Preis dafür, dass sie so "verantwortungsvoll" berichtet habe. Einen Preis, der von Journalisten verliehen wurde.

      http://www.sueddeutsche.de/thema/Wozu_noch_Journalismus


      Denke nicht so oft an das was Dir fehlt, sondern an das, was Du hast !
      Zeitungsverleger instrumentalisieren „Charlie Hebdo“-Anschlag für Kampf gegen Pegida

      Diese Karikatur wird als Teil einer Aktion des Zeitungsverlegerverbandes in vielen Zeitungen erscheinen:



      Der Vorwurf, der darin steckt, ist perfide und falsch. Er ist perfide, weil er Menschen, die friedlich demonstrieren, mit einem Verbrechen in Verbindung bringt, das sie nicht befürworten, nicht gutheißen und das nicht in ihrem Namen begangen worden ist. Und er ist falsch, weil die Zeitschrift „Charlie Hebdo“ aus Sicht der Pegida-Leute genau das Gegenteil dessen ist, was sie als „Lügenpresse“ beschimpfen.

      Vielleicht sollte ich vorwegschicken: Ich habe keinerlei Sympathien für Pegidaund die Ressentiments ihrer Anhänger. Ich halte, bei aller Kritik, die ich an Medien habe, die pauschale Verurteilung für falsch und den Begriff„Lügenpresse“ für inakzeptabel. (Und den Vorwurf von dieser Seite schon deshalb für grotesk, weil Blätter wie die „Bild“ den Pegida-Leuten in den vergangenen Jahren zuverlässig Treibstoff für ihre Paranoia geliefert haben.)

      Aber.

      Es ist idiotisch, so zu tun, als müssten sich die Pegida-Leute, die sich gerade über die Morde an den Karikaturisten von „Charlie Hebdo“ empören, dafür schrecklich verbiegen, weil sie doch eigentlich auch gegen die freie Presse seien, wie die islamistischen Attentäter. Denn aus Pegida-Sicht haben die „Charlie Hebdo“-Mitarbeiter dadurch, dass sie sich trauten, den Islam zu kritisieren — im grausamsten Sinne des Wortes: ohne Rücksicht auf Verluste — , genau das getan, was sie in den deutschen Medien vermissen und was einen erheblichen Teil des „Lügenpresse“-Vorwurfs ausmacht.

      In dieser Sicht ist „Charlie Hebdo“ das Gegenteil von „Lügenpresse“; seine Mitarbeiter zahlten für ihren Mut, anders als die „Lügenpresse“ die Wahrheit zu sagen, mit dem Leben. Was nicht nur die Wut auf die Täter (und die Religion, auf die sie sich berufen) steigert, sondern auch auf die „Lügenpresse“.

      Die Presse bestätigt aus Pegida-Sicht so, auf kaum zu übertreffende Weise, den Vorwurf von der „Lügenpresse“.

      An der Aktion haben sich bisher beteiligt: „Frankfurter Allgemeine Zeitung“,„Rhein-Zeitung“, „Grafschafter Nachrichten“, „Badische Zeitung“,„Münchner Merkur“, „Mittelbayerische Zeitung“, „Thüringer Allgemeine“,„Wetzlarer Neue Zeitung“, „Kölnische Rundschau“, „Zollern-Alb-Kurier“,„Thüringische Landeszeitung“, „Mindener Tageblatt“, „Kölner Stadt-Anzeiger“, „Stuttgarter Zeitung“, „Saarbrücker Zeitung“, „Heilbronner Stimme“, „General-Anzeiger“, „Hamburger Abendblatt“, „Welt“, „Berliner Zeitung“, „Mitteldeutsche Zeitung“, „Schweriner Volkszeitung“, „Aachener Nachrichten“, „Trierischer Volksfreund“.

      http://www.stefan-niggemeier.de/blog/
      Das ist nicht meine Sicht. Ich mache mir diese Argumentation auch nicht zu eigen. Aber sie hat eine innere Logik.


      Denke nicht so oft an das was Dir fehlt, sondern an das, was Du hast !
      Was darf Journalismus noch berichten,
      wenn man nur noch Teil eines Medienkonzerns ist.
      Wo man noch früher selbst recherchierte,
      bedient man sich heute eines Medienpools,
      weshalb man den Eindruck einer Presse erhält,
      die nur noch die Meinungen verbreitet,
      welche so gewünscht und gewollt ist.
      Es fehlt in diesem Zusammenhang auch an Unabhängigkeit,
      die ehrlichen und wahren Journalismus ausmacht
      und denen die zur Meinungsbildung durch Vielfalt in der Betrachtung beitrugen,
      hat man schon längst das Wasser abgegraben,
      oder die Plattform für sachliche Betrachtungen entzogen.
      So genommen sind die Medien zu PR-Agenturen verkommen
      und je weniger Konzerne sich diesen Markt teilen,
      um so weniger Vielfalt gibt es in den Medien.